DE1490111C - Stromdurchführung, bei der ein Stromdurchführungsleiter mittels einer Glasperle in einem aus einer Metallplatte geformten rohrförmigen Metallteil eingeschmolzen ist - Google Patents
Stromdurchführung, bei der ein Stromdurchführungsleiter mittels einer Glasperle in einem aus einer Metallplatte geformten rohrförmigen Metallteil eingeschmolzen istInfo
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Description
Graphitzylinder gleichzeitig dazu, die Leiter 2 zu zentrieren. Diese Leiter sind an ihren unteren Enden
in einem Halter gefaßt, wobei aber die Kugelform der Perle ausschließlich durch Schwerkraftwirkung
bei genau bestimmter Erhitzungstemperatur des Glases erzielt wird.
Das Metallteil 1 ist aus einer Platte von Fernico-Metall
mit einer Stärke von 1,5 mm so geformt, daß durch Tiefziehen und Stanzen rohrförmige
Teile 1 entstehen, in die je ein vorgeformter, aus gepreßtem und gesintertem Pulver von kristallisierendem
Glas bestehender Körper 7 eingesetzt wird. Die erforderliche Zahl der Leiter 2 mit einem Durchmesser
von je 2,3 mm wird in einen Halter eingesetzt, worauf der Metallteil mit den aus kristallisierendem
Glas bestehenden Körpern 7 über die Leiter gesetzt wird. Darauf werden die aus gepreßtem und gesintertem
Pulver eines nicht kristallisierenden Glases hergestellten Scheiben 8 über die Leiter geschoben,
so daß sie auf den Körper 7 zur Auflage kommen. Anschließend wird ein Graphitzylinder über die
Leiter geschoben, der die Scheiben 8 andrückt, worauf das Ganze in einem Ofen auf 97O0C derart
erhitzt wird, daß der Körper 7 erweicht und ein kugelförmiges Ende 6 bildet, und das Glas 8 eine
gut haftende Schicht über dem weiten Ende des Glasteiles 7 bildet, so daß die Glasperle 5 aus zwei
Glassorten besteht.
Das Glas des Körpers 7 kann folgende Zusammensetzung haben:
3,5 Gewichtsprozent K2O, 3 Gewichtsprozent Al2O3,
81,5 Gewichtsprozent SiO2, 12 Gewichtsprozent Li2O.
Das Glas der Scheibe 8 kann bestehen aus:
69,4 Gewichtsprozent SiO2, 8,1 Gewichtsprozent Na2O,
6,7 Gewichtsprozent K2O, 5,4 Gewichtsprozent Al2O3,
0,1 Gewichtsprozent Fe2O3,
10,3 Gewichtsprozent BaO.
Die Haftung des letztgenannten Glases kann durch einen geringen Zusatz von Kobaltoxyd verbessert
werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Stromdurchführung, die aus einer Metall- sorte ausgefüllt, die weniger leicht fließt, z. B. durch
platte besteht, wobei ein oder mehrere Strom- 5 den Zusatz keramischen Pulvers, aber vorzugsweise
durchführungsleiter mittels Glasperlen in aus der wird eine leicht kristallisierende Glassorte benutzt.
Metallplatte geformten rohrförmigen Metallteilen Dieser Teil der Perle ist am engen Ende kugelförmig
eingeschmolzen sind und die Perle am engen Ende gestaltet, ohne daß das Glas über den Metallrand
des rohrförmigen Teiles kugelförmig ist, d a- des rohrförmigen Metallteiles hinweggelaufen ist,
durch gekennzeichnet, daß jede Perle (5) io während am anderen Ende eine gute Haftung mit
aus zwei Glassorten (7,8) besteht. '.'■: - ? dem Stromleiter'erzielt ist, weil die Perle an dieser
2. Stromdurchführung nach Anspruch 1, da- - Stelle· aus einer nich!kristallisierenden Glasschicht
durch gekennzeichnet, daß der am engen Ende besteht, die bei der Temperatur, bei der das kristallikugelförmige
Teil (6) der Perle (5) aus einer sierende Glas gerade ein gut kugelförmiges Ende
kristallisierenden Glassorte (7) und das weite 15 bildet, gut fließt und am Leiter haftet.
Ende der Perle (5) aus einer Schicht aus nicht Die Erfindung wird an Hand einer Zeichnung
kristallisierendem Glas (8) besteht. : näher erläutert. Es zeigt
3. Stromdurchführung nach Anspruch 1 oder 2, F i g. 1 eine bekannte Ausführungsform einer
dadurch gekennzeichnet, daß das kugelförmige Durchführung,
Ende (6) der Perle (5) innerhalb des Randes des 20 F i g. 2 eine solche Durchführung mit einer teil-
rohrförmigen Metallteiles (1) liegt. . weise durchgeschmolzenen Perle,
F i g. 3 eine Durchführung nach der Erfindung,
bevor das Glas geschmolzen ist und
F i g. 4 eine Durchführung nach der Erfindung
35 nach dem Schmelzen der Glasperle.
In F i g. 1 ist die Perle 3 gut durchgeschmolzen, so daß am weiten Ende des rohrförmigen Teiles eine
Die Erfindung bezieht sich auf eine Stromdurch- gute Verschmelzung mit den Metallteilen 1 erzielt
führung, die aus einer Metallplatte besteht, wobei ist. Am engen Ende ist ein kugelförmiger Teil 4 ent-
ein oder mehrere Stromdurchführungsleiter mittels 30 standen, wobei das Glas aber über den Rand des
Glasperlen in aus der Metallplatte geformten rohr- rohrförmigen Metallteiles 1 hinweggelaufen ist. Es
förmigen Metallteilen eingeschmolzen sind und die ergibt sich, daß, da die Ausdehnungskoeffizienten
Perle am engen Ende des rohrförmigen Teiles kugel- des Glases und des Metalles zwecks Erzielung einer
förmig ist. Derartige Stromdurchführungen sind z. B..: Druckeinschmelzung verschieden gewählt sind, Sprünge
aus der britischen Patentschrift 769 219 bekannt. 35 im kugelförmigen Teil 4 der Perle 3 auftreten, da der
Bei solchen Stromdurchführungen muß dafür Metallrand des Endes des rohrförmigen Teiles sich
gesorgt werden, daß die Oberfläche der Glasperle innerhalb des Glases befindet.
einen hinreichend langen Kriechweg aufweist. Um Wird die Glasperle 5 nach F i g. 2 derart erhitzt,
die Abmessungen klein halten zu können, ist die daß ein kugelförmiger ,,Teil 6.entsteht, bei dem das
Perle daher am engen Ende des rohrförmigen Metall- 40 Glas nicht über den Rand des rohrförmigen Teiles 1
teiles;>kugelförinig gestaltet. Der Durchmesser des. .hinwegläuft, so ergibt sich am weiten Ende keine
rohrförmigen Teiles kann an der Seite seines Über- gute Haftung mit dem Leiter 2 und dem Metall des
gangs in die Metallplatte größer sein, so daß die Teiles. Obwohl in diesem Falle das Glas des kugel-
Perle dort flach sein kann..;, .:. . ., -, förmigen Teiles6 der Perle5 nicht springt, kann die
Da die Stromdurchf ühruhgsleiter' solcher Durch- 45 Durchführung leck werden, da das Glas nicht richtig
führungen großen mechanischen Kräften ausgesetzt mit dem Leiter 2 verschmolzen ist.
werden, wird die Perle vorzugsweise aus einer ein- Bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform nach
zigen, ..leicht kristallisierenden Glassorte hergestellt. den F i g. 3 und 4 wird neben dem vorzugsweise aus
';^·'=D'äbeί■·■rritί■-abeli'dfö■"SchW^e^ίgkät'■äΉΪί■■%däß·■dίe■PeΓliB·;-' gepreßtem und gesintertem Pulver eines kristallisie-
bei weitergehendem Durchschmelzen am engen Ende 50 renden Glases bestehenden vorgeformten Körper 7
des rohrförmigen Metallteiles zu weit herabsinkt eine aus z. B. gepreßtem und gesintertem Glaspulver
und über den^ Metallrand,dieses Teiles.hinwegläuft, bestehende durchlochte Scheibe8 über .den Leiter2
wodurch infolge der vom Metallrand auf das Glas geschoben, die zusammen die Glasperle 5 bilden.
ausgeübten Kräfte Sprünge inv Glas, auf treten :körinen.. :.?
>Däs! leichter ifließendei micht kristallisierend^ Glas 8
Wenn die Perle weniger weit durchgeschmolzen 55 bildet einen gut haftenden-, Verschluß des weiten
wird, läuft zwar der kugelförmige Teil nicht über Endes der Perle 5 bei der Temperatur, die notwendig
den Metallrand des rohrförmigen Teiles hinweg, so ist, um der Perle 5 die in F i g. 4 dargestellte Gestalt
daß ein Springen des Glases vermieden wird, jedoch zu geben, wobei das Glas des kugelförmigen Endes 6
es tritt dann am weiten Ende keine gute Haftung der Perle nicht über den Rand des rohrförmigen
des Glases am Stromleiter auf, wodurch die Durch- 60 Teiles 1 hinwegläuft. Dabei ist also die Gefahr vor
führung leck werden kann. Springen des kugelförmigen Teiles 6 der Perle 5 ver-
Die Erfindung bezweckt die Herstellung einer mieden und dennoch mittels der Glasschicht 8 ein
Durchführung, wobei eine · große Festigkeit durch gut haftender Verschluß am weiten Ende der Perle 5
Anwendung einer Perle aus kristallisiertem Glas und erzielt. Um die gewünschte Form der Oberfläche
eine gute Haftung der Perle an dem Metallteil erhalten 65 des Glases zu bekommen, wird ein Graphitzylinder
wird, jedoch ohne daß das Glas über den Metallrand über den Leiter geschoben, der das Glas 8 infolge
des engen Endes hinwegläuft. seines Eigengewichtes andrückt. Wenn der Durch-
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß erfindungs- führungsteil mehrere Leiter 2 enthält, dient der
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL297413 | 1963-09-02 | ||
| NL297413 | 1963-09-02 | ||
| DEN0025434 | 1964-08-29 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1490111A1 DE1490111A1 (de) | 1969-05-14 |
| DE1490111B2 DE1490111B2 (de) | 1972-12-14 |
| DE1490111C true DE1490111C (de) | 1973-07-05 |
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