DE1469425B - Verfahren zum Verbinden von getrennten, nacheinanderliegenden Polyamidgarnen zur Bildung einer einzigen endlosen Garnlänge - Google Patents
Verfahren zum Verbinden von getrennten, nacheinanderliegenden Polyamidgarnen zur Bildung einer einzigen endlosen GarnlängeInfo
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Description
1 2 . .
Die;Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbin- Strümpfen, bekannt, bei welchem synthetische lineare
den von getrennten, nacheinanderliegenden Polyamid- Fasern, insbesondere Polyamidfasern oder die daraus
garnen zur Bildung einer einzigen endlosen Garnlänge. hergestellten Gewebe, einer Wärmebehandlung in
Bei der Überführung von Polyamidgarnen in Gegenwart eines Mittels unterworfen werden, das sie
Gewebe ist es häufig erforderlich, zwei Garnenden 5 etwas zum Quellen bringt, jedoch nicht löst. Als
zu verbinden, wenn Brüche stattfinden oder wenn derartiges Mittel wird z. B. Wasser oder Dampf ver-
die Längen des Garns für den beabsichtigten Zweck wendet.
nicht lang genug sind. Gewöhnlich werden die Enden Die vorstehend beschriebenen bekannten Arbeitsvereinigt,
indem man sie in Form von Knoten zu- weisen sind jedoch nicht geeignet, um dem Fachsammenknüpft
oder verbindet. Das Verknüpfen oder io mann eine Lehre bezüglich der knotenfreien Ver-Verknoten
ist nicht zufriedenstellend, da dies unan- spleißung oder Verbindung der Enden von zwei
genehme und unansehnliche Klumpen in dem daraus Fasern oder Fäden zu geben.
hergestellten Gewebe bildet. Überdies können die Es ist offensichtlich, daß ein technischer Bedarf
Knoten oder Knüpfstellen während der Überführung für eine neue und bessere Möglichkeit zum Zusam-
des Garns in ein Gewebe gelöst werden. Offensicht- 15 menfügen oder Verbinden von Polyamidgarnen be-
lich ist ein knotenfreies Garn von außergewöhnlicher steht, wodurch die bisher auftretenden Nachteile ab-
Länge erwünscht und von technischem Interesse. gewendet und vermieden werden.
Zu diesem Zweck wurden Garne von Hand oder Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung
maschinell zusammengespleißt; jedoch waren der- eines Verfahrens zum Verbinden von getrennten,
artige Arbeitsweisen bisher ziemlich kostspielig. 20 nacheinanderliegenden Polyamidgarnen zur Bildung
Ferner wurden auch verschiedene Klebstoffe und einer einzigen endlosen Garnlänge mittels einer
chemische Bindemittel ohne viel Erfolg versucht. thermochemischen. Vereinigung durch Verwendung
Klebstoffe sind durch die erzeugten niedrigen Bin- eines besonderen Bindemittels,
dungsfestigkeiten beschränkt, wenn sie beim Verbin- Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Ver-
den oder Zusammenfügen von zwei Enden von Poly- 25 fahren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
amidgarn verwendet werden; die bekannten chemischen parallele überlappende Endteile von den jeweiligen
Bindemittel besitzen eine Neigung zur Erzeugung Garnen mit einer Lösung von 40 bis 85 Gewichts-
von Bindungen, welche klebrig bleiben, bei Alterung prozent Chloralhydrat überzieht und anschließend die
sich verfärben und schlechte Anfärbbarkeitseigen- überzogenen Endteile in Berührung miteinander durch
schäften aufweisen. 3° Erhitzen auf eine Temperatur im Bereich von 60 bis
Es ist bekannt, zur Herstellung von Papier aus 150° C während einer Zeitdauer von 1 bis 60 Sekun-
Polyätriylenterephthalatfasern die Fasern in dem aus den trocknet.
ihnen gebildeten Ausgangspapier mit einer Lösung Das Chloralhydrat kann dabei in Wasser, niederen
von Chloralhydrat oberflächlich zum Quellen zu gesättigten aliphatischen einwertigen Alkoholen,
bringen und den gequollenen Zustand wieder aufzu- 35 halogenierten Alkanolen, niederen Dialkyläthern geheben,
sobald die erwünschte gegenseitige Haftung löst sein.
der Fasern in dem Ausgangspapier erzielt ist, um auf Wenn Enden des Garns verbunden werden sollen,
diese Weise Papiere von größerer Festigkeit herzu- werden die Enden so überlappt, daß die Verbindung
stellen. zwischen den Enden erhalten wird. Ein Teil der
Es ist ferner ein Verfahren zur Veredelung von 40 Garne, der als Verbindungsstelle gewählt wird, wird
Fasern aus synthetischen linearen Hochpolymeren mit vorzugsweise mit einer geringen Menge von Chloral-
Amidgruppen in der Kette durch Zusammenpressen hydratlösung überzogen oder imprägniert. Das Auf-
von wirren Faserlagen bekannt, wobei diese bei er- bringen des Bindemittels kann auf verschiedene Weise,
höhter Temperatur und in Gegenwart von Quell- ausgeführt werden. Beispielsweise kann das Mittel
mitteln einem so hohen Druck unterworfen werden, 45 auf das Garn aufgesprüht, mittels Docht aufgebracht,
daß sich die Fasern an den Kreuzungsstellen gegen- aufgebürstet oder aufgeklotzt werden. Außerdem
seitig oberflächlich verformen. Dabei soll den Fasern können die Garne getrennt oder gemeinsam in das
eine sogenannte Oberflächenstruktur, d. h. eine auf- Mittel eingetaucht werden.
gerauhte Oberfläche, erteilt werden, damit die Be- Die Konzentration von Chlorarylhydrat in der Lörührungsflächen
unterbrochen werden und eine bessere 50 sung hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. der Auf-Verzugsfähigkeit
erreicht wird. bringarbeitsweise, dem Anteil der von den Garnen
Außerdem ist ein Verfahren zum Oberflächen- aufgenommenen Flüssigkeit oder der polymeren
binden von Stapelfasern aus einem thermoplastischen Struktur der Garne. Es ist festgestellt worden, daß
Material enthaltenden Matten oder Lagen zur BiI- Methanol oder Wasser mit einem Gehalt von etwa
dung einer starken einheitlichen Struktur bekannt, 55 40 bis 85 Gewichtsprozent Chloralhydrat zu guten
wobei eine Matte oder Lage aus verflochtenen oder Ergebnissen führt. Jedoch werden optimale Binverfilzten,
nicht plastifizierten Stapelfasern, die wenig- dungsfestigkeiten erhalten, indem man mit Chloralstens
teilweise aus thermoplastischem Material be- hydrat gesättigtes oder nahezu gesättigtes Methanol
stehen, an der Oberfläche mit Wasser behandelt wird oder Wasser anwendet. Die Temperatur der Lösung
und anschließend das benetzte Mattenmaterial der 60 beim Aufbringen auf das Garn ist nicht kritisch. Es
Einwirkung einer erhitzten Oberfläche unterworfen ist gefunden worden, daß Raumtemperatur völlig zuwird,
wodurch wenigstens ein Teil der thermoplasti- friedenstellend ist, obgleich höhere und niedrigere
sehen Stapelfasern an den Oberflächen allein erweicht Temperaturen angewendet werden können. In dem
und zusammenläuft. Das dabei erhältliche Endpro- Bereich, in dem die Vereinigung oder Verbindung der
dukt besteht aus einem ungewebten Stoff, der aus 65 Garne stattfinden soll, ist es erforderlich, daß die
beliebig verflochtenen Fasern gebildet ist. Garne eine ausreichende Menge des Bindemittels auf-
Es ist schließlich ein Verfahren zur Erteilung von nehmen, um eine starke knotenfreie Verbindung der
Knitterfestigkeit an Textilwaren, insbesondere Damen- Garne zu bewirken. Ein Erhitzen der das Bindemittel
tragenden Garne kann mittels Bestrahlung, Konvektion und Wärmeleitung erfolgen. Vorzugsweise
wird den Garnen Wärme durch Berührung mit erhitzten Oberflächen zugeführt. Die Zeit der Aussetzung
an Wärme beträgt, wie vorstehend angegeben, 1 bis 60 Sekunden, wobei sich die Zeitdauer
in Abhängigkeit von dem Titer des Garns, der Konzentration von Chloralhydrat, dem besonderen Mittel
zum Erhitzen und anderen Faktoren ändert.
Während des Erhitzens werden die zu verbindenden Garne unter Druck zusammengepreßt, um eine
bessere Verbindung zu bewirken. Dies kann dadurch erreicht werden, daß man auf gegenüberliegende
Seiten des Bereichs der zu verbindenden Garne Druck ausübt. Jedoch ist es nicht erforderlich, die
Garne auf beiden Seiten zusammenzupressen, da eine gute Verbindung erhalten werden kann, indem man
die Garne auf eine erhitzte Oberfläche herabdrückt. Das Erhitzen bewirkt die Trocknung der mit der
Lösung von Chloralhydrat benetzen Garne. Gewöhnlieh ist es nicht erforderlich, die Garne in einem nachfolgenden
Arbeitsgang zu reinigen, um eine Lösungsmittelnachwirkung von Chloralhydrat abzuschwächen
oder zu mildern.
Schließlich werden die Garne vor jeder weiteren Behandlung, welche den Garnen, eine beachtliche
oder wesentliche Längsdehnung oder -Streckung auferlegt oder eine Störung oder Unordnung der Garne
mit sich bringt, gekühlt. Das Kühlen kann erreicht werden, indem auf sie direkt ein Kühlmittel angewendet
wird. Es ist jedoch völlig zufriedenstellend, den erhitzten Bereich in das Gleichgewicht mit
Raumtemperatur kommen zu lassen. Nach der Kühlung können die Garne den normalen Verarbeitungsspannungen, welche bei ihrer Überführung zu Ge-
webe oder ähnlichem erforderlich sind, unterworfen werden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Fi g. 1 erläutert eine Ausführungsform des Aufbringens
einer Lösung von Chloralhydrat auf zwei Polyamidstränge;
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform des Erhitzens der die Lösung tragenden Polyamidstränge, und
F i g. 3 zeigt in vergrößerter Darstellung gemäß der Erfindung verbundene Polyamidstränge.
Eine Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung ist die folgende.
Garne 10 und 11, zwischen welchen eine knotenfreie Verbindung erwünscht ist, werden in angrenzende
parallele Ausrichtung oder Beziehung angeordnet. Wenn die Verbindung in Nähe der Enden der
Garne erwünscht ist, werden die Enden 12 und 13 der Garne 10 bzw. 11, wie in Fig.l gezeigt, überlappt.
-
Eine geeignete Lösung von Chloralhydrat 14 ist in einem Behälter 15 vorgesehen. Ein Dochtmaterial
16, welches auf einer Stange 17 getragen wird, erstreckt sich in die Lösung. Auf Grund der Fähigkeit
des Dochtmaterials 16, eine stetige oder gleichmäßige Zufuhr von Flüssigkeit mittels Kapillarattraktion aufzuziehen,
wird die Lösung auf den Bereich der Verbindung der Garne 18 aufgebracht, indem man die
Garne mit dem Dochtmaterial in Berührung bringt.
Nachdem der Bereich der Garne eine ausreichende Menge der Lösung von Chloralhydrat aufgenommen
hat, um eine zufriedenstellende Verbindung zu erzeugen, werden die Garne aus der Berührung mit
dem Dochtmaterial und in Berührung mit einer durch einen Schlitz 20 vorgesehenen erhitzten Oberfläche
gebracht. Der Schlitz wird durch zwei im Abstand von einander parallel angeordnete Wände 21 und 22
und eine verbindende Bodenoberfläche 23 begrenzt. Wärme wird durch ein elektrisches Heizelement innerhalb
eines Halters 24 geliefert, wobei die elektrische Energie der Heizeinrichtung mittels elektrischer
Leitungen 25 und 26, die mit einer geeigneten Quelle für elektrische Energiezufuhr verbunden
sind, zugeführt wird.
Ohne die Garne auseinanderzuziehen, wird der so behandelte und erhitzte Garnbereich gekühlt, um eine
starke knotenfreie Bindung zwischen den Garnen bei 27 zu bewirken. Die freien Enden 28 und 30 können
mittels Trennmesser (nicht gezeigt) oder ähnlichen Schneideinrichtungen entfernt werden. Das Abschneiden
der losen Enden ist für die meisten Zwecke erwünscht, insbesondere, wenn die verbundenen
Garne anschließend bei der Bildung von Gewebe zur Anwendung gelangen.
Bei der praktischen Ausführung ergreift man die Garne in Nähe der Enden 12 und 13 und bringt die
Garne in Berührung mit dem Dochtmaterial 16, welches in einem Lösungsmittel gelöstes Chloralhydrat
enthält. Nachdem die Garne eine geeignete Menge der Lösung aufgenommen haben, werden die Garne
abwärts auf die erhitzte Oberfläche 23 des Schlitzes 20 gezogen. Nach einer vorherbestimmten Zeitdauer,
welche experimentell zur Erzielung von optimalen Ergebnissen bestimmt worden ist, werden die Garne
von der Oberfläche abgehoben und ohne Störung der Verbindungsfläche oder des Verbindungsbereichs 18
gekühlt. ,
Die Garne, welche durch die Arbeitsweise gemäß der Erfindung zusammen verbunden werden können,
können im Bereich von Einfadengarnen bis zu einer gewünschten Anzahl von Fäden liegen. Die Garne
können aus endlosen Fäden hergestellt oder aus Stapelfasern gezogen sein. Für Garne mit hohem
Titer kann es erforderlich sein,"das Aufbringen und die Erhitzungszeit zu erhöhen.
Die Garne bestehen aus Polyamidmaterial. PoIy-^
amid ist ein langkettiges, synthetisches, polymeres^ Amid, welches als integralen Teil der Hauptpolymerisatkette
sich wiederholende Amidgruppen enthält, und kann zu Fäden versponnen werden, in welchen
die Strukturelemente in Richtung der Achse orientierbar sind. Besondere Arten von Polyamid,
aus welchen die Fäden hergestellt sein können, umfassen
Polyhexamethylenadipamid, polymeres Poly-ε-capronsäureamidjPolyhexamethylensebacinsäureamid
sowie Polymerisationsprodukt von Pyrrolidon, Polyamid der 7-Ammoheptansäure und Polyamid der
11-Aminoundecansäure und deren faser- oder fadenbildende
Mischpolymerisate.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Beispielen näher erläutert.
Ein kaltverstrecktes Polyhexamethylenadipamid-Garn mit einer Zugfestigkeit von 3,1 g je den und
etwa einer halben Zwirnung oder Drehung je 2,54 cm einer Z-Zwirnung wird geschnitten. Das Garn enthält
204 Einzelfäden und besitzt einen Gesamttiter von 3690 den. Die zwei Enden werden in angrenzen-
der paralleler Anordnung oder Beziehung überlappt. Bei Raumtemperatur wird eine Methanollösung mit
einem Gehalt von 65 Gewichtsprozent Chloralhydrat mittels eines Dochts auf einen Teil des Garns einer
Breite von 1,27 cm zwischen den überlappten Enden aufgebracht. Unmittelbar anschließend werden die
Garne zusammen über eine auf 110° C erhitzte Oberfläche, wie in Fig. 2 gezeigt, herabgezogen, bis die
Garne im wesentlichen trocken geworden sind. Die Zeit der Verbindung mit der Oberfläche beträgt 5 Sekunden.
Die Garne werden auf Raumtemperatur gekühlt. Der aus den verbundenen Enden erhaltene
Strang besitzt eine Zugfestigkeit von 1,55 g je den, wobei dies 50 %<
der ursprünglichen Garnfestigkeit darstellt. Diese Festigkeit der Bindung ist völlig überraschend,
da bei Wiederholung der gleichen Arbeitsweise unter Verwendung einer wäßrigen Lösung von
Calciumchlorid wenig oder gar keine Bindung erhalten worden ist. Diese Bindungsart ist auch der Verbindung
überlegen, die durch Verwendung von Resorcin erzeugt wird, wobei sich diese Überlegenheit
in den Größen der ursprünglichen Festigkeit, Variierbarkeit in Bindungsfestigkeiten, Anfärbung sowie im
Fehlen von Verfärbung und von »Klebrigkeit« zeigt.
Ein kaltverstrecktes Polyhexamethylenadipamid-Garn
mit einer Zugfestigkeit von 8,9 g je den und 0,38 Drehung je 2,54 cm einer Z-Zwirnung wird zerschnitten.
Das Garn enthält 210 Einzelfäden und hat einen Gesamttiter von 1260 den. Die beiden Enden
werden in angrenzender paralleler Anordnung überlappt. Bei Raumtemperatur wird eine Methanollösung
mit einem Gehalt von 65 Gewichtsprozent Chloralhydrat mittels eines Dochtmaterials auf einen
Teil der Garne in einer Breite von etwa 1,27 cm zwischen den überlappten Enden aufgebracht. Unmittelbar
anschließend werden die Garne zusammen über eine auf 110° C erhitzte Oberfläche herabgezogen,
wie in F i g. 2 gezeigt, bis die Garne im wesentlichen trocken sind, wobei die Verbindungsdauer mit der
Oberfläche 5 Sekunden beträgt. Die Garne werden auf Raumtemperatur gekühlt. Der aus den verbundenen
Enden erhaltene Strang besitzt eine Zugfestigkeit von 3,6 g je den, was 40% der ursprünglichen
Garnfestigkeit ausmacht. Es ist gefunden worden, daß die Bindungsfestigkeiten oder -stärken viel
gleichförmiger als die Spleißung sind, die durch die Anwendung von Lösungen von Calciumchlorid oder
Resorcin erzeugt worden sind. Dies bedeutet, daß die Verbindungen oder Spleißstellen, die gemäß der Erfindung
erzeugt worden sind, eine wesentlich geringere Abweichung zeigen als unter den Spleißstellen,
die durch die Verwendung von anderen Lösungsmitteln erzeugt worden sind, vorhanden ist.
Wenn polymere ε-Aminocapronsäure-Garne entsprechend der in den vorstehenden Beispielen beschriebenen
Arbeitsweise verbunden werden, werden vergleichbare ausgezeichnete Bindungsfestigkeiten erhalten.
Ein kaltverstrecktes e-Aminocapronsäure-Garn mit einer Herstellerzwirnung und einer Zugfestigkeit von
7,7 g je den wird geschnitten. Das Garn enthält
ίο 136 Einzelfäden und besitzt einen Gesamttiter von
840 den. Die beiden Enden werden in angrenzender paralleler Anordnung überlappt. Bei Raumtemperatur
wird mittels eines Dochtmaterials eine Methanollösung mit einem Gehalt von 70 Gewichtsprozent
Chloralhydrat auf einen Teil der Garne in einer Breite von etwa 1,27 cm zwischen den überlappten
Enden aufgebracht. Unmittelbar anschließend werden die Garne zusammen auf eine erhitzte Oberfläche
bei 110° C, wie in Fig. 2 gezeigt, herabgezogen, bis die Garne im wesentlichen trocken sind, wobei die
Verbindungsdauer mit der Oberfläche 5 Sekunden beträgt. Die Garne-werden auf Raumtemperatur gekühlt.
Der aus den verbundenen oder vereinigten Enden erhaltene Strang besitzt eine Zugfestigkeit von
1,9 g je den, wobei dies 25% der ursprünglichen Garnfestigkeit entspricht.
Es wird somit festgestellt, daß das Verfahren gemäß der Erfindung mehrere Vorteile gewährt. Ein
neues Verfahren zur Ausführung oder Erzielung einer Verbindung zwischen Polyamidgarnen wird gesehaffen.
Das Verfahren ist einfach und billig. Die Vereinigung der beiden Enden von Garn wird ohne
Anwendung eines störenden Knotens erreicht, wobei die Vereinigung oder Verbindung stark und dauerhaft
ist. Außerdem besitzen Gewebe, die aus Garnen hergestellt sind, deren Enden durch das Verfahren
gemäß der Erfindung verbunden werden, ein gefälligeres Aussehen. Die Anfärbbarkeit des Gams' ist
ferner nicht nachteilig beeinflußt, und die Bindungen bleiben nicht klebrig, und sie erleiden keine Verfärbung
bei Alterung.
Claims (2)
1. Verfahren zum Verbinden von getrennten, nacheinanderliegenden Polyamidgarnen zur Bildung
einer einzigen endlosen Garnlänge, dadurch gekennzeichnet, daß man parallele
überlappende Endteile von den jeweiligen Garnen mit einer Lösung von 40 bis 85 Gewichtsprozent
Chloralhydrat überzieht und anschließend die überzogenen Endteile in Berührung miteinander
durch Erhitzen auf eine Temperatur im Bereich von 60 bis 150° C während einer Zeitdauer
von 1 bis 60 Sekunden trocknet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Chloralhydrat in
methanolischer oder wäßriger Lösung aufbringt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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