DE1461292B - Verfahren zur Herstellung von Schreibstiften - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von SchreibstiftenInfo
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Description
Der Gegenstand der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schreibstiften mit einer in
bekannter Weise hergestellten Mine, die nach dem bekannten Prinzip der Ummantelung von Kabel
od. dgl. mittels eines Extruders mit einer Umhüllung aus thermoplastischem Kunststoff, beispielsweise
PVC, Polystyrol oder Polyäthylen versehen wird.
Es ist seit langem bekannt, Bleistifte, Kopierstifte od. dgl. in der Weise herzustellen, daß eine im wesentlichen
aus Graphit und Ton bestehende, beispielsweise durch Strangpressen und anschließendes
Trocknen, Härten im Brennofen und Präparieren hergestellte Mine mit einem Mantel aus Holz umgeben
wird, der aus zwei Hälften zusammengeleimt und meist, zumindest bei qualitativ hochwertigen
Schreibstiften, noch mit einem Lacküberzug od. dgl. versehen wird. Diese Art der Ummantelung der Minen
erfordert eine große Anzahl von verschiedensten Arbeitsgängen und ist daher langwierig und teuer,
ganz abgesehen davon, daß die Beschaffung geeigneter und insbesondere qualitativ hochwertiger Hölzer
oft schwierig ist.
Es sind daher bereits Verfahren bekanntgeworden, bei denen nach dem bekannten Prinzip der Ummantelung
von Kabeln mittels eines Extruders einzelne auf Länge geschnittene Minen mit einer Hülle
aus thermoplastischem Kunststoff umgeben werden. Neben dieser diskontinuierlichen Zuführung der Minen
beim Ummanteln mit Kunststoff kennt man noch ein kontinuierliches Arbeitsverfahren, bei dem Mine
und plastische Umhüllung in einem Arbeitsgang in der Weise hergestellt werden, daß die plastische Umhüllung
unter allseits gleichmäßigem Druck auf ihren endgültigen Querschnitt zusammengepreßt, anschließend
über die plastische Minenmasse geführt und mit dieser gemeinsam zu einem Strang geformt wird. Jedoch
kann naturgemäß bei dieser Verbindung zweier plastischer Massen, deren eine bereits vor der Verbindung
in die endgültige Querschnittsform gebracht wurde, d. h. bei dem Verbindungsvorgang nicht mehr
ίο verformt werden soll, nur ein recht mäßiger Preßdruck
aufgewendet werden, so daß beim nachfolgenden Trocknungsvorgang unter Umständen die Gefahr
besteht, daß bei unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten die Mine stärker schrumpft als die Umhüllung,
wodurch es zu einer unerwünschten Lockerung der Mine in der Umhüllung kommen kann.
Zweck der Erfindung ist es, die vorstehend erwähnten Nachteile und Schwierigkeiten der bekannten
Verfahren zu vermeiden und die kontinuierliche Herstellung von Bleitstiften, Kopierstiften od. dgl. zu
verbilligen sowie rationeller zu gestalten. Gemäß dem Vorschlag der Erfindung wird dies dadurch erreicht,
daß die Mine als endloser Strang gepreßt und nach Durchlaufen einer Härtungs- und einer anas
schließenden Kühlzone unmittelbar dem Querspritzkopf des Extruders kontinuierlich zugeführt wird.
Durch das Einbringen der vorgeformten und bereits getrockneten, endlosen Mine in die plastische Umhüllung,
schrumpft beim nachfolgenden Trocknungs-Vorgang nur noch die Umhüllung in erwünschter
Weise, wodurch ihr sicheres Anliegen an der Mine gewährleistet ist. Auf diese Weise wird ein qualitativ
hochwertiger Schreibstift in kontinuierlicher Arbeitsweise rationell gefertigt.
Um zusätzlich zu der beim Aufschrumpfen des Kunststoffes auf die Mine sich ergebenden Haftung
noch eine mechanische Verankerung zwischen Mine und Umhülltung zu erzielen, schlägt die Erfindung
weiterhin vor, die Minen vor dem Härten an ihrer Oberfläche in an sich bekannter Weise aufzurauhen,
wobei sich schon mit einer geringen Rauhigkeit der gewünschte Effekt erzielen läßt.
Eine rationelle und kostensparende Herstellung der Schreibstifte läßt sich bei einem vollkontinuierlichen
Betrieb in der Weise erreichen, daß die Mine als endloser Strang gepreßt und nach Durchlaufen
einer der Strangpresse nachgeschalteten Härtungszone, beispielsweise eines Brennofens, sowie einer
darauffolgenden Kühlzone unmittelbar dem Querspritzkopf zugeführt wird. Die noch warme Kunststoff
ummantelung kann dann anschließend noch bedruckt oder geprägt und daraufhin abgekühlt werden,
und schließlich kann der endlose ummantelte Minenstrang in einem weiteren unmittelbar anschließenden
Arbeitsgang mittels eines rotierenden Scherkopfes auf Stücke der gewünschten Länge abgeschnitten
werden, wobei sich gleichzeitig mit dem Abschneiden am jeweils darauffolgenden Stück gleich eine
Schreibspitze gewünschter Länge und Form ausbilden läßt.
Das erfindungsgemäße Verfahren gestattet es, durch entsprechende Wahl der Düse am Spritzkopf
des Extruders jegliche gewünschte Profilierung der Ummantelung zu verwirklichen, wobei durch Anbau
eines zusätzlichen Plastifizier-Aggregats an den Spritzkopf auch die Möglichkeit gegeben ist, zwei-
oder mehrfarbige Schreibstiftmäntel herzustellen, beispielsweise in an sich bekannter Weise die Kanten
/on Schreibstiften mit Sechskant-Querschnitt anders-'arbig
auszubilden. Im übrigen ist es auch möglich, ;e nach Wunsch eine mehr oder weniger glatte
Außenfläche der Kunststoffummantelung zu erreichen, und schließlich kann durch entsprechende Einstellung
der zur Anwendung gelangenden Kunststoffe auch erreicht werden, daß sich die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten Schreibstifte mit den bekannten handelsüblichen Spitzern bei annähernd
gleichem Kraftaufwand anspitzen lassen.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Schreibstiften mit einer in bekannter Weise hergestellten
Mine, die nach dem bekannten Prinzip der Ummantelung von Kabeln od. dgl. mittels eines Extruders
mit einer Umhüllung aus thermoplastischem Kunststoff, beispielsweise PVC, Polystyrol oder
Polyäthylen versehen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Mine als endloser Strang gepreßt und nach Durchlaufen einer Härtungs-
und einer anschließenden Kühlzone unmittelbar dem Querspritzkopf des Extruders kontinuierlich
zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mine vor dem Härten an
ihrer Oberfläche in an sich bekannter Weise aufgerauht wird. .
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffumhüllung
nach ihrer Extrusion in noch warmem Zustand bedruckt oder geprägt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schreibstifte
mittels eines dem Querspritzkopf nachgeschalteten rotierenden Scherkopfes auf die.vorbestimmte
Länge abgestochen werden, wobei gleichzeitig am darauffolgenden Schreibstift eine
Spitze gewünschter Form und Länge ausgebildet wird.
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