DE1486747C - Falzelgerat - Google Patents
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Description
Zum Fälzeln eines — in der Regel klammergehefteten oder gelumbeckten — Blocks (Buchblocks)
mit einem Klebeband, insbesondere Selbstklebeband, sind Fälzelgeräte, die halbselbsttätig arbeiten, schon
bekannt. Sie enthalten einen auf die Rückenbreite des jeweiligen Blocks einstellbaren Führungskanal
zum Anlegen des Klebebandes an den Blockrücken, ferner Zusatzvorrichtungen zum festen Andrücken
des Klebebandes an den Blockrücken und zum Umbördeln und zum Andrücken der Klebebandrandzonen
auf die seitlichen Decken des Blockes.
Ein bekanntes Fälzelgerät ist derart aufgebaut, daß der Buchblock nur in einer Richtung, und zwar der
Längsrichtung des Führungskanals, zu bewegen ist. Dieses Fälzelgerät besitzt einen Führungskanal mit
einer Sammelvorrichtung für den Buchblock, eine Schneidvorrichtung und Zusatzvorrichtung zum Anlegen
und Andrücken des Klebebandes an den Blockrücken und zum Umbördeln und Andrücken der
Klebebandrandzonen auf die seitlichen Decken des Blocks. Die Zusatzvorrichtungen bestehen dabei aus
an ihrem Eingang leicht abgeschrägten Falzkufen und einer nachfolgenden portalartigen Andrückvorrichtung,
welch letztere mit einem quer zum Führungskanal verlaufenden Andrückglied für den Blockrücken
und zwei aufrecht stehenden Andrückgliedern zum Andrücken der von den Falzkufen schon umgebördelten
Klebebandrandzonen an die Decken des Buchblocks versehen ist. Die Andrückglieder bestehen
dabei aus Walzen, die sich von unten an den Blockrücken bzw. seitlich an die Decken des Buchblocks drücken und beim Durchschieben des Buchblocks
sich auf diesem abrollen.
Bei diesem Fälzelgerät kommt es auf die Ausbildung der Falzkufen an. Die Falzkufen weisen an
ihrer Eintrittsstelle für den Buchblock eine leichte Abschrägung auf, womit sich eine erweiterte Öffnung
der Falzkufen für den Buchblock ergibt. Dabei bleibt aber die Höhe der Falzkufen bis zu ihrem Eingang
unverändert. Da nun das Klebeband in einer Breite an die Falzkufen herangeführt wird, die über die
Öffnungsbreite der Falzkufen an ihrem Grunde erheblich hinausgeht, muß sich bei der Einführung
eines von einem Buchblock mitgezogenen Klebebandes dieses zwangläufig stauchen, wenn es nicht durch
eine zusätzliche Manipulation, beispielsweise durch ein Andrücken an die Decken des Buchblocks mit
den Fingern( in seiner Form an die öffnung der
Falzkufen angepaßt wird. Wenn man allerdings das Klebeband nach vorn über den Buchblock hinaus
vorstehen läßt, dann dürfte dies die Einführung des Klebebandes in den Kanal zwischen den Falzkufen
etwas erleichtern, was jedoch zu einem entsprechenden Verlust an Klebeband führt. Zu der Schwierigkeit,
das Klebeband richtig in den Kanal zwischen den Falzkufen einzuführen, kommt also noch der
Nachteil eines beträchtlichen Verlustes an Klebeband hinzu.
Bei dem nachstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Fälzelgerät werden die Schwierigkeiten mit
der Einführung des Klebebandes in den Kanal zwischen den Falzkufen vermieden, obwohl das
Klebeband kaum vor dem Buchblock übersteht. Das erfmdungsgemäßc Fälzelgerät ist dadurch gekennzeichnet,
daß in Bearbeitungsrichtung des Buchblocks zunächst die Rilzktifcu mit ihren Arbeitsflächen mindestens
auf einer der Breite des Selbstklebebandes entsprechenden Ausdehnung sich dem das Gegenlager
für das Klebeband bildenden Boden des Führungskanals gegebenen Ebene anschmiegen und dann
zunehmend in stetigem Verlauf in die zur Bodenebene senkrechte Lage zur Bildung der Seitenflächen
des Kanals übergehen.
Durch diese besondere Gestaltung der Falzkufen wird das ankommende, glatt auf dem Boden der Vorrichtung
geführte Klebeband ohne eine Stoßstelle langsam umgebördelt, ohne daß dabei etwa vor dem
ίο vordersten Rand des Buchblocks eine bestimmte
Länge des Klebebandes überstehen müßte. Vielmehr kann das Klebeband unmittelbar mit dem vorderen
Rand des Buchblocks abgeschnitten sein. Auf diese Weise ist es möglich, im Zuge eines Arbeitsganges,
nämlich dem Durchschieben des Buchblocks durch den Fälzelkanal, den Fälzelvorgang von Anfang bis
zu Ende durchzuführen.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus den Unteransprüchen.
' Zur weiteren Erläuterung sei auf die Zeichnung Bezug genommen, in der ein Ausführungsbeispiel
des neuen Fälzelgeräts dargestellt ist; es zeigt
F i g. 1 eine Gesamtdarstellung in Seitenansicht,
F i g. 2 die zugehörige Draufsicht,
F i g. 1 eine Gesamtdarstellung in Seitenansicht,
F i g. 2 die zugehörige Draufsicht,
as F i g. 3 eine schaubildliche Darstellung des Gesamtgeräts,
F i g. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2, jedoch, wie auch die Fig. 5 bis 11, in
einem größeren Maßstab,
3*o F i g. 5 ' einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 2,
- F i g. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 2,
F i g. 7 eine Teildarstellung in Unteransicht,
F i g. 8 eine Teilseitenansicht,
F i g. 8 eine Teilseitenansicht,
F i g. 9 eine Unteransicht und zum Teil einen Schnitt nach der Linie IX-IX der Fig. 1,
Fig. 10 einen Schnitt hinter der LinieV-V der
Fig. 2 (vgl. auch Fig. 5),
F i g. 11 einen Schnitt ungefähr in der Ebene VI-VI der Fig. 2,
Fig. 12 in Stirnansicht einen Buchblock, der
klammergeheftet sei,
F i g. 13 einen Buchblock, der durch Leim verbunden oder, anders gesagt, gelumbeckt sei;
Fig. 14 einen Buchblock, der fertig gefälzelt ist, der also am Rücken und an den benachbarten Zonen
der Decken mit einem Klebeband eingefaßt ist,
Fig. 15 ein Selbstklebeband der hier in Betrach kommenden Art in Draufsicht, zum Teil unter Weglassung der Klebstoffschicht,
F i g. 16 einen Schnitt nach der Linie XVI-XVI der Fig. 15,
Eig. 17 eine Wiederholung der Fig. 16, jedoch
— der besseren Übersicht halber — mit zeichnerischen Abständen zwischen dem Trägerband und
der Klebstoffschicht des Selbstklebebandes.
Das Fälzelgerät nach den Fig. 1 bis 11 hat, wie
insbesondere aus den F i g. 1 bis 3 zu ersehen ist, ein Grundgestell 1 in Gestalt eines Kastens, bei dem jedoch
zwei einander benachbarte Seiten fortgelassen sind. Dafür ist ein Fuß 2 vorgesehen, der — ebenso
wie die Bodenflansche der beiden vorhandenen Seiteiiwände — Saugnäpfchen 3, z. B. aus Gummi,
zum Aufstellen des Geräts auf einem niedrigen Tisch od. dgl. trägt. Die Decke 4 des Grundgestells 1 bildet
den Arbeitstisch des Geräts, sie liegt betriebsmäßig
— in der Regel — in der Waagerechtebene.
Auf dem Arbeitstisch 4 ist ein auf die Rückenbreite b des jeweiligen Buchblocks Bl einstellbarer ■
Führungskanal gebildet. Er umfaßt den Einlaufteil mit den beiden Winkelschienen 5 und 5a, den Falzteil
mit den beiden Falzkufen 6 und 7, die noch zu beschreibende portalartige Andrückvorrichtung und
. den Auslaufteil mit den beiden Winkelschienen 8 und 9. Die eine Seitenbegrenzung des Führungskanals
ist am Arbeitstisch 4 unbeweglich befestigt, und zwar beim Ausführungsbeispiel lösbar, durch Schrauben.
Die andere Seitenbegrenzung ist quer zur Längsrichtung des Führungskanals einstellbar und zu diesem
Zweck am Arbeitstisch 4 durch die Schrauben 10 und· 11 sowie durch die Schrauben 12 und 13 gehaltert.
Diese Schrauben haben — zur leichten Bedienung — je einen am Rand gerändelten Kopf; sie
seien, ebenso wie die noch zu nennenden Schrauben dieser Art, kurz als Rändelschrauben bezeichnet.
Den Rändelschrauben 10 und 11 ist je ein Gegenstück oder ein gemeinsames Gegenstück 14 (F i g. 9)
zugeordnet mit je einem Muttergewinde für jede Schraube. Das gleiche gilt für die Rändelschrauben
12 und 13 (s. F i g. 1 und 2). Die Schrauben 10 bis
13 greifen durch Schlitze 15, 16, 17, 18 des Arbeitstisches 4.
. Die jeweiligen Rückenbreite b des zu verarbeitenden Buchblocks wird dadurch eingestellt, daß die
Schrauben 10 bis 13 leicht gelöst und daß alsdann die von ihnen gehaltenen Teile auf dem Arbeitstisch
nach einem Muster der zu verarbeitenden Blöcke oder nach einem Maßstab, z. B. nach am Gerät angebrachten
Skalen und Marken od. dgl., eingestellt werden, naturgemäß so, daß die einstellbare Seitenbegrenzung
mit ihren senkrechten Arbeitsflächen parallel zu denen der festen Seitenbegrenzung des
Führungskanals verläuft. Wie aus der Zeichnung hervorgeht, ist die Winkelschiene 9 mit der Falzkufe 7
fest — gegebenenfalls durch Schrauben — verbunden, so daß die Teile 7 und 9 betriebsmäßig eine
mechanische Einheit bilden.
Das Klebeband k wird von einer Klebebandrolle r abgewickelt, die ihrerseits in eine Spule des Geräts
eingesetzt und zu ihr oder mit ihr leicht drehbar ist. Hierauf wird unten noch näher eingegangen. Der
Anfang des von der Roller abgewickelten Klebebands
k wird durch einen Schlitz 19 von der Unterseite des Arbeitstisches 4 auf seine Oberseite geführt,
und zwar mit der Klebstoffschicht nach oben, so
daß also F i g. 2 mit dem dort gezeigten Teil des Klebebands k dessen Klebstoffseite zeigt. Die Winkelschienen
5 und 5 a haben auf der Unterseite im Bereich des Klebebands k, also mindestens vom Schlitz
19 bis zu ihrem Ende auf der linken Seite, bezogen auf F i g. 2, durchgehende Ausnehmungen. Zwischen
den Winkelschienen 5 und 5 α und dem Arbeitstisch 4 befinden sich demnach durchgehende Schlitze (s. auch
Fig. 8). Auf diese Weise kann das Klebeband, das breiter ist als die Rückenbreite b, ungehindert unter
den Winkelschienen 5 und 5 a zur linken Seite des Geräts hin, bezogen auf F i g. 2, vorgezogen werden.
Da auf dieser Strecke das Klebeband k die Klebstoffseite nach oben gerichtet hat, gegen die Schienen 5
und 5a, so kann es nicht mit dem Arbeitstisch 4 verkleben, wohl aber unter Umständen mit den
Schienen 5 und 5 a. Darum werden die Zonen der Winkelschienen 5 und Sa, die in den genannten
Schlitzen dem Klebeband k gegenüberstehen, klebstoifabweisend
ausgebildet, z. B. mit Auflagen aus kuppenartig geprägten Kupferstreifen versehen, an
denen sich also nur eine vielfache punktförmige Berührung mit der KlebstofFseite des Klebebandes k ergibt.
Es kann infolgedessen das Klebeband unter den Schienen 5 und /5 α hindurchleiten, ohne in eine
innige — vollflächige — Berührung mit den Schienen 5 und 5 a zu gelangen. Die Wahl Von Kupferstreifen
hat den Vorteil, daß hier kein Rost entstehen kann, der zu einer Verschmutzung des durchwandernden
Klebebands k und auch zu einer Klebehaftung des Klebebandes k an den Schienen 5, 5 α führen könnte.
Um dem Klebeband auf der Oberseite des Arbeitstisches im Anfang eine Seitenführung zu geben,
sind zwei Führungsstücke 21 und 22 (s. F i g. 9) vorgesehen, die sich in dem Schlitz 23 des Arbeitstisches
4 führen und nach oben hin in die Schlitze zwischen dem Arbeitstisch und den Schienen 5 und 5 α
hineinragen und so, entsprechend eingestellt, das Klebeband k seitlich führen, d. h. ihm seinen Einlaufweg
■ vorschreiben. Für die seitliche Einstellung der Führungsstücke 21, 22 entsprechend der Klebebandbreite
und dem Klebebandweg ist jedes von einem Schraubenbolzen 24, 25 gehalten. Der einzelne
Schraubenbolzen greift durch ein Loch an der Winkelschiene 5 oder v'5ij hindurch und weist zwischen
der Schiene und dem Bedienungsknopf eine lose aufgesteckte Druckfeder 26, 27 auf, wodurch die Führungsstücke
21 und 22 elastisch in Anlage gegen die zugehörigen Winkelschienen gehalten werden und so
in ihrer Lage bleiben, wenn sie nicht von Hand innerhalb des Schlitzes 23 verschoben werden. Es
suchen also die Führungsstücke 21, 22 ihre jeweilige Lage zu behalten. Der Druck der Federn 26 und 27
reicht aus, um dem leichten Seitendruck des Klebebands k standzuhalten und so das Klebeband in der
gewollten Bahn zu erhalten, falls es nicht infolge einer Unregelmäßigkeit (Unsymmetrie) einer einzelnen
Klebebandrolle seitlich auszuscheren sucht. Für einen solchen Ausnahmefall ist an der Spule für die
Klebebandrolle eine besondere Anordnung getroffen, die unten noch beschrieben ist und die es gestattet,
das Klebeband ohne einen langen Zwischenweg in die Anfangszone des Arbeitsbereichs mit der gewollten
Richtung zu bringen.
Der Arbeitsbereich beginnt — betrachtet in Fig. 2
von rechts nach links — noch vor der Schere, mit der später unmittelbar am hinteren Ende des Buchblocks
das Klebeband abgeschnitten wird. Das eine Messer, nämlich das Gegenmesser 28 im Schlitz 29,
ist am Arbeitstisch 4 befestigt, während der andere Teil, das Messer 30 mit dem Bedienungshebel 3;L, am
Gegenmesser 28 schwenkbar gelagert ist und von der an ihm angreifenden Winkelfeder 32 in der gezeigten
Offenstellung (s. F i g. 1, 2 und 5) gehalten wird. Von der Schneidkante des Gegenmessers 28 aus wird
die jeweilige Buchrückenhöhe h gemessen, und auf sie wird der Anschlag 33 eingestellt. Er wird vom
Reiter'34 getragen und ist über diesen in der Längsrichtung des Führungskanals einstellbar. Der Reiter
34 wird von einer Rändelschraube 35 gehalten, die ihrerseits durch den Längsschlitz 36 des Arbeitstisches
4 hindurch in eine Mutter eingreift. Am Reiter 34 ist noch der Stift 37 befestigt, der bündig
(jedoch leicht gleitend) in den Schlitz 36 eingreift und so ein Schwenken des Reiters 34 um die Rändelschraube
35 verhindert. Löst man die Schraube 35 ein wenig, so kann man den Reiter 34 und damit den
von ihm getragenen Anschlag 33 in der Liingsrich-
5 6
tung des Führungskanals auf die jeweilige Buch- Stück 54 und 55 befestigt, die ihrerseits durch den
rückenhöhe Λ einstellen. Wie man aus den Fig. 2 schon erwähnten Schlitz 17 (s. auch Fig. 2) hin-
und 5 ersieht, ragt der Anschlag 33 nicht in den durchgreifen und mit den "Falzkufen 6 und 7 ver-Führungskanal
und in den Raum darüber hinein. bunden sind. Durch Anschläge 56, 57 (s. F i g. 6
Hierdurch wird die gezeigte einfache Bauweise mög- 5 und 7), die mit den Lenkern 48, 49 verbunden sind
lieh. Der Anschlag 33 tut dennoch seine Dienste, in- und mit den würfelförmigen Stücken 54 und 55 zudem
man ihn entweder rein optisch benutzt, also am sammenarbeiten, wird erreicht, daß die Walzen 44
Anschlag 33 vorbei die Stirnseite des anrückenden und 45 gegenüber der Ruhestellung in der sie durch
Buchblocks anvisiert oder indem man den Anschlag die Zugfeder 58 (s. Fig. 6 und 7) gehalten werden,
33 als körperlichen Anschlag benutzt, dadurch, daß io nicht nach innen schwenken, wohl aber gegen die
man den vorrückenden Buchblock oben etwas ab- Wirkung der Zugfeder 58 nach außen, seitlich aus
biegt, so daß seine eine Stirnseite in mechanische Be- dem Führungskanal hinaus,. verschoben werden
running mit dem Anschlag 33 gelangt. Hat der Buch- können. Die Zugfeder 58 ist einerseits an einem
block die Höhe des Anschlags 33 erreicht, so steht Haken 59 des Lenkers 48 eingehängt und andererbei
richtiger Einstellung des Geräts die andere Stirn- 15 seits an einem Lochwinkel 60, der eine Reihe von
seite des Buchblocks an der Schneide des festen Löchern 61 (s. F i g. 6) enthält und damit in einen
Gegenmessers 28 oder — noch besser, wegen der Bolzen 62 des Lenkers 49 eingehängt ist. Durch entToleranzen
— ein wenig (z. B. Bruchteile eines sprechende Wahl unter den Löchern 61 kann die
Millimeters) darüber hinaus (in der Vorschubrich- Federspannung eingestellt werden,
tung). Auf dies hat man gegebenenfalls zu achten 20 Betrachtet man die F i g. 6, 2 und 3, so sieht man, bei der Einstellung des Anschlags 33 auf die gege- daß das an den Rücken des Buchblocks angelegte bene Buqhrückenhöhe h. und mit seinen Randzonen schon umgebördelte
tung). Auf dies hat man gegebenenfalls zu achten 20 Betrachtet man die F i g. 6, 2 und 3, so sieht man, bei der Einstellung des Anschlags 33 auf die gege- daß das an den Rücken des Buchblocks angelegte bene Buqhrückenhöhe h. und mit seinen Randzonen schon umgebördelte
Beim Vorrücken des Buchblocks zwischen den Klebeband k in der portalartigen Andruckvorrich-Falzkufen6
und 7 wird das Klebeband/: an den tung mit den Walzen40, 44 und 45 fest und zuver-Rücken
des Blocks angelegt und zugleich mit seinen 35 lässig — über seine ganze Fläche — angedrückt wird,
über den Rücken, seitlich vorstehenden Randzonen Der gefälzelte Buchblock verläßt über die Winkelauf
die Decken des Buchblocks umgebördelt. Darauf schienen 8 und 9 das Gerät. Am hinteren Ende des
geht der Buchblock mit dem schon angelegten Klebe- Blocks ist schon vorher mit dem Messer 30 das nachband
durch die portalartige Andrückvorrichtung. gezogene Klebeband k abgeschnitten worden, und
Beim gezeigten Ausführungsbeispiel umfaßt sie drei 30 zwar in der Lage, da die vordere Stirnfläche des
Walzen. Die eine, die Walze 40, verläuft quer zur Blocks den Anschlag 33 erreicht hatte.
Längsrichtung des Führungskanals und ragt nach- " Wie aus den Fig. 1, 3 und insbesondere aus giebig federnd. durch den Schlitz 41 des Arbeits- F i g. 9 hervorgeht, ist zur Aufnahme der Klebetisches 4 in den Führungskanal hinein (s. Fig. 1, 2, bandrolle r eine Spule vorgesehen, die aus zwei 6, 7). Hierzu sind, wie F i g. i zeigt, die Falzkufen 6 35 Spulenscheiben 56 und 66 und der zweiteiligen und 7 auf der Unterseite im Bereich der Walze 40 Spulenachse 67 und 68 besteht und mit dieser Achse ein wenig ausgenommen, so daß diese das nötige einerseits am Fuß 2 und andererseits an der Buchse Spiel hat. Die Achse der Walze 40 ist an Lagerannen 69 und über diese an der einen Seitenwand des 42 und 43 drehbar gelagert, die ihrerseits aus Blatt- Grundgestells 1 gelagert ist. Die beiden Spulenscheifedern gebildet und an ihren der Walze 40 abge- 40 ben 65 und 66 sind kreisrund oder, genauer gesagt, wandten Enden am Arbeitstisch 4 durch je eine kreiszylindrisch und abgestuft, um Klebebandrollen Schraube befestigt sind. Um den gewünschten An- unterschiedlicher Höhe und somit unterschiedlicher druck zu erreichen, sind die Lagerarme 42, 43 so Breite des Klebebands k einsetzen zu können. Im bemessen und/oder so vorgespannt, daß die Walze 40, Ausführungsbeispiel besitzen die Spulenscheiben wenn der Buchblock mit dem Rücken, an dem das 45 zwei Stufen, es können aber noch mehr als zwei Klebeband schon anliegt, in der Bodenebene des Stufen vorgesehen werden. Ebenso ist es möglich, Führungskanals der Walze 40 zugeführt und über sie nur eine Stufe an der einzelnen Spulenscheibe anhinweggeschoben wird (s. auch F i g. 3), zwar federnd zubringen und dafür und gegebenenfalls auch sonst zurückweicht, aber zugleich sich mit solchem Druck die Spulenscheiben oder die gesamte Spule auszuelastisch gegen den Buchrücken anlegt, daß die ge- 50 wechseln bzw. auswechselbar zu machen, aus einem wünschte feste Anpressung des Klebebands an den entsprechenden Satz von mehreren Scheiben oder Buchblockrücken erreicht wird. Spulen.
Längsrichtung des Führungskanals und ragt nach- " Wie aus den Fig. 1, 3 und insbesondere aus giebig federnd. durch den Schlitz 41 des Arbeits- F i g. 9 hervorgeht, ist zur Aufnahme der Klebetisches 4 in den Führungskanal hinein (s. Fig. 1, 2, bandrolle r eine Spule vorgesehen, die aus zwei 6, 7). Hierzu sind, wie F i g. i zeigt, die Falzkufen 6 35 Spulenscheiben 56 und 66 und der zweiteiligen und 7 auf der Unterseite im Bereich der Walze 40 Spulenachse 67 und 68 besteht und mit dieser Achse ein wenig ausgenommen, so daß diese das nötige einerseits am Fuß 2 und andererseits an der Buchse Spiel hat. Die Achse der Walze 40 ist an Lagerannen 69 und über diese an der einen Seitenwand des 42 und 43 drehbar gelagert, die ihrerseits aus Blatt- Grundgestells 1 gelagert ist. Die beiden Spulenscheifedern gebildet und an ihren der Walze 40 abge- 40 ben 65 und 66 sind kreisrund oder, genauer gesagt, wandten Enden am Arbeitstisch 4 durch je eine kreiszylindrisch und abgestuft, um Klebebandrollen Schraube befestigt sind. Um den gewünschten An- unterschiedlicher Höhe und somit unterschiedlicher druck zu erreichen, sind die Lagerarme 42, 43 so Breite des Klebebands k einsetzen zu können. Im bemessen und/oder so vorgespannt, daß die Walze 40, Ausführungsbeispiel besitzen die Spulenscheiben wenn der Buchblock mit dem Rücken, an dem das 45 zwei Stufen, es können aber noch mehr als zwei Klebeband schon anliegt, in der Bodenebene des Stufen vorgesehen werden. Ebenso ist es möglich, Führungskanals der Walze 40 zugeführt und über sie nur eine Stufe an der einzelnen Spulenscheibe anhinweggeschoben wird (s. auch F i g. 3), zwar federnd zubringen und dafür und gegebenenfalls auch sonst zurückweicht, aber zugleich sich mit solchem Druck die Spulenscheiben oder die gesamte Spule auszuelastisch gegen den Buchrücken anlegt, daß die ge- 50 wechseln bzw. auswechselbar zu machen, aus einem wünschte feste Anpressung des Klebebands an den entsprechenden Satz von mehreren Scheiben oder Buchblockrücken erreicht wird. Spulen.
Die Andrückvorrichtung, zunächst gebildet durch Der Achsenteil 67 trägt in der Nähe seines einen
die Walze 40, wird zu einer portalartigen Ausführung Endes eine Buchse 70, auf der sich die Spulenscheibe
durch die beiden Walzen 44 und 45 ergänzt, die mit 55 66 frei drehen kann, sie ist aber nicht längsverschiebihren
Achsen senkrecht zur Bodenebene des Füh- bar zum Achsenteil 67. Die Spulenscheibe 65 hinrungskanals
stehen und in ihrem gegenseitigen Ab- gegen ist auf dem Achsenteil 67 frei drehbar und
stand in der Ruhestellung jeweils so eingestellt sind, zugleich auf ihm längsverschiebbar. In der Arbeitsdaß
sie ein wenig — ähnlich wie die Walze 40 — in stellung der Teile gemäß F i g. 9 wird die Spulendic
lichte Weite des Führungskanals federnd nach- 60 scheibe 65 durch eine Druckfeder 71, die an sich lose
giebig hineinragen. Die Lagerbolzen der Walzen 44 über den Achsenteil 67 geschoben ist und sich einerund
45 greifen je durch den Schlitz 46, 47 des Ar- seits am Fuß 2 und andererseits an der Spulenbeitstisches
4 hindurch und sind unterhalb dieses scheibe 65 abstützt, ständig in Anlage gegen den
Tisches — s. F i g. 6 und 7 — an je einem Lenker Pappring 72 der eingesetzten Klebcbandrollc r ge-48
und 49 befestigt, die ihrerseits je an einem Bolzen 65 halten, womit diese zwischen den beiden Spulen-50
und 51 schwenkbar gelagert und daran durch je scheiben 65 und 66 gehalten ist.
eine Sprengfeder 52 und 53 gehalten werden. Die Der Achsenteil 68 trägt am einen Ende eine Buchse Bolzen 50 und 51 sind je an einem würfelförmigen 73, in die das eine Ende des Achsenteils 67 — nach
eine Sprengfeder 52 und 53 gehalten werden. Die Der Achsenteil 68 trägt am einen Ende eine Buchse Bolzen 50 und 51 sind je an einem würfelförmigen 73, in die das eine Ende des Achsenteils 67 — nach
Art einer Einsteckverbindung — bündig eingreift,, so
daß in der gezeigten Stellung nach Fig. 9 die beiden
Achsenteile 67 und 68 so wirken, als ob sie fest miteinander verbunden wären und eine gemeinsame
geometrische Achse hätten. Die Lagerbohrungen in dem Fluß 2 und in der Buchse 69 für die Achsenteile
67 und 68 gewähren diesen ein leichtes Spiel, so daß eine geringe Schrägstellung aus der Waagerechtlage
oder sonstigen Normallage möglich ist. Der Grund hierfür liegt in folgendem.
In der Regel werden für das Gerät Klebebänder mit einem geprägten Trägerband verwendet. Es kann
vorkommen, daß bei einzelnen Klebebandrollen einer Serie — etwa wegen ungleichmäßiger Beschaffenheit
des Trägerbands oder aus sonstigen Gründen — das Trägerband am einen Rand stärker geprägt ist als am
anderen Längsrand. Es können — bei einer Prägung des Trägerbands oder ohne eine solche — auch sonstige
Unsymmetrien vorliegen, die wie jene dazu führen, daß das von der eingesetzten Rolle abgezogene
Klebeband, trotz richtiger Lage der Spule und der Klebebandrolle daran, nicht genau in Richtung der
Längsachse des Führungskanals diesem zuläuft, sondern leicht schräg dazu, bezogen auf die Bodenebene
des Führungskanals. Zwar sind zur seitlichen Führung des Klebebands die aus F i g. 4 ersichtlichen Führungsstücke
21 und 22 vorgesehen. Diese reichen aber nicht aus, das Klebeband, das schräg zur Längsachse
des Führungskanals diesem zulaufen möchte, ohne Faltenbildung in die richtige Lage zu bringen,
wenn der Weg von der Klebebandrolle bis zu den genannten Führungsstücken nur klein ist, was hier
aus den eingangs genannten Gründen anzustreben ist.
Die hiermit gegebene Unteraufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Spulenachse 67, 68
eine Anordnung zugeordnet ist, die eine Schrägstellung dieser Spulen achse aus der Normallage, in
der sie zur aufrechten Mittelebene des Führungskanals senkrecht steht oder stehen sollte, gestattet.
Hierfür kann man die Buchse 69 so anordnen, daß sie parallel zur Bodenebene des Führungskanals nach
der einen und nach der anderen Seite hin verstellt werden kann. Ebenso ist es möglich, mehrere Verstellmöglichkeiten
nach verschiedenen Richtungen, auch senkrecht zur Bodenebene des Führungskanals,
vorzusehen, z. B. mit Hilfe einer Kreuzschlittenanordnung, von der der eine Schlitten die Lagerbohrung
für den Achsenteil 68 trägt und am zweiten Schlitten in der einen Richtung einstellbar ist, während
dieser quer dazu am Grundleil einstellbar geführt ist.
Im Ausführungsbeispiel ist eine besonders einfache Anordnung verwendet, in Gestalt der Buchse
69. Sie hat zur Einstellung einen Rändelkopf und ist mit einem zylindrischen Teil in ein zylindrisches
Lagerloch der einen Seitenwand des Grundgestells 1 eingesetzt und wird in diesem Lagerloch durch eine
Sprengfeder 74 und eine zwischen dieser und der Seitenwand eingefügte Wellcnfeder 75 gehalten, drehbar
. zwar, aber gegen einen gewissen, durch die Wellcnfeder 75 erzeugten Widerstand. Die Lagerbohrung
der Buchse 69 für den Achsenleil 68 fällt nun nicht mit der geometrischen Achse der Buchse
69 zusammen, vielmehr ist in ihr die genannte Lagcrbohning exzentrisch angebracht, wie man deutlich
aus Fi g. 9 ersieht.
Der Acliscnlcil 68 ist in der Längsrichtung zur
Buchse 69 einstellbar, wozu jeweils die Rändelschraube 76 leicht gelöst wird. Die schon-erwähnte
Druckfeder 71 kann am einen Ende, um sie unverlierbar zu machen, mit dem Fuß 2 verbunden werden.
Ist der Klebebandvorrat der eingesetzten Klebebandrolle r verbraucht, so wird die Rändelschraube
76 gelöst, und es wird der Achsenteil 68 in die Endstellung
zur Buchse 69 bewegt, während die beiden Spulenscheiben 65 und 66 mit der Hand erfaßt und
mit dem Achsenteil 67 nach dem Zurückschieben
ίο des Achsenteils 68 aus dem Gerät herausgenommen
werden. Es kann nun die Spulenscheibe 65 von dem Achsenteil 67 abgezogen werden. Alsdann wird die
neue Klebebandrolle mit ihrem Pappring 72 auf die Scheibe 66 aufgesetzt, darauf die Gegenscheibe 65
über den Achsenteil 67 geschoben und in die Arbeitslage zur Scheibe 66 und zum Pappring 72 der eingesetzten
Klebebandrolle r gebracht. Danach wird diese Einheit wieder eingesetzt, wozu die Druckfeder 71
zunächst leicht gebogen und mit ihrem Anfang auf den Achsenteil 67 gebracht wird. Anschließend wird
der Achsenteil 68 mit seiner Buchse 73 auf den Achsenteil 67 aufgesteckt. Man kann das aus der
Buchse 69 nach außen vorstehende Ende des Achsenteils 68 zur richtigen Einstellung der Spule zum
Führungskanal benutzen. Ist. die richtige Lage der Spule herbeigeführt, wird diese Lage durch Anziehen
der Rändelschraube 76 gesichert.
Der Anfang des Klebebands wird nun an den beiden Führungsstücken 21, 22 vorbei in die Lage nach
den Fig. 1 und 2 gebracht und hierbei zunächst durch den Schlitz 19 des Arbeitstisches 4 geführt.
Zeigt sich, daß das Klebeband mit seiner Mittellinie in die aufrechte Mittelebene des Führungskanals einläuft,
so ist die Klebebandrolle mit ihrer Spule richtig eingestellt. Hat das Klebeband nicht die richtige
Quereinstellung, kann diese durch Lösen der Rändelschraube 76 und Verschieben der Spulenachse herbeigeführt
und durch Anziehen der Rändelschraube 76 gesichert werden. Zeigt sich, daß — wegen einer
Unsymmetrie der gerade eingesetzten Klebebandrolle — das Klebeband schräg zur aufrechten Mittelebene
des Führungskanals zuläuft, so kann man das dadurch beseitigen, daß die Spulenachse im einen
oder anderen Sinne leicht schräg zur aufrechten Mittelebene des Führungskanals gestellt wird. Beim
Ausführungsbeispiel läßt sich dies durch Drehen der Buchse 69, gegen den von der Wellenfeder 75 ausgeübten
Reibungsdruck, erzielen.
Wie schon gesagt, ist das Lagerloch für den
5°. Achsenteil 68 an der für sich zylindrischen Buchse 69 exzentrisch zur geometrischen Achse der Buchse angebracht.
Dreht man die Buchse 69 um 360°, so vollführt das exzentrisch angebrachte Lagcrloch eine
Kreisbewegung um die geometrische Achse der Buchse. Es bestehen verschiedene Möglichkeiten für
die relative Anordnung der Teile. Eine dieser Möglichkeiten besteht darin, daß das Lagerloch in der
Buchse 69, wenn es im Scheitel der genannten kreisförmigen Einstellbahn steht, jene Lage annimmt, mit
der der Spulenachsc 67, 68 die Normallage gegeben wird, in der Regel diejenige Lage, -in der sie senkrecht
zur aufrechten Mittelebenc des Führungskanal* steht. Diese Lage wäre also jeweils zu wühlen, wenn
die eingesetzte Klebebandspule keine Unsymmetrien
der hier gemeinten Art aufweist und demgemäß das Klebeband k mit seiner Mittellinie in Richtung der
Mittelachse des Fiihiuniiskannls einlaufen laßt, wie
das in den Fig. 2, 4. S und (>
gezeigt ist. Hat atvjr
109 624/98
die eingesetzte Klebebandrolle eine störende Unsymmetrie und läuft dementsprechend das Klebeband
schräg zur Längsachse des Führungskanals ein, so kann man es in die richtige Einlaufrichtung bringen,
indem man die Buchse 69 aus der vorgenannten Normallage nach links oder nach rechts dreht. Das hat
zur Folge, daß die Spulenachse mit der entsprechenden Komponente parallel zur Bodenebene (Ebene
des Arbeitstisches) etwas im Links- oder Rechtssinne verstellt wird. Durch Beobachtung am eingeführten
Anfang des Klebebands —- man löst von Hand den Klebebandanfang von den benachbarten Geräteteilen,
damit er sich, frei einstellen kann — läßt sich das Maß feststellen, um das die Buchse 69 aus der Normalstellung
zu drehen ist. .
Es ist bei der gewählten Lösung unvermeidlich, aber auch ohne wesentlichen Nachteil, daß die
Spulenachse nicht nur die in der Regel gewünschte Schrägstellung parallel zur Bodenebene des Fühungskanals
erhält, sondern auch eine Schrägstellung zur Ebene des Arbeitstisches 4. Um einen gewissen Ausgleich
zu erreichen, kann man so vorgehen, daß man das Lagerloch für die Buchse 69 am Grundgestell 1
etwas höher legt, also oben unterstellt worden ist. Alsdann gibt die Buchse 69, wenn das Lagerloch für
den Teil 68 in der Buchse 69 im Scheitel seiner möglichen Kreisbahn steht, der Spulenachse 67, 68 bereits
eine leichte Schrägstellung zur Ebene des Arbeitstisches. Wird die Buchse aus der angenommenen
Lage gedreht, so kann je nach der Wahl der Verhältnisse, erreicht werden, daß ζ. B. nach einen Drehung
von 45° die Spulenachse 67, 68 gerade parallel zur Ebene des Arbeitstisches 4 steht, aber gegenüber der
aufrechten Mittelebene des Führungskanals geneigt ist. Diese Neigung beginnt mit dem Drehen der
Buchse 69 aus der angenommenen Normalstellung und wird zunehmend größer, bis das Lagerloch in
der Buchse um 90° aus der Normalstellung gedreht ist. v
Im ersten Falle wäre die Spulenachse 67, 68 bei einer Drehung der Buchse 69 um 90° aus der Normalstellung
zunehmend aus der waagerechten Lage zur Ebene des Arbeitstisches 4 — neben der Schwenkung
zur Längsrichtung des Führungskanals — gedreht worden. Im zweiten Falle jedoch wird die
Spulenachse 67, 68 aus einer leichten Schrägstellung
zur Ebene des Arbeitstisches 4 in die Parallellage dazu hineingedreht, sobald nämlich die Buchse 69
aus der Normalstellung um etwa 45° gedreht ist, und dann zur Ebene des Arbeitstisches allmählich wieder
schräg gestellt wird, wenn die Buchse 69 im vorherigen Sinne weitergedreht wird. Bei dieser Ausführung
erfährt also die Spulenachse 67, 68 die gewünschte Drehung im einen oder anderen Sinne parallel
zur Ebene des Arbeitstisches 4, jedoch bleibt die Schräglage der Spulenachse gegenüber der
Ebene des Arbeitstisches auf etwa den halben Betrag beschränkt, den sie im erstgenannten Falle erfahren
könnte. Es sind mancherlei Zwischenlösungen möglich. Es ist auch zu beachten, daß eine Verstellung
der Spulenachsc 67, 68 aus der Parallellage
zum Arbeitstisch 4 in eine Schräglage dazu ebenfalls eine Richtungsänderung des in den Führungskanal
einlaufenden Klebebands herbeiführt. Man kann sich auch darauf stützen und die Normallage der Spulenachse
so wählen, daß bei ihr das Lagerloch in der Buchse 69 gegenüber der Sclieitellage der möglichen
Kreisbewegung um 90° versetzt ist und daß aus dieser Stellung heraus, bei der symmetrische Klebebandrollen
in der gewünschten Richtung dem Führungskanal zulaufen, die Buchse 69 beim Auftreten einer
unsymmetrischen Klebebandrolle im einen oder anderen Sinne gedreht wird, um die richtige Zulaufrichtung
des Klebebands zu erreichen. Im allgemeinen genügt es, wenn das eine Ende der Spulenachse
67, 68 bis zu einem Betrage von etwa + 1 bis 2 mm verschoben werden kann.
Für Betriebe, die laufend von dem Gerät Gebrauch machen, kann man einen Satz von Geräten vorsehen,
die sich durch die Breite des Führungskanals unterscheiden und die je nur für eine bestimmte Blockdicke
gedacht sind. Bei solchen Geräten kann auf die Einstellbarkeit der einen Seitenbegrenzung des
Führungskanals verzichtet werden.
Wie die Fig. 12 bis 14 erkennen lassen, kann man an sich beliebige Blocks von Blättern aus Papier oder
sonstigen Stoffen mit dem Gerät fälzeln. Vor allem aber ist gedacht an sogenannte Buchblocks, die am
Rücken R klammergeheftet (F i g. 12) oder nach Fig. 13 geleimt (»gelumbeckt«) sind und auf den
Seiten Decken aufweisen. F i g. 14 zeigt einen Block, der mit dem Klebeband k fertig gefälzelt ist. Die
Bandbreite des Klebebands k wird in der Regel so gewählt, daß die umgebürdelten Klebebandrandzonen
eine Höhe von etwa 6 bis 12 mm haben, je nach der Rückenbreite des Blocks, die z. B. 5 bis 20 mm betragen
mag. Hierfür werden dann Klebebänder mit einer Bandbreite von z. B. 19 mm, 25 mm und 38 mm
.benutzt. Man kann aber auch breitere Klebebänder verwenden und dementsprechend den Schmalrand
auf den Decken des Blocks breiter halten.
Es werden vorzugsweise Selbstklebebänder benutzt, deren Trägerband besonders reißfest ist und z. B.
aus einer PVC-Folie, aus einem Gewebe oder aus Kunstleder besteht. Es kommen auch kräftige ^apiere
und sonstige Stolle für das Trägerband in Betracht. Insbesondere werden Klebebänder benutzt, deren
Trägerband geprägt ist, z. B. so, daß es eine Vielzahl von kleinen Kuppen und Näpfchen aufweist. Die
Fig. 15 bis 17 veranschaulichen ein solches Klebeband
k mit dem Trägerband 80 und der Klebstoffschicht 81.
Zu den Falzkufen 6 und 7 ist noch zu sagen, daß sie mit ihren Arbeitsflächen bei der bevorzugten Ausführung
aus der Waagerechtebene in einem stetigen Verlauf in die senkrechte Lage übergehen, wie das
in F i g. 2 gezeigt ist.
Nach obigen ist die Spulenachse der Spule (s. F i g. 9) aufgegliedert in die beiden Achsenteile
67 und 68. Die Aufgliederung der Achse und die Zuordnung der Scheiben 65 und 66 und der Buchse 70
usw. kann auch, wie der Fachmann leicht ersieht, anders vorgenommen werden, wenngleich die beschriebene
Ausführung besonders einfach ist. Es geht insoweit darum, daß die Klebebandrolle r leicht einzusetzen
und in Richtung der Spulenachse genau einzustellen ist und daß die Spulenachse 67, 68 in der
obenerwähnten Weise schräggestellt werden kann. Die Möglichkeit der Schrägstellung der Achse der
Klebebandrolle ist allgemein für Geräte, in denen ein Klebeband von einer Spule abzuziehen ist, von
Bedeutung und kann daher mit Vorteil auch bei sonstigen Baiidaiifklebgeräten benutzt werden, wo die
vorliegende Unteraufgabe auftritt.
Aus der obigen Beschreibung geht die Wirknngs- und Bedienungsweise schon weitgehend hervor. Zu-
nächst wird der Führungskanal auf die, Rückenbreite b des zu verarbeitenden Blocks und der Anschlag
33 entsprechend der Länge (Rückenhöhe) h des Blocks eingestellt. Dann wird das Klebeband k
von der eingesetzten Klebebandrolle r bis zur Schere 28, 30 bis 32 vorgezogen. Bei dieser ^teilung des
Klebebands k (s. Fig. 2) wird der Buchblock mit seinem Rücken so in den Führungskanal auf das
Klebeband k gesetzt, daß, bezogen auf die Vorschubrichtung, die vordere Stirnfläche des Blocks unmittelbar
vor der Schere steht. Darauf wird der Block, der das mit seinem Anfangsteil schon angeklebte Klebeband
k mit sich zieht, von Hand durch den Führungskanal vveitergeschoben (vgl. Fig. 3). Zwischen den
Führungskufen 6 und 7 werden die überstehenden Randzonen des Klebebands zunehmend auf die
Decken des Blocks umgebördelt.
Von den Falzkufen 6, 7 gelangt der Block zu der portalartigen Andrückvorrichtung 40, 44, 45. Hier
wird — beim Durchlaufen des Blocks — das Klebe- ao band im Sinne einer innigen Verbindung an den
Rücken und an die Decken des Blocks angedrückt, wie das schon beschrieben ist. Erreicht die vordere
Stirnseite des Blocks den Anschlag 33, so steht die hintere Stirnseite in oder ganz nahe an der Schneidebene
der Schere 28, 30 bis 32. In dieser Stellung des Blocks wird der dem Block folgende Klebebandteil
abgetrennt. Dieser Klebebandteil behält vorerst seine Lage. bei. Er nimmt damit die Ausgangslage
(s. Fig. 1 und 2) für das-nächste Arbeitsspiel ein.
Der Block jedoch wird durch den Führungskanal weiter vorgerückt und ihm schließlich, fertig gefälzelt,
entnommen.
Claims (7)
1. Fälzelgerät, das zum Fälzeln eines Buchblocks mit einem Klebeband, insbesondere Selbstklebeband
dient und hierzu einen Führungskanal mit einer Sammelvorrichtung für den Buchblock,
eine Schneidvorrichtung und Zusatzvorrichtungen zum Anlegen und Andrücken des Klebebandes
an den Blockrücken und zum Umbördeln und Andrücken der Klebebandrandzonen an die seitlichen
Decken des Buchblocks aufweist, die aus abgeschrägten Falzkufen und einer nachfolgenden
portalartigen Andrückvorrichtung bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß in Bearbeitungsrichtung
des Buchblocks (Bl) zunächst die Falzkufen (6, 7) mit ihren Arbeitsflächen mindedestens
auf einer der Breite des Selbstklebebands (k) entsprechenden Ausdehnung sich dem das
Gegenlager für das Klebeband bildenden ebenen Boden des Führungskanals anschmiegen und
dann zunehmend in stetigem Verlauf in die zur Bodenebene senkrechte Lage zur Bildung der
Seitenflächen des Kanals übergehen.
2. Fälzelgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtung (30,31)
zwischen der Sammelvorrichtung (5, 5 a) und den Falzkufen (6, 7) angeordnet ist und der Abstand
zwischen Schneidmesser (30) und Beginn der-Falzkufen (6, 7) kleiner als die Länge des Buchblocks
(Bl) ist.
3. Fälzelgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die portalartige Andrückvorrichtung
aus drei Walzen (40, 44, 45) besteht, deren erste (40) durch einen Bodenschlitz
(41) des Führungskanals und deren zweite (44) und dritte (45) durch seitliche Öffnungen in
den Führungskanal hineinragen und die aus diesen unter der Wirkung von Federn (42, 43, 58)
eingenommenen Normalstellungen federnd nachgiebig auszuweichen vermögen und so beim
Durchgang eines von den Falzkufen (6, 7) kommendem Buchblock elastisch nachgiebig diesen
durchlassen und hierbei an ihn das Klebeband mit seinen bereits umgebördelten Klebebandrandzonen
im Sinne einer innigen Verbindung andrücken.
4. Fälzelgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelvorrichtung
(5,5 a), die die eine Seitenbegrenzung des Führungskanals bildet, wie an sich bekannt,
zur Einstellung der jeweiligen Buchblockbreite in der Querrichtung des Führungskanals einstellbar
ist, z. B. mit Hilfe von Schlitzen (15, 16, 17, 18) im Arbeitstisch (4) und- mit von Hand bedienbaren
Feststellschrauben (10, 11, 12, 13), und daß die dieser Seitenbegrenzung zugeordnete seitlich
wirkende Walze (45) der portalartigen Andrückvorrichtung an der einstellbaren Seitenbegrenzung
des Führungskanals gelagert ist und so deren Einstellung selbsttätig mitmacht.
5. Fälzelgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebebandrolle
auf einer Achse (67, 68) gelagert ist, die zum Ausgleich einer etwaigen Unsymmetrie
der jeweiligen Klebebandrolle in der Ablaufrichtung des Klebebandes aus der Normallage in eine
Schräglage einstellbar ist, vorzugsweise durch Verschieben des Lagers am einen Ende der
Achse. .
6. Fälzelgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß für das eine Ende der Achse (67, 68) ein Lager vorgesehen ist, das seinerseits
exzentrisch zur Achse eines drehbaren, das Lager haltenden Einstellglieds, vorzugsweise in Gestalt
einer Büchse (69) mit Rändelkopf, angebracht ist.
7. Fälzelgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme
der Klebebandrolle eine Spule mit einer zweiteiligen, z. B. durch eine Einsteckverbindung
verbundenen Achse (67, 68) vorgesehen ist und daß dieser Achse zwei — z. B. mehrstufige —
Spulenscheiben (65, 66) zugeordnet sind, die unter der Wirkung einer Feder (71) zwischen sich
die eingesetzte Klebebandrolle eingespannt halten und die mit der Achse oder auf der Achse drehbar
sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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