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Yar.richtung zur Standanzeige und vorprogrammierten Zielfahrt bei
Theatereinrichtungen Es sind Standanzeigen von Dekorationszügen, Punktzügen, Vorhängen,
Podien, Bühnenwagen und Drehbühnen in Theatern bekannt, welche durch Drehmelder
oder elektronische Zählwerke gebildet werden. Erstere sind für viele Anwendungsfälle
zu ungenau und letztere zu aufwendig, d.h. zu teuer. Automatische Zielfahrteinrichtungen
mit Drehmeldern sind wegen der erforderlichen hohen Genauigkeit von etwa einem Zentimeter
bei gebräuchlichen Hubhöhen von Vorhängen, Dekorationszügen etc. von 30 Metern und
mehr praktisch nicht mehr zu verwirklichen. Ausführungen mit elektronischen Zählwerken
sind möglich, aber wegen der zu hohen Kosten unwirtschaftlich. Es ist der Zweck
der Erfindung, eine genau arbeitende und geringe Kosten verursachende Einrichtung
zu schaffen, die sowohl zur digitalen Standanzeige, als auch zur vorprogrammierten
automatischen Zielfahrt von Dekorationszügen, Punktzögen, Vorhängen, Podien, Drehbühnen
und Bühnenwagen verwendet werden kann. Die Erfindung besteht bei einem Steuerungsgerät
für die Standanzeige,
Ziel- und Gruppenfahrt und vorprogrammierte
Ziel- und Gruppenfahrt für Theatereinrichtungen wie Dekorationszüge, Punktzüge,
Vorhänge, Podien, Bühnenwagen'und Drehbühnen, darin, daß das Steuerungsgerät als
Rechner mit Speicher ausgebildet ist, welches die Standkorrekturen rechnerisch durch
Addition oder Subtraktion der der Anzeige- und Fahrgenauigkeit entsprechenden Einheitslängen
herstellt und auch die Fahrsollwerte abhängig von befohlenen-Sollwerten rechnerisch
ermittelt. Vorteilhaft sind nur ein Rechenwerk und für jedes zu überwachende
und zu steuernde Bühnengerät, wie Dekorationszüge, Punktzüge, Vorhänge, Podien,
Bühnenwagen und Drehbühnen entsprechende Speicherplätze vorhanden, wobei mehrere
Durchläufe des Rechen- und Steuerwerkes je durchfahrener Wegeinheit gewährleistet
sind. Die erfindungsgemäße Einrichtung kann ohne größere Änderungen in vorhandene
Theateranlagen eingebaut werden, sofern diese maschinell - elektrisch oder hydraulisch
-angetrieben und mit einer Fahrgeschwindigkeitsregelung ausgerüstet sind. Durch
die Einrichtung gemäß der Erfindung ist es auch möglich, die Bewegungen und Stände
der vorgenannten Theaterausrüstungen für vollständige Vorstellungen vorzuprogrammieren,
diese Programmierungseinrichtungen, beispielsweise Stecktafeln, wie sie in der Lochkartentechnik
üblich sind, durch einfache Handgriffe auszuwechseln und dieselben für spätere gleiche
Inszenierungen aufzubewahren. Dabei
ist es zweckmäßig, die auf
einer Stecktafel vorprogrammierten Programmschritte durch manuelle Betätigung auszulösen,
um so einen maximalen Synchronismus zwischen der fortschreitenden Handlung auf der
Bühne und den entsprechenden Bewegungen der Dekorationszüge, Punktzüge, Vorhänge,
Podien, Bühnenwagen und der Drehbühne zu erhalten. In der Zeichnung sind einige
Ausführungsbeispiele der Erfindung in den Fig.1 - 7 schematisch dargestellt. Die
Fig.1 zeigt im Prinzip einen elektrisch bewegten Dekorationszug, dessen Bewegungsgeschwindigkeit
und Bewegungsrichtung durch den von Hand betätigten Sollwertgeber 1 vorgegeben werden.
2 und 3 sind die Vergleichswiderstände, die den von 1 kommenden Sollwert mit der
von 4 kommenden Tachometerspannung als Istwert vergleichen. Die durch die Widerstände
3 und.2 ermittelte Abweichung wird dem Regelverstärker 5 zugeführt, welcher das
Korrektursignal entsprechend dem Regelstreckenverhalten ermittelt und dem Stellglied
6, in diesem Fall ein Thyratronsatz, zuführt, der die Energiezuführung zum Motor
7 so dosiert, daß die gewünschte Drehzahl eingehalten wird. Der Motor 7 treibt über
die Welle 8 das Getriebe 9, welches mit entsprechender Drehzahiuntersetzung die
Seiltrommel 10 bewe-t. Auf dieser Seiltrommel sind drei Seile 11, 12, 13 teilweise
aufgewickelt, deren Enden über die Umlenkrollen 14 den -?uerbalken 1',)- tragen.
Dieser Querbalken 15 äient zur Befestigung der Dekorationsstücke.
In
Theatern sind oft fünfzig und mehr solcher Züge vorbanden. Es ist u.a. eine der
Aufgaben der Erfindung, eine günstige Standanzeigeeinrichtung zu schaffen, die sowohl
für die in Fig.1 skizzierten Züge, als auch für die nicht gezeichneten Punktzüge,
Vorhänge, Podien, Bühnenwagen und Drehbühnen verwendet werden kann. Zur Betätigung
der erfindungsgemäßen Standanzeigeeinrichtung dient die Schlitzscheibe 16 mit den
Gebern 17. Die Verbindungsleitungen 18 übertragen die Gebersignale zum Steuergerät.
Falls die Sollwertvorgabe der in Fig.1 skizzierten Anlage nur von Hand erfolgt,
ist der Schalter 260 nicht vorhanden. In vorliegendem Fall dient er zur Umschaltung
auf den von dem Gerät erzeugten Sollwert. Die Fig.2 zeigt noch einmal die Schlitzscheibe
16 mit den Gebern 17, welche die Signale über die Zeitungen 18 zu einer elektronischen
Vorauswerteinrichtung übertragen. Diese Einrichtungen, Schlitzscheibe 16, Geber
17, mit nachgeschalteter Auswahleinrichtung sind je Dekorationszug, Punktzug, Vorhang,
Podium, Bühnenwagen oder Drehbühne einmal vorhanden. Die Ausgänge der in Fig.2 gezeigten
Vorauswerteinrichtungen gehen alle auf die in Fig.3 gezeigte Registriereinrichtung,
welche für alle zu registrierenden, anzuzeigenden und zu bewegenden Mittel des Theaters
nur einmal vorhanden ist. Bei einer Registrier- und Standanzeigegenauigkeit von
etwa 1 cm ist die Schlitzscheibe 16 so anzuordnen, daß sich bei einer Bewegung des
Querbalkens 15 (Fig.1) bei Dekorationszügen, Punktzügen, der Stellung der Vorhänge,
Niveauhöhe
der Podien, Stellung der Bühnenwagen und Drehung der
Drehbühnen um 1 cm ein Zwischensteg eireal an den Gebern vorbeibewegt, d.h. pro
1 cm Bewegung ist eine Vierteldrehung der Schlitzscheibe 16 erforderlich.
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Außer der gezeichneten Viertelteilung der Schlitzscheibe ist jede
den Erfordernissen entsprechende Teilung möglich. Aus Gründen der Betriebssicherheit
sind kontaktlose Geberelemente vorzuziehen. Die in Fig.1 und 2 skizzierte Einrichtung
gilt für photoelektrische Geber, wobei der Lichtstrahl durch die Zwischenstege unterbrochen
wird. Selbstverständlich sind auch andere Lösungen möglich, so z.B. können auf der
Scheibe Magnete angebracht werden und die Geber selbst können Hallgeneratoren sein.
Bei der Bewegung der Züge in der Auf- und Abrichtung wird die Scheibe 16 in Links-
bzw. Rechtsdrehung bewegt, 20 und 21 sind die photoelektrischen Geberelemente, die
von hinter der Scheibe 16 liegenden, nicht gezeichneten Lichtquellen beleuchtet
werden, deren Strahlengang von den Zwischenstegen der Scheibe 16 unterbrochen wird:
Der Geber 20 erzeugt das Taktsignal, d.h. bei Unterbrechung des Lichtstrahles zum
Geber 20 durch den Zwischensteg der Scheibe 16 wird ein Signal erzeugt, welches
bedeutet, daD sich der Zug um eine Längeneinheit bewegt hat. DieaesSignal wird von
Geber 20 einem nicht gezeichneten Verstärker zugeführt. Von diesem Verstärker gelangt
das Signal über die Leitung 22, welche den an dem Zugantrieb befindlichen
Geber
mit dem an einem entfernten Ort aufgestellten Steuergerät
verbindet.
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Der Eingang des Steuergerätes vom Zug ist die in Fig.2 gezeigte Schaltung.
Das schon erläuterte Taktsignal gelangt über die Leitung 22 zu dem Tiefpaßfilter
23, welcher zur Unterdrückung evtl. Störsignale dient. Diesem ist ein Schmitt-Trigger
24 nachgeschaltet, der als Impulsformer dient. Der in 24 geformte und in 25 differenzierte
Impuls setzt den Speicher 26, wobei das entsprechende Ausgangssignal desselben u.a.
zu dem Und-Tor 27 gelangt. Das zweite Eingangssignal des Und-Tores 27 ist ein steuerwerkssynchror_e,
sog. n - 1 Signal, welches über die Leitung 28 zugeführt wird und bei Vorhandensein
beider Signale den Speicher 29 setzt. Das steuerwerkssynchrone n-Signal ist das
Abfragesignal für den Zug n. n - 1 ist ein zeitlich früheres und n.+ 1 ein zeitlich
späteres Signal. Vom Speicher 29 gelangt das entsprechende Ausgangssignal zu dem
Und-Tor 30. Beim Vorhandensein des entsprechenden Ausgangssignals vom Speicher 31
und der Abfrage von Steuerwerk über die Zeitung 33 zum Zeitpunkt n, gelangt über
Zeitung 34 ein Signal an das Steuerwerk, welches bedeutet, daß sich, in diesem Fall
ein Dekorationszug, um eine Wegeinheit, beispielsweise einen Zentimeter, bewegt
hat.
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Zur Registrierung des Standes ist aber die Information der Wegänderung
um einen Zentimeter noch nicht ausreichend,
da noch ein Signal vorliegen
muB, ob sich die Querstange 15 (Fig.1) des Zuges entweder in Auf- oder Abrichtung
bewegt hat.
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Zur Erkennung der Bewegungsrichtung dient der Geber 21, welcher sein
Ausgangssignal über einen nicht gezeichneten Verstärken der Leitung 32, dem Tiefpaßfilter
35 zuführt. Weiter gelangt das Signal über den Schmitt-Trigger 36 zum Differenzierglied
37 und weiter zum Speicher 38, wo es denselben setzte Das Ausgangssignal des Speichers
38 gelangt u.a. zu dem Und-Tor 39 und dem Inverter 40. Der Speicher 26 sei für die
vorliegende Betrachtung nicht im "Ein" bzw. gesetzten Zustand, so daß an dem Und-Tor
41 von dieser Seite kein Öffnungssignal vorliegt und über den Inverter 42 von dieser
Seite ein Öffnungssignal zum Und-Tor 39 gelangt, dieses öffnet und den Speicher
43 in den nicht gesetzten Zustand bringt. Dieser geschilderte Vorgang trifft zu,
wenn der Geber 21 zeitlich vor dem Geber 20 betätigt wird. Aus der Skizze ist leicht
zu erkennen, daß dies nur der Fall sein kann, wenn sich die Schlitzscheibe 16 entgegen
der Uhrzeigerrichtung bewegt hat. Falls sich die Schlitzscheibe 16 im Uhrzeigers
inn dreht, wird der Geber 20 zuerst beeinflußt und als Folge davon wird der Speicher
43 in den "Ein" bzw. gesetzten Zustand gebracht. Je nach Anordnung der Schlitzscheibe
16 zum Antrieb des Dekorationszuges bzw. der Punktzüge, Podien etc. ist eine Erkennung
der Bewegungsrichtung möglich. Ein eindeutiges Richtungssignal ist aber erst zu
# erhalten, wenn beide Speicher 26 und 38 im gesetzten Zustand sind. Dies wird durch
das Und-Tor 44 abgefragt und
der Stand des Speichers 43 wird durch
den steuerwerkssynchronen Impuls n - 1 auf den Speicher 45 übertragen. Das Und-Tor
46 fragt ebenfalls den gesetzten Zustand der Speicher 26 und 38 ab und setzt, verursacht
durch den n - 1 Impuls über Zeitung 28, den Speicher 31. Dieser bereitet die Und-Tore
30, 47 und 48 vor. Zum Zeitpunkt n werden die Und-Tore 30 und 47 vom Steuerwerk
abgefragt. Der Ausgang von Und-Tor 30 gibt über die Zeitung 34 dem Steuerwerk das
Signal, daß eine Registrierung erfolgen soll und das Und-Tor 47 teilt dem Steuerwerk
mit, in welcher Bewegungsrichtung. Zum Zeitpunkt n + 1, nach erfolgter Registrierung,
werden die Speicher 26, 29, 31, 38, 43, 45 in den "Aus"-Zustand gebracht, d.h. zurückgesetzt.
Wie schon erwähnt, sind die in Fig.2 erläuterten Mittel für jede zu bewegende und
zu registrierende Bühneneinrichtung, wie Dekorationszüge, Punktzüge, Vorhänge, Podien,
Bühnenwagen und Drehbühnen je einmal vorhanden. Das zentrale Registrier- und Registrierungssteuergerät
ist in Fig.3 im Blockschaltbild dargestellt und für die gesamten Einrichtungen nur
einmal vorhanden. Prinzipiell läßt sich die Standanzeige durch Verwendung von elektronischen
Dekadenzählern lösen. Die in Fig.3 dargestellte Einrichtung ist für maximal Zoo
verschiedene Registrierungen ausgelegt. Bei der Verwendung von üblichen Dekadenzählern
und einer Anzeigegenauigkeit von Zentimetern müssen
für jede Reg:.strier-
und Standanzeigeeinrichtung vier vor-und rückwärtszählende Zählwerke verwendet werden,
d.h.
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400 Zählwerke. Dies ist für eine praktische Verwendung zu kostspielig
und-ferner ist durch die entsprechend große Anzahl von Bauelementen die zu erwartende
statistische Ausfallrate zu hoch. Erfindungsgemäß ist dies durch die Verwendung
eines Rechenwerkes 51 mit angeschlossenem Speicher 50 gelöst. Das Rechenwerk 51
muß in der Zage sein, entsprechend der durch in Fig.2 angegebenen Einrichtung zu
einem im Speicher bereits vorhandenen Zahlenwert eine Eins zu addieren oder zu subtrahieren.
Diese erfindungsgemäße, noch näher zu erläuternde Einrichtung hat gegenüber der
bereits erwähnten Lösungsmöglichkeit mit vor- und rückwärtszählenden Dekadenzählern
den Vorteil, daß die Anzahl der Bauteile wesentlich geringer ist und so±it auch
die zu erwartende statistische Ausfallrate entsprechend gering. Allerdings muß die
Arbeitsgeschwindigkeit der für die Einrichtung zu verwendenden Bauteile wesentlich
größer sein, als dies für die Lösung des Problems mit elektronischen Dekadenzählern
der Fall sein müßte. Nach dem heutigen Stancl der Technik ist dies keine Einschränkung,
da Bauelemente mit ausreichender Schaltgeschwindigkeit zur Verfügung stehen. In
der Fig.3 ist mit 50 ein Magnet-Kernspeicher mit hundert Registriermöglichkeiten
und je vier Dezimalstellen angedeutet. Selbstverständlich ist jedes andere Speichermittel,
wie Magnettrommelspeicher, Ultraschallspeicher etc. verwendbar, sofern sich damit
eine für den jeweiligen Anwendundsfäll erforderliche Arbeitsgeschwindigkeit erreichen
läßt.
Durch 54 in Fig.3 wird die Verarbeitungs- und Registrierfolge
gesteuert. 52 und 53 sind Registrierstellenzählwerke. Hierbei zählt 52 die Einerstellen
und 53 die Zehnerstellen. Gesetzt der Fall, beide Zählwerke stehen auf 0. Die der
Null entsprechenden Zählerausgangsleitungen gelangen in die entsprechenden Entschlüsselungseinrichtungen
55 und 56 und von da zu den Treiberstufen 57 und 58. Zu einem entsprechenden
Zeitpunkt werden, von 54 gesteuert, die Leseimpulse der Treiber ausgelöst, welche
über die_Zeitungen 60 und 61 zur Kernspeichermatrix gelangen. Entsprechend der Stellung
der Registrierstellenzählwerke, nämlich 0 s 0, wird die Speicherregistrierstelle
0 gelesen. Diese O-Registrierstelle sei dem Zug 1 zugeordnet. Die Informationsimpulse
der Registrierstelle 0 gelangen über die Leitungen 62 zu den Leseverstärkern 63
und von da in das Lese- und Schreibregister 64, wo die besagten Datenimpulse vorübergehend
gespeichert werden. Außer nach 57 und 58 gelangen die Entschlüsselungsleitungen
von 55 und 56 noch nach 65. Hier werden die zehn Leitungen der Einerstelle und die
zehn Leitungen der Zehnerstelle zusammengefaßt. Entsprechend der Anzahl von Eingängen
hat 65 einhundert Ausgangsleitungen; davon sind in Fig.3 aber nur zwei gezeichnet.
Entsprechend der früheren Festlegung, daß in der Speicherstelle 0 die Registriertenwerte
des Zuges 1 vorhanden sind, geht die die Rufleitung 0 repräsentierende Leitung 66
zu den Und-Toren 30 und 47 des Dekorationszuges 1. Es sei für den vorliegenden Fall
angenommen, daß keine Registrierung vorliegt,
d.h. keine Ausgangssignale
an den Toren 30 und 47. Außer zu den Und-Toren 30 und 47 des 1.Zuges geht die Aufrufleitung
66 noch zu der Anzeigeeinrichtung 67 des ersten Zuges. Diese Anzeigeeinrichtung
67 ist noch einmal getrennt und ausführlicher in der Fig.4 dargestellt. Die Zeitung
66 in Fig.3 entspricht der Leitung 66 in Fig.4. Die Verbindung, Lese- und Schreibregister
64, mit der Anzeigeeinrichtung 67 ist auf Fig.3 durch die Zeitung 68 dargestellt.
In der ausführlichen Fig.4 entspricht dies den Leitungen 681 bis 685, die von den
Treiberstufen 1001 bis 1005 des Lese- und Schreibregisters 64 beeinflußt werden.
Diese Zeitungen führen in der in Fig.4 angedeuteten Art zu allen Anzeigeeinrichtungen
unter Berücksichtigung entsprechender weiterer Treiberstufen. Entsprechend der Fig.4
enthält das Lese-und Schreibregister 64 die Mittel zur Paralleldarstellung einer
Dezimalziffer zur gleichen Zeit, d.h. eine vier Bit Dualverschlüsselung mit Prüf-Bit.
Entsprechend erfolgt die Verarbeitung und Anzeige der Dezimalstellen in
Serie. Die entsprechende Auswahl für die Zentimeteranzeige erfolgt
über Leitung 110, die Dezimeteranzeige über Leitung 111, die Meteranzeige über Leitung
112 und die Meter a 10-Anzeige über die Leitung 113: Diese Zeitungen gehen au allen
Anzeigeeinrichtungen. Die Und-Tore 121 bis 140 fassen die über die erwähnten Leitungen
.66, 681 bis 68 5, 110, 111, 112, 113 in der in
Fig.4
erläuterten Art zusammen und führen sie den Dual-Dezimal-Umschlüssiern 141 bis 14-4
zu.
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Die in Dezimalverschlüsselung erscheinenden Ausgangssignale werden
den monostabilen Multivibratoren 150 bis 189 zugeführt, welche eine Einschaltdauer
haben, die etwas länger als die Durchlaufzeit der Steuer- und Registriereinrichtung
ist. Die Ausgangssignale werden den Treibern 190 bis 229 zugeführt, welche die Anzeigegeräte
230 bis 233 betätigen. Da bei dem in der Erläuterung zu Fig.3 geschilderten Vorgang
keine Registrierung erfolgte, wird der Inhalt des Lese- und Schreibregisters 64
ungeändert in die Registrierstelle 0 des 1.Zuges unter Zuhilfenahme der Inhi-Biereinrichtung
69 in den Kernspeicher 50 zurückgeschrieben. Nachdem dies geschehen ist, wird, verursacht
durch die Steuereinrichtung 54, der Registrierstellenzähler 52 um eins weitergezählt.
Nun wiederholt sich der für den 1. Zug geschilderte Vorgang für den-2. Zug etc.
Bei der Änderung der Zehnerstelle im Registrierstellen-Zähler 53 wird
ein Impuls von Steuerwerk 54 zugeführt. Für das vorliegende Beispiel ist
noch der Fall der Registrierung zu erläutern. Bei der Bearbeitung des Zuges 1 (Speicherregistrieratelle
0) ergäbe sich beim Aufruf der Leitung 66 (Fig.3) am Und-Tor 30 des Zuges 1 ein
Signal. Nach den früheren Erläuterungen zur Figur 2 bedeutet dies eine Drehung der
Scheibe 16 im Uhrzeigersinn. Es sei angenommen,
daß dies die Bewegungsrichtung
"Auf" des 1.Zuges bedeutet. Dieses Signal gelangt über die Entkoppelungseinrichtung
72 (Oder-Tor) zu dem Und-Tor 73. Hierdurch wird die Addition einer 1 durch 75 im
Rechenwerk 51 verursacht. Das Ergebnis dieser Addition gelangt in das Resultat-Register
71 und von da zurück in das Lese- und Schreibregister 64, von wo es in den Speicher
zurückgeschrieben wird. Geben beim Aufruf der Zeitung 66 die Tore 30 und 47 des
1. Zuges ein Signal ab, so bedeutet dies nach der getroffenen Festlegung "Ab"-Richtung
des Zuges. Das Signal vom Und-Tor 30 des 1.Zuges gelangt auf dem bereits erläuterten
Weg zum Und-Tor 73; während das Ausgangssignal däs Und-Tores 47 des 1. Zuges über
die Entkoppelungseinrichtung 74 (Oder-Tor) das Und-Tor 73 sperrt und somit die Addition
einer 1 durch 75 verhindert, gelangt das entsprechende Signal von 74 gleichzeitig
nach 76 und verursacht so die Subtraktion einer 1 im Rechenwerk 51. Das Zurückschreiben
des Ergebnisses von Resultat-Register 71 in die entsprechende Kernspeicherstelle
erfolgt wie bereits beschrieben. Um ein sicheres Funktionieren der erlAuterten Anlage
zu gewährleisten, müssen die Abfrage- und Registrieroperationen derart schnell erfolgen,
daß einige Durchläufe der Registrierstellen 0 bis 99, selbst bei höchster Fahrgeschwindigkeit
der Züge und der anderen Mittel bei Standänderungen um 1 cm gewährleistet werden.
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Bei ausreichend hoher Operationsgeschwindigkeit des Steuer-und
Registrierwerkes
ist es möglich, die in Fig.2 erläuterte Eingabeeinrichtung für jedes zu bewegende
Mittel wesentlich zu vereinfachen. Um den Grad der Einsparung erkennen zu können,
wird die entsprechende Numerierung der Fig.2 für das vereinfachte Beispiel in Fig.5
beibehalten. Gemäß einer früheren Festlegung gibt der Geber 20 an, daß eine Registrierung
erfolgen soll. Falls der Geber 21 ein Signal zeitlich vor dem Geber 20 abgibt, bewegt
sich die Scheibe 16 gegen die Uhrzeigerrichtung. Die Arbeitsweise der vereinfachten
Schaltung ist nun folgende: Die Zeitung 33, von Steuer- und Registrierteil, fragt
die Und-Tore 30 und 47 ab (wie bei Fig.2). Es sei angenommen, daß bei dieser Abfrage
das Und-Tor 47 ein Signal abgibt. Da zu diesem Zeitpunkt gerade die entsprechende
Registrierung bearbeitet wird, wird in die Registrierung, an einer bestimmten Stelle
- dies könnte die Gewichtsstelle 4 der Meter x 10 Ziffer sein, die im praktischen
Fall nicht mehr benutzt wird - ein Impuls eingeschrieben (250 Fig.5). Hat bei einem
der nächsten Register- und Steuerwerksdurchläufe die Abfrage über Zeitung 33 ein
Ausgangssignal von Und-Tor 30 zur Folge, d.h. Registrierung, so wird entsprechend
der Festlegung von dem registrierten Wert eine Eins hinzugezählt oder abgezogen.
-Erscheint das Signal vom Und-Tor 30 zeitlich vor dem vom Und-Tor 47, so hat dies
die entgegengesetzte Operation zur Folge.
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Nach beendeter Registrierung wird ein Kontrollimpuls in
die
Gewichtsstelle 8 (251) eingeschrieben, d.h. die Registrierung ist erfolgt. Kommen
bei weiterer Drehung der Scheibe 16 beide Geber in den Zustand, daß die Lichtstrahlen
nicht durch die Zwischenstege abgedeckt werden (Bereich der Schlitze 19), so werden
die Markierungen in den Gewichtstellen 4 und 8 gelöscht (252). Die erfindungsgemäße
Einrichtung kann außer zu der bereits beschriebenen Standregistrierung und Anzeige
auch noch, ohne wesentliche Zusatzeinrichtungen, zur automatischen Ziel- und Gruppenfahrt
von Dekorationszügen, Punktzügen, Verhängen, Podien, Bühnenwagen und Drehbühnen
eingesetzt werden. Die Fig.6 zeigt die Einrichtungen von Fig.3 mit Erweiterungen
zur automatischen Ziel- und Gruppenfahrt. Die Aufrufleitungen, im gezeichneten Beispiel
die Zeitung 66 des 1. Zuges wird zu dem Kreuzschienenverteiler 80 geführt. Die Zeitung
66 ist durch die senkrechte Zeitung 81 mit dem Schalter 82 verbunden. Ist der Schalter
82 geschlossen, heißt dies, daß für das vorliegende Beispiel (Zug 1) eine
automatische
Zielfahrt vorliegt. Durch den Schalter 82 wird die Leitung 98 eingeachaltet0
die u.a. zum Steuer-
werk 54 führt und doirt die Üätsrbrechung des
normalen Registrierkreislgufes verursacht und eine Zielfahrtoperation einschiebt.
Welterhin gelangt das Signal über die Leitung 83 zu den Drehschaltern 84, 85, 86
und 87, wo der Zielwert vorgegeben wird. An dem Schalter 84 wird der Meter x 10
Wert, am Schalter 85 der Meterwert, am Schalter 86 der Dezimalwert und am Schalter
87 der Zentimeterwert
eingestellt. In Big.6 sind Drehschalter
angedeutet; es läßt sich aber selbstverständlich jedes andere entsprechende Mittel,
wie Drucktastenschalter, Steckschnüre etc. verwenden. Diesen Zielwertschaltern sind
die Umschlüssler 88, 89, 90 und 91, Drehschalterwert auf Maschinencode, nachgeschaltet.
Der umgeschlüsselte Zielfahrtwert gelangt u.a. zu dem Rechenwerk 51, wo die Differenz
zwischen Stand und Zielwert gebildet wird. Diese Differenz wird in dem Speicherteil
93, in den entsprechenden Speicherpositionen wie die Stand-Registrierwerte in 50
gespeichert. Aus dem Vorzeichen der Differenz ergibt sich die Bewegungsrichtung
der zu bewegenden Mittel. Die bereits erwähnte Zeitung 83 gelangt u.a. zu dem Schalter
94, wo der Fahrgeschwindigkeitssollwert vorgegeben wird Dieser numerische Fahrgeschwindigkeitssollwert
wird im Vergleicher 92 mit der in der entsprechend im Speicherteil 93 gespeicherten
Differenz verglichen. Das Ergebnis hat einen Eingriff (gestrichelte Zeitung) in
das Steuerwerk 54 zur Folge. Zu dem Vergleich zwischen der Standdifferenz in Metern
und den digitalen Geschwindigkeitssollwert in Metern pro Sekunde soll noch folgendes
erwähnt werden: Es sei angenommen, daß das Verzögerungs- und Beschleunigungsvermögen
der Antriebe ausreichend ist, um beispielsweise bei einer Fahrgeschwindigkeit von
1m/sec innerhalb eines Weges von 1 m die Fahrgeschwindigkeit Null, d.h. Stillstand
zu erzielen. Unter diesem Gesichtspunkt ist ein Vergleich zwischen Geschwindigkeitswert
und Stand
zulässig. Selbstverständlich sind mit der erfindungsgemäßen
Einrichtung auch andere Relationen zu verwirklichen, aber zur Erläuterung der Arbeitsweise
dürfte dieses einfache Beispiel genügen. Das Ergebnis dieses Vergleiches wird im
Steuerwerk 54 gespeichert. Anschließend erfolgt ein weiterer Vergleich mit dem an
den entsprechenden Positionen des Speicherteiles 96 gespeicherten augenblicklichen
Geschwindigkeitssollwert. Das Ergebnis wird ebenfalls wieder im Steuerwerk 54 gespeichert.
Waren beide Vergleiche derart, daß einmal der Geschwindigkeitssollwert von Schalter
94 kleiner als die Stand-Ziel-Differenz war und auch der Vergleich Sollwert von
Schalter 94 und augenblicklicher Sollwert im\Speicherteil 96 das gleiche Ergebnis
hatte, so wird eine Einheit in die entsprechende Position des augenblicklichen Sollwertes
im Speicherteil 96 hinzu addiert. Ferner wird nun der augenblickliche Sollwert in
das Sollwertregister 97 der entsprechenden Zielfahrteinrichtung übertragen, wo er
in dem nachgeschalteten Digital-Analogwandler meinen analogen Sollwert umgewandelt
und über den Schalter 260 (auch Fig.1) der Regelanordnung des Antriebes zugeführt
wird. Ist diese Operation beendet, so kehrt die Anlage in den S tanciregistrierkreislauf
zurück. Erst wenn der betreffende Zug oder eine entsprechende Einrichtung, wie Bühnenwagen,
Podien etc. aas nächste Standintervall, was bei Zielfahrgenauigkeit von + 1 cm am
günstigsten für Bruchteile eines Zentimeters gewählt wird, durchlaufen hat, wird
die Zielfahrtoperation
wiederholt. Die Vergleichsergebnisse 7
für die Zielfahrt in einem fortgeschrittenen Bewegungszustand seien wie folgt: Der
Vergleich zwischen Standdifferenz und befohlenem Geschwindigkeitssollwert habe das
Ergebnis, Standdifferenz größer als Geschwindigkeitssollwert, aber der, zweite Vergleich
habe das Ergebnis, befohlener Geschwindigkeitssollwert ist gleich dem augenblicklichen
Geschwindigkeitssollwert, der in der entsprechenden Stelle des Speicherteiles 96
gespeichert ist. Diese Ergebnisse haben zur Folge, daß zu dem gespeicherten und
sich im Sollwertspeicher der betreffenden Zielfahrteinrichtung befindlichen Wert
keine weitere Einheit hinzu addiert wird, d.h. der rechnerisch gewonnene Geschwindigkeitssollwert
im Speicherteil 93 hat den durch den Schalter 94 befohlenen Wert erreicht. Die betreffende,
sich in Bewegung befindliche Einrichtung bewegt sich nun mit konstanter Sollgeschwindigkeit.
Bei diesen Registrier- und Zielfahrtdurchläufen wird zu einem bestimmten Zeitpunkt
der Vergleich zwischen Geschwindigkeitssollwert, gegeben durch den Schalter 94 und
der Standzieldifferenz, das Ergebnis der numerischen Gleichheit dieser beiden Werte
liefern. Von diesem Punkt an wird bei jedem Durchlauf, der eine Neuregistrierung
erforderlich macht, eine Einheit von dem sich im Speicherteil 96 befindlichen ermittelten
Sollwert subtrahiert. Dies geschieht solange, bis die Standdifferenz Null und somit
der ermittelte
Geschwindigkeitasollwert Null wird. Damit ist der
Zielstand erreicht.
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Mit diesem Verfahren ist es möglich, für Zielfahrten gleichmäßige
Beschleunigungen, konstante Fahrgeschwindigkeiten und gleichmäßige Verzögerungen
bis zum Stillstand bei dem Zielwert ohne Schleichfahrt zu erreichen. Es ist mit
der erfindungsgemäßen Einrichtung weiterhin möglich, Gruppenfahrten, vorzugsweise
für die Dekorations-und Punktzüge, zu tätigen. Die Anzahl der Gruppen ist beliebig,
es muß nur für jede Gruppe ein Gruppenfahrtregister_vorhanden sein. In Fig.6
ist ein Gruppenfahrtregister 99 angedeutet. In vorliegendem Beispiel ist das Gruppenfahrtregister
als getrenntes Register gedacht. Selbstverständlich kann bei entsprechenden Aufrufeinrichtungen
auch ein Teil des Speicherwerkes dazu benutzt werden. Wenn eine Anzahl"von Zügen
zur Gruppenfahrt zusammengefaßt werden soll, wird ein Zug als Hauptzug erklärt,
aber sonst wie für normale Zielfahrt programmiert. Der Stand dieses Zuges wird bei
jeder Standkorrektur in das entsprechende Gruppenfahrtregister übertragen: Die als
Folgezüge programmierten restliohen Züge dieser Gruppe vergleichen ihren
Stand mit dem Stand des Hauptzuges im Gruppenfahrtregister. Die Korrektur
der Fahrgeschwindigkeit der Folgezüge erfolgt über deren Sollwert im Speicherteil
96 des Speichers, in dem je nach dem entsprechenden Standfehler zum Hauptzug zu
den Sollwerten der Folgezüge die Einheiten der Registrierabstände
oder
deren Vielfache hinzuaddiert odersubtrahiert werden. Durch diese rechnerische Manipulation
der Sollwerte der Folgezüge wird eine einwandfreie Gruppenfahrt ohne mechanische
Kupplung erreicht. Das für die Gruppenfahrt von Zügen erläuterte gilt gleichermaßen
für die Gruppenfahrt von Podien, Bühnenwagen oder sonstigen Theatereinrichtungen.
Die Anzahl der zu bildenden Gruppen ist praktisch unbegrenzt, nur muß für jede dieser
Gruppen ein Gruppenfahrtregister vorgesehen werden. Die Anzahl der Züge oder Podien
etc. in der Gruppe unterliegt keinen Beschränkungen. In den bisherigen Erläuterungen
erfolgte die Einleitung einer Ziel- oder Gruppenfahrt durch Auswahl des Zielwerten
und des Geschwindigkeitssollwertes an den Schaltern 84 bis 87 und 94. Die Auslösung
erfolgte durch Schließen des Kontaktes 82. Es ist aber mit der erfindungsgemäßen
Einrichtung ohne große Erweiterungen möglich, die gesamten Bewegungen der Bühneneinrichtungen
für einen Akt oder eine ganze Aufführung vorzuprogrammieren. Als Programmierungsmittel
können Schritt-schalter, Lochkarten und Stecktafeln verwendet werden. Bei
einer internen Programmierung besteht die Möglichkeit, das Programm .durch Lochstreifen
oder Magnetband einzugeben. Ein Beispiel zur Programmierung mittels Stecktafel ist
in Fig.7 angegeben. Hierbei zeigt 300 die - in diesem Fall - Doppelbuchsen für die
Zugauswahl und 301 die Doppelbuchsen für .die
Programmschritte.
Die Programmfortschaltung erfolgt-durch den Schalter 302, bei welchem der Programmschritt
eingestellt wird, während der jeweilige Anstoß durch den Druckknopf 303 erfolgt.
304 zeigt eine Zielfahrteinrichtung in Stecktafeltechnik. Hierbei sind 305 die Eingangsbuchsen,
die eine Verknüpfung zwischen Zug und Programmschritt ermöglichen. In vorliegendem
Beispiel ist der Zug 1 mit dem Programmschritt verbunden. Ferner ist der Zielwert
in 306 bis 309 mit 14,80 m programmiert. In 310 wird die Fahrgeschwindigkeitsstufe
vorgegeben. 311 zeigt die Programmierung einer Gruppenfahrt, die in Programmschritt
2 angesprochen wird und den Zug 2 als Hauptzug benutzt. Hierbei sind 312 die Eingangsbuchsen
und 313 die für die Gruppenfahrt aufgerufenen Züge. Die Züge 3, 4 und n - 1 sind
als Folge-Züge ' geschaltet. Die hier an Hand von Zügen erläuterte Programmiermöglichkeit
gilt gleichermaßen für Podien, Bühnenwagen, Drehbühnen etc. Ferner sind diese gesteckten
Programmtafeln austauschbar, so daß diese für eine Reihe verschiedener Aufführungen
vorhanden sein können. Zu Beginn einer Vorstellung wird das entsprechende erprobte
Programm in die Einrichtung eingegeben. Fehlgriffe bei der Bedienung während der
Aufführung sind damit praktisch ausgeschlossen.