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DE1452089A1 - Vorrichtung zum Auswechseln der Walzen eines Walzwerks - Google Patents

Vorrichtung zum Auswechseln der Walzen eines Walzwerks

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Publication number
DE1452089A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rolling mill
roller
frame
rollers
rolls
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19621452089
Other languages
English (en)
Inventor
Adair James Richard
Maurice Sieger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
United Engineering and Foundry Co
Original Assignee
United Engineering and Foundry Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by United Engineering and Foundry Co filed Critical United Engineering and Foundry Co
Publication of DE1452089A1 publication Critical patent/DE1452089A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B31/00Rolling stand structures; Mounting, adjusting, or interchanging rolls, roll mountings, or stand frames
    • B21B31/08Interchanging rolls, roll mountings, or stand frames, e.g. using C-hooks; Replacing roll chocks on roll shafts
    • B21B31/10Interchanging rolls, roll mountings, or stand frames, e.g. using C-hooks; Replacing roll chocks on roll shafts by horizontally displacing, i.e. horizontal roll changing
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B13/00Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories
    • B21B13/02Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories with axes of rolls arranged horizontally
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B13/00Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories
    • B21B13/08Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories with differently-directed roll axes, e.g. for the so-called "universal" rolling process
    • B21B13/10Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories with differently-directed roll axes, e.g. for the so-called "universal" rolling process all axes being arranged in one plane
    • B21B2013/106Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories with differently-directed roll axes, e.g. for the so-called "universal" rolling process all axes being arranged in one plane for sections, e.g. beams, rails

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)
  • Reduction Rolling/Reduction Stand/Operation Of Reduction Machine (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Walzen-Auswechs^lvorrichtung zur Verwendung bei Walzwerken. Obgleich die Erfindung bei verschiedenartigen Walzwerken verwendet w-rden kann, ist sie insbesondere auf Walzwerke zur Herstellung von Trägern, Strukturgliedern u.dgl. anwendbar.
Die heutigen, zur Herstellung der genannten Erzeugnisse verwendeten Walzwerke und insbesondere die Universal-Walzwerke können der Einfachheit halber je nach ihrem System zum Auswechseln der Walzen als Walzwerke, bei denen das gesamte Walzwerk aus seiner Betriebsstellung entfernt wird bzw. Walzwerke, bei denen lediglich die UaIzen ausgebaut werden, während das Walzwerk selbst in β iner Betriebsstellung verbleibt, eingestuft werden.
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Beim Auswechseln der Walzen eines Walzwerks der ersten Gruppe wird das gesamte Walzwerk mit seinen Walzen, jedoch ohne seine Antriebseinrichtung, als Ganzes aus seiner Betriebsstellung angehoben und durch ein zweites Walzwerk ersetzt. Dieses zweite Walzwerk wird gewöhnlich als Austauschwalzwerk bezeichnet und ist mit einem neuen Walzensatz versehen. Obgleich bei der Verwendung dieses Systems des Walzenauswechselns die Verlustzeit auf ein^em Mindestmaß gehalten werden kann, bedeutet es doch offensichtlich eine große Kapitalanlage, und zwar sowohl für die zusätzlichen Austauschwalzwerke als auch für die Bereitstellung eines Krans mit ausreichender Tragkraft, um die schweren Walzwerke anzuheben. Dieses System findet daher nur begrenzte Anwendung,
Um diese außerordentlich großen Unkosten zu umgehen, verwenden zahlreiche Benutzer von Walzwerken solche der zweitgenannten Gruppe, wobei das Walzwerk selbst nicht aus seiner Betriebsstellung entfernt zu werden braucht, sondern nur seine Walzen mit Hilfe einer Walzenträgervorrlchtung, wie eines C-Hakens, einer Trägerschiene oder Anhebeeinrichtung, ausgewechselt werden. Bei bestimmten Typen dieser Walzwerke muß außerdem das Gerüst vor dem Herausnehmen der Walzen auseinandergespreizt werden. Bei diesen Systemen müssen die Walzen einzeln entfernt und
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werden, was natürlich einen beträchtlichen Verlust an Produktionszeit zur FoI,^e hat und die Verwendung einejB Krane bzw. mehrerer Kräne über eine bedeutende Zeitspanne erforderlich macht.
Dieser Ausfall an Produktionszeit ist in den Fällen noch größerf JLn denen die Kräne die Walzen über eine beträchtliche Vegstrecke zum und vom Walzwerk befördern müssen. Neben diesen,Zeitverlusten ergeben sich bei der Anwendung der ".CrHaken usw. noch zahlreiche andere Nachteile bzw. Verluste., beispielsweise die zum Feststellen der Böcke gegen eine Drehbewegung während ihrer Bewegung durch das Walzwerk sowie die zur Axialeinstellung der Walzen und Führungen nach dem Einsetzen der Walzen in das Walzwerk erforderliche Zeit.
Ein weiterer Nachteil des einen "C-Haken o.dgl. verwendenden Systems besteht darin, daß die Zapfen der wagerechten Walzen in den meisten Fällen länger als erforderlich ausgebildet werden müssen, damit die "C-Haken o.dgl. an den Enden der V/alzen angreifen können, Nebon diesen Nachteilen wird durch die Verlängerung der Walzen dns leichte Einstellen derselben in Axialrichtung relativ zueinander erschwert.
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Demgegenüber schafft die Erfindung eine Vorrichtung zum Auswechseln der Walzen eines Walzwerke und ist insbesondere zur Anwendung bei einem Universalwalzwerk geeignet, wobei die wesentlichen Vorteile der Erfindung gegenüber den bekannten Verfahren zum Auswechseln der Walzen darin bestehen, daß durch sie die bei diesem Vorgang auftretenden Zeitverluste sowie die für einen Kran bzw. mehrere Kräne erforderliche Zeitspanne beträchtlich herabgesetzt werden und daneben die Verwendung einfacherer Walzwerk- und Walzenkonstruktionen gestattet. Die Erfindung gestattet somit die maximale Ausnutzung der Produktionskapazität des Walzwerks, ohne daß beim Auswechseln der Walzen ein Entfernen des Walzwerks aim seiner Betriebsstellung erforderlich wäre.
Zusätzlich zu diesen Vorteilen schafft die Erfindung im Fall ihrer Anwendung auf Tandem-Walzwerkanordnungen beispielsweise mit hintereinander angeordnete« Universal- und Kantergerüst zum Auswalzen von Trägern eine Vorrichtung zum gleichzeitigen Auswechseln der Walzen einer Anzahl von Walzwerken mit praktisch keinem größeren Produktionszeitverlust, als dies zum Auswechseln der Walzen eines einzigen Gerüsts erforderlich ist.
Darüberhinaus ist beim erfindungsgemäßen Walzenauswecheeln
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die Verwendung von einem oder mehreren Kränen beim eigent— liehen Auswechselvorgang nicht erforderlich, woraus sich der weitere Vorteil ergibt, daß die neuen Walzenanordnungen vor der Unterbrechung des Walzwerkbetriebs zum Walzwerk gebracht und bei diesem gelagert werden können, während die abgenutzten Walzen zu beliebiger Zeit nach der erneuten Inbetriebnahme des Walzwerks entfernt werden können. Ba der Kran während des eigentlichen Walzenaustauschs nicht benötigt wird, steht er für Wartungsarbeiten zur Verfügung, die anderenfalls verzögert werden müßten, woraus sich weiter· Produktlonsveitverluete ergeben würden.
Bei Anwendung der Erfindung beispielsweise auf ein Universal -Trägerwalzwerk, besteht der erfindungsgemäße Gedanke darin, eine Vorrichtung mit einem Gestell für Jede wagerechte Walze vorzusehen, von denen Jedes Gestell zwei Walzenanordnungen aufzunehmen und abzustützen vermag, wobei Einrichtungen vorgesehen sind, um die Walzenanordnungen aus den Walzwerk herauszunehmen bzw. in dieses einzusetzen. Weiterhin sind Einrichtungen vorgesehen, mit deren Hilfe dl· Gestelle relativ zum Walzwerk bewegt werden können, so daß bei einer Bewegung der Gestelle die eine Walzenanordnung von Walzwerk wegbewep;t und die andere Walzenanordnung selbsttätig in eine Bereitschaftestellung ium Einsetzen in das Walzwerk ausgerichtet wird.
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Die bevorzugte Ausführungaform der Erfindung weißt darüberhinaus an der Antriebsseite des Walzwerks vorgesehene und sich Über dieses erstreckende Anordnungen auf, von denen sich die für das zur Aufnahme der oberen Walzen dienende Gestell vorgesehene obere Anordnung über den für eine der lotrechten Walzen des Walzwerke vorgesehenen Gerüstansatz erstreckt. Biese Anordnungen sind in ihrer Einstellhöhe jeweils derart gegenüber den wagerechten Walzen angeordnet, daß die an ihnen befestigten Gestelle, wenn diese vor dem Walzwerk ausgerichtet werden, während des Herausnehmens und Einsetzens der Walzenanordnungen Träger- und Führungsflächen darstellen, ohne daß während der Bewegung der Walzen in Axialrichtung eine Handhabung an ihnen erforderlich wäre. Bei einigen Ausführungsformen kann das Walzwerk selbst mit Einrichtungen zur Abstützung und führung der Walzenanordnungen während des ersten Stücks des Auswechselvorgänge versehen sein, wobei in diesem Fall die Träger- und Führungsflflehen der Gestell© mit den Trägerflächen des Walzwerks zusammenwirken.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind außerdem in Verbindung mit dem für die obere Waise vorgesehenen Gestell zwei Schlitten vorgesehen, von denen der eine zum Herausziehen einer ersten bzw, abgenutzten Waise
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ausgebildet ist, während der zweite, neben dem ersten angeordnete Schlitten dazu dient, eine zweite bzw. Austauschwaise einzusetzen. Weiterhin ist eine einzige Einrichtung vorgesehen, um beide Schlitten gemeinsam in ihre Betriebslagen zu bewegen.
Das Gestell für die untere Walze kann aufgrund der speziellen Konstruktionseigenschaften des Walzwerks an dieser Stelle von einfacherer Konstruktion sein als das für die obere Wals· vorgesehene Gestell. In diesem Fall sind keine Schlitten vorgesehen, sondern das Gestell weist statt des; en zwei Walzen-Aufnahmeplattformen zur Abstützung der beiden Walzenanordnungen auf. Dabei ist eine Einrichtung vorgesehen, um dieses Gestell und somit auch die Plattformen in ihre jeweiligen Betriobslagen zu bewegen. Zusätzlich ist noch eine gemeinsame Einrichtung vorgesehen, um die Walzenanordnungen as dem Walzwerk heraus und in dieses hinein zu bewegen.
Das Gestell für die untere Walzenanordnung wird von einer Bodenvertiefung an der Antriebsseite des Walzwe ks aufgenommen, über welche entfernbare Bodenplatten gelegt werden können, wenn das Gestell nicht benutzt wird. Das für die obere Waisenanordnung vorgesehene Gestell ist derart ausgebildet, daß sich seine Trägeranordnung vom Walzwerk
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wegerstreckt, wodurch das Gestell einfach auf eine unwirksame Stellung entfernt werden kann und somit genügend Arbeitsraum für die Arbeiter eur Verfügung steht.
Diese sowie andere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung anhand der Zeichnungen. Es seigern
Fig. 1 eine teilweise io Schnitt dargestellte Aufsicht auf eine universal- und Kanter-Walswerkanordnung sowie auf die WalEen-Auswechselvorrichtung mit den Merkmalen der Erfindung, wie sie in Verbindung mit diesen Walzwerken verwendet wird,
Pig· 2 einen Querschnitt längs der Linie II-II in Flg.
durch das Unlversalwalewerk und die erfindungsgemäße Walsen-Auswechselvorrlchtung,
Fig. 3 «inen Querschnitt längs der Linie III-III in Fig. durch das Kanterwalswerk und seine erfindungsge-■äBe VaIsen-Auswechselvo!»richtung,
Flg. * «Inen Querschnitt längs dtr Linie XT-ZV in Flg. 2, von dtr Antriebestlte der Walzenanordnung her gesehen,
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Fig· 5 und 6 Teilaufeichten auf bestimmte Bestandteile des UniversalWalzwerks, länge der Linien V-V bzw· VI-VI in Piß. 2, in vergrößertem Maßstab,
Fig. 7 einen Teil-Querschnitt länge der Linie VII-VII in Fig. 1,
Fig. 8 einen Teil-Querschnitt längs der Linie VIII-VIII in Fig. 2 und
Fig. 9 einen Teil-Querschnitt längs der Linie IX-IX in Fig. 1.
In den Zeichnungen ist ein Walzwerk zur Herstellung von Breitflanschträgern dargestellt, welches aus einem Grob-Universal walzwerk 11 und einem angrenzend angeordneten Kanterwalzwerk 12 besteht. Zum Verständnis der Erfindung scheint es nicht erforderlich zu sein, die verschiedenen Bestandteile dieser Walzwerke im Einzelnen zu erläutern, obgleich auf bestimmte, wichtige Glieder derselben Bezug genommen werden wird.
Das Universal-Walzwerk 11 weist zwei feststehende, im Abstand voneinander entfernte Gerüste 13 und 14 mit den üblichen Fenstern auf, in welche zusammenwirkende ober·
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und untere wagerechte Walzen 16 und 17 sowie lotrechte Walzen 18 und 19 eingesetzt sind· Die lotrechten Walzen sind tatsächlich in von den Gerüsten 13 und 14· abstehende starre Flügel bzw, Anbauten 21 eingesetzt» wobei diese Walzen in Fig. 2 in ihrer zurückgezogenen, unwirksamen Stellung dargestellt sind. Die Walzen sind mit den herkömmlichen Lagerbockanordnungen ausgerüstet. Im folgenden wird nur auf die Anordnungen 20 der wagerechten Walzen 16 und 17 Bezug genommen, wobei die Walzen und Lagerböcke, wie bereits geschehen, zeitweise einfach ale "Walzenanordnungen" bezeichnet werden. Gemäß den Pig. 6 und 9 weisen die Böcke 20 der Walze 16 an ihren unteren Ecken Lagermetallflächen 21 auf, während die Böcke 20 der Walze 17 mit mittleren Lagermetallflächen 22 versehen sind, deren Zweck später erliutert werden wird. wie am besten aus Fig. 2 ersichtlich ist, werden die wagerechten Walzen 16 und 17 mit Hilfe von zwei Schraubenpaaren 23 in lotrechter Richtung eingestellt.
Bei der speziellen Konstruktion des dargestellten Walzwerks werden die Walzen 16 und 17 durch wagerechte Träger 25 bzw. 26 abgestützt, die ihrerseits von den Schrauben getragen werden und sich zusammen mit diesen bewegen, wodurch sie in die vorbestimmte, voneinander getrennte
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Walsen-Auswecheelstellung gemäß Fig. 2 bewegt werden können. Gemäß Fig. 5 ist der obere Träger 25 mit zwei vagerechten Ansätsen 26 versehen, die von seinen beiden Seiten abstehen und als Träger- und Führungsflächen für die Böcke 20 dienen, wobei su beachten ist, daß die oberen Abschnitts der Böcke Bit den Ansätsen 26 zusammenwirkende Aunprungen aufweisen. Wie später genauer eu erkennen sein wird, gleiten die Böcke beim Walzen-AuewechselVorgang über die Ansätze 26, zu welchem Zweck die Berührungsflächen ait Lagermetall verkleidet sind.
VIs am deutlichsten in Fig« 6 dargestellt ist, 1st der untere Träger, da er nicht das Gewicht der Walzenanordnung 17t sondern nur sein eigenes Gewicht eu tragen braucht, alt einem mit Lagermetall verkleideten Zentralabschnitt 27 versehen, welcher mit der Lagerfläche 22 der Böcke in Berührung gelangt und zur Abstützung und Führung der Waisenanordnung 17 während des Walzvorgange sowie des Walsen-Auswechselvorgänge dient. Durch die Verwendung der Träger 25 und 26 wird es möglich, zur Herstellung eines Trägers gegebener Größe Waisen mit möglichst kurzer Länge su verwenden, wie in der Parallelanmeldung U 9183 Ib/7a genauer erläutert ist.
Bis Enden der Waisen 16 und 17 sind an der Betriebsseite
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bzw. gemäß den Pig. 1 und 2 an der rechten Seite des Walzwerke mit öchublageranordnungen 28 versehen und an der oberen Walze 16 etehen zwei starre Haken 29 von der Lageranordnung ab, wie dies in Fig. 2 am deutlichsten dargestellt 1st. Außerdem ist ein Haken 29 für die untere Walze 17 vorgesehen, der jedoch nicht wie bei der oberen Walze 16 an der Schublageranordnung ausgebildet ist, sondern gemäß Fig. 2 einen aus dem gleichen Stück bestehenden Bestandteil des Lagerbocke 20 an der Antriebsseite bildet.
Dae in den Fig. 5 und 4 dargestellte Kanterwalewerk entspricht in einem Aufbau im wesentlichen demjenigen des Universal-Walzwerke, so daß nicht näher auf seine verschiedenen Beetandteile eingegangen zu werden braucht. Ein wesentlicher Unterschied zwischen diesen beiden Walz» werken besteht jedoch darin, daß dae Kanterwalζwerk keine lotrechten Walzen aufweist* Die Walzen 51 und 52 des Kanterwalzwerke etehen Über ihre LagerbBcke 55 mit wagerecht angeordneten Trägern 54 bzw. 3$ in Berührung, von dnen der vordere untere Lagerbock 55 mit einem aue demselben Stück auegebildeten Haken 55b vereehen let. Bei der epeziellen Kontruktlon dee dargestellten Walzwerke trägt der obere Träger 54 nicht dae Gewicht der oberenWalze und führt ele auch nicht während des Auswicheelvorgänge, sondern
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nimmt lediglich die Walzbelastungen auf, während der untere Träger 35 einen ähnlichen Zweck erfüllt wie der untere Träger 26 des Universal-Walzwerks. Die Schraubenpaare 36 des Kanterwalzwerks können verstellt werden, um die Walzen 31 und 32 auf eine vorbestimmte Walzen-Auswechsel-Btellung voneinander zu trennen, wobei zwischen die Bücke 33 der Walzen Stutzen 37 eingefügt werden, welche zur Stabilisierung der Walzenanordnungen dienen und ihr paarweises Entfernen aus dem Walzwerk sowie das Einsetzen in dieses gestatten.
Die vorstehende Erläuterung der wichtigsten Bauteile der Walzwerke 11 und 12 sollte nur das Verständnis der dargestellten Walzen-Auswechselvorrichtung erläutern. Als nächstes sei nunmehr die Vorrichtung zum Auswechseln der oberen Walze 16 des Univeraal-Walzwerks 11 anhand der Zeichnungen genauer erläutert. Wie insbesondere aus den Flg. 1 und 2 ersichtlich ist, befindet sich im Abstand von der Antriebsseite des Walzwerke eine Schiene 40, die im rechten Winkel su einer die Achsen der Walzen 16 und 1? einschließenden Ebene verläuft. Die Schiene 40 ist im Abstand über dsr Basis bzw. Fundament des Walzwerke 11 angeordnet, so daß ihre Oberseite praktisch auf gleicher Höhe mit der Oberseite des Flügels 21 liegt, welcher dl·
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lotrechte Walze 19 enthält. Unmittelbar neben dem Walzwerk und auf gleicher Höhe wie die Schiene 40 ist ein· zweite Schiene 41 vorgesehen, die jedoch an jeder Seite dee Flügels 21 endet. Eine nur in Piß· 2 dargestellte Verlän^erungsschiene 42 ist am Flügel 21 angebracht und erstreckt sich quer über diesen, wodurch eine ununterbrochene Lauffläche der Schiene 41 gewährleistet wird.
Gemäß Fig. 4 erstrecken sich die Schienen 40 und 41 ein beträchtliches stück von der Antriebsseite des Walzwerke hinweg; der Zweck dieser Anordnung wird später genauer beschrieben werden. Die Schienen sind zwecks Abstützung eines im folgenden näher beschriebenen Gestelle 44 mit Unterträgern 4J versehen. Dieses Gestell 44 weist gemäß den Fig. 2 und 4 auf den Schienen 40 und 41 laufende Radpanre 45 auf, von denen das eine Paar durch eine Motor-Getriebeeinheit 46 angetrieben wird, wodurch das Geetell gegenüber dem Walzwerk in Längsrichtung bewegt werden kann» Die beiden äußersten Endstellungen des Gestelle werden durch an den Enden der Schienen 40 und 41 befestigte Anschläge 42a festgelegt* Zur Bestimmung der richtigen Lage dee Gestelle für die Walzen-Einsetzphaee dee Walsen-Auewecheelvorgange können nicht dargestellte zurückziehbar· Anschläge o.dgl* vorgesehen werden.
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Wie an besten aus Fig. 7 ersichtlich ist, ist das Oeetell 44 mit drei parallel und auf Abstände angeordneten Trägergliedern 47 versehen, die sich parallel zu der die Achse der Walze 16 einschließenden Ebene erstrecken. Diese Glieder sind mit waßerecht abstehenden Vorsprungabschnitten 48 versehen, wobei das mittlere Trägerglied zwei derartige Abschnitte aufweist. Diese Trägerglieder dienen sur Führung und Abstützung zweier unabhängig voneinander wirksamer Schlitten 49 und 50. Das mittlere Glied 47 dient dabei al s gemeinsamer Träger für die beiden Schlitten, die ihrerseits mit mit Lager-■etall verkleideten Aussparungen versehen sind, welche ■it den vorsprungabschnitten 48 der Träßerglieder zusammenwirken. Ereichtlicherweise befinden sich die Glieder und insbesondere- ihre Oberseiten in solcher Höhe, daß die in Fig. 9 dargestellten Lagerflächen 21 der Lagerböcke bein Herausziehen bzw. Einfügen der Walzenanordnung 16 aus den bzw. in das Walzwerk auf den Abschnitten 48 der Glieder 47 gleiten.
In den Zeichnungen ist eine auf dem Schlitten 49 ruhende neue Walzenanordnung 16a, 20a und 29a dargestellt. Di· Schlitten 49 werden mit Hilfe einer Motor-Getriebeeinheit 51t dl* Bit ** Gestell 44 angebrachten Zahnstangen 52 in
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Eingriff stehende Ritzel 5^a aufweist, axial zur Walze 16 vorwärtsbewegt. Die Zahnstangen und Ritzel sind in Fig. 7 am deutlichsten dargestellt. An der Vorderseite jedes Schlittens sind Haken 53 schwenkbar angebracht, die mit an den Schublageranordnungen 28 der Walzenanordnungen 16 bzw, 16a vorgesehenen Haken 29 bzw. 29a zusammenwirken. Die Haken 53 weisen auch Druckflächen auf, weshalb die Schlitten sowohl zum Einsetzen der Walzen in das Walzwerk als auch zum Herausziehen der Walzen aus diesem verwendet werden können.
Bei dem zum Auswechseln der unteren Walze 17 verwendeten Teil der Vorrichtung ist gemäß Pig, 2 ein zweites Schienenpaar 5^- vorgesehen, auf welchem zwei dem Gestell 56 zugeordnete Radpaare 55 laufen. Das Gestell dient zur Aufnahme von zwei Walzenanordnungen und weist zu diesem Zweck zwei Plattformen 57 und 58 auf, die durch mit Lagerflächen versehene zentrale Trägerglieder gebildet werden und die Lagerböcke 20 der Walze 17 bei ihrer Bewegung längs der Glieder führen und abstützen. Aus einer Vergleich zwischen den Fig. 4 und 6 ist ersichtlich, daß die Plattformen 57 und 58 dem mit Lagermetall verkleideten Zentralabschnitt dee Trägers 26 ähnlich sind und mit einen Abschnitt der Lagerflächen 22 der Lagerböcke 20 der Waise 17 in Berüh-
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rung stehen. In den Zeichnungen ist eine neue Walzen-
58 anordnung 17« und 20a auf der Plattform/ruhend dargestellt.
Das Gestell 56 wird mit Hilfe einer Kolben-Zylinderanordnung 60 bewegt, um die eine oder die andere Plattform 37 bzw. 38 gegenüber dem Walzwerk 11 auszurichten. Die Walzenanordnungen werden mit Hilfe einer mit einer Verlängerungsstange 62 versehenen KoIb ^-Zylinderanordnung 61 in das Walzwerk hinein bzw. aus diesem Heraus geschoben. Das äußere Ende der Stange 62 ist mit einer Hakenanordnung 63 verbunden, deren verschwenkbarer Haken mit dem am vorderen Lagerbock 20 der unteren Walzenanordnung 17 vorgesehenen Haken 29 zusammenwirkt.
Wie am besten aus Fig. 2 ersichtlich ist, sind an jeder Seite des Gestelle 53 und an der einen, zwischen dem Walzwerk 11 und dem Gestell 36 verlaufenden Seite maschinenfeste Plattformen 6^ und 65 vorgesehen. Die Plattform 64 dient nicht nur zur Abstützung der Böcke 20, sondern auch sur Führung des äußeren Kopfendes der Kolben-Zylinderanordnung 61. Dies wird gemäß Pig. 8 dadurch erreicht, datt zwei im Abstand voneinander angeordnete Glieder 66 vorgesehen sind, welche die Hakenanordnung 63 führen und halten. Biese Glieder 66 stehen außerdem mit einem Abschnitt der Lagerflächen 22 der Böcke 20 in Berührung.
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Die Plattform 65 l;>t lanp nenuß ausgebildet, um ein Zurückziehen des Hakens 63 vom Gestell 56 zu ftestatten, so daß letzteres gegenüber dem Walzwerk vorbewe^t werden kann.
Ls folgt nunmehr die Beschreibung des Walzen-Auswechselgeatells für das Kanterwalzwerk. Zur Erleichterung des Auswechselns der Walzen 31 und 32 des Kanterwalzwerks 12 sind die Schienen 54· gemäß den Piß. 1» 3 und 4 bis etwas hintex1 das Walzwerk 12 weitergeführt. Diese Schienen tragen ein zweites Gestell 67, das ebenfalls zwei Radpaare 68 aufweist. Das Gestell 67 ist mit zwei Plattformen 69 uni 70 versehen und zwecks Pührung und Halterung der Paare der Walzenanordnungen mit Gliedern 71 (Pig. 1) verbunden. Gemäß den Zeichnungen ruhen auf der Plattform 69 zwei neue Walzenanordnungen 31a» 32a, 33a und 37a. Da der untere Träger ?5 des Kanterwalzwerke 12 höher liegt als der untere Träger 26 des Universal-Walzwerks 11, sind die Plattformen 69 und 70 des Gestells 67 derart ausgebildet, daß ihre Oberflächen ungefähr mit den Bock-Trägerflächen des Trägers 35 fluchten. Das Herausziehen bzw. Einführen der Kanterwalzenanordnungen aus dem bzw. in das Walzwerk erfolgt mit Hilf« einer Kolben-Zylinderanordnung 71. In dieser Hinsicht ähnelt diese Konstruktion xtaecdes
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Kanter-Walzwerks derjenigen für die untere Walze 17 des Universal-Walzwerks 11. Demgemäß ist an der Verlängerungestange 71a der Kolben-Zylinderanordnung 71 eine Hakenanordnung 72 angebracht, welche einen schwenkbar befestigten Haken «um Eingreifen in einen am Lagerbock 33 der unteren Wals« 32 vorgesehenen Haken 33 b aufweist. Der Haken 72 kann vom Gestell 67 zurückgezogen werden, wobei er dann auf einer Plattform 73 aufliegt, so daß das Gestell nunmehr in Längsrichtung relativ zum Walzwerk bewegt zu werden vermag. Eine maschinenfeste Plattform 74- ist für denselben Zweck vorgesehen wie die Plattform 64- des Gestelle 36. Gemäß Fig. 4 ist das Gestell 67 mit Hilfe eines Verbindungsglieds 75 mit dem Gestell 56 verbunden, so daß sich diese beiden Gestelle gemeinsam bewegen können und der Walzen-AuswechseiVorgang bei beiden Walzwerken 11 und 12 gleichzeitig erfolgen kann. Anschläge 76 und 77 sind derart angeordnet, daß die Gestelle 56 und 67 selbsttätig in den beiden Betriebsstellungen ausgerichtet werden.
Der Walzen-Auswechselvorgang läuft wie folgt abt Vor der Unterbrechung des Betriebs des Universal-Walzwerks 11 und des Kanterwalzwerke 12 werden die neuen Wal^zenanordnungen 16a, 17a, 31a und 32a auf den zugehörigen Gestellen , 56 bzw. 67 angeordnet« Die neue obere Walze 16a für
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das Universal-Walzwerk 11 wird auf den Schlitten 4-9 aufpelept, wenn dieser sich in stiner zurückgezogenen, von der Antriebsseite dee Unlzwerks entfernten Stellung befindet, so daß dieser Vorn;anp; den Betrieb des Walzwerks nicht beeintrjichbißt. Bei den unteren Walzenanordnung^ für das Universal-Waljwerk 11 und dra Kanterwalzwerk 12 werden die neuen Walzen 17*» 31s und 32a auf den Plattformen 58 bzw. 69 der Gestelle 56 bzw. tv? angeordnet, wobei 'su beachten ist, dsfl die Bodenplatten, welche die Gestell© 56 und 67 normalerweise abdecken, unmittelbar vor diesem Vorgang entfernt werden müssen.
Nach dem Unterbrechen des Walzwerkbetriebe und während der Vorbereitung der Walzwerke nuf das Auswechseln der Walzen, wird das Gestell 44- und somit auch die die neue obere Walzenanordnung 16a tragenden Schlitten 4-9 und 50 mit Hilfe der Motor-Getriebeeinheit 4-6 in die Stellung gemäß den Fiß. 1 und 3 bewegt, aus denen ersichtlich iet, daß die neue Walze an der einen Seite des Walzwerke angeordnet und der Schlitten 50 dem Walzwerk gegenüber ausgerichtet wird. Hinsichtlich der neuen unteren Walze 17& für das Universal-Walzwerk und den beiden neuen Walzen 31a und 32 a für dae Knnterwalzwerk ist keine Betätigung des Zylinders 60 erforderlich, da diese Walzen auf den
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Plattformen 58 und 69 angeordnet werden, wenn diese an einer Seite des Walzwerks anneordnet sind, so daß die freien Plattformen 57 und 70 der Gestelle 56 bzw. 67 dem Walzwerk gegenüber in Ausrichtung stehen.
An diesem Punkt des Walzen-Auswechselvorgangs wird der Schlitten 50 durch Betätigung der Motor-Getriebeeinheit gegen das Walzwerk vorbewegt und werden die Kolben-Zylinderanordnungen 61 und 71 ebenfalls betätigt. Es ist zu beachten, daß die Walzen beider Walzwerke 11 und 12 zur Vorbereitung auf das Auswechseln durch Betätigung der Schrauben 231 36 voneinander getrennt werden, so daß die Walzen Jedes Walzwerks eine vorbestimmte lotrechte Lage einnehmen· Beim Kanterwalzwerk müssen gemäß Fig. 3 die Stützen 37 zwischen die Lngerböcke 33 eingesetzt werden. In der vorbestimmten lotrechten Lage greift der Haken des Schlittens 50 in den Haken 29 der oberen Walze 16, der Haken 63 des Gestelle 56 in die Haken 29 der unteren Walz· 17 und der Haken 72 dee Gestells 67 in den Haken 33b der unteren Walze 32 ein.
Wenn alle zum Herausziehen der Walzen erforderlichen Schritte durchgeführt worden sind, werden die Motor-Getriebeeinheit 51 sowie die Kolben-Zylinderanordnungen 61 und 71
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erneut In Betrieb gesetzt, um die Waisen aus den Walzwerken 11 und 12 herauszuziehen. Im Fall der oberen Walze 16 des Universal-Walzwerkß 11 unterstützt der Träger die Führung und Abstützung der Walzenanordnung, bie sein hinterer Lagerbock 20 in Berührung mit den Trägerflächen 48 des Gestella 44 gelangt. Da die Lagerbock-Trägerflächen dee Gestelle gegenüber dem Träger einwandfrei in der Höhe ausgerichtet sind, erfolgt das Herausziehen der Walzenanordnung mit gleichmäßiger Bewegung. Die untere Walzenanordnung 17 dieses Walzwerks wird anfänglich durch den Träger 26 abgestützt und geführt, gleitet über die Glieder 66 der maschienfesten Plattform 64 und kommt schließlich auf die Plattform 57 des Gestelle 56 zu ruhen. Sobald dies der Fall ist, wird die Kolben-Zylinderanordnung 61 zurückgeBogen, so daß ihr Haken 63 auf die maschinenfeste Plattform 65 zu liegen kommt und hierdurch die ungehinderte Bewegung dee Gestelle 56 parallel zur Werkstück-Durchlauflinie der Walzwerke gestattet.
Sobald die untere Walze 32 von dem mit der Stange 71a der Kolben-Zylinder-Anordnung 71 verbundenen Haken 33b erfaßt worden ist, werden die Walzen 31 und 32 mit Hilfe der Kolben-Zylinder-Anordnung über die maschinenfeste Plattform 74 angehoben, bis sie auf die Plattform 70 dee Gestelle 67 zu liegen kommen. Nach der Freigabe dee Hakene
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55b von der Walzenanordnung wird diese weiter bis auf eine über der maschinenfeaten Plattform 73 liegende Stelle herausgezogen, um eine Vorbewegung des Gestelle β7 zu ermöglichen.
Nach dem Herausnehmen der abgenutzten Walzen me dem Walzwerk werden die Gestelle 44, 56 und 67 verlagert, um die abgenutzten Walzen 16, 17» 31 und 52 von den Walzen-Aufnahmestellungen wegzubewegen und die neuen Walzen 16·, 17at 54Ia und 32a selbsttätig in diese zum Einsetzen der Walzen in das Walzwerk erforderliche Stellung zu bringen. Bei den oberen Walzen des Universal-Walzwerks wird dieser Vorgang durch die Motor-Getriebe-Einheit 4-6 durchgeführt, welche das Gestell 44- in seine richtige Lage bringt. Im Fall der unteren Walzen des Universal-Walzwerks sowie der beiden Waisen des Kanterwalzwerks dient die Kolben-ZyIInder-Anordnung 60 zur Entfernung der abgenutzten Walzen und Bewegung der neuen Walzen in ihre richtige Lagelge^enüber der Vorderseite der Walzwerke 11 und 12. Aus Fig. 4- 1st ersichtlich, daß nach der Bewegung des Schlittens 50 keine Behinderung zwischen diesem und dem abgenutzten, aus dem Kenterwalzwprk 12 entfernten Walzensatz 51 und 32 vorhanden ist. Sobald die Austauschwalzen auf diese Weise ausgerichtet worden sind, werden die Walzen selbsttätig
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π;it Hilfe der zun Herausnehmen der V,!alzenanordnun~en verwendeten Einrichtungen in die Walzwerke eingesetzt. Nachdem dies geschehen ist, kann das Gestell 44 in seine unwirksame Stellung zurückgezogen wurden, wonach das Walzwerk 11 zusanmen mit dem Walzwerk Λ2 wieder in Betrieb genommen wurden kann. Die abgenutzten Walzen können nach der erneuten Produktionsaufnahme des Walzwerks und nach Delieben des Bedienunrspersonals entfernt werden. Vie bex^eits erwähnt, können die Bodenplatten wieder über den Gestellen 56 und 67 angebracht v/erden, sobald die ausgewechselten Walzen von diesen entfernt v/orden sind.
Aus der vorstehenden Beschreibung ist es ersichtlich, daß die zur Erläuterung der Erfindung beschriebene Vorrichtung alle eingangs erwähnten Erfindungsziele zu erreichen vermag. Dabei iat insbesondere zu beachten, daß nicht nur die Walzen-Auswechselzeit für die Walzwerke gegenüber den früher hierfür benötigten Zeiten wesentlich verkürzt wird, sondern daß außerdem während des eigentlichen Walzen-AuswechselvorfTan/rs kein Bedarf für einen Kran bzw. mehrere Kräne vorhanden ist. Angesichts der Tatsache, daß die Walzen vor der Unterbrechnung des Betriebs zum Walzwerk gebracht wo den können, wird außerdem eine weitere Zeiteinsparunperreicht, und zwar zusätzlich zu dem Umstand,
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daß der Auswechselvorp-anR der Walzen im Anschluß an diese Bereitstellung nicht von der Greifbarveit eines Krane abhängt.
Ersichtlicherweise kann die krfindunp innerhalb des erweiterten Schutzbe^ehrens auch auf andere a] s auf die speziell beschriebene Weise in der Praxis angewandt werden,

Claims (1)

  1. a te η tans prüche.
    1.) Vorrichtung zum Auswechseln der Walzen eines Walzwerks, gekennzeichnet durch mindestens ein Gestell mit zwei Trä^erfliichen zur Aufnahme einer aus dem Walzwerk ausgebauten Walze bzw. einer in das Walzwerk einzusetzenden Austauschwalze, dps eine Au ;richtung der beiden Trägerflächen in ihre Aufnahme- bzw. Einsetzs teil untren gegenüber dem Walzwerk gestattet, und durch eine Einrichtung zum Bewegen des Gestells gegenüber dem Walzwerk, um eine seiner Walzen-Trägerflachen in die zur Aufnahme einer aus dem Walzwerk entfernten Walze erforderliche Stellung auszurichten, sowie zum weiteren Bewegen des Gestells, so daß die entfernte Walze von der Aufnahmestellung wegbew gt wird und die von der anderen Walzen-Trägerfläche getragene Walze zwecks Bereitschaft für das Einsetzen in das Walzwerk diesem gegenüber ausgerichtet werden kann.
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    2. Vorrichtung nach Anspruch 1 zur Anw nriunp; bei einem Walzwerk mit mindestens zwei Walzen, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell eine Verlagerung der Trägerflachen gegenüber der einen Wal ze in ihre wirksame Stellung gestattet, und ein zweites, ahnliches Gestell vorgesehen ist, dessen Trär;erflachen gerenüber der einen der anderen Walzen in ihre Aufnahme bzw. Einsetzstellung gebracht werden können.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, daduixh gekennzeichnet, daß sie Einrichtungen zum Herausnehmen der Walzen aus dem Walzwerk und zum Ausrichten derselben auf den erstgenannten Walzen-Trägerflächen der Gestelle sowie weiterhin zum Bewegen der Austauschwalzen von den zweitgenannten Trägerflächen der Gestelle und zum Einsetzen derselben in drs Walzwerk aufweist, und diese Einrichungen mit Mitteln zum Erfassen der Walzen vereehen sind, um deren Herauszieh- un^ Einsetzbewegung hervorzubringen.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3» bei der die Walzen des Walzwerks praktisch in einer reneinsnmen lotrechten Ebene {ingeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
    /auf
    dai' sie einen Unterbau zur Halterung des erstgenannten
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    Gestells in einer praktisch mit mindestens einem Abschnitt einer der Walzen übereinsti enden, über der untersten Walze liegenden Höhe aufweist und sich das zv/eitnenannte Gestell unterhalb des erstgenannten Gestells in einer praktisch mit mindestens einem Abschnitt einer der Walzen übereinstir nt?nden, unterhalb der obersten Walze liegenden Höhe erstreckt.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch rekennzeichnet, daß der Un te rauf bau derart angeordnet ist, dai3 das erstgenannte Gestell von der V/ölzen-AtxfnahmPstellunp: des Walzwe-ks hinweg in eine l/alzen-La^ci stellung verbrennbar iöt.
    6. Vorrichtung nach Anspruch M- oder 5» dadurch gekennzeichnet, daß das Walzwerk einen sich in Richtung der die Achsen der Walzen enthaltenen Ebene erstreckenden, wagerechten Vorsprung aufweist, w Icher einen Teil des Unteraufbaus darstellt und das erstgenannte Gestell während mindestens eines Teils seiner Länp;sbeß relativ zum Walzwerk abzustützen vermaß.
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    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Bereich des zweiten Gestells zur Aufnrhme einer Austauschwalze von der Walzen-Aufnähmestellung des Walzwerks hinweg zu einem Walzen-Vorratslager verbracht werden kann.
    ü. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7» dadurch gekennzeichnet, daß sie zwei von den beiden Walzen-Trägerflächen des erstgenannten Gestells getragene Schlitten aufweist und Einrichtungen vorgesehen sind, um die Schlitten in die zum Herausnehmen der Walzen aus dem Walzwerk und zum Einsetzen derselben in dieses erforderliche Richtung zu bewegen.
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, eec zur Verwendung bei einem Walzwerk mit
    einer
    Einrichtung zum Abstützen mindestens einer Walze
    während ihrer Bewegung durch das Walzwerk beim Auswechseln der Walze, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Trägerflächen der Gestelle in solcher Höhe in ihre Aufnahme-bzw. Einsetzstellungen gebracht werden können, so daß die Walze beim Herausnehmen und Einsetzen ununterbrochen entweder von der Abstützfläche des Walzwerke oder von einer der Auflageflächen des Gestelle abgestützt wird·
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    10, Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche zur Verwendung bei mindestens zwei in Tandemanordnung ausgerichteten Walzwerken, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Walzwerk ein Gestell zugeordnet ist und Mittel vorgesehen sind, um die beiden Gestelle miteinander zu teerbinden.
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