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DE1495C - Plissirmaschine mit Vorrichtung zum Verstellen der Faltenbreite - Google Patents

Plissirmaschine mit Vorrichtung zum Verstellen der Faltenbreite

Info

Publication number
DE1495C
DE1495C DE1495DA DE1495DA DE1495C DE 1495 C DE1495 C DE 1495C DE 1495D A DE1495D A DE 1495DA DE 1495D A DE1495D A DE 1495DA DE 1495 C DE1495 C DE 1495C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
friction
claws
rollers
adjusting
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE1495DA
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
G E Auspitzer Mech
Original Assignee
G E Auspitzer Mech
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication of DE1495C publication Critical patent/DE1495C/de
Application filed by G E Auspitzer Mech filed Critical G E Auspitzer Mech
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06JPLEATING, KILTING OR GOFFERING TEXTILE FABRICS OR WEARING APPAREL
    • D06J1/00Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel
    • D06J1/02Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel continuously and transversely to the direction of feed
    • D06J1/04Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel continuously and transversely to the direction of feed by co-operating ribbed or grooved rollers or belts
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • D06J1/02Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel continuously and transversely to the direction of feed
    • D06J1/06Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel continuously and transversely to the direction of feed by reciprocating blades
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D23/00Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor
    • E21D23/006Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor provided with essential hydraulic devices
    • E21D23/0073Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor provided with essential hydraulic devices with advancing shifting devices connected therewith

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

1877.
GUSTAV EMIL AUSPITZER in WIEN.
Plissirmaschine mit Vorrichtung zum Verstellen der Faltenbreite.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. November 1877 ab.
Diese Plissirmaschine, welche durch Hand, Fufs oderMotor betrieben werden kann, dient dazu, einen Stoff in Falten zu legen und zwar so, dafs diese Falten entweder alle einander gleich oder verschieden grofs und in verschiedenen Zwischenräumen automatisch gebildet werden. Man ist also im Stande, jedes beliebige, vorher aufgezeichnete oder nach Millimetern bestimmte Muster derart auf einer Stellvorrichtung der Maschine einzustellen, dafs sich dies Muster während des Drehens der Maschine auf vollkommen selbstthätige Weise ganz genau auf den StofF überträgt. In den beiliegenden Zeichnungen ist Fig. ι ein Schnitt in der durch die Buchstaben CD, Fig. 3, angedeuteten Richtung, Fig. 2 ein Schnitt in der durch die Buchstaben A B, Fig. ι, angedeuteten Richtung, Fig. 3 eine Ansicht der Maschine mit theilweisem Schnitt durch die Mittelaxe und mit Weglassung einiger vorne befindlicher, abgebrochen gezeichneter Theile, welche aus Fig. 1 und 4 deutlich ersichtlich sind; Fig. 4 endlich ist eine Oberansicht der Maschine mit Weglassung der abgebrochen gezeichneten Musterscheibe 45.
Die Bewegungen der Maschine dienen zwei Hauptfunctionen: 1. zur Faltenbildung und 2. zur Bildung des Zwischenraumes zwischen den einzelnen Falten (Grundbildung) und gleichzeitig zur Bügelung. des Stoffes bezw. der Falte.
Die Faltenbildung. Auf der Grundplatte 1 sind zwei Ständer 2 und 3 aufgeschraubt, welche oben durch den Querbügel 4 verbunden sind. In den Ständern sind zwei hohle Walzen 5 und 5 a eingelagert und zwar ist die untere fest, die obere jedoch in zwei Gleitbacken 6 und 6a gelagert. Diese beiden, in den Ständern beweglichen Gleitbacken sind mit einander verbunden mittelst der Schiene 7, auf welche die Feder 8 wirkt und dadurch die obere Walze fest und doch elastisch auf die untere aufdrückt. Die Feder ist durch das Rädchen 9, welches in den Ständerbügel 4 eingeschraubt ist, zu spannen. Der Ständerbügel 4 hat oben einen schrägen Ansatz 1 o, auf den der Hebel 11 mit seiner entsprechend schrägen Fläche pafst. Durch diesen Hebel, den Ständerbügel, das Rädchen und die Feder hindurch geht der Schraubenbolzen 12, welcher mit seinem unteren Ende in die Verbindungsschiene 7 eingeschraubt ist. Durch eine Drehung des Hebels 11 in seine entgegengesetzte Lage wird der Bolzen 12 und mit ihm die Schiene 7 und dadurch die obere Walze 5 gehoben bezw. in diesem Zustand gelassen, bis der Hebel 11 wieder in seine ursprüngliche Lage gebracht wird. Diese Vorrichtung dient zum bequemen Aus- und Einlegen oder Verschieben des Stoffes zwischen den Walzen.
Auf der Welle 13 der unteren Walze sitzen, zwischen einem Ansatz der Welle und den Ständer genau aufgepafst, drehbar auf 13, die beiden Winkelhebel 14 und 14 a, welche das Faltenmesser 15 führen. Dasselbe ist aus Stahlblech, hat gezahnte Schneide und einen kräftigen Rücken, welcher an jedem Ende einen Zapfen trägt, mit welchen das Faltenmesser in 14 und 14a eingelagert ist. Durch die beiden Federn 16 und 16 a wird das Messer kräftig gegen die untere Walze gedrückt. Sobald nun die Hebel 14 und 14a nach vorne geführt werden, geht das Messer hinauf und nimmt den Stoff, welcher zwischen die Walzen ge-, klemmt ist, mit, schiebt ihn zusammen und hat, am Berührungspunkte der beiden Walzen angekommen, eine Falte gebildet, welche halb so grofs ist, als der Weg, den das Messer zurückgelegt hat. Man kann also, indem man das Messer nach Vollführung vorbeschriebener Function einmal mehr, einmal weniger zurückgehen läfst, die Breite der zu machenden Falte auf das genaueste bestimmen. In demselben Momente, in dem das Messer zurückzugehen beginnt, fangen die Walzen an vorwärts zu gehen, fassen die vordere Kante der Falte und führen dieselbe bezw. den Stoff zwischen sich hindurch, gleichzeitig wird die Messerschneide von der Walze bezw. dem Stoff auf der Walze abgehoben, um ein Festhalten des Stoffes zu vermeiden und den Walzen möglichst leichte Arbeit zu machen. Die Vorbewegung und die gröfsere oder kleinere Rückbewegung der Winkelhebel 14 und 14a, mit dem Faltenmesser 15, bewirken also die Herstellung der gröfseren oder kleineren Falte.
Diese Bewegungen werden auf folgende Weise hervorgebracht: Auf der Welle 13 sitzt lose das Schwungrad 17. Dasselbe dreht sich zwischen einem Ansatz der Welle und der vorgesetzten Scheibe 18. Auf der Nabe des Schwungrades sitzt fest aufgeschraubt der Excenter 19
und durch die einmalige Drehung des Schwungrades wird mittelst dieses Excenters der Hebel 20 hin- und herbewegt. Dieser hat seinen Drehpunkt bei 21 am Hebel 22, welcher sich auf dem Bolzen 23 dreht. Ferner sitzt auf dem Hebel 22 der Hebel 24, welcher bei 25 seinen Drehpunkt hat. Das Führungsstück 26 ist bei 27 geschlossen und auf 22 festgeschraubt, auf der anderen Seite ist es offen, damit 24 sich hin- und herbewegen kann, sonst aber ebenfalls mittelst des Verbindungsstückes 28 an 22 befestigt. Wenn jetzt der Excenter 19 den Hebel 20 bewegt, nimmt dieser den Hebel 22 mit und zwar solange, bis 24 heruntergedrückt wird; sobald dies geschieht, bleibt Hebel 22 stehen und Hebel 20 bewegt sich allein weiter vor und wieder zurück, bis er an den Ansatz 27 kommt und nun wieder 22 auf seinen alten Platz zurücknimmt. Es erhellt hieraus, dafs der Hebel 22 in der einen Richtung immer bis auf einen bestimmten Punkt geführt wird, in der anderen Richtung jedoch an einer beliebigen Stelle zum Stillstand gebracht werden kann, je nachdem der Hebel 24 früher oder später heruntergestofsen wird. Die erstere Bewegung von 22, die Führung bis an einen bestimmten Punkt, dient deshalb zur Hineinführung des Messers zwischen die Walzen, also zum Bilden der Falte/ Die zweite Bewegung fuhrt das Messer wieder zurück und zwar nur bis zu einem beliebigen Punkt, welcher durch die Breite der nächsten zu bildenden Falte bestimmt ist.
Zur Hervorbringung dieser Bewegung ist am Hebel 22 die Zugstange 29 angebracht, welche die oscillirende Bewegung desselben durch den Hebel 30 auf die in beiden Ständern gelagerte Welle 31 überträgt. Mittelst der Hebel 32 und 33 und der Zugstangen 34 und 35 wird dieseBewegung weiter auf die Kniehebel 14 u. 14a bezw. das Messer übertragen. Wie schon erwähnt, mufs das Messer beim Rückgang von der Walze bezw. dem Stoff abgehoben sein. Zu diesem Behufe ist an dem Rücken des Messers der Schwanz 36 angebracht, welcher auf der Scheibe 37 aufliegt. 37 ist auf der Nabe des Schwungrades 17 festgekeilt, macht also eine mit dem Excenter 19 correspondirende Bewegung. Die Peripherie von 37 trägt ein Vorsprung; sobald der Excenter die Rückbewegung des Messers veranlafst, hebt der Vorsprung von 37 den Schwanz 36 und hierdurch das Messer selbst. Der Vorsprung ist so lang, dafs er für den längsten Rückgang genügt.
Das oben erwähnte Herunterdrücken oder Aufstofsen des Hebels 24 geschieht auf folgende Weise. Im Hebel 24 ist ein Schlitz 38 angebracht, in welchem der Stift 39 eingepafst ist; 39 ist unten in ein Gleitstück 40 eingeschraubt, welches in den Schlitz 41 des Führungsstückes 42 eingepafst ist. Durch die Hin- und Herbewegung von 22 bezw. 24 wird der Stift 39 hinauf- und hinunterbewegt und zwar geht er beim Rückgang des Messers hinauf. Wenn nun Sorge getragen wird, dafs bei jeder Umdrehung des Schwungrades, d. h. bei dem jedesmaligen Gange des Faltenmessers sich etwas vor den Stift 39 stellt und ihn aufhält, so wird hierdurch die Ausstofsung des Hebels 24 bewerkstelligt. Beim Rückgange des Hebels 22 schnellt 24, vermittelst der Feder 44, wieder in seine alte Lage. Das Aufhalten des Stiftes 39 wird bewerkstelligt durch die Musterscheibe 45 und wird dieser Procefs, sowie das Einstellen eines bestimmten Musters auf 45, weiter unten erläutert. Damit der Hebel 22 sicher und stramm geführt ist, um ein Stehenbleiben an jedem beliebigen Punkte zu ermöglichen, ist derselbe unten in einer Führung 46 gefafst. Der Spannbacken 47 wird mittelst der Stellschraube 48 fester oder loser angezogen und dadurch die festere oder losere Bewegung von 22 erzielt.
Auf ganz analoge Weise, wie die Faltenbildung, vollzieht sich auch die Grundbildung und die Bügelung der Falte und des Grundes.
Der Excenter 49, auf der Schwungradnabe festgeschraubt, bewegt den Hebel 50. Dieser, ist bei 51 auf dem Hebel 52 drehbar und nimmt 52 so lange mit, bis 53 ausgestofsen wird. Die Ausstofsung erfolgt immer genau, wie vorhin beim Faltenbildungsprocefs beschrieben, durch den Stift 54, welcher in dem Führungsstück 55 hinauf- und hinuntergeht etc. Der Hebel 52 geht auch nach einer Richtung bis auf einen bestimmten Punkt, nach der anderen Richtung bis auf einen unbestimmten Punkt, indem er stehen bleibt, sobald das Ausstofsen von 53 erfolgt, und wird dies durch die Breite der zu bügelnden Falte und des Zwischenraumes an Stoff, welcher bis zur nächsten Falte bleiben soll, bedingt. Diese zwei Bewegungen des Hebels 5 2 dienen zur Bewegung der Walzen auf folgende Weise. Die beiden Walzen 5 und 5 a stehen durch Zahnrädergetriebe mit einander in Verbindung. Das Zahnrad auf der Welle 13 steht in Eingriff mit der gezahnten Frictionsscheibe 56 und resultirt durch die gröfsere oder kleinere Drehung dieser Frictionsscheibe die gröfsere oder kleinere Drehung der Walzen, bezw. die längere oder kürzere Mitnahme des Stoffes durch die Walzen. Die Scheibe 56 ist drehbar auf dem Bolzen 57. Zwischen der Nabe von 56 und der Scheibe 58 sitzt, auf demselben Bolzen drehbar, der Frosch 59, in dessen Nabe zwei Klauen eingesetzt sind, welche über den Rand 60 der Frictionsscheibe passen. Die Schlitze, mit welchen sie über den Rand 60 passen, sind konisch; bei einer Drehung des Frosches 59 nehmen die scharfen Kanten dieser konischen Schlitze die Scheibe 56 mit, bei der entgegengesetzten Drehung des Frosches gehen die Klauen leer auf dem Rand 60 zurück, und die Scheibe 56 bleibt stehen. Infolge dessen findet die Bewegung der Walzen nur nach einer Seite statt. Der Frosch 59 steht durch einen Zapfen mit dem Hebel 52 in Verbindung; derselbe ist in 52 eingeschraubt, während er beim Frosch in einem Schlitze
/ 9 S
steckt. Sobald nun der Hebel 52 sich nach der Seite der Musterscheibe 45 zu bewegt, nehmen die Frictionsklauen die Scheibe 56 mit und die Walzen bewegen sich so lange, bis die Ausstofsung von 53 erfolgt; in demselben Augenblick steht 52, der Frosch, die Scheibe 56 und die beiden Walzen, der Hebel 50 bewegt sich allein weiter und nimmt bei seinem Rückgang den Hebel 52 wieder auf seinen alten Stand mit, wobei der Frosch und die Frictionsklauen sich ebenfalls leer auf ihren alten Stand bewegen. Genau wie der Hebel 22 ist auch der Hebel 52 in einer Führung 61 gefafst, wo er mittelst Spannbacken angezogen werden kann.
Damit die Walzen stets sicher und momentan stehen bleiben, sobald der Frosch und die Klauen halten, ist an der Frictionsscheibe 56 eine Sperrvorrichtung angebracht. Diese besteht aus einer dritten Klaue 60 a, deren Schlitz, mit dem dieselbe auf dem Frictionsrand 60 sitzt, umgekehrt konische Flächen hat, wie die beiden anderen Klauen. Für gewöhnlich ist diese Klaue 60a etwas herabgedrückt, damit sich das Rad 56 frei bewegen kann. Diese Herabdrückung ist hervorgebracht durch die Stange 60 c, welche mittelst eines kleinen Excenters in ihrer gewöhnlichen Lage 60 a heruntergedrückt hält. In dem Moment jedoch, wo die Ausstofsung des Hebels 53 erfolgt, wird durch einen an diesem befindlichen Stift 60b die Stange 60 c mit ihrem Excenter etwas gedreht und dadurch die Klaue 60 a frei, welche nun durch ihre Spiralfeder gezogen hinaufschnellt und die Frictionsscheibe 56 in dem Augenblicke, in dem der Frosch steht, sicher arretirt. Sobald der Hebel 53 wieder zurückschnellt, wird auch durch die Spiralfeder 60 d die Stange 60 c wieder zurück in ihre ursprüngliche Stellung gedreht, und hierdurch die Klaue 60a heruntergedrückt, so dafs die Frictionsscheibe 56 frei arbeiten kann.
Die Ausstofsung der Hebel 24 und 53 bewerkstelligt nun die mit Sperrzähnen versehene Musterscheibe 45. Dieselbe sitzt lose auf dem Bolzen 62 und wird bei jeder Umdrehung des Schwungrades, also bei Herstellung jeder Falte, um einen Sperrzahn gedreht. Diese Drehung wird bewerkstelligt durch den Hebel 50, welcher mittelst der Zugstange 63 den Hebel 64 hin- und herbewegt. 64 dreht sich auf dem Bolzen 62 und ist mit der Sperrklinke 65 versehen. Während, des Rückganges des Faltenmessers und während des gleichzeitig erfolgenden Vorganges der Walzen bewegt sich der Hebel 64 mit Sperrklinke 65 leer zurück, während des Vorganges des Messers und des leeren Rückganges der Frictionsklauen an der Scheibe 56 dagegen packt die Sperrklinke und dreht die Musterscheibe, so dafs in dem Moment, λνο das Messer zwischen den Walzen ankommt und die Frictionsklauen auf ihrem ursprünglichen Stand angelangt sind, die Musterscheibe in neuer Stellung steht, um den Rückgang des Messers und den Vorgang der Walzen im bestimmten Momente zu unterbrechen. Correspondirend mit jedem Sperrzahn sitzen in der Musterscheibe zwei Stellstifte, welche wieder genau mit den Stiften 39 und 54 übereinstimmen. Durch das längere oder kürzere Hervorstehen dieser Stellstifte in der Musterscheibe wird also das Ausstofsen der Hebel 24 und 53 bewerkstelligt und dadurch die Breite der Falte und des Grundes bestimmt.
Zur Uebertragung eines bestimmten Musters auf die Musterscheibe dient die Scala 66. Da die in beiliegender Zeichnung dargestellte Maschine eine Erzeugung von Falten und Zwischenräumen zwischen 1 und 60 mm Breite (Faltenbreite bei 60 mm Stoff gleich 30 mm) zuläfst, so hat die Scala eine Theilung von 1—60 mm. (Selbstverständlich kann die Maschine für jede gewünschte Faltenbreite etc. gebaut werden.) Man stellt nun mittelst der Stellschrauben 67 und 68 die Hebel 24 und 53 so weit herunter, dafs die Hebel 20 und 50 gerade ausschlagen können und beginnt dann das Muster für den Grund einzustellen, indem man die Maschine dreht, bis der Zeiger 69 das gewünschte Maafs zeigt. Sodann öffnet man mittelst eines kleinen Stechschlüssels die Stellschraube 70 an der Musterscheibe, welche den hinteren Stift für die Grundbildung festhält, dieser Stift fällt herunter, bis er auf den Stift 54 aufstöfst, jetzt zieht man mittelst der Stellschraube 70 den Stift 54 wieder fest an und dreht die Maschine weiter, bis der Zeiger das Maafs für den zweiten Zwischenraum zeigt und manipulirt dann wie vor, bis das gesammte Muster übertragen ist. Sodann macht man dieselbe Manipulation mit dem vorderen Stift für die Faltenbildung, genau wie vorbeschrieben, und schraubt die Stellschrauben 67 und 68 wieder hinauf, worauf die Arbeit beginnen kann.
Will man ein gleichförmiges Hisse erzeugen, so stellt man die zwei Stifte der Musterscheibe, welche gerade unten sind, auf das gewünschte Maafs ein und rückt dann die Sperrklinke 65 mittelst der Stellschraube 72 aus, die Musterscheibe bleibt infolge dessen stehen und man erzeugt lauter gleiche Falten und Zwischenräume.
Durch das festere oder losere Anziehen der Feder 77 wird der nöthige stramme Gang der Musterscheibe bewirkt.
Die beiliegend gezeichnete Musterscheibe ist mit zwölf Stiften für den Grund und zwölf Stiften für die Falten versehen, doch kann jede Maschine ganz nach Wunsch mit Musterscheiben von irgend einer beliebigen Stiftenzahl gebaut werden.
Am Ständer sind vorn noch drei Lager 73, 74 und 74a angebracht; dieselben dienen zur Aufnahme einer hölzernen Spulwalze 78, durch welche mittelst des Schnurlaufes an der Scheibe 37 während des Plissirens Stoff aufgewickelt wird. Die Spulwalze wird später im gefüllten Zustande unter der unteren Walze 5 a in zwei Körnerlagern eingelegt. Man braucht dann
beim Arbeiten den Stoff nicht zu halten, sondern die Walzen 5 und 5 a wickeln ihn selbstständig von der Spul walze ab.
Die Walzen 5 und 5 a werden geheizt durch Gas, wie in der Zeichnung durch zwei Brenner und 76 angedeutet, oder durch Spirituslampen, von denen der Docht durch Blechröhrchen bis nahe an die Speichen der Walzen geführt wird.
Die Welle der oberen Walze ist nach vorn etwas verlängert, damit man eine Kurbel aufsetzen kann. Hier gedreht bleibt der Mechanismus der Maschine vollkommen unberührt, es bewegen sich nur die beiden Walzen und die Maschine kann auf diese Art als Mang- und Bügelmaschine benutzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die Hervorbringung jedes beliebigen Faltenmusters von verschieden grofsen Falten und Zwischenräumen, auf automatische Weise bewerkstelligt durch An- oder Ausstofsung. mittelst einer Musterstellvorrichtimg, welche in den beiliegenden Zeichnungen als Musterscheibe 45 näher erläutert ist. Statt der in dieser Scheibe angebrachten Stellungsstifte können auch seitlich angebrachte, nach dem Mittelpunkt zu verschiebbare Stellimgsbacken angewendet werden, oder statt der runden Scheibe eine Kette ohne Ende mit verstellbaren Gliedern, oder eine gerade Führung mit Stellstiften etc. ·— Ferner kann die Mitnahme und Loslassung der Bewegungshebel für die Falten und Grundbildung, welche bei der in der Anlage gezeichneten Maschine durch die Gegenhaltungshebel 24 und 53 bewerkstelligt wird, statt dieser durch einen mitnehmenden Kupplungsstift, welcher durch die Stellvorrichtung im gegebenen Momente ausgelöst wird, hervorgebracht werden. — Aufserdem kann dieselbe Mitnahme und Loslassung durch Friction erfolgen, indem der durch den Excenter getriebene Hebel mit zwei entgegengesetzt arbeitenden Frictionsklauen versehen ist, welche auf einem Frictionsrand des mitzunehmenden Hebels sich bewegen. Wenn die eine Klaue nach vorwärts mitnimmt, geht die zweite Klaue leer. Sobald die Auslösung erfolgen soll, werden beide Klauen durch die Musterstellvorrichtimg etwas gehoben, so dafs die Friction und daher die Mitnahme aufhört. Beim Rückgang läfst die Musterstellvorrichtung auf derselben Stelle die beiden Frictionsklauen wieder in ihre Stellung zurückschnellen, und jetzt nimmt die zweite Klaue den Hebel zurück, bis auf den Anfangspunkt der Bewegung, während welcher Zeit die erste Klaue leer geht.
    Die periphal zu der unteren Walze stattfindende Kammführung mit der beim Rückgang erfolgenden Abhebung des Kammes.
    Die Bewegung und Arretirung der Walzen mittelst einer Frictionsscheibe und Frictionsklauen.
    Die Verwendung hohler Walzen mit einer inneren, an beiden Seiten zurückspringenden Nabe, durch welche die Lagerwelle geführt ist.
    Die Aufspulvorrichtimg und die selbsttätige Abspulvorrichtung.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DE1495DA 1877-11-27 1877-11-27 Plissirmaschine mit Vorrichtung zum Verstellen der Faltenbreite Expired - Lifetime DE1495C (de)

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