DE1456085C - Flugzeug mit axial durchstromtem Gas turbinenstrahltnebwerk - Google Patents
Flugzeug mit axial durchstromtem Gas turbinenstrahltnebwerkInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Flugzeug mit einem Gehäuse, in dem ein axial durchströmtes Gasturbinenstrahltriebwerk
untergebracht ist, von dem Verdichterluft durch eine Vielzahl von Öffnungen, die
ringförmig auf dem Außenumfang des Triebwerks verteilt sind, abgezapft wird und von einem Ringkanal
an der Außenseite des Triebwerks aufgefangen und weitergeleitet wird.
Bei bekannten Flugzeugaufbauten dieser Art war ein großer Ringraum zwischen dem Flugzeuggehäuse
und dem Triebwerksgehäuse vorgesehen, um die Anzapfluftringleitung aufzunehmen, die als getrennter
Bauteil ausgeführt und am Triebwerksgehäuse verschraubt war. Hierdurch ergibt sich ein relativ großer
Durchmesser des Triebwerksgehäuses.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Gehäusedurchmesser und damit den Strömungswiderstand
zu verringern.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe bei einem Flugzeug der eingangs genannten Bauart dadurch
gelöst, daß das Flugzeuggehäuse die Wand der Außenseite des Ringkanals bildet, wobei Ringdichtungen
zwischen dem Triebwerksgehäuse und dem Flugzeuggehäuse den Ringkanal in Richtung zum
vorderen und hinteren Triebwerksende abschließen. Damit fällt die bei herkömmlichen Flugzeugen vorgesehene
getrennte Ringleitung weg, und Flugzeuggehäuse und Triebwerk können dichter benachbart
zueinander angeordnet werden. Durch Wegfall der getrennten Ringleitungen wird außerdem Gewicht
eingespart.
Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung bestehen die Ringdichtungen aus aufblasbaren
Schläuchen. Dies ist insbesondere im Hinblick auf den Ein- und Ausbau der Triebwerke zweckmäßig,
da bei der Montage die Schläuche entleert werden können und nach erfolgtem Einbau die Dichtung
einfach durch Aufblasen der Schläuche hergestellt werden kann.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Profil des Ringkanals durch eine ringförmige
Vertiefung In der Wand des Flugzeuggehäuses erweitert, wobei der Ringkanal und seine Erweiterung
durch eine Wand mit Durchlaßöffnungen getrennt sein können, wobei diese Durchlaßöffnungen
um so größer sind, je weiter sie von dem gemeinsamen
Auslaß des Ringkanals entfernt liegen. Hierdurch wird eine gleichmäßige Wärmebeanspruchung
der Gehäuseteile gewährleistet.
Statt dessen kann zur gleichmäßigen Verteilung der Luft die Anordnung auch derart getroffen werden,
daß im Ringkanal im Bereich jeder Öffnung in der Triebwerkswand zur Regelung des Luftaustritts
Schaufelkaskaden vorgesehen sind, wobei die Schaufeln so ausgebildet sind, daß ihr Strömungswiderstand
um so größer ist, je näher die zugehörige Öffnung dem gemeinsamen Auslaß des Ringkanals liegt.
Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben. In der
Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine Grundansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten Flugzeugs,
F i g. 2 in größerem Maßstab einen Schnitt nach der Linie 2-2 gemäß Fig. 1,
F i g. 3 einen Teilschnitt des Aufbaus nach Fi g. 2 in größcrem Maßstab,
F i g. 4 eine der F i g. 3 entsprechende Darstellung einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung.
Das Flugzeug 10 besitzt einen Rumpf 11 mit pfeilförmigen
Tragflügeln 12, einem Leitwerk 13 und zwei in Längsrichtung verlaufenden, benachbart zum
Rumpf beidseitig an diesem vorgesehenen Gehäusen 14. Ein Gasturbinenstrahltriebwerk 15 im Rumpf 11
wird über Lufteinlässe 16 am Vorderende der Gehäuse 14 mit Luft gespeist.
Die Abgase des Triebwerks 15 treten durch eine Düse 17 aus. In jedem der Gehäuse 14 sind hintereinander
sieben senkrecht stehende Hubtriebwerke 18 montiert, die zum Zwecke des Senkrechtstarts und
der Senkrechtlandung einen vertikal nach oben gerichteten Schub erzeugen.
Jedes Triebwerk 18 besitzt einen Verdichter, eine Brennkammer und eine Turbine, deren Abgase nach
unten ausgestoßen werden, um den Vertikalschub zu liefern. Jedes Triebwerk besitzt ein Triebwerksgehäuse
20 und ist in einem Flugzeuggehäuse 21 mit Wabenstruktur abgedichtet. Jedes Triebwerksgehäuse
20 besitzt mehrere Luftablaßöffnungen 22, durch welche vom Verdichter des Triebwerks abgezapfte
Luft strömen kann. An den über den Umfang des Triebwerksgehäuses 20 herum angeordneten Öffnungen
22 und in deren axialer Höhe besitzt das Flugzeuggehäuse 21 eine ringförmige Vertiefung 23, die
einen Ringkanal 24 bildet.
Am Triebwerksgehäuse 20 sind in der Höhe versetzt über bzw. unter den Öffnungen 22 ringförmige
Schultern 25 vorgesehen, gegen die sich ringförmige Dichtungen in Gestalt von Schläuchen 26 anlegen
können, um den Ringraum zwischen dem Triebwerksgehäuse 20 und der ringförmigen Vertiefung 23 abzudichten.
Dieser abgedichtete Ringraum bildet den Ringkanal 24 für die aus den Öffnungen 22 austretende
Luft. Die sich im Ringkanal 24 ansammelnde Luft strömt durch einen gemeinsamen Auslaß 27 zu
Verbrauchern innerhalb des Flugzeugs, z. B. zu Stabilisierungsdüsen, Druckluftmotoren u. dgl.
Innerhalb des Ringkanals 24 sind im Bereich jeder Öffnung 22 in der Triebwerkswand zur Regelung des
Luftaustritts Schaufelkaskaden vorgesehen, deren Schaufeln 30 so ausgebildet sind, daß ihr Strömungswiderstand
um so größer ist, je näher die zugehörige Öffnung dem gemeinsamen Auslaß 27 des Ringkanals
Hegt. Demzufolge haben die Schaufeln 30 an den vom gemeinsamen Auslaß 27 am weitesten entfernt
liegenden Öffnungen 22 einen verhältnismäßig kleinen Aufprallwinkel für die aus den Öffnungen 22
ausströmende Luft und setzen dieser Luft- einen verhältnismäßig geringen Widerstand entgegen. Die
Schaufeln 30 an den dem gemeinsamen Auslaß 27 benachbart liegenden Öffnungen 22 besitzen dagegen
einen relativ großen Aufprallwinkel und setzen der durch diese Öffnungen 22 strömenden Luft einen entsprechend
größeren Widerstand entgegen. Durch diese Anordnung der Schaufelkaskaden kann der
Luftstrom durch die Öffnungen 22 um den ganzen Umfang des Triebwerks 18 im wesentlichen konstant
gehalten werden, so daß das Auftreten thermisch hochbeanspruchter Stellen verhindert wird.
Die Anwendung aufblasbarer Schläuche 26 zum Abdichten der Triebwerke 18 innerhalb der Flugzeuggehäuse
21 erleichtert den Ein- und Ausbau der Triebwerke 18 beträchtlich. Die Triebwerke 18 können
eingesetzt werden, bevor die Schläuche 26 aufgeblasen sind, und diese Schläuche 26 bilden nach
dem Aufblasen eine zuverlässige Dichtung gegenüber dem Triebwerksgehäuse 20.
Das Flugzeug ist mit einer nichtdargestellten Vorrichtung
versehen, durch die die Schläuche 26 nach dem Einbau der Triebwerke entleert und wieder aufgeblasen
werden können, so daß diese Schläuche 26 als »Ablaßventile« benutzt werden können, um die
vom Verdichter abgezapfte Luft unmittelbar an die Außenluft ablassen zu können. Dies ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn der Verdichter beim Hochlauf des Triebwerks entlastet werden soll.
F i g. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform zur Leitung der durch die öffnungen 22 in den Ringkanal
24 eintretenden Luft. Die den F i g. 3 und 4 gemeinsamen Teile tragen die gleichen Bezugszeichen.
Bei der Anordnung nach Fig. 4 ist an Stelle der Schaufelkaskaden 30 eine gelochte Wand 40 vorgesehen.
Die Durchlässe 41 dieser Wand 40 liegen jeweils neben einer entsprechenden öffnung 22. Diese
Durchlässe 41 bilden die einzige Verbindung zwischen den Öffnungen 22 und dem durch die ringförmige
Vertiefung 23 gebildeten Teil des Ringkanals 24, so daß die durch die Öffnungen 22 strömende
Luft durch die Durchlässe 41 hindurchtreten muß, um den Ringkanal und den Auslaß 27 zu erreichen.
Die Größe dieser Durchlässe ist unterschiedlich je nach Entfernung vom gemeinsamen Auslaß 27. Je
weiter die Öffnungen vom Auslaß weg liegen, desto größer sind sie. Auf diese Weise wird die durch die
Öffnungen 22 strömende Luft in ähnlicher Weise gesteuert wie durch die Schaufelkaskaden nach F i g. 3,
so daß die Luftverteilung über den gesamten Umfang des Triebwerks im wesentlichen konstant ist.
Die wabenförmigen Flugzeuggehäuse 21 bilden einen integralen Bestandteil des Flugzeugaufbaus und
verstärken die Flugzeugzelle an jenen Stellen, die sonst wegen der Anordnung der Gehäuse geschwächt
würden. Wie aus F i g. 2 ersichtlich, sind um die Einlasse der Triebwerke herum aufblasbare Ringe 42
vorgesehen, die in der Zeichnung entleert dargestellt sind. Im aufgeblasenen Zustand bilden sie glatte
Lufteinlässe für die Triebwerke 18. Über jedem Triebwerk 18 sind Schwenkklappen 43 angeordnet,
die während des Betriebs der Triebwerke 18 geöffnet werden.
Dadurch, daß die Ablaßluftleitung zwischen dem Triebwerk und dem.Triebwerksgehäuse gelagert ist,
ergibt sich eine zweckmäßige Vereinigung zwischen Triebwerk und Flugzeuggehäuse. Außerdem wird der
Gesamtdurchmesser und damit auch der Durchmesser des im Flugzeug vorzusehenden Gehäuses verkleinert,
und es wird ein stabiler Aufbau geschaffen. Da die Leitung außerhalb des Triebwerks angeordnet
ist, ist auch die Lage des Auslasses 27 nicht fest, sondern es kann dieser Auslaß auch an einer anderen
Stelle des Flugzeugs vorgesehen werden.
Die Erfindung wurde vorstehend in Verbindung mit Hubstrahltriebwerken beschrieben. Sie ist jedoch
auch horizontal angeordnete Vorwärtsschubtriebwerke anwendbar.
Claims (5)
1. Flugzeug mit einem Gehäuse, in dem ein axial durchströmtes Gasturbinenstrahltriebwerk
untergebracht ist, von dem Verdichterluft durch eine Vielzahl von Öffnungen, die ringförmig auf
dem Außenumfang des Triebwerks verteilt sind, abgezapft wird und von einem Ringkanal an der
Außenseite des Triebwerks aufgefangen und weitergeleitet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Flugzeuggehäuse (21) die Wand der Außenseite des Ringkanals (24) bildet, wobei
Ringdichtungen (26) zwischen dem Triebwerksgehäuse (20) und dem Flugzeuggehäuse den Ringkanal
in Richtung zum vorderen und hinteren Triebwerksende abschließen.
2. Flugzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringdichtungen (26) aus aufblasbaren
Schläuchen bestehen.
3. Flugzeug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil des Ringkanals
(24) durch eine ringförmige Vertiefung (23) in der Wand des Flugzeuggehäuses (21) erweitert
ist, wobei der Ringkanal und seine Erweiterung durch eine Wand (40) mit Durchlaßöffnungen
(41) getrennt sein können.
4. Flugzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchlaßöffnungen (41) um so
größer sind, je weiter sie von dem gemeinsamen Auslaß (27) des Ringkanals entfernt liegen.
5. Flugzeug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Ringkanal im Bereich
jeder Öffnung (22) in der Triebwerkswand zur Regelung des Luftaustritts Schaufelkaskaden vorgesehen
sind, wobei die Schaufeln (30) so ausgebildet sind, daß ihr Strömungswiderstand um
so größer ist, je näher die zugehörige Öffnung dem gemeinsamen Auslaß (27) des Ringkanals
liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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