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DE1483294A1 - Photoleitende Legierung - Google Patents

Photoleitende Legierung

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Publication number
DE1483294A1
DE1483294A1 DE1965R0042327 DER0042327A DE1483294A1 DE 1483294 A1 DE1483294 A1 DE 1483294A1 DE 1965R0042327 DE1965R0042327 DE 1965R0042327 DE R0042327 A DER0042327 A DE R0042327A DE 1483294 A1 DE1483294 A1 DE 1483294A1
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DE
Germany
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photoconductive
xerographic
charge
thallium
activated
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DE1965R0042327
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DE1483294C3 (de
DE1483294B2 (de
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Cerlon Peter John
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Xerox Ltd
Original Assignee
Rank Xerox Ltd
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Publication date
Application filed by Rank Xerox Ltd filed Critical Rank Xerox Ltd
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Publication of DE1483294B2 publication Critical patent/DE1483294B2/de
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
    • G03G5/00Recording members for original recording by exposure, e.g. to light, to heat, to electrons; Manufacture thereof; Selection of materials therefor
    • G03G5/02Charge-receiving layers
    • G03G5/04Photoconductive layers; Charge-generation layers or charge-transporting layers; Additives therefor; Binders therefor
    • G03G5/08Photoconductive layers; Charge-generation layers or charge-transporting layers; Additives therefor; Binders therefor characterised by the photoconductive material being inorganic
    • G03G5/082Photoconductive layers; Charge-generation layers or charge-transporting layers; Additives therefor; Binders therefor characterised by the photoconductive material being inorganic and not being incorporated in a bonding material, e.g. vacuum deposited
    • G03G5/08207Selenium-based
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S430/00Radiation imagery chemistry: process, composition, or product thereof
    • Y10S430/167X-ray
    • Y10S430/168X-ray exposure process

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photoreceptors In Electrophotography (AREA)

Description

Patentanwälte Dipl. ing. F. Η?-:ΗΜ!1ΐ Br, ,„,. Λ. r
8 Muwien 27, Hßhlstraie 22
83294
RANI XERUX LIMITED
37/41 Mortimer Street, London, W.1» England
F h ο t ο 1 e i t β η d e Ii β g i e r u η g
Die Erfindung bezieht siett auf piiötoleitende legierungen, auf mit Hilfe derartiger Legierungen hergestellte xerographi· sehe Platten und auf die Verwendung derartiger Platten.
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U83294
In jüngster Zeit hat sich ein verstärktes Interesse photoleitende Legierungen, die sich für spezielle Anwendungsgebiete eignen, entwickelt. Dieses zunehmende Interesse wurde vor allem durch die wachsende Nachfrage nach Fernseh-Aufnahmeröhren, Bürokopiergeräten und ähnlichen Einrichtungen, für die derartige Legierungen zur Anwendung kommen, hervorgerufen.
So hat z.B. die Anwendung xerographischer Kopierverfahren in den Büros in den letzten paar Jahren eine außerordentlich starke Zunahme erfahren. Dieses Kopierverfahren, zuerst von
^ Carlson in der US-Patentschrift 2 297 691 und danach in erweitertem Umfang in zahlreichen, damit in Zusammenhang stehenden, auf diesem Gebiet angemeldeten Patenten beschrieben, zeichnet sich dadurch aus, daß eine photoleitende Isolierschicht, die wesentlicher Bestandteil einer xerographischen Platte ist, oberflächlich mit einer gleichmäßigen elektrostatischen Aufladung versehen und dadurch sensibilisiert wird» Dann wird diese Platte entsprechend einem Bild akti- "* vierender elektromagnetischer Strahlung, wie Licht, Böntgenstrahlung oder dergl., ausgesetzt. Dadurch wird die Aufladung selektiv in den belichteten Bereichen abgebaut, während sie in den unbelichteten der photoleitenden Isolierschicht erhalten bleibt. Auf diese Weise kommt es in der Photoschicht zur
W Ausbildung eines latenten elektrostatischen Bildes. Das latente Bild kann dann entwickelt oder sichtbar gemacht werden, indem man fein verteiltes elektroskopisches Markierungsmaterial auf die Oberfläche der photoleitenden Schicht aufbringt. Dort wird das feinverteilte Material aufgrund seiner Aufladung entsprechend dem latenten Bild festgehalten. In den Pällen, in denen das photoleitende Material einer Wiederverwendung zugeführt werden kann, wird das durch das fein verteilte oder gepulverte Markierungsmaterial gebildete sichtbare Bild auf eine zweite Oberfläche, z.B. ein Blatt Papier, übertragen und bildet dort eine dauerhafte sichtbare Reproduktion des Originals. ■ . .
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Ib. anderen fällen, in denen billigeres, nur einmal verwendbares photoleitendes Material zur Anwendung kommt, werden die Markieriiags- l^öner—)partikelii' direkt auf die Oberfläche der photoleitendeii Schicht aufgebracht und bleiben dort, wodurch der Vorgang der '•Bildübertragung*1 in diesem Verfahren vollständig übergangen wird« '
Obgleich qualitativ hochwertige, unter Verwendung'photoleitender Materialien, wie z.B. von amorphem Selen, hergestellte xerographische Platten (beschrieben in der US-Patentschrift 2 970 906 (Bixby) ) in dem im Vorhergehenden erläuterten xerographisehen Grundprozeß dank der ihnen anhaftenden Eigenschaften mit gutem Erfolg angewendet wurden, sind sie für andere AbMldungsverfahren aufgrund eben dieser Eigenschaften unbrauchbare-
So sind z.B. Platten, die unter Verwendung von amorphem Selen hergestellt wurden, aufgrund seiner Empfindlichkeit sowohl im sichtbaren Bereich als auch im Eöntgenbereich des elektromagnetischen Spektrums, nur mit äußerster Vorsicht zu handhaben und müssen, soweit sie im Röntgenbereich zur Anwendung kommen sollen, vor der Einwirkung des Tageslichts geschützt werden.
Darüberhinaüs ist dieses Material aufgrund der Tatsache, daß unter Verwendung" von amorphem Selen hergestellte xerographische Platten nacheinander in rascher Folge zu wiederholten Malen dem herkömmliehen xerographisehen Prozeß unterworfen werden können, ohne daß die vorhergehenden Belichtungen irgendeine Wirkung auf die photoelfektrieche Empfindlichkeit (photoconductive' insulating response)' des Selens bei den nachfolgenden Prozessen ausüben, für Vervielfältigungsverfahren ungeeignet. Diese Vervielfältigungsverfahren beruhen nämlich auf der "Haltbarkeit" (retention) des durch die Belichtung hervorgerufenen Ladungs^ bildes in· tf.eir-'phOtoleitenden Schicht Während der nachfolgenden > ReprOdük-ti'onsVbrgärige. Derartige Phötoleiter, die man als i'stark ermüdende" (high fatigue) Photoleiter bezeichnen kann,
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brauchen nur einmal belichtet zu werden, um bei wiederholtem Durchlaufen des Reproduktionsprozesses eine Vielaa&l von Duplikaten des zuerst hergestellten Bildes zu ergeben» Der Reproduktionsprozeß umfaßt auch in diesem Fall die folgenden Arbeitsgänge: Erzeugen einer gleichmäßigen oberflächlichen Aufladung, Entwickeln des bei der Belichtung entstehenden latenten Bildes und Übertragen des entwickelten Bildes auf ein Kopierpapier oder eine entsprechende Unterlage* Da es sich bei einem Material, welches sich an die anfängliche Belichtung "erinnert", um ein rasch ermüdendes Material handelt, behält es in den anfänglich belichteten Bereichen eine relativ hohe Leitfähigkeit, so daß das erneute Aufbringen einer gleichmäßigen Aufladung während eines jeden Vervielfältigungsprozesses lediglich eine Wiederaufladung der Hintergründbereiche unter Ausschluß der ursprünglich belichteten Bereiche, in denen ein schneller Ladungsabbau nach dem Aufladen erfolgt, bewirkt.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine neue photoleitende Legierung anzugeben.
Es ist außerdem Aufgabe der Erfindung, eine photoleitende Legierung anzugeben, die in sehr ebenmäßigen dünnen Filmen aufgetragen werden kann.
Es ist weiterhin Aufgabe der Erfindung, eine neue xerographische Platte anzugeben, deren Eigenschaften je nach Polarität der angewandten Aufladung variiert werden können.
Darüber hinaus ist es Aufgabe der Erfindung, eine neue xerographische Platte anzugeben, die bei Belichtung mit Röntgenstrahlen eine hohe Empfindlichkeit zeigt, während sie gegenüber der Belichtung mit sichtbarem Licht praktisch unempfindlich ist.
Außerdem soll durch die Erfindung eine neue "rasch ermüdende" xerοgraphische Platte angegeben werden, die für Vervielfältigungen geeignet ist.
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Diese und weitere Aufgaben der Erfindung können generell durch die Anwendung einer photoleitenden Legierung aus Selen und Thallium gelöst werden. Dies umso mehr, als derartige Legierungen nicht nur schlechthin brauchbare photoleitende Isoliermaterialien sind, sondern sich speziell für . xerographische Platten eignen. Unter Verwendung einer Selen/Thallium-Legierung hergestellte Xerographische Platten können, wenn sie durch eine positive Aufladung sensibilisiert worden sind, mit besonderem Vorteil für xerographische Verfahren im Röntgenbereich - im Folgenden als "Xeroradiographie" bezeichnet, - angewendet werden, während eine Sensibilisierung mittels negativer Aufladung ihre Brauchbarkeit für Verviel- g fältigungen erhöht.
Wie im Vorhergehenden erläutert, wird nach der. lehre der Erfindung das photoleitende Material durch Legieren von Thallium mit amorphem Selen hergestellt. Obgleich zur Herstellung der Legierung bis zu etwa 5 Gewichtsprozent Thallium verwendet werden können, ist zu bedenken, daß Selen in amorpher Form gegenüber Thallium außerordentlich empfindlich ist und daß Thalliumzusätze bis herab zu 0,0001 Prozent merkliche Effekte in Bezug auf die xerographischen Eigenschaften der Legierung zeigen. Als besonders günstiger Bereich hat sich ein Zusatz von etwa 0,0005 i> bis etwa 0,002 $> erwiesen, zumal größere Zugaben eine Verunreinigung der Einrichtung mit sich bringen, ( ohne zusätzliche günstige Effekte zu zeitigen.
Das Thallium kann dem Selen nach irgendeiner an sich bekannten Methode hinzugefügt werden. So kann das Selen beispielsweise auf eine Temperatur oberhalb seines Schmelzpunktes erhitzt werden, wonach anschließend dem geschmolzenen Selen die erforderliche Menge Thallium hinzugefügt wird»
Das Vermischen erfolgt aweokmäßigerweise unter Rühren, um eine innige Vermischung der beiden Komponenten zu erreichen. An dieser Stelle muß erwähnt werden, daß es nicht sicher ist,
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ob das hinzugefügte Thallium mit dem im Überschuß vorhan<d<eH<en Selen, unter Bildung einer geringen Menge Thalliumselenid eine'Reaktion eingeht oder ob eine feste Lösung der beiden Komponenten dabei entsteht. Demzufolge sind die in dieser Anmeldung verwendeten Bezeichnungen "Mischung" und "Legierung" in ihrem weitesten Sinne zu verstehen. Demnach werden sowohl diejenigen Materialien erfaßt, die einen geringen Anteil Thalliumselenid, in gelöster Form oder nicht, enthalten, als auch solche, die aus den ursprünglichen Komponenten Selen und Thallium ohne eine geringe Beimengung eines Reaktionsproduktes bestehen. Dabei ist jedoch die erstgenannte Möglichkeit, d.h. die Bildung einer.Legierung, die wahrscheinlichere. Die Legierung wird in amorpher Form abgeschieden. Diese ist der amorphen Modifikation des Selens sehr ähnlich. Die Bezeichnung "amorphe Form" wird im Rahmen der vorliegenden Anmeldung auch für solche Schichten verwendet, die einen geringen Gehalt an Kristalliten oder Kristallisationskeimen, die gleichmäßig in der Schicht verteilt sind, aufweisen, verwendet.
Daneben können den photoleitenden Legierungen noch anaere Elemente oder Komponenten hinzugefügt werden, die spezifische Wirkungen auf die spektrale Empfindlichkeit oder auf die Herabsetzung der Kristallisationsneigung hervorrufen,,
Für zahlreiche Verwendungszwecke erscheint es wünschenswert, die Legierung als überzug auf eine Unterlage aufzubringen, wodurch die mechanische Stabilität, der Kontakt mit einer Spannungsquelle oder dergl«, erheblich verbessert werden können. So kann die Legierung z.B. bei Verwendung für xerographische Platten als Überzug auf eine Unterlage aus leitendem Material, wie Aluminium, Magnesium, Messing, Stahl oder Chrom, bzw. aus nicht leitendem Material, wie Glas Papier, Kunststoff oder dergl., soweit dieses mit einem Überzug aus leitendem Material, wie Sold, Zinnoxyd, Kupferjodid oder dergl« versehen ist, aufgebracht werden. Durch die Verwendung einer
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-Unterlage aus leitendem Material wird nicht nur die mechanische Stabilität der herges-feeHten xerographischen Plätte wesentlich vergrößert, vielmehr wird darüberhinaus ttar-citi' die Anwesenheit einer unmittelbar unterhalb der Oberfläche der Legierungssehicht liegenden elektrischen GrundeiSeae (electrical ground plane) die Aufladung mittels einer 0orona-Entladung nach der Lehre der US-Patentschrift 2 588 699 (Carlson) wesentlich erleichtert.
Dabei ist noch .zu erwähnen, daß zu diesem Zweck daa "leitende Material" nicht notwendigerweise ein elektrischer Leiter sein muß, vielmehr genügt es, wenn der elektrische Widerstand um einige Zehnerpotenzen niedriger ist, als der Wider- f stand des belichteten Photaleiters. Es besteht deshalb di-e Möglichkeit, als Unterlage einige spezielle Gläser und Kunststoffe sogar ohne einen metallischen Überzug zu verwenden* Werden andererseits bestimmte andere Methoden zum Aufladen angewandt, wie.z.B. das in der US-Patentschrift 2 922 883 beschriebene Verfahren einer "beiderseitigen11 Coronaefitladamg (two-sided corona eharging), so kann die Leitfähigkeit der Unterlage praktisch vernachlässigt werden, so daß sich die Auswahl des Materials für die Unterlage nur nach dessen mechanischen Eigenschaften richtet.
Zum Auftragen der Legierung auf die Unterlage eignen sich praktisch alle an sich' bekannten Verfahren, bei denen der ' amorphe Zustand der Legierung nicht zerstört wird, cL*h», daß er praktisch eingefroren wird, ohne daß es zu emitter merklichen Kristallisation de« Legierungsmaterials koumt.
Zu diesen Verfahren zählen beispielsweise das Aufdampfen im- Vakuum auf eine gekühlte Unterlage, sowie Gießen, Tauchen oder ähnliche Verfahrene
Als besonders vorteilhaftes Verfahren hat sich jedoch das Aufdämpfen im Vakuum erwiesen, zumal die dadurch erhaltenen Oberflächen außerordentlich.glatt und gleichmäßig sind.
Die DickedeT herzustellenden Schichten richtet sich nach
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dem jeweiligen Verwendungszweck der fertigen Platten. So sind beispielsweise für manche Anwendungsgebiete sehr dünne Überzüge' erforderlich, deren Schichtdicke in der Größenordnung von wenigen Mikron liegt. Für die Verwendung bei den allgemein üblichen Xerographiechen Kopierverfahren sind dagegen Schichtdicken von etwa 40 /um bis etwa 100/um zweckmäßig. Im Röntgengebiet oder bei Anwendung anderer sehr energiereicher Strahlung sind noch bedeutend größere Sohichtdicken erforderlich, beispielsweise in der Größenordnung von etwa 250 /um bis etwa 500/im, um die Bremswirkung der größeren Schichtdicke auszunützen.
Ein besonderer Vorzug der photoleitenden Legierung nach der Lehre der Erfindung ist darin zu sehen, daß bei Verwendung der ψ Legierung zur Herstellung xerographischer Platten ihre xerographischen Eigenschaften,je nach Polarität der Aufladung,merkliche Unterschiede zeigen. Wird z.B. eine unter Verwendung die<ser Legierung hergestellte Platte mit einer positiven Aufladung versehen, so ist sie im sichtbaren Bereich praktisch unempfindlich, während im Eöntgenbereich (bei Wellenlängen von etwa
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10 bis 10 ^ cm) eine außerordentlich hohe Empfindlichkeit erhalten bleibt. Wird demgegenüber eine derartige Platte mit einer negativen Aufladung versehen, so ist sie im sichtbaren Bereich des elektromagnetischen Spektrums (bei Wellenlängen von etwa 4000 bis 7000 Angström) sehr empfindlich und zeigt außerdem eine außerordentlich starke Remanenz des Ermüdungseffektes nach der ersten Belichtung. Wird die Platte nach der anfänglichen " Belichtung von Zeit zu Zeit wieder aufgeladen, so bleibt demzufolge nur in den ursprünglich unbelichteten Bereichen ein Ladungsmuster zurück. Dieses zurückbleibende Ladungsmuster kann dann nach jedem Aufladen entwickelt und auf ein Kopierpapier übertragen werden, so daß es auf diese Weise gelingt, eine Vielzahl von Kopien durch Vervielfältigen des Originals herzustellen, ohne daß dabei das photoleitende Material vor jedem Durchlaufen des Vervielfältigungsprozesses erneut belich- · .tet Werden muß.
,· Nähere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele erläutert.
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Beispiel I:
99 Gewichtsteile hochreines Selen (Reinheitsgrad 99,99 und mehr) und 1 Gewichtsteil Thallium (in elementarer "Form) werden zunächst in eine Vorlegierung, z.B. durch gemeinsames Erhitzen in einer Stickstoffatmosphäre, übergeführt. Diese wird in einem Schiffchen aus inertem Material, z.B. Pyrexglas, in ein evakuierbares Verdampfungsgefäß eingebracht und dort unterhalb einer mit einem dünnen Oxydfilm überzogenen Aluminiumplatte angeordnet. Dann wird das Verdampfungsgefäß verschlossen und bis zum Erreichen eines Unterdrucks (Vakuum) von etwa 10 mm Hg evakuiert; die Aluminiumplatte wird dabei auf einer Temperatur von etwa 50 bis 600C gehalten. Dann wird das Selen-Thalliumgemisch durch Beheizen des Pyrexschiffchens auf eine Temperatur von etwa 2800O verdampft und kondensiert sich an der Oberfläche der Aluminiumplatte unter Bildung eines gleichmäßigen Überzugs. Obgleich Thallium einen Schmelzpunkt von etwa 3000O besitzt, löst es in dem bei etwa 2150O schmelzenden Selen unter Bildung einer festen Lösung und wird dann zusammen mit dem Selen verdampft« Auf diese Weise wird ein sehr gleichmäßiger, glänzender Überzug aus amorphem Material erhalten, dessen Schichtdicke etwa 160 um beträgt. Nach Beendigung des AufdampfVorgangs wird das Verdampfungsgefäß unter Aufrechterhaltung des Unterdrücke abgekühlt. Dann wird das Gefäß geöffnet und die Platte herausgenommen. Anschließend wird die so hergestellte Platte mittels einer Corona-Entladung (beschrieben in der US-Patentschrift 2 777 957 (tfalkup)) mit einer positiven Aufladung versehen. Die anschließende Überprüfung der Platte mit Hilfe eines Elektrometers zeigt, daß die anfängliche Aufladung der Platte etwa 760 Volt beträgt.
Eine zweite Überprüfung, nachdem die Platte für die Dauer von drei Minuten dem Tageslicht ausgesetzt war, ergab eine Aufladung von mehr als 700 Volt. Eine erneute Belichtung der gleichen Platte mit einer herkömmlichen Lichtquelle, deren Strahlungsbereich im sichtbaren Bereich des elektromagnetischen Spektrums liegt, hinterläßt in den belichteten Bereichen ebenfalls
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praktisch die ganze ursprüngliche Aufladung (die verbleibende Aufladung beträgt etwa 675 Volt)» Der Versuch, die derart belichtete Platte zu entwickeln, erwies sich als erfolglos.
Die gleiche Platte wird dann gereinigt und abermals mit einer Aufladung versehen (Anfangspotential wiederum 760 Volt). Dann wird die Platte mit Röntgenstrahlen belichtet. Beispielsweise um die Abbildung eines großen Rindsknochens herzustellen. Das hierbei entstehende latente elektrostatische Bild wird anschließend mittels einer Kaskadenentwicklung (Entwicklergemisch und Vorrichtung sind bereits in der US-Patentschrift
2 600 580 (Säbel) beschrieben worden) in ein sichtbares Bild übergeführte Man erhält auf diese Weise ein qualitativ hochwertiges sichtbares Bild des Rindsknochens. Das verwendete Entwicklergemisch - vom Typ des in der US-Patentschrift 2 638 416 beschriebenen - enthält feinteilige Toner-Partikeln (US-Patent
3 079 34-2) und mit einem Überzug versehene, kugelförmige Trägerpartikeln (US-Patent 2 618 551). Nach Beendigung des Entwicklungsvorgangs wird dann das entwickelte Bild auf ein Kopierpapier übertragen und dort durch Erwärmen fixiert.
Beispiel II:
Die im vorhergehenden Beispiel I beschriebene Platte wird in der gleichen Weise wie im vorhergehenden Beispiel mittels einer Gorona-Entladung mit einer Aufladung versehen. Der einzige Unterschied besteht darin, daß die Polarität der Aufladung entgegengesetzt derjenigen im Beispiel I ist, d.h. die Platte wird mit einer negativen Aufladung versehen. Die anfängliche Aufladung der Platte beträgt, wie die Messung mit Hilfe eines Elektrometers zeigt, 675 Volt. Die Platte wird dann in Kontakt mit einem Original mit einer Lichtquelle, wie sie in der US-Patentschrift 2 600 580 beschrieben ist, belichtet und in der anhand des 1.Beispiels erläuterten Weise entwickelt. Hach dem Übertragen-des entwickelten Bildes auf ein Kopierpapier, wird die Platte arneut aufgeladen und mittels eines Elektrometers
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überprüft. Obgleich die Platte in den bei der ersten Belichtung nicht belichteten Bereichen praktisch die gesamte Aufladung aufrechterhält, findet in den zuvor belichteten Bereichen eine Entladung von nahezu 98 # statt. Die Platte wird dann ohne zusätzliche Belichtung entwickelt, das entwickelte Bild wird anschließend auf ein Kopierpapier übertragen und dort fixiert. ' Man erhält so eine qualitativ hochwertige Abbildung des ersten Originals. Auch bei etwa zehnmaliger Wiederholung dieses Vor-., gangs konnte keine merkliche Verschlechterung der Bildqualität der Kopien festgestellt werden.
Beispiele III bis VII:
Nach der im Beispiel I beschriebenen Methode wurden noch weitere xerographisehe Platten hergestellt, die sich von der ersten Platte durch einen unterschiedlichen Thalliumgehalt unterschieden. Der Thalliumgehalt betrug (in Gewichtsprozent) beim 3.Beispiel 0,5 #i beim 4.Beispiel 0,1 #; beim 5.Beispiel 0,05 &i beim 6„Beispiel 0,01 und beim 7.Beispiel 0,0001 jt·
Jede der Platten wurde in der anhand der Beispiele I und II · erläuterten Weise untersucht. Dabei wurden im wesentlichen gleiche Ergebnisse erzielt, abgesehen von einer graduellen Abnahme - entsprechend dem in der Legierung enthaltenen Thalliumgehalt - der gespeicherten Aufladung nach einer etwa drei Minuten dauernden Belichtung mit sichtbarem Licht. Diese Abnahme ist jedoch außerordentlich unbedeutend, da die Platte nach Beispiel VII mit einem Thalliumgehalt von 0,0001 Gewichtsprozent nach dieser Belichtung immer noch eine Aufladung von 500 Volt zeigt und da ihre Empfindlichkeit im Röntgenbereich genauso groß ist, wie diejenige der Platte mit einem Thalliumgehalt von 1,0 Gewichtsprozent.
Beispiel VIIIi
Um eicher zu gehen, daß zufällig vorhandene andere Verunreinigungen keinerlei Wirkung auf die untersuchten Platteneigenschaften ausüben, wurde eine mit einem überzug von reinem amorphen
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Selen versehene Platte (das Selen war das Gleiche wie in den Beispielen I bis VI) in der anhand der Beispiele I und II erläuterten Weise untersucht. Es konnte festgestellt werden« daß diese Platte nach einer drei Minuten dauernden Belichtung praktisch keine gespeicherte Ladung zeigte, und daß außerdem kein auf vorhergehende Belichtungen beruhendes "Ermüdungebild" (fatigue pattern) festgestellt werden konnte, wenn die Platte entsprechend Beispiel II untersucht wurde·
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Claims (2)

''η 8 32 94 43 Patentanspruch· .
1. Photoleitende Legierung zur Herstellung von für die Verwendung im Bereich harter elektromagnetischer Strahlung sowie für die Herstellung von Vervielfältigungen geeigneten xerographischen Platten, gekennzeichnet durch einen Gehalt von etwa 0,0001 bis 5 Gewichtsprozent Thallium in amorphem Selen.
2. Photoleitende legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Gehalt von etwa 0,0001 bis etwa 0,002 Gewichtsprozent Thallium aufweist»
3· Photoleitende Legierung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie je nach Polarität der aufgebrachten oberflächlichen Aufladung unterschiedliche xerographische Eigenschaften zeigt.
4· Photoleitende Legierung nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie bei Aktivierung durch eine positive Aufladung eine hohe Empfindlichkeit im Bereich harter elektromagnetischer Strahlung, wie z.B. Röntgenstrahlung oder radioaktive Strahlung, zeigt, während ihre Empfindlichkeit im sichtbaren Bereich zu vernachlässigen ist»
5· Photoleitende Legierung nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie bei Aktivierung durch eine negative Aufladung eine starke Neigung zur Ermüdung zeigt (high fatigue material) bei gleichzeitiger Empfindlichkeit im sichtbaren Bereich.
6, Xerographische Platte, hergestellt unter Verwendung der photoleitenden Legierung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine auf einer als Träger dienenden Unterlage
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angeordneten dünnen, eine glatte Oberfläche aufweisenden photoleitenden Isolierschicht.
7e Xerographische Platte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage eine elektrische Leitfähigkeit von etwa 10 Ohm/cm aufweist·
8β Verwendung der xerographischen Platte nach Anspruch oder 7 zur Herstellung von Abbildung mittels harter elektromagnetischer Strahlung, wobei die photoleitende Isolierschicht zunächst durch' eine positive Aufladung ™ aktiviert und dann in an sich bekannter Weise weiterbehandelt wird·
9· Verwendung der xerographischen Platte nach Anspruch oder 7 zur Herstellung von Vervielfältigungen, wobei die photoleitende Isolierschicht zunächst durch eine negative Aufladung aktiviert und dann in an sich bekannter Weise weiter behandelt wird«
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