DE1458013A1 - Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen von profilierten Straengen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen von profilierten StraengenInfo
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- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
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Description
■ 14580Ϊ3
Dr. Expl.
' : J •w™·"«· XSCIHiElZ)
Verfahren und Vorrichtung zu* kontinuierlichen
Herstellen von profilierten Strängen.„
Ji; s
Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren und C
Vorrichtung zu* kontinuierlichen Herstellen von profinerten Z
Stangen du^chk^iniertes Stranggiessen und Strangverfor^n,
Strangguss hat den Vorteil, dass der Strang in Dimensionen
gegossen werden kann, welche de« Anstichquerschnitt eines entsprechenden Walzwerkes zur Fabrikation von Zwischen-"
oder Endprodukten angepasst sind.
Vorteil, wenn das Vorprodukt einen de* Endprodukt ähnlichen verschnitt aufweisen; würde, dan.it Zwischenver for Zungen
, ver^edep^de* könnten. Bei einer solchen Anwendung des
Stranggusses, wobei querschnitte entsprechend den gewünschten Endquerschnitten vergossen würden, ergaben sich zusätzlich
wirtschaftliche Vorteile.
C 15Ο/34
Th/Ty/yp
unglücklicherweise jedoch ist das Stranggiessen von kleinen Querschnitten, z.B. 5Ox 5Om Knüppel, mit wirtschaftlichen
Schwierigkeiten verbunden, welche einige der vorerwähnten Vorteile zunichte machen. Beim Vergiessen
des flüssigen Metalles ist die Chargengrösse von den wirtschaftlichen Grossen der Oefen abhängig, d.h. der Stranggus
sprozess muss auf die Ofengrösse abgestimmt werden.
Ub die oben erwähnten kleinen querschnitte im Strangguss vergiessen zu können, ist eine Vielzahl von
Strängen notwendig. Diese Vielzahl von Strängen ist erforderlich, um die Produktivität (Tonen per Stunde) zu erhalten,
welche der Stundenproduktion des Stahlwerkes entspricht. . :.,
Wenn beispielsweise IOD Tonnen in einer Stunde vergossen ,.,^ t,
werden Küssen, würde der flüssige Stahl länger als eine Stunde in der Pfanne gehalten, so dass die Schmelze unter
eine für eine einwandfreie Durchführung des Gusses notwendige Temperatur sinken würde.
Das einfache Aneinanderreihen einer Mehrzahl von
...'-..:■■■■■:■■ .,-■ .■ ■ ·■ . . ·.-·■?■, iv-.-i"
Strängen, welches bis in die Grössenordnung von 8 Strängen möglich erscheint, ist unwirtschaftlich, da jeder Strang
eine eigene Kokille, ein eigenes Ausziehaggregat und die entsprechenden andern Ausrüstungen benötigt. Ein weiterer
Nachteil ist die erhöhte Zahl von Arbeitskräften. Die
809811/0913 I
Kokillen gefährden die Betriebssicherheit einer solchen Mehrstranganlage.
Die amerikanische Batentschrift 2 975 493 beschreibt
eine Kokille, in welcher eine Mehrzahl von Knüppeln, welche untereinander an den Kanten verbanden sind, gegossen wird.
Die Kokille weist Kanäle auf, welche einen horizontalen
Durchfluss des Metalles in die einzelnen Sektionen gewährleisten. Der Zufluss des Metalles erfolgt durch eine oder
mehrere Düsen. Om jedoch bei dieser Kokille eine entsprechende Leistung zu erzielen, sind relativ grosse Düsenquerschnitte
vonmöten« Bei kleinen Strangquerschnitten treten hierbei
Schwierigkeiten bei der Metallverteilung auf· Die ungleiche Kühlung des Metalles in den Kanälen führt zu Rissbildung.
Bei Anordnung von mehreren solcher Kokillen ergeben sich naturgenäss die selben Schwierigkeiten wie bei normalen
Mehrstranganlagen·
kv^it ■·" · ; ■. ■·.·■·.
meiden und einen Prozess zu schaffen, welcher bei hoher
Produktivität das Vergiessen und Verformen einer Mehrzahl von Knüppeln erlaubt·
j ',5
flüssiges Metall in eine gekühlte Kokille mit vom gewünschten
Endprofil des Stranges abweichendem querschnitt gegossen und der erhaltene Strang aus der Kokille gezogen und mit
noch flüssigeis Kern in einer Strangführung geführt wird, und dass der Strang unter weiterer Kühlung während der
fortschreitenden Erstarrung des Kerns, unter Konstanthaltung des !Anfanges des erst teilweise erstarrten Stranges, verformt
wird.
Gemäss der Erfindung wird in einer Kokille eine Bramme mit relativ dünner Kruste erzeugt, wobei die Kokille
wassergekühlt ist und mit bekannten -Mitteln oszilliert wird· Brammen sind gross genug, um konventionelle Tonnagen in genügend
kurzer Zeit vergiessen zu können ohne eine zu starke Abkühlung des Stahles in der Pfanne befürchten zu müssen.
Beim austritt aus der Kokille ist die erstarrte Kruste der Bramme relativ dünn, jedoch stark genug, um dem
ferrostatischen Druck zu widerstehen. In diesem Bereich
ist eine Mehrzahl von Verformungswalzen angeordnet, um die Strangkruste zu verformen, so dass die Bramme in eine
Mehrzahl von Knüppel verformt wird, welche an den Kanten verbunden sind. Um das Reissen der Strangkruste zu
verhindern, muss das Falten der Kruste sukzessive
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stattfinden, daher sind Serien von Walzen vorgesehen.
Weiter ist eine Mehrzahl von Walzen genau positioniert angeordnet, um die Strangkruste ohne Veränderung ihres
Umfanges zu falten. Die Einschnürungen der Strangkruste werden entsprechend dem Fortschreiten des Stranges vergrössert,
was durch Einstellung der Entfernung benach-
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ί .·. barter Rollen vorgenommen wird.
Unter Umständen können auf Grund einer zu starken Krustendicke Schwierigkeiten beim Falten auftreten, da die
Kruste nur vom ferrostatischen Druck abgestützt ist. Vorzugsweise wird daher die Kokille mit Einschnürungen versehen,
welche als Angelpunkte für das Falten der Strangkruste mit
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Hilfe der Walzen
Mit dem erfindungsgemässen Verfahren kann eine Mehrzahl von Knüppeln in Chargen bis zu ioo Tonnen per
Stunde gegossen werden, was für die normalen ChargengrÖssen
der Stahlwerke vollständig genügt. Die zusammenhängenden Knüppelformen können durch Schneidrollen oder andere Mittel
in eine Mehrzahl von jsinze!knüppeln zerlegt werden, anderseits
können auch benachbarte Knüppel zusammenhängend belassen werden, um Träger zu verwalzen.
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In vielen Fällen kann es wünschenswert sein, den
- 5 ■-
Strang diskontinuierlich zu verformen. Dabei kann eine
Ziehform oder Formkörper unterhalb der Kokille angeordnet sein. Dieser Formkörper führt eine Verformung der Kruste
in der selben Art wie die Formwalzen durch· Die Kruste wird jedoch in diesem Fall über einen grösseren Bereich
abgestützt. Dieser formkörper besteht aus zwei Teilen,
welche entlang der Strang-Längsachse oszilliert werden. Beim Bewegen des Formkörpers in Stranglaufrichtung sind
diese Teile des Formkörpers geschlossen, um den Strang
auf deren ganzen Länge zu verformen.
Die langsamere Kühlung des Stranges im Formkörper,
gegenüber derjenigen der direkten Besprühung kann gewisse Vorteile mit sich bringen, wenn sehr dünne Stege zwischen
den geformten Knüppeln gewünscht werden oder wenn die
Gefahr des Reissens der Kruste besteht.
Weitere Vorteile der Erfindung werden anhand der beiliegenden Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Ansicht einer Stranggussanlage in
schematischer Darstellung mit erfindungsgemässen Einrichtungen, . ;
Fig. 2 eine schematische Ansicht eines Details der Fig. 1 vergrössert, , ? >
,-..>
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Fig. 3 eine Seitenansicht der Fig. 2,
Fig. 4 bis 8 Schnitte IV-IV bis VIII-VIII der Fig. 3,
Fig* 9 einen querschnitt nach Linie IX-IX der Fig. 1,
Fig. IO einen querschnitt durch eine vorprofilierte
Kokille,
Fig. 11 eine schematische Darstellung der Kokille
und eines Formkörpers im Schnitt,
Fig. 12 eine Seitenansicht der Fig. H9 teilweise
im Schnitt, ■
Fig. 13, 14, 15 Schnitte XIII-XIII bis XV-XV der
slir. 12,
1^ Fig. 16 Formkörper entsprechend den Fig. 11 und 12,
mit Antrieb,
Fig. 17 eine Seitenansicht der Fig. 16,
Fig. 18 eine andere Ausführungsfora eines Antriebes der Formkörper und
Fig. 19 ein Detail der Fig. 18.
In den Figuren 1 bis 3 ist eine Stranggussanlage entsprechend
der vorliegenden Erfindung dargestellt, welche eine Kokille 1*zur Aufnahmedes flüssigen Metalles aufweist,
das aus einer Pfanne 2 über einen Zwischenbehälter 3 der
Kokille 1 zugeführt wird. Die Kokille 1 ist auf eines Kokillentisch 4 gelagert, welcher auf bekannte Art oszilliert
wird· Die Kokille 1 ist über Zuleitungen 6 und Ableitungen 5
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wassergekühlt, um eine erstarrte Kruste in Form eines
Stranges 7 zu erzeugen« Dieser besteht daher aus einer erstarrten Kruste 12 (Fig. 4), welche einen flüssigen Kern
umgibt. Der Strang 7 wird kontinuierlich aus der Kokille ausgezogen« iuischliessend wird er zwischen einer Mehrzahl
von kalibrierten Walzen 16 bis 2Q geführt, welche beidseits des Stranges angeordnet sind. Diese Walzen sind drehbar
angeordnet, können wassergekühlt sein und formen in der relativ dünnen Kruste eine Mehrzahl von Einschnürungen 21 (Fig.
5). Sprühdüsen 22 sind zur Kühlung des Stranges angeordnet, um die Kruste auf einer vorbestimmten Dicke zu halten· Mitlaufrollen
23 sind zur Abstützung des Stranges zwischen den Formwalzen vorgesehen.
Die Walzen führen eine Faltung der dünnen Kruste durch, um Einschnürungen zu erzielen. Da die Kruste relativ
leicht verletzlich ist, müssen diese Einschnürungen bei den ersten Stichen sehr vorsichtig vorgenommen werden, wobei die
Walzen 16 gegen die längere Oberfläche der Bramme gedrückt
werden. Um die Seiten der Bramme zu verformen sind Bunde 24
vorgesehen. Der Verformungsschritt ist in Fig. 5 gezeigt. Jedes Kaliber der Walzen 16 hat eine V-artige Form. Der
ferrostatische Druck des flüssigen Kernes drückt die Kruste gegen die Oberfläche der Walze·
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Weiter sind zur Vertiefung der Einschnürungen die kalibrierten Walzen 17 und 18 vorgesehen, deren Kalibrierungen
gemäss den Figuren 6 und 7 ausgebildet sind. Nachdem der Strang die Walzen 18 passiert hat, berühren sich bereits
in den Einschnürungen die gegenüberliegenden Krusten {Fig.7), so dass pine Vielzahl flüssiger Kerne 13 entsprechend den
einzelnen Knüppeln x6 gebildet sind. Jeder Knüppel erstarrt
einzeln, wodurch die Unreinheiten im Zentrum gesammelt
«erden, wo sAexelativ harmlos sind.
Da die Strangkruste relativ brüchig ist, muss die Faltimg so durchgeführt werden, dass der Strangumfang unverändert
bleibt, da eine Verformung der Strangkruste unter Zug
die Kruste zerreissen würde, was zu Durchbrüchen führen kann. Ua diesen Nachteil zu vermeiden sind nicht nur geschlossene
Kaliber* sondern auch eine Veränderung der Kaliber entsprechend;
der Blicke und Breite der verformten Bramme notwendig.
Es ist zu ersehen, dass der Umfang, während die Kruste gefaltet wird? konstant bleibt, und die Dicke der
Bramme verkleinert wird» Dabei geht eine entsprechende
Veränderung der Brammenbreite vonstatten. In den gezeigten
Figuren 4 bis 7 wird die Breite der Bramme verkleinert.
Es kann jedoch der Fall eintreten, dass die Relation
«■ 9 -
zwischen Dickenabnahme, Breite und Faltung so gewählt wird, dass die Breite gleich bleibt.
Die Walzen 19 und 2O sind vorgesehen, um den
Strang in eine Mehrzahl von Knüppeln 26 weiter zu verformen,
■■■■■.'. (Fig.8)
welche über dünne Stege 30 miteinander verbunden sind. /Nachher kann der Strang durch Walzen 32 in Knüppel gemäss Fig.
längsgetrennt werden. Diese Walzen 32 können gleichzeitig als Ausziehwalzen wirken. Die Trennung kann aber auch durch
lokale Anwärmung der Stege oder durch Durchbrennen der Stege
mit Brennern 34 erfolgen. Benachbarte Knüppel können auch zusamenbelassen werden, wenn es der nachfolgende Walzvorgang
wünschenswert erscheinen lässt. AnschIiessend kann eine
Ablängung mit beweglichen Schneidbrennern erfolgen.
- ' ' - ■■ '■" ' ■ " :■ ■ Ti $ -~iYj"Qi
In der Beschreibung wurde nur die Erzeugung von
Knüppeln beschrieben, im Rahmen der Erfindung lassen sich
jedoch auch andere querschnitte herstellen.
Unter Umständen kann das Falten der Kruste durch Walzen Schwierigkeiten bereiten, da dieselbe nur flüssiges
Material umschliesst und deshalb nicht genügend abgestützt ist. In diesen Fällen wird vorteilhaft eine vorprofilierte
Kokille angewendet.
Fig. IO zeigt eine solche Ausfuhrungsform. Eine
IO -
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Kokille 36 weist einen Eßkillenhohlrau» 38 auf, welcher
die lichten Dimensionen eimer Bramme hat. Die Wände der
Kokille weisen jedoch eine Mehrzahl von Einschnürungen
auf, üb die Brammenkruste vorzuprofilieren. Biese vorgeformten
Einschnürungen beeinf lussen die Foraa der kalibrierten Walzen. Durch diese Vorprofilierung wird die
Verformung durch die Walzen vereinfacht, da die Trägerfestigkeit der geraden Kruste aufgehoben wird· Das Falten
erfolgt anschliessend sukzessive durch die Walzen analog des bereits beschriebene© Vorgang.
Die vergrösserte oberfläche der vorprofilierten
Kokille bringt eine schnellere Bildung einer tragenden Kruste ait sich, wodurch die Produktivität erhöht wird.
Ein aus einer Kokille vom 1O7O χ 125 mm könnender Strang
soll beispielsweise zu zwölf Knüppeln 62,5 χ 62,5 am verformt
werden und kann mit einer (Messleistung von 1800 kg
pro Minute vergossen werden, was einer Geschwindigkeit von 4,8 m pro Hinute entspricht· Hasit wird gezeigt, dass
Chargen konventioneller GrSese ohne Duplizierung der
Einrichtungen verwendet werden können, um eine Mehrzahl von
Knüppeln kleiner querschnitte zu giessen·
Die Abmessungen der Kokille können entsprechend den
Abmessungen der Knüppeln variiert werden. Da keine schäd-
- UL -
Λ
M
^ η Q a 11 / η i ι $
lichen Einschnürungen in der Kokille vorhanden sind,
welche den horizontalen Fluss des Metalls beeinträchtigen, kann die Metallzuführung in die Kokille mit normalen
Susen erfolgen.
In vielen Fällen ist es wünschenswert, eine zu starke Verdickung der Strangkruste während des Verformungsprozesses
zu verhindern, um die Stege dünn zu halten· Dünne Stege erleichtern das Längsschneiden der Knüppel wesentlich,
sowie die Entfernung der Reste nach dem Schneiden. Weiter wird für die Verformung der Kruste der ferrostatische
Druck verwendet. Je dünner diese Strangkruste daher gehalten werden kann, umso genauer wird die Faltung der Kruste
möglich·
In solchen Fällen wird vorzugsweise eine Ausführungsform entsprechend der Fig. 11 bis 17 verwendet. Die Kokille
ist durch Kanäle 42 wassergekühlt und auf dem Kokillentisch
7/ gelagert. In der Kokille wird eine Bramme mit dünner Kruste geformt, wie schon im Zusammenhang mit den Fig· I bis 8
beschrieben ist«
Unter der Kokille 1 ist ein Formkörper 44 angeordnet.
Dieser Formkörper ist auf einem Tisch 8O montiert,
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A}
welcher von einem Exzenter 45, synchronisiert mit der
Giessgeschwindigkeit, oszilliert wird. Der Exzenter 45 wird vom selben Motor angetrieben, welcher die ausziehwalzen
treibt. Derartige Synchronisationen sind bekannt und -werden
nicht näher erläutert. Der Tisch 8O wird von
Stangen 47, welche in Führungen 49 laufen, geführt. In
diesen Führungen 49 sind Federn 51 zur Rückführung dies
Tisches in die Ausgangsstellung angeordnet· Die Hubhöhe, durch die strichpunktierten Linien angedeutet, kann 75» *
1OO mm betragen. -
Der Formkörper 44 weist einen Formraum mit öiner
rechteckigen Eingangsöffnung 48 auf, die Längsseiten sind
mit sukzessive nach aussen verlaufenden konischen, dreieckigen Einschnürungen 52 versehen, um die Bramme fortlaufend,
entsprechend den Figuren IS bis 15, zu verformen.
Der Formkörper 44 kann durch Kanäle 54 wassergekühlt sein und aus einem relativ billigen Material, wie zum
Beispiel Gusseisen, hergestellt Werden, Er kann beispiels- ;.
weise mit Rapsöl, Mineralöl oder andern bekannten Schmiermitteln geschmiert werden·
Tfiii die Bramme fortlaufend stärker zu verformen lot
es vorteilhaft, einen zweiteiligen Formkörper zu verwenden und das Oeffnen und Schliessen des Formkörpers mit der
Oszillation zu synchronisieren. Zu diesem Zweck weisen
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die Formhälften 56, 58 entsprechende Wellen 6O, 62 auf,
weiche in Lagern 64, 66 drehbar gelagert sind. Die Lager
64, 66 sind in einem gemeinsamen Block 68 auf einem Joch 7O,
welches am Tisch 8O befestigt ist, angeordnet. Die Eintritts öffnung der Formhälften 56, 58 ist bei 72 abgerundet,
um eine Bewegung der Formiiälften zu ermöglichen*
Um die Formhälften 56, 58 zu öffnen und zu
schliessen sind Steuerstangen 74 vorgesehen. Jede Steuerstange ist über ein Gelenk 76 und einen Bolzen 78 in einem
mit der entsprechenden Formhälfte verbundenen Lager 82 gelagert. Eine Welle 84 ist mit der Steuerstange über einen
Bolzen 86. und ein entsprechendes Lager 88 verbunden. Gewinde
ermöglichen eine Einstellung der tatsächlichen Länge der
Bewegung. Die lelle 84 ist oszillierbar in einem Lager 9O
an einer Halterung 92 gelagert. Ein mit Flanschen versehenes Gehäuse 94 umschliesst und führt eine Gewindescheibe 96.
Diese Gewindescheibe 96 wirkt mit einem Gewinde 98 der Welle 84 zusammen und erzeugt eine Bewegung dieser Wellet
84, wenn die Gewindescheibe 96 durch die Bewegung des ; Tisches 8Q gedreht wird. A a
Vm die Gewindescheibe 96 mit Hilfe des Tisches 8O
zu drehen, sind mit der Gewindescheibe starr verbundene Hebelarme IQO, 1O2 vorgesehen. Eine Feder 1O4 ist zwischen
einem Loch 1O6 des Hebelarmes 1O2 und einem Träger 1O7, ,
welcher am Tisch 8O befestigt ist, vorgesehen, um die
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Gewindescheibe 96 in die Offenstellung der fbrmhälften zu
drehen· Venn der Tisch 8O abgesenkt wird, wirkt der
Hebelarm 1OO mit einem Anschlag 1O8 zusammen, welcher
beweglich an einem Bolzen 110 der Maschinenstruktur gelagert ist. Ein Anschlag 112 hält den Anschlag 1O8 in
Arbeitsposition und eine Zugfeder 114 zieht den Anschlag 1O8 in diese Lage. Wenn der Tisch 8O durch den Exzenter 45
abwärts bewegt wird, wird die Gewindescheibe 96 gedreht, so dass die Steuerstangen 84, 74 die Formhälften schliessen.
Während die Formhälften schliessen wird der sich zwischen den Formhälften befindliche Strang verformt· Aa Ende der
Abwärtsbewegung löst sich der Hebelarm 1OO vom Anschlag 1O8
und die Rückzugfeder 1O4 bringt fiber den Hebelarm 1O2 die
Gewindescheibe 96 in ihre Ausgangsposition zurück, wodurch
der Formkörper 44 geöffnet wird.
• Während der Aufwärtsbewegung des Tisches SO, unter
Wirkung der Federn 51 und des Exzenters 45, wird der Anschlag 1O8 gegen die Zugfeder 114 hochgezogen bis der
Hebelara 1OO den Anschlag passiert hat und der Zyklus von Neuem beginnen kann.
'Auf diese Art und Weise verformt der Forakörper die
Bramme auf die gewünschte Endform, welche aus einer Mehrzahl kleine querschnitte aufweisender Knüppel besteht,
- 15 -
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die untereinander verbunden sind· Da die Kühlung bei
dieser Ausfuhrungsform schwächer ist als bei derjenigen
mit Sprühdüsen, wie für die Fig. 1 bis 9 beschrieben, wird die Dicke der Kruste wesentlich geringer, wodurch
die Verformung vereinfacht wird· Der Formkörper stützt
und formt die Kruste der gesamten Bramme« Venn ein kleiner
Riss in der Kruste entsteht, kann dieser noch durch die gekühlten Wände des Formkörpers geheilt werden.
Auch bei dieser üusführungsform kann die Kokille
profiliert sein. Der Formkörper kann so ausgebildet sein, dass die aneinanderhängenden Knüppel am Ende der Form,
beispielsweise durch Trennmesser, getrennt werden können.
An Stelle der mechanischen Betätigung des Formkörpers
, welche in den Fig. 16 und 17 beschrieben ist,
kann auch eine hydraulische Betätigung angewendet werden, wie in Fig. 18 und 19 gezeigt wird. Die Zugstange 74 ist
mit dem Kolben eines hydraulischen Zylinders 12O gekuppelt, der Zylinder ist vorzugsweise doppelt wirkend und wird durch
ein hydraulisches Medium über leitungen 122, 124 beaufschlagt, welches über ein Ventil 126 gesteuert wird. Dieses
Ventil wird durch einen Mitnehmer 13O betätigt, welcher
eine Hitnehmerrolle 132 aufweist, die drehbar an einem
Bolzen 134 am Ende eines Winkelhebels 136 gelagert ist.
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Der Hebel 136. ist Kit den Mitnehmer 13O über einen
Bolzen 138 verbunden· Der Hebel 136 wird einerends von einer Feder 14O beaufschlagt, tun in horizontaler Position
zu bleiben. Eine Gleitbahn 144 ist starr an der Maschine angeordnet und weist eine Steuerfläche 146 auf.
Sobald sich der Tisch 8O abwärts bewegt, folgt die Mitnehmerrolle 132' der Steuerfläche 146 und das
Ventil 126 wird so gesteuert, dass das hydraulische Mediun dem Zylinder 12O zugeführt wird. Die Stange
tritt in Bewegung, die SOrmhälften werden geschlossen
und zwar so lange wie die Mitnehmerrolle132 an der
Steuerflache 46 aufliegt· Wenn sich der Tisch 8O nach
aufwärts bewegt, wird die Mitnehmerrolle 132 gegen die Feder 14O ausgeschwenkt und die beiden Formhalften
geöffnet (Fig. 18).
Die Erfindung kann ±m Bereich der Ansprüche
verschiedentlich Kodifiziert werden.
Λ Λ
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λ 4 '
Claims (1)
- Ansprüche1. Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von profilierten Strängen durch koaMniertes Stranggiessen und Strangverforaen, dadurch gekennzeichnet» dass flüssiges Metall in eine gekühlte Kokille mit vom gewünschten Endprofil des Stranges abweichendem querschnitt gegossen und der erhaltene Strang aus der Kokille gezogen und mit noch flüssiges Kern in einer Strangführung geführt wird, und dass der Strang unter weiterer Kühlung während der fortschreitenden Erstarrung des Kerns, unter Konstanthaltung des Umfanges des erst teilweise erstarrten Stranges, verforvt wird.2. Verfahren nach Anspruch 1 zum Herstellen von Knüppeln, dadurch gekennzeichnet, dass ausgehend von einem Strang mit Brammenquerschnitt das Verformen des Stranges so lange fortgesetzt wird, bis die Bramme zu mehreren zusammenhängenden Knüppeln geformt ist.3· Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Strang durch Kaliberwalzen verformt wird·4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Strang durch profilierte,, gegeneinander bewegliche Formkörper wie Patrizen oder Matrizen,- 18 -809811/0Ö13welche in schnellen Hüben inner tiefer in den Strang dringen« verformt wird·5. Verfahren nach eines der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Strang mit einem den nachfolgenden Kaliber angepassten querschnitt gegossen wird.6. Stranggiessanlage nach einen der Ansprüche1 bis 5, mit einer Kokille und einer nachgeordneten Strang· führung mit Kühleinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest im Erstarrungsbereich des Strangkernes auf den Strang einwirkende Formkörper angeordnet sind.7. Stranggiessanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass diese formkörper Kaliberwalzen (16 bis 20) sind.&. Stranggiessanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass gegeneinander wirkende Teile (56, 58) des Formkörpers (44) an gegenüberliegenden Seiten des Stranges angebracht sind.9. Stranggiessanlage nach einen der Ansprüche bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kokille vorprofiliert ist.COMCAST AG Zürich- 19 -809.811/0913
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC0033429 | 1964-07-17 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1458013A1 true DE1458013A1 (de) | 1968-12-05 |
| DE1458013B2 DE1458013B2 (de) | 1970-11-12 |
Family
ID=7020825
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19641458013 Withdrawn DE1458013B2 (de) | 1964-07-17 | 1964-07-17 | Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen eines in mehrere Teilstränge zerlegbaren, profilierten Stahlstranges |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1458013B2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4068517A (en) * | 1976-03-25 | 1978-01-17 | Western Electric Company, Inc. | Methods and apparatus for forming wire tapes |
-
1964
- 1964-07-17 DE DE19641458013 patent/DE1458013B2/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4068517A (en) * | 1976-03-25 | 1978-01-17 | Western Electric Company, Inc. | Methods and apparatus for forming wire tapes |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1458013B2 (de) | 1970-11-12 |
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