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DE1458133A1 - Metall-Stranggussverfahren und Einrichtung zu seiner Durchfuehrung - Google Patents

Metall-Stranggussverfahren und Einrichtung zu seiner Durchfuehrung

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Publication number
DE1458133A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mold
casting
molten metal
movement
continuous casting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19621458133
Other languages
English (en)
Inventor
Wilson William Gerald
Isaac Harter Jun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Babcock and Wilcox Co
Original Assignee
Babcock and Wilcox Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Babcock and Wilcox Co filed Critical Babcock and Wilcox Co
Publication of DE1458133A1 publication Critical patent/DE1458133A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/12Accessories for subsequent treating or working cast stock in situ
    • B22D11/128Accessories for subsequent treating or working cast stock in situ for removing
    • B22D11/1281Vertical removing
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/04Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths into open-ended moulds
    • B22D11/053Means for oscillating the moulds
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/14Plants for continuous casting
    • B22D11/141Plants for continuous casting for vertical casting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE
Dr. Andrejewski Essen, den 11. März 1968
Dr.-Ing. Honke (17 714/Cn.)
Essen, KettwigerStr. 36
(Am Hauptbahnhot UAlbarg) Telefon 225002/03
ünferlagen (Art7fi.Abs.2N
Patentanmeldung der Firma The Babcock & Wilcox Company, löl, East 42nd Street, New York 17, N.Y.
Metall-Stranggußverfahren und Einrichtung zu seiner Durchführung.
Die Erfindung betrifft ein Metall-Stranggußverfahren, wobei das geschmolzene Metall einer aufrechtstehenden, beiderseits offenen flussigkeitsgekühlten Form zugeführt und ein im Entstehen begriffenes Gußstück vom entgegengesetzten Ende dieser Form abgezogen wird.
Es ist ein Stranggußverfahren bekannt (brit. Patentschrift 59Ö 5Ö5), bei dem die Stranggußform fest steht und der Strang ruckweise abgezogen wird, wodurch in der Folge der Schmelz-
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spiegel in der Stranggußform periodisch zwischen einer oberen und einer unteren Grenze schwankt. Diese wechselnde Abzugsgeschwindigkeit des Gußstranges dient dazu, die von anderen bekannten Verfahren vorgesehene Bewegung der Stranggußform zu ersetzen, da aus konstruktiven Gründen eine wechselnde Abzugsgeschwindigkeit des Gußstranges eine größere Amplitude des Schmelzspiegels und damit der Relativbewegung zwischen dem Gußstrang und der Stranggußform möglich macht als eine oszillierende Stranggußform.
Es ist ferner ein Verfahren bekannt, bei dem eine Stranggußform sich über einen bestimmten Weg mit dem mit konstanter Geschwindigkeit abgezogenen Gußkörper mitbewegt, worauf diese Form nach Lösen von dem Gußkörper durch Federbelastung wieder in die Ausgangsstellung zurückbewegt wird (vergl. brit. Patentschrift öO6 803). Zum besseren Lösen der Stranggußform von dem in ihr hängenden Gußstrang ist vorgesehen, der Form einen Impuls in Bewegungsrichtung des Gußkörpers zu geben, wodurch vor allem eine Zugbelastung der schon erstarrten Randbereiche des Gußkörpers vermieden werden soll.
Außerdem kennt man einen Durchflußregler für Schmelzen für Kiesvorrichtungen mit Durchlaufkokillen, bei dem vor der Durchflußöffnung der Zuführungsleitung an einem Waagebalken ein Auffanggefäß mit Ablauf angeordnet ist, dem ein Gegengewicht bei einem vorbestimmten Schmelzinhalt das Gleichgewicht hält und das Mittel zum Regeln des Durchflusses nach Maßgabe seiner
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Wiegebewegung trägt (vergl. deutsche Patentschrift Ö64 738). Mit diesem Regler soll die zufließende Metallmenge und damit die Höhe des Schmelzspiegels praktisch konstant gehalten werden. Nur durch die Trägheit des Reglers selbst treten zwangsläufig geringfügige Schwankungen des Schmelzspiegels auf.
Die bekannten Verfahren haben jedoch den Nachteil, daß Je nach der Art des Verfahrens die Bewegung des abgezogenen Gußstückes und die Bewegung der Stranggußform in Richtung und Geschwindigkeit für eine mehr oder weniger lange Zeit übereinstimmen. Die während der Dauer dieser Übereinstimmung erstarrende Schmelze kann mehr oder weniger an der Stranggußform "hängenbleiben", die Erstarrungsbedingungen sind während dieser Zeit andere als während der nachfolgenden Phase der Relativbewegung zwischen dem Gußstück und der Stranggußform, während der auch die hängengebliebenen Partien des neu entstandenen Gußstückes wieder von der Stranggußform gelöst werden. Dieses führt zu der dem Strang-
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gußfachmann bekannten Erscheinung der "Rippenbildung" an Stranggußkörpern, wobei diese Rippen selbst bereits unerwünschte. Oberflächenfehler darstellen können. Darüber hinaus kommt es im Bereich der Rippen durch die unterschiedliehenErstarrupgsbedingungen sowie durch die unterschiedliche Bewegung der Schmelze gegenüber der Phase der Relativbewegung zwischen Stranggußstück und Stranggußform zu Ansammlungen von Schlacken und zu Seigerungen, so daß durch diese Rippenbildung auch die Qualität des Gußstückes zumindest in der Nähe der Randzonen herabgesetzt wird.
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Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, ein Stranggußverfahren, insbes. für Eisen- und Stahllegierungen und andere hochschmelzende Metalle, anzugeben, bei dem die nachteilige Rippenbildung, die beiden bekannten Verfahren besonders stark bei hoher Gießgeschwindigkeit auftritt, auch bei höheren Gießgeschwindigkeiten vermieden und also auch ein in den Randbezirken einwandfreies Gußstück erzeugt wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung die Kombination der folgenden Merkmale vor:
a) der im Entstehen begriffene Gußkörper wird mit wechselnder Geschwindigkeit so abgezogen, daß der Schmelzspiegel in der Stranggußform periodisch zwischen einer oberen und unteren Grenze schwankt und
b) die Stranggußform wird mit demgegenüber hoher Frequenz und kleiner Amplitude in achsialer Richtung auf- und niederoewegt.
Die Erfindung geht von der überraschenden Erkenntnis aus,-daß auf diese Weise die Entstehung von Rippen auf der Oberfläche des Stranggußkörpers praktisch /ollständig verhindert und die Qualität des Gußkörpers insbes. in den Randzonen und auf der Oberfläche somit auch erheblich bei hohen Gießgeschwindigkeiten gesteigert werden kann.
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Gegenstand der Erfindung ist auch eine Einrichtung zur Durchführung des beanspruchten Verfahreng die sich durch einfachen Aufbau und Funktionssicherheit auszeichnet. Diese Einrichtung mit einer aufrechtstehenden Stranggußform mit Anordnungen zum Zuführen geschmolzenen Metalls in das obere Ende dieser Form und mit Anordnungen, um ein im Entstehen begriffenes Gußstück vom unteren Ende d.er Form mit. wechselnder Geschwindigkeit abzuziehen, ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Mechanismus vorgesehen ist, um die Form hin- und herzuführen und ein getrenntes Steuersystem, um gleichzeitig durch das Abziehen des Gußstückes vom unteren Ende der Form mit wechselnder Geschwindigkeit den Spiegel geschmolzenen Metalls innerhalb der Form zwischen ausgewählten oberen und unteren Grenzen zu verändern, wobei die Wechselbewegung dieser Form und die Schwankung des Spiegels des geschmolzenen Metalls eine kontinuierliche Axialbewegung zwischen der Form und dem im Guß befindlichen Metall verursachen. Vorzugsweise übersteigt die Amplitude der Bewegung des Spiegels des geschmolzenen Metalls die Amplitude der Bewegung der Form. Ferner kann die Frequenz der Wechselbewegung der Form der Frequenz des Wechsels des Spiegels des geschmolzenen Metalls innerhalb der Form übersteigen.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß es nach Lehre der Erfindung möglich ist, auch bei höheren Gießgeschwindigkeiten Gußstücke zu erhalten, die frei von Rippen und daher auch frei von den durch die Entstehung der Rippen hervorgerufenen Oberflächen und Fehlern
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in den Randzonen des Gußstückes sind. Im Ergebnis wird somit ein hoher Ausstoß an Stranggußstücken von gewünschter Qualität erzielt, ohne daß eine nachträgliche Bearbeitung der Oberflächen des Stranggußstückes erforderlich ist.
■ Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; ^ es zeigen:
Flg. 1 einen schematischen Aufriß einer erfindungsgemäßen Stranggußeinrichtung,
Pig. 2 eine Draufsicht auf eine der Stranggußformen und ihren hin- und hergehenden Mechanismus, wobei Pfanne und Einlauftrichter fortgelassen wurden,
Fig. 3 das gleiche Teil nach Fig. 2 von der Seite gesehen, und
Fig; 4 einen Schnitt durch Fig. 2 längs der Linie 4-4.
Wie in Fig. 1 zu sehen ist, ist die Stranggußeinrichtung als Doppelstranggußmaschine ausgebildet und besitzt eine gemein-. same Gießapparatur- wie eine Gießpfanri-e 10 und einen Einlauftrichter 11 zur Abgabe geschmolzenen Metalls an-jede der Stranggußformen 12. Mit den beiden Gußsträngen ist die Gußan-
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Ordnung doppelt ausgebildet und eine Beschreibung der einen dieser Anlagen kann daher als Beschreibung für beide Teile angesehen werden. Das geschmolzene Metall wird zumindest teilweise in einer Form 12 verfestigt undvon dort aus nach unten durch einen Nachkühlabschnitt 15 geleitet. Nach Verlassen des Abschnitteslj5 wird der Guß duoh einen Satz Abzugsrollen 14 geführt, welche die Punktion eines Steuersystems erfüllen und die Geschwindigkeit der Bewegung des Stranges 15 aus der Form heraus regeln. Der Gußstrang 15 wird beim Durchlaufen des Abschnittes 15 völlig verfestigt und bei Verlassen der Abzugsrollen 14 durch einen sich mit dem Strang bewegenden Sauerstoffbrenner 16 oder dergleichen auf entsprechende Länge geschnitten um eine leichtere Handhabung zu ermöglichen. Wie in Fig. 1 dargestellt, werden die zugeschnittenen Längen der Barren oder Stränge 17 durch einen Mechanismus 18 abgenommen, der den Strang auf ein Transportband 20 ablegt, so daß er auf Lager genommen oder an weitere Verarbeitungssteilen geführt werden kann.
Die Gießpfanne 10 hat ihren Ausfluß am Boden und wird von nicht dargestellten Schmelzöfen mit geschmolzenem Metall versorgt, durch einen darüberhängenden Kran oder dergleichen (nicht dargestellt) zur Gießstelle transportiert und in einen auf einer Schiene ruhenden Wagen 21 eingesetzt, um gegenüber der Gießrinnge 11 in die richtige Lage zu kommen. Wenn die Gießpfanne sich in der richtigen Lage befindet, wird geschmolzenes Metall in durch ein Steuergestänge gesteuerter Menge durch eine an ihrem Boden befindliche Düse aus der Pfanne abgegeben und fließt in den
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Einlauftrichter. Bei der dargestellten Ausführung der Einrichtung besitzt der Einlauftrichter 11 zwei Auslässe für die gesteuerte Abgabe geschmolzenen Metalls an das offene obere Ende eines jeden Teiles der Stranggußformen 12. Die Auslaufrinne ist so aufgebaut und angeordnet, daß sie das geschmolzene Metall nach unten hin abgibt und daß Schlacke im geschmolzenen Metall weitgehend entfernt wird, bevor die Schmelzströme den Gießformen zugeleitet werden.
Beide Stranggußformen 12 sind vertikal montiert, um das Schmelzgut an ihrem oberen Ende zu empfangen und das Abziehen eines im Entstehen begriffenen Gußstückes an ihrem unteren Ende zu ermöglichen. Wie nachstehend beschrieben, ist jede Form derart angeordnet, daß sie auf- und niederbewegt werden kann, um die Qualität des Gußstückes zu verbessern.
Das am unteren Ende einer jeden Form heraustre-tende Ende des gegossenen Stranges besitzt eine stark abgekühlte Gußhaut von genügender Stärke, welche den inneren, noch flüssigen Metallkern zusammenhalt. Bei Verlassen des unteren Endes der Form durchläuft der Strang den Nachkühlabschnitt Ij5, wobei der. Strang 15 nicht nur durch gegen seine Wandungen gespritzte Wasserströme abgekühlt wird, sondern die Wandungen des Stranges werden auch durch einen Rollenmechanismus gehalten, durch weichenein Quellen des Gußstückes vermieden werden soll.
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Bei Verlassen des·Nachkühlabschnittes 13 wird der Strang durch urd durch vollständig verfestigt, obwohl seine Oberflächentemperatur zwischen 815° C und 98O0 C liegt. Der besondere Abzugsmechanismus ergreift jeweils die Oberfläche eines jeden Stranges wobei dieser Mechanismus mit einer ausgewählten Durchschnittsgeschwindigkeit angetrieben wird, um die Geschwindigkeit der Bewegung des Stranges aus der entsprechenden Form heraus zu steuern. "
Jede der Formen der Stranggußmaschine wird in der Längsrichtung der Form 12 hin- und herge-führt und zwar beispielsweise etwa 120mal pro Minute mit einer Amplitude von ca. 4,75 nun 9,5 mm. Die auf- und niedergeführte Form wird mit einer bevorzugten Betätigungsart des Steuersystems Ik kombiniert, so daß die Form sich kontinuierlich gegenüber dem'in ihr hergestellten Strang bewegt. Das Steuersystem arbeitet in einem Zyklus mit schnellen und langsamen Abzugsgeschwindigkeiten, wobei das Gußstück während des schnellen Teiles des Abziehens schneller abgezogen wird, als geschmolzenes Metall der Form zugeführt wird, so daß der Spiegel des geschmolzenen Metalls in der Form sinkt. Während des übrigen Teiles des Abzugszyklus wird der Strang langsamer abgezogen, als geschmolzenes Metall der Form zugeführt wird, so daß der Spiegel des geschmolzenen Metalls innerhalb der Form steigt.
Mit dem beschriebenen wechselnden Abzugszyklus verändert sich der Spiegel des geschmolzenen Metalls innerhalb der Form zwi-
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sehen einer ausgewählten oberen und unteren Grenze, wobei der Abstand zwischen diesen Grenzen etwa ca. 12,75 mm 175 mm beträgt. Die beiden Abzugsgeschwindigkeiten können derart geregelt werden, daß der Schmelzspiegel des Metalls innerhalb der Form 2 - 7mal pro Minute wechselt. Der Abzugszyklus verläuft in der Art, daß das Guß&tück für einen kurzen Zeitraum eines jeden Abzugszyklus stillsteht. Vorzugsweise wird indessen das Steuersystem 14 kontinuierlich betätigt, aber mit wechselnden schnellen und langsamen Geschwindigkeiten, so daß die Durchschnittsgesohwindigkeit pro Abzugszyklus des Gußstückes aus der Form 12 etwa die gleiche ist wie die Durchschnittsgeschwindigkeit, mit welcher das Schmelzgut der Form zugeführt wird.
Der Mechanismus zum Hin- und Herführen der Form 12 ist in den Fig. 2 und 4 dargestellt. Wie in Fig. 2 dargestellt, besitzt diese spezielle Stranggußform 12 allgemein recheeckigen Innenquerschnitt mit abgeschrägten Kanten 22, während die Seitenflächen der Form zwischen den abgeschrägten Eckenausgebogt sind. Durch die dargestellte Konstruktion der Form soll das Schwinden des Gußmetalls kompensiert und ein Einreißen der Ecken des gegossenen Stranges vermieden werden. Die inneren Abmessungen der Form betragen etwa 200 mm zu 28o mm.
Der Aufbau der Form und ihrer Halterung ist im Einzelnen in Fig. 4 dargestellt. Wie aus dieser Fig. zu sehen ist, besteht die Form aus einer Innenbüchse 23, die etwa 510 - 1150 mm
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20 - 45" lang sein, eine dünne Wandung von etwa 7,5 mm Stärke besitzen und als einstückige Hülse aus mit Phosphor desoxydiertem Kupfer oder Rotmessing gezogen werden kann. Die Formbüchse 23 wird an ihrem oberen Ende durch einen Flansch 24 und eine kreisringförmige Platte 25 gehalten, während am unteren Ende eine biegsame Führung 26 angeordnet ist.
Die Ringwandung 27 bildet ein zusammenhängendes Ganzes mit einem Ringteil 30, welches den durchbohrten Boden einer Kühlmittelverteilerkammer 28 begrenzt, und einem aufrecht stehenden Mantel 51, dessen Oberkante dicht unter der Platte 25 und dessen Unterkante über dem unteren Ende der Formbüchse 23 liegt. Der Mantel 31 ist so ausgebildet, daß zwischen seiner innenfläche und der Außenfläche der Büchse 23 ein gleichmäßiger Zwischenraum besteht, durch welchen ein Kühlmittelstrom von der Kammer 28 zu einer ins Freie mündenden Auslaufstelle 33 am unteren Ende des Mantels fließen kann. Die Oberkante 34 des Mantels 31 ist abgerundet und bildet zusammen mit der unteren Fläche der Platte 25 einen gut abgerundeten Kühlmitteleinlaß 35 zum Durchfluß 32.
Bei der beschriebenen Konstruktion sind die Formbüchse 23 und die den Kühlmittelstrom begrenzende Konstruktion aus den Teilen 25, 27, 30 und 31 derart angeordnet, daß sie in der Längsrichtung der Büchse 23 hin- und hergeführt werden können. Dies wird durch Vertikalbewegungen erreicht, welche Drehzapfen 36 und 37 übermittelt werden, die in der Wandung 27 an einander gegenüber-
liegenden Seiten der Form (siehe Fig. 2, 3 und 4) montiert sind, wobei die einander gegenüberliegenden Enden der Zapfen-36 und 37 in Armen 38 bzw. 39 umlaufen können. Die Arme 38 und 39 sind derart angeordnet, daß sie sich um eine feststehende Achse, welche durch die Lagerungen 40 bzw. 41 hindurchgeht, drehen können, wobei die Lagerungen auf einem Unterbau 42 der Stranggußmaschine sitzen. Das gegenüberliegende Teil der Arme ist jeweils in konvergierende Richtung gebogen, um eine gemeinsame Drehwdle 43 zu umfassen, welche ntt einer herabhängenden Stange 44 versehen ist,die zwischen den Armen 38 und 39 angeordnet ist. Die Stange 44 wird in im wesentlichen vertikaler Ebene durch einen Exzenter-Antrieb in Bewegung versetzt, welcher ein Motor mit Untersetzungsgetriebe 45 umfaßt über eine Kupplung 46 und eine Welle 47 mit der Stange verbunden ist. In der beschriebenen Anordnung werden die Arme 3d und 39 durch Drehung der Welle 47 hin- und herbewegt, so daß die Formbüchse 23 und die Teile 25, 27, 30 und 3I sich in vertikaler Richtung bewegen, und zwar mit einer Amplitude und einer Frequenz, welche durch.die Ausbildung des Exzenterantriebes der Stange 44 und des Ausschlages der WeEe 47 bestimmt wi-rd.
Die Führung der hin- und hergehenden Formbüchse erfolgt durch ein feststehendes Gehäuse 48, welches mit dem Maschinenteil 42 durch Halterungen 50 und Rippen 51 verbunden ist. Wie in Fig. 4 dargestellt, umgibt das obere Teil des Gehäuses 48 den. unteren Süßeren Wandteil des Schildes 27, während das
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untere Ende des Gehäuses mit einem horizontal liegenden Plansch 52 -versehen ist, dessen Innenrand dicht an der Außenfläche des Mantesl 31 anliegt. Am oberen Ende des· Gehäuses 48 und an derInnenkante des Flansches 52 sind abdichtende Einsteckverbindungen 53 bzw. 54 vorgesehen, welche am hin- und hergehenden Teil der Gußform angreifen. Durch diese Anordnung wird das hin- und hergehende Formteil einwandfrei geführt und die axiale Bewegung der Formbüchse aufrechterhalten. Da das Gehäuse 48 stationär angeordnet ist, wird die Kühlmitteleinlaßleitung 55 an dieses Gehäuse angeschlossen und gibt das Kühlmittel in die Kammer 56 ab, von wo aus es durch die öffnungen 57 in der Platte 30 nach oben fließt.
Naturgemäß können auch andere Formen derartiger Mechanismen verwendet werden, um die Stranggußform gesteuert hin- und herzugewegen, wobei unter Umständen der Mechanismus getrennt angetrieben und einstellbar ausgebildet wird, um sich der Amplitude und Frequenz der Wechselbewegung der Form anzupassen.
Ansprüche
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Claims (1)

  1. Ansprüche
    1) Metall-Stranggießverfahren für Metalle mit hohem Schmelzpunkt, wobei das geschmolzene Metall in einer aufrechtstehenden, beider^ seits offenen flussigkeitsgekühlten Form g'eführt und ein im Entstehen begriffenes Gußstück vom entgegengesetzten Ende dieser Form angezogen wird, gekennzeichnet durch die Kombination der folgenden Merkmale:
    a) der im Entstehen begriffene Gußkörper wird mit wechselnder Geschwindigkeit so abgezogen, daß der Schmelzspiegel in der Stranggußform periodisch zwischen einer oberen und einer unteren Grenze schwankt,
    b) die Stranggußform wird mit demgegenüber hoher Frequenz in der Größenordnung von 120 Schwingungen/Min, und kleiner Amplitude (4,75 - 9,5 mm)in axialer Richtung auf- und niederbewegt.
    2) Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einer aufrechtstehenden Stranggußform mit Anordnungen zum Zuführen geschmolzenen Metalls in das obere Ende dieser Form und mit Anordnungen, um ein im Entstehen begriffenes Gußstück vom unteren Ende der Form mit wechselnder Geschwindigkeit abzuziehen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Mechanismus (56-47) vorgesehen ist, um die Form (12) hin- und herzuführen und ein getrenntes Steuersystem'(14), um gleichzeitig durch das Abziehen des Gußstückes (15) vom unteren Ende der Form (12) mit
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    wechselnder Geschwindigkeit den Spiegel geschmolzenen Metalls innerhalb der Form (12) zwischen ausgewählten oberen und unteren Grenzen zu verändern, wobei die Wechselbewegung dieser Form (12) und die Schwankung des Spiegels des geschmolzenen Metalls eine kontinuierliche Axialbewegung zwischen der Form (12) und dem im Ouß befindlichen Metall verursachen.
    J>) Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude der Bewegung des Spiegels des geschmolzenen Metalls die Amplitude der Bewegung der Form (12) übersteigt.
    4) Einrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz der Wechselbewegung der Form (12) die Frequenz des Wechsele des Spiegels des geschmolzenen Metalls innerhalb der Fo'rm (12) übersteigt.
    PAe Dr.Andrejewski, Dr.Honke
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