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3chbind ereimaschine zum Bearbeiten gewalzter Bogenlagen Diese Erfindung
betrifft eine Falzbogenalgenmaschine, bei der aus einzelnen, übereinander gelegten
Falzbogenlagen Bücher hergestellt werden; insbesondere betrifft sie Tastgerät und
entsprechende Steuerungen, die wirksam sind, um Arbeitsgänge an den durch die Maschine
wandernden Falzbogenlagengruppen zu steuern.
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Es ist an sich bekannt, einer Falzbogenlagenmaschine Tastgerät beizugeben,
um die Falzbogenlagengruppen vor dem Heften zu messen und dabei festzustellen, ob
die Gruppe die richtige Seitenzahl enthält. Ergibt sich eine Abweichung von der
richtigen Buchdicke, so werden dann Mittel zum Steuern der nachfolgenden Arbeitsgänge
in der Maschine betätigt0 Das Testgerät der vorliegenden Erfindung ist fähig, innerhalb
der Pehlergrenze einer einzigen Seite zu viel oder zu wenig die Buchdicke auf ihre
Richtigkeit abzutasten, und zwar unter Voraussetzungen, bei denen die Wahrscheinlichkeit
von Meßfehlern wie toter Gang oder dergleichen auf ein verschwindendes Maß herabgedrückt
ist.
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Das vorliegende Tastgerät enthält einen Rastnocken und ein gegenuberliegendes,
oszillierendes Rollenelenent, das während der Tastzeitspanne des Nockens frei ist,
bis zu einem Ausschlag zu oszillieren, der durch die Dicke der abgetasteten Falzbogenlagengruppe
bestimmt ist. Die oszillierende Rolle bildet in diesem Zusammenhang einen Ausleger
an einer oszillierenden Welle, an der auch ein getrennter Steuerarm befestigt ist,
um mit ihr zu oszillieren. Der Steuerarm hat ein Vielfaches der Länge des Armes,
der das gegenüberliegende Element an der oszillierenden Welle auslädt, sodaß kleine
Bewegungen in der oszillierenden Welle an dem freien Ende des Steuerarms, an dem
Steuerschalter gelegen sind, in vervielfachter Größe auftreten.
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Taatbewegungen sind daher in verhältnismäßig einfacher Weise derartig
vervielfacht, daß große Bewegungen des Steuerarms sogar in solchen Fällen auftreten,
bei denen die abgetastete Palzbogenlagengruppe von der richtigen Buchdicke nur um
eine einzige Seite abweicht. Eine solche Vervielfachung gibt die Mo'glichkeit, verhältnismäßig
robuste Steuerschalter in der Maschine zu benutzen, die allem anderen gegenüber
unempfindlich sind außer gegenüber der maßgeblichen Bewegung des Steuerarms. Hiermit
entfallen Fehlersignale oder falsche Informationen.
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Außerdem sind die Bestandteile noch besonders kräftig konstruiert
und gelagert, sodaß dies zusammen mit der verhältnismäßig geringen Anzahl einbezogener
Bestandteile und der Vervielfachwirkung im wesentlichen Formänderungen oder toten
Gang ausachaltet, die anderenfalls während
des Tastens falsche Informationen
ergeben würden.
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In manchen Fällen ist es wichtig, bestimmte Arten von Falzbogenlagengruppen
in der Nähe der einen Kante abzutasten. In anderen Fällen und bei ziemlich verschiedenen
Falzbogenlagengruppen ist es wichtig, an einer gänzlich verschiedenen Fläche abzutasten.
Ein Merkmal der vorliegenden Maschine ist, daß das Tastpaar, das den Rastnocken
und das gegenüberliegende Element enthält, für verschiedene Maschinendurchgänge
verschoben werden kann, um an verschiedenen Flächen abzutasten, und zwar relativ
zu einer Öffnung in der Sattelplatte, an der die Falzbogenlagengruppen vorbeiwandernO
Der rastnocken ist ein umlaufendes Glied und enthält ein Tastsegment auf einem Radius,
dessen Umfangsgeschwindigkeit sich in die Geachwindigkeit einfügt, mit der die Falzbogenlagengruppen
durch die Maschine wandern. Bei der vorliegenden Maschine ist die Welle, die den
Tastnocken trägt, auf eine Verschiebebewegung zur Ebene der vorgenannten Sattelplatte
hin oder von ihr weg eingerichtet; dies ergibt die Möglichkeit, Tastnocken verschiedener
Größen so zu benutzen, daß das daran sitzende Element mit einer Umfangsgeschwindigkeit
wandert, die der Linsargeschwindigkeit der abgetasteten Palzbogenlagengrappen entspricht.
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Ein Gesichtapunkt der vorliegenden Konstruktion ist der, daß die
Heftmechanik, wenn ein Ausschuäbuch durch dae Tastgerät entdeckt ist, außerstand
gesetzt werden muß hieraus ein luch herzustellen. Bislang war-vorgeschlagen
worden,
dies dadurch zu erreichen, daß man den Antrieb unterbricht, der benutzt wird, um
die Hefter oder andere Heftmittel am Heftplatz hin und her zu bewegen; im Gegensatz
hierzu ist es jedoch ein Ziel der vorliegenden Erfindung, lediglich die Zuführung
von Heftdraht an die Heftköpfe zu unterbrechen, wenn dort eine fehlerhafte Falzbogenlagengruppe
eintrifft, und dies in der Weise zu tun, daß die Drahtgrelfer, die normalerweise
wirksam sind, um vorbestimmte Drahtlängen in die Heftarbeitsstellung zu bringen,
unwirksam gemacht werden.
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Figur 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Teiles einer erfindungsmäßigen
Maschine.
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Figur 2 ist eine schematische Ansicht und veranschaulicht verschiedene
Plätze an der Maschine.
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Figur 3 ist eine perspektivische Ansicht von Teilen des Tastplatzes
an der Maschine.
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Figur 4 ist ein im wesentlichen nach der Linie 4-4 der Figur 7 genommener
Aufriß.
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Figur 5 ist ein im wesentlichen nach der Linie 5-5 der Figur 4 genommener
Schnitt.
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Figur 6 ist eine schematische Ansicht der erfindungsmäßigen Einzelteile
zum Tasten.
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Figur 6A ist eine schematische Ansicht und veranschaulicht Justagegesichtspunkte
des Tastgerä;ts.
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Figur 7 ist ein im wesentlichen nach der Linie 7-7 er Figur 1 genommener
Schnitt.
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Figur 8 ist ein im wesentlichen nach der Linie 6-8 der Figur 7 genommener
Schnitt.
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Figur 9 ist ein im wesentlichen nach der Linie 9-9 der Figur .7 genommener,
herausgebrochener Schnitt.
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Figur 10 ist ein im wesentlichen nach der Linie 10-10 der Figur 11
genommener Schnitt.
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Figur 11 ist eine im wesentlichen nach der Linie 11-11 der Figur
10 genommene Draufsicht.
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Figur 12 ist ein herausgebrochener Vorderaufriß eines bei der vorliegenden
Maschine benutzten Heftkopfes.
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Figur 13 ist ein der Figur 12 ähnlicher, herausgebrochener Aufriß,
zeigt jedoch einige Teile in abweichender Lage zueinander0 Figur 14 ist eine perspektivische
Ansicht eines vorerwähnten Heftkopf es.
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Figur 15 ist ein vereinfachtes Schaltschema des elektrischen Betriebskreises
der Maschine.
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Allgemeine Beschreibung Die wesentlichen Bestandteile einer erfindungsmäßigen
Falzbogenlagenmaschine 19 sind in Figur 1 veranschaulicht; sie enthalten einen langgestreckten
Heftsattel SD, der eine waagerechte Führung für die Falzbogenlagengruppen bietet,
wie noch erklärt wird0 Der in Figur 7 gezeigte Heftsattel SD enthält ein Paar Tragplatten
20 und 21, die in der Grundform eines umgekehrten v angeordnet sind, also bei der
Bildung des Sattels SD gemäß Figur 7 nach unten und außen schräg verlaufen. Die
Platten sind an ihren oberen Kanten getrennt, um einen Kanal freizulassen, in dem
ein Förderband 25 für die Bewegung längs iines waagerechten PUrderwegs angeordnet
ist.
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An dem Börderband sind aufrechte Zuführelemente 26, Figur 7, in gewissen
Abständen befestigt; diese Abstände sind so bemessen, daß die Elemente sich an der
nachlaufenden Kante einer Falzbogenlagengruppe SG in einzeln vorschiebender Weise
in Richtung auf eine Heftmechanik SM, Figur 1, hin auswirken Man muß sich also die
nichtgezeigte Lagensammelmecha nik am rechten Ende der Maschine, in Figur 1 nicht
sichtbar, so vorstellen, wie diese Mechanik an sich bekannt ist und wirksam wird,
um einzelne Falzbogenlagen in gefalzter Form so zuzuführen, daß diese auf den Heftsattel
SD abgeworfen werden, um durch die Förderelemente 26 aufgenommen zu werden£ Die
Falzbogenlagengruppen sind, wie aus den Figuren 3 und 7 hervorgeht, jeweils mit
ihrem Rücken oder Falz uber dem Scheitel des Sattels SD in solcher Lage gefaltet,
daß sie durch die Förderelemente 26 vorgeschoben werden. Von den Falzbogenlagengruppen
wandert also die Bogenhälfte an der einen Faltseite längs der in Figur 7 linken
oder vorderen Sattelplatte 20 und die andere Hälfte längs der rechten oder hinteren
Sattelplatte 21.
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Die einzelnen Falzbogenlagen in gefaltetem Zustand sind zunächst
in einzelnen Behältern der Lagensammelmechanik gestapelt ; diese Behälter haben
einen Abstand über dem Sattel ED, und die Zufuhr der Falzbogenlagen von den Behältern
geschieht so, daß eine Falzbogenlage über die andere auf den Sattel abgeworfen wird,
um eine Falzbogenlagengruppe SG, Figur 7, zu liefern, die eine vorausbestimmte Anzahl
von einzelnen, gefalteten Falzhogenlagen enthält0
Die Heftmechanik
SM, Figur 1, enthält eine Anzahl getrennter, senkrecht angeordneter Heftköpfe SH
gleicher Bauweise, und diese Heftköpfe dienen beim Normalbetrieb dazu, die Falzbogenlagen
in einer Gruppe SG zu einem Buchblock zu vervollständigen. Die Heftköpfe SH sind
in Wirklichkeit irahthefter, und der Draht für die Heft klammern wird von Einzelepulen
SP, Figur 1, in einer unten genauer zu beschreibenden Weise nachgeliefert.
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Es ist natürlich wichtig, sicherzustellen, daß ein vervollständigter
Buchblock die richtige Anzahl von einzelnen Falzbogenlagen enthält. Dies wird erfindungsgemäß
vor dem Verbinden der Falzbogenlagen zu einem Buchblock durch ein iickentastgerät
CA, Figur 1, neuer Bauweise mit einem Paar von Dickentastrollen festgestellt, zwischen
denen eine abzutastende Falzbogenlagengruppe wandert. In Figur 1 ist zu beachten,
daß das Dickentastgerät an einem Tastplatz dicht rechts von den Heftmitteln liegt
und gemäß der folgenden Einzelbeschreibung dazu dient, die Dicke einer Falzbogenlagengruppe
zu messen und festzustellen, ob die gemessene Dicke einen vollständigen Buchblock
darstellt, bevor diese Gruppe die Heftmechanik erreicht.
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Es mag hier darauf hingewiesen werden, daß das Dicken tastgerät dazu
dient, alles zu messen, was zur Dicke der Falzbogenlagengruppe längs der einen Seite
des Falzes auf dem Sattel SD beiträgt. Da die richtige Anzahl der Seiten und deren
Dicke in einer richtigen Falzbogenlagengruppe im voraus bestimmt ist, wird das Dickentastgerät
vor Jedem
Anlaufen der Maschine darauf justiert, diese Dicke zu
tasten. Tritt eine Abweichung von dieser Norm- oder Solldicke im Sinne entweder
zu dicker oder zu dünner Werte auf, so wird dieser Zustand durch Bewegung einer
Rolle in dem Dickentastgerät aus der Sollstellung heraus angezeigt, worauf den Heftköpfen
in einer noch zu erklärenden Weise die Wirksamkeit genommen wird, den unvollständigen
oder schlechten Buchblock zu heften.
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Auch andere Beziehungen können als Folge der Entdeckung eines Buchblocks
unrichtiger Dicke durch das Dickentastgerät eingeleitet werden0 So mag erwähnt werden,
daß es zur Praxis einer Maschine der hier betrachteten Art gehört, die guten Buchblöcke
von den schlechten an der Auslieferseite der Maschine unter Benutzung sogenannter
Schaltfinger auseinanderzutrennenO Diese Schaltfinger werden für gewöhnlich so magnetgesteuert,
daß sie sich in der Wegführung der ungehefteten Falzbogenlagen auswirken, die dann
als fehlerhafte oder unvollständige Gruppe einem Sammelplatz zugeführt werden. Die
so ausgesonderten Falzbogenlagen, die nicht drahtgeheftet oder überhaupt geheftet
worden sind, können dann den Nachschubbehältern wieder zugeteilt werden.
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Die Zuführelemente 26 sind wie erwähnt an dem Förderband 25 in bestimmten
Abständen befestigt, Die Elemente 26 haben so die Form von U-förmigen Stiften, die
mit ihren Schenkeln nach oben herausragen und deren Biegung oder Steg lösbar durch
Öffnungen in den einzelnen Plattenelementen 25A umgekehrter V-Form eingedrückt werden
können, die das
Förderband bilden. Die Zuführelemente oder Stifte
26 können also in ihrem Abstand verändert werden, um bestimmte ufulrrhäufigkeiten
für die Falzbogenlagen festzulegen. Gleichzeitig wird die Geschwindigkeit des Förderers
geändert. Im Grunde genommen ist dies ein Zeitplan, und ein wesentliches Merkmal
der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß das Dickentastgerät leicht justiert
werden kann, um als notwendige Begleiterscheinung zur Häufigkeit und Wandergeschwindigkeit
der Zuführstifte 26 und damit der Falzbogenlegangruppen am Gerät vorbei synchronisiert
zu werden.
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Das lickentastgerät Das Dickentastgerät enthält im vorliegenden Fall
eine Rolle in Form eines Rastnockens 30, Figuren 4, 5 und 7, und ein gegenüberliegendes
Glied in Form einer Leerlaufscheibe oder -rolle 31. Der Nocken 30 und die Rolle
31 sitzen auf parallelen Achsen, die ihrerseits parallel zur Schräge der vorderen
Sattelplatte 21 verlaufen, Der Nocken 30 ist an der einen und die Rolle 31 an der
anderen Seite der Sattelplatte. Die Platte 20 ist bei 20N in einer breiten Fläche
innerhalb des Wanderwegs der Falzbogenlagengruppen auf dem Sattel ausgespart.
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Der Nocken 30 und die Rolle 31 befinden sich innerhalb der Fläche
der Aussparung 20N, die den Tastplatz abgrenzt, und diese Elemente fluchten in einer
zu den vorgenannten Achsen normalen Ebene, wie man in Figur 7 erkennt; eo wird ein
Tastrollenpaar gebildet, zwischen
dem eine Falzbogenlagengruppe
auf ihrer Wanderung längs des Sattels SD vorgeschoben wird; dies bedeutet, daß die
Seiten der Falzbogenlagengruppe an der einen Seite ihres Salzes auf dem Sattel über
die Aussparung 20N und zwischen dem Nocken 30 und der gegenüberliegenden Rolle 31
hindurch wandern nrtissen. Gemäß Figur 4 ist der rastnocken mit einem Tastsegment
35 versehen, das sich während des Verlaufs einer Umdrehung des Nockens 30 am gegenüberliegenden
Glied 31 vorbei dreht, um eine Pressung auf die dazwischen wandernde Falzbogenlagengruppe
auszuüben, Der Nocken 30 ist an einer kräftigen Welle 36 großen Durchmessers befestigt,
die in einer unten zu beschreibenden Weise gedreht wird0 Die Welle 36 stellt also
die Drehachse des Nockens 30 dar, Die Welle 36 ist mit einer Nut 56G, Figur 4, versehen,
und in diese läßt sich ein Gewindestift 39, der durch den Nocken 30 getragen wird,
so einsetzen, daß der Nocken 30 an der Welle 36 befestigt ist, um sich mit ihr zu
drehen. Diese Anordnung gibt dem Nocken 30 die Möglichkeit, längs zur Welle 36 für
einen später zu erläuternden Zweck justiert zu werden.
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Wie man in Figur 7 bemerkt, ist die dem Nocken 30 durch die Welle
36 gebotene Drehachse parallel zur Neigung oder Schräge der Platte 20 des Sattels
51 angeordnet0 Der Achse des gegenüberliegenden Glieds 31 ist ebenfalls eine solche
Beziehung zum Sattel SD gegeben. Die Achse des Nockens 30 ist fest, das heißt, daß
die Nockenachse starr und unnachgiebig während des ganzen Maschinenlaufs bleibt,
obwohl diese Achse für einen anderen Lauf versetzt werden
kann,
wie noch erklärt wird. Andererseits ist die Achse der gegenüberliegenden Rolle 31
darauf eingerichtet, je nach der Dicke der Balzbogenlagengruppe in der Schwebe hin
und her zu gehen ; auch dies wird weiter unten beschrieben.
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Nach den Figuren 5 und 7 ist die Welle 36, die den Nocken 30 trägt,
ihrerseits drehbar in einer Anbaubuchse 40 gelagert. Auf diese Weise enthält die
Welle 36 einen Teil 36R kleineren Durchmessers, der innerhalb der Buchse 40 gelegen
ist. Kugellagerlaufringe 41 und 42 sind an den gegenüberliegenden Enden der Buchse
40 angeordnet, um die Welle 36 darin frei drehbar zu lagern. Die Buchse 40 ist nach
außen herausragend einstellbar an einem Gehäuse 45 angeklemmt, das eine mit ihm
starr verbundene Montageplatte 46 enthält; diese verläuft in einer zum Sattel SD
zeigenden Ebene normal zur Achse der Welle 36o Zu diesem Zweck ist die Buchse 40
an dem zum Gehäuse 45 hin gelegenen Ende mit einer verhältnismäßig großen Grundplatte
40P, Figuren 4 und 5, verbundene Die Montageplatte 46 des Gehäuses 45 ist an ihrer
äußeren Fläche mit einem Paar getrennter, länglicher Klemmbacken 48 versehen, die
an ihrem Platz auf der Gehäuseplatte 46 mittels Schrauben 51 befestigt sind. Die
Elemmbacken haben Vorsprünge 48L, die die äußeren Ränder der Grundplatte 40P an
den gegenüberliegenden Seiten der Buchse 40 erfassen; wenn die Schrauben 51 festgezogen
werden, klemmen die Vorsprünge 48D die Grundplatte 40P der Buchse 40 fest, Auf diese
Weise wird die Anbaubuchse 40 für die Welle 36 starr mit dem Gehäuse 45
verbunden,
und bei dieser Verbindung ist bemerkenswert, Figur 7, daß das Gehäuse 45 fest an
einem Bodenfundament 52 sitzt.
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Gemäß Figur 4 hat die Platte 46 ein Langloch bei 46A, um der Welle
36 mit der Buchse 40 die Möglichkeit zu geben, darin verstellt zu werden0 Die Klammern
48 sind verhältnismäßig lang und bieten im Ergebnis eine Führungsbahn für die zur
Buchse 40 gehörige Grundplatte 40P dar, Durch Lösen der Schrauben 51 werden also
die Vorsprünge 48L genügend gelockert, um die Buchse 40 in einer zur Ebene der Sattelplatte
20 normalen Richtung verschieben zu können, wie es die Figur 7 verdeutlicht; dies
wiederum gibt der Achse des Tastnockens 30 die Möglichkeit, zu der gegenüberliegenden
Rolle 31 hin und von ihr weg verschoben zu werden, um später zu erklärende Zwecke
zu erreichen0 Die Rolle 31, die mit dem Nocken 30 90 flachtet, daß sie ihn gegenübersteht,
wird durch eine Stützachse 55 getragen, deren Achse parallel zur Achse der Welle
36 mit dem Nocken 50 ist. Die Rolle 31 läßt sich relativ zu ihrer stützenden Achse
55 frei drehen, damit die Falzbogenlagengruppe, wenn sie durch die Rollen 31 und
das Tastsegment gepreßt wird, durch das Tastpaar leicht hindurchgeht. Zu diesem
Zweck ist die Rolle 31 an ihrem inneren Umfang mit einem Kugellagerlaufring 31R,
Figur 8 versehen, der zu einem Gegenlaufring 55R an der Achse 55 gehört.
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Der Laufring 55R wird gegen Drehung an der Achse 55 durch Gummiunterlegscheiben'55W
und 56W festgehalten; die an die gegenüberliegenden Stirnflächen des Laufrings 55R
drücken0
Die Rolle 31 ist also in einer genau unmittelbar gegenüber dem Nocken 30 fluchtenden
Lage durch ein Paar von Stellringen 57. und 58, Figur 7, festgehalten, die ihrerseits
auf der Achse 55 durch Gewindestifte 57S befestigt sind; diese Stellringe pressen
auch die Unterlegscheiben 55W und 56W, um den Laufring 55R gegen Drehung zu halten.
Es läßt sich einsehen, daß beim Lockern der Gewindestifte 57S die Rolle 31 und die
Stellringe 57 und 58 im ganzen auf der Achse 55 an eine ausgewählte Stelle verschoben
werden können, wo die Rolle 31 unmittelbar gegenüber dem Drehweg des Nockens 30
steht0 Dieses Verschieben der Rolle 31 findet natürlich gleichzeitig mit einer ähnlichen
Justage des Nockens 30 längs der Achse der Welle 56 statt Dies ist deshalb so, damit
das Tastpaar 30 und 31 zum Abtasten eines ausgewählten Teils der Falzbogenlagengruppe
einjustiert werden kann. So gibt es viele Fälle, bei denen Einlageblätter wie Rückpostkarten
und dergleichen zum Bestandteil des vollständigen Buchblocks gemacht werden sollen.
Solche Einlageblätter können an verschiedenen Stellen innerhalb der Falsbogenlagengruppe
eingefügt werden, und es ist deshalb wichtig, daß das Einlageblatt abgetastet wird,
um sich über seine AnwesenVeit zu vergewissern. Daher läßt sich als ein wichtiges
Merkmal der vorliegenden Erfindung die Möglichkeit erkennen, das Abtastpaar 30 und
31 längs seiner Achsen 36A und 55A, Figur 6A, zu verschieben, um eine ausgewählte
gemeinsame Fläahe der Falabo-genlagengruppe abzutasten, die während eines bestimmten
Laufs der Maschine durch diese hindurch wandert.
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Es wurde erwähnt, daß die Rolle 31 in der Schwebe zum Hand und Hergang
je nach der Dicke der Falzbogenlage angeordnet ist. Dies wird im Ergebnis dadurch
erreicht, daß die Rolle 31 auslegerartig an einer Buchse 60, Figuren 4, 5, 7 und
8, sitzt, die mit einem Gewindestift 60S, Figur 8, an einer oszillierenden Welle
61 befestigt ist. Bei diesem erwähnten Auslegereinbau der Rolle 31 wird das, eine
Ende eines Arms 63, Figur 8, starr mit dem äußeren Ende der Buchse 60 so verbundene
daß der Arm rechtwinklig dazu vorsteht; ein Einbauansatz 65 ist an dem anderen Ende
des Arms 63 befestigt0 Das eine Ende eines Arms 66 ist an der Buchse 60 an dem dem
Arm 63 gegenüberliegenden Ende betestigt, um rechtwinklig dort abzustehen; ein Einbauensatz
67 ist am Arm 66 befestigt. Die beiden Ansätze 65 und 67, die so außen längs der
einen Seite der Buchse 60 im Abstand stehen, sind mit Öffnungen versehen, die eine
Gabel für eine Stütze 70 darstellen, wie man in Figur 8 sieht. Die gegenüberliegenden
Enden der Stütze 70 werden also durch die Einbauansätze 65 und 67 getragen, und
man kann feststellen, daß die Stütze 70 innerhalb der Hülse oder Achse 55 angeordnet
ist, die die Rolle 31 trägt.
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Die Hülse 55 ist eine exzentrische Hülse und mußauf der Stütze 70
als Mittellinie gedreht werden, um die genaue Justage der Rolle 31 zum Nocken 30
oder von ihm weg zu ermöglichen, wenn die genaue Justage des Abtastpaares auf die
richtige Dicke der Falzbogenlage beginnt. Demgemäß ist ein Sohneckenrad 75 auf der
Achse 55 an dem Ende befestigt, das unmittelbar neben dem Einbauansatz 67 liegt,
wie
man in Figur 8 sieht Eine Schnecke 76 kämmt mit dem Schneckenrad 75 und wird in
der Darstellung der Figur 4 durch eine Bockhalterung 76B getragen, die an dem Einbauansatz
67 als feste Stütze angebaut ist0 Die Schnecke 76 enthält einen Knopf 76H, Figur
4, damit man sie von Hand drehen kann, um das Schneckenrad zu drehen und der Achse
55 mit dem darauf sitzenden Glied 31 sehr feine Umfangsverstellungen zu erteilen.
Wenn also das Schneckenrad 75 gedreht wird, so wird auch die exzentrische Achse
55 auf der Stütze 70 als Mittellinie gedreht.
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Die oszillierende Welle 61 enthält einen abgesetzten Teil 61R, Figur
8, der innerhalb einer Anbaubuchse 80 angeordnet ist; diese ist an der Montageplatte
46 des Gehäuses 45 befestigt, und der abgesette Teil 61R der Welle 61 ist mit Hilfe
von Wälzlagerringen 83 und 84, Figuren 8 und 9 gelagert, die sich innerhalb der
zylindrischen Buchse 80 befinden. In diesem~ Zusammenhang sei bemerkt, daß die Buchse
80 zum Teil innerhalb des Inneren des Gehäuses 45 angeordnet ist, wie man in Figur
7 sieht Die Welle 61 enthält einen zusätzlichen abgesetzten Teil 61R1, Figur 9,
der innerhalb des Gehäuses 45 angeordnet ist. Ebenfalls dort angeordnet ist ein
Anzeiger oder Schalthebel 85, Figur 7, der an seinem in dieser Figur unten gesehenen
Ende mit einem Einbauansatz 853, Figur 9, versehen ist; letzterer sitzt an dem abgesetzten
Teil 61R1 der Welle 61 und ist dort mit einem Gewindestift 87 befestigt, Damit ist
also der Arm 85 an der Welle 61 befestigt, um mit ihr zu oszillieren0
Wie
man in Figur 7 sieht, hat der Arm 85 die Form eines verhältnismäßig langen Hebels,
dessen oberer Teil außerhalb einer Öffnung 90 in der Oberplatte 91. angeordnet ist,
die einen Bestandteil des Gehäuses 45 bildet.
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Das außerhalb des Gehäuses 45 befindliche Ende des Hebel arms 85 ist
mit einem Schzltfngerelement 93, Figuren 10 und 11, versehen, und dieser Finger
kann mit seiner Länge die Kontaktstößel 94P und 95P entsprechender Mikroschalter
94 und 95 überspannen0 Wie besonders die Figur 3 erkennen läßt, werden die Eikroschalter
94 und 95 durch entsprechende Arme 96 und 97 getragen, die sich senkrecht aus dem
Gehäuse 45 heraus etwa parallel zur Anordnung des Arms 85 erstrecken. Die Schalteranbauarme
96 und 97 sitzen auf einem Stift 98 schwenkbar, Figur 10, an der einen Seite der
Öffnung 90 in der Oberplatte 91 des Gehäuses 45o Auch zwei Böcke 100 und 101 ragen
nach oben aus der Oberplatte 91 des Gehäuses 45 heraus, sind starr an ihrem Platz
befestigt und dienen als Stützen für entsprechende Differentialschraubelemente 107
und 108 zum genauen Einstellen der Arme 96 und 97, die die Mikroschalter 94 und
95 tragen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß Rückstellfedern wie 110, Figur
10, dazu. dienen, jeden Mikroschaltertragarm wie 96 gegen die entsprechende Differentialschraube
zu drücken. Je nachdem, wie man also die Differentialschraube 107 oder 108 ein-
oder ausschraubt, kann der entsprechende Eikroschalter dichter an den Finger 93
des Schaltarms 85 heran oder von ihm weg bewegt werden0
Wie unten
genauer erklärt werden wird, oszilliert der Schalthebel 85 in verschiedene Lagen,
die den verschiedenen Lagen entsprechen, in denen die Leerlaufrolle 31 während des
Abtastens einer Falzbogenlagengruppe sich befinden kann. Der Arm 85 kann also in
einer Lage stehen, die einer bei der Messung sich als zu dick erweisenden Falzbogenlagengruppe
entspricht, oder der Arm 85 kann in einer Stellung stehen, die einer bei der Messung
als zu dünn sich erweisenden Falzbogenlage entspricht0 Die Mikroschalter 94 und
95 sind d esen entsprechenden Abweichungen von der richtigen Dicke der sei einem
bestimmten Maschine durchgang abgetasteten Falzbogenlagengruppen nach der dicken
oder dünnen Seite zugeteilt; in der hier offenbarten Erfindungsform tastet der Mikroschalter
94 den zu dicken und der Mikroschalter 95 den zu dünnen Zustand abO An Hand der
Figur 11 kann dies weiter unter Hinweis auf die Rechts-oder Linksbewegung des Hebels
85 erläutert werden. Der Hebel 85 bringt in seiner Normal- oder Sollstellung den
Finger 63 zum Druck auf den Stößel 94P, um den entsprechenden Schalter' 94 offen
zu halten. Zu gleicher Zeit ist der Stößel 95P vom Finger 93 frei, und der Schalter
95 bleibt in seiner normalen offenen Stellung stehen.
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Wenn nun eine Palzbogenlagengruppe als zu dick gegenüber der vorbestimmten,
richtigen Dicke abgetastet wird, bewegt sich der Hebel 85 in Figur 11 gesehen nach
rechts und gestattet dem Schalter 94, sich zu schließen. Der Schalter 95 bleibt
offen. Umgekehrt, wenn die abgetastete Falzbogenlagengruppe sich bei der Messung
als zu dünn
gegenüber der vorbestimmten, richtigen Dicke erweist,
verschiebt sich der Arm 85 in Figur 11 gesehen nach links und schließt den Schalter
95. Der Schalter 94 bleibt offen.
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Aus später besonders im Zusammenhang mit Figur 6 zu erklärenden Gründen
werden die Leerlaufrolle 31 und der Schaltarm 85 normalerweise in Stellungen gehalten,
die man als entsprechende, für eine Falzbogenlagengruppe richtiger Dicke repräsentative
Stellungen bezeichnen könnte, Die Sollstellung muß während der Drehung des Nockens
30 mit Ausnahme der Zeitspanne aufrecht erhalten werden, in der das Tastsegment
35 sich an dem gegenüberliegenden Glied 31 vorbei dreht. Das Tastsegment 35 ist
dazu bestimmt, die Bewegung der Falzbogenlage über etwa fünf Zentimeter abzutasten
und steht auf einem Bögen von etwa 900 aus der Nockenscheibe 30 hervor. Zur Ausführung
der ollstellungen ist der Hebel 85 mit einem Nockenmitläufer in Form einer -Rolle
115, Figur 10, ausgerüstet, die auf einem etwa in der Hebelmitte sitzenden StiSt
lagert. Eine Zeitsteuerscheibe 116 ist gegenüber der Rolle 115 im Gehäuse 45 angeordnet
und sitzt an einem Wellenstumpf 117, der drehbar, Figur 5, in einem am Gehäuse 45
befestigten Lager 117B lagert. Eine Feder 118, Figur 10, ist mit ihrem einen Ende
am Hebel 85 und mit ihrem anderen Ende an einem Bolzen 119 befestigt; dieser ist
an einer Seitenplatte des Gehäuses 45 mittels einer Flügelmutter 119W, die auf dem
Gewindeteil 119 ? des Bolzens 119 außerhalb dieser einen Gehäuseseite aufgeschraubt
ist, verankert.
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Man erkennt, daß die Flügelmutter 119W auf dem
Gewindeteil
119T des Bolzens 119 so justiert werden kann, daß eine vorausbestimmte Spannung
in der Feder 118 entsteht, die dazu dient, den Arm 85 mit der Rolle 115 darauf gegen
die Zeitsteuerscheibe zu drängen, Die Feder 118 dient in Wirklichkeit auch dazu,
durch die auf den Arm 85 ausgeübte Spannung eine Grundlage zum Drehen der oszillierenden
Welle 61 z » u bilden. Auf diese Weise wird die Rolle 31 nachgiebig gegen den gegenüberliegenden
Nocken 30 gedrückt, jedoch stehen diese nachgiebige Wirkung und das Ausmaß des Abstands
zwischen den Rollen 30 und 51 unter dem Einfluß der Steuerscheibe 1160 Die Steuerscheibe
116 ist mit einer niedrigen Stelle 116L, Figur 6, (etwa 0,25 mm) von etwa <65°
im Bogen versehen, sodaß, wenn diese niedrige Ober- oder Verweilfläche an der Steuerscheibe
116 sich dem Mitläufer 115 am Arm 85 -darbietet, die Feder 118 wirksam wird, um
eine Oszillation der Welle 61 auszulösen, die sich zu dieser Zeit innerhalb von
Grenzen in einem freischwebenden Zustand der Welle 61 kundtut.
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Die Nockenscheiben 30 und 116 sind insofern synchronisiert, als der
niedrige Teil des Verweilens der Kurvenscheibe 116 in zeitliche Übereinstimmung
mit dem hohen Teil oder der Überhöhung des Segments 35 der Nockenscheibe 30 gebracht
ist. Infolge der Unterschiede in der Bogenlänge (650 gegen 900) wird das Tastsegment
einer Falzbogenlagengruppe etwas früher dargeboten, als das Verweilen an der Steuerscheibe
116 dem Mitläufer 115 dargebpten wird. Umgekehrt verläßt dieses Verweilen der Steuerscheibe
116
den Mitläufer 115 bereits vor dem Ende des abtasten.
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Der größere Bogen 116R der Steuerscheibe 116 hat einen Radius, der
die Leerlaufrolle 31 von dem Tastsegment 35 ,um einen Abstand getrennt hält, der
der richtigen Buchdicke entspricht. Ob die Welle 61 während des Tastens oszilliert,
hängt tatsächlich von der Abmessung der abgetasteten Falzbogenlagengruppe ab, wie
erklärt werden soll.
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Der Tastnocken 30 und die Steuerscheibe 116, die die Oszillation
der Welle 61 steuert, müssen während des Maschinenbetriebs stetig zyklisch betrieben
werden. Zu diesem Zweck enthält die Maschine einen Hauptantriebssatz, von dem sämtliche
Antriebe ausgehen. Der Antrieb für den Tastsatz enthält eine Kette 120, Figuren
3-5, die über ein großes Kettenrad 121 so geschlungen ist, daß sie eine stetige
Drehung auf eine getriebene Welle 123, Figur, 5, überträgt, die drehbar in der -einen
der Seitenplatten des Gehäuses 45 lagert.
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Das Ende der Welle 123 gegenüber dem Kettenrad 121 ist mit einem
Kegelzahnrad 125 versehen, das innerhalb des Gehäuses 45 angeordnet ist und mit
einem Kegelsahnrad 126 kämmt, das auf einem drehbaren Wellenstumpf 129 sitzt.
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Der Wellenstumpf 129 wird innerhalb des Gehäuses 45 fest in einem
Lager 130, Figur 5, abgestAtzt, und zwar im wesenblichen rechtwinklig mit Bezug
auf die Welle 123. Die Welle 129 ist an der Innenseite des Kegelzahnrads 126 mit
einem Kettenrad 131 versehen. Dieses Kettenrad liegt in gleicher Ebene gegenüber
einem Kettenrad 132, das an einem abgesetzten
Ende der im Gehäuse
45 angeordneten Welle 36 befestigt ist, wie man in Figur 5 sieht. Eine Antriebskette
134 ist um die Kettenräder 191 und 132 herum geschlungen und dient, wie man demnach
sieht, dazu, der Welle 36, die den rastnocken 30 trägt, eine stetige Drehung zu
erteilen.
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Ein anderes Kettenrad 136 ist auf der Welle 129 mit ihr drehbar befestigt
und, wie man in Figur 5 sieht, zwischen dem Kegelzahnrad 126 und dem Kettenrad 131
angeordnet. Ein Kettenrad 137, Figuren 5 und 10, ist an der Welle 117 befestigt,
die die SteueracheLbe 116 trägt. Ein Leerlauf- oder Auffangkettenrad 140, Figuren
5 und 10, liegt zwischen den Kettenrädern 136 und t37 und wird von einem Arm 141
geführt, der relativ zum Gehäuse 45 echwenken kann. Der Arm 141 wird durch eine
Feder 143 vorgespannt, die mit ihrem einen Ende am Arm 141 und mit ihrem anderen
Ende an einer der Bodenplatten des Gehäuses 45 verankert ist, wie aus der Figur
10 ersichtlich wird. Die Feder 143 hat daher die Wirkung, Durchhang in einer Kette
146 aufzufangen, die um die Kettenräder 136 137 und 140 geschlungen ist. Auf diese
Weise wird der Steuerscheibe 116 stetige Drehung erteilt, und die Teile sind so
bemessen, daß der niedrige Teil an der Zeitsteuerscheibe 116 sich dem Mitlauf er
115, Figur 10, darbietet, wenn das Tastsegment 35, Figur 4, an der gegenüberliegenden
Rolle 31 vorbeiwandert, wie oben erklärt wurde.
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In jenen Bällen, in denen große Bewegungen der Buchse 40, Figur 4,
von der Achse der Rolle 31 hinweg gemacht
werden müssen, kann es
vorteilhaft sein, ein Auffangkettenrad wie 140 auch der Kette 154 beizugeben, die
die Nockenwelle 36 antreibt.
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BETRIEB DES TASTERS Erfindungsgemäß werden am besten die Tastrollen
30 und 31 normalerweise um einen Abstand voneinander gehalten, der der Dicke einer
Xalzbogenlagengruppe entspricht, die für ein Buch mit dem richtigen Inhalt an Seiten
charakteristisch ist. Wie oben erwähnt, werden lediglich die Seiten an der einen
Hälfte der gefalzten Bogenlagengruppe getastet. Zu Beginn eines bestimmten Maschinendurchlaufs
wird der Tastnocken 30 so gedreht, daß er das angehobene oder tastende Segment 35
zum gegenüberliegenden Glied 51 richtet. Dann richtet gleichzeitig die Steuerscheibe
116 ihren tieferen Teil zum Mitläuf er 115. Die Schnecke 76 wird dann so gedreht,
daß sie eine Tastpressung auf einer Falzbogenlagengruppe richtiger Dicke ausübt,
die sich zwischen den Tastgliedern 30 und 31 befindet.
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Die abzutastende Falzbogenlagengruppe tritt in das Tastpaar 30-51
ein, wenn der niedrige Teil der Nockenscheibe 30 gegenüber der Rolle 31 steht. Infolgedessen
ist sogar dann, wenn eine übermäßig dicke Palzbogenlagengruppe an dem Tastplatz
ankommen sollte, reichlich Platz dafur, bis sich das Tastsegment der Rolle 31 gegenüberstellt.
Wie nun die Figur 6 zeigt, streicht das Tastsegment 35 an der Nockenscheibe 30 während
der Tastzeitspanne an der gegenüberliegenden Rolle 31 vorbei, und der diese beiden
Rollen trennende Abstand entspricht zu dieser Zeit
einer Falzbogenlagengruppe
richtiger Dicke. Gleichzeitig mit diesem Vorbeistreichen bietet sich der niedrige
Teil der Steuerscheibe 116 dem Mitläuf er 115 dar. Als Folge hiervon wird die Feder
118 frei, um der oszillierenden Welle 61 eine drehende Vorspannung zu erteilen,
die bestrebt ist, das gegenüberliegende Glied 31 zum ockensegment 35 hin zu drängen,
Während der Tastzeitspanne werden also Voraussetzungen geschaffen, die das gegenüberliegende
Glied 31 zur Schwebe nach der einen oder anderen Seite der in Figur 6 gezeigten
Sollstellung befähigen, Ist die abgetastete Falzbogenlagengruppe zu dünn (zu wenig
Seiten), so wandert die Rolle 31 nach oben aus der Sollstellung der Figur 6 heraus,
da die niedrige Stelle an der Steuerscheibe 116 der Feder 118 gestattet, eine in
Figur 6 gesehen im Uhrzeigersinn verlaufende Drehung au9 die Welle 61 zu übermitteln.
Dies entspricht einer Rechtswan'derung des Schaltarms 85 aus seiner Sollstellung,
Figur 6, und bewirkt den Schluß des Mikroschalters 95, um eine unten zu beschreibende
Steuerung auszulösen0 Wenn andererseits bei der Gegenüberstellung der Steuerscheibe
116 mit ihrer niedrigen Stelle gegenüber dem Mitläufer 115 die Falzbogenlagengruppe
zu dick (zu viele Seiten) im Vergleich zur richtigen Buchdicke ist, dann wird das
Tastsegment 55 wirksam, um die gegenüberliegende Rolle 31 in Figur 6 gesehen nach
unten aus der Sollstellung herauszudrücken. Dies geschieht gegen den Widerstand
der Feder 118 und offenbart sioh in einer in Figur 6 gegen den Uhrzeigersinn gerichteten
Bewegung der Welle 61 und des
Arms 85 mit der Folge, daß sich der
Schalter 94 schließt.
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Wenn schließlich die getastete Falzbogenlagengruppe der richtigen
Buchdicke entspricht, dann bleiben sowohl die Rolle 31 als auch der zugehörige Schaltarm
85 in ihren mittleren, in Figur 6 veranschaulichten Sollstellungen.
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Unter dieser Voraussetzung bleiben beide Mikroschalter 94 und 95 in
offener Stellung stehen. Hier sei erwähnt, daß die Steuerscheibe 116 außer an- ihrer
erwähnten, niedrigen Stelle einen gleichförmigen Radius hat, der am Mitläufer 115
dahin wirkt, den Arm 85 und die Rolle 31 in ihren Sollstellungen zu halten.
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Ein wichtiges Merkmal der vorliegenden Erfindung ist eine erhebliche
und wirkungsvolle Vervielfachung zwischen der Bewegung der Rolle 51 aus der Sollstellung
heraus und der Bewegung des Schaltarms 85 aus der Sollstellung heraus.
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In diesem Zusammenhang ist der Arm, der die Rolle 31 an der oszillierenden
Welle 61 auslädt, sehr kurz, und der Schaltarm 85 ein Vielfaches dieser Länge. Das
Verhältnis ist in der Praxis etwa etwa sodaß für jeden'Bewegungsausschlag der Rolle
31 aus der Sollstellung heraus der Schaltfinger 86 am Schaltarm 85 sich um den fünffachen
Ausschlag verschiebt. Eine durchschnittliche Seitendicke ist etwa 0,025 mm. Als
Polge davon macht sich eine Abweichung um eine einzige Seite nach der einen oder
anderen Richtung aus der richtigen Dicke der Falzbogenlagengruppe heraus in einer
Bewegung von mindestens etwa 0t125 mm des Schaltfingers 86 bemerkbar; dies genügt,
uni den Betrieb der Mikroschalter 94 und 95 genau zu steuern, die, daran sei
erinnert,
selbst durch die oben beschriebenen Differentialschraubelemente justiert werden
können. Außerdem gestattet die Schnecke' 76 feine Justagen an dem Tastpaar auszuführen.
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Man sieht also, daß die Bewegung der Rolle 31 zum Nockensegment 35
hin und von ihm weg im Arm 85 vervielfältigt wird und daß als Folge davon Variationen
um eine einzige Seite genau durch die Schalter 94 und 95 wahrgenommen werden können.
Die letzte Steuerung der Schalter 94 und 95 wird daher durch nur wenige Deile ausgeführt,
und diese sind so angebaut und angeordnet, daß störende Wirkungen möglichst unterbleiben.
So sind die Wellen 36 und 61 steif eingebaut, um Spiel oder toten Gäng darin auszuschalten,
und damit ist sichergestellt, daß Variationen um nur eine einzige Seite in der abgetasteten
Falzbogenlagengruppe einen wesentlichen oder kennzeichnenden Einfluß auf die Lage
des Arms 85 während einer Tastzeitspanne ausüben. Ein weiteres wichtiges Merkmal
der vorliegenden Erfindung ist, daß die Bestandteile des Tastgeräts robust konstruiert
sind, um Formänderungen möglichst klein zu halten. Mit anderen Worten wird der tote
Gang im wesentlichen ausgeschaltet, und dies wurde dadurch ermöglicht, daß die abtastende
Nockenscheibe 30 an einer festen oder steifen Achse angeordnet ist; im ersten Fall
wird diese durch die Welle 36 dargestellt, an der die Nockenscheibe 30 sitzt und
die durch zwei Lager 41 und 42, Figur 5, in der Buchse 40 getragen wird. Die Welle
36 selbst ist im Durchmesser ziemlich dick, wie es in Figur 5
auffällt,
und dies trifft auch auf die oszillierende Welle 61 zu, die in der Buchse 60 sitzt.
Diese Welle 61, Figuren 8 und 9, wird ebenfalls durch zwei Lager 83 und 84 getragen.
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Wie oben-erwähnt, lassen sich die Tastrollen 30 und 31 auf-ihren
entsprechenden Wellen 36 und 55 axial verschieben, um sich an verschiedene ausgerichtete
Plätze innerhalb der Aussparung 20N des vorderen Sattels bewegen zu lassen. So deuten
gemäß Figur 6A die voll ausgezeichneten Stellungen für die Rollen 30 und 31 an ihren
Achsen 36A und 55A (Mittellinien in Figur 6A) einen Zustand an, in dem das Tastpaar
ganz dicht an die untere Kante der Aussparung 20N in der Sattelplatte 20 gerückt
ist, um ganz dicht an der unteren Kante auf der einen Faltseite der Falzbogenlagengruppe
zu tasten. Wie andererseits die gestrichelten Linien in Figur 6A darstellen, können
die Rollen 30 und 31 in der Aussparung der Sattelplatte 20 nach oben bewegt werden,
um weiter oben an einer Falzbogenlagengruppe abzutasten; solche ausgewählten Lagen
können notwendig werden, um den Teil einer Falzbogenlagengruppe zu tasten, an dem
ein Einlageblatt wie eine Rückpostkarte oder dergleichen sich befindet.
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Man muß bedenken, daß der Förderer 26 in einer Maschine der betrachteten
Art mit verschiedenen Geschwindigkeiten betrieben werden kann. Bei der vorliegenden
Erfindung ist das Tastgerät so angeordnet, daß es sich der Förderergeschwindigkeit
anpaßt. So ristes vorteilhaft, das Tastsegment 35 an dem gegenüberliegenden Glied
31 mit einer
Umfangsgeschwindigkeit vorbeiwandern zu lassen, die
der der durch die Maschine gehenden Falzbogenlagengruppen entspricht. Bei der vorliegenden
Erfindung läßt sich diese vorteilhafte Beziehung erreichen, indem lediglich eine
Nockenscheibe wie-30 vorgesehen wird, die ein Segment 35 an einem Radius hat, der
zu einer Umfangsgeschwindigkeit des tastenden Segments führt, die der geradlinigen
Wandergeschwindigkeit der Falzbogenlagengruppen längs des Sattels entspricht0 Dies
wird ohne die Notwendigkeit einer Gangschaltung in den Zahnradübersetzungen erreicht,
indem lediglich die Achse für die Nockenscheibe wie 30 verschoben wird und eine
größere oder kleinere Nockenscheibe dafür eingesetzt wird, wie es gerade der Fall
sein mag.
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Wenn also eine größere Nockenscheibe 30L, Figur 6A, mit einem tastenden
Segment 35L an einem größeren Radius im Vergleich zum Tastsegment 35 erforderlich
ist, so braucht nur die Achse der Tastnockenscheibe in eine neue feste Lage 36A',
Figur 6A, verschoben zu werden, die von der Achse 55A des gegenüberliegenden Glieds
31 weiter ent--fernt ist, das ungeändert bleibt. Mit anderen Worten wird die kleinere
Nockenscheibe 30, Figur 6A, entfernt, die Welle 36 wird durch Lösen der Klammern
48 verschoben, worauf sie durch die größere Nockenscheibe 30T, Figur 6Å, ersetzt
wird, die ein Tastsegment an einem Radius hat, dessen Umfangsgeschwindigkeit einer
größeren als mit der Nockenscheibe 30 möglichen Geschwindigkeit der Falzbogenlagengruppen
entspricht.
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DT ZUFUHRS TEUERUNG Für den Fall, daß eine Falzbogenlagengruppe unrichtiger
Dicke durch die Tastmechanik entdeckt wird, muß an den nachfolgenden, an dieser
Gruppe in der Maschine durchgeführten Arbeitsgängen etwas geschehen.
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So darf zum Beispiel die unrichtige Falzbogenlagengruppe nicht geheftet
werden, und die zugehörige Steuerung nimmt ihren Ausgang vom Schließen eines Mikroschalters
94 oder 95. Diese Tätigkeit eines Mikroschalters tritt natürlich schon im Tastzyklus
der Maschine ein, also in einem Zyklus, der sich bereits vor dem Heftzyklus oder
dem Ausgabezyklus an dem Ablieferende der Maschine ereignet. Mit Rücksicht hierauf
muß die Information, daß ein Ausschußbuch entdeckt wurde, gespeichert werden, wie
es im folgenden beschrieben wird; zeitlich wird dies so äurchgeführt, daß, wenn
die unrichtige Falzbogenlagengruppe die Heftköpfe SH erreicht, eine Magnetspule
155, Figur 1, erregt wird, um die Heftköpfe in ihrer Tätigkeit an der unrichtigen
Balzbogenlagengruppe zu behindern. Insbesondere werden die Heftköpfe außer Betrieb
gesetzt, indem die Drahtzufuhr zu ihnen unterbrochen wird.
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Gemäß Figur 12 ist nun die Konstruktion der Heftköpfe SH an sich
bekannt mit der Ausnahme der erfindungsmäßigen Abwandlung. So haben die Heftköpfe
SH die Form von Bostitch-Heftern der "18D"-Type; Jeder ist mit einer Drahtzufuhrklaue
oder einem sogenannten Greifhelter 160, figuren 12 und 13, ausgerüstet; die Anlenkung
hierfür besorgt ein Stift 161, der durch einen senkrecht beweglichen Biegestab 163
getragen wird.
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Die Klaue 160 enthält eine Zehenspitze 164 aus gehärtetem Stahl,
die gegenüber einem Vorsprung oder Amboß 165 angeordnet ist; dieser wird durch den
Biegestab 165 getragen, an welchem die Klaue 160 angelenkt ist. Der Amboß 165 ist
mit einer Fuhrungsnut 165G ausgestaltet, in der-der Draht W zugeführt wird; während
der hier durchgeführten Zuführug betätigt sich die gehärtete Stahlspitze 164 der
Klaue 160, indem sie den Draht W in der Führungsnut 165G einklemmt, wenn die Abwärtsbewegung
im Heftkopf vor sich geht.
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Der Biegestab 163 ist in einem senkrecht verlauBenden Ausschnitt
170, Figur 12, zwecks senkrechter Bewegung angeordnet. Die Art und Weise, wie der
Stab 163 gehoben und gesenkt wird, bildet keinen Bestandteil der vorliegenden Erfindung,
und es genügt, zu erklären, daß die Schwenkbewegung der Klaue 160 zum Teil unter
Einfluß einer Blattfeder 172 und einer festen Kurvenfläche 173 steht0 Die Blattfeder
172 wird durch den Biegestab 163 getragen und stößt mit ihrem einen Ende 172E gegen
die Klaue 160, um diese in Figur 12 und 13 gesehen im Uhrzeigersinn so ZU drehen,
daß die gehärtete Spitze 164 gegen den im Vorsprung oder Amboß 165 geführten Draht
W gebracht wird.
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Dies ist der Zustand, der besteht, wenn der Biegestab 163 sich in
der in Figur 12 gestrichelt veranschaulichten Lage befindet, zu der Zeit also, zu
der er in seiner obersten Lage steht, kurz vor der Bereitschaft, die nächste, für
die zu bildende Heftung benötigte Drahtlänge nach unten zu schieben, mit anderen
Werten zu einer Zeit,
wenn eine Falzbogenlagengruppe, die zu einem
Buch gebunden werden soll, sich' dem Heftplatz nähert.
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Wenn die Klaue oder der Greifer 160 aus der in Pigur 12 gestrichelt
gezeichneten Stellung herabgedrückt wird, so wird auch hierdurch der Draht zugeführt,
und dies dauert so lange, bis eine Zehenspitze 175 an der in Figur 12 rechts gesehenen
Seite des Greifers 160 gegen das geneigte obere Ende 180 der Kurve 173 anschlägt.
Dieser Änschlag des Greifers 160 an der Kurvenfläche 180 schwenkt den Greifer in
Figur 12 gesehen gegen den Uhrzeigersinn.
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Als Ergebnis wird der Greif er gelöst und bleibt gelöst, da seine
Spitze 175 nach unten längs der ebenen Oberfläche 181 der Kurve 173 bis in die in
Figur 12 mit vollen Linien dargestellte Lage des Greifers 160 wandert.
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Bs findet mit anderen Worten keine Drahtzufuhr während der zeitspanne
statt, zu der die Spitze 175 an der Zufuhrklaue 160 über die ebene Fläche 181 an
der Kurve 173 wandert, Am unteren Ende des vollen Abwärtsgangs des Biegestab8 greift
daher der Greifer 160 den Draht nicht0 An dieser Stelle ist daran zu erinnern, daß
ein Treiber (nicht gezeigt) sich beim Aufwärtshub des Biegestabe betätigt, um den
Greifer 160 in seiner gelösten Lage so Zu halten, daß er lediglich am Draht W entlanggleitet.
Dieser Zustand besteht bis der Biegestab am Gipfel seines Hubs angehalten wird,
wenn die zufuhrklaus ihre in Figur 12 gestrichelt gezeichnet Lage erreicht; danach
gestattet das Überwandern des Treibers (nicht gezeigt) bezüglich des angehaltenen
Biegestabs der Feder 172, sich über den Greifer 16O zu
legen und
ihn in seine in Figur 12 gestrichelt dargestellte, den Draht greifende Lage zu drängen.
Diese Bewegungen sind im einzelnen im U.S.-atent Nr. 1 252 011 beschrieben worden.
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Bei der vorliegenden Erfindung gehört ein Hebel 185, Figur 14, zu
jedem Heftkopf an dem Heftplatz und ist in Figur 1 zu erkennen. Jeder Hebel 185
ist an sich verhältnismäßig lang und auf einem Stift 186 angelenkt, der am Reftkopf-Biegestab
mit diesem auf und ab beweglich befestigt ist. Der untere Teil jedes Hebels 185
enthält einen einwärtsgebogenen Schenkel 185Ä, Figur 12, dessen freies Ende in einen
Vorsprung 187 ausläuft, der sich eignet, mit und gegenüber der Spitze 175 des Drahtgreifers
160 zu wandern0 Jeder Drahtzufuhrsteuerhebel 185 enthält eine verhältnismäßig lange
aufrechte Verlängerung'1'853, Figuren 1 und 14, deren obere Teile von entsprechenden
Führungsrollenpaaren 190, Figur 1, umfaßt werden; diese sitzen an einer waagerecht
hin und her beweglichen Stange 191. Die Stange 191 wird genau in waagerechter Ebene
beweglich an der Vorderfläche des zu den Heftköpfen gehörigen Rahmengefüges FS,
Figur 1, geführt, und dies geschieht durch Führungsstifte 193 und 194, die an dem
Rahmengefüge FS sitzen und in einen länglichen Schlitz 196 der Steuerstange 191
angeordnet sind.
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Das in Figur 1 gesehen rechte Ende der Steuerstange 191 ist über
ein Gelenkglied 197 mit dem Anker der Xagnetspule 155 verbunden.
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Im unerregten Zustand der Magnetspule 155 ist jeder Hebel 185 in
der in den Figuren 1 und 12 veranschaulichten Lage angeordnet; in dieser Lage bewegt
jeder Hebel 185 sich nur mit dem Biegestab 163 bei jedem Heftzyklus, ohne auf den
zugehörigen Drahtgreifer 160 irgendeine Wirkung auszuüben. Wird jedoch die Magnetspule
155 wegen der Abtastung eines Ausschußbuclis erregt und erregt gehalten, so betätigt
sich ihr Anker dadurch, daß er die Steuerstange 191 in Figur 1 gesehen nach rechts
sieht Diese Tätigkeit ist so eingereiht, daß sie gleichzeitig mit dem Eintreffen
der Drahtgreif er in der in Figur 12 gestrichelt gezeichneten Stellung oder der
in Figur 13 voll gezeichneten Stellung genau vor dem Herabgehen der Biegestäbe 163
stattfindet0 Wenn die Steuerstange 191 nach rechts gezogen ist, sind die Hebel 185
in Figur 12 gesehen im Uhrzeigersinn so geschwenkt, daß sie an die Greiferspitzen
175 anschlagen; hierdurch stoßen sie die Drahtgreifer in Figur 13 gesehen gegen
den Uhrzeigersinn in eine dort veranschaulichtes den Draht loslassende Lage. Infolgedessen
werden beim Herabgang des Biegestabs, wenn normalerweise zur Heftung Draht zugeführt
würde, die Drahtzufuhrklauen 160 in offener Stellung gelassen, weil, wie oben erwähnt,
die Hebel 185 mit dem Biegestab und den daran sitzenden Drahtzufuhrgreifern 160
wandern.
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Die Figur 15 veranschatilioht in vereinfachter, echematischer Form
den elektrischen Betriebskreis, der durch
die "Dick"- und "Dünn"-Tastschalter
94 und 95 geachaltet wird. Dieser Kreis und die im folgenden zu beschreibenden Zubehörteile
lassen sich in an sich bekannter Weise innerhalb des Bundaments 52, Figur 3, unterbringen.
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Wie die Figur 15 zeigt, liegen die Schalter 94 und 95 parallel zueinander
zwischen einem Leistungszufuhrkreis 201 und einem ersten Speicherkreis 202o Der
Speicherkreis 202 kann in an sich bekannter Bauweise geschaltet sein, zum Beispiel
mit einem bistabilen Kippkreis, der sich zwischen einem ersten Speicher- oder Normalzustand
und einem -zweiten Speicherzustand in Abhängigkeit von der Eingabe eines angemessenen
Eingangssignals betätigen läßt. Magnetkernschaltungen und Transistorkreise dieser
allgemeinen Art sind in der elektronischen Technik an sich bekannt.
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AuSer mit dem Eingangskreis, der die Schalter 94 und 95 enthält,
ist der Speicherkreis 202 noch mit einem Rückstellkreis verbunden, der einen nockenbetätigten
Schalter 203 zur Verbindung des Speicherkreises 202 mit der Leisungszufuhr 201 enthält0
Ein zweiter Speicherkreis 204 ist mit dem Ausgang des ersten Speicherkreises 202
verbunden. Der Kreis 204 kann im wesentlichen dem Kreis 202 ähneln und enthält abermals
einen bistabilen KippkreisO Der Ausgang des Kreises 204 ist mit einem dritten Speicherkreis
205 verbunden, der seinerseits mit einem zusätzlichen Speicherkreis 206 verbunden
ist, Jed-e der Speichervorrichtungen 204-206 ist mit einer Ruckstellkreisverbindung
durch den nockenbetätigten Schalter 203 versehen, Außerdem sind
die
Ausgangskreise der Speichervorrichtungen 204, 205 und 206 mit Klemmen 214, 215 bzwo
216 eines Wählerschalters 217 verbunden. Der Wählerschalter 217 seinerseits ist
mit dem Eingang eines zusätzlichen Speicherkreises 218 verbunden, der eine bistabile,
im wesentlichen den Vorrichtungen 202, 204, 205 und 206 ähnliche Speichervorrichtung
enthält. Der Ausgang des Kreises 218 ist mit einem weiteren Speicherkreis 219 von
grundsätzlich ähnlicher Bauweise verbunden. Jede der Speichereinheiten 218 und 219
ist mit einer Riickstellkreisverbindung durch den nockenbetätigten Schalter 203
verbunden, Der Wählerschalter 217 ist auch über einen nockenbetätigten Schalter
220 mit einem Verstärker-Treiberkreis 221 verbunden, der seinerseits zur Arbeitswicklung
222 eines Heftaussetz-Magnetsteuerrelais 223 führt, Das Relais 223 enthält ein Paar
normalerweise offener Kontakte 224, die in Reihe mit dem Erregerkreis für die Heftaussetz-Magnetspule
155, Figur 1, geschaltet sind.
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Die beiden Speichervorrichtungen 218 und 219 andererseits sind einzeln
mit Eingangsklemmen 228 bzw. 229 eines Wählerschalters 230 verbunden0 Der Wählerschalter
230 ist über einen nockenbetätigten Schalter 231 mit einem Verstärker-2reiberkreis
232 verbunden, der zu der Arbeitswicklung 233 eines Steuerrelais 234 führt. Das
Steuerrelais 234 enthält ein Paar normalerweise offener Kontakte 235, die in Reihe
mit dem Erregerkreis für eine Magnetspule 236 geschaltet sind; diese ihrerseits
ist mit der in dieser Technik so genannten "Schaltausliefer-" Vorrichtung
(nicht
gezeigt) verbunden, die die Sortier- oder Nachschubsteuervorrichtung darstellt,
wie sie benutzt wird, um die unvollkommenen von den vollkommenen Büchern am Ablieferende
der Maschine zu trennen. Die in Figur 7 des U¢S.-Patents WrO 1 644 192 dargestellten
Schaltauslieferfinger "218" sind ein Vorläuferbeispiel für diese Technik wie in
Figur 5 des U.S.-Patents Nr. 1 831 497. Hiernach ist eine weitere Erklärung oder
Darstellung in dieser Hinsicht nicht notwendig mit der Ausnahme, zu bemerken, daß
die "Schaltausliefer"-Finger im vorliegenden Fall durch die Magnetspule 236, Figur
15, anstatt durch mechanische Glieder wie in den beiden oben genannten Patenten
gesteuert werden0 Um den Betrieb der in Figur 15 dargestellten Schaltung zu betrachten,
soll zunächst angenommen werden, daß bei einer gegebenen ArbeitsSolge die Tastschalter
94 und 95 nicht geschlossen sind Dies wäre-d-er normale Betriebszustand, bei dem
die von der Maschine behandelten Balzbogenlagen innerhalb der an den Tastschaltern
eingestellten Grenzen liegen, Solange dieser Zustand andauert, verbleiben die Speicherkreise
202, 204, 205, 206, 218 und 219 in dem gegebenen Betriebszustand, in welchem sie
keine Betätigungssignale für eines der Relais 223 und 224 hervorbringen.
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Infolgedessen setzt sich der Maschinenbetrieb ohne Unterbrechung fort.
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Bei einem gegebenen Arbeitszyklus Jedoch mag es vorkommen, daß der
eine der beiden Schalter 94 und 95 sioh schließt und damit di. Einführung einer
Falzbogenlage in
die Maschine andeutet, die nicht innerhalb der
eingestellten Betriebsgrenzen liegt0 Wenn dies eintritt, schließt sich einer der
Schalter 94 oder 95 in der oben beschriebenen Weise, und ein Impuls oder Eingangssignal
wird an die Speichervorrichtung 202 gelegt und versetzt diese in ihren zweiten Speicherzustand.
Während dieses Tastzyklus der Maschine ereignet sich nichts weiter. Beim nächsten
Betriebs zyklus der Maschine wird der Schalter 203 für einen Augenblick geschlossen
und legt ein Riickstellsignal an den Speicherkreis 202¢ Dieses versetzt die Vorrichtung
202 in ihren ursprünglichen Speicherzustand und ruft ein Ausgangssignal hervor,
das an die Speichervorrichtung 204 gelangt, um diese aus ihrem normalen Betriebszustand
in ihren zweiten oder Speicherzustand zu versetzen. Beim nächsten Betriebszyklus
der Maschine wird die Speichervorrichtung 204 in ihren ursprünglichen Bet,riebszustand
durch das über den Schalter 203 gelieferte Rückstellsignal zurückgestellt, und ein
Ausgangssignal wird hervorgebracht, das an die Speichereinheit 205 gelangt, uia
diese in ihren zweiten Speicherzustand zu versetzen.
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Beim nächsten Betriebs zyklus der Maschine wird die Speichereinheit
205 zurückgestellt und ein Ausgangssignal an die Speichereinheit 206 geliefert,
um letztere aus ihrem normalen in ihren zweiten Speicherzustand zu versetzen. Gleichzeitig
gelangt bei der in Figur 15 gezeigten Stellung des Wählerschalters 217 ein Ausgangssignal
an den Treiberkreis 221 von der Speichervorrichtung 205 her über den Kreis, der
den Wählerschalter 217 und den nockenbetätigten Schalter 220 enthält; dieser schließt
sich
an einem im Betriebszyklus durch die Nocken bestimmten Punkt, der, mit einem Teil
der Zeit zusammenfällt, zu der ein Ausgangssignal von der Vorrichtung 205 verfügbar
ist.
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Als Folge wird die Relaisarbeitswicklung 222 erregt, schließt die
Kontakte 224 und erregt die Magnetspule 155, um den Heftbetrieb während dieses Maschinenzyklus
zu unterbrechen. Dies ißt zeitlich abgestimmt, um das Heften jener Falzbogenlage
zu verhindern, die sich als. außerhalb der zulässigen, von den fastschaltern 94
und 95 beherrschten Grenzen erwiesen hat, Man kann hieraus erkennen, daß die Anzahl
der Speichereinheiten 202-204-205 von der Anzahl der zwischen dem Tasten und Heften
liegenden Maschinenzyklen abhängt0 Zusätzlich wird ein Ausgangssignal aus der Speichervorrichtung
205 an die Speichervorrichtung 218 geliefert und versetzt letztere in deren zweiten
oder Speicherzustand. Bei dem nächsten Maschinenzyklus stellt der Rückstellimpuls,
der über den Schalter 203 an die Speichervorrichtungen 206 und 218 gelangt, diese
Speicherkreise zurück. Der Speicherkreis 218 bringt, wenn er zurückgestellt wird,
ein Ausgangssignal hervor, das die Speichereinheit 219 in ihren zweiten Arbeitszustand
versetzt Wenn danach die Speichereinheit 219 beim nächsten Arbeitszyklus der Maschine
zurückgestellt wird, gelangt ein Ausgang signal über den Wählerschalter 230 und
den nockenbetätigten Schalter 231, der gleichzeitig mit dem Schalter 220 betätigt
werden kann, an den Treiberkreis 2320 Bei diesem Zyklus wird daher die Wicklung
233 erregt und schließt
die Kontakte 235 des Relais 234. Dies wirkt
sich in einer Erregung der Magnetspule 236 aus, die die (nicht gezeigten) Schaltliefer"-Finger
darauf einstellt, die unvollständige Falzbogenlagengruppe auszulesen, Der Wählerschalter
217 gibt die Möglichkeit, die Heftaus&etz-Magnetspule zu betätigen, wenn auf
das Abtasten einer fehlerhaften Falzbogenlage durch die Schalter 94 und 95 eine
ganze Zahl von Maschinenzyklen gefolgt ist, und diese Zyklenzahl auf die Betriebszeitfolge
der Maschine einzujustieren. So kann durch Umlegen des Schalters 217 aus seinem
Kontakt 214 die Erregung der Magnetspule 155 um einen Einzelzyklus vorverlegt werden,
da in der Tat die Speichervorrichtungen 205 und 206 aus dem Kreis herausgenommen
werden, soweit es die Steuerung des Maschinenbetriebs betrifft. Genau so gut wird,
wenn der Wählerschalter 217 auf den Kontakt 216 umgelegt wird, die Speichervorrichtung
206 tatsächlich in den Steuerkreis mit hineingenommen, und die Erregung der Heftaussetz-Magnetspule
155 wird um einen einzelnen, vollständigen Maschinenzyklus verzögert.
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Dieselbe Wirkung wird durch den Wählerschalter 230 hinaichtlich des
Betriebs des Relais 234 und der Steuerung der zugehörigen Magnetspule 236 erreicht.
Steht also der Wählerschalter 230 in seiner veranschaulichten Lage, so wird für
den Betrieb der Magnetspule 236 eine Verzögerung um zwei Zyklen eingeschoben; diese
kann jedoch auf einen einzelnen Zyklus vermindert werden, indem man den W*hlerschalter
23Q in seine andere Betriebslage bewegt. Die
nockenbetätigten Schalter
230 und 251 geben die Köglichkeit, die Ausgangssignale aus den Speicher- und Verzögerungsvorrichtungen
zu jedem verlangten Bruchteil eines Maschinenzyklus nutzbar zu machen, indem die
Nocken entsprechend verstellt werden