DE1494786A1 - Verfahren zur Entfernung von Kohlendioxyd und/oder Schwefelwasserstoff aus Gasgemischen mit Alkylencarbonaten - Google Patents
Verfahren zur Entfernung von Kohlendioxyd und/oder Schwefelwasserstoff aus Gasgemischen mit AlkylencarbonatenInfo
- Publication number
- DE1494786A1 DE1494786A1 DE19651494786 DE1494786A DE1494786A1 DE 1494786 A1 DE1494786 A1 DE 1494786A1 DE 19651494786 DE19651494786 DE 19651494786 DE 1494786 A DE1494786 A DE 1494786A DE 1494786 A1 DE1494786 A1 DE 1494786A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- gas
- water
- carbon dioxide
- alkylene carbonate
- alkylene
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D53/00—Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
- B01D53/34—Chemical or biological purification of waste gases
- B01D53/46—Removing components of defined structure
- B01D53/48—Sulfur compounds
- B01D53/52—Hydrogen sulfide
- B01D53/526—Mixtures of hydrogen sulfide and carbon dioxide
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Treating Waste Gases (AREA)
- Gas Separation By Absorption (AREA)
Description
BADISCHE ANIlIN- & SODA-EABRIK AG
"f- Unser Zeichen: O.Z. 23 882 Gr/Pz
Ludwigshafen/Rhein, den 21. Sept. 1965
Verfahren zur Entfernung von Kohlendioxyd und/oder Schwefelwasserstoff
aus Gasgemischen mit Alkylencarbonate!!.
Es ist bekannt, aus Gasgemischen Kohlendioxyd und/oder Schwefelwasserstoff
durch eine Gegenstrom-Behandlung mit im Kreislauf geführten, hochsiedenden organischen lösungsmitteln unter Druck
in mit Füllkörpern oder Böden versehenen Kolonnen zu entfernen. Als lösungsmittel werden z.B. Alkylencarbonate, insbesondere
Propylencarbonat, vorgeschlagen. Die Arbeitsweise unter erhöhtem
Druck macht es erforderlich, das nach erfolgter Absorption der zu entfernenden Gasbestandteile in der Waschkolonne aus dem
Sumpf der Kolonne austretende, mit Kohlendioxyd und/oder Schwefelwasserstoff beladene lösungsmittel einer Desorption zu unterwerfen.
Hierfür genügt eine, gegebenenfalls in Stufen erfolgende Entspannung auf Atmosphärendruck, wenn der Gehalt an Kohlendioxyd
im gewaschenen Reingas in Abhängigkeit von den Betriebsbedingungen 1 bis 5 Vol.# betragen soll. Nach dieser Behandlung
kann das lösungsmittel wieder auf den Kopf der Kolonne zurückgeführt werden. Erfordert die im Anschluß an die Gaswäsche vorgesehene
Verwendung des gereinigten Gases eine· weites Senkung des Kohlendioxydgehaltes im Reingas, so ist die Desorption
durch Entspannung um einen weiteren Verfahrensschritt zu ergänzen, der auch die nach der Entspannung im lösungsmittel verbleibende
Restbeladung an Kohlendioxyd und/oder Schwefelwasserstoff
- 2 909827/U05
- 2 - O.Z. 23 882
entfernt. Hierfür eignet sich z.B. das Strippen des entspannten Lösungsmittels mit Luft oder inerten Gasen.
Im allgemeinen wird man bestrebt sein, Absorption und Desorption bei gewöhnlicher Temperatur vorzunehmen. Hierbei machen
sich jedoch Lösungsmittelverluste nachteilig bemerkbar, die zum Teil partialdruckbedingt sind, zum Teil durch Verspruaen
und Vernebeln des Lösungsmittels entstehen.
Abgesehen von dem Verlust an wertvollem Lösungsmittel können die mitgeführten Dämpfe auch Störungen in den auf die Wäsche folgenden
Apparaturen und Verfahrensstufen hervorrufen. So wird durch
die Dämpfe der organischen Lösungsmittel die Schmierfähigkeit des Öls in einem nachgeschalteten Kompressor herabgesetzt oder
die Kupferlauge einer CO-Wäsehe zum. Schäumen gebracht oder der Katalysator einer nachfolgenden Synthese geschädigt.
Ea ist ferner bekannt, zur Vermeidung von Lösungsmittelverlusten
bei einem Verfahren zur Entfernung von Kohlendioxyd und/oder Schwefelwasserstoff aus Gasgemischen mit Propylencarbonat,bei
Absorber-Sumpftemperaturen von 4 bis 320O zu arbeiten. Die Einhaltung
dieser Bedingungen erfordert jedoch ein aufwendiges Kühlsystem,
und zwar nicht nur für das umlaufende Lösungsmittel sondern auch für das Rohgas, das üblicherweise mit 50 bis 1000G
wasserdampfgesättigt zur Verfügung steht. Vor seinem Eintritt
in die Waschkolonne muß das Rohgas auf die Prozesstemperatur gekühlt und vom kondensierten Wasser getrennt werden, um das umlaufende
Lösungsmittel nicht mit zu viel Wasser zu belasten,
909827/U05" -5-
- 3 - O.Z. 23 882
welches das Lösevermögen der Alkylencarbonate für die zu lösenden
Gasbestandteile vermindert. Aus dem gleichen Grunde muß ferner das einfache Strippen mit Luft oder anderen feuchten Gasen
durch eine Vakuumentgasung der Alkylencarbonate ersetzt werden, die einen größeren Aufwand an apparativer Einrichtung und an
Energie notwendig macht. Zudem steht bei tieferen Temperaturen der höheren Löslichkeit der zu entfernenden G-asbestandteile im Alkylencarbonat
das Ansteigen u--r Dichte und der Viskosität bzw. die Abnahme der Oberflächenspannung und der Diffusionskoeffizienten,
also die Erniedrigung der StoffÜbergangszahlen, gegenüber.
Es wurde nun gefunden, daß bei der Entfernung von Kohlendioxyd und/oder Schwefelwasserstoff aus Gasgemischen mit Alkylencarbonaten,
insbesondere Propylencarbonat, unter Druck die Nachteile der bekannten Arbeitsweise vermieden werden, wenn man den Waschprozess
bei normalen oder höheren Temperaturen durchführt und die mit Alkylencarbonatdampf beladenen Gasströme zur Rückgewinnung
des Alkylencarbonates mit Wasser wäscht. ά
Bei der erfindungsgemäßen Arbeitsweise ist eine Begrenzung der Arbeitstemperatur auf 320C nicht erforderlich. Das Verfahren kann
bei Temperaturen von 20 bis 700G durchgeführt werden. Dabei entfällt
das kostspielige Kühlsystem für das umlaufende Lösungsmittel. Auch stört die erhöhte Temperatur des Rohgases und sein
entsprechend hoher Wasserdampfgehalt nicht, so daß die Kühlung auch an dieser Stelle wegfällt und die Vorbehandlung des Rohga-
- 4 909827/U05
- 4 - O.Z. 23 882
ses sich, auf die Abscheidung des tropfbar-flüssigen Wassers beschränkt.
Ebenso kann bei gewöhnlicher oder wenig erhöhter Arbeitstemperatur
die apparativ aufwendige Vakuumentgasung durch das wesentlich einfachere Strippen mit luft oder anderen, gegebenenfalls
auch feuchten Gasen ersetzt werden.
Die erfindungsgemäß vorzunehmende Nachwäsche mit Wasser erfordert lediglich eine einfache Apparatur und ist mit sehr geringen
Wassermengen durchzuführen. Schon wenige Böden einer Waschkolonne und sehr geringe Wassermengen, z.B. 10 bis 20 Liter/
1000 Wl Gras genügen, um die Lösungsmittelverluste sehr niedrig
zu halten und die organischen Dämpfe fast vollständig aus den Gasströmen zu entfernen. Die Konzentration der Lösungsmitteldämpfe
in den Gasströmen kann auf diese Weise weiter gesenkt werden, als dies durch eine Senkung der Arbeitstemperatur des
Waschprozesses ohne Nachwäsche mit Wasser erreicht werden kann.
Im allgemeinen wird man alle aus der Absorptions- und Desorptionsstufe
abgehenden Gasströme für sich mit Wasser waschen. Wenn jedoch die der Wäsche nachgeschalteten Verfahrensstufen
es erforderlich machen, kann man - insbesondere bei mehrstufiger Entspannung - auch andere Arten der Wasserführung wählen
und die Gasströme je naoh ihrer vorgesehenen Verwendung entweder
hintereinander mit der gleichen Wassermenge oder in Gruppen mit gesonderten Frischwassermengen behandeln.
Eine destillative Aufarbeitung des alkylencarbonathaltigen Waschwassers
ist nicht erforderlich. Beispielsweise erreicht man bei
909827/U05 -5-
- 5 - O.Z. 23 882
der Verwendung von Propylencarbonat im Waschwasser eine Konzentration
von 8 bis 12 Gew.# Propylenoarbonat und darüber, so daß die benötigte Menge Waschwasser so gering ist, daß man
sie in einfacher Weise dem Propylencarbonatkreislauf direkt wieder zuführen kann. Auch die Verfahrensführung bei höheren
Temperaturen hat hierbei Vorteile, da man in diesem Temperaturbereich
den Wasserspiegel im umlaufenden Propylencarbonat unter 1 Vol.% halten kann. Besonder-j vorteilhaft läßt sich das Entwässern
des Alkylencarbonates durchführen, wenn man die gesam- |
melten Waschwasser aller Nachwäschen der verschiedenen abgehenden
Gasströme dem umlaufenden Lösungsmittel in einer Entspannungsstufe zusetzt, deren Entspannungsgas nicht mit dem zu waschenden
Hauptgasstrom vereinigt wird. Bei der weiteren stufenweisen Entspannung
und gegebenenfalls boim Entgasen im Desorptionsturm werden die Wasseranteile zusammen mit den Entspannungsgasen und
gegebenenfalls mit dem Strippgas ausgetragen, und das weitgehend wasserfreie Alkylencarbonat kann zur Absorptionsstufe zurückgeführt
werden.
Eine Abwandlung der beschriebenen Verfahrensweise besteht darin, zunächst nur den Hauptteil des Kohlendioxyds durch Entspannen
des beladenen Alkylencarbonats auf Atmosphärendruch zu entfernen.
Die abgehenden Gasströme werden dann wiederum in nachgeschalteten Waschkolonnen lösungsmittelfrei gewaschen. Das Waschwasser
kann gesammelt und der Entspannungsstufe zugeführt werden. Das so vorgereinigte Gas kann dann mit anderen Lösungsmitteln
wie den basisch reagierenden Alkalisalzen von organischen und anorganischen Säuren auf die geforderte Endreinheit kohlen-
909827/U05 - 6 -
- 6 - O.Z. 23 882
dioxydfrei gewaschen werden, ohne daß partialdruckbedingtes
■ Alkylencarbonat die nachfolgende Feinwäsche nachteilig beeinflussen
würde.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann man kohlendioxyd- und schwefelwasserstoffhaltige Gase, wie sie beispielsweise bei der
Spaltung von gasförmigen und flüssigen Kohlenwasserstoffen und gegebenenfalls nachfolgender konvertierung erhalten werden, auf
fc einen Restgehalt von 0,1 Vol.56 Kohlendioxyd und in Verbindung mit einer nachfolgenden Feinwäsche sogar bis auf 1 ppm Kohlendioxyd
reinigen.
Eine mögliche Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung
wird anhand der Zeichnung erläutert.
Das zu waschende Kohlendioxyd und/oder Schwefelwasserstoff enthaltende,
komprimierte Rohgas wird nach Entfernung von Wasser und Öl im Abscheider 1 in den unteren !eil der mit Füllkörpern gefüllten
Waschkolonne 2 eingeführt und von oben mit einem von der Druckpumpe 3 geförderten Alkylencarbonat oder einem Gemisch aus
Alkylencarbonaten berieselt. Das gewaschene, mehr oder weniger
von Kohlendioxyd und/oder Schwefelwasserstoff befreite Reingas tritt am Kopf der Waschkolonne 2 aus. Das mit Kohlendioxyd und/
oder Schwefelwasserstoff beladene lösungsmittel aus dem Sumpf der Kolonne 2 wird in den drei Behältern 4, 5 und 6 in drei Stufen auf
Atmosphärendruck entspannt, wobei die Zwischendrucke so gewählt werden, daß in der ersten Stufe 4 ein Gemisch aus verhältnis-
90982 7/U05
BAD ORIGINAL
• - 7 - O.Z. 23 882
mäßig viel Wertgas und Kohlendioxyd gewonnen wird, das nach der im Verdichter 7 erfolgten Kompression auf den Betriebsdruck
in das Rohgas und damit in den Waschprozeß zurückgeführt wird (Rückgas), in der zweiten Stufe 5 ein Gemisch aus verhältnismäßig
wenig Wertgas und Kohlendioxyd anfällt (ROh-OO2) und
in der dritten Stufe 6 ein besonders reines Kohlendioxyd entsteht (Rein-COp). Alle Entspannungsstufen können in an sich bekannter
Weise mit Einrichtungen zur Rückgewinnung eines Teiles der durch die Pumpe 3 aufgewandten Energie versehen sein, z.B.
mit Entspannungsturbinen. Die auf Atmosphärendruok entspannte
Flüssigkeit wird mit der Pumpe 8 auf den Kopf des mit Füllkörpern gefüllten Strippturms 9 befördert und beim Herabrieseln über
die füllung mit der am Fuß des Strippturms 9 eintretenden Luft von der Restbeladung an Kohlendioxyd und/oder Schwefelwasserstoff
befreit* Danach kehrt das gereinigte Lösungsmittel über die Pumpe 3 auf den Kopf der Kolonne 2 zurück.
Alle aus dem Absorptions- und dem Desorptionsteil abziehenden Gase, das Reingas, die Entspannungsgasesus den drei Entspan- J
nungsstufen und das Strippgas, führen naturgemäß Spuren von
Alkylencarbonat als Dampf mit sich. Daher werden die genannten
fünf Gasströme einer Nachwäsche mit Wasser von 1 bis 300C unterworfen,
die in den fünf verhältnismäßig kleinen Kolonnen 10,11, 12, 13 und 14 vor sich geht. Diese Kolonnen sind mit Glockenboden
ausgerüstet. Die Bodenzahl richtet sich nach dem Entspannungsdruck. Im allgemeinen genügen zwei bis sieben Glockenboden,
um das Lösungsmittel bis unter die analytische Nachweisgrenze auszuwaschen. Da das Reingas mit Rücksicht auf seine weitere
909827/1405 - 8 -
- 8 - O.Z. 23 882
Verwendung am wenigsten mit organischen Dämpfen verunreinigt sein soll, wird das Frischwasser 15 auf die Reingas-Naehwäsche
10 gegeben, von wo es zur Rückgas-Nachwäsche 11 weitergeführt wird. Der Nachwascher 13 des reinen Kohlendioxyds aus der
letzten Entspannungsstufe 6 erhält eine weitere Menge !Frischwasser
16, das anschließend über die Pumpe 17 dem Naohwascher zugeführt wird. Die beiden Wasserströme 15 und 16 vereinigen
sich nach Durchlaufen der Nachwascher 10 und 11 bzw. 12 und k im Nachwascher 14» von wo sie gemeinsam über die Pumpe 18 in
das Entspannungsgefäß 5 gelangen. Bei der nachfolgenden Entspannung
und Belüftung wird so viel von dem Wasser aus den Nachwäschen in Form von Dampf aus dem Kreislauf entfernt, daß
die Konzentration des Wassers im umlaufenden Alkylencarbonat auf etwa 1 # sinkt. Bei dieser Konzentration und bei den gemäß
der Erfindung vorgeschlagenen Arbeitstemperatüren ist die hydrolytische
Spaltung der Alkylencarbonate vernachlässigbar klein.
Im Turm 2 de^. Zeichnung werden 14 000 Nnr/h eines unter 26 at
stehenden Gasgemisches aus 35 Vol.96 Kohlendioxyd, 5 YoI.$>
Kohlenmonoxyd, 59 Vol.% Wasserstoff und 1 Vol.% Stickstoff im
Gegenstrom mit 270 m'/h Propylencarbonat behandelt. Das Rohgas
hat eine Temperatur von 550C und ist mit Wasserdampf gesättigt.
Es wird im Abscheider 1 von tropfbar-flüssigem Wasser und von öl aus dem vorgeschalteten Kompressor befreit. Das Propylencarbonat
tritt mit etwa 350O in die Kolonne 2 ein. Das Reingas verläßt die Kolonne mit einem Restgehalt von 1 Vol.# Kohlendi-
909827/U05 _ 9 _
- 9 - O.Z. 23 882
3 oxyd und nimmt etwa 0,02 g Propylencarbonat pro Nm Rohgas mit.
Das auf 380O erwärmte, mit Kohlendioxyd beladene Propylenoarbonat
wird in drei Stufen entspannt, zunächst auf 10 at, sodann auf 5 at und schließlich auf 1 at. Dabei entstehen im Entspannungsbehälter
4 430 Nm /h Rückgas, das mit Hilfe des Kompressors 7 auf 26 at verdichtet und dem Rohgas beigemischt wird,
im Entspannungsbehälter 5 1 350 Nm5/h ROh-CO2 und im Entspannungsbehälter
6 2600 Nnr/h Rcin-OOg. Aus dem entspannten Propylencarbonat
wird im Strippturm 9 die Restbeladung an Kohlendioxyd mit 1200 Nur/h Luft bis auf geringe Spuren entfernt. Die
Gesamtmenge Propylencarbonat, die mit den Gasströmen aus der Waschkolonne 2, den Entspannungsbehältern 4, 5 und 6 und dem
Strippturm 9 ausgetragen wird, beträgt etwa 0,5 g/Nm Rohgas. Das Reingas, die drei Entspannungsgase und das Strippgas werden
mit Wasser von 150O gewaschen. Gemäß der Zeichnung durchläuft
das !frischwasser 15 die Nachwascher 10, 11 und 14, das Frischwasser 16 die Nachwascher 13, 12 und ebenfalls 14. In den gewaschenen
Gasströmen läßt sich gaschromatographisch kein Propylencarbonat mehr nachweisen. Im Nachwascher 14 werden die vereinigten
Waschwasser auf 8 bis 12 Gew.# Propylencarbonat aufkonzentriert
und anschließend dem Entspannungsbehälter 5 zugeführt. Die Konzentration des Wassers im umlaufenden Propylencarbonat,
die sich bei der Entspannung und Belüftung einstellt, liegt bei 0,7 Gew.?6. Dieser geringe Wassergehalt beeinträchtigt die Stabilität
des Propylencarbonats nicht.
- 10 909827/1405
- 10 - . 0.Z.-23 882
Ein Gasgemisch der in Beispiel 1 gegebenen Zusammensetzung und
einem EingangBdruck von 70 at wird mit vorbeladenem Propylencarbonat,
das einen Kohlendioxyd-Partialdruok von etwa 1.4 at hat, auf einen Restgehalt von 3 Vol.# Kohlendioxyd ausgewasohen.
Der abgehende Grasstrom trägt etwa 0,3 g Propylenearbonat/nr
Gas aus. Diese Lösungemittelmenge wird in.der Wasserwäsche
bis unter die analytische Nachweisgrenze ausgewaschen und .durch Einleiten des lösungsmittelbeladenen Waschwassers in
die EntspannungsBtufe zurückgewonnen. Der Restgehalt von
3 Vol.% Kohlendioxyd im Gas wird nun in einer nachgeschalteten
Feinwäsche mit einer wässrigen Lösung eines Alkalisalzes einer Aminosäure auf einen Restgehalt von 1 ppm GOp ausgewaschen.
Selbst nach längerer Betriebsdauer ist keine Anreicherung von Propylencarbonat in der wässrig-alkalischen Lösung festzustellen.
- 11 -
909827/U05
Claims (1)
- - 11 - O.Z. 23 882Pat entanaprüche1· Verfahren zur Entfernung von Kohlendioxyd und/oder Schwefelwaeserstoff aus Gasgemischen mit Alkylencarbonaten, insbesondere Fropylencarbonat unter Brück, Entspannen und gegebenenfalls Belüften des beladenen Lösungsmittels in einer oder mehreren Stufen, dadurch gekennzeichnet, daß der Waschprozess bei normalen oder höheren Temperaturen durchgeführt wird und daß die mit Alkylencarbonatdampf beladenen Gasströme zur Rückgewinnung des Alkylencarbonate mit Wasser gewaschen werden.2· Verfahren naoh Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das alkylencarbonatbeladene Waschwasser dem Alkylencarbonat wieder zugesetzt wird.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, daduroh gekennzeichnet, daß alle abgehenden Gasetröme für sich mit Wasser gewaschen werden.4. Verfahren naoh Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das alkylencarbonatbeladene Wasohwaseer aller Nachwäschen derjenigen Entspannungsstufe zugesetzt wird, deren Gasstrom abgetrennt und mit dem Hauptgasstrom nicht wieder vereinigt wird.- 12 -909827/U055. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4» dadurch gekennzeichnet, dafl das Gae nach der Alkylencarbonatwäsehe zur Entfernung des OOg-Restgehaltes einer Feinwäsche mit wässrig-alkalischen Lösungsmitteln zugeführt wird·BADISCHE ANILIN- * SODA-FABRIK AGZeiohn.909827/U05
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB0083841 | 1965-09-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1494786A1 true DE1494786A1 (de) | 1969-07-03 |
Family
ID=6982158
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19651494786 Pending DE1494786A1 (de) | 1965-09-22 | 1965-09-22 | Verfahren zur Entfernung von Kohlendioxyd und/oder Schwefelwasserstoff aus Gasgemischen mit Alkylencarbonaten |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE687138A (de) |
| DE (1) | DE1494786A1 (de) |
| GB (1) | GB1151575A (de) |
| NL (1) | NL6613417A (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2150855A (en) * | 1983-10-17 | 1985-07-10 | Humphreys & Glasgow Ltd | Acid gas removal with power recovery |
| KR102383931B1 (ko) * | 2021-04-08 | 2022-04-08 | 아사히 가세이 가부시키가이샤 | 환상 알킬렌카보네이트의 공업적 제조 방법 |
-
1965
- 1965-09-22 DE DE19651494786 patent/DE1494786A1/de active Pending
-
1966
- 1966-09-20 BE BE687138D patent/BE687138A/xx unknown
- 1966-09-21 GB GB4211766A patent/GB1151575A/en not_active Expired
- 1966-09-22 NL NL6613417A patent/NL6613417A/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE687138A (de) | 1967-03-20 |
| NL6613417A (de) | 1967-03-23 |
| GB1151575A (en) | 1969-05-07 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3126136C2 (de) | Verfahren zur Entfernung saurer Bestandteile aus Gasgemischen | |
| DE1494809C3 (de) | Verfahren zum Auswaschen von Kohlendioxid aus schwefelarmen oder schwefelfreien Gasen | |
| EP0359991B1 (de) | Verfahren zum Entfernen von CO2 und gegebenenfalls H2S aus Gasen | |
| DE2548700C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Wasserstoffreinigung unter gleichzeitiger Kohlendioxidgewinnung | |
| EP0054772B1 (de) | Verfahren zum Reinigen eines Gasstroms | |
| DE1494808A1 (de) | Verfahren zur selektiven Auswaschung von vorwiegend H2S und CO2 aus Brenn- und Synthesegasen | |
| EP0012986A1 (de) | Verfahren zum Abtrennen und Gewinnen gasförmiger Komponenten aus einem Gasgemisch durch physikalische Wäsche | |
| EP0190434A2 (de) | Verfahren zum Entfernen von Co2 und/oder H2S aus Gasen | |
| EP0062789A2 (de) | Verfahren zur Abtrennung von kondensierbaren aliphatischen Kohlenwasserstoffen und sauren Gasen aus Erdgasen | |
| DE1801539C2 (de) | Verfahren zum Reinigen technischer Gase durch Absorption der darin enthaltenen Verunreinigungen unter Druck in einem hochsiedenden, mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel | |
| DE2817084C2 (de) | Verfahren zum Entfernen saurer Gase aus einem diese enthaltenden Gasgemisch | |
| EP0160203A1 (de) | Verfahren zum Entfernen von CO2 und/oder H2S aus Gasen | |
| EP0042041B1 (de) | Verfahren zum Auswaschen von H2S aus Kokereigas | |
| DE10207407A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxid | |
| EP4245402B1 (de) | Verfahren und anlage zur entfernung von kohlendioxid und wasser aus synthesegas | |
| DE3030435C2 (de) | Verfahren zum insbesondere mehrstufigen Auswaschen von sauren Bestandteilen wie CO↓2↓, HCN und insbesondere H↓2↓S aus Gasen, insbesondere Koksofengas, mittels einer ammoniakalischen Kreislaufwäsche | |
| EP0192195B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Abtrennen unerwünschter Komponenten aus Gasgemischen | |
| EP0179346A2 (de) | Verfahren zum Auswaschen saurer Gase aus Gasgemischen | |
| DE2759123C2 (de) | Verfahren zum Auswaschen von sauren Gasen aus Gasgemischen | |
| DE2333708B2 (de) | Verfahren zum selektiven entfernen von schwefelwasserstoff aus kohlenwasserstoffhaltigen gasen | |
| DE1494786A1 (de) | Verfahren zur Entfernung von Kohlendioxyd und/oder Schwefelwasserstoff aus Gasgemischen mit Alkylencarbonaten | |
| EP0520316B1 (de) | Verfahren zur selektiven H2S-Auswaschung | |
| DE4028880C2 (de) | ||
| DD239728A5 (de) | Verfahren zur selektiven trennung von schwefelwasserstoff aus gasgemischen, die auch kohlendioxid enthalten | |
| DE3627777A1 (de) | Verfahren zur regenerierung eines waschmittels |