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DE1466013C - Radio-Teleskop - Google Patents

Radio-Teleskop

Info

Publication number
DE1466013C
DE1466013C DE1466013C DE 1466013 C DE1466013 C DE 1466013C DE 1466013 C DE1466013 C DE 1466013C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mirror
axis
support
radio telescope
mirror body
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Helmut Dipl.-Ing. 4136 Rumeln-Kaldenhausen Altmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fried Krupp AG
Original Assignee
Fried Krupp AG
Publication date

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Description

1 2
Die Erfindung bezieht sich auf ein Radio-Teleskop Schwenken um diese Achse angreifen, in zwei in der mit einem Spiegelkörper, der Binderscheiben mit Spiegelachse liegenden Stützpunkten getragen wird, durch die Spiegelachse gehenden Mittelebenen hat, von denen einer sich in oder dicht bei der Elevations-
urid der an einem um eine lotrechte Achse dreh- . achse befindet, wobei der Spiegelkörper gegen baren Gerüst um die Elevationsachse schwenkbar 5 Drehung um die Spiegelachse durch ein an dem
gelagert ist. Tragkorb angreifendes Glied gesichert ist.
Ein bekanntes Radio-Teleskop dieser Art ist z.B. Zweckmäßig fällt der in oder dicht bei der in der Jodrell-Bank-Versuchsstation in Cheshire er- Elevationsachse befindliche Stützpunkt mit dem richtet worden (beschrieben in der Zeitschrift »The Mittelpunkt einer aus radialen Speichen und Ring-Engineer«' vom 5. Juli 1957 auf den Seiten 7 ff.). Bei io verspannungen bestehenden Querscheibe des Spiegeldiesem Radio-Teleskop besteht der Spiegelkörper aus körpers zusammen, während der andere Stützpunkt einem äußeren, polygonartigen Fachwerkring, einem durch den Schnittpunkt der Mittellinien von kegelinneren Zentralring und aus sechzehn die beiden förmig angeordneten Außenholmen der Binder-Ringe miteinander verbindenden Fachwerk-Binder- scheiben gebildet wird.
scheiben, die radial angeordnet sind, deren Mittel- 15 Dabei kann der Tragkorb aus einer nach der ebenen also durch die Spiegelachse hindurchgehen. Elevationsachse ausgerichteten Haupttraverse, einem In dem so gebildeten Spiegelkörper ist der Teleskop- durch einen mittleren Pfosten und seitliche AbSpiegel befestigt. Der Spiegelkörper ist in zwei spannungen gebildeten Sprengwerk und einem Drei-Pylonen, die von einem auf einer Kreisbahn fahr- bock bestehen, dessen Streben von den beiden Enden bar abgestützten Gerüst nach oben ragen, in Lagern 20 der Haupttraverse bzw. von dem unteren Ende des mit einer waagerechten Achse, d. h. der Elevations- mittleren Pfostens ausgehen und in dem Stützpunkt achse, schwenkbar abgestützt. Das geschieht mittels für die kegelförmig angeordneten Außenholme der zweier Lagerzapfen, die in zwei einander diametral Binderscheiben zusammengefaßt sind,
gegenüberliegenden Fachwerkscheiben des äußeren An einem derartigen Tragkorb kann auch ein Ringes des Spiegelkörpers sitzen. Diese Fachwerk- 35 weiterer Dreibock zur Lagerung des im Brennpunkt scheiben sind dementsprechend verstärkt. des Hauptspiegels gelegenen Hilfsspiegels angebracht
Sonach werden die Stützkräfte von den Lagern an sein.... -=^
der Spitze der beiden Pylone durch die Lagerzapfen In der Zeichnungist als Ausführungsbeispiel der
in den äußeren Ring des Spiegelkörpers eingetragen. Erfindung die Tragvorrichtung für ein Radio-
Infolgedessen werden trotz des versteifenden Ringes 30 Teleskop in drei zueinander senkrechten Schnitten
durch die an den Lagerstellen eingeleiteten großen schematisch dargestellt, und zwar in einer Stellung,
Stützkräfte örtliche Verformungen über die -den in der die Spiegelachse waagerecht liegt. Im einzelnen
Lagerstellen benachbarten Radialbinder auf die zeigt
Reflektorfläche übertragen; gleichermaßen können Fig. 1 einen lotrechten Schnitt in der Spiegelachse
die Verformungen aus den Stützarmen für die Brenn- 35 nach der Linie I-I in F i g. 2,
punktskabine durch den Ring nur gemildert, aber F i g. 2 einen waagerechten Schnitt in der Spiegel-
nicht beseitigt werden. achse nach der Linie H-II in F i g. 1 und
Die Erkenntnis dieser Tatsache hat dazu geführt, F i g. 3 einen lotrechten Querschnitt durch den den Versteifungsring unter Einschaltung von Zwi- Spiegelkörper nach der Linie III-III in F i g. 1.
schensystemen an mehr als zwei Punkten zu unter- 40 Der Spiegelkörper trägt die Reflektorfläche 1 und stützen. Es sind Entwürfe mit vier und mehr Unter- setzt sich zusammen aus zwölf radial angeordneten Stützungspunkten bekannt. Eine solche Lösung ist in Binderscheiben 2, deren Außenholme 3 kegelförmig der USA.-Patentschrift 3 153 789 beschrieben. Da- im Stützpunkt P1 zusammenlaufen, sowie aus einer nach sind an der Rückseite des Spiegelkörpers, der Querscheibe, die aus senkrecht zur Spiegelachse 4 im aus radialen Binderscheiben und Ringverspannungen 45 Stützpunkt P2 zusammenlaufenden Speichen. 5 und besteht, zwei Fachwerkscheiben mit kreisbogen- zugehörigen Ringverspannungen 6 besteht. Gegen förmigen Rückenflächen an den Viertelspunkten der Drehungen um die Spiegelachse 4 ist der Spiegel-Ringverspannung befestigt. Hierbei tragen die beiden körper durch einen sogenannten Stabilisatorstab 7 Fachwerkscheiben die gesamte Antenne unter Ver- gesichert.
mittlung von vier Rollenlagern an der Spitze des 50 Der Tragkorb weist eine Haupttraverse 8 auf, die
Turmes. Eine solche Mehrpunktringabstützung hat mit Lagerzapfen 9 um die waagerechte Elevations-
den Nachteil, daß die Zwischenkonstruktion ihrer- achse schwenkbar ist.
seits Formänderungen erleidet, die sich über die Ab- In der Mitte der Haupttraverse 8 werden an einem Stützpunkte auf die Reflektortragkonstruktion über- Drehzapfen 10, der den Stützpunkt P2 bildet, die tragen. In solchen Systemen ist das Kräftespiel un- 55 Kräfte aus den Speichen 5 der dicht daneben liegenübersichtlich, und demzufolge ist die Berechnung den Querscheibe abgenommen,
der Schnittlasten und Formänderungen problema- In der dargestellten Lage des Spiegelkörpers wird tisch. die am Drehzapfen 10 erzeugte Auflast über ein
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe dreieckiges Sprengwerk, das aus einem biegesteifen
zugrunde, ein Radio-Tcleskop der genannten Art so 60 mittleren Pfosten 11 und seitlichen Abspannungen 12
zu gestalten, daß auch bei sehr großem öfFnungs- besteht, auf die Lagerzapfen 9 der Haupttraverse 8
winkel des Spiegels Verformungen des Spiegelkörpcrs übertragen.
bei allen Elevationen unter Anwendung wirtschaft- Von den Ecken dieses Sprengwerks führt ein
licher Mittel innerhalb enger Toleranzen liegen. Dreibock, der aus drei Streben 13 besteht, zum
Das wird erfindungsgemäß in erster Linie dadurch 65 Stützpunkt P1, in dem die Außenholme 3 des Spiegelerreicht, daß der Spiegelkörper von einem Tragkorb, körpers zusammenlaufen.
der an dem Gerüst um die Elevationsachse schwenk- Der Pfosten 11 ist mit dem Stützpunkt P1 außerbar gelagert ist und an dem Antriebsmittel zum dem über eine Fachwerkscheibe 14 verbunden, auf'
der in bekannter Weise der Zahnkranzsektor 15 des Elevationsantriebs gelagert ist.
Der Tragkorb 8,11,12,13 wird in den Lagerzapfen 9 von einem Gerüst 16 getragen, das seiner- · seits in bekannter Weise um eine lotrechte Achse 19, die sogenannte Azimutachse, drehbar ist.
An der Haupttraverse 8 und dem Pfosten 11 sind schließlich auch die Pfosten 17 eines Dreibocks für die Halterung des Hilfsspiegels 18 befestigt.
ίο

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Radio-Teleskop mit.einem Spiegelkörper, der Binderscheiben _mit durch die Spiegelachse gehenden Mittelebenen hat und der an einem um eine lotrechte Achse drehbaren Gerüst um die Elevationsachse schwenkbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Spiegelkörper (2, 3, 5, 6) von einem Tragkorb (8,11, 12, 13), der an dem Gerüst (16) um' die Elevationsachse schwenkbar gelagert ist und an dem Antriebsmittel (15.) zum Schwenken um diese Achse angreifen, in zwei in der Spiegelachse (4) liegenden Stützpunkten (P1, P2) getragen wird, von denen einer sich in ader dicht bei der Elevationsachse befindet, wobei der Spiegelkörper gegen Drehung um die SpiegelacTise durch ein an dem Tragkorb angreifendes Glied (7) gesichert ist.
2. Radio-Teleskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der in oder dicht bei der Elevationsachse befindliche Stützpunkt (P,) mit dem Mittelpunkt einer aus radialen Speichen (5) und Ringverspannungen (6) bestehenden Querscheibe des Spiegelkörpers zusammenfällt, während der andere Stützpunkt (P1) durch den Schnittpunkt der Mittellinien von kegelförmig angeordneten Außenholmen (3) der Bindescheiben gebildet wird.
3. Radio-Teleskop nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragkorb aus einer nach der Elevationsachse ausgerichteten Haupttraverse (8), einem durch einen mittleren Pfosten (11) und seitliche Abspannungn (12) gebildeten Sprengwerk und einem Dreibock besteht, dessen Streben (13) von den beiden Enden der Haupttraverse (8) bzw. von dem unteren Ende des mittleren Pfostens (11) ausgehen und in dem Stützpunkt (P1) für die kegelförmig angeordneten Außenholme (3) der Binderscheiben zusammengefaßt sind.
4. Radio-Teleskop nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Tragkorb (8, 11, 12, 13) ein weiterer Dreibock (17) zur Lagerung eines im Brennpunkt des Teleskopspiegels (1) liegenden Hilfsspiegels (18) angebracht ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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