DE1469072B - Verfahren zur Behandlung von Wolle und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von Wolle und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
- Publication number
- DE1469072B DE1469072B DE1469072B DE 1469072 B DE1469072 B DE 1469072B DE 1469072 B DE1469072 B DE 1469072B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- wool
- treatment
- alcohol
- water
- hydrocarbon
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 210000002268 wool Anatomy 0.000 title claims description 62
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 27
- KFZMGEQAYNKOFK-UHFFFAOYSA-N Isopropanol Chemical compound CC(C)O KFZMGEQAYNKOFK-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 45
- 238000011282 treatment Methods 0.000 claims description 34
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 25
- 229930195733 hydrocarbon Natural products 0.000 claims description 18
- 150000002430 hydrocarbons Chemical class 0.000 claims description 18
- LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N Ethanol Chemical compound CCO LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 17
- 239000004215 Carbon black (E152) Substances 0.000 claims description 15
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 13
- 239000002904 solvent Substances 0.000 claims description 13
- VLKZOEOYAKHREP-UHFFFAOYSA-N hexane Substances CCCCCC VLKZOEOYAKHREP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 31
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 12
- 239000004166 Lanolin Substances 0.000 description 7
- 229940039717 lanolin Drugs 0.000 description 7
- 235000019388 lanolin Nutrition 0.000 description 7
- 210000004243 sweat Anatomy 0.000 description 6
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 6
- 239000007921 spray Substances 0.000 description 5
- LRHPLDYGYMQRHN-UHFFFAOYSA-N N-Butanol Chemical compound CCCCO LRHPLDYGYMQRHN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 238000011068 loading method Methods 0.000 description 4
- OKKJLVBELUTLKV-UHFFFAOYSA-N Methanol Chemical compound OC OKKJLVBELUTLKV-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 239000003599 detergent Substances 0.000 description 3
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 3
- 239000004576 sand Substances 0.000 description 3
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 3
- IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N Atomic nitrogen Chemical compound N#N IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N Hydrogen Chemical compound [H][H] UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 description 2
- 238000010908 decantation Methods 0.000 description 2
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 2
- 239000001257 hydrogen Substances 0.000 description 2
- 229910052739 hydrogen Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 2
- 230000007935 neutral effect Effects 0.000 description 2
- 238000011084 recovery Methods 0.000 description 2
- 239000010802 sludge Substances 0.000 description 2
- 239000011877 solvent mixture Substances 0.000 description 2
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 2
- ZLMJMSJWJFRBEC-UHFFFAOYSA-N Potassium Chemical compound [K] ZLMJMSJWJFRBEC-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000001476 alcoholic effect Effects 0.000 description 1
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 238000009835 boiling Methods 0.000 description 1
- 239000006227 byproduct Substances 0.000 description 1
- 238000009960 carding Methods 0.000 description 1
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 230000003750 conditioning effect Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 235000014113 dietary fatty acids Nutrition 0.000 description 1
- 238000004821 distillation Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 1
- 229930195729 fatty acid Natural products 0.000 description 1
- 239000000194 fatty acid Substances 0.000 description 1
- 150000004665 fatty acids Chemical class 0.000 description 1
- 239000003337 fertilizer Substances 0.000 description 1
- 210000004209 hair Anatomy 0.000 description 1
- 239000011261 inert gas Substances 0.000 description 1
- 210000004072 lung Anatomy 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 238000002156 mixing Methods 0.000 description 1
- 238000006386 neutralization reaction Methods 0.000 description 1
- 229910052757 nitrogen Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011591 potassium Substances 0.000 description 1
- 229910052700 potassium Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 238000009987 spinning Methods 0.000 description 1
- 239000010902 straw Substances 0.000 description 1
- 239000002351 wastewater Substances 0.000 description 1
Description
1 2
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behänd- wird die Fasser besser geschont, es ist ein erheb-
lung von Wolle, gemäß dem man die Wolle getrennt lieh größerer Durchsatz möglich, und trotzdem sind
einer Behandlung mit Wasser und einer Behandlung die Energiekosten vermindert.
mit einem als Lösungsmittel geeigneten Kohlen- Man hat endlich eine aufeinanderfolgende Behandwasserstoff
unterwirft. 5 lung mit einem Kohlenwasserstoff als Lösungsmittel
Es ist bekannt, daß die Rohwolle verschiedenen und mit Wasser angewendet, um nacheinander die in
Behandlungen unterworfen werden muß, bevor sie Kohlenwasserstoffen löslichen Stoffe, insbesondere
versponnen werden kann. Die Rohwolle trägt eine das Lanolin, und dann die in Wasser löslichen Stoffe,
erhebliche Menge von Verunreinigungen und ehe- insbesondere den Wollschweiß, zu entfernen. Die
mischen Materialien, die entfernt werden müssen, io Anwendung dieses Verfahrens führt jedoch nicht zu
bevor die Wolle in die Spinnerei kommen kann. Ins- einer Wolle besonders guter Qualität, was darauf zubesondere
müssen das Lanolin, der Wollschweiß, der rückzuführen ist, daß die durch die Behandlung mit
Sand und der Schmutz entfernt werden; desgleichen Lösungsmittel entfettete und anschließend mit Wasser
sind die Stroh- und Pflanzenreste zu beseitigen, je- behandelte Wolle sich verfilzt
doch geschieht dies auf der Karde. 15 Die Erfindung hat insbesondere das Ziel, ein prak-
doch geschieht dies auf der Karde. 15 Die Erfindung hat insbesondere das Ziel, ein prak-
Das klassische Verfahren zur Behandlung der tisch durchführbares Verfahren zu entwickeln, das
Wolle umfaßt aufeinanderfolgende Waschungen mit die obengenannten Nachteile nicht besitzt und auflauwarmem
oder warmem Wasser, das Seifen und einanderfolgende Behandlungen der Wolle mit Was-Reinigungsmittel
enthält. . ser und Kohlenwasserstoffen als Lösungsmittel und
Dieses Verfahren gestattet die Entfernung des 20 umgekehrt gestattet.
Wollschweißes; das..Lanolin geht in kolloidaler Sus- Erfindungsgegenstand ist ein Verfahren zur Be-
pension in das Wasser, und gewisse Verunreini- handlung von Wolle, bei dem die Wolle getrennt
gungen, wie Sand und Schmutz, werden ebenfalls mit einer Behandlung mit Wasser und einer Behandlung
dem Wasser beseitigt. mit einem Kohlenwasserstoff als Lösungsmittel unter-
Das klassische Verfahren hat jedoch schwerwie- 25 worfen wird, sowie die Vorrichtung zur Durchfüh-
gende Nachteile; es gestattet nur schwierig die Rück- rung dieses Verfahrens. Das Verfahren ist dadurch
gewinnung des Lanolins, und der Wollschweiß geht gekennzeichnet, daß man zuerst die Behandlung mit
ebenfalls verloren; ferner verfilzt sich die behandelte Wasser und zuletzt die Behandlung mit einem Koh-
Wolle, was zum Reißen der Fasern beim Krempeln lenwasserstoff-Lösungsmittel durchführt und die
der Wolle führt. 30 Wolle zwischen diesen beiden Behandlungen in an
Wegen dieser Nachteile hat man auch schon Aiko- sich bekannter Weise einer Behandlung mit einem
hole zur Reinigung verwendet bzw. mitverwendet. Alkohol unterwirft. Die Vorrichtung zur Durchfüh-
Nach dem Verfahren der australischen Patent- rung des Verfahrens ist gekennzeichnet durch ein ge-
schrift 219 408 wird Wolle in einem Arbeitsgang mit lochtes Transportband 2, auf dem die drei Behand-
einem azeotropen Lösungsmittelgemisch, z. B. aus 35 lungen durchgeführt werden, und einen Dekanteur
Methanol und η-Hexan, gewaschen. Der Siedepunkt 29, in dem wenigstens ein Teil des Alkohols sowie
des dabei verwendeten Gemisches ist 81,6° C, und ein Teil des Kohlenwasserstoffes nach Passieren der
zur Erzielung eines besseren Wascheffektes ist ein Wolle aufgefangen wird, um auf die Wolle anschlie-
Detergens, vorzugsweise vom nichtionischen Typ, in ßend die obere Phase der im Dekanteur gesammelten
der Waschlösung enthalten. Das Lösungsmittel wird 40 Flüssigkeit zurückzuleiten.
nach dem Abtrennen von der Wolle zentrifugiert Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Er-
und anschließend durch Destillation gereinigt. Das findung verwendet man als Alkohol Isoproylalkohol.
Waschen selbst kann zwar bei normaler Temperatur Die drei Behandlungen werden demnach auf dem
durchgeführt werden, jedoch liegt der pH-Wert bei gelochten Transportband 2 durchgeführt, in dem De-
7,4 bis 7,6, also im leicht basischen Bereich, und 45 kanteur 29 wird wenigstens ein Teil des Alkohols so-
zum Abtreiben des Lösungsmittelgemisches muß eine wie ein Teil des Kohlenwasserstoffes, die die Wolle
Temperatur von ca. 85° C angewandt werden. passiert haben, aufgefangen, und wenigstens ein Teil
Gemäß der britischen Patentschrift 739 166 wird der oberen Phase der im Dekanteur 29 gesammelten
Rohwolle mit einem Butylalkohol gewaschen. Die Flüssigkeit wird auf die Wolle zwecks deren Behand-Waschbehandlung
selbst wird bei 50 bis 60° C über 50 lung mit Alkohol zurückgeleitet. Die erfindungsgeeine
Zeitspanne von etwa 2 Stunden beim diskonti- mäße Kombination der drei Behandlungen führt zu
nuierlichen Arbeiten bzw. 2 mal 7 Minuten beim Vorteilen, die zum Teil weiter unten herausgestellt
kontinuierlichen Arbeiten vorgenommen. Zum Ab- sind. Das Verfahren läßt sich in einfacher und wirttreiben
des Butylalkohols wird Heißluft, die mit schaftlicher Weise durchführen. Die Wolle wird mit
Dampf von etwa 3,5 at erhitzt ist, oder eine Trocken- 55 den verschiedenartigen Flüssigkeiten berieselt, wähtemperatur
von etwa 90° C nach Abquetschen der rend sie sich auf ein und demselben Transportband
Flüssigkeit angewandt. befindet. Der Alkohol, der die Wolle passiert hat,
Gemäß der Erfindung erfolgt dagegen die gesamte und das Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel, daß die
Behandlung einschließlich Trocknen innerhalb von Wolle passiert hat, können in einem einzigen Dekan-
1 Minute 40 Sekunden, wobei die Trockenzeit auf 60 tierungsbehälter aufgefangen werden. In diesem De-
etwa 40 Sekunden verkürzt ist und die Temperatur kanteur bildet sich eine obere Phase, die zum Teil
niemals 40° C übersteigt. Die Wolle befindet sich von aus Alkohol besteht und auf die Wolle zurückgeleitet
der Aufgabe der Rohwolle durch die Wasch- und werden kann, um diese mit Alkohol zu behandeln.
Trockenbehandlung und die Konditionierung hin- Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt deshalb die
durch dauernd auf dem gleichen Förderband und 65 Konstruktion einer Anlage, in der die Wiedergewin-
muß somit nicht bewegt werden. Außerdem ist das nung des Alkohols praktisch automatisch erfolgt,
Waschmedium vollkommen neutral, da weder Deter- während gleichzeitig eine Behandlung in drei aufein-
gentien noch Alkalien zugesetzt werden. Demgemäß anderfolgenden Phasen, vorzugsweise in der Reihen-
folge Wasser, Alkohol und Kohlenwasserstoff, durchgeführt wird. Die Mischung aus Alkohol und Kohlenwasserstoff
trennt sich in dem Dekanteur praktisch sofort. Die untere Phase ist praktisch frei von
Kohlenwasserstoff und besteht aus Wasser und Alkohol,
während die obere Phase Alkohol und Kohlenwasserstoff enthält. Diese obere Phase ist praktisch
frei von Schmutz und enthält fast das gesamte Fett. Die Dekantation gestattet also eine schnelle Wiedergewinnung
des Alkohols und des Kohlenwasserstoffs und erlaubt vor allem eine Behandlung mit großem
Durchsatz an Kohlenwasserstoff.
Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung eines Verfahrens zur
Behandlung von Wolle und einer Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens gemäß der Erfindung hervor,
in der die Erfindung an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert und veranschaulicht ist.
Die Zeichnung ist eine schematische Darstellung einer Anlage zur Behandlung von Wolle nach der
Erfindung.
Die Wolle wird durch die Beschickungsöffnung 1 auf ein gelochtes Transportband 2 gebracht. Dieses
Transportband läuft auf zwei Walzen 3 und 4, von denen eine den Antrieb des Bandes bewirkt und eine
solche Drehrichtung hat, daß das Oberband sich im Sinne des Pfeiles 5 bewegt. Auf dem Band 2 wird die
Wolle zuerst mit Wasser gewaschen; zu diesem Zweck kann man reines Wasser oder eine schwach
alkoholische wäßrige Mischung verwenden.
Das Wasser oder die genannte wäßrige Mischung wird bei 6 oberhalb des Oberbandes vom Transportband
zugeführt. Unterhalb dieses Oberbandes ist eine Reihe von Auffangtrögen 7 bis 11 angeordnet.
Das reine Wasser oder die frische wäßrige Mischung, die die Schicht von Wolle durchquert hat, wird von
dem Trog 7 aufgenommen. Es wird zum Teil durch die Pumpe 12 zur Sprühvorrichtung 13 zurückgeleitet
und läuft zum Teil in den Trog 8 über; ebenso wie Trog 7 ist jeder der Tröge 8 bis 11 mit Pumpen 14,
16,18 und 20 verbunden, die die Sprühvorrichtungen 15, 17, 19 und 21 speisen. Auf diese Weise erzielt
man einen intensiven Umlauf von Wasser, das bereits die Wolle passiert hat; gleichzeitig gibt jeder der
Tröge 7 bis 10 eine Wassermenge an die jeweils benachbarten, zur Beschickungsseite des Transportbandes
2 hin angeordneten Tröge 8 bis 11 ab. Das Wasser wird so nach und nach mit Wollschweiß beladen
und führt Sand und Schmutz mit sich; es bildet im Trog 11 einen wäßrigen Schlamm, der bei 22 abgezogen
wird.
Dieser wäßrige Schlamm kann konzentriert werden und zur Herstellung eines trockenen Pulvers dienen,
das Stickstoff und Kalium enthält und als Düngemittel verkauft werden kann.
Die mit Wasser gewaschene Wolle läuft zwischen den Preßwalzen 23 und 24 hindurch, ohne das Band
zu verlassen, und wird so von dem größten Teil des Wassers befreit, das zum Trog 7 zurückgeleitet
wird.
Die mit Wasser gewaschene Wolle, die die beiden Preßwalzen 23 und 24 passiert hat, wird anschließend
mit Isopropylalkohol behandelt. Der Isopropylalkohol kann bei 25 zugeführt und auch durch die Pumpe 26
gefördert werden, deren Abgabeseite mit den Sprühvorrichtungen 27 verbunden ist. Die Pumpe 26 wird
mit der oberen Phase 28 der im Dekanteur 29 gesammelten Flüssigkeit gespeist; diese obere Phase 28 ist
reich an Isopropylalkohol. Der so auf die Wolle aufgesprühte Isopropylalkohol nimmt das Wasser mit
sich und wird im Trog 30 aufgefangen. Die Flüssigkeit des Troges 30 wird zum Dekanteur 29 geleitet,
dessen obere Phase durch die Pumpe 26 zu einem erneuten Durchlauf gebracht wird. .
Wiederum, ohne das Transportband zu verlassen, läuft die Wolle, die mit Isopropylalkohol oder mit
einem mehr oder weniger isopropylalkoholreichen Gemisch behandelt und so von Wasser befreit worden
ist, zwischen den Preßwalzen 31 und 32 hindurch. Die Wolle verliert dabei den größten Teil des
Isopropylalkohols bzw. des genannten Gemischs; diese Flüssigkeit läuft in den Trog 30.
Die Wolle wird schließlich mit Hexan oder mit einem mehr oder weniger an Hexan reichen und an
Isopropylalkohol armen Gemisch behandelt. Das Hexan wird beispielsweise bei 33 oberhalb des Troges
34 zugegeben. Das reine Hexan oder das hexanreiche Gemisch durchquert die Wollschicht und läuft
dann in den Trog 34; diese Flüssigkeit wird zum Teil von der Pumpe 35 zur Sprühvorrichtung 36 gefördert
und läuft zum Teil in den Trog 37 über. Ebenso wie Trog 34 ist jeder Trog 37 bis 40 mit Pumpen 41, 43,
45 und 47 an die Sprühvorrichtung 42, 44, 46 und 48 angeschlossen. Man erzielt so einen intensiven Umlauf
von Hexan, das bereits die Wolle passiert hat; gleichzeitig gibt jeder Trog 34, 37, 38 und 39 Flüssigkeit
an den Trog ab, der ihm zur Beschickungsseite des Transportbandes hin benachbart ist. Das hexanreiche
Gemisch belädt sich so nach und nach mit Lanolin und anderen hexanlöslichen Stoffen. Aus
dem Trog 40 fließt sie schließlich in den Trog 30, so daß die der Behandlung mit Hexan und Isopropylalkohol
entstammenden Flüssigkeiten schließlich vollständig zum Dekanteur 29 geleitet werden.
Die bei der Dekantierung im Dekanteur 29 anfallenden beiden Phasen werden bei 49 und 54 abgezogen.
Diese Dekantierung findet wegen der Anwesenheit von Isopropylalkohol mit einer zehnfach
schnelleren Geschwindigkeit statt.
Ein anderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt in dem Umstand, daß das Gemisch klar
ist und in Form einer Mischung mit Isopropylalkohol erhalten wird, was die Anwendung eines Neutralisationsverfahrens
in einem Lösungsmittelmedium begünstigt, wo es vorteilhaft ist, Isopropylalkohol als
drittes Lösungsmittel zu benutzen.
Die mit Hexan behandelte Wolle passiert die Preßwalzen 50 und 51, die die in ihr enthaltene Flüssigkeit
ausdrücken. Diese Flüssigkeit gelangt in den Trog 34. Ebenfalls ohne das Transportband zu verlassen,
gelangt die Wolle anschließend in den Trockner 52, wo die Lösungsmittel nach einem bekannten
Verfahren durch überhitzten Dampf von Hexan, Isopropylalkohol und gegebenenfalls einem inerten Gas
ausgetrieben werden.
Schließlich wird die Wolle, während sie noch immer auf dem Band 2 liegt, durch einen heftigen
Strom kalter Luft gekühlt, der von dem Gebläse 53 erzeugt wird.
Die vorstehende Beschreibung zeigt, wie die vollständige Behandlung abläuft, ohne daß die Wolle das
Transportband verläßt. Die Handarbeit wird somit auf ein Minimum verringert. Alle Nebenprodukte,
wie das neutrale Lanolin, die Fettsäuren und der trockene Wollschweiß, können gewonnen werden.
Das Abwasser wird von keinen Abfällen verunreinigt.
Weder die Wolle noch das Lanolin werden auf eine erhöhte Temperatur gebracht.
Da alle Behandlungsvorgänge auf ein und demselben Transportband durchgeführt werden, ohne daß
die Wolle in sich bewegt werden muß, bleiben die Fasern parallel. Die Haare sind langer, und beim
Kämmen entsteht dementsprechend weniger Abfall. Die Ausbeute auf der Karde ist höher. Das Verfahren
führt zu einer sauberen Wolle, die nicht verfilzt ist. Die Wolle ist entfettet und kann auf der Karde verarbeitet
werden.
Das Verfahren ist hinsichtlich seines Bedarfs an elektrischer Energie ebenso wie an Wärme wirtschaftlich.
Das gilt insbesondere bei Abschluß der Behandlung mit Kohlenwasserstoff, da die Trocknung von
Wolle, die mit einem Kohlenwasserstoff beladen ist, wirtschaftlicher ist und weniger Kalorien erfordert.
Claims (3)
1. Verfahren" zur Behandlung von Wolle, bei
dem die Wolle getrennt einer Behandlung mit Wasser und einer Behandlung mit einem Kohlenwasserstoff
als Lösungsmittel unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß man zuerst
die Behandlung mit Wasser und zuletzt die Behandlung mit einem Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel
durchführt und die Wolle zwischen diesen beiden Behandlungen in an sich bekannter
Weise einer Behandlung mit einem Alkohol unterwirft.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Alkohol Isopropylalkohol verwendet.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein
gelochtes Transportband (2), auf dem die drei Behandlungen durchgeführt werden, und einen
Dekanteur (29), in dem wenigstens ein Teil des Alkohols sowie ein Teil des Kohlenwasserstoffs
nach Passieren der Wolle aufgefangen wird, um auf die Wolle anschließend die obere Phase der
im Dekanteur gesammelten Flüssigkeit zurückzuleiten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2138428C3 (de) | Verfahren zur gegebenenfalls gleichzeitigen Gewinnung von reinen n-Paraffinen und Mineralölen mit tiefem Stockpunkt | |
| DE3022609A1 (de) | Wassergespeiste reinigungseinrichtung | |
| DE2843258C2 (de) | ||
| DE1517273B2 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen extraktion von nicotin aus tabak und zur gewinnung vorkonzentrierter nicotinsalzloesungen | |
| DE2719507C3 (de) | Verfahren zur Reinigung eines fett- und erdhaltigen Abwassers mit einem Lösungsmittel | |
| DE3233289A1 (de) | Vorrichtung und verfahren zur behandlung einer zeolithsuspension zum zwecke der feststoffabtrennung von der mutter- und/oder waschlauge | |
| DE1517643A1 (de) | Verfahren zur physikalisch-chemischen Reinigung von Abwaessern,insbesondere der bei der Herstellung von chemischen oder halbchemischen Papiermassen anfallenden Abwaesser | |
| DE1469072A1 (de) | Verfahren zur Behandlung von Wolle und Einrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens | |
| DE1469072C (de) | Verfahren zur Behandlung von Wolle und Vorrichtung zur Durchfuhrung des Ver fahrens | |
| DE1469072B (de) | Verfahren zur Behandlung von Wolle und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE2727057A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum waschen eines durch einen fluessigen stoff impraegnierten produkts | |
| DE3324650A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur nassbehandlung von breitgefuehrten laufenden warenbahnen | |
| DE1460325A1 (de) | Verfahren zum Waschen von Textilmaterialien,wie Rohwolle und Garne,und zur Durchfuehrung dieses Verfahrens dienende Vorrichtung sowie entsprechende Anlage | |
| DE1594827A1 (de) | Verfahren zum Reinigen von Wolle | |
| AT233732B (de) | Verfahren zur Behandlung von Wolle | |
| DE201825C (de) | ||
| DE1942324A1 (de) | Verfahren zur Behandlung von Kleidungsstuecken | |
| DE1519896C (de) | Verfahren zum Extrahieren einer in einem stark adsorbierenden Feststoff enthaltenen Substanz und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE481031C (de) | Verfahren zur Entfettung von Rohwolle u. dgl. | |
| DE3874640T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen reinigung von wollegeweben mittels loesemitteln. | |
| DE119719C (de) | ||
| DE572104C (de) | Verfahren zum Herstellen eines Trockenfuttermittels aus Rueben | |
| DE337843C (de) | Drehfilter mit kontinuierlicher Auswaschung | |
| DE407529C (de) | Verfahren zum fortlaufenden Waschen von Trikalziumsaccharat | |
| DE927913C (de) | Verfahren zum Waschen von Rohwolle mittels eines organischen Loesungsmittels |