DE1488089C - Verfahren zur Steuerung eines Umrichters mit Gleichstromzwischenkreis und Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Steuerung eines Umrichters mit Gleichstromzwischenkreis und Anordnung zur Durchführung dieses VerfahrensInfo
- Publication number
- DE1488089C DE1488089C DE1488089C DE 1488089 C DE1488089 C DE 1488089C DE 1488089 C DE1488089 C DE 1488089C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- voltage
- pulses
- frequency
- pulse
- converter
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 16
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 15
- 230000004907 flux Effects 0.000 description 6
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 5
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 3
- 230000015556 catabolic process Effects 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 238000004146 energy storage Methods 0.000 description 1
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 1
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 description 1
- 230000010354 integration Effects 0.000 description 1
- 238000001208 nuclear magnetic resonance pulse sequence Methods 0.000 description 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 1
- 239000003973 paint Substances 0.000 description 1
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 description 1
Description
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur ter in Reihe zu schalten, welche sinusförmige Span-Steuerung
eines Umrichters mit Gleichstromzwi- nungen gleicher Frequenz besitzen und deren Phasenschenkreis,
insbesondere für die Speisung von Wech- lage mittels Gittersteuerung gegenseitig verschoben
selstrommotoren, mit dem der Strom eines speisen- werden kann (deutsche Auslegeschrift 1 124 595).
den Wechselstromes gleichgerichtet wird und die so 5 Es sind ferner Schaltungen für Wechselrichter mit entstandene Gleichspannung mit Hilfe von Steuer- mehreren Wechselrichtergruppen bekanntgeworden, einrichtungen durch Wechselrichtergruppeiv in eine bei denen rechteckförmige Spannungsimpulse gcbil-Wechselspannung veränderbarer Frequenz umgerich- det werden und die Wechselrichter so zusammengetet wird, wobei durch die Wechselrichtergruppen schaltet sind, daß sich die Spannungsimpulse zu einer rechteckförmige Spannungsimpulse gebildet werden io treppenförmigen Wechselspannung zusammensetzen und Teile der Wechselrichtergruppen derart teils hin- (deutsche Patentschrift 669 397). Zur Änderung der tereinander, teils parallel geschaltet sind, daß je nach Amplitude der Wechselspannung werden hierbei die der Steuerung der einzelnen Stromrichterelemente zwischen den Impulsen liegenden Nullstücke geaus der Summe, der Differenz der Spannungsimpulse ändert. Eine Frequenzänderung ist hierbei nicht vor- oder jedes Impulses für sich die Wechselspannung 15 gesehen,
zusammengesetzt ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein die
den Wechselstromes gleichgerichtet wird und die so 5 Es sind ferner Schaltungen für Wechselrichter mit entstandene Gleichspannung mit Hilfe von Steuer- mehreren Wechselrichtergruppen bekanntgeworden, einrichtungen durch Wechselrichtergruppeiv in eine bei denen rechteckförmige Spannungsimpulse gcbil-Wechselspannung veränderbarer Frequenz umgerich- det werden und die Wechselrichter so zusammengetet wird, wobei durch die Wechselrichtergruppen schaltet sind, daß sich die Spannungsimpulse zu einer rechteckförmige Spannungsimpulse gebildet werden io treppenförmigen Wechselspannung zusammensetzen und Teile der Wechselrichtergruppen derart teils hin- (deutsche Patentschrift 669 397). Zur Änderung der tereinander, teils parallel geschaltet sind, daß je nach Amplitude der Wechselspannung werden hierbei die der Steuerung der einzelnen Stromrichterelemente zwischen den Impulsen liegenden Nullstücke geaus der Summe, der Differenz der Spannungsimpulse ändert. Eine Frequenzänderung ist hierbei nicht vor- oder jedes Impulses für sich die Wechselspannung 15 gesehen,
zusammengesetzt ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein die
Es ist bekannt, bei Elektromotoren statt Kollek- vorgenannten Nachteile vermeidendes Steuerverfahtoren
zur Erzeugung eines Drehfeldes Stromrichter ren für Umrichter zu schaffen, mit dessen Hilfe nicht
zu verwenden, die mit Hilfe von Gittersteuerungen nur eine Wechselspannung erzeugt wird, bei der die
dem Motor jeweils die richtige Spannung und Fre- 20 Frequenz durch Veränderung der Impulsfrequenz
quenz zuführen. Bei Synchronmotoren hat man auch steuerbar ist, sondern vielmehr auch durch die Überentsprechend
die Erregerwicklung über Gleichrichter lagerung verschiedener Impulsreihen die Spannungsgespeist.
Man verwendet hierbei normale Umrichter- zeitfläche und die Kurvenform innerhalb weiter
Schaltungen und kann die Drehzahl der Motoren mit Grenzen frei bestimmbar ist.
Hilfe der erzeugten Frequenz regeln. Diese Dreh- 25 Dabei ist bei Frequenzänderungen die Flußdichte
zahlregelung ist bei diesen Motoren verhältnismäßig im Luftspalt des Motors möglichst konstantzu halten
beschränkt, da es durch die. Schaltung nicht möglich oder sogar bei kleiner Frequenz zur Erhöhung des
ist, über die doppelte Frequenz des speisenden Net- Abzugsmomentes zu vergrößern. Zur Lösung dieser
zes bei Umrichteranlagen zu kommen. Bei der Dreh- Aufgabe wird bei einem Steuerverfahren der eingangs
zahlregelung ergibt sich ferner wie auch bei den nor- 30 genannten Art erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß
malen Drehstrommotoren die Schwierigkeit, daß die die Durchlaßbreite der rechteckigen Impulse unab-
volle Ausnutzung der Typenleistung der Maschine hängig von der Frequenz des gespeisten Netzes ist,
nur bei der vollen Drehzahl möglich ist. Die volle und in Abhängigkeit von dieser Frequenz der Beginn
Ausnutzung hat zur Bedingung, daß im Luftspalt der der Impulse gegeneinander zeitlich verschiebbar ist,
Maschine die Flußdichte möglichst hoch sein muß. 35 so daß sich bei der höchsten erreichbaren Frequenz
Diese Flußdichte müßte also bei abnehmender Fre- die Impulse decken.
quenz auch konstant bleiben. Da bei abnehmender Hierdurch wird eine Frequenzregelung ermöglicht,
Frequenz die Zeitdauer anwächst, so kann die Fluß- welche ebenfalls mit konstanten Impulsbreiten arbei-
dichte nur dadurch konstant gehalten werden, daß tet, ohne daß aber eine Mittelfrequenz benutzt wer-
irian die den Fluß erzeugende Spannung herabsetzt. 40 den muß. Auch mit dieser Methode kann man belie-
Es muß also mit dem speisenden Wechselstrom auch bige Frequenzen bis auf Null herunter einstellen,
die Spannung abnehmen. In den Zeichnungen sind Beispiele für den Erfin-
Ferner ist eine Anordnung bekanntgeworden, die dungsgedanken gezeigt und gleichzeitig Diagramme
mit Spannungsimpulsen arbeitet, deren Anzahl wohl zur Erläuterung der Wirkungsweise angegeben. Zumit
kleiner Frequenz kleiner wird, deren Größe aber 45 nächst sei die F i g. 2 beschrieben, in welcher das
möglichst erhalten bleibt. Bei dieser Anordnung Prinzip der Erfindung zu erkennen ist. Es sind dort'
braucht die Spannung an sich nicht herabgesetzt vier Diagramme dargestellt (a bis d), die höchste Frewerden,
es bleibt also die Flußdichte in der Maschine quenz ist bei α gezeigt, die niedrigste bei d. Es weretwa
konstant mit abnehmender Frequenz. Sie hat den nun aus der durch die Gleichrichtung erzeugten
aber den Nachteil, daß sie mit Mittelfrequenz arbei- 50 Gleichspannung in dem Gleichstromzwischenkreis
ten muß. Für diese Schaltungen kommen deshalb nur zwei Impulse gebildet, die die Bezeichnung U1 und H2
Ventile in Frage, die für Mittelfrequenzen von weit besitzen. Diese Impulse können nun gegeneinander
über 1000 Hz geeignet sind. Aus diesem Grunde las- verschoben werden. In dem Diagramm der Fig. 2a
sen sich diese Schaltungen nicht mit steuerbaren Ent- sind in Abhängigkeit von der Zeit t die Lage der
ladungsstrecken und Thyristoren, die eine geringe 55 Impulse so dargestellt, daß sie gleichzeitig auftreten,
Durchzündungsfestigkeit haben, verwenden. Ebenso sich also addieren. Die entstehende Spannung Uw ist
ist die Reihenschaltung von Thyristoren für Mittel- dann eine rechteckförmige Spannung, wobei die Amfrequenzschaltungen
nicht möglich. Die Anwendung plituden immer die Summe der einzelnen Amplituden von Mittel frequenz erfordert große Energiespeicher, der Impulsspannungen M1 und M2 darstellen. Die
die die Mittelfrequenzströme vom Wechselstromnetz 60 Periode einer Schwingung ist dann gerade die dopfernhalten.
Sie haben ferner den Nachteil, daß keine pelte Breite der Impulse. Sie ist die höchste Freschnellen
Lastschwankungen möglich sind, ohne quenz, die bei diesem Verfahren möglich ist. Soll
Überspannungen zu vermeiden. Bei der Anordnung nun die Frequenz erniedrigt werden, so wird ein
solcher Energiespeicher auf der Wechselstromseite Impuls oder beide gegenseitig verschoben. Der Imbesteht
ferner die Gefahr, daß Resonanzerscheinun- 65 puls M1 setzt zuerst ein, dann etwa in der Mitte des
gen auftreten können. Impulses «, entsteht der Impuls M2. Auf diese Weise
Für die Umrichtung von 50 Hz Wechselstrom auf erhält man eine treppenförmige Kurve. Man erkennt
162/:i ist es noch bekanntgeworden, zwei Teilumrich- aus der Figur deutlich, daß die Frequenz kleiner ge-
I 488 089
worden ist, sie entspricht etwa dreiviertel der höchsten
möglichen Frequenz. Unter diesem Diagramm sind die Impulsspannungen M1 und «., einzeln dargestellt,
so daß man die Überlagerung besser übersehen kann. Soll nun die Frequenz noch weiter verringert
werden, so zieht man die beiden Impulse M1 und M2,
wie die Fig. 2c zeigt, noch weiter auseinander. Die
beiden Impulse überlagern sich jetzt nur noch ein kurzes Stück, man erkennt, daß die Frequenz sich
weiter verringert hat. Bei noch größerer Verringerung werden die Impulse ganz auseinandergezogen, und es
entstehen bei der positiven Halbwelle zwei Impulse gleicher Länge mit einem bestimmten Abstand und
bei der negativen Halbwelle entsprechend. Diese kann man natürlich noch weiter auseinanderziehen
bis schließlich die Frequenz Null erreicht wird. Dieses Verfahren braucht sich nicht auf zwei Impulse zu
beschränken, es kann natürlich noch eine bessere Kurve erreicht werden, wenn man mehr Impulse beispielsweise
4,6 oder 8 verwendet.
Wie nun diese Impulse erzeugt werden, zeigen die beiden Beispiele der Fig. 1 und der Fig. 3. In der
F i g. 1 ist links der Teil der Anordnung gezeigt, der aus einem mehrphasigen ' Wechselstrom (r, s, t)
Gleichstrom erzeugt. Der mehrphasige Wechselstrom wird an den Stellen r, s, t dem Transformator 1 zugeführt. Der Transformator 1 besitzt vier verschiedene
Sekundärwicklungen 1,1, 1,2, 1,3, 1,4. Diese speisen die Gleichrichter-Brückenschaltungen mit
den Gleichrichtern 2. Je zwei Brücken bilden einen Gleichstromzwischenkreis an dem je die Spannung M1
und M2 entsteht. Aus dem Gleichstromzwischenkreis werden nun die Wechselrichteranordnungen gespeist,
welche durch die gesteuerten Ventile 3 bis 26 dargestellt sind. Außerdem sind noch ungesteuerte Ventile
27 bis 38 vorhanden, deren jedes jeweils einem der zugehörigen gesteuerten Ventile,9 bis 20 antiparallel
geschaltet ist. Als Belastung ist ein Motor dargestellt, seine drei Wicklungen sind 39, 40 und 41. Je nach
der Steuerung der gesteuerten Ventile nun können die beiden Impulsspannungen M1 und «., in beliebiger
Weise zusammengesetzt werden. Dies "sei etwas genauer beschrieben für den Fall, der in der F i g. 2 b
dargestellt ist. Zunächst muß also die Impulsspannung W1 wirksam werden, d. h., es muß die Impulsspannung
U1 allein an der entsprechenden Wicklung 39, welche der Phase R entspricht, liegen. Zu diesem
Zweck werden die Ventile 3, 15 und 10 geöffnet, der Strom kann durch das Ventil fließen und dort über
die Querverbindung 42, dann über die Diode 34, das Ventil 15 über die Wicklung 39 und über das Ventil
10 zum oberen Gleichstromzwischenkreis zurück. Dieser Zustand bleibt zwischen den Zeiten I1 und Y2
bestehen. Im Zeitpunkt f., muß nun auch der andere Zwischenkreis mit der Impulsspannung «., derart
wirksam werden, daß nunmehr die Summenspannung der Impulse M1 und M2 an der Wicklung 39 der
Phase R liegt. Dies geschieht durch die weitere öffnung des Ventils 22. Dann ist folgender Stromkreis
geschlossen: Von der oberen Leitung des Gleichstromzwischenkreises mit der Impulsspannung M1
geht es wieder über das gesteuerte Ventil 3, dann über das nunmehr geöffnete Ventil 22 zum unteren
Teil des Gleichstromzwischenkreises für die Impulsspannung M2, dann folgt die Impulsspannung m.„ und
von dort geht es über das Ventil 15 in die Wicklung 39 der Phase R hinein und dort wieder zurück über
das gesteuerte Ventil 10. In diesem Falle liegt dann die Summe der Impulsspannungen M1 und m., an der Wicklung
39 der Phase R. Vom Zeitpunkt t.x an in F i g. 2 b
hört dann die Speisung aus dem Gleichstromzwischenkreis für die Impulsspannung M1 auf, und es
.5 bleibt allein die Impulsspannung M2 übrig. Dies geschieht
dadurch, daß das Ventil 3 nunmehr gesperrt wird. Dann bildet sich folgender Stromkreis: von der
Impulsspannung m, über das Ventil 15, die Wicklung 39, dann das Ventil 10, 27 und 22 zur anderen Seite
ίο des entsprechenden Gleichstromzwischenkreises zurück.
Ähnlich liegen die Verhältnisse bei den Phasen S und T, welche nunmehr nicht mehr genauer beschrieben
werden sollen. Je nach dem Zeitpunkt, in welchem die verschiedenen Ventile geöffnet werden,
kann nun die Verschiebung der Impulse vorgenommen werden. In ähnlicher Weise werden die Gleichrichterventile
geschaltet, um die entgegengesetzten Impulse, also auch die negative Halbwelle zu erzeugen.
Auch wenn keine Spannung an der Wicklung 39 liegen soll, muß die Schaltung so erfolgen, daß ein
Stromfluß möglich ist, da durch die Induktivitäten im Kreise auch der Strom während der spannungslosen
. Periode aufrechterhalten bleibt. In diesem Fall brauchen die Impulsspannungen M1 und M2 nicht an die
Wicklung 39 der Phase R gegeben werden, es muß aber ein Strom fließen können; dann geht der Strom
von der Wicklung 39 über die Ventile 33, 16, 9 und 28 zur Wicklung zurück.
In der F i g. 3 ist eine Schaltung gezeigt, bei der nur eine einzige Gleichstromquelle 43 mit der Spannung
U vorgesehen ist. Diese speist dann mehrere Wechselrichter (für die Phase R 44 bis 51), welche
parallel geschaltet sind. Die so entstehenden rechteckförmigen Wechselspannungen werden an die beiden
Transformatoren 52 und 53 bei der Phase R gegeben, deren Sekundärwicklungen in Reihe liegen.
Daher addieren sich die rechteckförmigen Ausgangsspannungen. Das Gleiche gilt für die Phasen S und T
des Motors.
Auch bei dieser Schaltung ist bei Verwendung von mehr als zwei Hilfstransformatoren je Phase eine Zusammensetzung
von mehr als zwei Impulsen möglich. Dadurch wird die Anordnung noch mehr der Sinusform angenähert. Je mehr Impulse man nun
verwendet, um so besser kann man die Frequenz wählen, und auch um so größer ist der mögliche
Frequenzbereich.
Man erhält bei dieser Art der Steuerung bis zu den kleinsten Frequenzen herunter ein etwa gleichbleibendes
Anzugsmoment der Motoren. Es kann nun aber auch wünschenswert sein, gerade beim Anfahren
das Anzugsmoment zu erhöhen. In diesem Falle ist es zweckmäßig, die Länge des Impulses zu vergrößern,
dadurch ändert sich an sich die Frequenz nicht, wohl aber verstärkt sich das Anzugsmoment.
Bei niedrigen Frequenzen kommt nun noch hinzu,
daß der ohmsche Spannungsabfall stärker wirksam wird als der induktive. Damit das Kippmoment des
Motors bei niedrigen Frequenzen nicht absinken kann, ist es auch hierfür zweckmäßig, die Impulsbreite
etwa um den Anteil des ohmschen Spannungsabfalles in ähnlicher Weise zu erhöhen.
In der F i g. 4 ist in Verbindung mit der F i g. 5
In der F i g. 4 ist in Verbindung mit der F i g. 5
die Art der Steuerung dargestellt, wie die Impulse im Leistungsstromkreis erhalten werden können. Dies
geschieht im wesentlichen mit an sich bekannten Mitteln. Durch einen Impulsgenerator werden aus
einer Wechselspannung irgendeiner Periode etwa zwölf Impulse in gleichen Abständen erzeugt; dies
zeigt die Fig. 4a. Dieser Impulsgeber ist in. Fig. 5 mit 54 bezeichnet. Die so erhaltene Impulsfolge wird
nun mit Hilfe einer Verteilereinrichtung 55 auf die zu bildenden Drehstromphasen aufgeteilt, je drei aufeinanderfolgende
Impulse erzeugen dann für jede Phase die zugehörige Rechteckspannung. In Fig. 4b
ist dies näher dargestellt, der erste Impuls aus F i g. 4 a läßt die Rechteckkurve für die Phase R entstehen.
Der dann um 120° versetzte Impuls läßt die Rechteckkurve für die Phase S und der weiter um
120° versetzte Impuls die Phase Γ entstehen. Die Zwischenimpulse erzeugen die zugehörigen negativen
Teile. Dies geschieht am besten mit Multivibratpren und zugehörigen Zähleinrichtungen, die die Impulse
abzählen. Diese Rechteckspannungen besitzen die doppelte Frequenz der Ausgangsfrequenz. Die Erzeugung
dieser rechteckförmigen Kurven erfolgt in dem Schaltorgan 56. In dem Integrator 57 werden
die Rechteckspannungen integriert und daraus Dreieckspannungen gebildet, wie es Fig. 4c zeigt. In
dem Überlagerungsglied 58 werden dieser Dreieckskurve noch zwei Gleichspannungen überlagert.
Die Spannung ustl ist konstant, während die
Steuerspannung ust2 veränderlich ist. An den Stellen
nun, wo die Dreiecksspannung größer oder kleiner als die Summe der beiden Steuerspannungen wird,
wird ein Impuls in einem Multivibrator erzeugt. In Fig.4d sind diese Impulse dargestellt. An der Stelle
ta wird der Dreiecksimpuls größer als die Summe der
beiden Steuerspannungen. In diesem Falle entsteht für die Phase R der erste Impuls, er ist mit Rx bezeichnet.
Die Dauer des Impulses wird vom Multivibrator bestimmt. Sie kann, wie die gestrichelte Linie
angibt, auch bei kleinen Frequenzen verlängert werden. Der zweite Impuls entsteht dann, wenn die Dreiecksspannung
wieder kleiner als die Summe der beiden Steuerspannungen wird, also an der Stelle tb;
dort entsteht der Impuls R0. Diese beiden werden
dann, entsprechend der Schaltung der Ventile wie sie in F i g. 1 oder 3 gezeigt ist, überlagert. In ähnlicher
Weise werden auch die Steuerimpulse für die übrigen Phasen erzeugt; dies ist nicht mehr angegeben. Wird
nun die Steuerspannung ust 2 etwas verkleinert, so
rücken die beiden erzeugten Impulse Ii1 und K2 auseinander,
da die Zeitpunkte ta und i& ebenfalls auseinandergehen.
Bei der Steuerspannung usti Null
wird die niedrigste Frequenz bei dieser Schaltung erreicht. In dem Schaltglied 59 erfolgt die Aufteilung
der einzelnen Impulse auf die verschiedenen Phasen. Bei dieser Schaltung ist eine gegenseitige Verschiebung
der Impulse vorhanden. Will man den einen Impuls fest lassen und den anderen nur verschieben,
so ist statt der Dreiecksform eine Sägezahnkurve in bekannter Weise zu verwenden. Natürlich sind auch
andere Steuereinrichtungen möglich. Die Steuerein-' richtung selbst soll auch nicht zum Erfindungsgedanken
gehören, da sie nur eine Zusammenschaltung bekannter Elemente darstellt. Um auch kleinere Frequenzen
noch zu erhalten, kann man die Steuerspannung us, j verringern oder die Richtung der Integration
ändern.
Für kleine Frequenzen ist es ferner noch zweckmäßig, eine Zusatzeinrichtung vorzusehen, welche in
bekannter Weise arbeitet und zusätzlich zu diesem Verfahren noch eine der am Anfang angegebenen
Anordnungen benutzt. Nach Fig. 6 kann man beispielsweise
die erhaltenen Impulse noch mit einer sehr niedrigeren Frequenz überlagern und hierbei
immer dann, wenn der Impuls größer oder kleiner als die überlagerte Frequenz wird, einen Ausgangsbefehl
geben. Man sieht aus der unteren Kurve, daß dann die Frequenz noch weiter verkleinert werden kann.
Der Vorteil dieses Verfahrens ist, daß man mit einfachen Mitteln ohne eine zusätzliche Mittelfrequenz
benutzen zu müssen, eine Drehzahlregelung
ίο von Motoren ohne Kollektoren erreichen kann. Auch
die Anzugsmomente dieser Motoren können dann in beliebiger Weise vergrößert und verkleinert werden,
so daß sich eine sehr sichere und den Verhältnissen angepaßte Betriebsweise der Motoren ergibt.
Der generelle Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber den bekannten Schaltungen besteht
darin, daß für die Zusammensetzung der Rechteckwellen hochbelastbare, relativ langsam schaltende
Starkstrom-Thyristoren verwendbar sind, die also mit niedrigen Frequenzen, insbesondere mit Netzfrequenz,
arbeiten, wobei durch die steuerungsgemäße relative gegenseitige Verschiebung der rechteckförmigen
Impulse mit gleicher Amplitude ein weiter Frequenzbereich der Wechselspannung in vorbe-
s5 schriebener Weise beherrschbar ist.
Claims (5)
1. Verfahren zur Steuerung eines Umrichters mit Gleichstromzwischenkreis, insbesondere für
die Speisung von Wechselstrommotoren, mit dem der Strom eines speisenden Wechselstromes
gleichgerichtet wird und die so entstandene Gleichspanung mit Hilfe von Steuereinrichtungen
durch Wechselrichtergruppen in eine Wechselspannung veränderbarer Frequenz umgerichtet
wird, wobei durch die Wechselrichtergruppen rechteckförmige Spannungsimpulse gebildet werden
und Teile der Wechselrichtergruppen derart teils hintereinander, teils parallel geschaltet sind,
daß je nach der Steuerung der einzelnen Stromrichterelemente aus der Summe, der Differenz
der Spannungsimpulse oder jedes Impulses für sich die Wechselspannung zusammengesetzt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Durchlaßbreite der Rechteckimpulse (H1, uo) unabhängig
von der Frequenz des gespeisten Netzes ist und in Abhängigkeit von dieser Frequenz der
Beginn der Impulse gegeneinander zeitlich verschiebbar ist, so daß sich bei der höchsten erreichbaren
Frequenz die Impulse (u., 1/,) decken
(Fig-2).
2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
einen Umrichter mit mehreren Gleichstromzwischenkreisen, bei dem die Stromrichterelemente .
der Wechselrichtergruppen so geschaltet und steuerbar sind, daß rechteckförmige Spannungsimpulse entstehen, deren Summe oder Differenz
oder jede für sich an eine Motorwicklung geführt
sind (Fig. 1, 2 und 3).
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausgleich der Spannungsabfälle in der Belastung in Abhängigkeit von der
Belastung die Impulsbreite veränderbar ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulsbreite nur bei kleinen
Frequenzen in Abhängigkeit von der Belastung verändert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß in Abhängigkeit von der Belastung der Impuls einer Wechselrichtergruppe bei kleinen Frequenzen verbreitert, der Impuls
einer anderen Wechselrichtergruppe verkürzt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0382110B1 (de) | Ausgangssteuerkreis für Inverter sowie Hochfrequenz-Stromquelle zur Gleichstromversorgung einer Schweissstation | |
| DE1488096B2 (de) | Wechselrichterschaltung | |
| DE3034693A1 (de) | Gleichspannungswandler mit impulsbreitenregelung | |
| DE1065080B (de) | Einrichtung zur verlust-und blindleistungsarmen Umformung von Spannungen | |
| EP0396126A2 (de) | Vorrichtung zur Stromversorgung | |
| DE2708305C3 (de) | Symmetrierungseinrichtung für ein von einem unsymmetrischen Verbraucher belastetes Drehspannungsnetz | |
| WO2018019944A1 (de) | Antriebsumrichter für geschaltete reluktanzmaschine | |
| DE2434316A1 (de) | Statische leistungsumformungseinrichtung | |
| DE1438905C3 (de) | Direkt Umnchterschaltung zur Steuerung der Drehzahl eines Wechsel Strommotors | |
| DE1488089C (de) | Verfahren zur Steuerung eines Umrichters mit Gleichstromzwischenkreis und Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens | |
| DE1438406B2 (de) | Umrichter zur Frequenzumwandlung von Dreiphasen-Wechselströmen | |
| DE3012329C2 (de) | Stromrichteranordnung | |
| DE1488089B2 (de) | Verfahren zur steuerung eines umrichters mit gleichstrom zwischenkreis und anordnung zur durchfuehrung dieses ver fahrens | |
| DE1095931B (de) | Einrichtung zur Umformung von Gleich-, Wechsel- oder Drehstrom in Wechsel- oder Drehstrom einstellbarer Frequenz | |
| DE2914596C2 (de) | ||
| DE2641530C2 (de) | Einrichtung zum Erzeugen ein- oder mehrphasiger Wechselspannung mit einer im Generatorbetrieb arbeitenden Induktionsmaschine | |
| DE1613526C (de) | Dreiphasige Umrichterschaltung fur die Speisung von Drehstrommotoren | |
| DE3933520C2 (de) | Verfahren zum Betrieb zweier parallelgeschalteter, gemeinsam eine Maschine speisender Umrichter als Direktumrichter bei niedrigen Maschinenfrequenzen und als I-Umrichter bei höheren Maschinenfrequenzen | |
| DE1142651B (de) | Anordnung zur Steuerung der Drehzahl und Drehrichtung eines Asynchronmotors mittels steuerbarer Halbleiter | |
| DE2738381C2 (de) | Umrichter | |
| DE1438406C (de) | Umrichter zur Frequenzumwandlung von Dreiphasen Wechselstromen | |
| DE2409948C3 (de) | Anordnung zur Steuerung der Drehzahl mehrerer Synchronmotoren | |
| DE1813853C3 (de) | Anordnung zur Anzapfung der Verbindungsleitung einer Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) in Serienschaltung | |
| DE1055112B (de) | Anordnung und Verfahren zur Steuerung von elastischen Umrichtern | |
| AT283509B (de) | Wechselrichter und Verwendung desselben als Frequenzwandler |