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Vorrichtung zur Steuerung der Zündvorrichtung von mit
strömendem
Brennstoff betriebenen Fahrzeugheizgeräten. Die Erfindung bezieht sich auf eine
zur Steuerung der Zündvorrichtung von mit strömendem Brennstoff betriebenen Fahrzeugheizgeräten
dienende Vorrichtung, die mit einem Zeitschalter ausgerüstet ist, der nach einer
vorbestimmten Zeit einen im Stromkreis der Zündvorrichtung liegenden Steuerkontakt
unterbricht.
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Diese an sich bekannte Einrichtung hat den Vorteil, dass die Fahrzeugbatterie,
die den Strom für die Zündvorrichtung des Heizgerätes liefert, nur während der Startzeit
den verhältnismässig hohen Zündstrom aufbringen muss. Nachdem jedoch der Zeitschalter
so eingestellt werden muss, dass auch noch bei sehr tiefen Temperaturen eine Zündung
mit Sicherheit gewährleistet ist, ergab sich bei diesen bekannten Steuereinrichtungen
der Nachteil einer verhältnismässig lang einzustellenden Startzeit.
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Dieser Nachteil fiel besonders für automatisch gesteuerte Anlagen
ins Gewicht, nachdem hier ein laufendes automatisches Ein-und Ausschalten der Heizvorrichtung
erfolgt und für jeden Zuschaltvorgang sich der verhältnismässig hohe Stromverbrauch
innerhalb der langen Startzeit ergäbt, Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
diesen Nachteil zu vermeiden, was nach der mit der Erfindung gegebenen Lehre dadurch
möglich ist, dass man einen Thermoschalter vorsieht, der unterhalb einer vorbestimmten
Temperatur den Stromkreis der Zündvorrichtung geschlossen hält, auch wenn der Zeitschalter
schon angesprochen und den ursprünglich geschlossenen Steuerkontakt unterbrochen
hat.
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Durch diesen Vorschlag wird es möglich, den Zeitschalter auf eine
verhältnismässig kurze Zeit einzustellen, nachdem bei tiefen Aussentemperaturen
durch den geschlossenen Thermoschalter die Zündvorridhtung weiter Strom erhält,
wenn der Zeitschalter schon angesprochen hat. Andererseits kommt man bei Schaltbetrieb,
d.h. bei laufendem Ab- und Einschalten der Heizung mit sehr kurzen Zündzeiten aus,
weil in diesem Fall die Heizung beim Einschalten noch warm und dadurch der Thermoschalter
offen ist, so
dass die Zündvorrichtung bei Ansprechen des Zeitschalters
keinen Strom mehr erhält.
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Wird der Thermoschalter ausschliesslich oder teilweise von der Wärme
des Fahrzeugmotors beeinflusst, so ist er während der Fahrt, d.h. bei warmem Motor,
offen, so dass auch beim ersten Einschalten der Heizung eine kurze Zündzeit erreicht
werden kann, wenn der Fahrzeugmotor die Heizung und damit auch den Thermoschalter
genügend vorgewärmt hat.
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Bei dieser Ausführungsform kann man, falls bei nicht erfolgter Zündung
die Abschaltung der Zündvorrichtung nicht von der Aufmerksamkeit des Fahrers abhängig
sein soll, die Einschaltung des Heizgerätes vom Lauf des Fahrzeugmotors abhängig
machen und den Thermoschalter so einstellen, dass er nach einer bestimmten Zeit
bereits durch die Wärme des Fahrzeugmotors den Stromkreis der Zündvorrichtung unterbricht.
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Wenn ran die Steuerung vom Lauf des Fahrzeugmotors unabhängig machen
will, kann man jeoch auch ein weiteres Zeitglied vorsehen, das nach einer längeren
@tartzeit die Zündvorrichtung automatisch abschaltet, Bei einer bevorzugten Ausführungsform
nach der Erfindung wird der Zeitschalter so geschaltet, dass er bei Unterbrechung
des Steuerkontaktes einen anderen Kontakt schliesst, der ebenfalls im Stromkreis
der Zündvorrichtung, gleichzeitig aber auch im Stromkreis des Thermoschalters liegt.
Bei dieser Ausführungsform ist der Stromkreis der Zündvorrichtung zunächst allein
über den Steuerkontakt geschlossen, während bei Ansprechen des Zeitschalters durch
diesen ein Stromkreis geschlossen wird, in dem sowohl die Zündvorrichtung als auch
der Thermoschalter liegt. Diese Ausführungsform bringt, insbesondere in Bezug auf
die leichtere Abstimmung der Widerstände und des Zeitschalters, Vorteile mit sich,
Besonders vorteilhaft ist auch, wenn der Thermoschalter bei Unterbrechung seines
im Stromkreis der Zündvorrichtung liegenden Kontaktes einen anderen Kontakt schliesst,
der im Stromkreis eines Antriebsmotors liegt, welcher die Fördervorrichtung für
das Heizmedium der Fahrzeugheizung antreibt.
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Hierdurch lassen sich, falls der Thermoschalter gleichzeitig von der
Fahrzeugheizung beeinflusst wird, auch beim Anlauf bei grosser Kälte kÜrzere Startzeiten
erzielen, und man erhält ausserdem noch den Vorteil, dass
das Heizmedium
erst bei ausreichender Wärmedes Fahrzeugheizgerätes in Umlauf gesetzt Wird.
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In der nachstehenden Zeichnungserläuterung ist ein Ausführungsbeispiel
der mit der Erfindung vorgeschlagenen Steuervorrichtung beschrieben, an Hand dessen
noch weitere Merkmale der Erfindung aufgezeigt werden.
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Die Abbildung zeigt eine Heizanlage mit einer nach der Erfindung gebauten
Steuervorrichtung. Wird durch Ziehen des Schalthebels 1 der Hauptschalter betätigt,
so schliessn sich die Kontakte 2 und 3, wodurch die Relaiswicklung 4 des Zeitschalters
5 von der Batterie 6 über die Leitung 7 die Leitung 8 und den im kalten Zustand
geschlossenen Kontakt 9 des Thermoschalters 10 Strom erhält. Hierdurch wird der
Kontakt 11 geschlossen, Wobei über die Leitung 7, den Kontakt 11, die Leitung 12,
den Kontakt 13 und die Leitung 14 sowohl die Zündvorrichtung 15 als auch die als
Vorwiderstand zu ihr geschaltete Heizwicklung 16 Strom bekommen. Durch die Beheizung
des thermischen Gliedes 17 des Zeitschalere 10 wird nach einer vorbestimmten kurzen
Zeit der Kontakt 18 geschlosen während sich der durch die zusätzliche Feder 19 gehaltene
Kontakt 13 erst nach einem weiteren Zeitabschnitt öffnet,
| wobei sich dann der Kort,k-: 21: schlie @t. '» , @' h?.iessen
des Kontaktes |
| 18 erhält der Motor 21, der emischpumpt- ';durch die |
der Brenner 23 der Zusatzheizung 24 mit Brennstoff versorgt wird, über die Leitungen
7, 12 und 25 Strom. Hat sich auch der Kontakt 20 nach der, vorgeschriebener. weiteren
Zeitintervall geschlossen, so wird das Steuerglied 27 des Zeitschalters 5 durch
die Haltevorrichtung 28 so lange in der beschriebenen Stellung behalten, wie die
Relaiswicklung 4 unter Strom steht. Der beim Öffnen des Kontaktes 13 unterbrochene
Stromkreis der Zündvorrichtung 15 wird unmittelbar danach durch das Schliessen des
Kontaktes 20 wieder geschlossen, nachdem nunmehr die Zündvorrichtung 15 über die
Leitungen 7, 12, 29 und 26 sowie über den Kontakt 30 des Thermoschalters 10 und
den an Stelle der Heizwicklung 16 vorgesohenen V@@rwiderstand 31 Strom erhält. Diese
Fortsetzung der Zündzeit erfolgt jedoch nur im kalten Zustand der Heizvorrichtung
24 Wird dagegen der Fühler 32 des Thermoschalters 10 durch die vom Fahrzeugmotor
erzeugte Wärme erwärmt, was im dargestellten Ausführungsbeispiel durch einen von
einer Abgasheizvorrichtung 33 über die Leitung 34 in die Kanäle der Iicizverrichtunj
24 geführten 71armluftstrom erfolgen kann, so hat der Kontakt 30 des --la@,-moschalters
10 bereits geöffnet, bevor sich der
Kontakt 20 des Zeitschalters
@5 schliesst, und die Zündvorrichtung schaltet somit bei Öffnen des Kontaktes 13
ab. Andererseits wird beim Öffnen des Kontaktes 30 der Kontakt 35 geschlossen, wodurch
der Motor 36,der ein Gebläse 37 zur verstärkten Förderung des Heizluftstromes antreibt,
Strom über die Leitungen 7,12,29. sowie die Kontakte 2,11,20,35 und 3 erhält. Selbstverständlich
kann der Thermoschalter auch so eingestellt sein, dass der Kontakt 30 nicht allein
dureh die vom Motor erzeugte Wärme öffnet, sondern erst, Wenn auch die Heizvorrichtung
24 Wärme abgibt. Im letzteren Falle wird jedoch auch durch die Vorheizung mittels
des vom Fahrzeugmotor kommenden Warmluftstromes die Umschaltzeit und damit die Zündzeit
bei vorgewärmtem Heizgerät erheblich verkürzt. Bei einer vorbestimmten Höchsttemperatur
des Fühlers 32 öffnet der Kontakt 9 des Thermoschalters 10, wodurch die Stromzufuhr
zu der Relaiswicklung 4 des Zeitschalters 5 unterbrochen, der Kontakt 11 geöffnet
und damit der -Strom für die Antriebsmotoren 21 und 36 abgeschaltet wird. Auch die
Steuervorrichtung 27 fällt ab, und der Zeitschalter 5 geht wieder in die dargestellte
Lage über.
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Durch Drücken des Schalthebels 1 und Schliessen der Kontakte 38 und
39 kann die Anlage auch als reine Abgasheizung mit der durch das Gebläse 37 verstärkten
Heizluftförderung arbeiten.
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Selbstverständlich kann der Thermoschalter 10 auch am Austritt 40
oder an einer anderen Stelle des Heizungssystems vorgesehen werden, wobei sehr vorteilhaft
ist, wenn er nicht ausschliesslich von der vom Antriebsmotor erzeugten Wärme gesteuert
wird. Sieht man dagegen eine Steuerung des Thermoschalters 10 ausschliesslich durch
die Motorwärme vor, so könnte dieser beispielsweise auch unmittelbar in der Abgasheizung
liegen, nachdem er -sich hier auf eine höhere Temperatur einstellen lässt, und hier
gewöhnlich ein schnelleres und sichereres Anspringen gewährleistet ist. Der als
Überhitzungsschutz arbeitende Kontakt 9 müsste dann von einem gesonderten vom Heizgerät
24 gesteuerten Fühler betätigt werden. Ebenso kann-der Antriebsmotor 36 und das
Gebläse 37 wegfallen, nenn die Heizluftförderung durch -den Fahrzeugmotor
erfolgt und eine entsprechende Sicherung vorgesehen ist, die ein Einschalten der
Heizvorrichtung nur bei laufendem-Fahrzeugmotor ermöglicht. -' Selbstverständlich
sind auch andere Abwandlungen und Ergänzungen der Erfindung unter Anvrc-ndung*der
mit ihr gegebenen Lehre möglich.-