DE1413959C - Gegen innere Fehler geschützte digital-binäre Steuerung - Google Patents
Gegen innere Fehler geschützte digital-binäre SteuerungInfo
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Description
■ Die Erfindung bezieht sich auf eine gegen innere
Fehler geschützte digital-binäre Steuerung mit mindestens einem logischen Element mit einer Halbleiteranordnung,
bei der die Halbleiteranordnung mit einer Wechselspannung bzw. mit einer impulsförmigen
Spannung beaufschlagt wird, derart, daß dem Wert »L« des digital-binären Steuersignals eine
Impulsfolge zugeordnet ist und dem logischen EIement ein für dieses Steuersignal durchlässiges Koppelglied
nachgeschaltet ist, an das entweder ein weiteres logisches Element oder ein Stellglied angeschlossen
ist, nach Patent 1125 069.
Dem Hauptpatent liegt die Aufgabe zugrunde, einen neuen Weg aufzuzeigen, wie sich eine digitalbinäre Steuerung, die aus mindestens einem logischen
Element mit einer Halbleiteranordnung besteht, gegen innere Fehler schützen läßt. Die Lösung dieser
Aufgabe gelingt dadurch, daß die Halbleiteranordnung mit einer Wechselspannung bzw. mit
einer impulsförmigen Spannung beaufschlagt wird, derart, daß dem Wert »L« des digital-binären Steuersignals
eine Impulsfolge zugeordnet ist und daß dem logischen Element ein für dieses Steuersignal durchlässiges
Koppelglied nachgeschaltet ist, an das entweder ein weiteres logisches Element oder ein Stellglied
angeschlossen ist.
Durch die Steuerung nach dem Hauptpatent wird erreicht, daß die Funktionsglieder, die logischen
Elemente, kein Ausgangstaktsignal mehr abgeben, wenn ein Defekt in der Steuerung auftritt. Durch die
Koppelglieder wird dabei gewährleistet, daß die logischen Elemente gleichspannungsmäßig getrennt
sind. Damit wird verhindert, daß durch Gleichspannungssignale, die vom jeweils vorhergehenden Glied
auf Grund eines Defektes abgegeben werden, Fehlschaltungen entstehen können.
Bei den logischen Elementen ist eine kapazitive Kopplung der Elemente am wirtschaftlichsten. Die
Koppelkondensatoren sind bei den verwendeten kleinen Spannungen als sehr sichere Elemente anzusehen.
Trotzdem muß mit einem Durchschlag gerechnet werden, und es darf dadurch kein gefährlicher
Zustand, d. h. kein Ausgangssignal, hervorgerufen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Entstehen eines gefährlichen Zustandes bei einem
Kondensatordurchschlag zu verhindern.
Diese Aufgabe wird bei einer digital-binären Steuerung der eingangs angegebenen Art dadurch
gelöst, daß die Halbleiteranordnung des logischen Elementes beim Fehlen des Steuersignals leitet.
Eine solche Maßnahme, allerdings in anderem Zusammenhang, ist bereits bekannt (z. B. deutsche Auslcgeschrift
1 097 539 oder 1 116784).
Bei der Verwendung eines Transistors als Halbleiteranordnung bedeutet die erfindungsgemäße Maßnahme,
daß der Transistor im Ruhezustand, d. h. beim Fehlen der Eingangssignale, geöffnet ist
(Schalter geschlossen). Der Kollektor hat damit Emitterpotential, das Bezugspotential M. Schlägt bei
einer derartigen Schaltungsanordnung der am Kollektor angeschlossene Koppelkondensator für die
nächste Stufe durch, so erhält diese Stufe kein Eingangssignal, d. h., sie kann nicht ausgesteuert werden.
Ein gefährlicher Zustand wird nicht ausgelöst.
An Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert.
In der Zeichnung sind zwei kapazitiv gekoppelte Stufen einer Steuerung nach dem Hauptpatent, ein
ODER-Element und ein nachgeschaltetes, über einen Kondensator C4 angekoppeltes UND-Element
dargestellt. Das ODER-Element enthält als Halbleiterschaltanordnung einen Transistor Ts1,- der durch
die Spannungsteilerschaltung R0, R1 so vorgespannt
ist, daß er im Ruhezustand leitet. Das ODER-Element hat beispielsweise drei Eingänge c, d, e, auf
die als Eingangsspannung positive Impulse gegeben werden. Diese Impulse gelängen über Koppelkondensatoren
C1 bis C1 an das Diodengatter (passives
ODER) Ds bis D10. Zur Herstellung des gewünschten
Gleichstrommittelwertes sind Dioden D1 bis D.,
vorgesehen. R2 ist ein Schutzwiderstand, R:i der Arbeitswiderstand
des Transistors Ts1. Die Dioden DH
bis D10 sind so gepolt, daß sie für die positiven Impulse
in Durchlaßrichtung betrieben werden.
Wie man erkennt, entstehen am Ausgang des Transistors Ts1 Impulse, wenn der Eingang c oder
der Eingang d oder der Eingang e oder alle Eingänge positive Impulse als Eingangssignal haben. Die
Ausgangsimpulse sind dabei um 180° phasenverschoben, da der Transistor Tj1 durch den positiven
Impuls gesperrt wird und für die Dauer dieses Impulses am Ausgang des Transistors einen negativen
Impuls abgibt.
Dem ODER-Element ist über den Koppelkondensator C4 ein fehlergeschütztes UND-Element mit
zwei Eingängen a, b nachgeschaltet. Die Transistoren Ts2 und Ts3 des UND-Gatters sind im Ruhezustand
ebenfalls leitend. Dieser Zustand wird durch die Widerstands-Spannungsteilerschaltung R6, R7
bzw. R10, R1., erreicht. Dem Eingang« des UND-Elementes
werden als Eingangssignal die Ausgangsimpulse des ODER-Elementes zugeführt. Aus diesen
Impulsen, die hinter dem Kondensator C4 durch die Diode D5 wieder auf ihre ursprüngliche Amplitude
gebracht werden, wird durch Gleichrichtung mittels der Diode D4 und Glättung mittels des Kondensators
C7 die Kollektorspannung für den Transistor Ts2
gewonnen. A5 ist dabei der Arbeitswiderstand. Der
Eingang b des UND-Elementes wird ebenfalls mit positiven Impulsen gespeist, die über den Kondensator
C5 angekoppelt sowie durch die Diode D6 angehoben
die Basis des Transistors Tj2 aussteuern. Der Transistor Tj2 ist über den Koppelkondensator
C6 bzw. den Widerstand A9 mit der Basis des
Transistors Tj3 verbunden. Ru ist der Arbeitswiderstand
des Transistors Tj3. Die Diode D7 dient wieder
zur Potentialverschiebung. Am Ausgang A des Transistors Tj3 können nur dann Impulse entstehen,
wenn am Eingang α und am Eingang b Impulse liegen. Bei einem Defekt innerhalb des UND-Gatters
kann kein Ausgangssignal auftreten.
Im Ruhezustand sind alle Transistoren leitend. Der Kollektor des Transistors Tj1 hat damit M-Potential.
Die gesamte negative Kollektorspannung liegt am Arbeitswiderstand /?.,. Würde der Kondensator
C1 durchschlagen (bei Taubheit würden eo ipso keine Impulse mehr übertragen), so. Hegt der Schaltungspunkt
hinter dem Kondensator ebenfalls auf M-Potential, d. h., der Kollektor des Transistors Tj2
hat keine Spannung und kann beim Anliegen der positiven Impulse am Eingang b nicht durchgesteuert
werden. Es wird damit kein Ausgangssignal, d. h. kein gefährlicher Zustand erzeugt.
Die in der Zeichnung dargestellte Hintereinanderschaltung des ODER-Elementes mit dem UND-
Element, die gekoppelte logische Elemente im Sinne des Hauptpatentes sind und deren Transistoren im ·
Ruhezustand gemäß der Erfindung betrieben werden, ist ein wesentlicher Bestandteil zum Aufbau des
Speichers nach dem älteren Patent 1 424 427. Die Schaltung nach der Zeichnung wird zu einem Speicher
im Sinne dieser Anmeldung, indem man den Ausgang A des Transistors Ts3 mit einem Eingang, z. B.
dem Eingang c des ODER-Elementes, verbindet (Selbsthaltung). Das beispielsweise am Eingange/ eingegebene
Signal dient als Speichersignal. Wird das Signal des Eingangs e gleichgerichtet, so kann der
Speicher mit den Impulsen dieses Einganges gelöscht werden. Läßt man die Elemente C3, D3 weg, so kann
der Speicher über den Eingang e auch mit einem Gleichspannungssignal gelöscht werden. Die Löschung
kann auch durch kurzzeitige Unterbrechung des Taktsignals am Eingang b des UND-Elementes erfolgen.
Zu diesem Zweck wird das Taktsignal vorzugsweise über ein ODER-Gatter geschaltet, auf dessen anderen
Eingang ein Gleichspannungslöschsignal oder Takt- ') signal, aus dem die Gleichspannung gewonnen wird,
gegeben wird.
Das erfindungsgemäße Prinzip läßt sich damit auch bei einem logischen Element durchführen, das
Speichereigenschaften hat und aus zwei gekoppelten logischen Elementen· aufgebaut ist.
Claims (3)
- Patentansprüche:
1. Gegen innere Fehler geschützte digital-binäre Steuerung mit mindestens einem logischen Element mit einer Halbleiteranordnung, bei der die Halbleiteranordnung mit einer Wechselspannung bzw. mit einer impulsförmigen Spannung beaufschlagt wird, derart, daß dem Wert »L« des digital-binären Steuersignals eine Impulsfolge zugeordnet ist und dem logischen Element ein für dieses Steuersignal ,durchlässiges Koppelglied nachgeschaltet ist, an das entweder ein weiteres logisches Element oder ein Stellglied angeschlossen ist, nach Patent 1125 069, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbleiteranordnung (Ts1; Ts2) des logischen Elementes beim Fehlen des Steuersignals leitet. - 2. Steuerung nach- Anspruch 1 mit einem pnp-Transistor als Halbleiteranordnung, dadurch gekennzeichnet, daß der Transistor (Tj1; Ts.,), mittels einer Widerstandsspannungsteilerschaltung (R0, R1; R6, R1) so vorgespannt ist, daß er beim Fehlen des Steuersignals geöffnet ist und daß Eingangssignale zur Aussteuerung des Transistors positiv sind.
- 3. Steuerung nach Anspruch 2, bei der ein Dioden-Gatter vor die Basis des Transistors geschaltet ist und jeder Diode ein Eingang zugeordnet ist (ODER-Gatter), dadurch gekennzeichnet, daß die Dioden (D8, D9 D10) so gepolt sind, daß sie durch die positiven Eingangssignale in Durchlaßrichtung betrieben werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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