DE1488452A1 - Mit Wechselstrom betreibbarer Kollektormotor - Google Patents
Mit Wechselstrom betreibbarer KollektormotorInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht aiolx auf einen mit Wechselstrom betreibbaren Kollektormotor, dessen Rotor über ein Getriebe mit der anzutreibenden Last in Verbindung steht*
Ein mit Wechselstrom betriebener Kollektormotor erteilt seinem Rotor jedesmal bei dem durch eine Halbwelle verursachten Aufbau
des Magnetfeldes einen Besohleunigungsstoß, wodurch der Rotor
ein pulsierendes Drehmoment zur Verfügung stellt. Diese Besohleunigungsstöße treten, wenn die anzutreibende Last fest an die Rotorwelle gekuppelt ist, nie^t störend in Erscheinung, weil sie
durch die Trägheit der Masse der rotierenden Teile ausgeglichen werdenο Befindet sloh dagegen zwischen der Rotorwelle und der
anzutreibenden Last notwendigerweise ein Getriebe, z.B. ein Zahnradgetriebe, dessen Glieder, im Beispielsfall die Zahnräder,
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Hobert Boach GmbH R.-Nr- 8491
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mit Spiel im gegenseitigen Eingriff stehen, eo verursacht die
beim Aufbau dee» Magnetfeldes entstehende Beschleunigung des Rotors ein Anschlagen des antreibenden Getriebegliedes an das
anzutreibende (Jetriebeglied, wogegen durch die beim Abbau dee Magnetfeldes entstehende Verzögerung des Rotors das anzutreibende
Getriebeglied an das zum Antrieb bestimmte Getriebeglied schlägt. Diese Schläge beanspruchen nioht nur das Getriebe, sondern
verursachen auch ein unüberhörbarös Geräusch, das insbesondere
beim ständigen Gebrauoh von Handwerkzeugmaschinen, κ. B.
^ Poliermasehinen, in denen vornehmlich ein Motor mit Getriebe
der eingangö erwähnten Art Verwendung findet, Bohr störend auf
den Bedienenden und ihm benachbarte Personen wirkt«
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das erzeugte pulsierende Drehmoment des Rotors bei der Übertragung auf das
Getriebe mit einfachen Mitteln zu glätten und aminen Einfluß
auf s.chwingungsfähige Teile au unterbinden«
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sich in
der mechanischen Verbindung zwischen Rotor und Getriebe wenigstens
ein elastisches Zwischenstück befindet«, dessen Elastizität
so gewählt ist, daß es mechanische Schwingungen von min-
W destens der doppelten Frequenz des den Motor speisenden Wechselstroms absorbiert.
Es ist (nach DAS 1 167 432) zwar schon bekannt, die Rotorwelle hohl auszubilden und darin einen 'üorsiotisstab anzuordnen, mit
dem unter Zwischenfügung einer Dämpfungseihrichtung eine drehelastische Verbindung zwischen Rotor und Getriebe hergestellt
wird. Bei dieser Anordnung soll beim plötzlichen Abbremsen der über das Getriebe angetriebenen Last die kinetische Energie des
Rotors im Torsionsstab als potentielle Energie gespeichert und
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diese wiederum duroh die Dämpfungseinrichtu&g ohne mehrmaliges
Pendeln rasch abgebaut werden.
Demgegenüber soll durch die Erfindung eine Verbindung «wischen
Rotor und Getriebe geschaffen werden, die außer den beim plötzlichen Antreiben bzw. Abbremsen der Last entstehenden Torsionsbeanspruohungen der Welle auch die Pulsation des erzeugten Drehmoments aufnimmt» wozu sich die bekannte Anordnung nioht eignet,
weil isie dafür zu starr ist. Außerdem bezieht sich die vorliegende Erfindung auf mit Wechselstrom betreibbare Kollektormotoren kleinerer Dimension, wie sie vornehmlich in Handwerkzeugmasohinen eingebaut sind, wogegen die bekannte Anordnung zur Anwendung an robusten Kurzeohlußläufermotoren gedacht ist.
Einzelheiten und weitere Merkmale der Erfindung sind anhand des in der Zeichnung dargestellten Aueführungsbeispiele näher
beschrieben und erläutert.
Ea zeigt ι
1 die teilweise längsgeschnittene Ansicht eines mit Wechselstrom betreibbaren Kollektormotore
in erfindungsgemäßer Verbindung mit einem Zahnradgetriebe,
Fig. 2 die Ansicht der Getriebeseite dieses Motors und Fig. 3 einen gegenüber ^ig. 1 geänderten Aufbau der Rotorwelle.
Der dargestellte, mit Wechselstrom betreibbare Elektromotor hat ein Gehäuse 1 aus Isolierstoff, an dessen Innenmantel der
aus einem Blechpaket 2 und einer Wicklung 3 bestehende Stator fest angeordnet ist. Innerhalb des Stators befindet sich ein
Rotor, der aus einem Blechpaket 4, einer Wicklung 5 sowie einem
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Robert BoBCh GmbH R.-Nr. 8491
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Kollektor 6 "besteht und unter Zwischenlage einer Ieolierhülee 7
fest auf einem Hohlwellenteil 8 angeordnet ist. Der Hohlwellenteil
8 iet erfindungegemäß mittels eines elastiechen Zwisohenstückes
9 mit einem Wellenstumpf 10 verbunden, der mittels eines Kugellagers 11 im Gehäuse 1 gelagert ist und auf seinem außerhalb
des Gehäuses 1 befindlichen Ende ein Kitzel 12 trägt« Das Ritzel 12 steht mit einem Zahnrad 13 im Singriff, das auf einem
am Gehäuse 1 befestigten Zapfen 14 drehbar gelagert ist. Das
Zahnrad 13 kann über seine Hohlwelle 15 unmittelbar oder Über
weitere Zahnräder mittelbar mit einer nicht dargestellten anzutreibenden Lastpz*B« einer Polierscheibe, verbunden sein«
Das den Hohlwellenteil 8 mit dem Wellenstumpf 10 verbindende Zwischenstück 9 besteht erfindungsgemäß aus einem elastischen
Material, das fähig ist, mechanische Schwingungen von mindestens der doppelten Frequenz des den Motor speisenden Wechselstroms
zu absorbierenο Setzt man also im vorliegenden Fall voraus, daß
der Motor mit dem üblichen Wechselstrom von 50 Hz gespeist wird,
so muß das Zwischenstück 9 aus einem Material bestehen, das mechanische Schwingungen von wenigstens 100 Hz absorbiert« Damit
ist gewährleistet, daß die am Rotor infolge des Auf- und Abbaues des Magnetfeldes entstehende Pulsation des Drehmomente nicht auf
den Wellenstumpf 10 und damit das Getriebe 12e 13 übertragen
wird. Als Material für das elastische Zwischenstück 9 wird der Billigkeit und der Haltbarkeit wegen zweckmäßig Gummi gewählt.
Es können aber auch andere, für Kraftspeicher geeignete Materialien Verwendung finden, wobei diese hinsichtlich ihrer Festigkeit
so ausgewählt werden müssen, daß das Zwischenstück 9 fähig ist, das Drehmoment vom Rotor auf das Getriebe zu übertragen, ohne
bei der dauernden Beanspruchung zerstört zu werden«
Eine konstruktiv einfache Befestigung des elastischen Zwischenstückes 9 ergibt sich nach der Erfindung dadurch, daß die beiden
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Wellenteile θ, 10 an den einander zugekehrten Enden mit Flanschen 16, 17 versehen sind, durch die Stifte 18, 19 in dae elastische Zwischenstück 9 greifen»
Um das elastische Zwischenstück 9 leicht montieren und demon»
tieren zu können, ist die Teilung gemäß der Erfindung in die Querschnitteebene der Welle gelegt und raummäßig zwieohen Rotor
und Getriebe vorgesehen·
Eine einwandfreie Lagerung und exakte Führung der beiden Wellen- -teile 8, 10 erhält man erfindungsgemäß dadurch, daß ihre einander zugekehrten Stirnseiten zentrische Bohrungen 20, 21 aufwei- -sen, in die ein Verbindungsbolzen 22 greift. Dieser ist in der
Bohrung 21 des Wellenstumpfes 10 fest und in der Bohrung 20 des Hohlwellenteiles 8 zu ihm relativ drehbar angeordnete Xn dem
Hohlwellenteil θ kann der Verbindungsbolzen 22 sich über seine
gesamte Länge erstrecken oder, wie flg. 3 zeigt» nur in den der Wellenteilung benachbarten Bereich ragen, wobei dann der nicht
den Verbindungsbolzen 22 überdeckende Bereich der Hohlwelle 8 vorzugsweise voll ausgebildet 1st.
Da der Verbindungsbolzen 22 nur zur Unterstützung der Führung und Lagerung der Wellentelle 8, 10 dient, dabei jedoch keine (
wesentlichen Kräfte aufzunehmen hat, werden hinsichtlich seiner Festigkeit keine hohen Ansprüche gestellt, so daß er erfindungsgemäß aus Isolierstoff, z.B. Hartfaserglas, bestehen kann* Wenn
das Gehäuse 1, das elastische Zwischenstück 9 und der Verbindungsbolzen 22 aus Isolierstoff bestehen, ergibt sioh hierdurch
gleichzeitig nooh der weitere Vorteil, daß bei einem Sohaden des
Motors keine elektrischen Berührungsspannungen nach außen treten können .'
Ferner empfiehlt es sich, den Hohlwellenteil 8 an dem der Teilung abgekehrten Snde unter Zwischenlage eines Nadellagers 23
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in eine Hülse 24 einzusetzen, die zwei diametral gegenüberliegende
Träger 25 ie für eine isoliert daran angeordnete, mit einer
nicht dargeatellten Ansohlußlltze versehene Kollektorbttrate
26 aufweist und mittels einer elastischen Hülse 27 in dem Motorgehäuse
1 befestigt ist.
Da beide Bürsten 26 mit ihren Halterungen 25 eioh nur durch die
diametrale Lage unterscheiden, ist davon nur eine gezeigt.
^ Die elastische Hülse 27 zwischen dem Gehäuse 1 und dar Bürstenträgerhülee
24 verhindert dabei, daß durch dae pulsierende Drehmoment hervorgerufene Schwingungen unter Umgehung des zwischen
den Wellenteilen 8, 10 befindlichen elastischen Zwischenstückes
9 auf das öehäuae 1 und damit auch auf daß Getriebe 12, 13 übertragen
werden j Alib diesem Grunde ist es auch zweokmäßig, eine
Feder 26 t die in einer in das Gehäuse 1 eingedrehten Sohraube
29 abgestützt ist und die Bürste 26 an den Kollektor 6 drückt, nicht unmittelbar, sondern unter Einfügung einer elastischen
Zwischenlage 30 an die Bürste 26 zu legen9 um auch hinr eine
Weiterleitung von Schwingungen au unterdrücken»
Außerdem wird durch die elastische Hülse 27 und durch die ela-
W stische Zwischenlage 30 eine Relativbewegung der Bürsten 26 gegenüber
dem Kollektor 6 vermieden, so daß gleichzeitig auoh hierdurch entstehende Schwingungen und daraus resultierende Geräusohe
unterbunden werden» Dabei muß aber sowohl die elastische Hülse als auoh die elastische Zwischenlage 30 mindestens die gleiche
Elastizität haben wie das zwischen den Wellenteilen 8, 10 befindliche elastische Zwischenstück 9«
Soll in dem Motor ein Lüfter 31 Anwendung finden, so empfiehlt
ea sich, diesen ebenfalls mit einer elastischen Lagerung «u versehen,
weil er die beim Abbau des Magnetfeldes entstehende Ter-
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»ögerung dee Rotors und damit die Pulsation dee erzeugten Drehmoment ee unterstützte Eine einfache elastische lagerung dee
Lüfters 31 ergibt sich, wenn das zwischen den Wellenteilen 8, 10 befindliche elastische Zwischenstück 9 selbst dazu Verwendung findet« Beim ^ueführungsbeiapiel ist der lüfter 31 mit seiner Nabe unmittelbar auf das Zwischenstück 9 aufgepreßt«
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Claims (1)
1. Mit Wechselstrom betreibbarer Kollektormotor, dessen Rotor
über ein Getriebe mit der anzutreibenden Last in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß sich in der mechanischen
Verbindung zwischen Rotor und Getriebe wenigstens ein elastisches Zwischenstück (9) befindet, dessen Elastizität so
gewählt ist, daß es mechanische Schwingungen von mindestens der doppelten Frequenz des den Motor speisenden Wechselstroms
absorbierte
2„ Elektromotor nach Anspruoh 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die mechanische Verbindung zwischen Rotor und Getriebe aus einer geteilten Welle besteht und das elastische Zwischenstück (9) zur Kupplung der beiden Wellenteile (Θ, 10) Vorwendung findet«
3ο Elektromotor naoh Anspruoh 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Teilung der'Welle in ihrer Quersohnittsebene liegt
und sioh raummäßig zwischen Rotor und Getriebe befindet.
4» Elektromotor naoh Anspruch 1 bis 3, daduroh gekennzeichnet,
daß die einander zugekehrten Enden der Wellenteile (8, 10)
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je mit einem ?lansoh (16, 17) versehen und damit an dem
elastieohen Zwischenstück (9) befestigt sind«
5ο Elektromotor nach Anspruch 1 bis 4» dadurch gekennzeichnet,
daß die Wellenteile (8, 10) an den einander zugekehrten Stirnseiten je eine zentrische Bohrung (20, 21) aufweisen, in die
ein Verbindungebolzen (22) greift, der in der Bohrung (21) m
des einen Wellenteiles (10) fest und in der Bohrung (20) des anderen Wellenteilee (Θ) relativ zu ihm drehbar angeordnet
ist.
6» Elektromotor nach Anspruch 1 bis 5, daduroh gekennzeichnet,
daß der Verbindungsbolzen (22) aus Isolierstoff, z.B. Hart«
fanerglas, besteht.
7β Elektromotor nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der dem Rotor zugeordnete Wellenteil (8) mit dem der Teilung abgekehrten Ende in einer Hülse (24) gelagert iat,
die zwei Träger (25) je für eine Kollektorbürste (26) aufweist und mittels einer elastischen Hülee (27) in dem Motorgehäuse (1) befestigt ist, wobei die letztgenannte Hülee (27)
mindestens die gleiche Elastizität wie das elastische Zwischen stück (9) zwischen den Wellenteilen (8, 10) besitzt.
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Robert Bosoh GmbH Ro-Nr» 84-91
Stuttgart 4*11.1965 Li/Re
Elektromotor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die in dein Träger (25) geführte, mittel» einer Feder (28)
gegen den Kollektor (6) gedrückte Bürste (26) ihren Federdruck übor eina elastische Zwischenlage (30) erhält, die mindesteno
die gleiche Elastizität wie das elastische Zwischenstück (9) zwischen dQn Wellenteilen (8, 10) besitzt*
9* Elektromotor nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zwischen den Wellenteilen (8 f 10) befindliche elastische
Zwischenstück (9) als Lagerung für einen Lüfter (31)
Verwendung findet.
10. Elektromotor nach Anspruch 1 bis 9, daduroh gekennzeichnet,
daß das elastische Zwischenstück (9) zwischen den Wellenteilen (8, 10), die elastische Hülse (27) zwischen Motorgehäuse
(1) und Büratenträgerhülse (24) und die elastische Zwischenlage
(30) zwischen Jeder Kollektorbürste (26) und ihrer Andrückfeder (28) aus Gummi bestehen,,
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