DE1461162B2 - Langsiebpapiermaschine - Google Patents
LangsiebpapiermaschineInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
- D21F9/00—Complete machines for making continuous webs of paper
- D21F9/003—Complete machines for making continuous webs of paper of the twin-wire type
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Description
3 4
deren Kanten das eine Sieb gleitet. Die Leisten bil- mehrere Leisten 16 enthalten. Die am Sieb anliegenden
zweckmäßig mit der Sieblaufrichtung einen spit- den Oberkanten der Leisten 16 sind um mindestens
zen Winkel. Diese Konstruktion ermöglicht eine be- eine Horizontalachse konvex zylindrisch gekrümmt,
sonders wirkungsvolle, aber schonende Entwässerung Die einander gegenüberliegend angeordneten Siebe,
und eine besonders gleichmäßige Papierbahn. 5 die in der Bahnbildungszone annähernd parallel
Die Erfindung soll nun an einem typischen Aus- zueinander laufen und den Stoffstrahl 3 zwischen
führungsbeispiel in Verbindung mit der Zeichnung sich aufnehmen, sind in der Bahnbildungszone über
näher erläutert werden, die eine Schnittansicht einer die gekrümmten Leistenkanten geführt und werden
Führungsanordnung für die gesteuerte Annäherung durch diese etwas umgelenkt. Die Siebe werden da-
zweier Siebe in dem nahe der Stoffauflaufdüse gele- ίο durch kontrollierbar aneinander angenähert. Die
genen Bahnbildungsbereich zeigt. Krümmung der Leisten 16 kann gleichförmig sein,
Eine untere und eine obere Brustwalze 1, 2, für und die Leistenkanten können beispielsweise auf
die aus Festigkeitsgründen vorzugsweise geschlossene einem relativ kleinen Winkelbereich eines Zylinders
Walzen verwendet werden, sind im Abstand von mit einem Durchmesser von etwa 5 m liegen. Die
einem aus einer Auslaufdüse 4 zwischen die Walzen 15 Tangente des Bogens kann am stromabwärts gelegeausgestoßenen
Stoffstrahl montiert, um eine Unter- nen Ende 15 a etwa waagerecht verlaufen und am
brechung des Stoffstrahles durch die Pumpwirkung stromaufwärts gelegenen Ende 15 b darstellungsgeder
Walzen zu verhindern. Ein Langsieb 5 ist um die maß einen Winkel von etwa 20° mit der Horizontauntere
Walze 1 geführt, und ein demgegenüber feine- len bilden. Die Auslaufdüse 4 kann dann in einem
res Langsieb 6 läuft über dem Sieb 5 ebenfalls über ao Winkel von etwa 20° nach oben gerichtet sein, und
die Walze 1. An der oberen Walze 2 laufen in ent- der Stoff 3 wird um einen Bogen von etwa 20° umsprechender
Weise ein feines Sieb 8 und ein darunter- gelenkt, während er über die Siebtischanordnung 15
liegendes gröberes Sieb 9. Wie dargestellt, trifft der läuft, so daß er an einem Punkt 25 etwa waagerecht
Stoffstrahl auf die unteren" Siebe etwas eher als auf gerichtet ist.
die oberen Siebe. - - . 25 Die Leisten 16 können einen kleinen Winkel mit
die oberen Siebe. - - . 25 Die Leisten 16 können einen kleinen Winkel mit
Unterhalb des unteren Siebes 5 kann neben der der Laufrichtung der Siebe 5, 6, 8, 9 bilden, um die
unteren Walze 1 ein kurzer Saugkasten 11" montiert Bildung von Markierungen in der Bahn zu vermeisein.
Der Saugkasten 11 enthält eine Anzahl von Ab- den". Sie sind auf einer gelochten oder durchbrochestreiferleisten
12, die in Längsrichtung des Kastens nen Trägerplatte 18 montiert. Die Durchbrechungen
verlaufen und deren nach vorn weisende obere und 30 19 gestatten dem Wasser, durch die Trägerplatte 18
untere Seiten einen spitzen Winkel bilden. Die Lei- durchzutreten und in eine Ableitanordnung, z. B.
sten 12 sind versteift, beispielsweise durch minde- einen Saugkasten 20, zu fließen. Die Durchbrechunstens
eine Traverse 13. In dem Saugkasten 11 kann gen 19 können mit der Laufrichtung der Bahn einen
über eine Auslaßleitung 11' ein schwacher Unter- divergenten Winkel bilden, um die Wasserableitung
druck aufrechterhalten werden. Der Saugkasten 11 35 von der Bahn durch die Durchbrechungen zu erkann
auch entfallen. In diesem Falle kann eine Ab- leichtern.
streiferanordnung näher an der Walze 1 angeordnet Der Saugkasten 20 kann mit einer Anzahl von
werden. Leitblechen 21 versehen sein, die entweder in die
Auch die Untersiebe, die aus gröberem Gewebe Zeichenebene hinein oder aus dieser heraus ge-
bestehen, sind nicht unbedingt notwendig. Sie haben 4° krümmt sind und das ausgepreßte Wasser in einen
aber den Vorteil, daß sie eine übermäßige Abnut- Auslaß 21' leiten, der mit einer nicht dargestellten
zung der feineren Siebe 6,8 verhindern. Die Ma- Saugpumpe in Verbindung steht, so daß auf die über
schine ist nämlich für hohe Arbeitsgeschwindigkeiten die Siebtischanordnung 15 laufende Stoffschicht ein
und hohe Saugleistungen bestimmt, und ein Sieb vorzugsweise schwacher Unterdruck zur Einwirkung
einer Feinheit, die eine ausreichende Unterstützung 45 gebracht werden kann. Bei einer Maschine großer
und eine feine Struktur der Papierbahn gewährleistet, Arbeitsbreite können zwei Leitblechsätze verwendet
würde sonst schnell verschleißen. Das gröbere Sieb werden, von denen der erste das aus der linken
verringert auch Markierungen des Papiers, die vor Hälfte der Bahn austretende Wasser zur linken Seite
der Verfestigung entstehen können, und kann auch der Maschine und der andere das von der rechten
zum Antrieb des feinen Siebes verwendet werden. 50 Hälfte der Bahn ausgepreßte Wasser zur rechten
Bei der dargestellten Anordnung wird die Annähe- Seite der Maschine ablenkt. Ein Abstreifer 27 entrang
der Siebe durch die gekrümmte Siebtischanord- fernt das durch die oberen Siebe 8,9 ausgepreßte
nung 15 bewirkt. Die Anordnung 15 kann eine oder Wasser.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Langsiebpapiermaschine mit zwei umlaufen- Schnellauf enden Sieben unbrauchbar und hat im übden,
jeweils über eine Umlenkanordnung geführ- 5 rigen den gleichen Nachteil wie die oben beschrieten
Sieben, deren gegenseitiger Abstand inner- bene bekannte Maschine.
halb der Bahnbildungszone, in die der Papier- Es ist- andererseits bekannt, daß sich in einer Pastoff
strahl eingeführt wird, in Laufrichtung der piermaschine eine schonende Entwässerung durch
Siebe abnimmt und die in dem Bereich, in dem Verwendung eines in Maschinenrichtung konvex gesie
sich einander annähern, durch eine wasser- io krümmten Siebtisches erreichen läßt. Eine Maschine
durchlässige Führungsanordnung geführt sind, mit einem solchen Siebtisch ist aus der USA.-Patentdadurch
gekennzeichnet, daß als Füh- schrift 1 814268 bekannt. Sie unterscheidet sich aber
rungsanordnung für beide Siebe (6, 8) ein sich grundsätzlich dadurch von einer Maschine der einüber
den Annäherungsbereich erstreckender was- gangs genannten Art, daß das Obersieb erst nach der
serdurchlässiger stationärer Siebtisch (15) mit 15 Bahnbildungszone auf das Untersieb trifft, während
konvex gekrümmter feststehender Oberfläche diese Zone selbst oben frei ist. Ein Betrieb mit
verwendet wird. schnellaufender Maschine, bei dem der Stoff als
2. Langsiebpapiermaschine nach Anspruch 1, Strahl in die Bahnbildungszone gespritzt wird, ist
dadurch gekennzeichnet, daß der Siebtisch eine deshalb nicht möglich. Abgesehen davon, daß bei der
durchbrochene Trägerplatte (18) und auf dieser 20 bekannten Maschine der Siebtisch nicht als Führung
wenigstens annähernd in Sieblaufrichtung verlau- für beide Siebe dient, sind zur Führung des Untersiefende
Leisten (16) enthält, über deren Kanten das bes nach der Brustwalze zunächst eine Reihe von
eine Sieb (6) gleitet. wasserundurchlässigen Walzen vorgesehen, was die
3. Papiermaschine nach Anspruch 2, dadurch oben schon erläuterten Nachteile hat. Offenbar hielt
gekennzeichnet, daß die Leisten (16) einen spit- 25 man Führungswalzen in der Bahnbildungszone biszen
Winkel mit der Sieblaüfrichtung bilden. her für notwendig.
■'·... Es ist weiter bekannt, beide Siebe einer Maschine,
-- die allerdings zum Herstellen von Platten dient, in
der Bahnbildungszone durch zwei einander gegen-
30 überliegende, relativ kurze Saugkasten zu führen (USA.-Patentschrift 1927 361). Obwohl unter dem
Die Erfindung betrifft eine Langsiebpapierma- Untersieb noch ein weiterer Saugkasten und zur Fühschine
mit zwei umlaufenden, jeweils über eine Um- rung der Obersiebe noch eine wasserdurchlässige
lenkanordnung geführten Sieben, deren gegenseitiger Führungswalze vorgesehen sind, hat diese Anord-Abstand
innerhalb der Bahnbildungszone, in die der 35 nung den Nachteil, daß die gewünschte gesteuerte
Papierstoffstrahl eingeführt wird, in Laufrichtung der Entwässerung nicht über die gesamte Annäherungs-Siebe
abnimmt und die in dem Bereich, in dem sie zone der Siebe möglich ist. Außerdem besteht der
sich einander annähern, durch eine wasserdurchläs- schon erläuterte Nachteil, daß das Obersieb zwischen
sige Führungsanordnung geführt sind. den Saugkästen nicht nachgeben kann.
Aus der USA.-Patentschrift 2 969114 ist eine 40 Der. Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe
Langsiebpapiermaschine der eingangs genannten Art zugrunde, eine Papiermaschine mit einer Siebfüh-
bekannt. Sie hat als Führungsanordnung für die bei- rungsanordnung anzugeben, die es erlaubt, dem
den in.der Bahnbildungszone konvergierenden Siebe Stoffwassergemisch praktisch unmittelbar nach sei-
zwei Reihen von rotierenden Walzen, die paarweise nem Austreten aus dem Stoffauflauf große Mengen
an den beiden Sieben anliegen. Bei den Walzenpaa- 45 Wasser schonend und ohne Beeinträchtigung der ge-
ren, zwischen denen sich Leitbleche befinden kön- . bildeten Bahn zu entziehen und das Wasser so rasch,
nen, handelt es sich um ein Brustwalzenpaar und um wie es aus dem Stoff ausgepreßt wird, abzuführen,
wasserdurchlässige Saugwalzen. Diese Konstruktion Die Erfindung besteht darin, daß bei einer Ma-
hat an sich den Vorteil, daß sie in der wichtigen schine der eingangs genannten Art als Führungsan-
Bahnbildungszone eine gesteuerte Entwässerung er- 50 Ordnung für beide Siebe ein sich über den Annähe-
möglicht. Andererseits hat sie aber wesentliche rungsbereich erstreckender wasserdurchlässiger sta-
Nachteile. Insbesondere kann zwischen den beiden tionärer Siebtisch mit konvex gekrümmter feststehen-
Walzen der jeweiligen Paare keines der beiden Siebe der Oberfläche verwendet wird,
nachgeben, wenn sich die Beanspruchung z.B. durch Eine solche Führungsanordnung für beide Siebe
einen Stoffklumpen, durch Unebenheiten der Sieb- 55 durch nur einen gekrümmten stationären Siebtisch
oder auch durch eine gewollte oder ungewollte An- unterscheidet sich grundsätzlich von allen bisher be-
derung der Stoffzufuhrrate ändert. Dies kann nicht kannten Konstruktionen mit Führungen zu beiden
nur zu Beschädigungen der Siebe führen, sondern hat Seiten der Siebe und mit Walzen und/oder kurzen
auch eine ungleichmäßige Entwässerung zur Folge. Saugkästen oder mit einem wasserundurchlässigen
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß dem Stoff- 6° Tisch, wie oben erläutert wurde. Sie bewirkt eine ge-
brei bei starker Entwässerung das Wasser nicht so steuerte Annäherung der Siebe längs einer beträchtli-
schonend entzogen werden kann, wie es für eine ein- chen Strecke anschließend an die Stoffauflaufdüse
wandfreie Papierbahn wünschenswert wäre. derart, daß das Wasser aus dem zwischen den Sieben
Es ist auch schon bekannt, die beiden Siebe in der geführten Stoffwassergemisch schonend, sanft und
Bahnbildungszone auf der Unterseite durch einen 65 kontinuierlich ausgepreßt wird.
Siebtisch mit gekrümmter Oberfläche und auf der Vorzugsweise enthält der Siebtisch eine durchbro-
Oberseite durch eine Reihe von Walzen zu führen chene Trägerplatte und auf dieser wenigstens annä-
(USA.-Patentschrift 2 977 277). Da aber in diesem hemd in Sieblaufrichtung verlaufende Leisten, über
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