DE1403268C - Vorrichtung zum Zerkleinern und Fordern von mit Flüssigkeit durchsetzten Feststoffen - Google Patents
Vorrichtung zum Zerkleinern und Fordern von mit Flüssigkeit durchsetzten FeststoffenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung und weitere
Ausbildung des Gegenstandes des Zusatzpatentes 1 172 121.
Gegenstand des Bezugspatentes ist eine Vorrichtung zum Zerkleinern und Fördern von mit Flüssigkeit
durchsetzten Feststoffen, wie Abwasser, Dickstoffe, Früchte u. dgl., die aus einem im wesentlichen
zylindrischen Gehäuse mit koaxialem Einlaß- und seitlichem Auslaßstutzen und einem schräg
auf einer in der Gchäuscachse angeordneten Welle be- ίο
festigten scheibenförmigen Zcrkleincrungsrotor besteht,
der mit seinem gezahnten Rand mit entsprechenden Umfangsrillcn der Gehäuseinnenwand zusammenwirkt.
Nach Anspruch 7 dieses Zusatzpatentes ist im Bereich des Auslaßstutzens in der Innenwand
des Gehäuses ein mit Öffnungen versehener Einsatz vorgesehen.
Die Verbesserung und weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß die Öffnungen des Einsatzes
als Schlitze ausgebildet sind.
Die Erfindung hat den Vorteil, daß die Vorrichtung nicht nur zur Förderung, sondern gleichzeitig
auch zum Schnitzeln insbesondere von Rüben, Gurken und dergleichen Behandlungsgut benutzt werden
kann.
Die Erfindung kann unter anderem auch dazu benutzt werden, Mais-, Reis-, Getreide- und dergleichen
Körner zu enthülsen, sei es in trockener Form oder in Form leichter Aufschwemmungen. Hierbei ist es von
Bedeutung, daß die Körner selbst nur leicht angeschlagen, nicht aber teilweise oder völlig zerquetscht
werden. Dies läßt sich dadurch erreichen, daß der Abstand zwischen der Rotoscheibenkante einerseits
und der Innenfläche des Gehäuses andererseits sowie die Breite dcrSchlitze aufeinander abgestimmt werden.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist das Gehäuse im Bereich des Auslaßstutzens zu einer spiralförmigen
Ausbauchung ausgebildet und der mit Schlitzen versehene Einsatz entsprechend verbreitert. Dadurch
werden selbst bei der Verarbeitung schwieriger Stoffe in weitgehendem Maße Verklcmmungcn vermieden,
weil das Zerschnitzeln der Stoffe über einen weiten Bereich des Inncnunifangs des Gehäuses mit
einem entsprechend verbreiterten Einsatz erfolgt.
Unter Umständen kann es zweckmäßig sein, die Vorrichtung mit lotrechter Achsanordnung auszubilden
und hierbei den Einlaßstutzen als Schütttrichter für Rüben, Gurken, Früchte und dergleichen Behandlungsgut
auszubilden. Dadurch wird ein erleichtertes Zuführen des Bchandlungsgutes unter Einwirkung der
Schwerkraft erreicht.
Weitere Ausführungsmöglichkeilen der Erfindung ergeben sich aus den Untcransprüchcn. Die Zeichnung
stellt die Erfindung in Ausführungsbcispiclcn dar. Ks zeigt
F i g. 1 einen Axialschnitt durch die Vorrichtung nach der Linie I-I der F i g. 2,
F;ig. 2 einen Radialschnitt nach der Linie II-II
der F ig. I,
Fig. 3 einen Radialschnitt einer anderen Ausführungsform
mit Ausbauchung des Gehäuses im Bereich des Auslaßstutzens nach der Linie II-II der
Fig. I,
Fig. 4 einen mil Schlitzen versehenen Einlaß,
Fig. 5 einen leilweisen Radialschnilt durch die
Wand des Gehäuses und
Fig. 6 ein doppelschneidiges Messer für den Einsatz.
Nach der Ausführungsform der Fig. 1, 2 und 4 besteht die Vorrichtung aus einem Gehäuse 1, in
welchem auf einer Welle 2 ein scheibenförmiger Rotor 3 schräg befestigt ist, der am Umfang Zähne 4
aufweist, die mit Umfangsrillcn 5 der Gehäuscinnenwand zusammenwirken.
In einer Austrittsöffnung 8 im Bereich des Auslaßstutzens 9 ist ein Einsatz 10 eingebaut, der mit parallelen
Schlitzen 15 versehen ist, die quer zum Gehäuseumfang verlaufen.
Nach der Ausführungsform der Fig. 3 ist das Gehäuse 1 im Bereich des Auslaßstutzens 9 mit einer
spiralförmigen Ausbauchung 16 verschen. Der Einsatz 10 ist entsprechend verbreitert ausgebildet.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach der Ausführungsform der Fig. 1 bis 4 ist folgende: In das
Gehäuse 1 werden durch den Einlaßstutzen 7 Rüben, Gurken und dergleichen Pflanzenkörper zugeführt
und durch die Umlauf bewegungen des Zerkleinerungsrotors 3 dem Einsatz 10 zugeleitet und gegen
ihn gepreßt, so daß an den Kanten der Schlitze 15 ein Zerschnitzeln eintritt. Das Schnitzelgut verläßt die
Vorrichtung durch den Austrittsstulzen 9.
Nach der Ausführungsform der Fig. 5 werden in die Schlitze 15 Messer 17 auswechselbar eingesetzt,
die, sofern der Durchmesser 18 der Projektion 20 der elliptischen Rotorscheibe 3 auf die senkrecht zur
Achse liegende Ebene kleiner ist als der Innendurchmesser 19 der inneren Gehäusewand 21, mit ihrer
Schneide etwas über den Innenumfang des Gehäuses in das Innere hineinragen, wodurch der Schnitzeleffekt
erhöht wird.
Nach der Ausführungsform der F i g. 6 sind die Messer 7 als doppelschneidige Messer ausgebildet,
wodurch man. in der Lage ist, nach Abnutzung der einen Schneide das Messer auszubauen und nach Verdrehen
um 180° erneut einzubauen, wodurch wieder eine scharfe Schneide für den weiteren Bearbeitungsvorgang zur Verfügung steht.
Bei der Zufuhr der Pflanzenkörper, insbesondere der Rüben, in die Vorrichtung ist es zweckmäßig, eine
bestimmte Menge einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser zuzugeben, um so während des Schnitzelvorgangs ein besseres Fortleiten der Schnitzel zu erreichen.
Sofern Pflanzcnkörper verarbeitet werden, die an sich einen ausreichend hohen Wassergehalt haben,
ist ein Wasserzusatz nicht erforderlich, was insbesondere für Gurken gilt.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Zerkleinern und Fördern von mit Flüssigkeit durchsetzten Feststoffen, wie
Abwässer, Dickstoffe, Früchte u. dgl., bestehend aus einem im wesentlichen zylindrischen Gehäuse
mit koaxialem Einlaß- und seitlichem Auslaßstutzen und einem schräg auf einer in der Gehäuseachse
angeordneten Welle befestigten scheibenförmigen Zerkleincrungsrotor, der mit seinem gezahnten Rand mit entsprechenden Umfangsrillen der
Gehäuseinnenwand zusammenwirkt, dadurch
gekennzeichnet, daß gemäß Anspruch 7 des
Zusatzpatentes I 172 121 zum Patent 1 129 373 in der Innenwand (21) des Gehäuses (I) im Bereich
des Auslaßslulzens (9) ein mit Öffnungen versehener Einsatz (10) vorgesehen ist, wobei
in weiterer Ausgestaltung die öffnungen des Einsatzes als .Schlitze (15) ausgebildet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gc-
kennzeichnet, daß die Schlitze (15) quer zum Gehäuseumfang verlaufen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (15) parallel
zueinander verlaufen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse
(1) im Bereich des Auslaßstutzens (9) eine spiralförmige Ausbauchung (16) aufweist und der
mit Schlitzen (15) versehene Einsatz (10) entsprechend verbreitert ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gckcnnzcicnnet, daß in
die Schlitze (15) Messer (17) eingesetzt sind, deren
Schneiden entsprechend dem Abstand des Scheibenrandes (20) von der Gehäuseinnenwand
(21) nach innen ragen.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch lotrechte
Achsanordnung, wobei der Einlaßstutzen als Schütttrichter für Früchte u. dgl. ausgebildet
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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