-
Hiermit meldet die unterzeichnete I. G. Parbenindustrie Aktiengesellschaft,
Frankfurt den in der Anlage abgebildeten Gegenstand zum Gebrauchsmuster an und beantragt
dessen Eintragung in'die Rolle für Gebrauchsmuster.
-
Die Bezeichnung lautet : "Vorrichtung zum Messen der Wirksamkeit
von Meroerisierlaugen".
-
Beim Meroerisieren der Baumwolle besteht vielfach die Notwendigkeit,
die Wirkung der Meroerisierlaugen rasch zu prüfen.
-
Auch bei der Prüfung neuer Meroerisiorhilfsmittel ist es oftmals erwünscht,
die Wirkung dieser Stoffe in der Meroerisierlauge rasch festzustellen. Die Ermittlung
der Wirksamkeit von Mercerisierlaugen erfolgt im allgemeinen durch Bestimmung der
Schrumpfung des Fadens beim Meroerisieren während einer bestimmten Zeit.
-
Mit Hilfe der nachstehend beschriebenen Vorrichtung wird erreicht,
dass man die Wirkung von Meroerisierlaugen leicht und rasch feststellen kann.
-
Die Vorrichtung besteht aus einer Stoppuhr und einer daran befestigten
Anordnung, welche geeignet ist, die Schrumpfung eines gespannten Fadens auf eine
auf dem Zifferblatt der Stoppuhr angebrachten Skala zu übertragen, Diese Anordnung
besteht aus einem am Rande der Stoppuhr angebrachten, etwa 20 om langen Zapfen,
an dessen unterem Ende sich eie Vorrichtung zur Befestigung des einen Endes des
zu prüfenden Fadens befindet. Zu der Anordnung gehört ferner ein ebenfalls am Rande
der Stoppuhr beweglich angebrachter Fadenhalter, der seinerseits mit einer Spiralfeder
verbunden ist, die mit einem vor dem Zifferblatt der Stoppuhr befindlichen Zeiger
in Verbindung steht.
-
Die anliegende Zeichnung erluutert die beschriebene Vorrichtung naher.
Abb. l zeigt die Vorderansicht der Vorrichtung. Dabei ist a) eine Stoppuhr mit Zifferblatt
b, das ausser einer Sekundenskala o) eine halbkreisförmige Skala d) aufweist.
-
Vor dieser Skala bewegt sich ein Zeiger e), der die Schrumpfung des
mercerisierten Fadens anzeigt. Am Rande der Stoppuhr beindet sich ein etwa 20 om
langer Metallzapfen f), der an seinem Runde eine Klemmvorrichtung g) für den einzuspannenden
Faden besitzt.
-
Am Rande der Stoppuhr ist ferner ein Fadenhalter h), z. B. eine Öse,
angebracht, an der das andere Ende des Fadens befestigt wird. Der Fadenhalter ist
beweglich mit einer im Inneren der Stoppuhr befindlichen Spiralfeder verbunden,
die den Zeiger e) der Skala d) in Bewegung setzt.
-
Abb. 2 zeigt die Rückseite der Vorrichtung in geöffnetem Zustand,
wobei die vorerwähnten Bezeichnungen die gleiche Bedeutung besitzen wir bei Abb.
l. In Abb. 2 bedeutet i) eine Zugkette, die mit dem Fadenhalter h) und der Spiralfeder
k) in Verbindung steht ; 1) ist ein Teil des Zeigers e) (nicht sichtbar). Der Metallzopfen
f) kann, wenn d. e Vorrichtung nicht benutzt wird, durch eine Hülse geschützt werden.
-
Die Anwendung der beschriebenen Vorrichtung zum Messen der Wirksamkeit
von Meroerisierlaugen geschieht in folgender Weise. Man bringt in den beweglichen
Fadenhalter h) einen zur Schlinge geformten Faden aus trockener Rohbaumwolle und
klemmt die beiden unteren Enden des Fadens in die am Ende des Metallzapfens f) befindliche
Vorrichtung g) ein. Hierbei spannt man den Faden vorsichtig so stark, dass der am
unteren Teil der Uhr befindliche Zeiger e) auf 0 steht.
-
Der Apparat ist nunmehr für Untersuchungen gebrauchsfertig. Uan taucht
den gespannten Faden in seiner ganzen Länge in die zu prüfende Meroerisierlauge
ein und setzt gleichzeitig die Stoppuhr in Gang. Nach je einer bestimmten Anzahl
von Sekunden, z. B. 5 oder 10 Sekunden, liest man an der Skala d) das Ausmass der
Schrumpfung ab. Die Teilstriche der Skala d) können so eingestellt sein, dass sie
gleich die Schrumpfung des Fadens in Prozenten der ursprünglichen Lunge anzeigen.