DE1493318C - 3 beta, 17 alpha Dihydroxy 6 alpha methyl 4 pregnen 20 on 3 natriumsuccinat 17 acetat und 3beta, 17 alpha Dihydroxy 6 methyl 16 methylen 4,6 pregnadien 20 on 3 natriumsuccinat 17 acetat und Ver fahren zur Herstellung dieser Verbindungen - Google Patents
3 beta, 17 alpha Dihydroxy 6 alpha methyl 4 pregnen 20 on 3 natriumsuccinat 17 acetat und 3beta, 17 alpha Dihydroxy 6 methyl 16 methylen 4,6 pregnadien 20 on 3 natriumsuccinat 17 acetat und Ver fahren zur Herstellung dieser VerbindungenInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung sind 3/i,17a-Dihydroxy-
6(i - methyl - 4 - pregnen - 20 - on - 3 - natriumsuccinat-17-acetat
der Formel
CH3
und 3//,l Ta-Dihydroxy-o-methyl-lo-methylen-'l.o-pregnadien-2()-on-3-natriumsuccinat-17-acetat
der Formel
RO-
CH3
wobei R der Rest NaOOC-CH2-CH2-CO-ist,
und ein Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen.
Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß man in an sich bekannter Weise eine entsprechende
3-Hydroxyverbindung mit einem den Bcrnsteinsäurerest einführenden Mittel umsetzt und das
erhaltene Hemisuccinat in das Natriumsalz überführt.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen besitzen therapeutische Wirksamkeit und stellen die Fruchtbarkeit
herabsetzende, östrus-regulierende, progestatische und die Schwangerschaft aufrechterhaltende
Mittel mit verbessertem therapeutischem Index dar. Sie eignen sich ferner zur Behandlung von F.iitzündungszuständen,
insbesondere zur Behandlung von entzündlichen Prozessen der Haut, Augen und Ohren
sowie zur Behandlung von Kontaktdermatitis, Anaphylaxe und andererr'allergischen Erscheinungen.
Ihre Verabreichung kann in den üblichen Dosierungsformen erfolgen, z. B. in Form von Pillen,
Tabletten, Kapseln, Sirupen oder Emulsionen für die orale Applikation oder in flüssiger Form, wie sie
für natürliche und synthetische Corticoidhormone bei parenteraler Applikation bekannt ist. Man kann sie
auch örtlich in Form von Salben, Cremes, Lotionen u.dgl. verabreichen, gegebenenfalls zusammen mit
anderen Antibiotika, Germiziden u.a.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen stellen die ersten Progestine dar, die sich leicht in Wasser und
wäßrigen Pufferlösungen lösen und daher intravenös unter Erzielung hoher Progestinspiegel injiziert werden
können. Die mit ihnen erzielte Hemmung der Uterusaktivität entspricht der mit einer mikrokristallinen
Suspension von 6«-Methyl-17a-hydroxyprogesteron-17-acetat
(Medroxyprogesteronacetat, Provera) erreichten. Die intravenöse Injektion einer mikrokristallinen Suspension ist jedoch gefährlich.
Sie birgt immer das Risiko einer Verstopfung der Blutgefäße und einer Lungenembolie in sich. Mit den
ίο erfindungsgemäßen Verbindungen ist es erstmals
möglich geworden, durch intravenöse Injektion rasch hohe, die .Uterusaktivität blockierende Progestinspiegel
zu erzeugen und damit einen drohenden Abort zu verhindern.
Die wäßrigen Lösungen der erfindungsgemäßen Verbindungen können zur Erzielung einer raschen
und starken Wirkung selbstverständlich auch intraamniotisch und oral angewandt werden.
Ein intravenös zu verabreichendes Präparat kann in der Weise hergestellt werden, daß man pulverförmiges
3 β, 17α - Dihydroxy - 6α - methyl - 4 - pregnen 20-on-3-natriumsuccinat-17-acetat
mit Äthylenoxidgas sterilisiert und es darauf in Mengen von 100 mg aseptisch in sterile 5-cmJ-Ampuilen einfüllt. Bei drohendem
Abort wird sterile Natriumchlorid-Injektionslösung bis zur Erzielung eines Volumens von 2 ml
zugesetzt. Die Lösung kann intravenös oder auch intramuskulär verabreicht werden.
Die Acylierung mit dem den Bernsteinsäurerest
.10 einführenden Mittel erfolgt unter Verwendung des Acylierungsmittels als Lösungsmittel, vorzugsweise
in Gegenwart eines geeigneten weiteren inerten Lösungsmittels, wie Benzol, Toluol, Xylol, Dioxan,
Methylenchlorid, Dimethylformamid, Äther u. dgl., insbesondere wenn das Acylierungsmittel ein Feststoffist,
ferner häufig in Gegenwart eines Katalysators, wie p-Toluolsulfonsäure, oder eines Amins, vorzugsweise
Pyridin. Je nach Temperatur, und Lösungsmittel beträgt die Reaktionszeit wenige Minuten bis
4c 24 Stunden. Wenn als Acylierungsmittel die freie
Säure verwendet wird, erfolgt die Umsetzung vorzugsweise in Gegenwart eines Veresterungskatalysators,
wie p-Toluolsulfonylchlorid, Trifluoressigsäureanhydrid,
p-Toluolsulfonsäure, Tritluoressigsäure, Schwefeisäure od. dgl.
Verläuft die Veresterung bei Raumtemperatur nicht vollständig, so können Temperaturen bis zu 90"C,
vorzugsweise von etwa 65" C, angewandt werden. Das Fortschreiten der Umsetzung wird zweckmäßig
durch Dünnschichtchromatographie über Tonerde oder synthetisches Magnesiumsilikat (»Florisil«) verfolgt.
Das Acylierungsprodukt wird in an sich bekannter Weise aus dem Reaktionsgemisch isoliert, z. B. durch
Ausfällen mit Wasser oder verdünnter anorganischer Säure und Abliltrieren oder Extrahieren mit einem
mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, wie Methylenchlorid, Äthylacetat, Benzol, Äther u.dgl.,
direkte Kristallisation, Chromatographieren, Gegen-
fo Stromextraktion oder durch eine Kombination dieser
Maßnahmen.
Für die nachfoigende.Salzbildung kann das 3-Acylat auch in roher Form verwendet werden.
Die Umwandlung in das Natriumsal/. erfolgt nach
6S an sich bekannten Methoden, /.. B. nach dem in der
USA.-Patentschrift 3 025 311 beschriebenen Verfahren.
Die folgenden Beispiele erläutern this erliiulungsgemäße
Verfahren:
Claims (3)
1. 3/)', 17α - Dihydroxy - 6u - methyl - 4 - pregnen 20-on-3-natriumsuccinat-17-acctat.
2. 3/ί,1 la - Dihydroxy - 6 - methyl -16 - methylen-4,6-pregnadien-20-on-3-natriumsuccinat-l
7-acetat.
3. Verfahren zur Herstellung der Steroide nach Anspfuch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
man in an sich bekannter Weise eine entsprechende 3-Hydroxyverbindung mit einem den Bernsteinsäurerest
einfuhrenden Mittel umsetzt urd das erhaltene Heinisuccinat in das Natriumsulz überführt.
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