DE1464460C - Schaltungsanordnung zum Betrieb einer Sichtspeicherrohre - Google Patents
Schaltungsanordnung zum Betrieb einer SichtspeicherrohreInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zum Betrieb einer Sichtspeicherröhre, die
einen Leuchtschirm, ein Speichergitter und Systeme zur Erzeugung eines Schreib- und eines Rieselstrahls
enthält, in einem Oszillographen mit einem Impulsgenerator, der Impulse konstanter Frequenz und
Dauer liefert und der mit dem Speichergitter oder mit dem Wehneltzylinder des Systems für die Erzeugung
des Rieselstrahls verbunden ist, um eine Verschlechterung des Leuchtschirmbildes zu vermeiden.
Bei den bekannten Sichtspeicherröhren der zuvor angegebenen Art, wie sie beispielsweise in der USA.-Patentschrift
2 843 799 beschrieben sind, dient der Leuchtschirm zur sichtbaren Darstellung der Information,
die auf dem vor dem Leuchtschirm angeordneten Speichergitter gespeichert ist. Das Schreibstrahlsystem
erzeugt einen gebündelten Elektronenstrahl, der mit Hilfe von Ablenksystemen über das
Speichergitter bewegt werden kann und dadurch ao dessen Ladungsverhältnisse ändert.
Das Rieselstrahlsystem erzeugt dagegen eine möglichst gleichmäßige diffuse Anstrahlung des Speichergitters.
Die Elektronen dieses Rieselstrahlsystems können nur an den Stellen, an denen die Spannungs-Verhältnisse
des Speichergitters durch den Schreibstrahl geändert worden sind, durch das Speichergitter
hindurchgehen und den Leuchtschirm zum Aufleuchten . bringen. Dadurch entsteht eine sichtbare Darstellung
der aufgezeichneten Information, die theoretisch unbegrenzt lange andauern kann, ohne daß die
gespeicherte Information verschwindet.
Bei den technisch herstellbaren Sichtspeicherröhren besteht jedoch das Problem, daß das Speichergitter
auch an den nicht von dem Schreibsfrahl beschriebenen Stellen infolge der Ionisierung des Restgases
allmählich für die Elektronen des Rieselstrahlsystems durchlässig wird, so daß im Lauf der Zeit eine
»Hintergrundaufhellung« des Leuchtschirms auftritt.
Aus den Veröffentlichungen »Direct-Viewing Memory Tube« in der Zeitschrift »Proceedings of
the I.R.E.«, September 1953, Bd. 41, Nr. 9, S. 1167 bis 1171, und »Viewing Storage Tube with Halftone
Display« in der Zeitschrift »R.C.A. Review«, Bd. 14, Dezember 1953, S. 492 bis 501, ist es bekannt, zur
Vermeidung einer Verschlechterung der auf das Speichergitter einer solchen Sichtspeicherröhre aufgeschriebenen
elektronischen Spur infolge einer Hintergrundaufhellung das Potential einer Elektrode
der Röhre mit Hilfe von Impulsen vorübergehend zu ändern, um das Einfangen von Elektronen des
Rieselstrahls durch das Speichergitter zu begünstigen, und/oder die Intensität des Rieselstrahls zu modulieren.
Beide Maßnahmen sind jedoch nur in einem verhältnismäßig engen Bereich der Schreibfrequenzen
brauchbar. Sie sind daher bei sehr stark wechselnden Schreibfrequenzen nicht gesignet.
Das Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Schaltungsanordnung der eingangs angegebenen Art,
welche eine Vermeidung bzw. Beseitigung dieser Hintergrundaufhellung bei Sichtspeicherröhren auch
bei sehr stark wechselnden Schreibfrequenzen ermöglicht.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß bei großem l.cuchtschirmstrom ein zweiter Impulsgenerator
zusätzliche Impulse, deren Frequenz gleich der Ablenkfrequcnz des Schrcibstrahls ist und
deren Dauer von der Größe des Lcuchschirmslroms abhängt, an das Speichergitter liefert und daß bei
kleinem Leuchtschirmstrom ein dritter Impulsgenerator Impulse mit einer festen Frequenz und einer
vom Leuchtschirmstrom abhängigen Dauer an den Wehneltzylinder des Systems zur Erzeugung des
Rieselstrahls liefert, durch welche der Rieselstrahl gesperrt wird.
Die Wirkung der Schaltungsanordnung nach der Erfindung beruht darauf, daß die dem Speichergitter
zugeführten Impulse und die Modulation des Rieselstrahls automatisch in Abhängigkeit von dem Leuchtschirmstrom
geregelt werden, welcher der Helligkeit des Leuchtschirms proportional ist und daher eine
mit der Schreibfrequenz einerseits und mit der Hintergrundhelligkeit andererseits wachsende Funktion darstellt.
Dadurch werden beide Erscheinungen automatisch kompensiert.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Darin zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung einer Sichtspeicherröhre bekannter Art und
F i g. 2 das Blockschaltbild einer Schaltungsanordnung zum Betrieb der Sichtspeicherröhre von F i g. 1
nach der Erfindung.
Die in Fig. 1 als Beispiel dargestellte Sichtspeicherröhre
T enthält im wesentlichen folgende Teile:
Ein mit schnellen Elektronen arbeitendes Schreibstrahlsystem mit einer Katode 1, einer Wehneltelektrode
2, einer Anode 3 und einer Köhzen-'
trationsanordnung4; . *'"'
eine'dem Schreibstrahlsystem zugeordnete Ablenkanordnung
mit einem Horizontalablenkorgan 13 und einem Vertikalablenkorgan 14, die in dem gewählten Beispiel durch zwei Plattenpaare
gebildet sind;
ein mit langsamen Elektronen arbeitendes Riesel-Strahlsystem mit einer Katode 6, einer Wehneltelektrode
7 und einer Anode 8;
eine dem Rieselstrahlsystem zugeordnete Kollimationsvorrichtung
9;
ein Speichergitter 10, das aus einem metallischen Träger besteht, der mit einem Isoliermaterial mit
Sekundäremissionsvermögen überzogen ist;
ein Fanggitter 11;
einen Leuchtschirm 12.
ein Fanggitter 11;
einen Leuchtschirm 12.
Das Speichergitter 10 ist so angeschlossen, daß es sich auf einem Potential befindet, das beim Fehlen
eines Eingangssignals in der Nähe des Potentials der Katode 6 liegt, während der Leuchtschirm 12^und das
Fanggitter 11 mittels geeigneter Spannungsquellen auf ein gegen das Potential der Katode 6 sehr hohes
Potential (beispielsweise 1000 Volt) bzw. ein beträchtlich niedrigeres positives Potential (beispielsweise
200 Volt) gelegt sind.
Eine Sichtspeicherröhre dieser Art arbeitet in folgender Weise:
Das zu beobachtende Signal wird dem Vertikalablenkorgan 14 zugeführt, während dem Horizontalablenkorgan
eine lineare Ablenkspannung zugeführt wird.
Das Anlegen eines Eingangssignals an die Schaltung bewirkt also, daß auf dem Speichergitter 10 in
Form von positiven Ladungen auf elektronischem Wege das Amplituden-Zcit-Diagramm aufgeschrieben
wird, welches das Signal darstellt. Die schnellen
3 4
Elektronen des Schreibstrahls gehen nämlich zum frequenz des auf dem Leuchtschirm dargestellten
größten Teil durch das Fanggitter 11 hindurch, und Signals unter eine bestimmte Schwelle sinkt, weil dies
beim Auftreffen auf das Speichergitter 10 bewirken zu einer teilweisen Löschung der nutzbaren elektrosie
an den getroffenen Punkten eine Sekundäremission, nischen Spur führt. (In diesem Satz und in der folgenderen
Ergebnis eine positive Aufladung an diesen 5 den Beschreibung ist das Wort »Frequenz« in seinem
Punkten ist. Die durch die Maschen des Speicher- breiten Sinn zu verstehen, indem es die Tatsache
gitters 10 hindurchgehenden Elektronen erregen an- kennzeichnet, daß eine Erscheinung mehr oder wenidererseits
auf dem Leuchtschirm 12 die sichtbare ger oft auftritt, und nicht in dem engen Sinn, den
Spur des zu beobachtenden Diagramms; diese sieht- es in der Hochfrequenztechnik hat, wo es eine regelbare
Spur würde beim Fehlen des Rieselstrahls sehr io mäßige Folge von Wiederholungen der Erscheinung
schnell verschwinden. kennzeichnet. Für diesen engen Sinn soll der Aus-
Die Elektronen des Rieselstrahls, der mit konstan- druck »konstante Frequenz« oder »feste Frequenz«
ter Elektronendichte abgegeben wird, werden durch verwendet werden.) Aus diesem Grund muß in mandie
Kollimationsvorrichtung 9 so gleichmäßig wie chen Fällen eine Modulation der Intensität des Rieselmöglich
über die gesamte Querschnittsfläche verteilt, 15 Strahls angewendet werden, wodurch die Erzeugung
welche den Gittern 10 und 11 entspricht. Wenn sich von positiven Ionen selbst verringert wird,
das Speichergitter 10 gleichförmig auf einem Potential Eine andere Erscheinung tritt aber im Fall von "
in der Nähe des Potentials der Katode 6 befindet, Signalen mit hoher Frequenz auf. Wiederholte
werden die langsamen Elektronen des Rieselstrahls Schreibvorgänge bewirken einen übertriebenen Anvon
dem Fanggitter 11 im allgemeinen nach Reflexion 20 stieg der Spannung in der Nähe der elektronischen
durch das Speichergitter 10 eingefangen. Wenn aber Spur auf der Isolierschicht des Speichergitters 10;
eine positive elektronische Spur auf dem Speicher- dies hat ein Losreißen von negativen Ladungen in
gitter 10 aufgeschrieben ist, gehen die Rieselstrahl- der Nähe der elektronischen Spur zur Folge, wodurch
elektronen nach Durchgang durch das .Fanggitter 11 diese Spur breiter wird, was eine Verbreiterung der;
an den Maschen, die in der Nähe der positiven 25 sichtbaren Spur auf dem Leuchtschirm 12 nach sich
Ladungen Jiegen, durch das Speichergitter 10 hin- zieht. Man greift also erneut auf zusätzliche Impulse
durch. Sie werden anschließend durch die zwischen zurück, die breiter und häufiger als die zuvor erdem
Leuchtschirm 12 und dem Speichergitter 10 wähnten sind, da die zu bekämpfende Erscheinung
herrschende hohe Spannung beschleunigt und treffen stärker als die zuvor als Hintergrundaufhellüng beauf
den Leuchtschirm 12 auf, wodurch sie die sieht- 30 zeichnete Erscheinung ist. ß''
bare Spur auf dem Leuchtschirm aufrechterhalten. Die Regelung dieser neuen Impulse hängt aber nun
Zur Löschung einer auf dem Speichergitter 10 auf- im wesentlichen von der Schreibfrequenz ab.
geschriebenen elektronischen Spur legt man entweder Es ist also zu erkennen, daß die Verschlechterung
an das Speichergitter 10 oder an die Katode 6 Impulse der elektronischen Spur nicht mit einer ein für allemal
an, welche den metallischen Teil des Speichergitters 35 eingestellten Anordnung bekämpft werden kann,
10 auf ein gegenüber der Katode6 positives Signal wenn die Oszillographenschaltung zur Beobachtung,
von solcher Größe bringt, daß sich die Isolierschicht von Signalen mit sehr stark wechselnden Frequenzen'
des Speichergitters 10 durch Einfangen von Elektro- verwendet wird.
nen des Rieselstrahls gleichförmig auf ein Potential F i g. 2 zeigt eine Schaltungsanordnung, die eine
auflädt, das in der Nähe des Potentials der Katode 6 40 die Auswirkungen der Schreibfrequenz aufhebende
liegt. automatische Regelung der Impulse und der Modu-
Wenn die Röhre vollkommen wäre, bliebe ein auf lation des Rieselstrahls ermöglicht,
dem Leuchtschirm aufgeschriebenes Bild unendlich Diese Schaltungsanordnung enthält die Sichtspei-
lange sichtbar (solange kein Impuls angelegt wird); cherröhre von Fi g. 1 mit dem Speichergitter 10, dem
jedoch ist das in der Röhre gebildete Vakuum nicht 45 Leuchtschirm 12, den Horizontalablenkorganen 13
vollkommen. Die Moleküle des Restgases werden und Vertikalablenkorganen 14 des Schreibstrahls, der
durch die Elektronen des Rieselstrahls ionisiert, und Wehneltelektrode 2 des. Schreibstrahlsystems und der
die positiven Ionen lagern sich auf dem Speichergitter Wehneltelektrode 7 des Rieselstrahlsystems. Die .
10 ab, wodurch dieses positiv und damit für die übrigen Elektroden der Röhre sind in dieser Äbbil-
Elektronen durchscheinend gemacht wird. Der 50 dung ebenso wie die Vorspannungs- und Stromver-
Leuchtschirm 12 beginnt dann zu leuchten. Unter sorgungsquellen mit Ausnahme der Schirrfihochspan-
dem Einfluß dieser Erscheinung, die man als »Hinter- nung nicht dargestellt. ·
grundaufhellung« bezeichnen kann, verschwindet die Das Horizontalablenkorgan 13 ist an den Ausgang
aufgeschriebene Spur in der allgemeinen Helligkeit 64 eines Sägezahngenerators 38 angeschlossen, des-
des gesamten Leuchtschirms 12. 55 sen Eingang mit dem Ausgang einer Synchronisa-
Zur Unterdrückung der Hintergrundaufhellung ist tionsschaltung 35 verbunden ist, welche es in bekannes
bekannt, zusätzliche Impulse zu verwenden, die ter Weise ermöglicht, die Erzeugung von Ablenkden
Impulsen analog sind, welche zur Löschung einer Sägezahnsignalen durch die ankommenden Signale
Spur verwendet werden, die aber einen periodischen auszulösen. Der Generator 38, welcher die Sägezahn-Charakter
haben und weniger breit als jene sind. 60 spannungen an seinem Ausgang 64 liefert, enthält
Diese zusätzlichen Impulse ermöglichen es, daß das einen zweiten Ausgang 62, der Rechtecksignale von
Speichergitter Rieselstrahlelektronen einfängt, welche gleicher Dauer wie die Sägezahnsignale abgibt. Der
die von den Ionen herrührenden positiven Ladungen Ausgang 62 ist mit dem Eingang eines Verstärkers 63'
der Isolierschicht aufheben. verbunden, dessen Ausgang an die Wehneltelek-.
Die Regelung dieser zusätzlichen Impulse nach 65 trode 2 des Schreibstrahlsystems angeschlossen ist,
Amplitude, Dauer und Frequenz hängt praktisch nur damit der Schreibstrahl während der Dauer der
von den Eigenschaften der Röhre ab. Dieses Ver- Sägezahnsignale entsperrt wird,
fahren ist jedoch nicht ausreichend, wenn die Schreib- Das Vertikalablenkorgan 14 und der Eingang der
5 6
Synchronisatiönsschaltung 35 sind an einen Haupt- Eingang der Mischstufe ist an den Ausgang eines
eingang 40 angeschlossen, dem das zu beobachtende Impulsgenerators 21 angeschlossen, der, falls er nicht
Signal zugeführt wird. Alle bisher beschriebenen durch eine an seinen Eingang 65 angelegte Spannung
Schaltungsteile sind an sich bekannt. gesperrt wird, automatisch Impulse mit einer festen
Der Leuchtschirm 12 ist an den positiven Pol 52 5 niedrigen Frequenz, beispielsweise 30 Hz erzeugt,
einer modulierbaren Hochspannungsquelle 57 ange- Diese »kurzen« Impulse können eine Dauer von 1 μβ
schlossen, die beispielsweise aus einer Gleichspan- und eine Amplitude in der Größenordnung von 6VoIt
nungsquelle 22 und einem damit in Serie liegenden haben. Der Impulsgenerator 21 kann durch einen
Widerstand 51 besteht, dessen eine Klemme an den Sperrschwinger gebildet sein.
positiven Pol der Gleichspannungsquelle 22 ange- io Die Ausgänge der Mischstufe 24 sind einerseits an
schlossen ist, während seine andere Klemme den Pol den Eingang des Hochspannungsmodulators 23 und
52 darstellt. Die Hochspannungsquelle kann mittels andererseits an das Speichergitter 10 der Röhre T
eines Modulators 23 moduliert werden, der beispiels- angeschlossen.
weise aus einer Ballaströhre besteht, deren Anode an Die Schaltung enthält andererseits einen Impulsdie
Klemme 52 des Widerstands 51 angeschlossen ist, 15 generator 55, der negative »Modulationsimpulse« erwährend
das Steuersignal dem Gitter der Ballaströhre zeugt, deren Tastverhältnis, d. h. das Verhältnis der
zugeführt wird. Die Stromrückführung des Modulators Impulsdauer zu der Periodendauer mittels einer am
23 ist andererseits an die Klemme 50 angeschlossen, um Eingang 60 zugeführten Spannung gesteuert werden
zu verhindern, daß der Modulationskreis sich über kann. Für diesen Impulsgenerator kann die gleiche
den nachstehend definierten Widerstand 30 schließt. 20 Schaltung verwendet werden, wie sie zuvor für den
Die negative Klemme 50 der Gleichspannungs- Impulsgenerator 27 angegeben worden ist, wobei
quelle 22 ist über einen Widerstand 30 mit dem be- aber hier das Phantastron durch eine äußere Quelle ,
weglichen Abgriff 31 eines Potentiometers 32 ver- 61, beispielsweise das Netz ausgelöst wird, so daß es ζ
bunden, das mit einer Klemme an Masse liegt und Impulse mit fester Frequenz, aber veränderlicher
mit der anderen Klemme an den positiven Pol einer 25 Breite abgibt.
Spannungsquelle 49 angeschlossen ist. Die Klemme Der Eingang 60 des Impulsgenerators 55 ist mit
50 ist andererseits mit dem Eingang eines Gleich- dem Ausgang des Verstärkers 25 über eine Anordstromverstärkers
25 verbunden. Der Ausgang des nung 54 zur Steuerung des Tastverhältnisses verbun-Verstärkers
25 speist zwei Organe 54 und 26, die den, die in dem angegebenen Fall ein einfacher
nachstehend noch genauer beschrieben werden, so- 30 Schwellwert-Gleichstromverstärker ist.
wie eine Schwellwertweichenschaltung 53, die die Schließlich sind der Ausgang 59 der Schweljwert-■ Ausgangsspannung entweder an ihrem Ausgang 59 weichenschaltung 53 und der Ausgang de$,<Impulsoder an ihrem Ausgang 58 abgibt, je nachdem, ob generators 55 mit den beiden Eingängen einer Koindie Eingangsspannung kleiner oder größer als ein vor- zidenzschaltung 56 verbunden, deren Ausgang an die gegebener Wert ist. Die Schwellwertweichenschal- 35 Wehneltelektrode 7 des Rieselstrahlsystems der tung 53 kann in an sich bekannter Weise beispiels- Röhre T angeschlossen ist.
wie eine Schwellwertweichenschaltung 53, die die Schließlich sind der Ausgang 59 der Schweljwert-■ Ausgangsspannung entweder an ihrem Ausgang 59 weichenschaltung 53 und der Ausgang de$,<Impulsoder an ihrem Ausgang 58 abgibt, je nachdem, ob generators 55 mit den beiden Eingängen einer Koindie Eingangsspannung kleiner oder größer als ein vor- zidenzschaltung 56 verbunden, deren Ausgang an die gegebener Wert ist. Die Schwellwertweichenschal- 35 Wehneltelektrode 7 des Rieselstrahlsystems der tung 53 kann in an sich bekannter Weise beispiels- Röhre T angeschlossen ist.
weise mit Dioden aufgebaut sein. Der Ausgang 58 Die beschriebene automatische Regelanordnung
der Schwellwertweichenschaltung 53 ist an einen der arbeitet in folgender Weise:
Eingänge einer Koinzidenzschaltung 28 angeschlos- Das dem Haupteingang 40 zugeführte zu beob- '
sen, deren zweiter Eingang zusammen mit dem Säge- 40 achtende Signal wird einerseits dem Vertikaläblenkzahngenerator
38 an den Ausgang der Synchroni- organ 14 zugeführt und andererseits der Synchronisationsschaltung
35 angeschlossen ist. sationsschaltung 35, die an ihrem Ausgang Impulse
Der Ausgang der Koinzidenzschaltung 28 ist mit mit der Schreibfrequenz abgibt. Jeder dieser Impulse
einem der Eingänge 43 eines Impulsgenerators 27 löst in dem Sägezahngenerator 38 die Erzeugung eines (
verbunden, der »breite« Impulse abgibt und einen 45 Sägezahns aus, welcher dem Horizontalablenkorgan
zweiten Eingang 44 aufweist. Der Impulsgenerator 27 13 zugeführt wird, während der Schreibstrahl durch
ist so ausgeführt, daß er für jeden am Eingang 43 zu- das Rechtecksignal entsperrt wird, das von dem Vergeführten
Steuerimpuls am.Ausgang einen Impuls ab- stärker 63 zu der Wehneltelektrode 2 geliefert wird,
gibt, dessen Breite durch die seinem Eingang 44 zu- Die Ausgangsimpulse der Synchronisationsschaltung
geführte Spannung bestimmt ist. Man kann beispiels- 5o 35 werden andererseits einem der Eingänge der
weise in an sich bekannter Weise ein Phantastron Koinzidenzschaltung 28 zugeführt. /
mit Schirmgitterkopplung verwenden, das durch einen Der Leuchtschirm 12 liefert einen schwachen
Impuls ausgelöst wird, der einem seiner Gitter züge- Strom, dessen Stärke mit der Helligkeit des^Leuchtführt
wird, und dessen Sägezahnsignal durch eine schirms wächst und der durch den Widerstand
Diode begrenzt wird, an deren Anode eine Vorspan- 55 51 und die Hochspannungsquelle 22 hindurchgeht,
nung angelegt wird, die sich in Abhängigkeit von der Wenn V der Wert der von der Quelle 49 gelieferten
zu erzielenden Impulsbreite ändert. positiven Spannung und / der positive Wert der
Der Eingang 44 des Impulsgenerators 27 ist mit Stromstärke des durch den Widerstand 30 vom Ab-
dem Ausgang des Verstärkers 25 über die Impuls- griff 31 zur Klemme 50 gehenden Stromes ist, hat
breitensteueranordnung 26 verbunden, die bei dem 60 das Potential des Punktes 50 die Form a-bl, worin a
dargestellten Beispiel aus einem Schwellwert-Gleich- und b Konstante sind, deren Werte von dem Spanstromverstärker
mit niedriger Ausgangsimpedanz nungswert V, dem Wert des Widerstands 30 und den
besteht. Werten der beiden auf dem Potentiometer 32 durch
Der Ausgang des Impulsgenerators 27 ist mit den beweglichen Abgriff 31 abgegrenzten Wider-
einem der Eingänge einer Mischstufe 24 verbunden, 65 stände abhängig sind. Die Einstellung des Potentiodic
beispielsweise eine Widerstandsmischstufe mit meters 32 ermöglicht es, die Werte α und b in befrienachfolgcndem
Katodenverstärker ist, damit die digendcr Weise festzulegen. Die Spannungsänderun-Ausgangsimpedanz
herabgesetzt wird. Der zweite gen des Punktes 50 werden nach Verstärkung durch
den Verstärker 25 der Schwellenwertweichenschaltung 53 zugeführt, so daß ein Signal entweder an
deren Ausgang 59 oder an deren Ausgang 58 auftritt, je nachdem, ob / kleiner oder größer als ein
vorgegebener Wert I0 ist.
Wenn angenommen wird, daß / größer als /0 ist,
also die Helligkeit des Leuchtschirms über einer bestimmten Schwelle liegt, liefert der Impulsgenerator
27 einen positiven Impuls, wenn die Schaltung 28 durch einen Impuls entsperrt ist, der einer Horizontalablenkung
des Schreibstrahls entspricht.
Andererseits ist der Impulsgenerator 27 so geschaltet,
daß er Impulse mit einer Amplitude von beispielsweise 2,75 Volt und einer konstanten Dauer
von beispielsweise 300 μβ abgibt, solange seinem
Eingang 44 nur die Ruheausgangsspannung des Schwellwertverstärkers 26 zugeführt wird, solange
also der Strom / unter einem anderen Wert I1 liegt,
der größer als /0 und durch den Schwellwert des
Verstärkers 26 bestimmt ist. Oberhalb dieses Schwellwerts liefert der Verstärker 26 zu dem Eingang
44 eine Spannung, die bewirkt, daß die Dauer der vom Generator 27 abgegebenen Impulse mit dieser
Spannung und daher mit dem Strom / fortschreitend wächst bis zu einer Dauer von beispielsweise
2 ms.
Die Ausgangsimpulse des Impulsgenerators 27 werden in der Mischstufe 24 mit den vom Impulsgenerator
21 gelieferten Impulsen gemischt, und die Gesamtheit dieser Impulse wird dem Speichergitter
10 zugeführt. Zugleich legt die Mischstufe 24 die gleichen Impulse an den Steuereingang des Hochspannungsmodulators
23, bei dem beschriebenen Beispiel also an das Gitter der Ballaströhre, damit das
Potential des Punktes 52 beträchtlich herabgesetzt wird. Dadurch wird die Aufhellung des Schirms während
des Anlegens der positiven Impulse an das Speichergitter 10 vermieden, denn diese Aufhellung
könnte eine optische Störung (Blendung des Beobachters) bewirken.
Man erkennt also, daß im Falle eines Signals mit hoher Schreibfrequenz, die eine starke Helligkeit des
Leuchtschirms zur Folge hätte, das Speichergitter zwischen den vom Impulsgenerator 21 kommenden
Impulsen mit geringer fester Frequenz die vom Impulsgenerator 27 kommenden Impulse empfängt,
deren Anzahl die Anzahl der Horizontalablenkungen erreichen kann und deren Dauer in einem weiten
Bereich schwanken kann, wodurch die Verbreiterung der elektronischen Spur wirksam bekämpft wird.
Diese Impulse würden auch zur Bekämpfung der Hintergrundaufhellung genügen, und deshalb ist die
Hinzufügung des Impulsgenerators 21 nur für den Fall von Signalen mit kleiner Frequenz vorgesehen,
die eine geringe Schreibfrequenz und eine geringere Helligkeit des Leuchtschirms zur Folge haben, so
daß sie den Impulsgenerator 27 nicht auslösen.
Es kann aber im Fall von Signalen mit sehr niedriger Frequenz vorkommen, daß die Remanenz der
elektronischen Spur zu gering ist, wenn der Hintergrund durch die vom Impulsgenerator 21 kommenden
Impulse stabilisiert ist.
Aus diesem Grund kann die beschriebene Anordnung eine zweite Regelstrecke enthalten, die es ermöglicht,
den Rieselstrahl und die vom Impulsgenerator 21 gelieferten Impulse automatisch zu unterdrücken,
wenn der Impulsgenerator 27 nicht ausgelöst wird.
In diesem Fall wird der Ausgang 59 der Schwellwertweichenschaltung
53 automatisch gespeist, und sobald die von ihm abgegebene Spannung zur Entsperrung
der Koinzidenzschaltung 56 ausreicht, läßt diese die vom Impulsgenerator 55 gelieferten negati- .
ven Impulse mit fester Frequenz von beispielsweise 50 Hz passieren.
Andererseits ist der Impulsgenerator 55 so geschaltet, daß die Dauer der erzeugten Impulse auf
ίο einem Wert von 2 ms fest bleibt, solange an seinem
Eingang 60 nur die Ruheausgangsspannung des Schwellwertverstärkers 54 liegt. Wenn die Strpmstärke
den Wert I2 erreicht, der offensichtlich unter /0 liegt
und durch die Schwelle des Verstärkers 54 bestimmt ist, steigt die Dauer dieser Spannung fortschreitend
bis zu einem Wert von beispielsweise 15 ms an.
Die Ausgangsimpulse der Koinzidenzschaltung 56
werden einerseits der Wehneltelektrode 7 zugeführt, so daß der Rieselstrahl während der Dauer dieser
ao Impulse unterbrochen wird, und sie gelangen andererseits zu dem Eingang 65 des Impulsgenerators 21,
so daß dieser nicht arbeitet, wenn der Rieselsfrahl unterbrochen ist.
Während dieser Zeitintervalle werden also die;
Ionen an der Quelle und nicht mehr durch Impulse bekämpft.
Die beschriebene Anordnung ermöglicht also eine automatische Regelung, die sich an die mit dem Oszillographen
beobachteten Signale aller Frequenzen
anpaßt. »'■
Es ist offensichtlich, daß zur eigentlichen Löschung einer elektronischen Spur der Impulsgenerator 27
verwendet werden kann, indem dieser mit einer Handsteueranordnung ausgestattet wird, oder daß
hierfür auch ein Hilfsgenerator vorgesehen werden kann. ,
Die als Beispiel beschriebene Anordnung kann' natürlich so abgeändert werden, daß die dem Speichergitter
10 zugeführten positiven Impulse durch negative Impulse ersetzt werden, welche der Kathode
6 des Rieselstrahlsystems zugeführt werden. In diesem Fall ist es allerdings erforderlich, entsprechende
positive Impulse an den Hochspannungsmodulator zu legen, wenn der gleiche Modulator wie
bei dem beschriebenen Beispiel verwendet wird.
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung zum Betrieb /einer
Sichtspeicherröhre, die einen Leuchtschirm,' ein Speichergitter und System zur Erzeugung
eines Schreib- und eines Rieselstrahls enthält, in einem Oszillographen mit einem Impulsgenerator,
der Impulse konstanter Frequenz und Dauer Hefert und der mit dem Speichergitter oder mit dem
Wehneltzylinder des Systems für die Erzeugung des Rieselstrahls verbunden ist, um eine Verschlechterung
des Leuchtschirmbildes zu vermeiden, dadurch gekennzeichnet, daß bei großem Leuchtschirmstrom ein zweiter Impulsgenerator
(27) zusätzliche Impulse, deren Frequenz gleich der Ablenkfrequenz des Schreibstrahls
ist und deren Dauer von der Größe des Leuchtschirmstromes abhängt, an das Speichergitter
(10) liefert und daß bei kleinem Leuchtschirmstrom ein dritter Impulsgenerator (55) Impulse
mit einer festen Frequenz und einer vom Leuchtschirnistrom abhängigen Dauer an den
209 619/53
Wehneltzylinder (7) des Systems zur Erzeugung des Rieselstrahls liefert, durch welche der Rieselstrahl
gesperrt wird. · '
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite und der
dritte Impulsgenerator (27, 55) mit einer vom Leuchtschinnstrom gesteuerten Schwellwertweichenschaltung
(53) verbunden sind, welche diese Generatoren in Abhängigkeit von einem wählbaren
Schwellwert des Leuchtschinnstroms in Tätigkeit setzt.
10
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem
dritten Impulsgenerator (55) kommenden Impulse den Impulsgenerator (21) sperren, der Impulse
konstanter Frequenz und Dauer liefern.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Modulator (23) vorgesehen ist, welcher die Leuchtschinnspannung während der Dauer
der dem Speichergitter (10) zugeführten Impulse vermindert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen'
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