DE1458062C - Beschickungsvorrichtung fur Gießmaschi nen - Google Patents
Beschickungsvorrichtung fur Gießmaschi nenInfo
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Description
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf eine Beschickungs- antrieb bewegbaren Formteil 14 die Gießform bildet,
vorrichtung für Gießmaschinen, z. B. Druckgieß- Der zwischen den beiden Formteilen 13 und 14 aus-
maschinen, bei der das schmelzflüssige Metall aus gesparte Formhohlraum 15 hat durch einen in der
einem Warmhalteofen oder einem Schmelzofen durch Schließfuge der Form ausgesparten Eingußkanal 16
Verdrängung und Überlauf einem mit dem Form- 5 mit dem Vorkammerraum ständige Verbindung,
hohlraum verbundenen Kanal zufließt, wobei durch An der über dem Schmelztiegel 2 gelegenen höch-
den Deckel zum Ofengehäuse eine Leitung für Schutz- sten Stelle des Überlaufkanals 8 ist durch den Deckel
gas geführt ist, um den Ofenraum über der Schmelze zum Ofengehäuse eine Leitung 18 zum Einblasen
und dem Überlauf unter Schutzgasfüllung zu hai- eines Schutzgases geführt,
ten. ίο Der Verdrängerkolben 4 wird von oben her in den
Aufgabe der Erfindung ist es, eine derartige Be- Tiegel 2 hineinbewegt. Hierdurch wird der Spiegel
schickungsvorrichtung dahingehend weiterzubilden, der Metallschmelze bis über die Überlaufkante 6 andaß
die Schmelze nicht nur bis zum Überlauf aus dem gehoben. Es fließt dann jeweils die von dem Kolben 4
Warmhalteofen oder dem Schmelzofen, wie beispiels- verdrängte Metallmenge durch den Kanal 8 ab. Der
weise nach der deutschen Auslegeschrift 1165 210, 15 Senkantrieb des Verdrängerkolbens 4 wird stillgesetzt,
sondern darüber hinaus auch noch während des sobald die für einen Gießvorgang notwendige Metall-Gießvorganges
unter Schutzgas gehalten wird. Diese menge abgeflossen ist. Der Druckkolben 12 nimmt
Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, seine in der Zeichnung dargestellte Ausgangsstellung
daß der Überlauf mittels eines geschlossenen Kanals ein, bei der er die Füllöffnung 10 des Vorkammerüber
die Füllöffnung der Gießform mit dem Form- 20 Zylinders 11 freigibt. Daher kann das über die Rinne 7
hohlraum druckdicht verbunden ist. ablaufende Metall in die Vorkammer einlaufen. Der
Nunmehr steht das schmelzflüssige Metall auf sei- Vorkammerraum ist so bemessen, daß er bei in der
nem ganzen Fließweg vom Ofen bis zur Gießform Ausgangsstellung befindlichem Druckkolben 12 von
unter Schutzgas. Darüber hinaus verdrängt das der zum Füllen des Formhohlraums 15 und der als
Schutzgas die in dem Formhohlraum eingeschlossene 35 Gießrest verbleibenden Metallmenge nicht ganz geLuft,
so daß das flüssige Metall auch im Formhohl- füllt wird, so daß in ihm während des ganzen Beraum
keine oxydierende Atmosphäre vorfindet. Es schickungsvorganges über dem Metallspiegel ein
ist somit auch der gesamte Raum vom Überlauf des Hohlraum verbleibt. Durch die Leitung 18 wird das
Ofens bis zum Formhohlraum unter Schutzgas ge- Schutzgas eingeblasen, das die Räume oberhalb des
halten. 30 Schmelztiegels 2 in dem Abflußraum 8 sowie in dem
Bevorzugt wird die Erfindung bei Kaltkammer- Vorkammerzylinder 11 füllt und über dem Einguß-Druckgießmaschinen
angewendet. kanal 16 der Form 13, 14 in den Formhohlraum 15
Die Erfindung wird nachstehend unter Hinweis auf gelangt und die in diesem nach dem Formschließen
die Zeichnung erläutert. Es zeigt vorhandene Luft verdrängt. Vorzugsweise wird ein
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Beschickungsvor- 35 Schutzgas verwendet, das schwerer als Luft ist,
richtung für eine Kaltkammer-Druckgießmaschine als z. B. CO2.
Schnitt durch den Ofen, den Abflußkanal, die Vor- Das flüssige Metall steht also, solange es in die
kammer und die Gießform, Vorkammer einfließt und solange der Druckkolben
F i g. 2 eine Ansicht gegen die Trennfläche der 12 hirieindrückt, unter Schutzgas, und es kommt auch
einen Formhälfte einer Kokille in erfindungsgemäßer 40 in den Formhohlraum nur mit Schutzgas zusammen.
Anordnung. Es ist also auf dem ganzen Fließweg des Metalls vom
Beim Ausführungsbeispiel F i g. 1 ist in bekannter Ofen bis zum vollständigen Füllen des Formhohl-Weise
in einem Ofengehäuse 1 ein Schmelztiegel 2 raumes eine Oxydation ausgeschlossen. Im Bereich
vorgesehen, der von außen mittels Brenner 3 beheizt der Überlauf kante 6 ist" beim Ausführungsbeispiel
wird und in den von oben her durch die Ofendecke 45 eine von oben her irr den Ringraum zwischen der
ein in lotrechter Richtung durch einen nicht därge- Wand des Tiegels 2 und dem Verdrängerkolben 4
stellten Antrieb verschiebbarer Verdrängerkolben 4 hineinragende Rückhaltezunge 19.für Schlacke angehineinragt.
Der hohle Verdrängerkolben 4 ist beim bracht.
Ausführungsbeispiel in an sich bekannter Weise Die Metallverdrängung aus dem Ofentiegel kann
durch ein in ihn von oben her hineinragendes und 50 anstatt mittels eines Verdrängerkolbens auch in eben-
zusammen mit ihm verschiebbares Brennerrohr 5 von falls bekannter Weise durch Gasdruck geschehen,
innenbeheizt. In F i g. 2 ist 30 die feststehende Formhälfte einer
An eine Überlaufkante 6 des Tiegels 2 schließt eine Kokille mit den zugehörigen Anteilen für den Formein
Gefalle aufweisende Überlaufrinne? an, die als hohlraum 15, den Eingußkanal 10 und den Steigringsum
geschlossener Abflußkanal 8 aus dem Ofen- 55 trichter 33. Der an den Überlauf 6 des Ofens anschliegehäuseraum
oberhalb des Tiegels 2 ausmündet. Der ßende Abflußkanal 8 mündet in die Füllöffnung 10
Abflußkanal 8 mündet abgedichtet in die Füllöffnung abgedichtet ein, sobald die Form durch Anlegen der
10 des in einen Gestellteil 9 der Druckgießmaschine beweglichen Formhälfte geschlossen ist. An den Abin
waagerechter Lage fest eingebauten Vorkammer- flußkanal 8 ist in gleicher Weise wie beim Ausfühzylinderll.
Es bilden also der Ofenraum oberhalb 60 rungsbeispiel Fig. 1 eine Schutzgasleitung angedes
Überlaufs, der Abflußkanal 8 und der Vorkam- schlossen.
merzylinder 11 ein nach außen geschlossenes Kanal- Solange das schmelzflüssige Metall durch den
system. Dieses Kanalsystem kann beheizt werden. In Kanal 8 in den Formhohlraum 15 fließt und auch
dem Vorkammerzylinder 11 ist ein Druckkolben 12 schon vorher, ist der ganze metallfreie Teil des Abverschiebbar,
der die Füllöffnung 10 steuert. Das 65 llußkanals 8 und des Formhohlraums 15 mit dem
freie Ende des Vorkammerzylinders 11 durchsetzt Schutzgas gefüllt. Die vom Formschließen her in dem
einen an dem Gestellteil 9 festen Formteil 13, der mit Formhohlraum vorhandene Luft wird von dem
einem durch den nicht dargestellten Formschließ- Schutzgas durch den Steigtrichter 33 verdrängt.
Claims (2)
1. Beschickungsvorrichtung für Gießmaschinen, z. B. Druckgießmaschinen, bei der das schmelzflüssige
Metall aus einem Warmhalteofen oder einem Schmelzofen durch Verdrängung und Überlauf
einem mit dem Formhohlraum verbundenen Kanal zufließt, wobei durch den Deckel zum
Ofengehäuse eine Leitung für Schutzgas geführt ist, um den Ofenraum über der Schmelze und dem
Überlauf unter Schutzgasfüllung zu halten, dadurch gekennzeichnet, daß der Überlauf
(6) mittels eines geschlossenen Kanals (8) über die Füllöffnung (10) der Gießform mit dem.
Formhohlraum (15) druckdicht verbunden ist.
2. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 1 bei Kaltkammer-Druckgießmaschinen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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