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DE1480335C - Hydraulisch betätigte Teilbelagscheibenbremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge - Google Patents

Hydraulisch betätigte Teilbelagscheibenbremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge

Info

Publication number
DE1480335C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
brake
small
section
saddle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Günther 6091 Eddersheim Zeiträger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Continental Teves AG and Co OHG
Original Assignee
Alfred Teves GmbH
Publication date

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine hydraulisch betätigte Teilbelagscheibenbremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit zwei einander im Bremssattel gegenüberliegenden Betätigungszylindern.
Die Verwendung von Scheibenbremsen dieser Art stößt immer wieder auf Schwierigkeiten insofern, als für die Unterbringung der Bremseinrichtung an den Fahrzeugrädem nur ein verhältnismäßig kleiner Raum zur Verfügung steht. So steht insbesondere zur Unterbringung des in der Radschüssel anzuordnenden Radzylinders lediglich der von Radnabenflansch und Felge begrenzte Raum zur Verfügung, der oftmals zur Unterbringung eines allen Ansprüchen genügenden Radzylinders nicht ausreicht.
In diesen Fällen finden bisher Schwimmsattelscheibenbremsen bzw. Pendelsattelscheibenbremsen Anwendung, bei denen lediglich ein Radzylinder auf der Fahrzeuginnenseite vorgesehen ist, wobei der gleitend bzw. pendelnd gelagerte Sattel unter Ausnutzung der Reaktionskraft als Zugbügel zur Beaufschlagung der Bremsscheibe von der gegenüberliegenden Seite her dient. Dieser Lösung haften jedoch eine Reihe von Nachteilen an, so insbesondere das Erfordernis der Anordnung korrodierender Gelenke bei Pendelsattelausführung bzw. der Anordnung ungeschmierter Gleitbahnen bei Schwimmsattelausführung. Dem gleichen Ziel, nämlich der Verminderung des Platzbedarfes, dient der ebenfalls bekannte Dreizylindersattel, bei dem in der Radschüssel an Stelle eines Zylinders zwei Zylinder vorgesehen sind, deren Gesamtkolbenfläche der Kolbenfläche des gegenüberliegenden Radzylinders entspricht. Diese Bremse ist aufwendig in der Herstellung und Montage infolge der Verwendung zweier Zylinder an Stelle nur eines Zylinders bei den üblichen Festsattelscheibenbremskonstruktionen.
ίο Es ist weiterhin durch die deutsche Patentschrift 1 257 602 eine druckmittelbetätigte Scheiben- und Trommelbremse vorgeschlagen worden, bei der zumindest ein erstes hydraulisches Betätigungsorgan vorgesehen ist, welches durch den im hydraulischen Betätigungssystem für die Bremse erzeugten Druck beaufschlagt wird, und bei dem mindestens ein weiteres hydraulisches Betätigungsorgan von einem vorzugsweise modifizierten Druck beaufschlagt wird, der durch das erste hydraulische Betätigungsorgan er-
ao zeugt wird.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer möglichst einfach gestalteten Scheibenbremse, die ohne Beeinträchtigung der Bremswirkung einen geringen Platzbedarf aufweist und damit ohne Schwie-
»5 rigkeit in dem geringen zur Verfügung stehenden Raum untergebracht werden kann.
Die Erfindung besteht darin, daß zur Beaufschlagung der Bremse von der einen Seite ein Kolben mit großem Beaufschlagungsquerschnitt und von der anderen Seite ein Kolben mit kleinem Beaufschlagungsquerschnitt vorgesehen sind, der mittels eines an sich bekannten einseitig wirkenden Gesperres gegenüber dem Sattel gegen Verschiebung nach außen gesichert ist.
Auf diese Weise ist eine Scheibenbremse geschaffen, die die Vorteile der üblichen Festsattelkonstruktion mit denen der Schwimmsattelkonstruktion verbindet, ohne daß deren Nachteile in Kauf genommen werden müssen. Der kleinflächige Kolben erfordert nur wenig Platz, so daß er ohne weiteres in der Radschüssel untergebracht werden kann. Korrodierende Gelenke bzw. ungeschmierte Gleitbahnen sind nicht erforderlich. Nach Anlegen der Bremsbeläge an die Bremsscheibe und Erhöhung· des Bremsdruckes wird der kleinflächige Kolben mittels des einseitig wirkenden Gesperres gegen den Sattel verklemmt, wodurch ein Verschieben des Kolbens nach außen unter der Wirkung der höheren, von dem großflächigen Kolben ausgeübten Kraft verhindert ist. Nach dem Verklemmen des Kolbens gegenüber dem Sattel dient der Sattel der Übertragung der von dem großflächigen Kolben ausgeübten überschüssigen Reaktionskraft, weshalb der Sattel zum Ausgleich der ungleich großen Kolbenkräfte vorteilhaft in gewissen Grenzen elastisch federnd am Achsflansch befestigt ist, ohne auf ein elastisches Verbindungsglied angewiesen zu sein. In vielen Fällen genügt bereits die axiale Elastizität der Bremsscheibe bzw. deren Axialspiel, um die überschüssige Reaktionskraft des großflächigen KoI-
6(> bens auf die andere Scheibenseite übertragen zu können. Diese Voraussetzung erfüllt auch ein plastisches Zwischenglied, da zu dessen Verformung keine allzugroßen überschüssigen Reaktionskräfte notwendig sind. — Es kann auch ein Gelenk Verwendung finden, welches nach Überwindung eines bestimmten Reibschlusses der überschüssigen Reaktionskraft nachgibt. Die Bremse gemäß Erfindung eignet sich auch hervorragend zum Einbau in Zweikreisbremsan-
lagen, in welchem Falle die Zylinder der einen Bremsscheibenseite zu einem und die Zylinder der anderen Bremsscheibenseite zu dem anderen Kreis zusammengefaßt werden können. In diesem Falle ist es lediglich erforderlich, beide Kolben mittels eines einseitig wirkenden Gesperres gegen den Sattel zu sichern.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
In der Zeichnung sind mit 1 der Bremssattel und mit 2 die Bremsbeläge einer Scheibenbremse gemäß der Erfindung bezeichnet. Zur Beaufschlagung der Bremse ist von der einen Seite ein großflächiger Kolben 3 und von der anderen Seite ein kleinflächiger Kolben 4 vorgesehen, der mit Hilfe eines einseitig wirkenden Gesperres 5 gegenüber dem Bremssattel 1 gegen Verschiebung von der Bremsscheibe weg gesichert ist. Der Kolben 4 ist mit einer Innenbohrung 6 versehen, in die ein mit dem Bremssattel 1 verschraubter Stift 7 mit konischer Spitze 7 α einragt, die als Klemmfläche für das Kugeigesperre 5 dient. An Stelle eines Kugelgesperres kann jedoch auch jedes beliebige andere Gesperre vorgesehen sein. Der Bremssattel ist weiterhin am Achsflansch mittels einer elastischen Verbindungslasche 8 befestigt, deren Elastizität in Verbindung mit der Elastizität der Bremsscheibe gegenüber axialen Kräften eine axiale Relativbewegung zwischen Sattel und Scheibe zuläßt. Auf diese Weise wird ein Kraftausgleich zwischen den Zuspannkräften beider Radzylinder ermöglicht.
Bei Einleitung des Bremsvorganges werden die Kolben 3 und 4 bereits bei geringfügigem Druck an die Bremsscheibe angelegt. Bei Erhöhung des Bremsdruckes wird von dem Kolben 3 eine wesentlich größere Kraft als vom Kolben 4 ausgeübt, die die gesamte Anordnung in Richtung auf den Kolben 3 zu bewegen sucht. Die Differenz der auf beiden Seiten ausgeübten Zuspannkräfte wird einerseits ausgeglichen durch die Elastizität der Verbindungslasche 8 in Verbindung mit der Elastizität der Bremsscheibe gegenüber Zuspannkräften und andererseits dadurch, daß der Kolben 4 mit Hilfe des Kugelgesperres 5, 7 gegen den Bremssattel 1 verklemmt wird, so daß die
ao von dem Kolben 3 auf den Sattel 1 ausgeübten Reaktionskräfte auf den Kolben 4 übertragen werden. Der Sattel wirkt somit unter Ausnutzung der von dem Kolben 3 ausgeübten Reaktionskräfte als Zugbügel, so daß auf beiden Seiten der Bremsscheibe die volle,
as vom Kolben 3 ausgeübte Zuspannkraft wirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Hydraulisch betätigte Teilbelagsscheibenbremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit zwei einander im Bremssattel gegenüberliegenden Betätigungszylindern, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beaufschlagung der Bremse von der einen Seite ein Kolben (3) mit großem Beaufschlagungsquerschnitt und von der anderen Seite ein Kolben (4) mit kleinem Beaufschlagungsquerschnitt vorgesehen sind, der mittels eines an sich bekannten einseitig wirkenden Gesperres (5, 7, la) gegenüber dem Sattel (1) gegen eine Verschiebung in den Zylinder gesichert ist.
2. Scheibenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem kleinflächigen Kolben (4) auch der großflächige Kolben (3) mittels eines einseitig wirkenden Gesperres gegen das Gehäuse (1) gesichert ist und die Arbeitsräume der Kolben (3) mit großem Beaufschlagungsquerschnitt und die Arbeitsräume der Kolben (4) mit kleinem Beaufschlagungsquerschnitt zu jeweils einem Bremskreis zusammengeschlossen sind.
3. Scheibenbremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der kleinflächige Kolben (4) mit einer Innenbohrung (6) versehen ist, in die ein als Klemmfläche für ein Kugeigesperre (5) wirkender Widerlagerstift (7) mit konischer Spitze (7 a) einragt.
4. Scheibenbremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sattel in bekannter Weise beispielsweise mittels einer Verbindungslasche (8) elastisch federnd am Achsflansch befestigt ist.

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