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DE1498979C - Ventil fur eine Vorrichtung zum Zer teilen organischer Zellen - Google Patents

Ventil fur eine Vorrichtung zum Zer teilen organischer Zellen

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Publication number
DE1498979C
DE1498979C DE1498979C DE 1498979 C DE1498979 C DE 1498979C DE 1498979 C DE1498979 C DE 1498979C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
bore
chamber
valve body
nozzle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Norwalk Filz Charles Joseph Weston Conn Blum (V St A )
Original Assignee
Ivan Sorvall Ine , Norwalk, Conn (V St A)
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft ein Ventil für eine Vorrichtung zum Zerteilen organischer Zellen, in welchem eine unter Druck stehende, die Zellen enthaltende Suspension entspannbar ist, mit einem Ventilkörper zum Einstellen und Verschließen der wirksamen Querschnittsfläche des Ventils und mit Leitungen zum Zuführen eines Kühlmediums auf der Entspannungsseite des Ventils.
Bei der Expansion der unter hohem Druck stehenden Zellsuspension in dem Ventil platzen die Zellen auf, so daß anschließend das Protoplasma von den Zellwänden getrennt werden kann. Hierbei ist es wichtig, daß die Zellwände nicht zu stark zerstört vverden, da zu fein zerrissene Zellwände nur schwer vom Protoplasma abgetrennt werden können. Auch sind starke Erwärmungen des Materials zu vermeiden, da sich das Protoplasma an den Zellwandtrümmern ansetzt. Es soll also bei diesem Vorgang erreicht werden, daß die Zellvvand in einer für das ■ Protoplasma möglichst schonenden Weise zerteilt wird.
Verschiedene Ventilkonstruktionen sind zu diesem Zweck benutzt worden. Nadel- oder Kegelventile erlauben die Expansion durch einen Ringspalt und bieten die Möglichkeit, diesen Ringspalt gut regulieren oder ganz verschließen zu können. Solche Zerteilungsventile sind jedoch nur mit entspannungsseitig angeordneten Ventilkörpern bekannt. Bei dieser Anordnung besteht jedoch der große Nachteil, daß die Zellen nach Durchtritt durch den Ringspalt, der mit großer Geschwindigkeit erfolgt, auf den Ventilkörper auftreffen und dabei zu stark zerstört werden. Außerdem kann das entspannungsseitig zugeführte Kühlmedium, das die Zellen möglichst bald nach der Entspannung erfassen soll, nicht dicht genug an den Ringspalt herangeführt werden. Die Zellwände werden bei diesen Konstruktionen also zu stark zerstört, und das Protoplasma befindet sich zu lange auf erhöhter Temperatur.
Eine andere bekannte Konstruktion besitzt eine lange zylindrische Stange, die als innere Begrenzung des Ringspaltes dient und am Boden eines den Druck auf die Suspension übertragenden Kolbens befestigt ist. Die Stange wird mit der Kolbenbewegung durch eine die äußere Begrenzung des Ringspaltes bildende Düse hindurchgeschoben. Auch in diesem Fall ist der Ringspalt von der Niederdruckseite her schlecht zugänglich. Zudem bietet diese Konstruktion keinerlei Möglichkeit der Regulierung der Spaltbreite während des Betriebes und zum Schließen des Ventils. Zu jeder Veränderung des Spaltes muß die lange zylindrische Stange ausgewechselt und durch eine Stange mit anderem Durchmesser ersetzt werden, wozu die Apparatur zerlegt werden muß. Zum Ermitteln der optimalen Spaltbreite für die Zerteilung eines bestimmten Materials, die durch viele Versuche mit verschiedenen Spaltbreiten ermittelt werden muß, muß die Apparatur daher sehr oft zerlegt werden. Wenn die richtige Spaltbreite gefunden ist, kann mit dieser Vorrichtung nur so lange gearbeitet werden, wie die Spaltbreite konstant bleibt. Durch Abnutzung der Stangen, z. B. durch Fressen in der Düse, kann es notwendig werden, wiederum die Apparatur zu zerlegen und eine neue Stange einzubauen.
Die Aufgabe der Erfindung liegt darin, ein Ventil der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, das eine zu lange Erwärmung der Zellen und eine zu starke Zerstörung der Zellwände vermeidet und während des Betriebes schnell eingestellt oder verschlossen werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß. der Ventilkörper in an sich bekannter Weise auf der Druckseite des Ventils angeordnet ist.
Durch diese Ausbildung des Ventils können die zerteilten Zellen auf der Entspannungsseite den Ringspalt frei verlassen, ohne dort auf den Ventilkörper aufzuprallen. Dadurch wird die zusätzliche Zerstörung der Zellwände bei diesem Aufprall vermieden und so die anschließende Trennung von Zellwand und Protoplasma verbessert. Das aus dem Ringspalt austretende Material kann außerdem sehr viel früher gekühlt werden als bei den bekannten Konstruktionen, da das Kühlmedium näher an den Ringspalt herangeführt werden kann.
Vorteilhaft ist der Ventilsitz durch die Wandung einer an eine druckseitig angeordnete Ventilkammer in Strömungsrichtung anschließenden düsenartigen Verengung gebildet, in die der als Konus ausgebildete Ventilkörper hineinragt. Auf diese Weise läßt sich der Ringspalt sehr genau einstellen, und es wird eine gute Abdichtung des geschlossenen Ventils erreicht.
Vorteilhaft ist die Wandung der Ventilkammer mit radial verlaufenden Bohrungen versehen, die in eine die Wandung der Ventilkammer umgebende Ringrille einmünden, in welche eine die Suspension zuführende Druckleitung mündet. Hierdurch wird ein gleichmäßiger Zutritt der Suspension von allen Seiten in die Mischkammer ermöglicht.
Vorteilhaft schließt sich an die düsenartige Verengung in Strömungsrichtung eine sich erweiternde Expansionskammer an. In dieser erweiterten Expansionskammer kann sich die Zellsuspension gut mit dem zugeführten Kühlmedium vermischen, bevor sie weiter abfließt.
Vorteilhaft schließt sich an die Expansionskammer in Strömungsrichtung eine Bohrung an, in die das Ende eines Auslaßrohres hineinragt, dessen Außendurchmesser kleiner ist als der Durchmesser der Bohrung, und mündet in die Bohrung seitlich eine Zuleitung für das Kühlmedium. Diese Ausbildung der Expansionskammer ermöglicht die besonders gute Vermischung von Suspension mit Kühlmedium während einer gewissen Verweilzeit in der Expansionskammer.
Weiterhin vorteilhaft ist ein durch die Ventilkammer hindurch ragender, mit dem Ventilkörper verbundener Schaft in einer Schraube axial verschiebbar gelagert, in deren äußeres Ende eine Stellschraube eingeschraubt ist, gegen die das äußere Ende des Schaftes anliegt. Diese getrennte Ausbildung von Schaft und Stellschraube ermöglicht eine genauere Herstellung der beiden einzeln angefertigten Teile und eine Führung des Ventilkörpers, da radiale und axiale Führung durch getrennte Teile erfolgt. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch das Ventil,
F i g. 2 einen Schnitt durch einen Teil des Ventils gemäß F i g. 1 in vergrößertem Maßstab,
F i g. 3 einen Schnitt nach Linie 3-3 in F i g. 2,
F i g. 4 eine schematische Darstellung der gesamten Zerteilungsvorrichtung.
Wie aus F i g. 4 ersichtlich, befindet sich das zu untersuchende Material 11 in einer Vorratsflasche 12.
Das Material kann aus Bakterien, Spaltpilzen, Sporen, Viren, Blutzellen od. dgl. in einer Lösung bestehen. Die Lösung ist in der Regel eine Nährlösung, die auch als Transportflüssigkeit dient. In die Flasche 12 ragt ein Ende eines biegsamen Schlauches 13. Das andere Ende des Schlauches ist an den Einlaß eines Einwegventils 14 angeschlossen, das durch eine Steuerstange 16 mit Handrad 17 verstellt werden kann. Die Auslaßseite des Ventils 14 ist durch ein Verbindungsrohr 18 mit der Ansaugseite eines Kornpressors 19 verbunden. Dieser besteht aus einem Zylinder 21, in dessen Bohrung ein Kolben 22 hineinragt, der über eine Kolbenstange 23 mit einem Kolben 24 wesentlich größeren Durchmessers verbunden ist. Der Kolben 24 ist in einem hydraulischen Zylinder 26 gelagert. Wird der Kompressorkolben 22 durch den Kolben 24 aus der Zylinderbohrung 21 herausgezogen, so wird aus der Flasche 12 Material über das Ventil 14 in den Zylinder 21 gesaugt. Drückt dann der Kolben 24 den Kompressorkolben 22 in den Zylinder hinein, wo wird das Material im KoI-ben 21 unter Druck gesetzt und fließt durch ein Rohr 28 in das Expansionsventil 29, das in den F i g. 1 bis 3 dargestellt ist. Von dem Ventil 29 aus gelangen die zerteilten Zellen durch einen Schlauch 31 in ein Flasche 32, in die vorher 100 oder 200 ecm Lösungsmittel eingebracht sind. Aus der Flasche 32 kann die Lösung dann in eine Zentrifuge abgezogen werden, wo die Bestandteile für die weitere Untersuchung physikalisch getrennt werden.
Durch den Gummistopfen 33 im Hals der Flasche 32, durch den das Rohr 31 hindurchgeführt ist, ragt auch noch ein Entlüftungsrohr 34, das das Füllen der Flasche erleichtert.
Zur Steuerung des hydraulischen Zylinders 26 dient in einem Behälter 36 gespeicherte Hydraulikflüssigkeit. Eine Pumpe 38 saugt über ein Ansaugrohr 37 Flüssigkeit aus dem Behälter 36 an und drückt sie durch ein Rohr 39 und ein Ventil 41, das durch Magnete 42 und 43 in drei verschiedene Stellungen geschaltet werden kann.
In der Stellung A des Ventils 41 kann die Flüssigkeit zum Zylinder 26 strömen und auch aus diesem zurückströmen. In der mittleren Stellung B des Ventils 41 wird der Kolben 24 in der jeweiligen Stellung festgehalten. In der linken Stellung C sind die Durchlasse im Ventil über Kreuz geschaltet. In dieser Stellung macht der Kolben 24 in Zylinder 26 die gegenläufige Bewegung.
In der in F i g. 4 dargestellten Stellung des Ventils 41 strömt hydraulische Flüssigkeit unter Druck durch das Rohr 44, das Filter 46, das Rohr 47 und ein Steuerventil 48, durch das der Durchfluß durch ein Rohr 49 in den Hydraulikzylinder 26 gesteuert wird.
Mit dem Leitungsrohr 39 ist ein Überdruckrohr 51 verbunden, das in ein Überdruckventil 52 mündet, dessen Regelfunktion durch eine Feder 53 schematisch dargestellt ist und das bei zu hohem Druck Hydraulikflüssigkeit durch ein Auslaßrohr 54 in den Hydraulikbehälter 36 zurücklaufen läßt. Das Regelventil 48 ist ebenfalls mit einem Überlaufrohr 56 versehen.
Das Einleiten von Hydraulikflüssigkeit unter Druck durch das Rohr 49 in den Zylinder 26 bewirkt über den Kolben 24 eine Verschiebung des Kompressorkolbens 22 in den Zylinder 21 hinein. Während dieser Druckperiode fließt aus dem Zylinder 26 Druckflüssigkeit durch eine Rohrleitung 57 und 58 in den Hydraulikbehälter 36 zurück. Durch Verstellung des Ventils 41 in die Stellung C wird erreicht, daß Druckflüssigkeit durch das Rohr 57 in den Zylinder 26 strömt und der Kompressorkolben 22 aus dem Zylinder 21 zurückgezogen wird, wobei über die Leitung 49 Druckflüssigkeit in den Hydraulikbehälter zurückströmen kann. In der Stellung B des Ventils 41 wird kein Druck im hydraulischen Zylinder 26 ausgeübt.
Die von der Pumpe durch die Leitung 39 geförderte Druckflüssigkeit strömt über die Rückleitung 58 wieder in den Behälter 36 zurück.
Während des Ansaughubes des Kompressorkolbens 22 wird die zu untersuchende Flüssigkeit aus der Vorratsflasche 12 in den Zylinder 21 des Kompressors angesaugt. Während des Druckhubes des Kompressorkolbens 22 wird die angesaugte Flüssigkeit durch das Rohr 28 in das Zerteilungsventil 29
. gedruckt. Das Einwegventil 14 verhindert dabei das Zurückdrücken von Flüssigkeit aus dem Kompressor in die Vorratsflasche 12.
Eine Kühlvorrichtung dient sowohl zur Kühlung des Kompressors 21 als auch des Zerteilungsventils 29, da in beiden Wärme entsteht. Das Kühlmedium besteht aus trockenem Stickstoff, Luft, Kohlendioxyd oder einem anderen neutralen Medium und wird in einem Vorratstank 61 unter Druck aufbewahrt. In einem Wärmeaustauscher 63 ist eine Kühlschlange 62 vorgesehen, die über Rohre 64 und 65 an eine nicht dargestellte Kühlmaschine angeschlossen ist und ständig von einem kalten Medium, z. B. Freon, durchströmt wird.
Der Stickstoff wird durch ein Rohr 66 und eine Kühlschlange 67 in den Wärmeaustauscher 63 gepumpt und strömt dann gekühlt durch ein Rohr 68 und eine Rohrschlange 69, die um den Kompressor 19 gelegt ist. Nachdem das Stickstoffgas in der Schlange 69 Wärme aufgenommen hat, gelangt es durch ein Rohr 71 in eine zweite Kühlschlange 72 im Wärmeaustauscher 63 und wird wiederum gekühlt. Nunmehr strömt es durch eine Leitung 73 in das Zerteilungsventil 29, wo es an der Austrittsdüse für die Zellen die erforderliche niedrige Temperatur gewährleistet. Von hier gelangt das Stickstoffgas zusammen mit den zerteilten Zellen durch das Rohr 31 in die Flasche 32, auf der es durch das Entlüftungsrohr 34 entweicht.
Aus F i g. 1 ist ersichtlich, daß das Zerteilungsventil 29 aus einem Hauptteil 76 besteht, an dessen Oberseite ein Kopfteil 77 durch Bolzen 78 befestigt ist. An der Unterseite des Hauptteils ist eine Bodenplatte 79 durch mehrere Bolzen 81 befestigt. Das Hauptteil 76, das Kopfteil 77 und die Bodenplatte 79 bestehen aus Stahl oder einem ähnlichen Material und können kreisförmigen Querschnitt haben. Der Durchmesser kann 6,5 cm betragen.
Das Kopfteil 77 ist mit einer senkrechten Mittelbohrung 82 versehen, in die eine hohle lange Schraube 83 eingeschraubt ist, deren oberes Ende sich über die Oberseite des Kopfteils heraus erstreckt. Eine Mittelbohrung 84 der Schraube 83 ist am oberen Ende bei 86 erweitert und mit Innengewinde versehen, in die eine Stellschraube 87 eingeschraubt ist.
Die Mittelbohrung 84 in der langen Schraube 83 nimmt einen langen Schaft 88 auf, der sich durch eine Bohrung 89 im Hauptteil 76 erstreckt, die mit der Bohrung 84 fluchtet. Das untere Ende des Schaftes 88 läuft in einen konischen Ventilkörper 91 aus, des-
sen Funktion weiter unten beschrieben wird. Das obere Ende des Ventilschaftes 88 stößt gegen das untere Ende der Stellschraube 89, durch deren Verstellung eine Abnützung des Ventilkörpers 91 ausgeglichen werden kann.
Am unteren Ende der Bohrung 89 des Hauptteils 76 ist eine erweiterte konzentrische Bohrung 92 vorgesehen. Diese Bohrung 92 mündet unten in eine wesentlich größere konzentrische Bohrung 93, die eine Düsenplatte 94 aufnimmt, die durch die Bodenplatte 79 in ihrer Lage festgehalten wird.
Die Düsenplatte 94 ist auf der Oberseite mit einer konzentrischen Buchse 96 versehen, die in die Bohrung 92 hineinragt. In der Bohrung 92 ist eine Ringnut 97 vorgesehen zur Aufnahme eines elastischen Dichtungsringes 98. Auf der Oberseite der Buchse 96 ist ein weiterer Dichtungsring 99 in die Bohrung 92 eingebracht, der den Schaft 88 dichtend umgibt. Die Dichtwirkung der Ringe 98 und 99 wird durch die während des Betriebes auftretenden Drücke noch verstärkt.
Das untere Ende des Schaftes 88 ragt konzentrisch in das Innere der in der Buchse 96 gebildeten Ventilkammer 101 hinein. Der Zwischenraum zwischen der Außenwand des Ventilschaftes und der Innenwand der Ventilkammer 101 ist sehr klein. Die Buchse 96 ist etwa in ihrer Mitte mit radialen Bohrungen 102 versehen, deren äußere versenkten Enden in eine Ringrille 103 im Hauptteil 76 münden. Die Ringrille 103 dient zur Verteilung der in sie eintretenden Flüssigkeit, die durch alle Bohrungen 102 in die Ventilkammer 101 eintreten kann. Die Ringrille 103 steht über eine Druckleitung 104 mit der Gewindebohrung 106 in der Außenwand des Hauptteiles 76 in Verbindung.
Da das zu untersuchende Material von dem Kompressor 19 (siehe F i g. 4) unter hohem Druck zum Zerteilungsventil 29 geleitet wird, muß das Rohr 28 entsprechend ausgelegt sein; es hat beispielsweise einen äußeren Durchmesser von etwa 3 mm und einen inneren Durchmesser von etwa 1,5 mm. Das Ende 107 des Rohres 28 ist konisch ausgebildet und paßt in einen konischen Sitz 108 am inneren Ende der Gewindebohrung 106 im Hauptteil 76.
Um eine gute Abdichtung zwischen dem Rohrende 107 und dem Sitz 108 zu gewährleisten, ist das in die Gewindebohrung hineinragende Ende des Rohres 28 mit Außengewinde versehen, auf das ein mit Innengewinde versehener Ring 109 aufgeschraubt ist. In die Gewindebohrung 106 ist eine Gewindebuchse 111 eingeschraubt, die mit einer konzentrischen Mittelbohrung 112 den Ring 109 überfaßt. Am äußeren Ende der Gewindebohrung 111 ist ein Flanschrand 113 vorgesehen, der das Schrauben der Gewindebuchse erleichtert. Die Schulter 114 am inneren Ende der Bohrung 112 drückt beim Einschrauben der Gewindebuchse 111 gegen die Stirnfläche des Ringes 109 und preßt dadurch das konische Ende 107 des Rohres 28 in den Sitz 108.
Ähnliche druckdichte Verbindungen bestehen zwischen dem Kompressor 19 und den Rohren 18 und 28 und dem Rohr 18 und dem Einwegventil 14.
Das untere Ende der Kammer 101 in der Düsenplatte 94 verjüngt sich konisch oder konkav-konisch bis zu einer düsenartigen Verengung 117, von der aus sich der Querschnitt in eine Expansionskammer 118 wieder konisch erweitert. Wird die Schraube 83 gedreht, so bewegt sich das untere Ende des konischen Ventilkörpers 91 in die düsenartige Verengung 117 hinein und legt sich schließlich gegen deren Wandung 116, die als Ventilsitz für den Ventilkörper 91 dient. In dieser Stellung des Ventilkörpers 91 kann keine Flüssigkeit aus der Kammer 101 in die Expansionskammer 118 austreten.
An die Expansionskammer 118 schließt sich eine Bohrung 119 in der Bodenplatte 79 an. Seitlich in die Bohrung 119 mündet eine waagerechte Zuleitung
ίο 121, in deren erweitertes äußeres Ende 122 ein Anschlußnippel 123 eingesetzt ist. Dieser Nippel dient zum Anschluß der Kühlmittelleitung 73 (siehe Fig. 4); in die Bohrung 119 mündet von unten her ein Anschlußnippel 124, an den der in die Aufnahmeflasche 32 mündende Schlauch 31 angeschlossen ist.
Der Anschlußnippel 124 weist ein abgesetztes inneres Ende 126 auf, das sich frei in die Bohrung 119 hineinstreckt, so daß eine Verbindung zwischen der Bohrung 119 und der Expansionskammer 118 vorhanden ist.
Das kalte Stickstoffgas strömt durch die waagerechte Bohrung 121 in die Bohrung 119, umströmt das abgesetzte Ende 126 des Nippels 124 und strömt von dort aufwärts in die Expansionskammer 118, so daß die Düse und das untere Ende des Ventilkörpers 91 gekühlt werden.
Wird in der C-Stellung des Kompressorventils 41 das zu untersuchende Material aus der Vorratsflasche 12 in den Kompressor angesaugt und anschließend nach Verstellung des Ventils in die A-Stellung die angesaugte Materialmenge durch den Kompressorkolben 22 unter Druck gesetzt, so wird zunächst der Ventilkörper 91 in der untersten Stellung, d. h. in der Schließstellung gehalten, bis der gewünschte Druck erreicht ist, der an einem Manometer 131 abgelesen werden kann.
Wird dann der Schaft 88 vorsichtig durch Drehen der Schraube 83 angehoben und der Ventilkörper 91 vom Ventilsitz 116 abgehoben, so bildet sich ein Spalt in der Größenordnung von wenigen hundertstel Millimetern. Durch diesen ringförmigen Düsenspalt zwischen dem Ventilkörper 91 und der als Ventilsitz dienenden Wandung 116 der düsenartigen Verengung 117 tritt die zu behandelnde Flüssigkeit aus der Kammer 101 aus. Sie erleidet nach Durchtritt durch die düsenartige Verengung 117 eine explosive Entspannung in die Expansionskammer 118 hinein. Unterstützt durch den Fluß des kühlenden Gases bewegen sich die aufgeplatzten Zellen dann unter der Wirkung der Schwerkraft in den Anschlußnippel 124 und das Rohr 31 und gelangen in die Flasche 32.
Da große Energien im Kompressor 19 frei werden, wenn im Zylinder 21 das zu untersuchende Material unter Druck gesetzt wird, der beispielsweise 4000 kg/cm2 betragen kann, muß die den Kompressor 19 umgebende Kühlschlange 69 die frei werdende Wärme aufnehmen.
Um die zu untersuchende Substanz bei der Entspannung zu kühlen, muß das kühlende Medium durch die Leitung 71 in den Wärmeaustauscher 63 zur erneuten Kühlung zurückgeführt werden und gelangt dann durch die Leitung 73 und den Einlaßnippel 123 in die Bohrung 119 und von dort in die Expansionskammer 118, in der das kontinuierlich nachströmende kalte Gas die Düse und den Unterteil des Ventilkörpers 91 kühlt. Auf diese Weise wird vermieden, daß das in die Expansionskammer austretende
Material höhere Temperaturen als etwa 10° C erreicht.
Das im Bereich der Düse austretende Kühlgas mischt sich ständig mit den aufgebrochenen Zellen, die aus der Ventilkammer 101 austreten, und sorgt so für eine gute und gleichmäßige Kühlung.
Wenn der Ventilkörper 91 durch Drehen der Schraube 83 um den Bruchteil einer Umdrehung vom Ventilsitz abgehoben wird und das zu untersuchende Material durch die Düse austritt, entsteht in der Ventilkammer 101 ein Druck, der den Ventilschaft nach oben gegen die Stellschraube 87 drückt und so die gewünschte Lage gegenüber der Schraube 83 sichert.
Sollte eine Abnützung des Ventilkörpers 91 oder der als Ventilsitz dienenden Wandung 116 eintreten, so wird die gewünschte relative Lage zwischen dem Schaft 88 und der Schraube 83 durch Verstellung der Stellschraube 87 wiederhergestellt. Da der Schaft 88, der Ventilkörper 91 und der Ventilsitz 116 genau hergestellt sind, ist die etwa entstehende Abnutzung gleichmäßig, so daß ein Nachstellen der Schraube 83 genügt, um die Vorrichtung funktionsfähig zu erhalten.
Die gesamte in F i g. 4 dargestellte Einrichtung kann in einem geeigneten Gehäuse untergebracht sein. Soll die Untersuchung bei Ultraviolettbestrahlung oder bei Anwesenheit inaktiver Gase stattfinden, um Bakterien oder Sporen abzutöten und das zu untersuchende Material vor Zersetzung zu bewahren, so kann ein Teil der Vorrichtung in einem besonderen Gehäuse
132 untergebracht werden. Dieses Gehäuse schützt auch das Bedienungspersonal, wenn beispielsweise infektiöses Material untersucht werden soll.
Das Gehäuse 132 kann mit geeigneten dichten Anschlüssen zur Ein- und Abführung des Kühlmediums versehen sein. Die durch die Gehäusewand hindurchgeführte Kolbenstange wird durch eine Manschette
133 abgedichtet. Schließlich müssen auch dichte Durchführungen vorgesehen sein, um das Einwegventil 14 und die Schraube 83 des Ventils 29 betätigen zu können. Solche dichten Durchführungen schützen nicht nur die außenliegenden Teile der Anlage vor Verunreinigung, sondern verhindern auch das Austreten von ansteckenden und giftigen Bestandteilen in die Atmosphäre des Laboratoriums.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Ventil für eine Vorrichtung zum Zerteilen organischer Zellen, in welchem eine unter Druck stehende, die Zellen enthaltende Suspension entspannbar ist, mit einem Ventilkörper zum Einstellen und Verschließen der wirksamen Querschnittsfläche des Ventils und mit Leitungen zum Zuführen eines Kühlmediums auf der Entspannungsseite des Ventils, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (91) in an sich bekannter Weise auf der Druckseite des Ventils (29) angeordnet ist.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilsitz (116) durch die Wandung (116) einer an eine druckseitig angeordnete Ventilkammer (101) in Strömungsrichtung anschließenden düsenartigen Verengung (117) gebildet ist, in die der als Konus ausgebildete Ventilkörper (91) hineinragt.
3. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung (96) der Ventilkammer (101) mit radial verlaufenden Bohrungen
(102) versehen ist, die in eine die Wandung (96) der Ventilkammer (101) umgebende Ringrille
(103) einmünden, in welche eine die Suspension zuführende Druckleitung (104) mündet.
4. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die düsenartige Verengung
(117) in Strömungsrichtung eine sich erweiternde Expansionskammer (118) anschließt.
5. Ventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Expansionskammer
(118) in Strömungsrichtung eine Bohrung (119) anschließt, in die das Ende (126) eines Auslaßrohres hineinragt, dessen Außendurchmesser kleiner ist als der Durchmesser der Bohrung (119), und daß in die Bohrung (119) seitlich eine Zuleitung (121) für das Kühlmedium mündet.
6. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch die Ventilkammer (101) hindurchragender, mit dem Ventilkörper (91) verbundener Schaft (88) in einer Schraube (83) axial verschiebbar gelagert ist, in deren äußeres Ende eine Stellschraube (87) eingeschraubt ist, gegen die das äußere Ende des Schaftes (88) anliegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 009 584/258

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