DE1490202C - Festkorperverstarker - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft Festkörperverstärker mit einem Halbleiterkörper, an dessen Oberfläche an zwei
längs einer ersten Achse einander gegenüberliegenden Seiten zwei an eine Gleichspannung anschließbare
Elektroden angebracht sind, zwischen denen im Betrieb ein Gleichstrom fließt, dessen Größe durch
Widerstandsänderungen des Halbleiterkörpers steuerbar ist, welche durch ein den Halbleiterkörper parallel
zu einer zweiten Achse durchsetzendes, signalabhängiges Magnetfeld verursacht sind.
Bei Verstärkern mit negativer Widerstandscharakteristik, wie Masern, parametrischen Verstärkern oder
Tunneldiodenverstärkern, werden Kopplungselemente mit richtungsabhängiger Übertragungscharakteristik
benötigt, um den Rauschfaktor klein zu halten und ein stabiles Arbeiten zu gewährleisten. Die bekannten,
Elektronenröhren oder Transistoren enthaltenden Verstärker sind nur für verhältnismäßig niedrige
Frequenzen brauchbar, wenn nicht sehr hoher Aufwand getrieben wird. Ferritgyratoren und Zirkulatoren
lassen sich zwar auch bei Frequenzen im Mikrowellenbereich verwenden, sie stellen jedoch passive,
verlustbehaftete Bauelemente dar.
Es ist ferner eine Verstärkerschaltung bekannt, die einen pnp-Flächentransistor enthält, dessen Stromverstärkungsfaktor
durch ein äußeres elektrisches und/oder magnetisches Feld steuerbar ist (deutsche
Auslegeschrift 1047 947). Das Feld beeinflußt dabei die Diffusionslänge der Träger zwischen der Emittersperrschicht
und der Kollektorsperrschicht und damit auch den Prozentsatz der vom Emitter injizierten
und an der Kollektorsperrschicht ankommenden Träger. Da die Diffusionslänge umgekehrt proportional
dem spezifischen Widerstand des Halbleiters ist, ergibt sich eine Widerstandsänderung, die exponentiell
vom Magnetfeld abhängt.
Es sind ferner Hallspannungsgeneratoren bekannt, die einen Halbleiterkörper in Form eines rechteckigen
Plättchens enthalten, das mit zwei Paaren sich gegenüberliegender Elektroden versehen ist (deutsche Auslegeschrift
1 000 096). Zwischen den Elektroden des einen Paares fließt ein Gleichstrom, während an den
Elektroden des anderen Paares eine Ausgangsspannung abnehmbar ist, deren Größe von dem Gleichstrom
und einem auf der die Elektroden enthaltenden Ebene senkrecht stehenden Magnetfeld abhängt.
Durch die Erfindung soll ein nicht reziproker Festkörperverstärker
angegeben werden, der sowohl bei verhältnismäßig niedrigen als auch bei sehr hohen
Frequenzen betrieben werden kann und sich insbesondere für Nachrichtenübertragungs- und Datenverarbeitungsanlagen
eignet.
Ein Festkörperverstärker der eingangs genannten Art ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß an der Oberfläche des Halbleiterkörpers in an sich bekannter Weise an zwei längs einer dritten
Achse einander gegenüberliegenden Seiten zwei zusätzliche Elektroden angebracht sind, an denen im
Betrieb eine zweite Gleichspannung liegt, deren Größe bezüglich der ersten Gleichspannung so bemessen
ist, daß freie Ladungen aus demjenigen Bereich des Halbleiterkörpers entfernt werden, der von
dem durch das Magnetfeld zu steuernden Strom durchflossen ist.
Hinsichtlich der Weiterbildungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche verwiesen.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird eine rechteckige Halbleiterplatte aus Germanium-Indiumantimonid
od. dgl. mit zwei Paaren Ohmscher Elektroden verwendet, die mit Gleichstromquellen
verbunden sind. Durch die Platte fließen von den Elektrodenpaaren zwei gekreuzte elektrische Ströme
in einer Ebene, und außerdem wirkt ein magnetisches Feld ein, das wenigstens annähernd im rechten Winkel
zu der beiden elektrischen Strömen gemeinsamen Ebene gerichtet ist. Die Stärke des Stromes in dem
widerstandsbehafteten Stromweg zwischen den Elektroden des einen Paares ist eine Funktion des magnetischen
Feldes, und es hat sich gezeigt, daß die Stromänderungen wesentlich stärker werden, wenn das
zweite elektrische Feld an dem zweiten Elektrodenpaar vorhanden ist.
Bei bestimmten Verhältnissen der den beiden Elektrodensätzen zugeführten Potentiale können die differentiellen
Änderungen des Widerstandes zwischen dem einen Elektrodenpaar, die als Eingangselektroden
geschaltet sind, extrem empfindlich gegenüber Änderungen des magnetischen Feldes gemacht werden.
Die Erfindung soll an Hand einiger Ausführungsbeispiele in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert
werden, dabei bedeutet
Fig. 1 ein Schaltbild eines Verstärkers mit mehreren mit magnetfeldabhängigem Widerstand arbeitenden
Festkörperverstärkern gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine vergrößerte, perspektivische Ansicht eines in der Schaltung nach Fig. 1 verwendeten
Festkörperverstärkers mit magnetfeldabhängigem Widerstand,
Fig. 3 und 4 schematische Darstellungen der signalabhängigen und konstanten Magnetfeldelemente
in einem Verstärker,
Fig. 5 und 6 Diagramme zur Erläuterung der Betriebseigenschaften des in Fig. 1 dargestellten Verstärkers,
Fig. 7 ein Schaltbild einer anderen Ausführungsform der Erfindung, bei dem Teile vereinfacht per-
spektivisch dargestellt sind,
Fig. 8 eine schematische perspektivische Ansicht einer als Mikrowellenverstärker geeigneten Ausführungsform
der Erfindung und
Fig. 9 eine vergrößerte, perspektivische Ansicht des einen Halbleiter mit magnetfeldabhängigem Widerstand
enthaltenden Teils der in Fig. 8 dargestellten Anordnung mit den zugehörigen elektrischen Anschlüssen.
In den Zeichnungen tragen gleiche oder gleichartige Elemente gleiche Bezugszeichen.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Verstärkerschaltung enthält als Verstärkerelement einen Körper 10
aus einem Halbleiterwerkstoff, wie z. B. Germanium oder Indiumantimonid, der etwa rechteckig ist und
wenigstens annähernd parallele rechteckige Endflächen 11, 12 an der in der Zeichnung senkrecht
stehenden, längeren Achse und zwei Paare einander gegenüberliegender, annähernd paralleler Seitenflächen
13, 14 bzw. 15, 16, die senkrecht auf zwei im Zentrum sich kreuzenden Achsen stehen, hat. Vier
Elektroden, die alle etwa die gleiche Größe besitzen, sind in der Mitte paarweise auf den Seitenflächen 13,
14 und den Endflächen 11, 12 angebracht. Wie genauer aus Fig. 2 ersichtlich ist, befinden sich die
Elektroden 19, 20 auf den Endflächen 11 bzw. 12, und das andere Elektrodenpaar 21, 22 ist an den Seitenflächen
13 bzw. 14 angebracht. Eine Anordnung, die beabstandete Signalleiterelemente 24, 25 enthält,
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die auf gegenüberliegenden Seiten in Richtung der stehen kann, der ein Signalüberbrückungskondensator
Längsachse angeordnet sind, dienen zur Erzeugung 50 parallel geschaltet ist. Die Vorspannungsquelle
eines signalabhängigen Magnetfeldes, das den Körper F4 und die Wicklung 48 liegen also in Reihe zwischen
zwischen den anderen beiden Seitenflächen 15, 16 den Anschlüssen 46, 44, und der Strom aus der Batquer
durchsetzt. - 5 terie fließt durch die Elektroden und die Halbleiter-
Der rechteckige Körper 10 aus einem Halbleiter- körper quer von einer Seite zur anderen; die Wider-
werkstoff ist also mit vier flächenförmigen Elektro- stände der Körper liegen in Reihe, um einen besseren
den versehen, die zwei auf verschiedenen Achsen Steuereffekt zu erhalten, wie noch erläutert werden
einander gegenüberliegende Paare 19, 20 bzw. 21, 22 wird.
bilden; die eine Achse Ey verläuft in Längsrichtung io In entsprechender Weise sind die Endelektroden
des Körpers zwischen den Elektroden 19, 20, und die durch die Leitungen 44, 45 in einen Signalausgangs-
andere Achse Ex verläuft senkrecht zu der erster- oder Signalübertragungskreis geschaltet, der in Rei-
wähnten Achse zwischen den Elektroden 21, 22. henschaltung noch eine Ausgangskopplungsimpedanz
Beide Achsen liegen wenigstens annähernd in einer 52 und eine Betriebsspannungsquelle Vß enthält. Bei
gemeinsamen Ebene. 15 dem dargestellten Beispiel besteht die Impedanz 52
Die Leiter 24, 25 bilden ein Teil einer Anordnung aus der Primärwicklung eines Kopplungstransformazur
Erzeugung eines signalabhängigen magnetischen tors, dessen Sekundärwicklung 53 durch einen verän-Gleichfeldes,
das den Körper parallel zu einer dritten derlichen Kondensator 54 auf eine gewünschte Signal-Achse
Bz quer durchsetzt, wie durch die Pfeile in frequenz abstimmbar ist. An die Sekundärwicklung
Fig. 1 und 2 angedeutet ist; diese Achse Bz steht 20 53 sind außerdem zwei Ausgangsklemmen 55, 56 anwenigstens
annähernd senkrecht auf der obenerwähn- geschlossen. Die Wicklung 48 ist induktiv mit der
ten gemeinsamen Ebene. Die Elektrodenpaare sind Primärwicklung 52 gekoppelt, um Signale von dieser
mit noch näher zu beschreibenden Schaltungsanord- Wicklung in den Steuerkreis 46, 47 rückzukoppeln,
nungen verbunden, die Gleichspannungen bestimm- während gleichzeitig diese Signale durch die Sekunter
Größe und eines bestimmten Verhältnisses zuein- 25 därwicklung 53 zu den Ausgangsklemmen 55, 56 geander
liefern, um in dem Halbleiterkörper elektrische langen.
Ströme in den Richtungen Ey und Ex zu erzeugen. Die die Betriebsenergie für den Verstärker liefernde
Wie noch genauer erläutert werden wird, stehen die Gleichspannungsquelle VB kann beliebig gewählt wer-Spannungen
in einem solchen Verhältnis zueinander, den, sie ist hier als zweite Batterie 58 dargestellt. Bei
daß sich eine hohe Empfindlichkeit des durch magnet- 3° einer Verstärkerschaltung dieser Art ist die Betriebsfeldabhängige
Widerstandsänderungen bestimmten spannung der Quelle VB normalerweise kleiner als
Längsstromes durch den Körper und die zugehörigen die Spannung der Steuerspannungsquelle VA. Die BeElektroden
19, 20 gegenüber Änderungen des Ma- triebsspannungsquelle ist durch einen Kondensator
gnetfeldes ergibt. 59 für Signalströme überbrückt, und der Stromkreis
Um diesen Effekt noch mehr zu vergrößern und 35 von der Leitung 45 durch die Primärwicklung 52 und
zu vervielfachen, können mehrere der beschriebenen die Betriebsspannungsquelle V8 oder Batterie 58 zur
Einrichtungen mit magnetf eldabhängigem Widerstand Leitung 44 wird durch einen gemeinsamen Rückvorgesehen
werden, die im Abstand voneinander und leiter 60 geschlossen, der an Masse oder ein Chassis
ausgerichtet angeordnet sind und miteinander sowohl 61 angeschlossen ist oder durch dieses gebildet
bezüglich des Steuerkreises als auch des Signalüber- 4° wird.
tragungskreises in Reihe geschaltet sind. Bei der in Die magnetische Kopplungsanordnung für die zu-Fig.
1 dargestellten Schaltung sind beispielsweise sätzlichen Festkörperverstärker 28, 33 mit magnetzwei
zusätzliche Festkörperverstärker mit magnet- feldabhängigem Widerstand enthalten zwei zusätzfeldabhängigem
Widerstand entsprechend Fig. 2 in liehe Signalleiterelemente 64, 65, die auf gegenüberdem
Verstärker enthalten und bezüglich des ersten 45 liegenden Seiten parallel zur Längsachse des Halbin
der dargestellten Weise in einer Reihe angeordnet. leiterkörpers 33 liegen. Die Leiterstücke 24, 25, 64,
Der zweite Festkörperverstärker enthält also einen 65 sind also im Abstand voneinander angeordnet und
rechteckigen Körper 28 aus einem Halbleiterwerk- verlaufen wenigstens annähernd parallel zueinander
stoff mit einem Paar an den Endflächen angebrachten und zu den Halbleiterkörpern, die zwischen ihnen
Elektroden 29, 30 und einem Paar an den Längs- 50 liegen, und bilden dadurch eine magnetische Koppflächen
angeordneten Seiteneelektroden 31, 32. Der lung für beide Halbleiterkörper durch die Leiter auf
dritte Festkörperverstärker enthält einen entsprechen- deren gegenüberliegenden Seite,
den Halbleiterkörper 33 mit Endelektroden 34, 35 Die Festkörperverstärker sind daher in wenigstens und Seitenelektroden 36, 37. annähernd gleichen Abständen voneinander und von
den Halbleiterkörper 33 mit Endelektroden 34, 35 Die Festkörperverstärker sind daher in wenigstens und Seitenelektroden 36, 37. annähernd gleichen Abständen voneinander und von
Im Betrieb der dargestellten Anordnung werden 55 den Signalleiterstücken angeordnet und werden durch
die Endelektroden über Leiter 39, 40, die die Elek- ein Eingangssignal mittels eines Modulator- oder Ein-
troden 19 und 29 bzw. 30 und 35 verbinden, in Reihe gangskreises moduliert, der die Leiterstücke 24, 25,
geschaltet. In gleicher Weise werden die Seitenelek- 64, 65 enthält, die derart in_ Reihe geschaltet sind,
troden 22, 31 durch einen Verbindungsleiter 41 und daß sie auf gegenüberliegenden Seiten jedes einzelnen
die Elektroden 32, 36 durch einen Verbindungsleiter 60 Halbleiterkörpers Strom in entgegengesetzten Rich-
42 in Serie geschaltet. Auf diese Weise werden die tungen führen. Diese Schaltungsverbindungen erfol-
Endelektroden zwischen zwei Anschlußleitungen 44, gen durch eine gestrichelt gezeichnete Verbindungs-
45 in Reihe geschaltet, und die Seitenelektroden lie- leitung 65 α zwischen den Leitern 24 und 25 und eine
gen in Reihe zwischen zwei weiteren Anschlußleitern gestrichelt gezeichnete Leitung 66 zwischen den Lei-
46, 47. Die Anschlußleiter 46, 47 gehören zu einem 65 tern 25 und 64 und eine ebenfalls gestrichelt gezeich-
Vorspannungs- oder Steuerkreis, der außerdem noch nete Leitung 67 zwischen den Leitern 64, 65. Der
eine Kopplungswicklung 48 und eine Gleichspan- Leiter 65 ist mit einem Anschlußleiter 68 und der
nungsquelle VA enthält, die aus einer Batterie 49 be- Leiter 24 mit einem Anschlußleiter 69 verbunden,
der in Reihe mit einem einstellbaren Abstimmkondensator 70 und einer Eingangs-Kopplungsimpedanz
71 in Reihe geschaltet ist; Die Kopplungsimpedanz 71 besteht aus der Sekundärwicklung eines Eingangstransformators, dessen Primärwicklung 72 mit Eingangsklemmen
73, 74 verbunden ist. Das eine Ende der Sekundärwicklung 71 ist über die Masseverbindung
60, 61 mit der Leitung 68 verbunden, womit der Eingangskreis geschlossen ist.
In der dargestellten Schaltungsanordnung dienen die Leiter 24, 25, 64, 65 dazu, ein die Körper quer
durchsetzendes Magnetfeld, dessen Stärke vom Signal abhängt, zu erzeugen. Das Feld durchsetzt die den
Leitern zugeordneten Körper parallel zur dritten Achse Bz, der Magnetfeldachse, die wenigstens annähernd
senkrecht auf der Ebene der beiden Stromwege steht, deren Widerstand magnetfeldabhängig ist
und die in Längs- bzw. Querrichtung durch die einzelnen Körper verlaufen. Die Polaritäten der Magnetfelder,
die durch die von Signalströmen durchflossenen Leiter erzeugt werden, addieren sich in den einzelnen
Halbleiterkörpern und wechseln die Richtung von Halbleiterkörper zu Halbleiterkörper des Verstärkers.
Zusätzlich zu dem vom Signal abhängigen Magnetfeld, das in den Festkörperverstärkerelementen durch
die Kopplungsleiter 24, 25, 64, 65 erzeugt wird, wird an die einzelnen Halbleiterkörper noch ein konstantes
Magnetfeld gelegt, vorzugsweise mittels einer zugeordneten Permanentmagnetanordnung. Bei dem
dargestellten Beispiel werden in den Körpern 10, 28 und 33 Magnetfelder erzeugt, deren Richtung von
Körper zu Körper wechselt, wie durch die Markierungen X in den Körpern 10, 33 und den Punkten
im Körper 28 angedeutet ist, der Fluß verläuft also bei den Körpern 10, 33 in die Zeichenebene hinein
und beim Körper 28 aus dieser heraus. Einzelheiten der Anordnung und Kopplung der Signalfelder und
Vormagnetisierungsgleichfelder mit den Halbleiterkörpern sollen nun zusätzlich zu den Fig. 1 und 2 an
Hand der Fig. 3 und 4 erläutert werden.
In Fig. 3 und 4 sind die Halbleiterkörper in zwei Reihen, einer oberen und einer unteren angeordnet.
Es sind hier zwei Gruppen solcher Halbleiterkörper vorgesehen, um durch eine Vermehrung der Anzahl
der Festkörperverstärker mit magnetfeldabhängigem Widerstand einen höheren Steuerungs- und Verstärkungsgrad
zu erreichen. Bei der dargestellten Anordnung sind die drei Halbleiterkörper 10,28,33 zwischen
Leitern zum Einkoppeln des Signals angeordnet, die am einfachsten und zweckmäßigsten durch zwei
Bifilarleiter 76, 77 einer bifilaren Wendelwicklung auf einem isolierenden Träger, beispielsweise einem Rohr
78, gebildet werden. Die Windungen der Wicklungen 76, 77 sind genügend weit beabstandet, so daß die
Halbleiterkörper 10, 28, 33 in der dargestellten Weise zwischen ihnen angeordnet werden können. Die Wicklung
ist so geschaltet (s. beispielsweise Fig. 3), daß der sie durchfließende Signalstrom in Leitern auf gegenüberliegenden
Seiten eines Halbleiterkörpers in entgegengesetzten Richtungen fließt.
Die in den Halbleiterkörpern durch die Signalströme in den Leitern induzierten Magnetfelder addieren
sich also gegenseitig, da die Felder der benachbarten Leiter gleiche Richtung im Halbleiterkörper
besitzen, dabei wechselt die Richtung des Feldes von Halbleiterkörper zu Halbleiterkörper, wie durch die
gestrichelt gezeichneten kreisförmig gekrümmten Pfeile in Fig. 3 angedeutet ist. Die Pfeile und die
Markierungen in den Leitern entsprechen Momentanwerten des Stromes und des Magnetfeldes und wechseln
natürlich bei Wechselspannungssignalen dauernd. In Fig. 3 sind keine Endelektroden dargestellt,
sie sind natürlich ebenso wie in Fig. 1 vorhanden. Zur Vereinfachung der Zeichnung sind in Fig. 3 nur
die Seitenelektroden der einzelnen Halbleiterkörper dargestellt, und diese sind in entsprechender Weise
ίο wie in F i g. 1 zwischen die Leiter 46, 47 in Reihe geschaltet.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind mehrere Reihen von Halbleiterkörpern vorgesehen,
um die Anzahl der in Betrieb befindlichen Einheiten zu erhöhen. Da die Leiter wendelförmig
sind, können verschiedene Gruppen von Halbleiterkörpern zwischen die Windungen eingesetzt werden
und sind dann in derselben Weise wie die Halbleiterkörper 10, 28 und 33 mit diesen magnetisch gekoppelt.
In Fig. 3 und 4 ist eine zusätzliche Reihe von Halbleiterkörpern 80, 81, 82 als untere Reihe dargestellt.
Es kann eine beliebige Anzahl solcher Reihen von Halbleiterkörpern vorhanden sein, die parallel
geschaltet sein können oder unabhängig von der ersten oder anderen Reihe solcher Halbleiterkörper
betrieben werden können, die zwischen den Windungen der Doppelwendel angeordnet sind, die durch die
Bifilarwicklung 76, 77 oder eine andere geeignete Kopplungsanordnung gebildet werden.
Das ,Vormagnetisierungsfeld für die erwähnten Halbleiterkörper wird durch eine Anzahl von Permanentmagneten
in Stabform erzeugt, die in Fig. 3 durch die gestrichelten Rechtecke 85, 86, 87, 88 und
in Fig. 4 durch entsprechend bezeichnete ausgezogene Rechtecke dargestellt sind. Entsprechende Magnete
89, 90, 91, 92 sind jeder zusätzlichen Reihe von Halbleiterkörpern zugeordnet, beispielsweise der
zweiten, unteren Reihe 80, 81, 82 bei dem dargestellten Beispiel. Das durch die Stabmagnete erzeugte
Vormagnetisierungsfeld hat längs der Reihe in Serie geschalteter Festkörperverstärker mit magnetfeldabhängigem
Widerstand eine entsprechende Anzahl von Polen mit abwechselndem Vorzeichen. Bei dem dargestellten
Beispiel sind die Stabmagnete mit gleichpoligen Enden aneinandergereiht, so daß zwei aneinander
angrenzende Magnetenden Flüsse in gleicher Richtung erzeugen und die Polarität der Flüsse von
Einheit zu Einheit wechselt.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel bilden die Stabmagnete 85, 86 also zwei Südpole über dem
Halbleiterkörper 10; zwei Nordpole werden in entsprechender Weise über dem Halbleiterkörper 28
durch die Stabmagnete 86, 87 gebildet. Die aneinander angrenzenden Südpole der Stabmagnete 87, 88
decken sich mit dem Halbleiterkörper 33. Die Richtungen der Flüsse von den Nordpolen zu den Südpolen
der aufeinanderfolgenden Stabmagnete sind in Fig. 4 durch die gestrichelten Pfeile 95 angedeutet.
Die entsprechenden Vormagnetisierungsfelder für die Halbleiterkörper 80, 81, 82 sind ebenfalls. eingezeichnet.
Beim Vergleich der Magnetfelder in Fig. 3 und 4 sieht man, daß der in den einzelnen Halbleiterkörpern
10, 28, 33 längs der ßz-Achse durch die Permanentmagnete erzeugte Fluß abwechselnd längs derselben
Achse in den einzelnen Körpern durch den Signalfluß durch die Kopplungselemente wie die Elemente
24, 25, 64, 65 in Fig. 1 und die entsprechen-
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den bifilaren Wicklungselemente 76, 77 in Fig. 3, 4 sehen Modulations- oder Signaleingangskreis entkop-
abwechselnd unterstützt oder geschwächt wird. pelt ist.
Dadurch wird bewirkt, daß sich der magnetische In F i g. 5 und 6 sind die Beziehungen zwischen
Fluß in den Festkörperverstärkern mit magnetfeld- den durch das Signal bewirkten Änderungen des maabhängigem
Widerstand mit der Signalfrequenz an- 5 gnetischen Gleichfeldes, das die Halbleiterkörper
dert und eine Modulation des Stromes aus der längs der Sz-Achsen durchsetzt, und den Wider-Gleichspannungsquelle
Vβ bewirkt, die durch die Standsänderungen bzw. den resultierenden Signal-Kopplungsanordnung
52 (Fig. 1) der Ausgangsschal- Stromänderungen in dem den Stromweg längs der
tung zugeführt wird. Das den Klemmen 73, 74 züge- Achse Ey enthaltenden Ausgangskreis für verschieführte
Eingangssignal wird also durch den magneto- ίο dene Werte der von der Quelle F4 gelieferten Steuerelektrischen
Effekt verstärkt und erscheint in ver- spannung dargestellt.
stärktem Zustand an den Ausgangsklemmen 55, 56. In F i g. 5 ist der Strom / im Ausgangskreis 44, 45
Wegen der größeren Anzahl an Festkörperverstärkern längs der Ordinate in Abhängigkeit von dem auf der
mit magnetfeldabhängigem Widerstand in der Rei- Abszisse aufgetragenen Magnetfelds für drei verhenschaltung
im Kreis 44, 45 kann ein verhältnis- 15 schiedene Werte der Steuerspannung F4 dargestellt,
mäßig hoher Grad an Signalverstärkung mit kleineren die Kurve 97 entspricht der Spannung Null, die
oder weniger Vormagnetisierungsfeldern und elektri- Kurve 98 einem verhältnismäßig niedrigen und die
sehen Feldern sowie zugeordneten Elementen erreicht Kurve 99 einem verhältnismäßig hohen Spannungswerden, wert. Die Kurve 99 zeigt, daß schon verhältnismäßig
Die Einführung der zusätzlichen elektrischen 20 kleine Flußänderungen im Halbleiterkörper verhält-Ströme
durch den Steuerkreis 46, 47 aus der Span- nismäßig große Stromänderungen im Ausgangskreis
nungsquelle VA oder Batterie 49, ergibt einen höhe- bewirken. Der Grund hierfür liegt darin, daß sich der
ren Verstärkungsgrad pro einzelnem Festkörperver- Widerstand des Kreises, d. h. der magnetfeldabhänstärker
der Reihenschaltung. Der Grund hierfür be- gige Widerstand der einzelnen aufeinanderfolgenden
steht darin, daß die differentielle Widerstandsände- 25 Halbleiterkörper zwischen den Elektroden 19, 20;
rung der einzelnen Festkörperverstärker mit magnet- 29, 30 und 34, 35 stark in derselben Weise ändert,
feldabhängigem Widerstand in der Signalübertra- In F i g. 6 ist auf der Ordinate die resultierende gungsschaltung extrem empfindlich für Magnetfeld- Widerstandsänderung R in Abhängigkeit von dem änderungen, wie sie durch die Eingangssignale erzeugt auf der Abszisse aufgetragenen Magnetfeld für drei werden, gemacht werden kann. Die elektrischen Ströme 30 verschiedene Werte von VA dargestellt, die Kurven längs der .Ey-Achse des Halbleiterkörpers ergeben 97R, 98 R und 99 R entsprechen dabei den Kurven nicht die erwähnte extreme Empfindlichkeit, da längs 97, 98 bzw. 99 in Fig. 5. Eine ÄnderungBs des einer Achse immer freie Ladungen verbleiben, die die magnetischen Flusses ausgehend vom Wert B0 oder Steuerung oder Änderung des magnetfeldabhängigen Null auf einen Wert Bm oder einen Maximalwert entWiderstandes verschlechtern, die in der Praxis er- 35 spricht zwei Schnittpunkten 100 bzw. 101 auf der reicht werden kann. Kurve 99R und ergibt eine Widerstandsänderung R
feldabhängigem Widerstand in der Signalübertra- In F i g. 6 ist auf der Ordinate die resultierende gungsschaltung extrem empfindlich für Magnetfeld- Widerstandsänderung R in Abhängigkeit von dem änderungen, wie sie durch die Eingangssignale erzeugt auf der Abszisse aufgetragenen Magnetfeld für drei werden, gemacht werden kann. Die elektrischen Ströme 30 verschiedene Werte von VA dargestellt, die Kurven längs der .Ey-Achse des Halbleiterkörpers ergeben 97R, 98 R und 99 R entsprechen dabei den Kurven nicht die erwähnte extreme Empfindlichkeit, da längs 97, 98 bzw. 99 in Fig. 5. Eine ÄnderungBs des einer Achse immer freie Ladungen verbleiben, die die magnetischen Flusses ausgehend vom Wert B0 oder Steuerung oder Änderung des magnetfeldabhängigen Null auf einen Wert Bm oder einen Maximalwert entWiderstandes verschlechtern, die in der Praxis er- 35 spricht zwei Schnittpunkten 100 bzw. 101 auf der reicht werden kann. Kurve 99R und ergibt eine Widerstandsänderung R
Es wird also eine zusätzliche Steuerschaltung und zwischen den Werten R0 oder Null und dem Wert Rm
eine Gleichstromsteuerquelle VA (Fig. 1) vorgesehen, oder dem Maximalwert. Die Kurven zeigen anschau-
und die Steuerspannung wird bezüglich der Spannung lieh den Einfluß der Vor- oder Steuerspannung F4.
der Betriebsstromquelle VB so eingestellt, daß ein 40 In einem Verstärker, wie er in F i g. 1 dargestellt
Betriebszustand erreicht wird, in dem die freien La- ist, können die Halbleiterkörper beispielsweise aus
düngen im Hauptsteuerstromweg durch den Körper einem rechteckigen Körper aus Indiumantimonid be-
aus dem Werkstoff mit magnetfeldabhängigem Wi- stehen, dessen in Fig. 2 eingezeichnete Abmessun-
derstand im wesentlichen entfernt oder zumindest gen folgende Werte besitzen: L=9,5 mm, T=3,2 mm
verringert werden. Hierdurch kann erreicht werden, 45 und W—1,5 bis 3,2 mm; das Verhältnis der Steuer-
daß der Stromfluß zwischen den Elektroden 19, 20; spannung zur Betriebsspannung VA : VB wurde durch
29, 30 und 34, 35 praktisch vollständig durch die Einjustierung von beispielsweise VA auf den Wert
signalbedingten Schwankungen des Magnetflusses in 20:1 eingestellt. Auf diese Weise können im Signal-
dem betreffenden Element gesteuert wird. Die Steue- Übertragungskreis von V8 im Betrieb signalabhängige
rung des magnetfeldabhängigen Widerstandes kann 50 Widerstandsänderungen vom 20- bis zum 200fachen
auf diese Weise sehr viel empfindlicher gemacht wer- erreicht werden. Bei abgeschalteter Spannung VA ent-
den. sprechend den Kurven 97, 97 R in F i g. 5 bzw. 6 ist
Wenn sich die Stärke des Signals in der Ausgangs- eine derartige Steuerung oder Signalverstärkung nicht
wicklung 52 ändert, wird ein Teil des Signals durch erreichbar.
die Wicklung 48 in die Vorspannungs- oder Steuer- 55 Betrachtet man das Verstärkersystem als Ganzes,
schaltung 46, 47 rückgekoppelt. Diese Rückkopplung so sieht man, daß die in den F i g. 1, 3 und 4 darge-
gewährleistet eine dynamische Steuerung der Ströme stellte Schaltungsanordnung eine Reihe von im Ab-
in den Halbleiterkörpern mit der Signalfrequenz, so stand voneinander angeordneten Signalleitern oder
daß die statisch durch die Spannungsquellen 58, 59 Spulenschleifen enthält, die wenigstens annähernd
einjustierten Verhältnisse auch dynamisch erhalten 60 parallel zueinander verlaufen und polaritäts- oder
bleiben. Die Wicklung 48 ist daher nur so stark an- phasenmäßig gegeneinandergeschaltet sind, so daß
gekoppelt, daß eine wirksame dynamische Steuerung die Signalströme in zwei benachbarten Leitern oder
der Ströme in den Halbleiterkörpern bei der Signal- Spulenwindungen in entgegengesetzten Richtungen
frequenz gewährleistet ist, und diese Wicklung kann verlaufen. Die augenblicklichen Signalströme fließen
daher als dynamische Abgleich-Rückkopplungswick- 65 also abwechselnd in verschiedenen Richtungen durch
lung im Steuerkreis 46, 47 angesehen werden. Es ist die aufeinanderfolgenden Leiter oder Schleifenwick-
ersichtlich, daß der Steuerkreis sonst vom Signal- lungen, wenn sie in der dargestellten Weise in Reihe
übertragungs- oder Ausgangskreis und dem magneti- geschaltet sind. Durch diese Konstruktion ergeben sich
starke periodisch wechselnde hochfrequente Magnetfelder zwischen benachbarten Leitern. Eine Reihe
von Halbleiterscheiben aus Indiumantimonid, Germanium od. dgl., die mit geeigneten Elektroden oder
Kontaktelementen versehen und auf zweierlei Weise in Reihe geschaltet sind, nämlich longitudinal und
transversal, wie beschrieben wurde, können dann eingesetzt werden und sprechen auf die aufeinanderfolgenden,
obenerwähnten Felder an und ergeben eine Signalsteuerung und -verstärkung sowohl einzeln als
auch in der Reihenschaltung.
Es ist ersichtlich, daß das oder die magnetischen Gleichfelder, die durch die aus Ferrit od. dgl. bestehenden
Stabmagnete erzeugt werden, in entsprechendem Sinn oder achsparallel mit den Hochfrequenzmagnetfeldern
auf die Körper oder Scheiben aus dem Halbleiterwerkstoff zur Einwirkung gebracht
werden, so daß, wie bereits erwähnt worden ist, auf jeden Körper oder jede Scheibe ein konstantes magnetisches
Feld, dem ein hochfrequentes Magnetfeld überlagert ist, längs einer Achse einwirkt, die nicht
mit einer der beiden Achsen zusammenfällt, parallel zu denen die elektrischen Ströme fließen.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Schaltungsanordnung wird das Eingangssignal den modulierenden Leitern
24, 25, 64, 65 in Reihe mit einer Resonanzanordnung zugeführt, die den Kondensator 70 und die
Sekundär- oder Eingangswicklung 71 enthält. Die Leiter liegen also direkt in dem abgestimmten Eingangskreis.
Selbstverständlich können auch andere Schaltungsanordnungen vorgesehen sein, um die Signale
im Eingangskreis in entsprechende modulierende Signale in den Leitern 24, 25, 64, 65 umzuwandeln
oder in diese einzukoppeln. In jedem einzelnen Halbleiterkörper findet eine Modulation des
Widerstandes durch den beschriebenen magnetoelektrischen Effekt statt, und da die Einheiten in Serie
geschaltet sind, ist der Modulationseffekt kumulativ, ebenso wie der Steuereffekt der Spannungsquelle VA
in der Steuer-Serienschaltung. Die Modulation erscheint dadurch als Signalbestandteil im Signalübertragungskreis,
der die Ausgangskopplungsimpedanzanordnung 52 enthält, von der der Ausgangssignalanteil
abgenommen werden kann. Die Energie für die Signalverstärkung wird von der Spannungsquelle
VB geliefert.
F i g. 7 zeigt einen nicht reziproken Verstärker mit magnetfeldabhängigem Widerstand, der eine Anzahl
von Festkörperverstärkern mit magnetfeldabhängigem Widerstand ähnlich wie F i g. 1 enthält, während
die Magnetfeld- und Signalfeldgestaltung und -anordnung F i g. 3 und 4 entspricht. Bei diesem Verstärker
sind die drei Halbleiterkörper 10, 28, 29 der oberen Gruppe in Abständen parallel zueinander
zwischen entsprechend beabstandeten das Signal magnetisch einkoppelnden Leitern 24 a, 25 a, 64 a, 65 a
angeordnet. Konstante Vormagnetisierungsfelder werden von Ferritstabmagneten 85, 86, 87, 88 wie
bei F i g. 4 erzeugt. Die Halbleiterkörper 80, 81, 82 mit magnetfeldabhängigem Widerstand in der unteren
Gruppe sind in entsprechenden Abständen zwischen entsprechenden Leitern 24 b, 25 b, 64 b, 65 b
angeordnet. Die zugehörigen Vormagnetisierungsfelder liefern Ferritstabmagnete 89, 90, 91, 92. Die
Halbleiterkörper mit magnetfeldabhängigem Widerstand werden dadurch von Magnetfeldern durchsetzt,
deren Richtung von Körper zu Körper in einer Gruppe wechselt, und die die Kopplungsleiter durchfließenden
Signale verstärken oder schwächen die konstanten Felder längs derselben Achse zur Modulation
der Halbleiterkörper.
Die oberen und unteren Leiter jedes Paars, z. B. die Leiter 24a, 246, sind, wie Fig. 7 zeigt, in eine
Reihe von im Abstand voneinander angeordneten Rechteckschleifenspulen geschaltet und bilden einen
Teil von diesen, die Spulen sind abwechselnd in umgekehrter Polarität oder Phasenbeziehung durch abwechselnde
obere und untere Endverbindungsleiter 105, 106 zusammengeschaltet. Durch diese Art der
Schaltung fließen die Signalströme in zwei benachbarten Leiterelementen in entgegengesetzten Richtungen,
d. h., die Signalströme fließen abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen durch die aufeinanderfolgenden
Spulenschleifen, wie durch die Pfeile angedeutet ist, wenn sie in der in F i g. 7 dargestellten
Weise durch die Verbindungsleiter 105, 106 verbunden sind.
Die Signalquelle ist in dieser Schaltung durch einen Signalgenerator 109 dargestellt, der einen Innenwiderstand
Rg besitzt, der als Serienwiderstand 110 dargestellt ist. Die Signalquelle ist über einen veränderlichen
Abstimmkondensator 113 und Leitungen 111, 112 mit den Spulen in Reihe geschaltet.
Wie bei der in F i g. 1 dargestellten Schaltung ist die Vorspannungsquelle V A durch eine Batterie 49
dargestellt, die für die Signalfrequenzen mit dem Kondensator 50 überbrückt ist. Der Steuerkreis enthält
nacheinander ausgehend von der Quelle VA die Querelektroden der einzelnen Halbleiterkörper 10,
28, 29 zwischen den Leitungen 46, 47, dann die Rückkopplungswicklung 48 und schließlich innen an
der anderen Klemme der Spannungsquelle VA die hintereinandergeschalteten Körper 82, 81 und 80.
Die Gleichspannungsquelle VB ist ebenfalls als Batterie
58 dargestellt, die durch den Kondensator 59 für Signalfrequenzen überbrückt ist, und liegt in einer
Reihenschaltung mit den Leitern 44, 45, die die Rückkopplungswicklung 116 und die hintereinandergeschalteten
Halbleiterkörper zwischen den in Serie geschalteten Elektroden an deren Längsenden enthält.
Der Signalübertragungs- oder Ausgangskreis ist ähnlich ausgebildet, wie in Fig. 1, mit der'Ausnähme,
daß zwei Gruppen von Halbleiterkörpern vorhanden und durch einen Leiter 115 in Reihe geschaltet
sind und daß das Rückkopplungssignal in der Spule 48 durch eine Kopplungswicklung 116 induziert
wird, die durch den die Betriebsspannungsquelle VB überbrückenden Kondensator 59 praktisch
dem Ausgangskreis parallel geschaltet ist. Das Ausgangssignal wird von Ausgangsklemmen 55, 56 abgenommen
und irgendeinem geeigneten Verbraucher RL zugeführt, der als Arbeitswiderstand 117 dargestellt
ist. Zwischen die Ausgangsklemme 55 und eine Klemme 119 am nicht auf Massepotential liegenden
Ende der Wicklung 116 und der Leitung 45 ist ein Reihen-Koppelkondensator 118 eingeschaltet.
Die Arbeitsweise der in F i g. 7 dargestellten Schaltungsanordnung
entspricht im wesentlichen F i g. 1 und soll daher nur kurz beschrieben werden:
Eingangssignale von der Quelle 109, die eine beliebige, beispielsweise verhältnismäßig hohe Frequenz
besitzen können, werden der Spulenreihe durch die Eingangsleitungen 111, 112 zugeführt und bewirken,
daß das von den Permanentmagneten stammende Feld in den einzelnen Halbleiterelementen im Rhythmus
der Signalfrequenz schwankt. Die Steuervor-
Claims (10)
11 12
spannung F4 wird bezüglich der Spannung VB so ein- eine Addition eintritt, und wird einem Verbraucher
gestellt, daß sich die gewünschte Empfindlichkeit für über eine geeignete Hochfrequenzkopplungsanord-
magnetische Flußänderungen ergibt und die die auf- nung, wie eine Bandleitung, zugeführt, die zwei Lei-
einanderfolgenden Spulenschleifen durchfließenden ter oder Platten 141, 142 enthält, die an ihren beab-
Signalströme die hintereinandergeschalteten Festkör- 5 standeten Enden mit dem obersten und dem unter-
perverstärker zwischen den Leitungen 44, 45 mit sten Körper des Stapels gekoppelt sind, der auf diese
maximalem Wirkungsgrad modulieren und maximale Weise einen Teil der Wellenleitung darstellt. Der
Stromänderungen im Ausgangskreis hervorrufen und Wellenwiderstand der Bandleitung stimmt vorzugs-
hochverstärkte Signale den Ausgangsklemmen 55, 56 weise mit dem in Serie geschalteten magnetfeldab-
und dem Verbraucher RL zugeführt werden. Bei die- io hängigen Widerstand der Scheibenelemente des Sta-
ser Ausführungsform der Erfindung, die zusätzliche pels überein.
Festkörperverstärkerelemente in Serie enthält, ergibt Die gestapelten Halbleiterkörper werden in Rich-
sich ein höherer Verstärkungsgrad für das Signal und tung der Pfeile 143 von einem magnetischen Gleich-
die Kopplung der konstanten durch die Permanent- feld durchsetzt, also in Längsrichtung des Stapels
magnete erzeugten und der signalabhängigen Felder 15 und in Richtung der längsten Achse der einzelnen
mit den Festkörperverstärkern magnetfeldabhängigen Scheiben parallel zur Richtung der magnetischen
Widerstandes. Ferner können die Vor- und Betriebs- Komponente 138 in dem Hohlleiter. Das konstante
spannungen verhältnismäßig klein sein und durch Vormagnetisierungsfeld wird also ebenso wie bei den
verhältnismäßig einfache Schaltmittel erzeugt wer- anderen Ausführungsbeispielen durch das Signalfeld
den. Man erhält hierdurch eine billige und wirksame 20 verstärkt oder geschwächt, wobei der magnetfeldab-
Signalverstärkung in den interessierenden höherfre- hängige Widerstand der Elemente des Stapels ge-
quenten Bereichen. steuert und ein verstärktes Ausgangssignal erzeugt
Zur Verstärkung von Signalen im Mikrowellenbe- werden. Die Ausgangsbandleitung ist hier mit einem
reich können die Festkörperverstärker mit magnet- koaxialen Anschluß versehen, der einen Innenleiter
feldabhängigem Widerstand zu einem kompakten 25 145 und einen Außenleiter 146 enthält, die mit den
Stapel aufeinandergeschichtet werden, anstatt sie in Leitern 142 bzw. 141 der Bandleitung verbunden
Abständen voneinander anzuordnen, wie in den sind.
Fig. 1 und 7 dargestellt wurde. Eine solche Anord- Die Stärke des Vormagnetisierungsfeldes ist vor-
nung der Festkörperverstärker ist in den F i g. 8 zugsweise so bemessen, daß das Signalfeld keine
und 9 dargestellt. Wie am besten aus Fig. 9 ersieht- 30 Polaritätsumkehr des Feldes in den Halbleiterkör-
lich ist, sind bei dieser Konstruktion mehrere gleich- pern erzeugen kann.
artige Halbleiterkörper 120, 121, 122, 123 in Form Durch die Erfindung wird also ein nicht reziproker
rechteckiger Scheiben zu einem Stapel 119 aufein- Festkörperverstärker angegeben, der bei verhältnis-
andergeschichtet und durch Seiten- und Endelektro- mäßig hohen Frequenzen betrieben werden kann,
den verbunden, von denen die Endelektroden 125, 35 Die Verstärkung oder Signalsteuerung wird sowohl
126 für den die Betriebsspannungsquelle VB, die als durch das Verhältnis der Felder und ihre Einwir-
Batteriel28 dargestellt ist, enthaltenden Kreis und kungsweise auf die einzelnen Festkörperverstärker
die Seitenelektroden 129, 130 für den die Vorspan- als auch durch die Reihenschaltung einer Anzahl
nungsquelle VA (Batterie 132) enthaltenden Kreis von Festkörperverstärkern verbessert,
sichtbar sind. Die Quer- und Längselektroden und 40 Durch die Erfindung wird der Steuerbereich des
-leitungsverbindungen für die verschiedenen Kreise. magnetfeldabhängigen Widerstandes einer Signalüber-
die in der Zeichnung nicht direkt sichtbar sind, sind tragungs- oder Verstärkerschaltung beträchtlich ver-
durch die gestrichelten Linien 133, 134 angedeutet. größert, und es können sehr gute nicht reziproke
Die Vorspannungs- und Arbeitskreise sind prak- Verstärker, Oszillatoren, Konverter, Mischstufen
tisch dieselben, wie bei den vorher beschriebenen 45 oder ähnliche Signalübertragungsschaltungen für
Ausführungsbeispielen, mit der Ausnahme, daß die Mikrowellen gebaut werden.
End- und Seitenelektroden gleichzeitig die Verbingungsleitungen bilden, die die Serienschaltungen herstellen, die quer und längs durch den Bauelement- Patentansprüche:
stapel für die die Vorspannungsquelle VA und die Be- 50
triebsspannungsquelle VB enthaltenden Kreise führen. 1. Festkörperverstärker mit einem Halbleiter-
End- und Seitenelektroden gleichzeitig die Verbingungsleitungen bilden, die die Serienschaltungen herstellen, die quer und längs durch den Bauelement- Patentansprüche:
stapel für die die Vorspannungsquelle VA und die Be- 50
triebsspannungsquelle VB enthaltenden Kreise führen. 1. Festkörperverstärker mit einem Halbleiter-
In F i g. 8 wird das Eingangssignal für die gesta- körper, an dessen Oberfläche an zwei längs einer
pelten Halbleiterkörper über einen Rechteckhohl- ersten Achse einander gegenüberliegenden Seiten
leiter 135 über einen Eingangskoppelleiter 136 züge- zwei an eine Gleichspannung anschließbare Elekführt,
der durch den Außenleiter 137 in das Innere 55 troden angebracht sind, zwischen denen im Bedes
Hohlraumes geführt ist. Auf diese Weise wird ein trieb ein Gleichstrom fließt, dessen Größe durch
starkes signalabhängiges Magnetfeld längs der Seiten- Widerstandsänderungen des Halbleiterkörpers
wände des Hohlleiters erzeugt, das durch die mit steuerbar ist, welche durch ein den Halbleiter-Pfeilen
versehene, gestrichelte und geschlossene körper parallel zu einer zweiten Achse durchset-Linie
138 angedeutet ist. Der Stapel 119 aus Halb- 60 zendes, signalabhängiges Magnetfeld verursacht
leiterscheiben ist in einem Fenster 140 in einer Sei- sind, dadurch gekennzeichnet, daß an
tenwand des Hohlleiters angeordnet, wo ein starkes der Oberfläche des Halbleiterkörpers (10) in an
Signalfeld vorhanden ist, das den magnetfeldabhängi- sich bekannter Weise an zwei längs einer dritten
gen Widerstand des Stapels und damit den Wider- Achse (Ex) einander gegenüberliegenden Seiten
stand in dem die Betriebsspannungsquelle VB enthal- 65 zwei zusätzliche Elektroden (21, 22) angebracht
tenden Kreis moduliert. sind, an denen im Betrieb eine zweite Gleich-
Das verstärkte Ausgangssignal wird von den ge- spannung (F4) liegt, deren Größe bezüglich der
stapelten Elementen in Reihe so abgenommen, daß ersten Gleichspannung (VB) so bemessen ist, daß
freie Ladungen aus demjenigen Bereich des Halbleiterkörpers entfernt werden, der von dem durch
das Magnetfeld zu steuernden Strom durchflossen ist.
2. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf gegenüberliegenden Seiten
des Halbleiterkörpers (10) im Abstand von diesem vom Signalstrom durchflossen Leiter (24,25) derart
angeordnet sind, daß sie ein parallel zur zweiten Achse (Bz) gerichtetes, signalabhängiges magnetisches
Wechselfeld liefern und daß eine Permanentmagnetanordnung (85, 86) vorgesehen ist, die
ein parallel zur zweiten Achse gerichtetes Vormagnetisierungsgleichfeld liefert.
3. Verstärker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbleiterkörper (10)
rechteckig ist und daß die in der ersten Achse (Ey) liegenden Elektroden (19, 20) an den den
größten Abstand voneinander aufweisenden Endflächen (11, 12) des Körpers (10) angebracht
sind.
4. Verstärker nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Magnetfeld den Körper
(10) senkrecht zu den den geringsten Abstand voneinander aufweisenden, gegenüberliegenden
Flächen (15, 16) durchsetzt.
5. Verstärker nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiter zum Erzeugen des
signalabhängigen Magnetfeldes Stücke (24, 25) umfassen, die auf gegenüberliegenden Seiten des
Körpers (10) parallel zu seiner Längsachse (Ey) verlaufen.
6. Verstärker nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch mehrere Halbleiterkörper (10, 28, 33, 80, 81, 82), die jeweils
mit zwei Elektrodenpaaren (19-20, 21-22; 29-30, 31-32; 34-35, 36-37) versehen sind, wobei entsprechende
Elektrodenpaare gleichsinnig in Reihe geschaltet sind.
7. Verstärker nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Halbleiterkörpern
(10, 28, 33, 80, 81, 82) Leiter (24, 25, 64, 65; 76, 77) angeordnet sind, die von dem das
signalabhängige Magnetfeld erzeugenden Strom derart durchflossen sind, daß die erzeugten Magnetfelder
sich gegenseitig im Sinne einer Erhöhung der Signalverstärkung unterstützen.
8. Verstärker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Schaltungsanordnung
zur Einstellung der Relativwerte der den beiden Elektrodenpaaren eines Halbleiterkörpers
zugeführten Gleichspannungen.
9. Verstärker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Rückkopplungsanordnung
zwischen einem die beiden ersten Elektroden (19, 20) eines Halbleiterkörpers (10) enthaltenden Ausgangskreises (45, 52,
58) und einem das zweite Elektrodenpaar (21, 22) dieses Halbleiterkörpers enthaltenden Steuerkreis
(46, 48, 49), die so bemessen ist, daß die Größenverhältnisse der Spannungen im Betrieb dynamisch
erhalten bleiben.
10. Verstärker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die das
signalabhängige Magnetfeld erzeugenden Leiter Teile einer Wellenleiteranordnung (135) bilden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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