DE1452303C - Einrichtung an einer Strangpresse zum Beschicken eines vertikal angeordneten Aufnehmers mit Flüssigmetall - Google Patents
Einrichtung an einer Strangpresse zum Beschicken eines vertikal angeordneten Aufnehmers mit FlüssigmetallInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung an einer Strangpresse zum Beschicken eines vertikal
angeordneten Aufnehmers mit Flüssigmetall, auf dem ein Füllaufsatz angeordnet ist, der über eine Rohrleitung
mit einer neben der Presse liegenden Schmelzofenwanne verbunden ist, wobei das Auffüllen des
.Füllaufsatzes auf einen vorgegebenen Flüssigkeitsspiegel selbsttätig erfolgt.
Derartige Einrichtungen finden insbesondere bei Kabelmantel- oder Lötzinnpressen Anwendung, die
sowohl kontinuierlich als auch absatzweise arbeiten können.
Der auf dem Aufnehmer angeordnete Füllaufsatz umgibt den Preßstempel koaxial, und das in ihm gespeicherte
Flüssigmetall ist mit dem Preßstempel bzw. dessen Schaft in unmittelbarer Berührung. Der Füllvorgang
des Aufnehmers ist einfach und geht verhältnismäßig rasch vor sich, da beim Zurückziehen des
Preßstempels in die obere Endlage mehrere Öffnungen oberhalb der Aufnehmerbohrung freigegeben
werden, durch die das Preßmaterial in den Aufnehmer fließt. Die Schmelzofenwand, die den Vorrat an
Flüssigmetall enthält, ist über eine Rohrleitung, die ein Absperrventil besitzt, mit dem Füllaufsatz verbunden.
Die Größe des Füllaufsatzes ist ganz allgemein im Durchmesser und in der Bauhöhe im wesentlichen
durch die Abmessungen der Presse bestimmt und kann nicht beliebig groß gewählt werden. Damit beim
Einfließen des flüssigen Preßmaterials durch die entstehende starke Sogwirkung keine Verunreinigungen,
die auf der Oberfläche schwimmen, mitgerissen werden, muß der Füllaufsatz stets eine genügende Reserve
aufweisen. Üblicherweise ist er in der Lage, drei bis vier Füllungen an Preßmaterial aufzunehmen.
Nach jeder zweiten Füllung, spätestens jedoch nach der dritten Füllung, muß der Füllaufsatz nachgefüllt
werden.
Dadurch, daß der Spiegel des flüssigen Metalls beim Füllvorgang verhältnismäßig, tief absinkt, werden
die Innenflächen des Füllaufsatzes sowie der innere Zylinder bzw. der Stempelschaft von Metalloxyden
benetzt und beim anschließenden Nachfüllvorgang ist nicht unbedingt sichergestellt, daß die
abgelagerten Oxyde wieder an die Oberfläche schwimmen. Hierdurch besteht die Gefahr, daß Verunreinigungen
in den Aufnehmer und von dort in die Preßkammer gelangen.
Es ist weiterhin bei einer Kabelmantelpresse (britische Patentschrift 434 041) mit einem Füllaufsatz,
der über eine, mit einem Absperrventil versehene Rohrleitung mit der Schmelzofenwanne verbunden
ist, bekannt, mittels einer selbsttätigen Steuerung des Absperrventils, nach jedem Füllvorgang
des Aufnehmers das ursprüngliche Niveau im Füllaufsatz wieder herzustellen. Auch bei dieser Einrichtung
tritt eine nicht unerhebliche Absenkung des Flüssigkeitsspicgels im Füllaufsatz bei Ende des Füllvorganges
des Aufnehmers ein. Außerdem ist diese Einrichtung wegen der notwendigen Steuerelemente,
des Absperrvorganges usw. verhältnismäßig aufwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Absinken des Metallspiegels weiter zu verringern und
eine einfache und betriebssichere Einrichtung zu schaffen,
Gemäß der Erfindung ist die Schmelzofenwanne mit dem Füllaufsalz durch die Rohrleitung nach dem
Prinzip der kommunizierenden Gefäße verbunden.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Schmelzofenwanne höhenverstellbar angeordnet.
Der neben der Presse aufgestellte Schmelzofen, in dem das Preßmaterial geschmolzen und auf Fülltemperatur
gehalten wird, ist derart aufzustellen, daß sein Flüssigkeitsspiegel mit dem im Füllaufsatz befindlichen
Flüssigkeitsspiegel auf gleicher Höhe liegt. Beide Behälter sind durch eine Rohrleitung miteinander
verbunden, so daß beide Flüssigkeitsspiegel
ίο nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren
während des Füllens immer auf gleicher Höhe bleiben. In der Bodenöffnung der Schmelzwanne ist ein
schließbares Ventil zum Verbindungsrohr angeordnet. Es wird benutzt, um den Füllaufsatz allein
leeren und um Reparaturarbeiten durchführen zu können.
Da die Oberfläche der Schmelzwanne ein Vielfaches der Oberfläche des Füllaufsatzes beträgt, sinkt
der Flüssigkeitsspiegel bei jeder Füllung nur noch
so im Verhältnis der Flächerivergrößerung ab, weil durch
die Rohrverbindung die Flüssigkeitsspiegel immer auf gleicher Höhe gehalten werden.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
as Auf dem Aufnehmer 1 einer Kabelmantelpresse
befindet sich der Füllaufsatz 2, der mit flüssigem Preßmaterial 3 angefüllt ist. Neben der Presse ist der
Schmelzofen? aufgestellt, dessen Wanne .12 durch die Rohrleitung 9 mit dem Füllaufsatz 2 nach dem
Prinzip der kommunizierenden Röhren verbunden ist. Der Flüssigkeitsspiegel des in der Wanne 12 befindlichen
Preßmaterials 10 ist mit 14 bezeichnet.
In der Bodenöffnung 13 der Wanne zum Rohr 9 ist ein verschließbares Ventil 8 angeordnet.
Bei geöffnetem Ventil 8 fließt das in der Wanne 12 des Schmelzofens 7 befindliche Preßmaterial 10 dem
Füllaufsatz 2 unterhalb dessen Flüssigkeitsspiegel 11 zu. Beim Zurückziehen des Preßstempels 4 in seine
obere Endstellung gelangt das Preßmaterial 3 durch Öffnungen 5 in die Bohrung 6 des Aufnehmers 1 und
kann mittels des Preßstempels 4 ausgepreßt werden. In der Zeichnung ist in kleinrautierter Schraffür
dargestellt, welches Preßmaterialvolumen bei den bekannten Einrichtungen dem Füllaufsatz 2 zum Füllen
der Aufnehmerbohrung 6 entnommen wird. Desweiteren ist ein Preßmaterialrest F in der Aufnehmerbohrung
angedeutet, der vom vorhergehenden Preßvorgang übriggeblieben ist. Demgegenüber sinkt bei
der Einrichtung'gernäß der Erfindung der Flüssigkeitsspiegel 11 des in großrautierter Schraffür H dargestellten
Preßmaterialvolumens nach der Füllung nur um den Betrag h auf den Flüssigkeitsstand 11'.
Das Maß Λ, um das der Flüssigkeitsspiegel 11 im Füllaufsatz 2 absinkt, entspricht dem Maß h', um das
der Flüssigkeitsspiegel 14 des Preßmaterials 10 in der Wanne 12 abnimmt, und zwar sinkt der Flüsssigkeitsspiegel
14 bei einer Füllung der Aufnehmerbohrung 6 bis auf den Flüssigkeitsstand 14'.
Die Füllung geht folgendermaßen vor sich.
Die Füllung geht folgendermaßen vor sich.
Nachdem der Preßstempel 4 in die dargestellte Endstellung bewegt worden ist, fließt Preßmaterial 3
aus dem Füllaufsatz 2 durch die nun freiliegenden
Bohrungen 5 in die Aufnehmerbohrung 6. .'
Gleichzeitig fließt das in der Wanne 12 befindliche Preßmaterial 10 bei geöffnetem Ventil 8 durch die
Rohrleitung in den Füllaufsatz 2.
Durch diese Maßnahme ist bei auf gleicher Höhe befindlichen Flüssigkcitsspiegeln 11, 14 ein Vielfaches
an Preßmaterialvolumen vorhanden im Vergleich zum bekannten Verfahren. Deshalb braucht nicht befürchtet
zu werden, daß die die Verunreinigungen tragende, obere Schicht des flüssigen Preßmaterials
bereits nach drei bis vier Füllungen so tief abgesunken ist, daß Oxyde in die Preßkammer eindringen
können.
Wenn der gesamte Wanneninhalt ohne Nachfüllen des Schmelzofens 7 ausgepreßt werden soll, ist der
gesamte Schmelzofen in Pfeilrichtung anzuheben, beispielsweise durch einen (nicht dargestellten) hydraulischen
Druckantrieb. Der Flüssigkeitsspiegel 14 wird auf diese Weise bei jeder Preßmetallentnahme auf
die entsprechende Spiegelhöhe 11 gebracht, wobei dann die Höhe des Flüssigkeitsspiegels 14 in der
Wanne 12 abnimmt.
Claims (2)
1. Einrichtung an einer Strangpresse zum Beschicken eines vertikal angeordneten Aufnehmers
mit Flüssigmetall, auf dem ein Füllaufsatz angeordnet ist, der über eine Rohrleitung mit einer
neben der Presse liegenden Schmelzofenwanne verbunden ist, wobei das Auffüllen des Füllaufsatzes
auf einen vorgegebenen Flüssigkeitsspiegel selbsttätig erfolgt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schmelzofenwanne (12) mit dem Füllaufsatz (2) durch die Rohrleitung (9) nach
dem Prinzip der kommunizierenden Gefäße verbunden ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelzofenwanne (12)
höhenverstellbar angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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