DE1472283C - Zweistrahlfotometer - Google Patents
ZweistrahlfotometerInfo
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- DE1472283C DE1472283C DE1472283C DE 1472283 C DE1472283 C DE 1472283C DE 1472283 C DE1472283 C DE 1472283C
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Description
Die Erfindung betrifft ein digital anzeigendes Zweistrahlfotometer.
Es liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfaches, mechanisch robustes, elektrisch wenig störanfälliges
Zweistrahlfotometer zu erstellen, welches das Meßergebnis als Zahlenwert zur Anzeige bringt. Dabei
sollen Fehler von 1 Digit zulässig sein. Wegen der gestellten Forderungen sind Wechsellichtfotometer
mit mechanischer Umschaltung der Lichtwege hier nicht anwendbar, da schwingende oder rotierende
Bauteile einer rauhen Behandlung des Gerätes nicht standhalten. Ein bereits vorgeschlagenes Meßverfahren
(deutsche Patentschrift 1 242 895) ist hier ebenfalls nicht anwendbar, weil der zu seiner Durchführung
notwendige apparative Aufwand zu hoch ist.
Gegenstand der Erfindung ist ein digital anzeigendes Zweistrahlfotometer, das sich dadurch auszeichnet,
daß im Anschluß an den fotoelektrischen Empfänger jedem Strahlengang eine Kippstufe zugeordnet ist,
daß das Verhältnis der die Kippzeiten bestimmenden Größen 1 : η ist, wobei η proportional der Stärke des
Vergleichslichtes ist, und daß der Kippstufe des Vergleichsstrahlenganges ein Verstärker mit nachgeschaltetem
Relais, der Kippstufe des Meßstrahlenganges ein Zähler mit digitaler Anzeige nachgeschaltet
ist und daß der Zähler über das Relais der Kippstufe des Vergleichsstrahlenganges abgeschaltet wird.
In F i g. 1 ist als Ausführungsbeispiel ein Auswertegerät für Dosimetergläser dargestellt, bei dem zwei
fotoelektrische Empfänger 23,13 verwendet sind, von denen sich der erstere im Vergleichs-, der zweite im
Meßstrahlengang befindet. Diese werden ebenso wie eine Quecksilberdampflampe 9 über ein mit einem
Zerhacker ausgerüstetes Netzgerät 7 sowie einen Betriebsschalter 8 aus einer Batterie 6, z. B. einer
Fahrzeugbatterie, gespeist. Der Lampe 9 ist ein UV-Filter 9' nachgeschaltet. Das Licht der Lampe 9
wird mittels eines Teilers 1Ö in zwei Anteile aufgespalten, von denen der eine zur Anregung eines
Vergleichsnormals 11, der andere zur Anregung des Meßobjektes 21 verwendet wird. Die angeregte Strahlung
des Normals trifft nach Durchlaufen eines Orartgefilters 12 auf einen Fotomultiplier 13 auf.
Diesem ist eine aus einem Kondensator 14, einer Glimmlampe 15 sowie einem Widerstand 16 aufgebaute
Kippstufe nachgeschaltet, die einen Verstärker 17 steuert. Der Ausgang dieses Verstärkers hebt die
Seibsthaltüng eines von Hand einschaltbären Relais 18
wieder auf. Die Strahlung des Meßobjektes 21 trifft über ein Orartgefilter 22 auf den Fotomultiplier
23 auf, dem eihe aus einem Kondensator 24, einer
Glimmlampe 25 sowie einem Widerstand 26 aufgebaute kippstufe rtächgeschaltet ist. Diese steuert
einen auf Null zurückstellbaren, digital anzeigenden
Zähler 27.
Es sei nun angenommen, daß die beiden Multiplier'
hinsichtlich ihrer elektrischen Daten genau gleich sind, daß das Normal 11 mit 100 Röntgen bestrahlt
ist und daß die Anzeige in Röntgen erfolgen soll. Dann ist ή = 100. Ist das Meßobjekt ebenfalls mit
100 Röntgen bestrahlt, so fließt, nachdem man den Selbsthältekreis des Relais 18 vort Hand geschlossen
und damit den Schalter 8 betätigt hat, in beiden Multipliem der gleiche Fotostrom. Hat man nun .
die Kapazität des Kondensators 24 gleich '/ίου der
Kapazität des Kondensators 14 gewählt, so wird die kippstufe 24, 25^26 des Meßstrahlenganges 99nial
kippen, bevor der KX). Kippvorgang mit dem ersteh Kippen der Stufe 14, 15, 16 zusammenfällt. Letztere
löst über den Verstärker die Selbsthaltung des Relais und schaltet das Gerät ab. Der Zähler zeigt jetzt
»lOOr« an.
Ist im allgemeinen Fall das Normal mit η Röntgen
bestrahlt, so ist der Fotostrom Z0 = K1-X0, wobei
Ki der Empfindlichkeit des Multipliers 13 entspricht,
und es ergibt sich die Meßzeit
, _ "-C- U0
K1 -η '
wobei U0 die Kippspannung der Stufe 14, 15, 16 ist.
Wird nun ein Objekt mit einer Bestrahlungsdosis X Röntgen eingelegt, so ergibt sich der Meßstrom
ix = K2 ■ X und die Kippzeiten
" K2-X'
Der Faktor K2 ist die Empfindlichkeit des Multipliers
23. Die Stufe 24, 25, 26 wird also so oft kippen, wie tx in <
<, enthalten ist:
C ■ U0 K2X
Jh
C-U0
X .
Sind also, wie zunächst angenommen, die Muhiplier untereinander gleich,, d.h. aber K1 = K2, so
wird genau das gewünschte X vom Zähler angezeigt. Das Verhältnis der Faktoren K1 und K2 läßt sich
mittels eines im Netzteil befindlichen Potentiometers T einstellen.
Ist nun beispielsweise die Dosis des Normals X0
= 257 Röntgen, so braucht man die Kapazität C1 des Kondensators 14 nicht 257mal größer als die
Kapazität C2 des Kondensators 24 zu wählen. Man
kann vielmehr durch Variation der Empfindlichkeiten und geeignete Wahl der Kapazitäten erreichen, daß
auch bei unterschiedlichen Zündspannungen LZ1 und
U2 der beiden Kippstufen das Verhältnis
U1 K2
C2 U2 K1
d. h. das Zeitverhältnis — = X ist. Die Bestrahluhgs-
'.X
dosis des Normals braucht nicht einmal bekannt,'zu
sein, sie ttiüß nur konstant sein. Zur Eichung des Gerätes wird nur einmal ein mit bekannter Dosis
bestrahltes Glas als Meßobjekt eingesetzt Und das Potentiometer so länge verstellt, bis der Zähler die
bekannte Dosis anzeigt.
In F i g. 2 ist scherriatisch eine auf dem gleichen
Grundprinzip basierende Anordnung gezeigt, bei der aber nur ein gemeinsamer fotoelektrischer Empfänger vorhanden ist, der wechselweise dem Meß-UHd
dem Vergleichsstrahlerigang zugeordnet wird. Ein solcher Aufbau ist erforderlich, wenn der Spekträlbereich
der Messung häufig gewechselt werden muß.
Im gleichen Rhythmus, in dem der Wechsel zwischen deh beiden Strahlertgähgeh erfolgt, wird auch der
dem Multiplier 33 nachgeordnete Schalter 32 betätigt, so daß die beiden Kondensatoren 34 Und 44, von
denen der erstere n-mal die Kapazität des letzteren aufweist, wechselweise geladen werden. Dabei muß
die SchaltfreqUenz ^ der schnellsten KippfreqUenz
im Meßkreis sein.
Es ist vorteilhaft, die abwechselnde Beleuchtung des Multipliers nicht auf mechanischem Wege mittels
Blenden zu bewerkstelligen, sondern durch eine elektrische Umschaltung von Lampen zu erzeugen.
So kann man beispielsweise zwei Gasentladungslampen verwenden, die aus einer Wechselstromquelle
gespeist werden. Durch entsprechende Gleichrichter ist dabei bewirkt, daß die eine nur im positiven, die
andere nur im negativen Halbwellenbereich gezündet wird. In diesem Fall läßt sich die Eichung des Gerätes
durch eine genaue Dimensionierung der Kondensatoren,, durch optische Beeinflussung des einen
Lichtstrahls oder durch die Zuschaltung einer Hilfsspannung
in den Ladekreis der Kondensatoren erreichen. Legt man zusätzlich zwischen die Anode des
Multipliers und den Schalter einen Verstärker und/ oder richtet man die beiden Multiplierausgangsströme
gleich und glättet sie, so ist man von der Forderung Schaltfrequenz 2; schnellste Kippfrequenz frei.
20
Claims (4)
1. Digital anzeigendes Zweistrahlfotometer, dadurch gekennzeichnet, daß im Anschluß
an den öder die fotoelektrischen Empfänger (13, 23, 33) jedem Strahlengang eine Kippstufe
(14,15,16; 24, 25,26) zugeordnet ist, daß das
Verhältnis der die Kippzeiten bestimmenden Größen 1 : η ist, wobei η proportional der Stärke
des Vergleichslichtes ist, und daß der Kippstufe (14,15,16; 34,15,16) des Vergleichsstrahlenganges'
ein Verstärker (17) mit nachfolgendem Relais (18), der Kippstufe (24, 25, 26; 44, 25, 26) des Meßstrahlenganges
ein Zähler (27) mit digitaler Anzeige nachgeschaltet ist und daß der Zähler (27)
über das Relais (18) der Kippstufe des Vergleichsstrahlenganges abgeschaltet wird.
2. Zweistrahlfotometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das. Fotometer einen
auf die beiden Stfahlengänge umschaltbaren fotoelektrischen Empfänger (33) aufweist (Fi g. 2).
3. Zweistrahlfotometer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltung der
beiden Strahlengänge durch elektrische Umschaltung von Lampen erfolgt. -
4. Zweistrahlfotometer nach Anspruch 3, dad.urch
gekennzeichnet, daß zwei von einer Wechselstromquelle gespeiste Gasentladungslampen verwendet
sind, von denen die eine im positiven, die andere im negativen Halbwellenbereich arbeitet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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