[go: up one dir, main page]

DE1496075C - Glas Kristall Mischkorper, insbesondere zur Verwendung für Tafelgeschirr, mit einem Wärmeausdehnungskoeffizienten zwischen 75 und 110 10 hoch 7 Grad C und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Glas Kristall Mischkorper, insbesondere zur Verwendung für Tafelgeschirr, mit einem Wärmeausdehnungskoeffizienten zwischen 75 und 110 10 hoch 7 Grad C und Verfahren zu seiner Herstellung

Info

Publication number
DE1496075C
DE1496075C DE1496075C DE 1496075 C DE1496075 C DE 1496075C DE 1496075 C DE1496075 C DE 1496075C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hours
glass
temperature
fine
crystal mixed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
John Fräser Painted NY Mac Dowell (VStA) C03c 17 00
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Corning Glass Works
Original Assignee
Corning Glass Works
Publication date

Links

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Glas-Kristall-Mischkörper, insbesondere für Tafelgeschirr, mit einem Wärmeausdehnungskoeffizienten zwischen 75 und 110 · 10~7/°Q der durch thermische Behandlung aus einem Glaskörper hergestellt ist, und richtet sich ferner auf ein Verfahren zur Herstellung solcher Glas-Kristall-Mischkörper.
Auf keinem anderen Gebiet hat sich ein größeres Interesse und eine intensivere Forschung in der Entwicklung brauchbarer Glas-Kristall-Mischkörper ergeben als beim Tafelgeschirr. Das Material zeigt viele Merkmale feinen Porzellans, einschließlich Farbe, Oberflächenaussehen und Griff, und besitzt darüber hinaus physikalische Eigenschaften, die es im Hinblick auf die Wünsche des Benutzers sogar als überlegen erscheinen lassen. Die mechanische Festigkeit und der Widerstand gegen thermische Schläge sind bei Glas-Kristall-Mischkörpern wesentlich höher als bei Porzellan. Außerdem ist der Glas-Kristall-Misch-. körper wesentlich weniger porös und weist eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Abrieb auf.
In der USA.-Patentschrift 2 920 971 ist ein weiter Bereich von Glaszusammensetzungen aufgeführt, welche durch Zugabe von TiO2 mit Kristallisationskernen versehen werden können, so daß sich Glas-Kristall-Mischkörper bei entsprechender Wärmebehandlung ergeben. Aus dieser Patentschrift ist auch bekannt, daß die physikalischen Eigenschaften und Merkmale solcher Glas-Kristall-Mischkörper von der Zusammensetzung des Ausgangsglases, der dem Glaskörper zuteil gewordenen Wärmebehandlung und der oder den kristallinen Phasen abhängt, die während der Wärmebehandlungsstufe aus dem Glas ausgefällt werden. Offensichtlich bestimmen die ersten beiden Parameter die Konstitution und Menge der kristallinen Phase (-n), während die Kristallisation unmittelbar die physikalischen Eigenschaften und Merkmale des Körpers beeinflußt. Somit bestimmt die Art der kristallinen Phase das Verhalten des Produktes.
Es hat sich gezeigt, daß man Glas-Kristall-Mischkörper, die sich insbesondere zur Herstellung von Tafelgeschirr eignen und einen Wärmeausdehnungskoeffizienten zwischen 75 und 110-10~7/oC aufweisen, durch thermische Behandlung eines Glaskörpers erhält, der sich in Gewichtsprozenten aus
30 bis 55 SiO2,
28 bis 39 Al2O3,
10 bis 20 Na2O,
1 bis 20 BaO
und als Keimbildner
5 bis 10 TiO2
zusammensetzt und wobei die in eine Glasmatrix eingebetteten Kristalle vorwiegend aus Elaolit und Celsian oder Hexacelsian bestehen, im Durchmesser kleiner als 30 μΐηΐη sind und wenigstens 50 Gewichtsprozent des Glas-Kristall-Mischkörpers ausmachen. Das Verfahren zur Herstellung eines solchen Glas-Kristall-Mischkörpers kennzeichnet sich gemäß der Erfindung dadurch, daß ein Gemenge der genannten Zusammensetzung geschmolzen, die Schmelze wenigstens bis unter den Umwandlungspunkt der Schmelze abgekühlt und dabei verformt wird, der Formling auf eine Temperatur von 1000 bis 11000C erwärmt, auf dieser Temperatur bis 24 Stunden gehalten und anschließend auf Zimmertemperatur abgekühlt wird.
Vorzugsweise erfolgt die Temperatursteigerung zuerst auf 780 bis 860° C, worauf dort eine Haltezeit von 1 bis 5 Stunden eingeschaltet, anschließend die Temperatur auf 1060 bis 1160° C gesteigert und diese Temperatur 1 bis 8 Stunden aufrechterhalten wird, worauf der Körper auf Zimmertemperatur abgekühlt wird.
Die Temperatursteigerung auf die Haltetemperatur erfolgt in weiterer Ausbildung der Erfindung mit einer Geschwindigkeit nicht über 5°C/Min.
In den folgenden, in Tabelle I wiedergegebenen Beispielen wurden glasbildende Gemenge verwendet, deren Bestandteile, berechnet aus ihren entsprechenden Gemengen auf Oxidbasis in Gewichtsprozent in die obengenannten Bereiche fallen. Ausgenommen sind Verunreinigungen, die in den Gemengenmaterialien vorhanden sein können. Bei den angegebenen Beispielen wurde jedes glasbildende Gemenge vor dem Schmelzen in einer Kugelmühle gemahlen, um eine homogene Schmelze sicherzustellen. Die Gemenge
-35 wurden dann bei 1600° C in Tiegeln, Pfannen oder Wannen, abhängig von der Menge des gewünschten Produktes, geschmolzen. Die Schmelzen wurden in Stahlformen gegossen, und es wurden flache Scheiben ausgepreßt. Die Scheiben wurden für 1 Stunde auf 725° C gehalten und dann langsam auf Zimmertemperatur gekühlt, um das Anlaßverfahren zu vervollständigen. Anschließend wurden die Scheiben in einen Ofen eingesetzt und mit einer Geschwindigkeit von etwa 5°C/Min. auf die erste Ebene der Wärmebehandlung, wie aus Tabelle II ersichtlich, erwärmt und dort so lange gehalten, bis die Kernbildung einsetzte. Dann wurde die Temperatur des Ofens mit 5°C/Min. auf die Höhe für die zweite Wärmebehandlung gesteigert, worauf die Wärmezufuhr zum Ofen abgeschaltet wurde und der Ofen mit den darin befindlichen Scheiben sich selbst auf Zimmertemperatur abkühlen konnte.
Tabelle I
SiO2 .
Al2O3
BaO .
Na2O
TiO2 .
1 2 3 4 - 5 6 7 8
44,4 44,4 43,5 . 42,6 40,7 40,7 40,0 38,9
30,0 30,0 30,0 .30,0 30,0 30,0 29,1 30,0
3,7 5,6 5,6 7,4 7,4 9,2 10,9 11,1
14,8 12,9 13,9 12,9 14,8 12,9 10,9 12,9
7,4 7,4 7,4 7,4 7,4 7,4 9,1 7,14
38,2
29,1
12,7
10,9
9,1
Fortsetzung
10 11 12 13 14 15 16 17 18
SiO2 36,4
29,1
12,7
12,7
9,1
37,0
30,0
14,8
11,1
7,4
42,7
31,5
3,7
14,8
7,4
40,7
31,5
6,5
13,9
7,4
38,9
31,5
6,5
15,7
7,4
38,9
31,5
9,2
12,9
7,4
38,9
31,5
11,1
11,1
7,4
35,2
31,5
12,9
12,9
7,4
37,0
31,5
13,9
10,2
7,4
ΑΙ,Ο, .
BaO
Na2O
TiO2
Fortsetzung
19 20 21 "22 23 24 25 26
SiO, 35,2
31,5
13,9
10,2
7,4
33,3
31,5
15,7
12,0
7,4
38,9
33,3
7,4
12,9
7,4
37,0
33,3
11,1
11,1
7,4
. 35,2
33,3
π,ι
12,9
7,4
31,5
33,3
16,7
11,1
7,4
31,5
35,2
14,8
11,1
7,4
43,1
30,1
5,6
13,9
7,3
Al9O,
BaO
Na2O
TiO2
In einigen Fällen wurde zum Glasgemenge ein Läuterungsmittel hinzugegeben. Im allgemeinen wurde Al2O3 in Mengen bis zu etwa 1 Gewichtsprozent hinzugefügt. Der Anteil an Al2O3 wurde in. der Tabelle I aus Vereinfachungsgründen weggelassen, da die im Glas verbleibende Restmenge zu gering ist, um einen wesentlichen Einfluß auf die Fundamentaleigenschaften der Gläser zu zeigen. ;
Tabelle II gibt außerdem die Biegespannungen (kg/cm2), die Dichten (g/cm3) und die Ausdehnungskoeffizienten (x 10"7/°C) der Glas-Kristall-Mischkörper wieder und enthält eine Beschreibung des jeweiligen Körpers und der vorhandenen Kristallphasen, wie sie durch Röntgenstrahlenbeugungsanalyse bestimmt wurden. Obwohl Daten für die physikalischen Eigenschaften und für die Kristallstruktur nicht bei jeder gewünschten Zusammensetzung vorlagen, gibt jedes Beispiel ein Gemenge wieder, das tatsächlich erschmolzen und zur Herstellung eines
Glas-Kristall-Mischkörpers in der Wärme behandelt worden war. Die Biegespannungsmessungen wurden nach dem üblichen Verfahren durchgeführt, bei dem man Stangen verwendete, die mit Siliciumkarbid abgeschliffen worden waren. Die Verfahren zur Bestimmung der Dichte und des linearen Wärmeausdehnungskoeffizienten sind ebenfalls bekannt, und die in Tabelle II wiedergegebenen Werte stellen den Durchschnittsausdehnungskoeffizienten zwischen 25 und 300°C dar.
Tabelle II
Nr. Art der Wärmebehandlung Beschreibung der Probe Kristallphasen Bruchmodul Exp.
Koeffizient
Dichte
1 830° C—4 Stunden
1140° C—4 Stunden
Weiß-elfenbein
fein- bis mittelkörnig
Elaolith 1050,7 103,6 2,683
2 855° C—4 Stunden
1060° C—4 Stunden
Blauweiß
fein- bis mittelkörnig
3 820° C—4 Stunden
1140° C—4 Stunden
Weiß-elfenbein
feinkörnig
Elaolith
Celsian
929,6 96,8 2,742
4 820° C—4 Stunden
1140° C—4 Stunden
Elfenbeinweiß
feinkörnig
Elaolith
Celsian
980,7 91,5 2,774
. 5 820° C—4 Stunden
1140° C—4 Stunden
Elfenbein
feinkörnig
Elaolith
Celsian
844,9 98,8 2,776
6 820° C—4 Stunden
1140° C—4 Stunden
Elfenbeinweiß
feinkörnig
Elaolith
Celsian :
860,3 91,2 2,821
.. 7 855° C—4 Stunden
HlO0C- 4 Stunden
Grauweiß
fein- bis mittelkörnig
Elaolith
Celsian .
Butil
. ■ ■ ■ ■' :: 80,7 2,847
8 850° C—4 Stunden
1150° C—-4 Stunden
Elfenbeinweiß
feinkörnig
Elaolith
Celsian
88,6 2,852
Fortsetzung
Nr. Art der Wärmebehandlung Beschreibung der Probe Kristallphasen ,Bruchmodul Exp.
Koeffizient
Dichte
9 860° C—4 Stunden Elfenbeinweiß Elaolith 898,8 79,8 2,910
1155° C—4 Stunden feinkörnig Celsian
Butil
10 855° C—4 Stunden Grauweiß Elaolith 107,5 . 2,888
HlO0C- 4 Stunden feinkörnig Hexacelsian
11 850° C—4 Stunden Elfenbeinweiß Elaolith
1150° C—4 Stunden feinkörnig Hexacelsian 110,7 2,864 -
12 830° C—4 Stunden Weiß Elaolith
1130° C—4 Stunden feinkörnig Celsian 102,5 2,703
13 815°C—4 Stunden Weiß Elaolith 872,2 95,6 2,747
1140° C—4 Stunden feinkörnig Celsian
14 825° C—4 Stunden Weiß-elfenbein
1125° C—4 Stunden fein- bis mittelkörnig
15 820° C—4 Stunden Elfenbeinweiß Elaolith 893,2 88.S 2,831
1140° C—4 Stunden feinkörnig Celsian
16 810°C—4 Stunden Weiß-elfenbein Elaolith 910,0 81,4 2,865
1130° C—4 Stunden feinkörnig Celsian
17 830° C—4 Stunden Elfenbeinweiß Elaolith 1143,8 106,7 2.880
1135° C—4 Stunden fein- bis mittelkörnig Hexacelsian
■■" 18 810°C—4 Stunden Weiß-elfenbein Elaolith 1160,6 75,4 2.921
1130°C—4 Stunden feinkörnig Celsian
19 830° C—4 Stunden Elfenbeinweiß Elaolith 108,2 2.937
1135° C—4 Stunden feinkörnig Hexacelsian
20 830° C—4 Stunden Elfenbeinweiß
1145° C—4 Stunden feinkörnig
21 830° C—4 Stunden Elfenbeinweiß Elaolith 889,0 91,0 2,798
1135° C—4 Stunden feinkörnig Celsian
22 830° C—4 Stunden Weiß-elfenbein Elaolith 81,4 2,876
1145° C—4 Stunden fein- bis mittelkörnig
23 830° C—4 Stunden Weiß-elfenbein
1145°C—4 Stunden feinkörnig
24 835° C—5 Stunden Elfenbeinweiß 1130,5
1155°C—7 Stunden feinkörnig
25 835° C—4 Stunden Weiß
1155°C—2 Stunden feinkörnig
26 800° C—2 Stunden Weiß Elaolith 847,0 97,0 2,731
1070° C—4 Stunden feinkörnig Celsian
Die Tabellen I und II zeigen den engen Bereich der Glaszusammensetzungen, welche durch Wärmebehandlung in Elaolith und Celsian oder Hexacelsian enthaltende Glas-Kristall-Mischkörper umgewandelt werden können. Diese Gegenstände zeigen durchschnittliche Biegespannungen über 840,0 kg/cm2 bei abgeschliffenen Proben und Biegespannungen bis zu 2100 kg/cm2 .bei glasierten Proben. Jeder auf Zimmertemperatur befindliche Körper vermag dem Eintauchen in kochendes Wasser und einem plötzlichen Temperaturabfall von wenigstens 140° C auf 0°C zu widerstehen. Der Kristallgehalt der Gegenstände bestimmt auf wenigstens 50 Gewichtsprozent, abhängig davon, bis zu welchem Ausmaß die Bestandteile des Gemenges zur Bildung von Kristallphasen fähig sind. Die Kristalle selbst sind sehr feinkörnig, d. h. im wesentlichen alle feiner als etwa 30 Mikron Durchmesser und sind im Glasgefüge willkürlich verteilt.
Die erfindungsgemäßen Produkte eignen sich besonders für den Einzelverbraucher oder zum Hausgebrauch. Ihre mechanische Festigkeit und ihre Widerstandsfähigkeit gegen thermische Schläge machen sie jedoch auch für gewerbliche Benutzer brauchbar.
Beispiel 26 ist die bevorzugte Zusammensetzung, weil sie am besten den oben angegebenen Forderungen für Geschirr aus Glas-Kristall-Mischkörpern gerecht
wird. Aus dieser Zusammensetzung hergestellte Gegenstände nehmen ohne Schwierigkeiten eine Glasur an, und ihre Farbe sowie ihr Griff entsprechen im wesentlichen denjenigen von feinem Porzellan. Sie besitzen außerordentlich hohe Festigkeit nach dem Glasieren mit einer Biegespannung von 2912 kg/cm2, sind außerordentlich wiederstandsfähig gegen Angriff durch Lebensmittel und zeigen eine ausgezeichnete Beständigkeit gegen die Wirkung von Spülmitteln. .
Obwohl in jedem der obengenannten Beispiele die Schmelze durch Pressen in Formen verformt wurde, kann man selbstverständlich jedes übliche Glasverformungsverfahren, wie Blasen, Gießen, Ziehen, Walzen oder Schleudergießen, ebenfalls anwenden.
F i g. 1 zeigt ein Zeit-Temperatur-Diagramm für einen besonderen Wärmebehandlungsfahrplan, nämlich für Beispiel 26. Nachdem das Gemenge in einem offenen Schmelztiegel geschmolzen, verformt und auf Zimmertemperatur abgekühlt war, wurde die Scheibe in einen Ofen eingesetzt, mit einer Geschwindigkeit von 5° C/Min. auf eine Temperatur von 800° C erhitzt und auf dieser Temperatur 2 Stunden lang gehalten. ■ Dann wurde die Temperatur mit einer Geschwindigkeit von 5° C/Min. auf 10700C gesteigert und 4 Stunden lang gehalten, worauf die Beheizung des Ofens abgeschaltet wurde und der Ofen mit der darin befindlichen Scheibe auf Zimmertemperatur abkühlen konnte. Wie zu erwarten, war diese Kühlgeschwindigkeit nicht linear, sondern bei höheren Temperaturen rascher. Aus Zweckmäßigkeitsgründen bei der Herstellung der Zeichnung wurde jedoch eine durchschnittliche Kühlgeschwindigkeit von 5° C/Min. gewählt. Die in den gestrichelten Linien eingeschlossenen Flächen geben die Zeit- und Temperaturbereiche des erfindungsgemäßen bevorzugten zweistufigen Verfahrens wieder.
Obwohl die Erfindung ein 5-Komponentensystem umfaßt, ist in F i g. 2 ein ternäres Diagramm wiedergegeben, welche die gewünschten Zusammensetzungen sichtbar macht, wobei Al2O3 auf der einen Koordinate, SiO2 + TiO2 auf der zweiten Koordinate und Na2O + BaO auf der dritten Koordinate aufgetragen sind.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Glas-Kristall-Mischkörper, insbesondere zur Verwendung von Tafelgeschirr, mit einem Wärmeausdehnungskoeffizienten zwischen 75 und 110 10~7/°Q der durch thermische Behandlung aus einem Glaskörper hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Glaskörper in Gewichtsprozenten aus
30 bis 55 SiO2
28 bis 39 Al2O3
10 bis 20 Na2O
1 bis 20 BaO
und als Keimbildner
5 bis 12 TiO2
zusammensetzt und die in eine Glasmatrix eingebetteten Kristalle vorwiegend aus Elaolith und Celsian oder Hexacelsian bestehen, im Durchmesser kleiner als 30μτη sind und wenigstens 50 Gewichtsprozent des Glas-Kristall-Mischkörpers ausmachen. '.".'.
2. Verfahren zur Herstellung eines Glas-Kristall-Mischkörpers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemenge der genannten Zusammensetzung geschmolzen, die Schmelze wenigstens bis unter den Umwandlungspünkt der Schmelze abgekühlt und dabei verformt wird, der Formling auf eine Temperatur von 1000 bis 1160° C erwärmt, auf dieser Temperatur bis 24 Stunden gehalten und anschließend auf Zimmertemperatur abgekühlt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatursteigerung zuerst auf 780 bis 86O0C erfolgt, dort eine Haltezeit von 1 bis 5 Stunden eingehalten wird, anschließend die Temperatur auf 1060 bis 11600C gesteigert wird und diese Temperatur 1 bis 8 Stunden aufrechterhalten wird, worauf der Körper auf Zimmertemperatur abgekühlt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatursteigerung auf die Haltetemperatur mit einer Geschwindigkeit nicht über 5° C/Min. erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 209 632/88

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1496075B2 (de) Glas kristall mischkoerper insbesondere zur verwendung fuer tafelgeschirr mit einem waermeausdehnungskoeffizienten zwi schen 75 und 110 10 hoch 7 grad c und verfahren zu seiner herstellung
DE69204791T2 (de) Selbstglasierende, Lithiumdisilikat enthaltende Glaskeramik.
DE1771149A1 (de) Hochhitzebestaendige Glaeser niedriger Waermeausdehnung und daraus hergestellte Keramik
DE2263234A1 (de) Verfahren zur herstellung von hochfesten und temperaturwechselbestaendigen glasgegenstaenden durch oberflaechenkristallisation
DE2704018A1 (de) Durchsichtige glaskeramik und verfahren zur herstellung
DE3537561A1 (de) Glas-keramikgegenstand
DE1596945B1 (de) Thermisch kristallisierbare Glaszu sammensetzung zur Herstellung einer durch sichtigen Glaskeramik , mit einem durch schnittlichen linearen Warmeausdehnungskoef fizienten von 5 bis+5 10 hoch 7 (0 bis 300 Grad C), daraus hergestellter Gegen stand und seine Verwendung
DE1496098A1 (de) Glas-Keramik-Mischkoerper und Verfahren zu seiner Herstellung
DE4125698C1 (en) Glass ceramic material for replacing granite or marble in decorative applications - contains silica, alumina, calcia, magnesia, zirconia, barium oxide, potassium oxide, sodium oxide and fluorine
DE2208236A1 (de) Glaskeramik mit Tetrakieselsäureglimmerstruktur
DE3003016A1 (de) Durchsichtige glaskeramik brauner farbtoenung
DE69013857T2 (de) Schmelzgegossenes feuerfestes Material mit hohem Zirkoniumoxid-Gehalt.
DE1496488B2 (de) Verfahren zur herstellung eines glas kirstall mischkoerpers optimaler festigkeit durch gesteuerte entglasung eines glases des systems li tief 2 0 si o tief 2 unter verwendung eines phosphats als keimbildner
DE1496466A1 (de) Glas-Kristall-Mischkoerper und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1596755A1 (de) Glas-Kristall-Mischkoerper und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1596835B1 (de) Kristallisierbarer glasueberzug fuer glas-kristall-mischkoerper
DE1496075C (de) Glas Kristall Mischkorper, insbesondere zur Verwendung für Tafelgeschirr, mit einem Wärmeausdehnungskoeffizienten zwischen 75 und 110 10 hoch 7 Grad C und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1902319A1 (de) Glaskeramische Artikel
DE2633744A1 (de) Vitrokeramische erzeugnisse mit hohem eisendioxid-gehalt und verfahren zu ihrer herstellung
DE2001318C3 (de) Glaskeramischer Gegenstand aus einem in situ
DE1596951A1 (de) Glas,Keramik und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1914982C3 (de) Verwendung eines elektrogeschmolzenen feuerfesten Materials
DE69105155T2 (de) Glaskeramische Zusammensetzung geeignet für die Beschichtung von keramischen Werkstücken.
DE2125898B2 (de) Durch Wärmebehandlung in Glaskeramiken umwandelbare Gläser des Systems SiO2 -Al2
DE2151738A1 (de) Glaskeramik