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DE1418C - Mechanische Malzdarre - Google Patents

Mechanische Malzdarre

Info

Publication number
DE1418C
DE1418C DE1418DA DE1418DA DE1418C DE 1418 C DE1418 C DE 1418C DE 1418D A DE1418D A DE 1418DA DE 1418D A DE1418D A DE 1418DA DE 1418 C DE1418 C DE 1418C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
malt
kiln
sheet metal
floor
tray
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1418DA
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
E Hahn Bierbrauer
Original Assignee
E Hahn Bierbrauer
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication of DE1418C publication Critical patent/DE1418C/de
Application filed by E Hahn Bierbrauer filed Critical E Hahn Bierbrauer
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B17/00Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement
    • F26B17/001Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement the material moving down superimposed floors
    • F26B17/002Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement the material moving down superimposed floors with floors which may rotate and turn over as a whole or in part, e.g. around a horizontal axis

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

1877.
Klasse 82.
ENGELBERT HAHN in MÜLHEIM a. Rhein. Mechanische Malzdarre.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. November 1877 ab.
Der Zweck dieser neuen Malzdarre ist:
1. Durch directe Einwirkung der Feuerungsgase und die Anordnung des Darrbodens Brennmaterial und Raum zu ersparen.
2. Durch die Anordnung und Construction sämmtlicher beweglicher Theile eine leichtere Handhabung und dadurch Mühe- und Zeit-Ersparnifs zu erzielen.
3. Gleichförmiges und schöneres Malz in kürzerer Zeit zu liefern.
In der Zeichnung bezeichnet:
Fig. ι einen Verticalschnitt einer ganzen Anlage in der Längsrichtung des Gebäudes.
Fig. 2 einen Verticalschnitt senkrecht zum vorhergehenden.
Fig. 3 einen Verticalschnitt vor dem Ofen und der Darre.
Fig. 4 eine Ansicht von oben.
Fig. 5 einen Horizontalschnitt nach α β der Malzdarre (Fig. 1).
Fig. 6 einen Horizontalschnitt nach γ δ (Fig. 2).
Fig. 7 eine vordere Ansicht einer Horde der Darre mit geschlossenem Boden.
Fig. 8 eine obere Ansicht dieses Bodens.
Fig. 9 eine vordere Ansicht derselben Horde mit geöffnetem Boden.
Die Feuerung bei dieser neuen Darre besteht aus einem inneren cylindrischen Blechrohr a, dessen unterer mit einem Blechboden abgeschlossener Theil mit Feldbrandziegeln ausgemauert ist. Darüber ist bis zur Höhe der Reinigungskanäle i und / eine Schicht feuerfester Steine fluchtig gerollt und über dieser Schicht ist das Rohr bis auf eine Höhe von 2,50 m mit feuerfesten Formsteinen ausgemauert. Dieser feuerfeste Steincylinder hat einen lichten Durchmesser von 0,40 m und dient zur Aufnahme des Brennmaterials. Ein Rost ist nicht vorhanden; die zur Verbrennung nöthige Luft wird durch zwei einander gegenüberliegende und durch die Klappen / und g verschliefsbare Kanäle i und / zugeführt. Die Regulirung des Zutritts durch diese Kanäle geschieht durch seitliches Verschieben der Klappen.
Behufs Reinigung des Innern von Asche etc. werden diese Klappen nach oben aufgeklappt. Die Füllung des Ofens mit Brennmaterial geschieht von der Gebäude - Etage P aus durch den schrägliegenden viereckigen Blechkasten e, welcher durch eine einfache Klappe nach dem Einschütten des Brennmaterials geschlossen wird.
Das innere Blechrohr ist umgeben von, einem cylindrischen Mauerwerk h\ der Zwischenraum von 0,13 m zwischen beiden ist durch vier Blechwände k k k k (Fig. 6) in vier gleiche verticale Kanäle getheilt. In diese Kanäle führen durch den Mauercylinder gebrochene Kanäle d d. Um diesen Mauercylinder befindet sich ein zweiter Blechcylinder n, welcher sich unten in einen Blechboden 0 einsetzt, während der obere Rand sich in einen durchlöcherten Boden p einsetzt. Diese beiden Böden sind in der Umfassungsmauer O befestigt.
Auf das obere Ende des inneren Blechcylinders ist eine Blechhaube q derart aufgesetzt, dafs zwischen ihrem unteren Rande und dem oberen Rande des Blechcylinders ein Zwischenraum zur Entweichung der Verbrennungsgase bleibt, wodurch letztere gezwungen sind, sich nach, allen Seiten auszubreiten. Damit auch in der Mitte die warme Luft emporsteigt, ist die oberste Spitze der Haube abgenommen und in der Höhe durch eine Schraube verstellbar.
Das obere Ende des Mauercylinders ist mit einem Blechkragen C besetzt, welcher den Zwischenraum B überdeckt. Ebenso überdeckt die Haube den Zwischenraum A, so dafs herunterfallende Körner und Flugasche etc. bei genügender Schräge von Haube und Kragen herunterrutschen, ohne in die Zwischenräume zu fallen, um sich auf dem Boden p, bezw. durch diesen hindurchfallend auf dem Boden 0 anzusammeln.
In dem oberen Theile des auch die Feuerung umgebenden Mauerwerks befindet sich die aus acht übereinanderliegenden Horden DEFGH IKL bestehende eigentliche Darre. Dieselbe ist von vier an je zwei in den Ecken stehenden gufseisernen Säulen rstu (Fig. 5) befestigten Blechwänden umgeben, wovon die nach der Seite des Arbeiters (in Fig. 1 nach rechts) liegende Wand in der Höhe der obersten Horde D und der untersten L fehlt, um diese beiden Horden, welche auf Rollen ruhen, aus- bezw. einfahren zu können. Diese letzteren müssen daher an ihren beiden Kopfenden so hohe
Wände haben, dafs sie sowohl in ihrer eingefahrenen als ausgefahrenen Stellung die Entweichung von warmer Luft verhindern. An zwei gegenüberliegenden Wänden von jeder Horde der Darre sind in Zapfen drehbar horizontale Axen ν ν (Fig. 7) gelagert, auf welchen durchlöcherte Bleche befestigt sind. Jede dieser Axen trägt einen fest aufsitzenden einfachen Hebelarm und sind die freien Enden der in jeder Horde befindlichen Hebelarme durch eine gemeinschaftliche Zugstange Z mit einander verbunden, so dafs durch Drehung einer dieser Axen die sämmtlichen anderen an dieser Drehung theilnehmen. Bei einer Drehung der Hebelstellung Fig. 7 um 90 ° in die Stellung Fig. 9 werden also die sämmtlichen Blechklappen dieser Horde in verticale Stellung gebracht, wodurch das daraufliegende Malz hinunter auf die tiefer liegende Horde fällt und sich auf derselben in gewendetem Zustande ausbreitet. Zwischen je zwei dieser Blechldappen befindet sich eine aus zwei unter einem spitzen Winkel zusammengesetzten, durchlöcherten Blechen gebildete Prismakante j, welche dazu dient, dafs die warme Luft hindurchstreifen kann, um auf diese Weise auch in die oberen Horden warme Luft zu führen, welche dann schliefslich in den über der ganzen Darre befindlichen gemauerten konischen und von innen mit Blech beschlagenen, oben in ein Blechrohr auslaufenden Schornstein M gelangen kann. Um die Geschwindigkeit der austretenden Luft, welche bedeutend vermindert ist, wieder zu vermehren und gleichzeitig dieselbe trockener zu machen, ist noch eine zweite sogen. Lockfeuerung C von ähnlicher Construction wie die Hauptfeuerung in der Umfassungsmauer angebracht, deren Abzug N oben als Rohr in den Schornstein M mündet, so dafs aus demselben ein unsichtbarer, sich nicht niederschlagender Rauch entweicht.
Auf der untersten Etage P liegt das zur Heizung dienende Heizmaterial; auf der zweiten Etage Q sammelt sich das fertig gedarrte Malz, welches durch Schneckengang oder sonstwie weiter befördert wird. Auf der dritten Etage wird der unterste Wagen L über dem Trichter R entleert, welcher zum Begehen durch den Arbeiter theihveise mit einem aus kantig gelegtem Quadrateisen hergestellten Boden S überdeckt ist. Die oberste Etage T dient zur Beschickung der Darre mit Grünmalz und ist bei V zur leichten Füllung des obersten Wagens D versenkt.
Die Art und Weise, wie diese ganze Einrichtung wirkt, ist aus Folgendem ersichtlich.
Der auf der Etage P stehende Arbeiter schüttet das zu verwendende Brennmaterial, am besten Koks, in den schrägen Kasten e hinunter, welches in dem unten ausgemauerten Theile des Blechcylinders α zur Verbrennung gelangt. Der Kasten wird hierauf durch die Klappe geschlossen. Die zur Verbrennung nöthige Luft wird, wie schon gesagt, durch die Kanäle //■ zugeführt. Die Zwischenräume A und B dienen dazu, die nöthige Menge frischer Luft in die Darre gelangen zu lassen, indem die äufsere Luft durch die Gitter W und einen gemauerten Kanal in diesen Zwischenräumen emporsteigt, \vobei die in den Kanälen von A befindliche sich an der äufseren Wand des Blechcylinders α erwärmt und sich oben mit der aus α ausströmenden warmen Luft vereinigt.
Diese sämmtliche Luft dringt nun mit einer Temperatur von ioo° C. durch die durchlöcherten Blechklappen und das aufliegende Malz in die unterste Horde L, gelangt hieraus, den Boden der zweiten Horde K durchdringend, in die letztere etc. und verläfst endlich die. oberste Horde L sehr feucht und mit bedeutend verminderter Temperatur (ca. 30° C.) in den Schornstein M entweichend. Die Arbeiten an der Darre sind folgende:
Bei Beginn fährt ein Arbeiter die oberste Horde D aus (wie Fig. 1), beschüttet dieselbe mit Grünmalz und fährt sie wieder ein, worauf das letztere von der warmen Luft durchstrichen wird. Nach Verlauf einer Stunde werden durch Umdrehung eines Hebels um 90 ° die sämmtlichen Blechklappen dieser Horde vertical gestellt, wodurch das Malz hinunterfällt und zwar auf die folgende Horde E; der Boden von D wird nun wieder geschlossen, ausgefahren, neugefüllt und wieder eingefahren. Nach Verlauf einer weiteren Stunde wird nun E nach F entleert, dann E geschlossen und von D nachgefüllt etc., bis nach sieben Stunden das Malz in die unterste Horde L gelangt. Ist es in demselben eine Stunde geblieben, so wird durch eine verschliefsbare Oeffnung eine Probe herausgenommen. Hat letztere die richtige Trockenheit, so wird die Horde ausgefahren und über dem Trichter R entleert. Die Horden FGH IK sind mit je einem Thürchen χ χ versehen, um zu jeder beliebigen Zeit durch Thermometer oder Proben die Temperatur der Masse bestimmen zu können.
Das Malz wird also im ganzen acht Stunden der Einwirkung der warmen Luft ausgesetzt, wobei dasselbe von immer wärmerer und trockenerer Luft durchstrichen wird. Es erhält dabei eine schöne gelbe Färbung bei durchaus gleichförmig erwärmter Masse. Die Bewegung der Hebel in der obersten Horde D geschieht direct mit der Hand, ebenso diejenigen der Horden G HIKL, während die Hebel der beiden übrigen Horden E und F durch mit Handhaben versehene Züge bewegt werden.
Die von der aufsteigenden warmen Luft mitgerissene Flugasche, sowie etwa durchfallende Malzkörner fallen unten auf den Boden p, wo die Körner liegen bleiben, während die feinere Asche durch die feine Durchlochung dieses Bodens hindurchfällt und sich auf dem unteren Boden 0 ansammelt. Die auf dem Boden ρ angesammelten Malzkörner sind schon
fertig gedarrt und können durch die mit TMrchen versehene Oeffnung Z herausgeholt, desgl. der Boden ο durch die Oeffnung Y hindurch gereinigt werden.
Zu dem ganzen unterbrochenen Betriebe sind nur zwei Mann erforderlich, einer für die Heizung und einer zur Behandlung bezw. Beaufsichtigung der Darre.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Die Zusammensetzung des ganzen Apparates.
2. Die Auf- und Abladung bezw. Beschickung des Malzes (Grünmalz und fertiges Malz).
3. Die beweglichen Jalousien der Darrhorden.
4. Die Luftcirculation durch die Horden.
5. Die Construction des Ofens.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE1418DA 1877-11-23 1877-11-23 Mechanische Malzdarre Expired - Lifetime DE1418C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1418T 1877-11-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1418C true DE1418C (de)

Family

ID=70916869

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1418DA Expired - Lifetime DE1418C (de) 1877-11-23 1877-11-23 Mechanische Malzdarre

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1418C (de)

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