DE1421644A1 - Elektrochemische Zellen - Google Patents
Elektrochemische ZellenInfo
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Description
Elektrochemische Seilen
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein elektrochemische Zellen, insbesondere jedoch Brennstoffzellen.
Eine Brennstoffzelle ist definiert als eine elektrochemische
Zelle, in der ein Teil der freien Energie, die bei der chemischen Reaktion der kontinuierlich zugeführten Peaktionapartner entsteht,
in elektrische Energie umgewandelt wird.
Unter den Terschiedenen Typen von Brennstoffzellen ist der «it
einem halbfesten Elektrolyten oder einem Elektrolyten aus ge-
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tv, 4,0.1967}
Bar/Hü
* PLA 62/8270
schmolzenen Salz von besonderem Interesse. Dieser Zellentyp tnthält
im allgemeinen ein Paar poröse Elektroden an gegenüberliegenden Seiten eines keramischen Gerüstes, daa mit einem Elektrolyten
aus geschmolzenen Salz angefüllt ist, z. B. einem Gemisch von
Alkalikarbonaten. An der einen Elektrode befindet cica ein oxydierend
wirkendes GaB, wie Luft oder Saueratoff, und ein Stoff zur
Stabilisierung der Verteilung der Ionen, die durch den Elektrolyten
wandern, wie z. B. Kohlendioxyd, wenn der Elektrolyt aus Karbonaten besteht. Die Reaktion an einer ersten Elektrode zwischen
Sauerstoff und COp erzeugt Karbonationen unter Abzug von Elektronen
aus der Elektrode. Die Karbonationen wandern durch den Elektrolyten
zur anderen Elektrode, die mit einem Brennstoff, wie Wasserstoff, einem Kohlenwasserstoff oder einem kohlenstoffhaltigen Material
allein oder im Gemisch mit Dampf beschickt wird. In der resultierenden
Reaktion reagiert Wasserstoff mit den Karbonationen unter Bildung von Oxydationsprodukten, wie Wasserdampf, wobei
Elektronen in der zweiten "llektrode frei werden. Die Elektronen
liefern einen Potentiaiabiall, wenn 3ie über eine äußere Last zur
anderen Elektrode zurückflieüen. Durci« die Zeile fließen sie nicht
zurück, well der Elektrolyt keine oder zumindest eine vernachlässigbare
elektronische leitfähigkeit besitzt. Eine breitere
Darstellung dieses Brennstoffzellentyps ist in der Arbeit von
3.H.J. Broers zu finden, wf!i/jh Temperature Galvanic Fuel Cells",
University of Amsterdam, 1958.
Andere Typen von Brennstoffzellen unterscheiden eich ». 3. in dem
ioniaoh leitenden Elektrolyten und den speziellen Reaktionen, die
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sad cr;g:mal
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an den elektroden ablaufen. Sewiese Gesichtspunkte der lirfindun^,
die später noch ausführlicher behandelt werden sollen \ind die
insbesondere mit Elektrodenstrukturen zu tun haben, sinu allgemein
auf Brennstoffzellen und auch auf andere elektrochemiocne Zellen
anwendbar.
!Damit die Brennstoffzelle gut arbeiten kann, ist es wichtig, daß
die reagierenden Oanedurch die Klektroien diffundieren können,
um möglichst großen Kontakt mit dem Elektrolyten zu haben. Andernfalls
schreitet die Reaktion nur in geringem Maße voran und die Zelle liefert nur weni£ Energie. Bei Gebrauch eines flüssigen
Elektrolyten soll dieser mißlichst schnell zur rieaktions£renz-8chicht
diffundieren.
Eine andere wünschenswerte r,inenschaft von Brennstoffzellen ist
eine lange Lebensdauer; dieije wird beeinflußt insbesondere bei
Zellen, die geschmolzenes Balz enthalten fieren r'lektrolytverlust
aus dem Gerüst, in dem sich der Elektrolyt befindet, was wiederum Korroeion und Verlust an Kn er ^rieauuboute mit cion bringt. Lie
Lebensdauer einer Seile wird iai allgemeinen verlängert aurch
niedrige Arbeitatemperattiren, weil sowohl 1ie Korrosion nls auch
uie Verdampfung neo ."llektrolyton mit st ο !.{ränder Temperatur zunehmen.
Ziel die»<f!i% ririinduntT einn .iaher verbissen.'- eiektrocii'f'.'ij scne
Zellen, insbesond^rr veibesserte Brennstoffzeiien.
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Ka iut Aufgabe der Erfiniunf, eine Brennstoffzelle mi t iitrukturmerkmalen
zu schaffen, die eine verbesserte Diffusion von Gas und Elektrolyt zur ReaktionsgrenzschLoht erlauben.
Kin weitere« Ziel ist die Schaffung einer Brennstoffzelle, die
bei relativ niedrigen Temperaturen arbeitet und bilaige Kohlenssfrstoffe
als Brennstoff;» gebraucht.
Gemäß aer Erfindung i:>t die Einrichtung zur direkten 'jier
wanciiung unter Verwenoun/; einer Brennrtof 1 ?.'.-1 Le dadurch ßeiconnzeichnyt,
auß wenigetcna uie Elektrode aer Brennstoffoeite eine
Gasdiffusi onseiektrodr mit poröser struktur I .cj t unu aus ς-lektronisch
leitenden groben Teilohen becteht, zv/iüciien die feine
Teilchen aus elektronisch leitendem Material eingeoettet sind.
Die Durchmesser der groben Teilchen liegen zwischen 5 und ^>00 u,
während der der feinen Teilchen durchschnittlich um eine Größenordnung
kleiner ist. ler Elektrolyt der Zelle besteht aua wenigetenc
einem Metallsalze mit einem Schmelzpunkt kleiner als 55O°C.
Die Gaediffusionselektro'.ien der Zelle sind auf gegenüberliegenden
Seiten des porösen. Gerüstea angebracht, das mit dem Elektrolyten
angefüllt ist. Die Elektroden sind strukturell so aufgebaut,
daß große Gasmengen durch sie hindurch diffundieren können. Ist
der Brennstoff ein gasförmiger Kohlenwasserstoff, so dient ein Katalysator der Spaltungsreaktion dieses Brennstoffes unter Bildung
von Wasserstoff, der der Elektrode zugeführt wird. Der Katalysator wird von der Gasdiffusionselektrode getrennt gehalten,
an der der gasförmige Brennstoff mit dem Elektrolyten
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H2T6U
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reagiert.
Nach einem anderen Merkmal der Erfindung wird für das Arbeiten
mit einem Kohlenwasserstoff als Brennstoff der Katalysator auf. einer Temperatur von 550 bis ungefähr 65O°G gehalten. Bevorzugt
wird eine Temperatur von 580 bis 6200C, die hinreichend niedrig
ist, um noch den Kohlenwasserstoff quantitativ durch eine Reformierun^3reaktion
in Wasserstoff umzuwandeln. Auf diese Art wird die Brennstoffzelle mit großen Mengen an wirtschaftlichen Brennstoffen
beliefert.
Aufbau und Wirkungsweise der Erfindung nollen im folgenden im
Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert weraen.
Pig. 1 zeigt die echematische Darstellung eines Brennstoffzellensystems,
in dem die Erfindung angewendet ist;
Fig. 2 zeigt eine Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Brennstoffzelle;
Pig. 3 zeigt die vergrößerte Teilansicht aes schwer schmelzbaren
Gerüstes einer Brennstoffzelle zusammen mit einer Elektrode aus Fi^. 2 im Querschnitt;
Pig. 4 zeigt Kurven typischer Versuchsergebnisse, die an einer erfindungsgemäüen Zelle erhalten wurden.
In Fi^. 1 ist eine Brennstoffzolle 10 in einem Gehäuse 12 dargestellt,
die (iuri.'h Leitungen 14- und 15 mit der außerhalb liegenden
La3t 17 verbunden ist. Vom Brennstoffbehälter 19» der einen gas-
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formigen Kohlenwasserstoff oder eine geeignete Brennstoffmischung
enthält, führt eine Gasleitung 21 durch den Katalysator cj zur
einen ieite des Gehäuses 12 und tritt dort. Jn den ersten Reaktionsraum
25 ein. Von einem Behälter 27, der ein Oxydationsmittel und einen ?,lektrolytstabilir.ator enthält, führt eine Gasleitung
29 zur anderen Reite des Gehäuses 12 und tritt uort in einen zweiten Reaktionsraum 31 ein. Jeder Heaktionaraun I^ und 31 hat
einen Auslaß 33 bzw. 34 für nie Ausscheidung'von Reaktionsprodukten
oder überschüssigen Roaktionspartnern. Lie Brennstoffzelle
10 und der Katalysatorraum 2'i sind in die Wärmeisolierung τ·6
eingeschlossen.
Pig. 2 zeigt die Querschnittsansicht einer Brennstoffzelle 10, die
für die Einrichtung nach Fig. 1 geeignet ist. In der kitte iieg-t
ein schwer schmelzbares Gerüst 40 aus einem geeigneten Vaterial,
z. B. Magnesiumoxyd (Magnesia), dae porös ist und vorzugsweise
eine Porosität von 35 bif? 65 # aufweist, d. h. das Gesamtvolumen,
das das Gerüst 40 umfaüt, enthält diesen Prozentsatz an Poren.
Die Anordnungen zu beiden Seiten des Gerüstes 40 sind im wesentlichen
identisch und umfassen die Elektroden 42 und 43, die mit denOerüst 40 in Verbindung stehen, die perforierten Platten 46
und 47, die gegen die Blektrouen 42 bzw. 43 drücken und somit
voa Gasstrom erreicht werden, sowie die Gaeverteilungsschichten
50 und 51, in denen die Zuleitungen 21 und 29 sowie die Ableitungen
33 und 34 enden bzw. beginnen. Pie Gasverteilungsschichten 50 und 51 und die perforierten Platten 46 und 47 können zu beiden
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bad c·?,:-:::.v
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Pelton der Zelle aus einem ;'tück bestehen. ;iine geeignete Haltevorrichtung,
z. B. Schraubenmuttern und Bolzen, nie durch die perforierten Platten 46 und 4-7 sowie die Schichten 50 und S1
reichen, bewirkt einen sehr dichten Verschluß am Umfang der Gerüstes
40 und verhindert Gas;- und Elektrolytverluste. Für einen dichten Verschluß können auch einige Dichtungsringe, z. B. aus
Glimmer oder Silber, in die Anordnung eingebaut werden, ro r.winchen
den perforierten Platten 46 una 47 uni den Schichten ^O
und 51 und als Randdichtungen ';4 und r>c>
der Elektroden 42 und 45. Pas Gerüst 40 ist porös und die in ihm wirkenden Kapillarkräfte
halten den Elektrolyten fej3t. Die Kräfte reichen im allgemeinen
aus, um einen ElektroiytveriuPt in den äußeren rlcken
des Gerüstes 40 zu verhindern.
Pas poröse Gerüst 40 ist mit dem geschmolzenen SaI" eines Elektrolyten
gefüllt, z. B. einer Trisch\ing von Kalium-, Ua tr ium- unu ·
Lithium-Karbonat. Die Zusammensetzung des Mektrolyten Kann aus;
einem einzelnen Metallsalz oder der Mischung aj.ler Uetailnnlze
bestehen und aoll beträchtliche Ionenleitfänigi:eit und niedrige
elektronische Leitfähigkeit haben. Kr muß bei aer gewünschten
Betriebstemperatur der Seile in geschmolzenem Zustand vorliegen
und sein Anion muß bei der Reduktion ein abtrennbares las bilden (ao wie das Karbonation aurch V.asaeratoif au 00o und H1C- reduziert
wird).
Vorzugsweise wirci der Elektrolyt dadurch in cas Gerüst 40 hineingebracht,
daß dieses Gerüst bei einem Zjruck von nicht mehr als
" 7 * 909851/0437 Bar/"iü
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5 nun Quecksilber in einen geschmolzenen Elektrolyten getaucht wird
Bei dieser Technik werden alle Poren, des Gerüstes 40 gefüllt und
die Ionenleitfähigkeit verbessert, die Menge des Elektrolyten vergrößert, die von einer Zelle gegebener Größe aufgenommen werden
kann und die direkte Reaktion von Brennstoff und Oxydationsmittel
verhindert. Das Gerüst 4-0 kann dann aus dem Vakuum entfernt und mit den anderen Bestandteilen ausgestattet werden.
Die elektrischen Leitungen 14 und 15 zur Abnahme der Energie sind mit den perforierten Platten 46 bzw. 47 verbunden. Sie können ■
auch mit den Elektroden 42 und 45 selbst oaer mi,t. Irgendeinem Teil,
der mit den Elektroden leitend verbunden ist, in Kontakt treten.
Wenigstens die GasdiffusionBelektrode 42 ist auf der Brennstoffseite
so konstruiert, daß sie die Diffusion von Gas und Elektrolyt zur Reaktionsgrenzschicht begünstigt und auch eine große
Reaktionsoberfläche hat. Die Struktur der Elektroden Ά2 und 43
wird später beschrieben werden.
Die perforierten Platten 46 und 47 bestehen je aus einer grobperforierten
Schient 56 bzw. 57 und je einer feinperforierten
Schicht 58 und 59$ weiche im wesentlichen metallische Netze
darstellen. Die grobperforierten Schichten 56 und 57 dienen zur
Erzielung ausreichender mechanischer Festigkeit und ermöglichen
das dichte Pressen der Elektroden 42 und 4 3 gegen das Gerüst 40, während die Netzschichten 58 und 59 für eine gleichmäßige Verteilung
deu Gapes über die gesarate Oberfläche des Gerüstes 40
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sorgen. Die perforierten Platten 46 und 47 als auch die Schichten
50 und 51 können zweckmäßigerweise "aus einem geeigneten, nicht
reagierenden Material, wie rostfreiem Stahl oder Inconel, einer
Nickel-Eisen-Legierung, hergestellt werden.
Das Gehäuse 12 der Fig. 1 besteht nach Fig* 2 aus den Platten 50 und 51, den Randteilen der perforierten Platten 46 und 47
und den Randteilen 54 und 55 der Elektroden 42 und 43. Bei guter
Abdichtung ergibt sich eine größere Wirtschaftlichkeit im Brennst off verbrauoh, da die Überschußmengen an Reaktionspartnern
nicht ergänzt werden müssen. Die Heaktionsräume 25 und 31, die in
der beschriebenen Anordnung entstehen, sind hermetisch abgedichtet.
Sind die Leitungen 14 und 15 mit den perforierten Platten 46 und 47 verbunden, wie dargestellt, so muß ein guter elektrischer Kontakt
zwischen den Platten 46 bzw. 47 und den Elektroden 42 bzw.
43 bestehen« Dies kann z. B. dadurch geschehen, daß Elektrode und Platte punktweise miteinander verschweißt werden. Können die
Materialien der Platte und der Elektrode nicht direkt miteinander verschweißt werden, au ist eine Schicht eines geeigneten Materials
auf die Platte aufsmbringen.
Zellen wie die der Jig. 2 wurden hergestellt mit einem Magnesiumoxydgerüst
von ungefähr 4 bis 5 mm Dicke und einem Durchmesser bis
zu 10 cm mit einem ternären Elektrolytgemisch von Alkalikarbonaten vom Schmelzpunkt 4000G. Dieses Gerüsten hat eine hinreichende
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Bloke für dl* Anwendung hoher Prefldrücke und ermöglicht somit
einen dichten Abaohluß.
Im Beispiel nach Fig. 2 ist kein Katalysator vorgesehen. Der
Katalysator kann jedoch in oder zwischen den Bohrungen der perforierten Platte 4-6 auf der Brennstoffseite des Gerüstes
40 angebracht werden. Eine solche Anordnung ist gegenüber der vorzuziehen, wo der Katalysator der Elektrode 42. beigegeben ist,
da eine derartige Beigabe zur Elektrode die Gasdiffusion beeinträchtigt. Gemäß Fig. 1 kann jedoch der Katalysator außerhalb des Gehäuses 12 vorgesehen sein, jedoch in thermischem
Kontakt und daher ungefähr auf gleicher oder etwa· niedriger Temperatur, was durch die Wärmeisolierung 36 oder-ahdere Mittel
zur Temperaturstabilisierung erzielbar ist. Der Vorteil gegenüber der unterbringung des innerhalb des Raumes 25 ist der, daß
weniger Dampf für die ReformierungBreaktion notwendig ist«
An der Elektrode 43 (Kathode), die mit dem Oxydationsmittel und
dem Stabilisator beschickt wird, läuft folgende jteaktion afc! » ;"'■*·
O2 + 20O2 4- 2e -#>
2 OQ*
An der Brennstoffelektrode |2 (Anode) finden wir dl« Reaktion
H2 + CO3 2
Dem GesaratVorgang liegt somit ^ie einfache Reaktion
H2 + 1/2 O2
zu Grun'ie.
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BAD CWGlN^
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Hohe Neaktionefreudigkeit ist für eine Brennstoffzelle wichtig,
um deren Baugröße zu verringern, d. h. für eine gegebene Energieausbeute die Zellabmessungen möglichst klein zu halten. Ferner
ist aus wirtachaftlichen Gründen der vollständige Ablauf der auf der Brennstoffseite des Gerüstes 40 verlaufenden Reaktion
wünschenswert. Beide Faktoren, Reaktion selbst und Vollständigkeit deB Reaktionsablaufs, können bei Anwendung eines getrennt
aufbewahrten Katalysators erhöht und somit die gewünschte Gasreaktion auf der Brennstoffseite der Zelle beschleunigt werden.
Der Katalysator dient zur Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeit bei der Umwandlung des ursprünglichen Brennstoffs in Wasserstoff.
Dieser Wasserstoff ist reaktionsfähiger als die Kohlenwasserstoffe, z. B. Methan, Propan usw., wobei die letztgenannten beträchtlich
billiger sind als Wasserstoff.
Der Katalysator ermöglicht aiigemoin den Bei rieb von Brennstoffzellen
mit Kohlenwanseratoffon bei niedrigen Temperaturen und
erhöht so die Lebensdauer von Zellen, die bei honen Temperaturen
durch auftretende Korrosion und Elektrolytverlust beeinträchtigt wird. Wenn der Katalysator sich im Heaktionsraum befindet, kann
die Energieausbeute erhöht werden durch Katalysierung dor langsamen
Stufe einer Zersetzungsreaktion wie auch der Reaktion
zwischen dem Brennstoff oder seinen Zersetzunrsprodukten unö den
Reaktionsprodukten. Per Kohlenstoff oder Zwischenprodukte, die bei der Zusetzung von Kohl enwasserstoffo.r. entstehen, können so
mit dem Dampf wirksamer reagieren als sie es an der lilektroäe
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selbst könnten. Der Wasserdampf resultiert aus der Reaktion von
Wasserstoff und Karbonat, um COp und noch mehr Wasserstoff zu liefern. Befindet eich der katalysator in der Zelle, kann eine
soicne Reaktion ohne weitere bauliche Maßnehmen ablaufen. Befindet
sich der Katalysator jedoch außerhalb der Zelle wio in
t;, 1 gezeigt, kann ein Kreislaufsystem angewendet werden.
Verglichen mit einer Zelle, deren Katalysator in die Elektrode eingebaut ist, hnt der getrennt gehaltene Katalysator zahlreiche
Vorteile. iir kann in großen Mengen angewendet werden, ohne eine
Verlangeamung der Diffusion des Brennstoffes bzw. der Kfcaktionsprodukte
zu und von cer aktiven Grenzschicht befürchten zu ir.üesen,
was die Energieausbeule der Zelle verringern würde. Ist der Katalysator
nicht in die Elektrode eingebaut, beuteht auch eine,' größere
Auswahl in Katalyratorutoffen, da eine hohe elektronische
Leiti'ähigkejt unwesentlich ist und Mischkatalysatoren gebraucht
weraen können.
Geeignete Materialien v.Ip. i.huj j ysator für di·"· Zersetzung von
r.ohlenw.is.ivrr.toffen :;ino gut bekannt-. Zu .ihnen gehören Li:'-.noxyd,
uns durch Kaliumii-.orbonat aktiviert int, und nickel :riit
Aluniniumoxyu ein KontnkI tr άρ.ο.ν, Iv, Hand»! «rhältliche P.af.nlyoatorfin
v.inn Zwecke d^r ],v'*hy: ieruur,, K ro ο ku ng odei l?ef orai.ierun,1;
r. irid verwendbar.
Tekamitorir.aüeij itt er-· vom '.',tandpunkt einer maximalen Nutzung der
freien Knorgio einer .Brennstoffzellenreakiion vorteilhaft, den
12 - Bar/Hü
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BAD
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Brennstoff nicht in einer Einzelzelie reagieren zu lassen, sondern
ihn vielmehr duroh ein System mehrerer "Zellen zu schicken» Dieses
System kann für alle Zelltypen gebraucht werden, ist jedoch von besonderer Bedeutung für die Karbonatzellen wegen der hinzukommenden
COp-Menge, die aus der Zersetzung des Karbonations an der Brennstoffelektrode herrührt. Geringe CO-Mengen liegen
bei der Umwandlungereaktion eines Kohlenwasserstoffes mit Wasserdampf
vor. Diese Menge nimmt zu, wenn die elektrochemische Reaktion
in folgender Weise fortechreitet:
H2 + CO2 * CO + H2O(I),
Aus thermodynamisahen Betrachtungen folgt, daß die Zellspannung
immer in dem Maße abnimmt, wie sich die Reaktionsprodukte bei hohen Umsätzen ansammeln. Weiterhin ist das gebildete CO elektrochemisch
relativ inaktiv, insbesondere bei niedrigen Temperaturen, obgleich es ein Brennstoff von hohem Energieinhalt ist. Abaorptionssystem
könnte diesen Nachteil in einem hohen Maße überwinden. Bei absorbiertem COp würde die Reaktion (1) nach dem Maasenwlrkungsgesetz
durch einen geeigneten Katalysator zurückverschoben werden, um mehr Wasserstoff zu bilden. Auch wenn ein die Zelle
verlassendes Gasgemisch abgekühlt wird (ca. 350 bis 4000C), verschiebt
sich die Gleichung wiederum zum Wasserstoff hin. Das Wasserstoff-Wasser-Gemisch oder reiner Wasserstoff (wenn H2O
auch obsorbiert ist) kann in einer anderen Zelle umgesetzt werden,
die bei niedrigen Temperaturen arbeitet, oder nach dem Srhitzen in der gleichen Zelle wieder benutzt werden. Die Wärmemenge für
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den Sp.altungsprozeß liefert zum Teil die exotherme Reaktion nach Gleichung (1). Daneben steht die in jeder Zelle, der ein
endlicher Strom entnommen wird, auftretende irreversible Wärme zur Verfügung. Ein Teil der Verluste wird so in elektrische
Energie zurückverwandelt.
Pig. 5 zeigt die Teilansicht einer Gasdiffusionselektrode 42 am Gerüst 40 gemäß der Erfindung. Tn ihrem strukturellen Aufbau
besteht die Elektrode aus einer Vielzahl von Teilchen 60 bestimmter Größe, die zusammengepreßt oder gesintert sind, um
wengistens teilweise in einer elektrisch leitenden kontinuierlichen
Struktur miteinander verbunden zu sein. Um die Reaktionsgrenzschicht an der Elektrode 42 stark zu vergrößern, ohne die
Gasdiffusion durch die Elektrode zu verringern, ist die Vielzahl
der ersten Teilchen von anderen Teilchen 62 umgeben, die viel kleiner sind als die ersten Teilchen 60.
Vorzugsweise haben die kleinen Teilchen 62 einen Durchmesser, der durchschnittlich wenigstens eine Größenordnung kleiner iet als
der der größeren Teilchen 60. Geeignete Strukturen wurden unter Verwendung von Nickel für die größeren Teilchen 60 hergestellt,
die einen Durohmeaeer von ungefähr 50 bis 15Ou hatten. Die Größe
der Teilchen 60 kann von 5 bis 500 u variieren und hängt von der
Fähigkeit des Gerüstes ab, den Elektrolyten festzuhalten.
Experimentelle Ergebnisse »eigen, daß die Struktur gesäß Pig.
vorteilhaft auf der Brennstoff«eite der Zelle (Elektrode 42 der
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♦*«
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Fig. 2) angewandt wird. Ähnliche Vorteile, die eine Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeit in der Zelle betreffen, Bind zu
erwarten, wenn man diese Struktur ebenso für die andere Elektrode 43 anwendet. Deshalb haben entweder eine oder auch
beide Elektroden 42 und 43, vorzugsweise Jedoch die Brennstoff
elektrode 42, eine Teilchenstruktur, die wiederum von kleineren Teilchen umgeben ist.
Geeignete Elektrodenmaterialien für die Brennstoffelektrode 42 sind Nickel und Platin, für die andere Elektrode 43 Silber und
ein Geraisch von Lithium- und Kickeloxyd. Tn einer speziellen Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Gapdiffusionselektrode enthalten
die Elektroden 42 und 4? je ein i-Ulbernetz 64, dar. einen
Padenabetand von ungefähr £40 μ hat und einen P'adendurchmesser
von ungefähr 18Ou. ,]s ist auf der Sauerstoffseite der Zelle mit
Silberpartikeln versehen und auf der Brennstoffseite mit Nickelteilchen,
die einen TKirchri^iuser von ungefähr 80 bis 100 μ haben.
Dip Nickelteilchen wurden mehrere LIaIe in eine wässrige Nickel-Azetat-Lösung
gebracht und in einem Ofen getrocknet. V/enn in der zusammengesetzten erhitzten Zelle Wasserstoff über dir Elektrode
42 strömt, wird die Nickel-Azetat-Schicht zersetzt und zu einer feinen Schicht von Nickelteilchen 62 reduziert, die die groben
Teilchen 60 umgeben.
Pig. 3 ist natürlich nicht maßstäblich zu betrachten. Um einen besseren elektrischen Kentakt zu bekommen, ist ee vorteilhaft,
das Maschennetz 54 tlirekt ^egen das Gerüst 40 zu pressen. Dies·
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letzte Abwandlung wurde bei den hergestellten Versuchezellen vorgenommen.
Es soll noch besonders darauf hingewiesen werden, daß erfindungsgemäße
Gasdiffusionselektroden, obgleich sie speziell für den Gebrauch in Brennstoffzellen entwickelt wurden und einen geschmolzenen
festen Elektrolyten einschließen, nicht auf dieses Anwendungsgebiet beschränkt sind, sondern in jeder elektrochemischen Zelle
gebrauoht werden können, wo eine große Reaktionsgrenzschicht zwischen Gas, Elektrode und Elektrolyt notwendig ist.
Wenn anstelle der erfindungsgemäßen Ausführungsforra die Elektroden
nur aus einem leitenden Material sehr kleiner Teilchengröße hergestellt würden, würde zwar eine große Reaktionsgrenzschicht geschaffen,
doch würde die Diffusion des Gases und der Reaktionsprodukte verlangsamt, der Elektrolyt durch die großen Kapillarkräfte
von dem Gerüst 40 zurückgehalten und so die Grenzschicht durch Überflutung der Elektrode 42 zerstört werden.
Obgleich bei der Elektrodenstruktur 42 ein Drahtnetz 64 gezeigt
wird, das zur Aufrechterhaltung der elektrischen Leiatungskontinuität
und zum Zusammenhalten der gröberen Teilchen dient, ist dies nicht unbedingt erforderlich. Die proben Teilchen 60 können
auch durch Sintern oder Pressen zu einer hinreichenden Struktureinheit ohne zu hohen elektrischen Widerstand zusammengefügt
werden. Das teilchenförmige Elektrodenmaterial kann auf die Oberfläche des Gerüstes,ε. B. direkt nach dem Plasmaetrahlver-
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JN PLA 62/8270 fahren, aufgesprüht werden.
Die Ursache dafür, daß'die Umhüllung der gröberen Teilchen 60
mit den feinen Teilchen 62 das Reaktionsmaß erhöht, dürfte in •der Bildung eines dünnen Elektrolytfilms liegen, der infolge
der zwischen den feinen Teilchen 62 wirkenden Kapillarkräfte die gesamte Oberfläche der groben Teilchen 60 bedeckt und so
die Reaktionsgrenzschicht vergrößert. Der Elektrolytfilm muß so
dünn sein, daß Gase durch ihn hindurchdiffundieren können. Die
verbesserte Rlektrode zeigt keine Polarisation; obgleich die
Zelleistung durch ihren Widerstand begrenzt ist, zeigt sie relativ hohe Energieausbeuten.
Beim Gebrauch von Zellen mit Elektroden α lese« Typs und einer
Brennstoffmenge, die es erlaubte, 32 $ der= Wanserr.toff s an der
BrennstoTfelektrode 40 zur Reaktion zu br'rgeri, wurden ;M;romdichten
in Höhe von 320 mA/cm1" erreicht bei 0,? V.-Diese Werte
liegen beträchtlich höher, als die in einer Zelle vom gleichen Typ mit einem geschmolzenen HaIz unter Verwennung von üblichen
Elektroden erhaltenen Ergebnisse. Pel Verwendung von 'Srdras wurde
eine Stromdichte Von 130 roA/cm bei 0,6 V erhalten.
Es 1st bedeutungsvoll, .--daS im erfindungsgemäßen Brennstoffzellensystem
Erdgas und andere billige Kohlenwasserstoffe als Brennstoff verwendet werden können, wobei in relativ hoher Ausbeute und mit
gutem Wirkungsgrad elektrische ^ergie erzeugt wird.
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Ein Beispiel einer bevorzugten Arbeitsweise nach dem erfindungsgemäßen System bildet die Reaktion an dea Katalysator 23 im Falle
des Erdgases, z. B.
CH4 + 2HgO->4H2 + CO2 (a),
die fast quantitativ Wasserstoff liefert. Sie ist abhängig von
dtr Temperatur und der angewandten Y/as3erdampf»enge und vorteilhaft gegenüber anderen möglichen Reaktion wie z. B.
CH4 + H2O-* 3H2 + CO (b),
die in geringerem Ausmaß bei niedriger Temperatur als Reaktion
(a) auftreten. Diese Reaktionen sind als Reformierungsreaktionen
bekannt· Eine Kohlenstoff bildung wird vermieden und ffer sehr
inerte Kohlenwasserstoff Methan in den sehr aktiven Brennstoff Wasserstoff umgewandelt. Während sich die optimale Reaktionstemperatur mit dem speziell angewendeten Gas ändert, können im
wesentlichen alle leicht verfügbaren Kohlenwasserstoffe innerhalb des Temperaturbereichs von 550 bis 6500C unter Bildung
der gleichen Produkte umgewandelt werden. Dies ist der Bereich, in den d«r Katalyeator-Reaktioneraum 23 der Pig· I gehalten
werden sollte, damit die Reaktion (a) gegenüber der Reaktion (b)
vorherrscht. Wenn niedriger· !mtjperaturen rorherrsohen, verläuft
dit Reaktion (a) unvoilständig, bei höheren, Temperaturen sind
andere Reaktionen bevorzugt, ta^lspielswelee (b)t die weniger
Wasserstoff bildin· Daher iftrird trfindungegeaäfl det. iatalytleche
Reaktioneraum 23 auf einür TtÄpefatur von nicht weniger als
33O°C und von nioht mehr %le 6509C gehalten. Die Bxennetoffzelle
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10 ina£ auf einer höheren Temperatur liegen, etwa im Bereich von
550 bis 700°C. Wie einleitend erwähnt, ißt dna Arbeiten bei
relativ niedrigen- Temperaturen ein entscheidender Vorteil, indem durch Verminderung der Elektrolytverluste und der KorroRionsreaktionen
die Lebensdauer der Zelle erhöht ist. Auch das übermäßige Zusammensintern der Klektroden wird bei niedrigeren
Temperaturen vermieden.
Auf Grund thermodynamischer Überlegungen kann gezeigt werden, daß
in dem bevorzugten Temperaturbereich die bei der Oxydation von Wasserstoff an der Elektrode 42 erzeugte Warme sogar bei nur
kleinem Stromfluß gerade ausreicht für die im katalytiachen
Reaktionsraum 23 stattfindende endotherme Uinwanolungnreaktion.
Ks werden eoinit 11 kcal pro Mol tfasnerstoff unter Bildung von
Wasser an der Elektrode 42 erzeugt, während die notwendige Reaktionswärme
gemäß Cleichung (a) in dem katolytischen Reaktionaraum
23 ebenfalls 11 kcal pro Mol Wasserstoff betragt. Daher
ist es möglich, nach Inbetriebnahme der Zelle mit Hilfe einer äußeren Wärmequelle die Brennstoffzelle 10 und den Katalysatorreaktionsraum
23 durch nine thermische Isolierung 36 einzuschließen
und für den weiteren Betrieb eich selbst zu überlassen, falls eine geeignete t r;roße Anzahl von Zellen benutzt wird.
Sollten in diesem System Kohlenwasserstoffe von geringer Reaktionsfähigkeit
umgesetzt werden, ist die Auswahl eines geeigneten Katalysators besonders wichtig. Es zeigte niob, daß ein im Handel
erhältlicher Reformierungskatalysator, bestehend aus Nickel,
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auf einem AI ^.,-Träger alle Anforderungen erfüllte.
Fig. 4 zeigt ein Liagranuii, das bei Verwendung von Erdgas als
Brennstoff in dem erfindungngemüßen System erhalten wurde. L1Ie
getetesten Zellen hatten lOlektrodendurchmesser von 3,8 cm. Sie
wurden aus Verauchsgründen in einem Ofen aufgeheizt, um die Arbeitstemperatur von 55O0C zu erhalten, pie Zelle und der
katalytische Heaktor wurden auf der gleichen Toinperetur gehalten.
V/ie in anderen Brennstoffzellen, go let natürlich
auch bei einer großen Zellgruppe zu erwarten, daß die auftreten den Knergieverluste in der Zelle ausreichen, das System auf
Arbeitßtemperatur zu halten. T'ie elektrochemische Zelle wirkt dann als Wärmequelle für den katalytischen Reaktor und wird
daher auf einer etwa:; höheren Temprratur αϊ ο dieser gehalten.
oben liegende Kurve 70 wurde unter Verwenu;jr:~ von ''Vacnerstoff
als Brennstoff aufgenoirunen mit einer F; römungsgeschwindigkeit
von 77 cm pro Minute unter Norn.aJ bod jngungen. Die:
darunter liegenden Kurven 71 und 72 wurden unter Verwendung von Erdgas als Brennstoff aufgenommen mit Strömungsgeschwindigkeiten
von 19 cm pro Minute b?w. 8 orr. pro f'inute, beides unter Normal
bedingungen. Lie Endpunkte der Kurven 70, 71, 12 stellen Brennstoff
reaktionen dar, die zu 20 <fi bnw. 16 fo bzv/. ?.b ^ abgeioufen
sind. Ec sei erwähnt, daß IQ cm^ Ordgnr; nach Reaktion (a)
77 cm V/asserstoff entrprechen. lie Klehtrode 4 3 wurde mit
Cnuerotoff und COp beschickt, in einem Vo^u-T.enverhäj tnis von
ungefähr einem Teil .nuerstoff und zwei Teilen COp. Anstelle
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von Sauerstoff kann auch Luft traten, was mit einem Verxust
von iteaktionsvermögen verbunden ist. Die Kurve 71 seift eine
2 zuvor nie erreichte Knergieausbeute von ungefähr 130 mA/cüii
ur\ö 0,6 V bei Verwendung von ;ird?rnn und bei einer Temperatur
"von 5800O. Die erfindungsgemäße Methode der Reaktion nines
Kohlenwasserstoffs bei niedriger Temperatur kann natürlich auch.auf andere Kohlenwasserstoffe ausgedehnt werden, dg
Methan am wenigsten reaktionsfähig if;t. Tie Analyse de.; für
die Versuche gebrauchten Erdgases ergab:
CII4 93,3 #
C2H6 3,9 $>
C3H8 1,3 $
C4H10 0,R <
oo2 1,0 <·'.
Keine Kohlenwasserstoffspuren außer Methan konnten nach dem Durchtritt
durch den Katalysatorraum mit dem "assenspektrometer festgestellt werden. Die3 zeigt die Möglichkeit, auch andere ?Lohlenwaaserstoffe
umzusetzen· Ihre Umwandlungsreaktion verläuft
leichter und vollständiger, wie auoh aus thermodynamisohen
Betrachtungen folgt.
Die Erfindung läßt sich abweichend von den Ausführungcbeispielen
auf verschiedene andere Arten realisieren und ist nicht auf die dargestellten speziellen Formen beschränkt.
10 Patentansprüche
4 Figuren 909851/0437
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BAD ORIGINAL
Claims (10)
1. Einrichtung zur Direkt tunwand lung; der chemischen Kner^ie von
brennstoffen in elektrische Energie unter Verwendung oir.er
Brennstoffzelle mit !Elektroden, die an ,-e^onüberliegonden
leiten eines Gerüstes angeordnet sin«, dan mit einem £eschmolzenen
Elektrolyten angefüllt ist, dadurch gekennzeichnat, daß wenigstens die Elektrode der Brennstoffseite eine
Gasdiffusionselektrode mit poröser Struktur ist und aus
eiektronischleitenden proben Teilchen besteht, zwischen nie
feine Teilchen aus elektronischleitender r:ateriiii eingebettet
sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Durchmesser der proben Teilchen 5 bir r>00 u beträft.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Durchmesser der feinen Teilchen durchschnittlich um eine Größenordnung
kleiner ist als der Durchmesser der proben Teilchen.
4. !iinrichtunf: nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch rekennzeiennet,
daß die Teilchen aus nickel oder ; iIber bestehen.
5. einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gasdiffusionselektrode ■«?preßt oder r'?f:intert
lot.
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6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gerüst eine Porosität von 35 bis 65 $>
besitzt.
7., Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Elektrolyt aus wenigstens einem Metallsalz besteht, mit einem
Schmelzpunkt, der kleiner als 55O0C ist.
8. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektrolyt aus einem Alkalimetallkarbonat besteht,
9. Einrichtung nach Anspruch 1 mit Kohlenwasserstoff als Brennstoff,
dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator für die Wasserstoffbildung von der Brennstoffelektrode getrennt außerhalb
der Brennstoffzelle in einem Heaktionsraura angeordnet ist·
10. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 9f dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperatur des Reaktionsraumes 550 bis 65O0C beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US14171761A | 1961-09-29 | 1961-09-29 |
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|---|---|
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Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
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| DE1280822B (de) * | 1964-10-20 | 1968-10-24 | Siemens Ag | Verfahren zur Herstellung von Gas-Diffusionselektroden mit grossen und kleinen Poren |
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- 1962-09-28 DE DE19621421644 patent/DE1421644A1/de active Pending
- 1962-09-28 FR FR910809A patent/FR1342879A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS3918861B1 (de) | 1964-09-04 |
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| GB985686A (en) | 1965-03-10 |
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| FR1342879A (fr) | 1963-11-15 |
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