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DE1410707C - Zettelmaschine - Google Patents

Zettelmaschine

Info

Publication number
DE1410707C
DE1410707C DE1410707C DE 1410707 C DE1410707 C DE 1410707C DE 1410707 C DE1410707 C DE 1410707C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sleeve
tree
clamping
note
shaft
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Herman Arnheim Slijkhuis (Niederlande)
Original Assignee
Algemene Kunstzijde Unie N.V., Arntieim (Niederlande)
Publication date

Links

Description

I 410 707
ι 2
Die Erfindung bezieht sich auf eine Zettelmaschine folgedessen beißen sich die Spannfutterbacken in die mit Zettelbäuinen, die auf einer Welle befestigt sind, glatte Oberfläche der Wellenstummel ein, so daß diese welche auf beiden Seiten Zapfen aufweist, die in zwei nach mehreren Bremsvorgängen nicht mehr hindrehbar gelagerten Spannfuttern mittels Klemm- reichend glatt sind, backen festspannbar sind. 5 Ein normaler Zettelbaum hat ein Gewicht von
Derartige Zettelniaschinen sind allgemein bekannt. etwa 150 kg, und ein voll aufgewickelter Zettelbaum Die Zettelbäume sitzen auf einer Welle, auf der sie trägt außerdem etwa 350 kg Garn. Bei einem plötzniittels Muttern oder anderen Befestigungsorganen liehen Stoppen einer Zettelmaschine müssen also sehr festgelegt sind. Es gibt auch Zettelbäume, die mit den kurzzeitig Trügheitskräfle von bis zu 500 kg übervorspringenden Zapfen bzw. Wellcnstummeln ein- io wunden werden. Ein derartiger Stoppvorgang tritt stückig ausgebildet sind. Diese Wellenstummel dienen relativ häufig auf, und zwar immer dann, wenn entzum Einsetzen der Zettelbäume in die Klauen der weder ein -Garnbruch oder ein Garnfehler auftritt, Spannfutter. beispielsweise in Form einer verkräuselten Stelle, die
Während eine Garnlage aufgewickelt wird, können herausgeschnitten werden muß. Bei jedem derartigen die Zettelbäume durch die Klemmwirkung der Futter- 15 Stoppvorgang ist es unvermeidlich, ein relatives Glei-.backen mitbewegt werden; indessen wird dies in der ten der Wellenstuminel in bezug auf die Spannfutter-Regel durch einen besonderen Mitnehmer bewirkt, backen hinzunehmen. Die Folge ist, daß nach einiger der am Futter befestigt ist und in eine Ausnehmung Zeit die Wellenstummel in einem solchen Ausmaß des Zettelbaumes eingreift. Es sind auch andere Mit- beschädigt werden, daß eine Reparatur durch Abnehmerkonstruktionen möglich und bekannt. 20 drehen oder Abschleifen und Polieren unumgäng-
Gegcn die zylindrische Oberfläche des Zettelbau- lieh ist.
nies bzw. der aufgewickelten Fäden legt sich eine Die Reparaturkosten erschöpfen sich jedoch nicht
Druckwalze, welche das aufzuwickelnde Garn gleich- nur in diesem Abdrehen, Abschleifen und Polieren,
mäßig gegen den Zettelbaum preßt. Diese Druckwalze Vielmehr muß, um eine Betriebsunterbrechung ver-
muß genau parallel zur Achse des Zettelbaumes und 25 meiden zu können, stets eine ausreichende Zahl von
präzise zwischen dessen Flanschen angeordnet sein. einwandfreien Zettelbäumen in Bereitschaft' liegen.
Um zu erreichen, daß der Zettelbaum genau gelagert Zettelbäume sind jedoch sehr teuer, und es ist be-
ist, müssen dessen Wellenstummel genau konzentrisch triebswirtschaftlich nicht zu vertreten, mehrere solche 'j
gelagert und so bearbeitet sein, daß sie genaue Ab- Zettelbäume ständig unbenutzt vorrätig zu haben. r
messiingen und eine glatte Oberfläche besitzen. Diese 30 Es war bisher nicht, möglich, mit einfachen Mitteln ;
hohen Anforderungen hinsichtlich der Genauigkeit zu erreichen, daß der Mitnehmer in den Flansch
werden jedoch nicht nur an die neuen ZeUelbäume des Zettelbaumes so eingreift, daß überhaupt kein
gestellt, sondern es ist notwendig, daß die Wellen- Spiel vorhanden ist. Im Gegenteil; da die Flanschen I
Stummel auch dann genau passen, wenn die Zettel- häufig aus Leichtmetall bestehen, wird das Spiel und j
bäume schon länger in Gebrauch waren. 35 damit auch die Gefahr einer Beschädigung der WeI- . \
Letzte Forderung ist in der Praxis aus folgenden lenstuminel immer größer. j
Gründen schwer zu erfüllen: Wenn die schweren Zet- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
telbäume in die Zettelmaschine eingesetzt oder aus die Abnutzungsschäden, die sonst unmittelbar zwi- j
diesen herausgenommen werden, besteht schon eine sehen den Klemmbacken des Spannfutters und dem j
große Gefahr, daß die Wellenstummel beschädigt 40 Zapfen des Zettelbaumes auftreten und den Zettel- !
werden. Diese Gefahr ist während der Bewicklung, baum selbst beschädigen, auf ein leicht auswechsel-
des Zettelbaumes in der Zettelmaschine sogar noch bares Verschleißteil zu verlagern. ' j
größer, da während dieses Prozesses eine Kontrolle Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß zwischen <
hinsichtlich der Qualität der aufgewickelten Garnlage den Klemmbacken und den Wellenzapfen an sich be- j
vorgenommen wird. Wenn z. B. abgerissene, span- 45 kannte Einspannvorrichtungen angeordnet sind, die j
nende oder verwickelte Fäden, Schlingen od. dgl. ent-: je eine auf die Wellenzapfen aufschiebbare, expan- S
deckt werden, muß die Maschine sofort abgestellt dierbare und mit einer konisch ausgebildeten Mantel-
werden. Damit der Fehler auf einfache Weise behoben fläche versehene Klemmbuchse aufweist, auf der eine
werden kann, muß der Zettelbaum plötzlich gestoppt mit einer konischen Bohrung versehene Hülse ange-
werden, bevor der Fehler in die aufgewickelte Lage 50 ordnet ist, welche durch eine sich am Spannfutter
gelangt. abstützende und auf die Hülse aufgeschraubte Stell-
Andererseits muß, damit ein großer Ausstoß der mutter axial verschiebbar ist.
Zettelmaschine'erreicht werden kann, das Garn auf Hierdurch wird der unvermeidliche Verschleiß an
die ZeUelbäume mit hoher Geschwindigkeit aufge- der Zettelbaumlagerung nunmehr vom Zettelbaum
wickelt werden, und die Zettelbäume müssen in der 55 selbst auf eine Hülse verlagert, die man als Ver-
Lage sein, eine große Garnmenge aufzunehmen. In- schleißteil zur unverzüglichen Auswechselung ohne
folgedessen ist die kinetische Energie des rotierenden großen Kostenaufwand im Betrieb bereithalten kann.
Zettelbaumes sehr groß. Zur. Vernichtung dieser Die Kosten werden dadurch unvergleichlich geringer
Energie innerhlb eines kurzen Bremsweges und in- als bei einer Reparatur des ganzen Zettelbaumes. Mit
folgedessen in sehr kurzer Zeit ist die Ausübung 60 Hilfe dieser Klcmmbüchsen kann eine Beschädigung
eines großen Bremmsmomentcs auf den Baum erfor- der Wellenstummel vollständig verhütet werden. Die
derlich, das diesem durch die Spannfutterbacken und Wellenstummel werden durch die Klemmbacken des
den Mitnehmer, sofern ein solcher vorhanden ist, Spannfutters strammer gehalten und auch dann nicht
übermittelt werden muß. beschädigt, wenn sie sich etwas gegen die Backen
Es hat sich gezeigt, daß auch dann, wenn ein Mit- 65 verdrehen.
nehmer vorgesehen ist, der Bremsvorgang mit solcher Einspanncinrichtungen aus einer Kombination
Kraft erfolgt, daß sich die Wellenstummel immer einer Klemmbuchse, einer Hülse und einer Mutter
etwas gegen die Spannfulterbacken verdrehen. In- sind zwar an sich bekannt. Neu ist jedoch die der
Erfindung zugrunde liegende Funktion, derartige Einspannvorrichtungen zusätzlich zum Schutz der Lagerzapfen eines Zettelbaumes gegen eine Beschädigung im Zusammenwirken mit Spannfuttern anzuwenden. Vielmehr wurden derartige Einspannvorrichtungen bisher lediglich zum Befestigen von Werkzeugen an einem Antriebsmechanismus (USA.-Patentschrift 2 491 605, schwedische Patentschrift 138 614), zum Festmachen von Flanschen an einem Baum eines zentralen Kernes (deutsche Patentschrift 816 080), zum Befestigen von Lagerzapfen an einem Teilbaum (deutsche Auslegeschrift I 034 555) oder zum Befestigen der Achse eines Spannfutters in einer Hülse (schweizerische Patentschrift 338 161) verwendet.
Vorzugsweise ist nach der Erfindung vorgesehen, daß die Stellnmttern mit lösbaren Sicherungen versehen sind.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels schematisch veranschaulicht. Es zeigt
F i g. 1 in Ansicht und teilweise im Schnitt einen in einer Zettelmaschine montierten Zettelbaum,
F i g. 2 den linken Wellenstummel des Zettelbaumes der F i g. I mit der Einspannvorrichtung in größerem Maßstab,
F i g. 3 eine Ansicht eines Details der Einspannvorrichtung teilweise im Schnitt,
F i g. 4 eine Ansicht eines anderen Teiles der Einspannvorrichtung.
In Fig. 1 ist mit I die Aufwickelfläche eines Zettelbaumes bezeichnet, der Flanschen 2 und 3 besitzt. Durch den Zettelbaum ist eine Welle hindurchgeführt, die mit den Flanschen 2 und 3 mittels der Muttern S und 6 verschraubt ist. Auf je einer Seite der Flanschen 2 und 3 ragen Wellenstummel bzw. Wellenzapfen 4 hervor, die genau zylindrisch gedreht und in bezug auf die Aufwickelfläche I konzentrisch sein müssen.
Die beiden Wellenstummel 4 dienen zur Befestigung des Zettelbaumes in zwei Spannfuttern 7 und 8, die einen Teil der (nicht dargestellten) Zettelmaschine bilden. Das Futter 7 kann angetrieben sein und dreht einen Mitnehmerzapfen 9, der in eine Ausnehmung im Flansch 2 eingreift. Das Spannfutter 8 kann sich mit dem Zettelbaum frei drehen. Um die Wellenstummel 4 in den Spannfuttern 7 und 8 einklemmen zu können, sind diese mit je drei verstellbaren Klemmbacken versehen, von welchen nur die Backen 10 und 11 bzw. 12 und 13 dargestellt sind.
Die Anpreßwalze 14 kann in Richtung des Pfeiles bewegt werden, während sie mit der Aufwickelfläche 1 des Zettelbaumes in Berührung steht, und drückt in an sich bekannter Weise gegen den Garnwickel, so daß eine gleichmäßige Verteilung gewährleistet ist.
In Fig. 2 sind die Klemmbacken 10 und 11 des Spannfutters 7 teilweise und in der Schließstellung dargestellt. Den Wellenstummel 4 umgreift eine expandierbare büchsenförmige Klemme, die sich an die Fixiermutter 5 anlegt. Diese Klemme besteht aus einem vollen Ring 16 und aus einer expandierbaren Klemmbuchse 15, deren äußere Oberfläche konisch ist und die durch Anordnung von vier axialen Schlitzen längs ihres Umfanges, die bis zum Ring 16 reichen, ausdehnbar gemacht ist. Über die Klemmbüchse 15 ist eine Hülse 17 geschoben, die eine konische Bohrung besitzt, welche auf die Klemmbuchse 15 paßt. Bei dem den größeren Bohrungsdurchmesser aufweisenden Ende ist die Hülse 17 mit einem Außengewinde 18 und einer Stellmutter ^versehen. Zwischen der Stellmulter 19 und den Klemmbacken Il und 12 ist ein Druckring 20 angeordnet, der auf der Hülse 17 sitzt und einen größeren Durchmesser aufweist als die größte Öffnung des Spannfutters 7.
Wenn die Mutter 19 bei geöffneten Backen 10 und 11 angezogen wird, drückt sie gegen den Druckring 20 und bewirkt, daß die Hülse 17 über die Klemmbüchse 15 gleitet. Wenn der Zettelbaum durch eine ähnliche Einspannvorrichtung am anderen Ende der Welle fixiert ist, wird die Klemmbüchse 15 zusammengedrückt, so daß sie die Wellenstumtnel 4 fest umfaßt. Durch Anziehen der Klemmbacken 10 und Il wird der Klemmvorgang vervollständigt. Die Lage des Zettelbaunies kann dann noch in axialer Richtung in bezug auf die Spannfutter 7 und 8 durch leichtes Lösen der Klemmbacken 10, 11, 12 und 13 und durch Lösen und Anziehen der Stellmuttern 19 beim linken bzw. rechten Wellenstuinmel 4 der Welle verstellt werden. Danach werden die Klemmbacken 10, 11, 12 und 13 wieder gegen die Hülse 17 festgezogen.
Wie F i g. 3 erkennen läßt, ist die Stellmutter 19 mit einem Schlitz 21 versehen, der durch Anziehen der Kopfschraube 22 wieder geschlossen werden kann. Dies bewirkt, daß die Mutter am Schraubengewinde 18 festgeklemmt und an einem Lösen unter dem Einfluß von Schwingungen gehindert wird. Die Kopfschraube 22 kann mit Hilfe eines Steckschlüssels auf einfache Weise verdreht werden. Am Umfang der Stellmutter 19 sind fünf Ausnehmungen vorgesehen, in welche ein Spezialschlüssel paßt, mit dessen Hilfe die Stellnuitter 19 gedreht werden kann.
Die Fig. 4 zeigt die Hülse 17 von links gesehen. Die äußere Oberfläche der Hülse ist neben dem Schraubengewinde so geformt, daß sie sechs ebene Flächen aufweist. Diese sind in zwei Gruppen 24 und 25 mit je drei ebenen Flächen angeordnet, wie dies die Fig. 4 zeigt. Jede Gruppe der ebenen Flächen kann zwischen den drei Klemmbacken der Spannfutter 7 oder 8 eingeklemmt werden. Diese drei Klemmbacken sind nicht unter gleichen Winkeln zueinander angeordnet, wie sich aus der Anordnung der ebenen Flächen jeder Gruppe ergibt. Dies hat den Vorteil, daß die Klemmbacken nicht völlig geöffnet werden müssen, wenn der Zettelbaum eingesetzt wird.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Zettelmaschine mit Zettelbäumen, die auf einer Welle befestigt sind, welche auf beiden Seiten Zapfen aufweist, die in zwei drehbar gelagerten Spannfuttern mittels Klemmbacken festspannbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Klemmbacken (10, 11, 12, 13) und den Wellenzapfen (4) an sich bekannte Einspannvorrichtungen angeordnet sind, die je eine auf die Wellenzapfen (4) aufschiebbare, expandierbare und mit einer konisch ausgebildeten Mantelfläche versehene Klemmbüchse (15) aufweist, auf der eine mit einer konischen Bohrung versehene Hülse (17) angeordnet ist, welche durch eine sich am Spannfutter (7, 8) abstützende und auf die Hülse (17) aufgeschraubte Stellmutter (19) axial verschiebbarist. .
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellmuttern (19) mit lösbaren Sicherungen versehen sind.
Hier7n !Blatt Zeichnungen

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