DE1464399C - Lademaschine zum Austauschen von Kernreaktor-Brennstoffelementen - Google Patents
Lademaschine zum Austauschen von Kernreaktor-BrennstoffelementenInfo
- Publication number
- DE1464399C DE1464399C DE1464399C DE 1464399 C DE1464399 C DE 1464399C DE 1464399 C DE1464399 C DE 1464399C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pressure vessel
- loading machine
- fuel elements
- nuclear reactor
- reactor
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000003758 nuclear fuel Substances 0.000 title claims description 3
- 239000000446 fuel Substances 0.000 claims description 25
- 239000002826 coolant Substances 0.000 claims description 14
- 238000001816 cooling Methods 0.000 claims description 4
- 230000005855 radiation Effects 0.000 claims description 3
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 claims 1
- 239000000725 suspension Substances 0.000 claims 1
- 230000000712 assembly Effects 0.000 description 1
- 238000000429 assembly Methods 0.000 description 1
- 238000007689 inspection Methods 0.000 description 1
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 1
- 230000002285 radioactive effect Effects 0.000 description 1
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Lademaschine zum Austauschen von Kernreaktor-Brennstoffelementen
auch bei vollem Druck im Kernreaktor, mit einem innerhalb einer zur Lademaschine gehörenden Abschirmung
angeordneten und an den Kernreaktor anschließbaren Druckgefäß, das mit mehreren mit
Kühlmittel gespeisten Halterungen für die Brennelemente mit einer verschließbaren Anschlußvorrichtung
an den Kernreaktor und mit Vorrichtungen zum Verschieben der Brennstoffelemente von einer
Ladungslage oberhalb der Anschlußvorrichtung zu den Halterungen versehen ist. Eine derartige Lademaschine
ist Gegenstand des älteren deutschen Patents 1 122 442. *
Es ist von großer Bedeutung, daß die Brennstoffelemente in einem heterogenen Reaktor auch dann
ausgetauscht werden können, wenn der Reaktor mit voller Leistung arbeitet. Die Kosten für den Austausch
werden dann bedeutend niedriger, und die Betriebssicherheit der ganzen Anlage ist größer. Bei
einem solchen Austausch werden aber große Anforderungen an die Sicherheit gestellt, weil sowohl das
im Reaktor befindliche Druckmittel als auch die Brennstoffelemente slark radioaktiv sind. Bei einer
eventuellen Leckage kann die Reaktorhalle verseucht werden, so daß das Verweilen des Betriebspersonals
in der Halle unmöglich wird. Die Brennstoffelemente müssen während einer gewissen Zeit nach dem Entfernen
aus dem Reaktorherd in einem mit Strahlungsschutz versehenen, gekühlten Raum aufbewahrt
werden, wo ihre Wärme- und Strahlungsenergie langsam abnehmen kann, ohne Schaden zu verursachen.
Bei einer bekannten Lademaschine (deutsche Auslegeschrift 1 054 185) ist ein Drehmagazin für die
Aufnahme der Brennstoffelemente vorgesehen. Bei solchen Drehmagazinen ist es konstruktiv nicht oder
nur unter erheblichem Aufwand möglich, die Brennstoffelemente individuell zu kühlen, da das gesamte
Druckgefäß, innerhalb dessen das Drehmagazin angeordnet ist, von Kühlmittel durchströmt werden muß.
Der Wärmeaustausch zwischen den Brennstoffelementen und dem Kühlmittel ist verhältnismäßig
schlecht, da nur ein kleiner Teil des Kühlmittels unmittelbar mit den Brennstoffelementen in Berührung
kommt.
Bei einer anderen bekannten Lademaschine, die ebenfalls mit einem Drehmagazin arbeitet und die
gleichen Nachteile wie eine Lademaschine nach der deutschen Auslegcschrift 1 054 185 aufweist (deutsche
Auslegeschrift 1 075 755), ist das Magazin ortsfest 5°, angeordnet, während bei einer weiteren bekannten
beweglichen Lademaschine (französische Patentschrift 1 247 096) ein ausfahrbares Rohr zur Herstellung
der Verbindung mit dem Reaktor dient. Bei der Verwendung eines solchen Anschlusses muß besondere
Sorgfalt auf die Abdichtung des beweglichen Rohres verwendet werden. Bekannt ist schließlich
auch (französische Patentschrift 1 205 689) die Anordnung von Handbetätigungsmitteln an Lademaschinen.
Die Handbetätigungsmittel dienen im bekannten Fall zum öffnen und Schließen eines
Verschlußorgans.
Gegenstand des älteren deutschen Patentes 1 122 442, von dem die Erfindung ausgeht, ist eine
an einem Behälter angeschlossene Einrichtung, um ferngesteuert Gegenstände in diesen Behälter einzubringen
oder aus ihm herauszubefördern, wobei in einer Kammer Lagerungsmöglichkeiten für die ein-
und/oder herauszubringenden Gegenstände sowie Hebevorrichtungen untergebracht sind, die mit lösbaren
Greifern die Gegenstände erfassen. Bei einer in der deutschen Patentschrift 1 122 442 beschriebenen
Ausführungsform ist eine Lademaschine für Kernreaktoren beschrieben, mit der Brennsätze von oben
in einen Kernreaktor eingebracht bzw. herausgenommen werden können. Diese Lademaschine ist,
da die Brennstoffelemente in Rohren aufbewahrt werden und aus diesen nach oben herausgezogen
werden müssen, einmal sehr hoch (mindestens doppelte Höhe der Brennstoffelemente) und schwer,
was eine gleichfalls schwere und damit teuere Ausbildung der gesamten Tragkonstruktion für die
Schienen, die Laufkatze usw. erfordert, und zum anderen benötigt sie, um einen druckdichten Anschluß
an den Reaktor herzustellen, ein ausfahrbares Rohr, d. h. gleitende Teile, mit denen eine absolut dichte
Verbindung nur sehr schwer zu erreichen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lademaschine mit einem einfachen, jedoch absolut
druckdichten Anschluß an das Reaktorgefäß und mit einer einfachen Betätigungsvorrichtung zu schaffen,
wobei bewegliche Teile an der Anschlußvorrichtung vermieden werden sollen und das Druckgefäß nicht
viel höher sein soll als die Brennstoffelemente lang sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Druckgefäß relativ zu der es umgebenden
Abschirmung heb- und senkbar sowie^für eine Feineinstellung seitlich bewegbar angeordnet ist und
daß die Halterungen aus innerhalb des Druckgefäßes längs des Uinfanges des Druckgefäßquerschnittes
angeordneten oberen Haltern und unteren Anschlußrohren bestehen, durch die den.Brennstoffelementen
das Kühlmittel zuströmt.
Die die Erfindung aufweisende Lademaschine zeichnet sich durch eine niedrige, relativ leichte und
kompakte Konstruktion aus, die durch die besondere Ausbildung und Anordnung der Halterungen für die
Brennstoffelemente ermöglicht wird. Durch die geringe Bauhöhe, das niedrige Gewicht in Verbindung
mit der einfachen Anschlußvorrichtung an den Kernreaktor wird eine billige und leicht manövrierbare
Lademaschine erhalten.
Durch die Verwendung von relativ zum Druckgefäß festehenden Halterungen für die Brennstoffelemente
ist es konstruktiv einfach möglich, jeder dieser Halterungen das Kühlmittel individuell zuzuführen. Dies bringt den Vorteil, daß das Kühlmittel
vollständig mit dem zu kühlenden Element in Berührung gebracht wird, was einen intensiven Wärmeaustausch
ergibt. Infolge der Zuführung des Kühlmittels an den Halterungen ist es leicht möglich,
z.B. dadurch, daß die Kühlmittelzufuhr zu den Kühlstellungen von den eingesetzten Brennstoffelementen
gesteuert wird, nur dort Kühlmittel strömen zu lassen, wo ein Brennstoffelement in der Halterung
steckt. Die Kühlung arbeitet damit wesentlich wirtschaftlicher als bei Durchströmung des gesamten
Druckbehälters.
Dadurch, daß alle wichtigen Teile an der Spitze und am Boden der Lademaschine konzentriert
werden können, werden sie für Inspektion und Wartung leicht zugänglich. Der mittlere Teil der
Lademaschine, d. h. der Teil, der in der Hauptsache von den Brennstoffelementen eingenommen wird,
kann einen kompakten Strahlungs- und thermischen
Claims (1)
- Schutz ohne Lücken und Öffnungen erhalten. Bei diesem Aufbau kann die Lademaschine auch leicht mit einschaltbaren Handbetätigungsgeräteri als Sicherheitsvorrichtung im Fall von Stromunterbrechung oder ähnlichem Versagen versehen werden.Das Druckgefäß kann in an sich bekannter Weise an seinem oberen Ende pendelnd aufgehängt sein. Ein so aufgehängtes Druckgefäß läßt sich leicht auf die jeweilige Anschlußstelle ausrichten.Ein Ausführungsbeispiel der die Erfindung aufweisenden Lademaschine ist im folgenden an Hand der Zeichnung näher beschrieben, die im Schnitt schematisch eine die Erfindung aufweisende Lademaschine zeigt.In der Zeichnung bezeichnet 1 eine Laufkatze, die die Maschine trägt. 2 ist ein Strahlungsschutz, der das Druckgefäß 3 umgibt. Bei 4 befindet sich eine Aufzugtrommel, deren Zugglied 5 über eine Umlenkrolle 6 läuft, wenn ein Brennstoffelement 7 von einem beweglichen Arm 15 zu einer äußeren Kühlstellung gebracht wird, wie dies in der Figur gezeigt ist. Das Brennstoffelement wird in einem Halter 8 aufgehängt, und ein Auslösearm 9 löst die Greifanordnung 10 des Zugglieds. Wenn eine schwerkraftbetätigte Greifanordnung verwendet wird, ist ein Auslöseurm nicht notwendig.Das Kühlmittel, das das Brennstoffelement durchspült, wird durch die Kühlschlange 11 zu- und abgeleitet. Im Anschlußrohr 16 sind Ventile angeordnet, die von den Brennstoffelementen so betätigt werden, daß sie von dem Gewicht der Elemente geöffnet, aber von einer Feder und dem Druck des Kühlmittels geschlossen gehalten werden, wenn an der betreffenden Stelle kein Element vorhanden ist. Bei 12 ist ein Schließ ventil vorgesehen, das das Anschlußrohr 13 öffnen oder schließen kann.Die Dichtung und Kupplungsanordnung am Reaktor können in bekannter Weise ausgeführt sein, die in den Figuren nicht dargestellt ist. Die Aufhangeanordnung 14 senkt und hebt das Druckgefäß 3 zum Anschluß bzw. Lösen vom Reaktor und erlaubt außerdem eine gewisse Beweglichkeit des Druckgefäßes, was die Feineinstellung beim Anschluß der Lademaschine an den Reaktor erleichtert. Die vertikale Bewegung wird z. B. mittels einer Schraube und einer von einem Motor angetriebenen Mutter erreicht oder mittels eines hydraulischen oder pneumatischen ίο Arbeitszylinders. Die seitliche Bewegungsmöglichkeit wird am einfachsten dadurch erhalten, daß das Druckgefäß an einem Haken oder einer öse pendelnd aufgehängt wird.1S Patentanspruch:Lademaschine zum Austauschen von Kernreaktor-Brennstoffelementen auch bei vollem Druck im Kernreaktor, mit einem innerhalb einerso zur Lademaschine gehörenden Abschirmung angeordneten und an den Kernreaktor anschliußbaren Druckgefäß, das mit mehreren mit Kühlmittel gespeisten Halterungen für die Brenn-: elemente mit einer verschließbaren Anschlußvorrichtung an den Kernreaktor und mit Vorrichtungen zum Verschieben der Brennstoffelemente von einer Ladungslage oberhalb, der Anschlußvorrichtung zu den Halterungen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckgefäß (3) relativ zu der es umgebunden Abschirmung (2) heb- und senkbar sowie für eine Feineinstellung seitlich bewegbar angeordnet ist und daß die Halterungen aus innerhalb dos Druckgefäßes (3) längs des Uinfanges des Druckgefäßquerschnittes angeordneten oberen Haltern; (8) und unteren Anschlußroiiren (16) bestehen/ durch die den Brennstoffelementen (7) das Kühlmittel zuströmt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2255852A1 (de) | Handhabemechanismus fuer brennelementbuendel und kontrollelementgruppen | |
| DE1930824C3 (de) | Greifer für starre Lasten, insbesondere für Spulen mit horizontaler Achse | |
| DE2515247C2 (de) | Vorrichtung zur Überwachung der Außenwand eines Kernreaktorhauptbehälters | |
| DE1902678A1 (de) | Antriebsvorrichtung fuer Trimmstaebe in einem Kernreaktor | |
| DE1764176B1 (de) | Ladegeraet fuer Brennelemente und Regelstaebe in einem Kernreaktor | |
| DE2220491A1 (de) | Kernkraftwerk mit einer sicherheitshuelle | |
| DE2243774A1 (de) | Brennstoffkassette fuer einen kernreaktor sowie hubgreifer fuer eine derartige brennstoffkassette | |
| DE1960213A1 (de) | Verfahren und Anordnung zum Brennstoffwechsel in einem Kernreaktor | |
| DE4429437C2 (de) | Greifvorrichtung für einen Steuerstab und ein Brennstoff-Trageelement und Verfahren zu deren Herausziehen | |
| DE1055703B (de) | Kernreaktor und Verfahren zu seiner Beschickung mit Brennstoff | |
| DE1464399C (de) | Lademaschine zum Austauschen von Kernreaktor-Brennstoffelementen | |
| CH624788A5 (de) | ||
| DE1489935A1 (de) | Kernreaktor und Verfahren zur Betriebsstoff-Fuellung oder -Ergaenzung eines solchen Reaktors | |
| DE1464399B2 (de) | Lademaschine zum austauschen von kernreaktor brennstoff elementen | |
| DE2018430C3 (de) | Hantierungswerkzeug mit einem scherenähnlichen Greif organ für eine Kernbrennstoffkassette | |
| DE1122442B (de) | An einen Behaelter angeschlossene Einrichtung, um ferngesteuert Gegenstaende in den Behaelter einzubringen oder herauszubefoerdern | |
| DE1539818A1 (de) | Einrichtung zum Auswechseln von Brennstoffelementen in einem Kernreaktor | |
| DE1092572B (de) | Steuereinrichtung fuer einen Kernreaktor | |
| DE3004175A1 (de) | Einrichtung fuer den transport von gluehendem koks | |
| DE2018495A1 (de) | Verriegelungssystem für Kernreaktoren | |
| DE2623103A1 (de) | Vorrichtung zum auswechseln von staeben eines brennelements eines kernreaktors | |
| DE1289924B (de) | Atomkernreaktor mit Druckrohren | |
| DE3248596C2 (de) | ||
| DE1214338B (de) | Vorrichtung zum Abschalten von Kernreaktoren | |
| DE1489828C3 (de) | Lademaschine für Kernreaktorkerne |