DE1496083B2 - Glas zur verwendung in glasfasern, das sich durch entglasungsfestigkeit und bei den faserherstellungstemperaturen durch niedrige viskositaet auszeichnet - Google Patents
Glas zur verwendung in glasfasern, das sich durch entglasungsfestigkeit und bei den faserherstellungstemperaturen durch niedrige viskositaet auszeichnetInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03C—CHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
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- Glass Compositions (AREA)
Description
SiO2 61,00 bis 66.45
B2O3 1,05 bis 5,90
Al2O3 2,95 bis 3,00
MgO .........I........ 3,10 bis 3,40
BaO ................ 1,70 bis 2,50
Na2O + K2O 14,90 bis 15.45
F 0 bis 1,05
sowie CaO unter der Bedingung:
0,30 <-
CaO
Na, O + K2O
<0,50
2. Glas nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an CaO von 7,35 bis 7,45'Gewichtsprozent.
3. Glas nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Gehalt an ZrO2 von höchstens 2,5 Gewichtsprozent.
Die Erfindung betrifft ein Glas zur Verwendung in Glasfasern, das sich durch Entglasungsfestigkeit
und bei den Faserherstellungstemperaturen durch niedrige Viskosität auszeichnet.
Ein Tür die Herstellung von Glasfasern bestimmtes Glas soll ganz bestimmte Bedingungen erfüllen. Insbesondere
soll es eine niedrige Viskosität bei der Faserherstellungstemperatur und Entglasungseigenschaften
haben, die sicherstellen, daß bei der Faserherstellungstemperatur auch an kälteren Stellen des
Fasererzeugungsorgans eine Entglasung und damit Verstopfung der Austrittsöffnungen für das Glas und
somit eine Unterbrechung der Faserherstellung vermieden wird.
Es sind bereits zahlreiche Gläser für die Herstellung von Glasfasern vorgeschlagen worden, jedoch nur
sehr wenige von ihnen werden in der industriellen Fertigung von Glasfasern eingesetzt, da, wie die
Praxis gezeigt hat, die meisten der vorgeschlagenen Gläser die an sie gestellten Forderungen zumindest
nicht ganz erfüllen können.
So sind Gläser mit einem Gehalt an SiO2, B2O3,
Al2O3, CaO, MgO, BaO und Alkalioxiden bekannt
(vgl. deutsche Auslegeschrift 1 061 488 und USA.-Patentschrift 3 013 888), die bei der Faserherstellungstemperatur
zwischen 1000 und 12000C eine Viskosität
von 1000 Poise haben. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß bei diesen Gläsern bei den genannten
Faserherstellungstemperaturen eine Entglasung nicht immer vermieden werden kann, insbesondere an etwas
kälteren Stellen, z. B. an den unteren Schleuderöffnungsreihen des Schleuderkörpers, so daß diese
Schleuderkörper bereits nach durchschnittlich etwa 220 Betriebsstunden durch neue ersetzt werden müssen.
Bekannt ist ferner ein für die Herstellung von grauem Tafelglas für Fernsehröhren bestimmtes Glas
(vgl. französische Patentschrift 67 800 — Zusatz zur französischen Patentschrift 1 047 448), das neben den
Bestandteilen SiO2, CaO. MgO. AI2O3 und Alkali
noch geringe Mengen an Fe2O3. CoO und NiO enthalten
soll, um dem Glas die graue Farbe zu geben. Es soll auf den üblich Glasziehmaschinen verarbeitbar
sein und sich mit Sonder-Chrom-Eisen-Legierungen verschmelzen können. Infolgedessen muß das
Glas ganz besondere physikalische und optische
ίο Eigenschaften aufweisen. Für die Herstellung von
Glasfasern ist dieses Glas nicht vorgesehen und kommt hierfür auch nicht in Betracht, da die Viskosität
bei den üblichen Faserherstellungstemperaturen bei weitem zu hoch sein dürfte, man daher diese
«5 Temperaturen steigern müßte und auf Faserherstellungsorgane aus teuerem, besonders hochhitzebeständigem
Material angewiesen wäre, was unwirtschaftlich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Glas so zusammenzusetzen, daß es sich wegen seiner
niedrigen Spinntemperatur, seiner Entglasungsfestigkeit und seiner niedrigen Viskosität bei den Faserherstellungstemperaturen
für die Herstellung von Glasfasern, insbesondere nach dem Schleuderverfahren,
besonders gut eignet.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Glas gekennzeichnet durch folgende gewichtsprozentuale
Zusammensetzung:
SiO, 61,00 bis 66,45
B2O3 1,05 bis 5,90
A1,O3 2,95 bis 3,00
MgO 3,10 bis 3,40
BaO 1,70 bis 2,50
NaO + K2O 14,90 bis 15,45
F 0 bis 1,05
sowie CaO unter der Bedingung:
0,30
CaO
Na, O + K2O
Dieses erfindungsgemäße Glas hat gegenüber dem Glas gemäß der deutschen Auslegeschrift 1 061 488
den Vorteil einer besonders niedrigen Spinntemperatur. Die maximale Entglasungsgeschwindigkeit
liegt unter 2 Mikron/Minute, wobei diese Geschwindigkeit der größten Geschwindigkeit des Wachsens
der Kristalle entspricht und wobei diese Geschwindigkeit, wie üblich, bei Temperaturen gemessen wurde,
die einer Viskosität von 1000 Poise entsprechen. Diese Temperaturen liegen bei diesen Gläsern zwischen
1000 und 12000C.
Das erfindungsgemäße Glas eignet sich ganz besonders gut für das Schleuderverfahren bei Verwendung
von Zentrifugalkörpern aus hoch schmelzendem Stahl, da die anzuwendende Temperatur
verhältnismäßig niedrig ist und da seine Entglasungsgeschwindigkeit bei der Faserausziehtemperatur, die
zwischen 960 und HOO'C liegt, praktisch Null ist.
Dadurch wird die Lebensdauer der Zentrifugalkörper von 220 auf über 300 Stunden erhöht, und Verstopfungen
der Schleuderöffnungen werden vermieden. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Glases
besteht in seinem niedrigen Preis, insbesondere wegen des sehr geringen Gehalts an Borsäureanhydrid.
Die Zugabe von Calciumoxid und Magnesiumoxid kann in Form von Dolomit erfolgen. Ebenso kann die
Zugabe von Aluminiumoxid, Natriumoxid und Ka-
liumoxid vorteilhafterwei.se in Form von Phonolith (Klingstein) erfolgen. Durch diese Verbindungen im
Gemenge wird der Schmelzvorgang erleichtert.
In der nachstehenden Tabelle sind Beispiele von Glaszusammensetzungen gemäß der Erfindung sowie
ihre Viskosität und Entglasungseigenschaften angegeben.
SiO2.. Fe2O3.
Al2O3 , CaO.. MgO .
BaO .. Na2O. K2O..
B2O3 . F ....
Gläser
Nr. I I Nr. 2 | Nr. Gewichtsprozent
66,45 0,38 3,00 7,45 3,40. 1,70
14,30 1,15 1,05 1,05
63,00 0,30 2,95 7,35 3,10 2,50
14,10 0,80 5,90
61,00 0,30 2,95 7,35 3,10 2,50
14,40 0,50 4,90 1
O2 abzuziehen ZrO,
20 Gläser
Nr. I I Nr. 2 | Nr. 3
Gewichtsprozent
0,44
0,42 2,50
Viskosität η in Poise, Tabellenzahlen bedeuten log η,
3,44 3,10
1000°C
10500C
MOO0C
1200°C
10500C
MOO0C
1200°C
Entglasung
Obere Grenze
Maximaientglasungstemperatur
Maximalgeschwindigkeit in Mikron/
Minute
Minute
| 3,62 | 3,27 |
| 3,38 | 2,93 |
| 3,01 | 2,66 |
| 2,55 | 2,20 |
| 9500C | 940'C |
| 8400C | 800°C |
| 0,7 | 0,1 |
2,79 2,29
940" C 830" C
0,2
Claims (1)
1. Glas zur Verwendung in Glasfasern, das sich durch Entglasungsfestigkeit und bei den Faserherstellungstemperaturen
durch niedrige Viskosität auszeichnet, gekennzeichnet durch folgende gewichtsprozentuale Zusammensetzung:
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR924011A FR1355739A (fr) | 1963-02-07 | 1963-02-07 | Compositions de verre |
| FR924011 | 1963-02-07 | ||
| DEC0032067 | 1964-02-06 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1496083A1 DE1496083A1 (de) | 1970-09-10 |
| DE1496083B2 true DE1496083B2 (de) | 1972-12-28 |
| DE1496083C DE1496083C (de) | 1973-08-02 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT259786B (de) | 1968-02-12 |
| BE643414A (de) | 1964-08-05 |
| CH425105A (fr) | 1966-11-30 |
| ES296217A1 (es) | 1964-06-16 |
| DE1496083A1 (de) | 1970-09-10 |
| GB1037851A (en) | 1966-08-03 |
| FR1355739A (fr) | 1964-03-20 |
| NL6400967A (de) | 1964-08-10 |
| FI41439B (de) | 1969-07-31 |
| DK120099B (da) | 1971-04-05 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |