DE1488664C - Verfahren zur Herstellung eines glok kenförmigen Rotors für eine elektrische Radialluftspaltmaschine - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines glok kenförmigen Rotors für eine elektrische RadialluftspaltmaschineInfo
- Publication number
- DE1488664C DE1488664C DE1488664C DE 1488664 C DE1488664 C DE 1488664C DE 1488664 C DE1488664 C DE 1488664C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- winding
- bell
- thermal expansion
- air gap
- production
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 11
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 4
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 49
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 11
- 239000004020 conductor Substances 0.000 claims description 10
- 229920001187 thermosetting polymer Polymers 0.000 claims description 3
- 239000011230 binding agent Substances 0.000 claims description 2
- 229920005989 resin Polymers 0.000 description 3
- 239000011347 resin Substances 0.000 description 3
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 description 2
- 239000002966 varnish Substances 0.000 description 2
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910001297 Zn alloy Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 description 1
- 238000004026 adhesive bonding Methods 0.000 description 1
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 description 1
- XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N aluminium Chemical compound [Al] XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052782 aluminium Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000008602 contraction Effects 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 239000003822 epoxy resin Substances 0.000 description 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 1
- 239000011152 fibreglass Substances 0.000 description 1
- 238000002347 injection Methods 0.000 description 1
- 239000007924 injection Substances 0.000 description 1
- 210000004072 lung Anatomy 0.000 description 1
- 238000010422 painting Methods 0.000 description 1
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 1
- 229920000647 polyepoxide Polymers 0.000 description 1
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- 229920003002 synthetic resin Polymers 0.000 description 1
- 239000000057 synthetic resin Substances 0.000 description 1
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines glockenförmigen Rotors für eine
elektrische Radialluftspaltmaschine, bei welchem die vorgefertigte Wicklung in eine Form eingebracht und
in dieser unter Beifügung eines wärmehärtbaren Bindemittels verfestigt wird.
Bei einem bekannten Verfahren dieser Art (deutsche Auslegeschrift 1 021466) werden die Wicklungsdrähte mit klebendem Lack versehen und zu Flachspulen
geformt, die in die erforderliche Spulenform gebracht und zu einem hohlzylindrischen Läuferkörper
zusammengefügt werden. Der Läuferkörper wird dann mit Kunstharz versetzt und in einer Spezialform
unter Druck und Hitze in die endgültige Form gebracht. . . »5
Es ist ferner aus der deutschen Patentschrift 843 441 bekannt, Wicklungen dieser Art gleich in der
Endform auf einen abgepaßten Dorn zu wickeln und durch Lackanstrich, Bandagen od. dgl. zu versteifen.
Schließlich ist es aus dem deutschen Gebrauchsmuster ao 1827 875 bekannt, eine vorgeformte, hohlzylindrische
Wicklung mit einem scheibenförmigen Wicklungsträger aus spritz- oder preßfähigem Kunststoff
entweder während des Spritz- oder Preßvorgangs oder nachträglich durch Kleben fest zu verbinden. as
Da solche glockenförmigen Rotoren eisenlos ausgeführt sind, soll die radiale Dicke der Wicklung
möglichst klein sein, damit der Luftspalt der Maschine nicht zu groß wird. Mit den bekannten Verfahren ist
es aber nicht möglich, bei entsprechend dünnen Wicklungen eine ausreichende mechanische Festigkeit
zu erhalten, so daß sie sich unter den im Betrieb auftretenden elektromagnetischen Kräften, Fliehkräften
und thermischen Beanspruchungen nicht unzulässig verformen. Rotoren dieser Art konnten daher
im allgemeinen nur bei Maschinen mit kleinen . Leistungen und geringen Drehzahlen verwendet werden.
Die Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens der eingangs angegebenen Art, mit welchem
glockenförmige Rotoren hergestellt werden können, die bei dünnem Aufbau eine große mechanische
Festigkeit aufweisen und daher auch in Maschinen größerer Leistung und bei hohen Drehzahlen
betriebssicher arbeiten.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Wicklung in einer oder mehreren
Leiterschichten um eine zylindrische Innenform gelegt wird, deren Wärmeausdehnungskoeffizient größer
als derjenige des Leitermaterials der Wicklung ist, daß um die Wicklung, ein isolierendes Band so gewickelt
wird, daß es im wesentlichen die ganze frei liegende Oberfläche der Wicklung bedeckt, und daß
anschließend um die durch das Band festgelegte Wicklung eine Außenform angeordnet wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren dehnt sich die Innenform bei der Erhitzung aus, wodurch die
Wicklung während des Aushärtens gegen die Innenwand der Außenform gepreßt wird und das die Wicklung
umgebende Band eine Vorspannung erhält, die auch nach dem Aushärten der Wicklung erhalten
bleibt. Wicklung und Band werden dabei zu einem einzigen festen Körper verbunden, der insbesondere
gegen die Auswirkungen der Zentrifugalkraft und gegen Wärmeausdehnung sehr widerstandsfähig ist.
• Die Form der Wicklung wird durch die Innenwand der Außenform genau bestimmt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung erläutert, deren einzige
Abbildung einen Schnitt durch die Hälfte eines Rotors während der Herstellung zeigt.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel hat der Wicklungsträger 1 die Form einer Scheibe, die innen
einen Flansch 11 aufweist, mit dem sie später auf der Welle einer rotierenden Maschine befestigt werden
kann, während sie am Rand einen Flansch 12 hat, dessen Umfangsfläche das eine Ende einer Wicklung
3 stützt, Eine innere Form 2, die einen inneren wellenförmigen Teil 21 und einen äußeren zylindrischen
Teil 22 aufweist und aus einem Material gebildet ist, dessen Wärmeausdehnungskoeffizient
größer als derjenige des Leitermaterials der Wicklung ist, ist gleichachsig zu dem Wicklungsträger angeordnet,
beispielsweise in der Weise, daß der wellen^ förmige Teil 21 in den Flansch 11 des Wicklungsträgers eingepaßt wird. Die Umfangsfläche des Flansches
12 des Wicklungsträgers hat den gleichen Durchmesser wie der zylindrische Teil 22 der inneren
Form 2. Bei einer Wicklung aus Kupferleitern wird beispielsweise für die innere Form 2 ein Material gewählt,
dessen Wärmeausdehnungskoeffizient größer als 1,5·10~5 pro Grad Celsius ist, beispielsweise
Aluminium oder eine Zinklegierung.
Die Wicklung 3 ist bei dem dargestellten Beispiel durch zwei Schichten von gedruckten Spulenseitenleitern
gebildet, die von der einen zur anderen Schicht miteinander verbunden sind. Die beiden
Schichten sind voneinander isoliert, beispielsweise durch einen isolierenden dünnen Zylinder. Vorzugsweise
wird die zunächst in flachem Zustand hergestellte Wicklung auf den Trägerzylinder aufgelegt,
der durch den Flansch 12 des Wicklungsträgers 1 und den zylindrischen Teil 22 der inneren Form 2
gebildet wird. Falls erforderlich, wird eine dünne isolierende Schicht zwischen der Wicklung und dem
Trägerzylinder eingefügt. Die Wicklungsleiter können auch in mehreren Schichten angeordnet sein.
Nach dem Auflegen wird die Wicklung 3 durch ein isolierendes Band 4 festgelegt, das um die Wicklung
gewickelt wird. Vorzugsweise hat dieses Band eine große mechanische Zugfestigkeit; es besteht beispielsweise
aus einem Glasfasergewebe. Anschließend wird eine äußere Form 5 um die so festgelegte Wicklung angeordnet. Diese Form besteht vorzugsweise
aus mehreren Teilen, die zusammen einen Zylinder bilden, der die Wicklung umgibt undeinen vorgegebenen
Innendurchmesser hat. Der Wärmeausdehnungskoeffizient des Materials dieser äußeren Form
kann kleiner als derjenige der inneren Form und der Wicklung sein; beispielsweise besteht diese Form aus
Stahl.
Die so erhaltene Anordnung wird im Vakuum mit einem wärmehärtbaren Harz imprägniert, beispielsweise
einem Epoxydharz, und anschließend in einem Ofen erhitzt. Da das Material der inneren Form
einen größeren Wärmeausdehnungskoeffizienten als die Wicklung hat, wird die Wicklung während des
Aushärtens des Harzes gegen die Innenwand der äußeren Form gepreßt. Das Band steht somit unter
einer mechanischen Spannung. Dies hat zur Folge, daß die in das Harz eingebettete Wicklung nach dem
Aushärten eine große mechanische Festigkeit gegen die Wirkung der Zentrifugalkraft und der Wärmeausdehnung
hat, so daß sie betriebssicher ist und eine große Lebensdauer hat. Im Verlauf des Aushärtens
werden ferner die Wicklung und der Wick-
lungsträger zu einem einzigen Block zusammengefügt. Nach dem Abkühlen können die äußere Form
und die innere Form leicht entnommen werden, und zwar die äußere Form auf Grund ihrer Unterteilung
und die innere Form auf Grund der Zusammen-Ziehung bei der Abkühlung.
Der Rotor wird anschließend dadurch vervollständigt,
daß der Flansch 11 des scheibenförmigen Wicklungsträgers 1 auf die Welle der Maschine aufgesetzt
wird und daß erforderlichenfalls an der Außenseite dieses scheibenförmigen Wicklungsträgers 1 ein Kollektor angebracht wird, der aus
Segmenten 6 besteht, die auf einem Träger 7 angeordnet werden, wobei die Segmente Endabschnitte 8
aufweisen, die den Enden der Wicklungsleiter gegenüberliegen und mit diesen verbunden werden.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung eines glockenförmigen Rotors für eine elektrische Radialluftspaltmaschine,
bei welchem die vorgefertigte Wicklung in eine Form eingebracht und in dieser unter Beifügung eines wärmehärtbaren Bindemittels
verfestigt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wicklung in einer oder mehreren Leiterschichten um eine zylindrische Innenform gelegt wird, deren Wärmeausdehnungskoeffizient
größer als derjenige des Leitermaterials der Wicklung ist, daß um die Wicklung dann ein
isolierendes Band so gewickelt wird, daß es im wesentlichen die ganze frei liegende Oberfläche
der Wicklung bedeckt, und daß anschließend um die durch das Band festgelegte Wicklung eine
Außenform angeordnet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Innenform ein Material
verwendet wird, dessen Wärmeausdehnungskoeffizient größer als 1,5· 10~5 pro Grad Celsius ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Band aus einem Material
mit großer mechanischer Zugfestigkeit verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für die
Außenform ein Material verwendet wird, dessen Wärmeausdehnungskoeffizient kleiner als derjenige
des Leitermaterials der Wicklung ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2838405C2 (de) | Verfahren zur herstellung eines Ankers für einen Elektromotor und Gussform zur Durchfuerung des Verfahrens | |
| EP0030338B1 (de) | Isolierter elektrischer Leiter für Wicklungen von Transformatoren und Drosselspulen | |
| DE1488507C3 (de) | Ständerblechpaket für rotierende dynamoelektrische Maschinen und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| CH677565A5 (de) | ||
| DE1028676B (de) | Einrichtung an elektrischen Maschinen zur Abstuetzung von Spulenteilen mittels Isolierkoerpern | |
| DE2142473A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines trag heitsarmen Ankers fur rotierende elektri sehe Maschinen | |
| DE102007033754A1 (de) | Elektrische Maschine mit elektrisch isolierten Teilwicklungen | |
| DE1488664B2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines glok kenförmigen Rotors fur eine elektrische Radialluftspaltmaschine | |
| DE2051883B2 (de) | Wicklung fuer trockentransformatoren und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE1488664C (de) | Verfahren zur Herstellung eines glok kenförmigen Rotors für eine elektrische Radialluftspaltmaschine | |
| DE2360820C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Ständers für einen Elektromotor | |
| DE10323099B4 (de) | Verfahren zum Herstellen einer Wicklung | |
| DE2912684C2 (de) | Von Kraftstoff durchströmter Elektromotor in einem Kraftstoff-Förderaggregat | |
| DE2363981C3 (de) | Aus mit einem trockenen, festen, bei Temperaturzufuhr wieder erweichenden und danach aushärtenden Bindemittelüberzug versehenen Teilleitern gebildeter Drilleiter | |
| DE102020209665A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Stators für eine Axialflussmaschine, Stator sowie Axialflussmaschine mit Stator | |
| DE2143542C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines vollisolierten Ankers für Elektrowerkzeuge | |
| DE2111718A1 (de) | Lagenwicklung fuer Transformatoren,Drosselspulen u.dgl. | |
| DE2538702C2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Wicklungsisolation für elektrische Maschinen | |
| DE9003916U1 (de) | Elektromotor | |
| EP0048384B1 (de) | Wicklung für Trockentransformatoren | |
| DE916780C (de) | Lamellierter Kern eines magnetischen Kreises | |
| DE1438284C (de) | Isolierter Feldpol | |
| DE2848792C3 (de) | Verfahren zur Isolierung eines Schrumpfringkommutators | |
| DE2621377A1 (de) | Blechlamelleneinheit fuer eine elektro- magnetische maschine und verfahren zur herstellung derselben | |
| DE2627575A1 (de) | Verfahren zur herstellung des stators einer elektrischen maschine |