DE1460583C - Verfahren und Vorrichtung zum Schrumpfen von Schrumpffasern enthaltenden textlien Bahnen größerer Lange - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Schrumpfen von Schrumpffasern enthaltenden textlien Bahnen größerer LangeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum kontinuierlichen Schrumpfen von Schrumpffasern enthaltenden textlien Bahnen größerer
Länge durch Wärmeeinwirkung, nach dem die Bahn in eine ein heißes gasförmiges Medium enthaltende
Schrumpfkammer eingeführt wird.
Derart geschrumpfte Faserbahnen können z. B. nachträglich mit Bindemittel imprägniert werden und
stellen dann ein wertvolles Lederersatzmaterial dar. Es sei in diesem Zusammenhang nur auf die USA.-Patentschrift
2 723 935 verwiesen. Dort wird bereits empfohlen, ein loses Faservlies zu nadeln und anschließend
stark zu schrumpfen, bevor man es imprägniert.
Nun bereitet das Schrumpfen von beliebigen Faserflächengebiidcn,
wie z. B. Geweben, Gewirken oder Vliesstoffen mit Schrumpffaseranteil keine Schwierigkeiten,
wenn man z. B. ein Stück einer Größe von 50 X 50 cm vorliegen hat. Man braucht dieses Flächengebilde
nur in heißes Wasser zu werfen oder in eine Heißluft- oder Heißdampfkammer einzulegen.
Dabei erfolgt der Schrumpf automatisch.
Schwierigkeiten hingegen treten auf, wenn man eine endlose Faserbahn kontinuierlich schrumpfen
möchte. Man könnte dabei natürlich zunächst daran denken, die Faserbahn über Hilfsrollen in die Heißluftkammer
einzuführen, wie aus F i g. 1 ersichtlich ist. Bei dieser Arbeitsweise bilden sich jedoch starke
Diagonalfalten bzw. Verdichtungen in der Faserbahn. Unter Diagonalfalten versteht man starke Falten, die
etwa längs den Rändern der Bahn aufeinander zulaufen, wie aus Fig. 2 ersichtlich. Da man jedoch
nur ein glattes Material mit Erfolg tränken und zu Kunstleder verarbeiten kann, erweist sich diese einfachste
Art des kontinuierlichen Schrumpfens als unbrauchbar.
Auch die Festigkeitseigenschaften der geschrumpften Faserbahn erleiden bei diesem Verfahren eine
Einbuße, da der Schrumpf an einzelnen Stellen unterschiedlich ist.
Es wurde nun gefunden, daß man diese störenden Einflüsse in einfachster Weise beseitigen kann. Man
braucht hierzu nur die ungeschrumpfte Faserbahn schubweise in eine Heißluftkammer einlaufen zu lassen.
Mit anderen Worten: Man schiebt im einfachsten Fall zunächst möglichst schnell so viel Material
ίο in die Heißluftkammer ein, so daß sich zwischen den
Hilfsrollen H1 und H2 Wellen, bilden, wie aus F i g. 3
ersichtlich.
Auf diese Weise kann die Bahn in der Heißluftkammer frei schrumpfen. Da infolge des Schrumpfes
die Bahn sowohl in der Breite als auch in der Länge einläuft, glätten sich die Wellen wieder aus. Man
wartet jedoch nicht, bis die Bahn wieder straff wird. Schon kurz vorher (dieser Zustand ist aus F i g. 4
ersichtlich) schiebt man schnell so viel Material nach, daß wieder der Zustand wie in F i g. 3 (starke Wellenbildung)
erreicht wird. Nach größenordnungsmäßig einer Sekunde schrumpft der Überschuß wieder und
es wird der Zustand in Fig.4 erreicht. Dann schiebt
man erneut neues Material nach, das wiederum schrumpft, wodurch von neuem der Zustand der
F i g. 3 erreicht wird usw.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, dieses schubweise Nachliefern von ungeschrumpftein Material mit
Hilfe einer sogenannten Haspel zu bewerkstelligen.
Eine Haspe! wird gebildet aus zwei walzenähnlichen Vorrichtungen. Die Walzenobcrfläche ist jedoch von
breiten Längsrippen unterbrochen.
Man kann eine derartige Vorrichtung sich auch vorstellen als aus zwei Reifen bestehend, die sich um
eine gemeinsame Achse drehen und deren Ränder durch Stäbe miteinander verbunden sind. Das Ganze
hat, wie aus F i g. 5 ersichtlich, das Aussehen einer Tretmühle.
Zwei derartige »Tretmühlen« werden nun einander so genähert, daß die Stäbe der einen Tretmühle in
die freien Längsrippen der anderen Tretmühle eingreifen, wie aus F i g. 6 ersichtlich.
Eine derart gebildete Haspel ordnet man nun vor der Heißluftkammer an. Dann läßt man die ungeschrumpfte
Bahn durch die Haspel laufen. Sie gelangt in Wellenform in die Heißluftkammer. Die
F i g. 7 zeigt schematisch den Verfahrensablauf. Die noch ungeschrumpfte Bahn läuft zunächst in eine
Heißluftkammer. In derselben sind Dampfrohre bzw. Düsen angeordnet. Wenn die Bahn durch dieselben
hindurchläüft, wird sie mit Heißdampf beblasen. Der heiße Dampf steigt nach oben und wird über die Absaugevorrichtung
abgesaugt. Das Schrumpfen setzt übrigens schon oberhalb der Dampfdüsen ein, da der
heiße Dampf (mit Heißluft vermischt) nach oben steigt.
Das untere Fünftel der Kammer kann mit heißem Wasser gefüllt sein, braucht es aber nicht. Die optimalen
Versuchsbedingungen richten sich nach der Art der Bahn, der Art und Menge der darin enthaltenen
Schrumpffasern usw.
Nach dem Schrumpfen wird die Bahn aus der Kammer entfernt (die in Fig. 1 gezeigten Hilfsrollen
sind für die Durchführung nicht unbedingt erfordcr-
6S lieh), getrocknet und aufgerollt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zum kontinuierlichen Schrumpfen von Sch rumpf fasern enthaltenden textlien
Bahnen größerer Länge durch Wärmeeinwirkung, nach dem die Bahn in eine ein heißes gasförmiges
Medium enthaltende Schrumpfkammer eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bahn von oben her in die Schrumpfkammer diskontinuierlich derart eingeführt wird, daß die
Bahn in der Schrumpfkammer nie gestrafft wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß über einer Schrumpfkammer ein Zuführmechanismus angebracht ist, bei dem die Zuführung
der Bahn über ein Paar zusammenwirkender Zufuhrwalzen erfolgt, deren zylindrische
Umfangsfiächen durch einzelne, achsparallele und im Abstand voneinander angeordnete
Stäbe gebildet sind, so daß die Stäbe der einen Walze mit Spiel zahnradartig in die
Zwischenräume zwischen den Stäben der anderen Walze eingreifen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF0047880 | 1965-12-10 | ||
| DEF0047880 | 1965-12-10 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1460583A1 DE1460583A1 (de) | 1969-05-29 |
| DE1460583C true DE1460583C (de) | 1973-07-26 |
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