DE1458133A1 - Metall-Stranggussverfahren und Einrichtung zu seiner Durchfuehrung - Google Patents
Metall-Stranggussverfahren und Einrichtung zu seiner DurchfuehrungInfo
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Description
PATENTANWÄLTE
Dr. Andrejewski Essen, den 11. März 1968
Dr.-Ing. Honke (17 714/Cn.)
Essen, KettwigerStr. 36
(Am Hauptbahnhot UAlbarg)
Telefon 225002/03
ünferlagen (Art7fi.Abs.2N
Patentanmeldung der Firma The Babcock & Wilcox Company,
löl, East 42nd Street, New York 17, N.Y.
Metall-Stranggußverfahren und Einrichtung
zu seiner Durchführung.
Die Erfindung betrifft ein Metall-Stranggußverfahren, wobei
das geschmolzene Metall einer aufrechtstehenden, beiderseits offenen flussigkeitsgekühlten Form zugeführt und ein im Entstehen
begriffenes Gußstück vom entgegengesetzten Ende dieser Form abgezogen wird.
Es ist ein Stranggußverfahren bekannt (brit. Patentschrift 59Ö 5Ö5), bei dem die Stranggußform fest steht und der Strang
ruckweise abgezogen wird, wodurch in der Folge der Schmelz-
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spiegel in der Stranggußform periodisch zwischen einer oberen und einer unteren Grenze schwankt. Diese wechselnde Abzugsgeschwindigkeit
des Gußstranges dient dazu, die von anderen bekannten Verfahren vorgesehene Bewegung der Stranggußform zu
ersetzen, da aus konstruktiven Gründen eine wechselnde Abzugsgeschwindigkeit
des Gußstranges eine größere Amplitude des Schmelzspiegels und damit der Relativbewegung zwischen dem
Gußstrang und der Stranggußform möglich macht als eine oszillierende Stranggußform.
Es ist ferner ein Verfahren bekannt, bei dem eine Stranggußform
sich über einen bestimmten Weg mit dem mit konstanter Geschwindigkeit abgezogenen Gußkörper mitbewegt, worauf diese Form
nach Lösen von dem Gußkörper durch Federbelastung wieder in die Ausgangsstellung zurückbewegt wird (vergl. brit. Patentschrift
öO6 803). Zum besseren Lösen der Stranggußform von dem
in ihr hängenden Gußstrang ist vorgesehen, der Form einen Impuls
in Bewegungsrichtung des Gußkörpers zu geben, wodurch vor allem eine Zugbelastung der schon erstarrten Randbereiche
des Gußkörpers vermieden werden soll.
Außerdem kennt man einen Durchflußregler für Schmelzen für Kiesvorrichtungen mit Durchlaufkokillen, bei dem vor der Durchflußöffnung
der Zuführungsleitung an einem Waagebalken ein Auffanggefäß mit Ablauf angeordnet ist, dem ein Gegengewicht
bei einem vorbestimmten Schmelzinhalt das Gleichgewicht hält und das Mittel zum Regeln des Durchflusses nach Maßgabe seiner
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Wiegebewegung trägt (vergl. deutsche Patentschrift Ö64 738).
Mit diesem Regler soll die zufließende Metallmenge und damit die Höhe des Schmelzspiegels praktisch konstant gehalten werden.
Nur durch die Trägheit des Reglers selbst treten zwangsläufig geringfügige Schwankungen des Schmelzspiegels auf.
Die bekannten Verfahren haben jedoch den Nachteil, daß Je nach
der Art des Verfahrens die Bewegung des abgezogenen Gußstückes und die Bewegung der Stranggußform in Richtung und Geschwindigkeit
für eine mehr oder weniger lange Zeit übereinstimmen. Die während der Dauer dieser Übereinstimmung erstarrende Schmelze
kann mehr oder weniger an der Stranggußform "hängenbleiben", die Erstarrungsbedingungen sind während dieser Zeit andere als
während der nachfolgenden Phase der Relativbewegung zwischen dem Gußstück und der Stranggußform, während der auch die hängengebliebenen
Partien des neu entstandenen Gußstückes wieder von der Stranggußform gelöst werden. Dieses führt zu der dem Strang-
:'. IJ. C* .i j,· U
gußfachmann bekannten Erscheinung der "Rippenbildung" an Stranggußkörpern,
wobei diese Rippen selbst bereits unerwünschte. Oberflächenfehler darstellen können. Darüber hinaus kommt es
im Bereich der Rippen durch die unterschiedliehenErstarrupgsbedingungen
sowie durch die unterschiedliche Bewegung der Schmelze gegenüber der Phase der Relativbewegung zwischen Stranggußstück
und Stranggußform zu Ansammlungen von Schlacken und zu Seigerungen, so daß durch diese Rippenbildung auch die Qualität
des Gußstückes zumindest in der Nähe der Randzonen herabgesetzt wird.
η ü 9 β i #
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin,
ein Stranggußverfahren, insbes. für Eisen- und Stahllegierungen und andere hochschmelzende Metalle, anzugeben, bei dem die
nachteilige Rippenbildung, die beiden bekannten Verfahren besonders stark bei hoher Gießgeschwindigkeit auftritt, auch
bei höheren Gießgeschwindigkeiten vermieden und also auch ein in den Randbezirken einwandfreies Gußstück erzeugt wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung die Kombination der folgenden Merkmale vor:
a) der im Entstehen begriffene Gußkörper wird mit wechselnder Geschwindigkeit so abgezogen, daß der
Schmelzspiegel in der Stranggußform periodisch zwischen einer oberen und unteren Grenze schwankt und
b) die Stranggußform wird mit demgegenüber hoher Frequenz
und kleiner Amplitude in achsialer Richtung auf- und niederoewegt.
Die Erfindung geht von der überraschenden Erkenntnis aus,-daß
auf diese Weise die Entstehung von Rippen auf der Oberfläche des Stranggußkörpers praktisch /ollständig verhindert und die
Qualität des Gußkörpers insbes. in den Randzonen und auf der Oberfläche somit auch erheblich bei hohen Gießgeschwindigkeiten
gesteigert werden kann.
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Gegenstand der Erfindung ist auch eine Einrichtung zur Durchführung
des beanspruchten Verfahreng die sich durch einfachen Aufbau und Funktionssicherheit auszeichnet. Diese Einrichtung
mit einer aufrechtstehenden Stranggußform mit Anordnungen zum Zuführen geschmolzenen Metalls in das obere Ende dieser Form
und mit Anordnungen, um ein im Entstehen begriffenes Gußstück vom unteren Ende d.er Form mit. wechselnder Geschwindigkeit abzuziehen,
ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Mechanismus vorgesehen ist, um die Form hin- und herzuführen und ein getrenntes
Steuersystem, um gleichzeitig durch das Abziehen des Gußstückes vom unteren Ende der Form mit wechselnder Geschwindigkeit den
Spiegel geschmolzenen Metalls innerhalb der Form zwischen ausgewählten oberen und unteren Grenzen zu verändern, wobei die
Wechselbewegung dieser Form und die Schwankung des Spiegels des geschmolzenen Metalls eine kontinuierliche Axialbewegung zwischen
der Form und dem im Guß befindlichen Metall verursachen. Vorzugsweise übersteigt die Amplitude der Bewegung des Spiegels
des geschmolzenen Metalls die Amplitude der Bewegung der Form. Ferner kann die Frequenz der Wechselbewegung der Form der Frequenz
des Wechsels des Spiegels des geschmolzenen Metalls innerhalb der Form übersteigen.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß es nach Lehre der Erfindung möglich ist,
auch bei höheren Gießgeschwindigkeiten Gußstücke zu erhalten, die frei von Rippen und daher auch frei von den durch die
Entstehung der Rippen hervorgerufenen Oberflächen und Fehlern
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in den Randzonen des Gußstückes sind. Im Ergebnis wird somit ein hoher Ausstoß an Stranggußstücken von gewünschter
Qualität erzielt, ohne daß eine nachträgliche Bearbeitung der Oberflächen des Stranggußstückes erforderlich ist.
■ Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; ^ es zeigen:
Flg. 1 einen schematischen Aufriß einer erfindungsgemäßen
Stranggußeinrichtung,
Pig. 2 eine Draufsicht auf eine der Stranggußformen und ihren
hin- und hergehenden Mechanismus, wobei Pfanne und Einlauftrichter fortgelassen wurden,
Fig. 3 das gleiche Teil nach Fig. 2 von der Seite gesehen,
und
Fig; 4 einen Schnitt durch Fig. 2 längs der Linie 4-4.
Wie in Fig. 1 zu sehen ist, ist die Stranggußeinrichtung als
Doppelstranggußmaschine ausgebildet und besitzt eine gemein-. same Gießapparatur- wie eine Gießpfanri-e 10 und einen Einlauftrichter
11 zur Abgabe geschmolzenen Metalls an-jede der Stranggußformen 12. Mit den beiden Gußsträngen ist die Gußan-
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Ordnung doppelt ausgebildet und eine Beschreibung der einen dieser Anlagen kann daher als Beschreibung für beide Teile
angesehen werden. Das geschmolzene Metall wird zumindest teilweise in einer Form 12 verfestigt undvon dort aus nach
unten durch einen Nachkühlabschnitt 15 geleitet. Nach Verlassen
des Abschnitteslj5 wird der Guß duoh einen Satz Abzugsrollen 14 geführt, welche die Punktion eines Steuersystems erfüllen
und die Geschwindigkeit der Bewegung des Stranges 15 aus der Form heraus regeln. Der Gußstrang 15 wird beim Durchlaufen
des Abschnittes 15 völlig verfestigt und bei Verlassen
der Abzugsrollen 14 durch einen sich mit dem Strang bewegenden Sauerstoffbrenner 16 oder dergleichen auf entsprechende Länge
geschnitten um eine leichtere Handhabung zu ermöglichen. Wie in Fig. 1 dargestellt, werden die zugeschnittenen Längen der Barren
oder Stränge 17 durch einen Mechanismus 18 abgenommen, der den Strang auf ein Transportband 20 ablegt, so daß er auf Lager genommen
oder an weitere Verarbeitungssteilen geführt werden kann.
Die Gießpfanne 10 hat ihren Ausfluß am Boden und wird von nicht
dargestellten Schmelzöfen mit geschmolzenem Metall versorgt, durch einen darüberhängenden Kran oder dergleichen (nicht dargestellt)
zur Gießstelle transportiert und in einen auf einer Schiene ruhenden Wagen 21 eingesetzt, um gegenüber der Gießrinnge 11 in
die richtige Lage zu kommen. Wenn die Gießpfanne sich in der richtigen Lage befindet, wird geschmolzenes Metall in durch
ein Steuergestänge gesteuerter Menge durch eine an ihrem Boden befindliche Düse aus der Pfanne abgegeben und fließt in den
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Einlauftrichter. Bei der dargestellten Ausführung der Einrichtung besitzt der Einlauftrichter 11 zwei Auslässe für
die gesteuerte Abgabe geschmolzenen Metalls an das offene obere Ende eines jeden Teiles der Stranggußformen 12. Die
Auslaufrinne ist so aufgebaut und angeordnet, daß sie das geschmolzene Metall nach unten hin abgibt und daß Schlacke
im geschmolzenen Metall weitgehend entfernt wird, bevor die Schmelzströme den Gießformen zugeleitet werden.
Beide Stranggußformen 12 sind vertikal montiert, um das Schmelzgut an ihrem oberen Ende zu empfangen und das Abziehen
eines im Entstehen begriffenen Gußstückes an ihrem unteren Ende zu ermöglichen. Wie nachstehend beschrieben, ist jede
Form derart angeordnet, daß sie auf- und niederbewegt werden kann, um die Qualität des Gußstückes zu verbessern.
Das am unteren Ende einer jeden Form heraustre-tende Ende des
gegossenen Stranges besitzt eine stark abgekühlte Gußhaut von genügender Stärke, welche den inneren, noch flüssigen Metallkern
zusammenhalt. Bei Verlassen des unteren Endes der Form durchläuft der Strang den Nachkühlabschnitt Ij5, wobei der.
Strang 15 nicht nur durch gegen seine Wandungen gespritzte
Wasserströme abgekühlt wird, sondern die Wandungen des Stranges werden auch durch einen Rollenmechanismus gehalten, durch
weichenein Quellen des Gußstückes vermieden werden soll.
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Bei Verlassen des·Nachkühlabschnittes 13 wird der Strang
durch urd durch vollständig verfestigt, obwohl seine Oberflächentemperatur
zwischen 815° C und 98O0 C liegt. Der besondere Abzugsmechanismus ergreift jeweils die Oberfläche
eines jeden Stranges wobei dieser Mechanismus mit einer ausgewählten Durchschnittsgeschwindigkeit angetrieben wird,
um die Geschwindigkeit der Bewegung des Stranges aus der entsprechenden Form heraus zu steuern. "
Jede der Formen der Stranggußmaschine wird in der Längsrichtung
der Form 12 hin- und herge-führt und zwar beispielsweise etwa 120mal pro Minute mit einer Amplitude von ca. 4,75 nun 9,5
mm. Die auf- und niedergeführte Form wird mit einer bevorzugten Betätigungsart des Steuersystems Ik kombiniert, so daß
die Form sich kontinuierlich gegenüber dem'in ihr hergestellten
Strang bewegt. Das Steuersystem arbeitet in einem Zyklus mit schnellen und langsamen Abzugsgeschwindigkeiten, wobei das
Gußstück während des schnellen Teiles des Abziehens schneller abgezogen wird, als geschmolzenes Metall der Form zugeführt
wird, so daß der Spiegel des geschmolzenen Metalls in der Form sinkt. Während des übrigen Teiles des Abzugszyklus wird der
Strang langsamer abgezogen, als geschmolzenes Metall der Form zugeführt wird, so daß der Spiegel des geschmolzenen Metalls
innerhalb der Form steigt.
Mit dem beschriebenen wechselnden Abzugszyklus verändert sich der Spiegel des geschmolzenen Metalls innerhalb der Form zwi-
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sehen einer ausgewählten oberen und unteren Grenze, wobei
der Abstand zwischen diesen Grenzen etwa ca. 12,75 mm 175
mm beträgt. Die beiden Abzugsgeschwindigkeiten können derart geregelt werden, daß der Schmelzspiegel des Metalls
innerhalb der Form 2 - 7mal pro Minute wechselt. Der Abzugszyklus verläuft in der Art, daß das Guß&tück für einen kurzen
Zeitraum eines jeden Abzugszyklus stillsteht. Vorzugsweise wird indessen das Steuersystem 14 kontinuierlich betätigt,
aber mit wechselnden schnellen und langsamen Geschwindigkeiten, so daß die Durchschnittsgesohwindigkeit pro Abzugszyklus des
Gußstückes aus der Form 12 etwa die gleiche ist wie die Durchschnittsgeschwindigkeit,
mit welcher das Schmelzgut der Form zugeführt wird.
Der Mechanismus zum Hin- und Herführen der Form 12 ist in den Fig. 2 und 4 dargestellt. Wie in Fig. 2 dargestellt, besitzt
diese spezielle Stranggußform 12 allgemein recheeckigen Innenquerschnitt
mit abgeschrägten Kanten 22, während die Seitenflächen der Form zwischen den abgeschrägten Eckenausgebogt
sind. Durch die dargestellte Konstruktion der Form soll das Schwinden des Gußmetalls kompensiert und ein Einreißen der
Ecken des gegossenen Stranges vermieden werden. Die inneren
Abmessungen der Form betragen etwa 200 mm zu 28o mm.
Der Aufbau der Form und ihrer Halterung ist im Einzelnen in
Fig. 4 dargestellt. Wie aus dieser Fig. zu sehen ist, besteht die Form aus einer Innenbüchse 23, die etwa 510 - 1150 mm
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20 - 45" lang sein, eine dünne Wandung von etwa 7,5 mm Stärke
besitzen und als einstückige Hülse aus mit Phosphor desoxydiertem
Kupfer oder Rotmessing gezogen werden kann. Die Formbüchse 23 wird an ihrem oberen Ende durch einen Flansch 24
und eine kreisringförmige Platte 25 gehalten, während am unteren Ende eine biegsame Führung 26 angeordnet ist.
Die Ringwandung 27 bildet ein zusammenhängendes Ganzes mit
einem Ringteil 30, welches den durchbohrten Boden einer Kühlmittelverteilerkammer
28 begrenzt, und einem aufrecht stehenden Mantel 51, dessen Oberkante dicht unter der Platte 25 und
dessen Unterkante über dem unteren Ende der Formbüchse 23
liegt. Der Mantel 31 ist so ausgebildet, daß zwischen seiner innenfläche und der Außenfläche der Büchse 23 ein gleichmäßiger
Zwischenraum besteht, durch welchen ein Kühlmittelstrom von der Kammer 28 zu einer ins Freie mündenden Auslaufstelle 33 am
unteren Ende des Mantels fließen kann. Die Oberkante 34 des
Mantels 31 ist abgerundet und bildet zusammen mit der unteren Fläche der Platte 25 einen gut abgerundeten Kühlmitteleinlaß
35 zum Durchfluß 32.
Bei der beschriebenen Konstruktion sind die Formbüchse 23 und die den Kühlmittelstrom begrenzende Konstruktion aus den Teilen
25, 27, 30 und 31 derart angeordnet, daß sie in der Längsrichtung der Büchse 23 hin- und hergeführt werden können. Dies wird
durch Vertikalbewegungen erreicht, welche Drehzapfen 36 und 37 übermittelt werden, die in der Wandung 27 an einander gegenüber-
liegenden Seiten der Form (siehe Fig. 2, 3 und 4) montiert
sind, wobei die einander gegenüberliegenden Enden der Zapfen-36 und 37 in Armen 38 bzw. 39 umlaufen können. Die Arme 38
und 39 sind derart angeordnet, daß sie sich um eine feststehende Achse, welche durch die Lagerungen 40 bzw. 41 hindurchgeht,
drehen können, wobei die Lagerungen auf einem Unterbau 42 der Stranggußmaschine sitzen. Das gegenüberliegende Teil der Arme
ist jeweils in konvergierende Richtung gebogen, um eine gemeinsame
Drehwdle 43 zu umfassen, welche ntt einer herabhängenden
Stange 44 versehen ist,die zwischen den Armen 38 und 39 angeordnet ist. Die Stange 44 wird in im wesentlichen vertikaler
Ebene durch einen Exzenter-Antrieb in Bewegung versetzt, welcher ein Motor mit Untersetzungsgetriebe 45 umfaßt über
eine Kupplung 46 und eine Welle 47 mit der Stange verbunden
ist. In der beschriebenen Anordnung werden die Arme 3d und 39
durch Drehung der Welle 47 hin- und herbewegt, so daß die Formbüchse 23 und die Teile 25, 27, 30 und 3I sich in vertikaler
Richtung bewegen, und zwar mit einer Amplitude und einer Frequenz, welche durch.die Ausbildung des Exzenterantriebes
der Stange 44 und des Ausschlages der WeEe 47 bestimmt
wi-rd.
Die Führung der hin- und hergehenden Formbüchse erfolgt durch ein feststehendes Gehäuse 48, welches mit dem Maschinenteil
42 durch Halterungen 50 und Rippen 51 verbunden ist. Wie in Fig. 4 dargestellt, umgibt das obere Teil des Gehäuses 48
den. unteren Süßeren Wandteil des Schildes 27, während das
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untere Ende des Gehäuses mit einem horizontal liegenden
Plansch 52 -versehen ist, dessen Innenrand dicht an der
Außenfläche des Mantesl 31 anliegt. Am oberen Ende des·
Gehäuses 48 und an derInnenkante des Flansches 52 sind
abdichtende Einsteckverbindungen 53 bzw. 54 vorgesehen,
welche am hin- und hergehenden Teil der Gußform angreifen. Durch diese Anordnung wird das hin- und hergehende Formteil
einwandfrei geführt und die axiale Bewegung der Formbüchse aufrechterhalten. Da das Gehäuse 48 stationär angeordnet ist,
wird die Kühlmitteleinlaßleitung 55 an dieses Gehäuse angeschlossen und gibt das Kühlmittel in die Kammer 56 ab, von
wo aus es durch die öffnungen 57 in der Platte 30 nach oben fließt.
Naturgemäß können auch andere Formen derartiger Mechanismen verwendet werden, um die Stranggußform gesteuert hin- und
herzugewegen, wobei unter Umständen der Mechanismus getrennt angetrieben und einstellbar ausgebildet wird, um sich der
Amplitude und Frequenz der Wechselbewegung der Form anzupassen.
Ansprüche
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Claims (1)
- Ansprüche1) Metall-Stranggießverfahren für Metalle mit hohem Schmelzpunkt, wobei das geschmolzene Metall in einer aufrechtstehenden, beider^ seits offenen flussigkeitsgekühlten Form g'eführt und ein im Entstehen begriffenes Gußstück vom entgegengesetzten Ende dieser Form angezogen wird, gekennzeichnet durch die Kombination der folgenden Merkmale:a) der im Entstehen begriffene Gußkörper wird mit wechselnder Geschwindigkeit so abgezogen, daß der Schmelzspiegel in der Stranggußform periodisch zwischen einer oberen und einer unteren Grenze schwankt,b) die Stranggußform wird mit demgegenüber hoher Frequenz in der Größenordnung von 120 Schwingungen/Min, und kleiner Amplitude (4,75 - 9,5 mm)in axialer Richtung auf- und niederbewegt.2) Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einer aufrechtstehenden Stranggußform mit Anordnungen zum Zuführen geschmolzenen Metalls in das obere Ende dieser Form und mit Anordnungen, um ein im Entstehen begriffenes Gußstück vom unteren Ende der Form mit wechselnder Geschwindigkeit abzuziehen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Mechanismus (56-47) vorgesehen ist, um die Form (12) hin- und herzuführen und ein getrenntes Steuersystem'(14), um gleichzeitig durch das Abziehen des Gußstückes (15) vom unteren Ende der Form (12) mit809813/0957H58133|5\wechselnder Geschwindigkeit den Spiegel geschmolzenen Metalls innerhalb der Form (12) zwischen ausgewählten oberen und unteren Grenzen zu verändern, wobei die Wechselbewegung dieser Form (12) und die Schwankung des Spiegels des geschmolzenen Metalls eine kontinuierliche Axialbewegung zwischen der Form (12) und dem im Ouß befindlichen Metall verursachen.J>) Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude der Bewegung des Spiegels des geschmolzenen Metalls die Amplitude der Bewegung der Form (12) übersteigt.4) Einrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz der Wechselbewegung der Form (12) die Frequenz des Wechsele des Spiegels des geschmolzenen Metalls innerhalb der Fo'rm (12) übersteigt.PAe Dr.Andrejewski, Dr.Honke809613/0957
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- 1962-07-25 LU LU42122D patent/LU42122A1/xx unknown
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| CN107635695A (zh) * | 2015-05-08 | 2018-01-26 | Ald真空技术股份有限公司 | 用于制造铸锭的设备和方法 |
Also Published As
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|---|---|
| GB944141A (en) | 1963-12-11 |
| US3200456A (en) | 1965-08-17 |
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