DE1495C - Plissirmaschine mit Vorrichtung zum Verstellen der Faltenbreite - Google Patents
Plissirmaschine mit Vorrichtung zum Verstellen der FaltenbreiteInfo
- Publication number
- DE1495C DE1495C DE1495DA DE1495DA DE1495C DE 1495 C DE1495 C DE 1495C DE 1495D A DE1495D A DE 1495DA DE 1495D A DE1495D A DE 1495DA DE 1495 C DE1495 C DE 1495C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- lever
- friction
- claws
- rollers
- adjusting
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 210000000078 claw Anatomy 0.000 claims description 20
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims description 5
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 5
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 2
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 claims 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 13
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 5
- 238000000034 method Methods 0.000 description 5
- 238000010409 ironing Methods 0.000 description 3
- 241000167857 Bourreria Species 0.000 description 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000005021 gait Effects 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 230000037373 wrinkle formation Effects 0.000 description 1
- 230000037303 wrinkles Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06J—PLEATING, KILTING OR GOFFERING TEXTILE FABRICS OR WEARING APPAREL
- D06J1/00—Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel
- D06J1/02—Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel continuously and transversely to the direction of feed
- D06J1/04—Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel continuously and transversely to the direction of feed by co-operating ribbed or grooved rollers or belts
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06J—PLEATING, KILTING OR GOFFERING TEXTILE FABRICS OR WEARING APPAREL
- D06J1/00—Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel
- D06J1/02—Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel continuously and transversely to the direction of feed
- D06J1/06—Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel continuously and transversely to the direction of feed by reciprocating blades
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D23/00—Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor
- E21D23/006—Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor provided with essential hydraulic devices
- E21D23/0073—Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor provided with essential hydraulic devices with advancing shifting devices connected therewith
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Geology (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
1877.
GUSTAV EMIL AUSPITZER in WIEN.
Plissirmaschine mit Vorrichtung zum Verstellen der Faltenbreite.
Plissirmaschine mit Vorrichtung zum Verstellen der Faltenbreite.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. November 1877 ab.
Diese Plissirmaschine, welche durch Hand, Fufs oderMotor betrieben werden kann, dient dazu,
einen Stoff in Falten zu legen und zwar so, dafs diese Falten entweder alle einander gleich
oder verschieden grofs und in verschiedenen Zwischenräumen automatisch gebildet werden.
Man ist also im Stande, jedes beliebige, vorher aufgezeichnete oder nach Millimetern bestimmte
Muster derart auf einer Stellvorrichtung der Maschine einzustellen, dafs sich dies Muster
während des Drehens der Maschine auf vollkommen selbstthätige Weise ganz genau auf den
StofF überträgt. In den beiliegenden Zeichnungen ist Fig. ι ein Schnitt in der durch die
Buchstaben CD, Fig. 3, angedeuteten Richtung,
Fig. 2 ein Schnitt in der durch die Buchstaben A B, Fig. ι, angedeuteten Richtung, Fig. 3 eine
Ansicht der Maschine mit theilweisem Schnitt durch die Mittelaxe und mit Weglassung einiger
vorne befindlicher, abgebrochen gezeichneter Theile, welche aus Fig. 1 und 4 deutlich ersichtlich
sind; Fig. 4 endlich ist eine Oberansicht der Maschine mit Weglassung der abgebrochen
gezeichneten Musterscheibe 45.
Die Bewegungen der Maschine dienen zwei Hauptfunctionen: 1. zur Faltenbildung und 2. zur
Bildung des Zwischenraumes zwischen den einzelnen Falten (Grundbildung) und gleichzeitig zur
Bügelung. des Stoffes bezw. der Falte.
Die Faltenbildung. Auf der Grundplatte 1 sind zwei Ständer 2 und 3 aufgeschraubt, welche
oben durch den Querbügel 4 verbunden sind. In den Ständern sind zwei hohle Walzen
5 und 5 a eingelagert und zwar ist die untere fest, die obere jedoch in zwei Gleitbacken 6
und 6a gelagert. Diese beiden, in den Ständern beweglichen Gleitbacken sind mit einander
verbunden mittelst der Schiene 7, auf welche die Feder 8 wirkt und dadurch die obere
Walze fest und doch elastisch auf die untere aufdrückt. Die Feder ist durch das Rädchen 9,
welches in den Ständerbügel 4 eingeschraubt ist, zu spannen. Der Ständerbügel 4 hat oben
einen schrägen Ansatz 1 o, auf den der Hebel 11
mit seiner entsprechend schrägen Fläche pafst. Durch diesen Hebel, den Ständerbügel, das
Rädchen und die Feder hindurch geht der Schraubenbolzen 12, welcher mit seinem unteren
Ende in die Verbindungsschiene 7 eingeschraubt ist. Durch eine Drehung des Hebels 11
in seine entgegengesetzte Lage wird der Bolzen 12 und mit ihm die Schiene 7 und dadurch
die obere Walze 5 gehoben bezw. in diesem Zustand gelassen, bis der Hebel 11 wieder in
seine ursprüngliche Lage gebracht wird. Diese Vorrichtung dient zum bequemen Aus- und Einlegen
oder Verschieben des Stoffes zwischen den Walzen.
Auf der Welle 13 der unteren Walze sitzen, zwischen einem Ansatz der Welle und den
Ständer genau aufgepafst, drehbar auf 13, die beiden Winkelhebel 14 und 14 a, welche
das Faltenmesser 15 führen. Dasselbe ist aus Stahlblech, hat gezahnte Schneide und einen
kräftigen Rücken, welcher an jedem Ende einen Zapfen trägt, mit welchen das Faltenmesser in
14 und 14a eingelagert ist. Durch die beiden Federn 16 und 16 a wird das Messer kräftig
gegen die untere Walze gedrückt. Sobald nun die Hebel 14 und 14a nach vorne geführt
werden, geht das Messer hinauf und nimmt den Stoff, welcher zwischen die Walzen ge-,
klemmt ist, mit, schiebt ihn zusammen und hat, am Berührungspunkte der beiden Walzen
angekommen, eine Falte gebildet, welche halb so grofs ist, als der Weg, den das Messer zurückgelegt
hat. Man kann also, indem man das Messer nach Vollführung vorbeschriebener Function einmal mehr, einmal weniger zurückgehen
läfst, die Breite der zu machenden Falte auf das genaueste bestimmen. In demselben
Momente, in dem das Messer zurückzugehen beginnt, fangen die Walzen an vorwärts zu
gehen, fassen die vordere Kante der Falte und führen dieselbe bezw. den Stoff zwischen sich
hindurch, gleichzeitig wird die Messerschneide von der Walze bezw. dem Stoff auf der Walze
abgehoben, um ein Festhalten des Stoffes zu vermeiden und den Walzen möglichst leichte
Arbeit zu machen. Die Vorbewegung und die gröfsere oder kleinere Rückbewegung der Winkelhebel
14 und 14a, mit dem Faltenmesser 15,
bewirken also die Herstellung der gröfseren oder kleineren Falte.
Diese Bewegungen werden auf folgende Weise hervorgebracht: Auf der Welle 13 sitzt lose
das Schwungrad 17. Dasselbe dreht sich zwischen einem Ansatz der Welle und der vorgesetzten
Scheibe 18. Auf der Nabe des Schwungrades sitzt fest aufgeschraubt der Excenter 19
und durch die einmalige Drehung des Schwungrades wird mittelst dieses Excenters der Hebel
20 hin- und herbewegt. Dieser hat seinen Drehpunkt bei 21 am Hebel 22, welcher sich
auf dem Bolzen 23 dreht. Ferner sitzt auf dem Hebel 22 der Hebel 24, welcher bei 25 seinen
Drehpunkt hat. Das Führungsstück 26 ist bei 27 geschlossen und auf 22 festgeschraubt, auf
der anderen Seite ist es offen, damit 24 sich hin- und herbewegen kann, sonst aber ebenfalls
mittelst des Verbindungsstückes 28 an 22 befestigt. Wenn jetzt der Excenter 19 den Hebel
20 bewegt, nimmt dieser den Hebel 22 mit und zwar solange, bis 24 heruntergedrückt wird;
sobald dies geschieht, bleibt Hebel 22 stehen und Hebel 20 bewegt sich allein weiter vor und
wieder zurück, bis er an den Ansatz 27 kommt und nun wieder 22 auf seinen alten Platz zurücknimmt.
Es erhellt hieraus, dafs der Hebel 22 in der einen Richtung immer bis auf einen
bestimmten Punkt geführt wird, in der anderen Richtung jedoch an einer beliebigen Stelle zum
Stillstand gebracht werden kann, je nachdem der Hebel 24 früher oder später heruntergestofsen
wird. Die erstere Bewegung von 22, die Führung bis an einen bestimmten Punkt, dient deshalb zur Hineinführung des Messers
zwischen die Walzen, also zum Bilden der Falte/ Die zweite Bewegung fuhrt das Messer wieder
zurück und zwar nur bis zu einem beliebigen Punkt, welcher durch die Breite der nächsten
zu bildenden Falte bestimmt ist.
Zur Hervorbringung dieser Bewegung ist am Hebel 22 die Zugstange 29 angebracht, welche
die oscillirende Bewegung desselben durch den Hebel 30 auf die in beiden Ständern gelagerte
Welle 31 überträgt. Mittelst der Hebel 32 und 33 und der Zugstangen 34 und 35 wird
dieseBewegung weiter auf die Kniehebel 14 u. 14a bezw. das Messer übertragen. Wie schon erwähnt,
mufs das Messer beim Rückgang von der Walze bezw. dem Stoff abgehoben sein. Zu diesem
Behufe ist an dem Rücken des Messers der Schwanz 36 angebracht, welcher auf der Scheibe
37 aufliegt. 37 ist auf der Nabe des Schwungrades 17 festgekeilt, macht also eine mit dem
Excenter 19 correspondirende Bewegung. Die Peripherie von 37 trägt ein Vorsprung; sobald
der Excenter die Rückbewegung des Messers veranlafst, hebt der Vorsprung von 37 den
Schwanz 36 und hierdurch das Messer selbst. Der Vorsprung ist so lang, dafs er für den
längsten Rückgang genügt.
Das oben erwähnte Herunterdrücken oder Aufstofsen des Hebels 24 geschieht auf folgende
Weise. Im Hebel 24 ist ein Schlitz 38 angebracht, in welchem der Stift 39 eingepafst ist;
39 ist unten in ein Gleitstück 40 eingeschraubt, welches in den Schlitz 41 des Führungsstückes
42 eingepafst ist. Durch die Hin- und Herbewegung von 22 bezw. 24 wird der Stift 39
hinauf- und hinunterbewegt und zwar geht er beim Rückgang des Messers hinauf. Wenn nun
Sorge getragen wird, dafs bei jeder Umdrehung des Schwungrades, d. h. bei dem jedesmaligen
Gange des Faltenmessers sich etwas vor den Stift 39 stellt und ihn aufhält, so wird hierdurch
die Ausstofsung des Hebels 24 bewerkstelligt. Beim Rückgange des Hebels 22 schnellt
24, vermittelst der Feder 44, wieder in seine alte Lage. Das Aufhalten des Stiftes 39 wird
bewerkstelligt durch die Musterscheibe 45 und wird dieser Procefs, sowie das Einstellen eines
bestimmten Musters auf 45, weiter unten erläutert. Damit der Hebel 22 sicher und stramm
geführt ist, um ein Stehenbleiben an jedem beliebigen Punkte zu ermöglichen, ist derselbe
unten in einer Führung 46 gefafst. Der Spannbacken 47 wird mittelst der Stellschraube 48
fester oder loser angezogen und dadurch die festere oder losere Bewegung von 22 erzielt.
Auf ganz analoge Weise, wie die Faltenbildung, vollzieht sich auch die Grundbildung
und die Bügelung der Falte und des Grundes.
Der Excenter 49, auf der Schwungradnabe festgeschraubt, bewegt den Hebel 50. Dieser, ist
bei 51 auf dem Hebel 52 drehbar und nimmt 52 so lange mit, bis 53 ausgestofsen wird. Die
Ausstofsung erfolgt immer genau, wie vorhin beim Faltenbildungsprocefs beschrieben, durch
den Stift 54, welcher in dem Führungsstück 55 hinauf- und hinuntergeht etc. Der Hebel 52
geht auch nach einer Richtung bis auf einen bestimmten Punkt, nach der anderen Richtung
bis auf einen unbestimmten Punkt, indem er stehen bleibt, sobald das Ausstofsen von 53
erfolgt, und wird dies durch die Breite der zu bügelnden Falte und des Zwischenraumes an
Stoff, welcher bis zur nächsten Falte bleiben soll, bedingt. Diese zwei Bewegungen des
Hebels 5 2 dienen zur Bewegung der Walzen auf folgende Weise. Die beiden Walzen 5 und
5 a stehen durch Zahnrädergetriebe mit einander in Verbindung. Das Zahnrad auf der Welle 13
steht in Eingriff mit der gezahnten Frictionsscheibe 56 und resultirt durch die gröfsere oder
kleinere Drehung dieser Frictionsscheibe die gröfsere oder kleinere Drehung der Walzen,
bezw. die längere oder kürzere Mitnahme des Stoffes durch die Walzen. Die Scheibe 56 ist
drehbar auf dem Bolzen 57. Zwischen der Nabe von 56 und der Scheibe 58 sitzt, auf
demselben Bolzen drehbar, der Frosch 59, in dessen Nabe zwei Klauen eingesetzt sind, welche
über den Rand 60 der Frictionsscheibe passen. Die Schlitze, mit welchen sie über den
Rand 60 passen, sind konisch; bei einer Drehung des Frosches 59 nehmen die scharfen
Kanten dieser konischen Schlitze die Scheibe 56 mit, bei der entgegengesetzten Drehung des
Frosches gehen die Klauen leer auf dem Rand 60 zurück, und die Scheibe 56 bleibt stehen.
Infolge dessen findet die Bewegung der Walzen nur nach einer Seite statt. Der Frosch 59
steht durch einen Zapfen mit dem Hebel 52 in Verbindung; derselbe ist in 52 eingeschraubt,
während er beim Frosch in einem Schlitze
/ 9 S
steckt. Sobald nun der Hebel 52 sich nach der Seite der Musterscheibe 45 zu bewegt,
nehmen die Frictionsklauen die Scheibe 56 mit und die Walzen bewegen sich so lange, bis die
Ausstofsung von 53 erfolgt; in demselben Augenblick steht 52, der Frosch, die Scheibe 56 und
die beiden Walzen, der Hebel 50 bewegt sich allein weiter und nimmt bei seinem Rückgang
den Hebel 52 wieder auf seinen alten Stand mit, wobei der Frosch und die Frictionsklauen
sich ebenfalls leer auf ihren alten Stand bewegen. Genau wie der Hebel 22 ist auch der
Hebel 52 in einer Führung 61 gefafst, wo er mittelst Spannbacken angezogen werden kann.
Damit die Walzen stets sicher und momentan stehen bleiben, sobald der Frosch und die
Klauen halten, ist an der Frictionsscheibe 56 eine Sperrvorrichtung angebracht. Diese besteht
aus einer dritten Klaue 60 a, deren Schlitz, mit dem dieselbe auf dem Frictionsrand 60
sitzt, umgekehrt konische Flächen hat, wie die beiden anderen Klauen. Für gewöhnlich ist
diese Klaue 60a etwas herabgedrückt, damit sich das Rad 56 frei bewegen kann. Diese
Herabdrückung ist hervorgebracht durch die Stange 60 c, welche mittelst eines kleinen
Excenters in ihrer gewöhnlichen Lage 60 a heruntergedrückt hält. In dem Moment jedoch,
wo die Ausstofsung des Hebels 53 erfolgt, wird durch einen an diesem befindlichen Stift 60b
die Stange 60 c mit ihrem Excenter etwas gedreht und dadurch die Klaue 60 a frei, welche
nun durch ihre Spiralfeder gezogen hinaufschnellt und die Frictionsscheibe 56 in dem Augenblicke,
in dem der Frosch steht, sicher arretirt. Sobald der Hebel 53 wieder zurückschnellt,
wird auch durch die Spiralfeder 60 d die Stange 60 c wieder zurück in ihre ursprüngliche
Stellung gedreht, und hierdurch die Klaue 60a heruntergedrückt, so dafs die Frictionsscheibe
56 frei arbeiten kann.
Die Ausstofsung der Hebel 24 und 53 bewerkstelligt nun die mit Sperrzähnen versehene
Musterscheibe 45. Dieselbe sitzt lose auf dem Bolzen 62 und wird bei jeder Umdrehung des
Schwungrades, also bei Herstellung jeder Falte, um einen Sperrzahn gedreht. Diese Drehung
wird bewerkstelligt durch den Hebel 50, welcher mittelst der Zugstange 63 den Hebel 64
hin- und herbewegt. 64 dreht sich auf dem Bolzen 62 und ist mit der Sperrklinke 65 versehen.
Während, des Rückganges des Faltenmessers und während des gleichzeitig erfolgenden
Vorganges der Walzen bewegt sich der Hebel 64 mit Sperrklinke 65 leer zurück, während
des Vorganges des Messers und des leeren Rückganges der Frictionsklauen an der Scheibe
56 dagegen packt die Sperrklinke und dreht die Musterscheibe, so dafs in dem Moment, λνο
das Messer zwischen den Walzen ankommt und die Frictionsklauen auf ihrem ursprünglichen
Stand angelangt sind, die Musterscheibe in neuer Stellung steht, um den Rückgang des
Messers und den Vorgang der Walzen im bestimmten Momente zu unterbrechen. Correspondirend
mit jedem Sperrzahn sitzen in der Musterscheibe zwei Stellstifte, welche wieder genau mit den Stiften 39 und 54 übereinstimmen.
Durch das längere oder kürzere Hervorstehen dieser Stellstifte in der Musterscheibe
wird also das Ausstofsen der Hebel 24 und 53 bewerkstelligt und dadurch die Breite der Falte
und des Grundes bestimmt.
Zur Uebertragung eines bestimmten Musters auf die Musterscheibe dient die Scala 66. Da
die in beiliegender Zeichnung dargestellte Maschine eine Erzeugung von Falten und Zwischenräumen
zwischen 1 und 60 mm Breite (Faltenbreite bei 60 mm Stoff gleich 30 mm) zuläfst,
so hat die Scala eine Theilung von 1—60 mm. (Selbstverständlich kann die Maschine für jede
gewünschte Faltenbreite etc. gebaut werden.) Man stellt nun mittelst der Stellschrauben 67
und 68 die Hebel 24 und 53 so weit herunter, dafs die Hebel 20 und 50 gerade ausschlagen
können und beginnt dann das Muster für den Grund einzustellen, indem man die Maschine
dreht, bis der Zeiger 69 das gewünschte Maafs zeigt. Sodann öffnet man mittelst eines kleinen
Stechschlüssels die Stellschraube 70 an der Musterscheibe, welche den hinteren Stift für die
Grundbildung festhält, dieser Stift fällt herunter, bis er auf den Stift 54 aufstöfst, jetzt zieht man
mittelst der Stellschraube 70 den Stift 54 wieder fest an und dreht die Maschine weiter, bis
der Zeiger das Maafs für den zweiten Zwischenraum zeigt und manipulirt dann wie vor, bis
das gesammte Muster übertragen ist. Sodann macht man dieselbe Manipulation mit dem vorderen
Stift für die Faltenbildung, genau wie vorbeschrieben, und schraubt die Stellschrauben
67 und 68 wieder hinauf, worauf die Arbeit beginnen kann.
Will man ein gleichförmiges Hisse erzeugen, so stellt man die zwei Stifte der Musterscheibe,
welche gerade unten sind, auf das gewünschte Maafs ein und rückt dann die Sperrklinke 65
mittelst der Stellschraube 72 aus, die Musterscheibe bleibt infolge dessen stehen und man
erzeugt lauter gleiche Falten und Zwischenräume.
Durch das festere oder losere Anziehen der Feder 77 wird der nöthige stramme Gang der
Musterscheibe bewirkt.
Die beiliegend gezeichnete Musterscheibe ist mit zwölf Stiften für den Grund und zwölf
Stiften für die Falten versehen, doch kann jede Maschine ganz nach Wunsch mit Musterscheiben
von irgend einer beliebigen Stiftenzahl gebaut werden.
Am Ständer sind vorn noch drei Lager 73, 74 und 74a angebracht; dieselben dienen zur
Aufnahme einer hölzernen Spulwalze 78, durch welche mittelst des Schnurlaufes an der Scheibe
37 während des Plissirens Stoff aufgewickelt wird. Die Spulwalze wird später im gefüllten
Zustande unter der unteren Walze 5 a in zwei Körnerlagern eingelegt. Man braucht dann
beim Arbeiten den Stoff nicht zu halten, sondern die Walzen 5 und 5 a wickeln ihn selbstständig
von der Spul walze ab.
Die Walzen 5 und 5 a werden geheizt durch Gas, wie in der Zeichnung durch zwei Brenner
und 76 angedeutet, oder durch Spirituslampen, von denen der Docht durch Blechröhrchen
bis nahe an die Speichen der Walzen geführt wird.
Die Welle der oberen Walze ist nach vorn etwas verlängert, damit man eine Kurbel aufsetzen
kann. Hier gedreht bleibt der Mechanismus der Maschine vollkommen unberührt, es bewegen sich nur die beiden Walzen und
die Maschine kann auf diese Art als Mang- und Bügelmaschine benutzt werden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Die Hervorbringung jedes beliebigen Faltenmusters von verschieden grofsen Falten und Zwischenräumen, auf automatische Weise bewerkstelligt durch An- oder Ausstofsung. mittelst einer Musterstellvorrichtimg, welche in den beiliegenden Zeichnungen als Musterscheibe 45 näher erläutert ist. Statt der in dieser Scheibe angebrachten Stellungsstifte können auch seitlich angebrachte, nach dem Mittelpunkt zu verschiebbare Stellimgsbacken angewendet werden, oder statt der runden Scheibe eine Kette ohne Ende mit verstellbaren Gliedern, oder eine gerade Führung mit Stellstiften etc. ·— Ferner kann die Mitnahme und Loslassung der Bewegungshebel für die Falten und Grundbildung, welche bei der in der Anlage gezeichneten Maschine durch die Gegenhaltungshebel 24 und 53 bewerkstelligt wird, statt dieser durch einen mitnehmenden Kupplungsstift, welcher durch die Stellvorrichtung im gegebenen Momente ausgelöst wird, hervorgebracht werden. — Aufserdem kann dieselbe Mitnahme und Loslassung durch Friction erfolgen, indem der durch den Excenter getriebene Hebel mit zwei entgegengesetzt arbeitenden Frictionsklauen versehen ist, welche auf einem Frictionsrand des mitzunehmenden Hebels sich bewegen. Wenn die eine Klaue nach vorwärts mitnimmt, geht die zweite Klaue leer. Sobald die Auslösung erfolgen soll, werden beide Klauen durch die Musterstellvorrichtimg etwas gehoben, so dafs die Friction und daher die Mitnahme aufhört. Beim Rückgang läfst die Musterstellvorrichtung auf derselben Stelle die beiden Frictionsklauen wieder in ihre Stellung zurückschnellen, und jetzt nimmt die zweite Klaue den Hebel zurück, bis auf den Anfangspunkt der Bewegung, während welcher Zeit die erste Klaue leer geht.
Die periphal zu der unteren Walze stattfindende Kammführung mit der beim Rückgang erfolgenden Abhebung des Kammes.
Die Bewegung und Arretirung der Walzen mittelst einer Frictionsscheibe und Frictionsklauen.Die Verwendung hohler Walzen mit einer inneren, an beiden Seiten zurückspringenden Nabe, durch welche die Lagerwelle geführt ist.Die Aufspulvorrichtimg und die selbsttätige Abspulvorrichtung.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1495T | 1877-11-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1495C true DE1495C (de) |
Family
ID=70766294
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1495DA Expired - Lifetime DE1495C (de) | 1877-11-27 | 1877-11-27 | Plissirmaschine mit Vorrichtung zum Verstellen der Faltenbreite |
| DE18786124D Expired - Lifetime DE6124C (de) | 1877-11-27 | 1878-07-12 | Neuerungen an Plissirmaschinen mit Vorrichtung zum Verstellen der Faltenbreite |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE18786124D Expired - Lifetime DE6124C (de) | 1877-11-27 | 1878-07-12 | Neuerungen an Plissirmaschinen mit Vorrichtung zum Verstellen der Faltenbreite |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE1495C (de) |
-
1877
- 1877-11-27 DE DE1495DA patent/DE1495C/de not_active Expired - Lifetime
-
1878
- 1878-07-12 DE DE18786124D patent/DE6124C/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE6124C (de) |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1495C (de) | Plissirmaschine mit Vorrichtung zum Verstellen der Faltenbreite | |
| DE485433C (de) | Maschine zur Herstellung von Gittern fuer Verwendungszwecke aller Art, insbesondere als Bienenkoeniginabsperrgitter | |
| DE532489C (de) | Vorrichtung zum Aufkleben von Marken o. dgl. | |
| DE1262097B (de) | Wickelwerk zum Aufwickeln von Gitterbahnen | |
| DE631355C (de) | Druckmaschine, insbesondere Adressendruckmaschine | |
| DE746093C (de) | Rechen- oder Buchhaltungsmaschine | |
| DE402775C (de) | Vorrichtung zum Ablegen gepresster Fliesen von der Presse auf ein Foerderband o. dgl. | |
| DE8442C (de) | Vorrichtung an Faltenlegemaschinen zur Erzeugung von schrägen Falten | |
| DE461780C (de) | Frankiermaschine | |
| DE527173C (de) | Durch einen Fuehlfinger gesteuerte Vorrichtung zum schnellen und Iangsamen Heben desStapeltisches | |
| DE205363C (de) | ||
| DE2200266C2 (de) | Vorrichtung zur Herstellung einer Verpackungsmaterialbahn | |
| DE329322C (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Schachtelrahmen | |
| DE411008C (de) | Maschine zur Herstellung von fertig adressierten Kreuz- oder Streifenbaendern von einer Papierrolle | |
| DE174385C (de) | ||
| DE9150C (de) | Neuerungen an Maschinen zur Anfertigung von Quetschfalten | |
| AT63791B (de) | Maschine zum Überziehen von Gegenständen, wie Schachteln oder dgl., durch Überfalten und Niederpressen vorstehender Ränder des Hüllenmaterials. | |
| DE194731C (de) | ||
| DE551515C (de) | Kraftantriebsvorrichtung fuer Typenstangenschreibmaschinen | |
| DE90114C (de) | ||
| DE3127987C2 (de) | Wagenrücklauf- und Zeilenfortschalteinrichtung in einer Schreibmaschine | |
| AT84191B (de) | Maschine zum Einschlagen von Zeitungen. | |
| DE129836C (de) | ||
| DE614105C (de) | Zeilenschaltvorrichtung an Schreibmaschinen | |
| AT16517B (de) | Schreibmaschine. |