DE1450340C - Isolieren und Einbetten einer von einem erhitzten Medium durchströmten Rohrleitung - Google Patents
Isolieren und Einbetten einer von einem erhitzten Medium durchströmten RohrleitungInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft das Isolieren und Einbetten mit einer plastisch bleibenden, gegen Korrosion
einer von einem erhitzten Medium durchströmten, schützenden Masse und außenseitig mit einer kunst-
im Erdgraben auf Gleitlagern geführten Rohrleitung stoffartigen bituminösen Masse aus hochelastischen,
mittels einer bitumenhaltigen Masse. veredelten bituminösen Stoffen versehen ist. Hier
Es ist bekannt, unterirdisch verlegte und ein 5 handelt es sich um eine inhomogene, mehrschichtig
Wärmemedium führende Rohrleitungen zunächst mit ausgebildete, um das Rohr herumzuwickelnde Umeiner
Glas- oder Mineralwolle-Isolierschicht zu um- hüllung, die lediglich wasserdicht bzw. riß- und stoßgeben,
um die dann ein Mantel aus Schwer- oder fest, nicht aber auch zugleich hinreichend wärme-Leichtbeton
gestampft wird. Derartige Beton-Ein- dämmend ist, um für die wärmeisolierte unterbettungen
von z. B. Heißdampf führenden Fernheiz- 10 irdische Verlegung von Rohrleitungen, die von einem
leitungen können jedoch nicht befriedigen, da es erhitzten Medium durchströmt werden, verwendet
durch die häufig \vechselnden Wärmebeanspruchun- werden zu können.
gen zu Dehnungsrissen in der Beton-Einbettung Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
kommt, die dadurch wasserundicht wird. <jas Isolieren und Einbetten einer von einem er-
Es ist auch nicht mehr neu, die im Erdgraben ver- 15 hitzten Medium durchströmten, im Erdgraben auf
legten Rohre durch Anfüllen des Rohrgrabens mit Gleitlagern geführten Rohrleitung unter Vermeidung
Sand oder pulverisiertem Asphalt zu umhüllen, um der vorerwähnten Mängel bekannter Rohrleitungsauf
diese Weise sowohl zu einem Wärme- als auch Verlegungen noch einfacher und betriebssicherer zu
Korrosionsschutz der Rohrleitung zu kommen. Das gestalten, insbesondere auch im Hinblick darauf, daß
ist jedoch nur sehr begrenzt der Fall, da bei dem 20 die Isolier- und Einbettungsmasse gleichwohl eine
Umfüllen der Rohrleitung Feuchtigkeitseinschlüsse in hinreichende Wasserabdichtung und mechanische
dem losen bzw. pulverigen Schüttgut nicht zu ver- Festigkeit gewährleistet, die zugleich auch eine gute
meiden sind, die selbst bei Verwendung von mit be- Wärmeisolierung der Leitung sicherstellt,
netzungsfeindlichen Stoffen, wie z. B. Teerpech, über- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch zogenen Schüttgutkörnern auch bei dem späteren 25 unmittelbares Umgießen der Rohrleitung mit einer Erweichen des Teerpechs in der unmittelbaren Um- heißflüssig aufbereiteten Masse, die aus 20 bis 40 Gegebung des heißen Rohres feuchtigkeitsdurchlässige wichtsprozent eines Bitumens mit nach der Kugel-Poren bilden und damit zu entsprechenden Korro- Ring-Probe bestimmbarem Erweichungspunkt von sionsschäden führen. oberhalb 60° C, aus 5 bis 20 Gewichtsprozent Füll-
netzungsfeindlichen Stoffen, wie z. B. Teerpech, über- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch zogenen Schüttgutkörnern auch bei dem späteren 25 unmittelbares Umgießen der Rohrleitung mit einer Erweichen des Teerpechs in der unmittelbaren Um- heißflüssig aufbereiteten Masse, die aus 20 bis 40 Gegebung des heißen Rohres feuchtigkeitsdurchlässige wichtsprozent eines Bitumens mit nach der Kugel-Poren bilden und damit zu entsprechenden Korro- Ring-Probe bestimmbarem Erweichungspunkt von sionsschäden führen. oberhalb 60° C, aus 5 bis 20 Gewichtsprozent Füll-
Weiterhin ist es bekannt, unterirdische Rohr- 30 stoffen, deren Korngröße unter 0,09 mm liegt, z. B.
leitungen und ihre Gleitlager in im Erdreich ge- Kalksteinmehl, und im Rest aus stark wärmemauerten
oder gegossenen Schächten zu verlegen, dämmenden körnigen Zuschlagstoffen, insbesondere
diese dann mit einem Isolationsmaterial auszufüllen Blähtonen und/oder -schiefer, besteht,
und durch Abschlußdeckel zu verschließen. Das be- Auf diese Weise kommt man zu einer Rohrdingt aber nicht nur kosten- und zeitaufwendige 35 leitungseinbettung, die allen Anforderungen der Schachterrichtungen, sondern birgt auch die Gefahr. Praxis hinsichtlich ausreichender Wärmedämmung, daß Wasser in den Schacht eindringen kann, das die Festigkeit und Wasserdichtigkeit gerecht wird. So Isolierung durchfeuchtet und zu Korrosionsschäden wird ein vollständiger Korrosionsschutz der Rohran den Rohren führt. leitung dadurch erreicht, daß sich dabei eine innige
und durch Abschlußdeckel zu verschließen. Das be- Auf diese Weise kommt man zu einer Rohrdingt aber nicht nur kosten- und zeitaufwendige 35 leitungseinbettung, die allen Anforderungen der Schachterrichtungen, sondern birgt auch die Gefahr. Praxis hinsichtlich ausreichender Wärmedämmung, daß Wasser in den Schacht eindringen kann, das die Festigkeit und Wasserdichtigkeit gerecht wird. So Isolierung durchfeuchtet und zu Korrosionsschäden wird ein vollständiger Korrosionsschutz der Rohran den Rohren führt. leitung dadurch erreicht, daß sich dabei eine innige
Es ist auch nicht mehr· neu, für Heizleitungen 40 und feste, jedoch elastische Verbindung von Umdoppelwandige
Rohre zu verwenden, deren Zwischen- hüllungsmasse und Rohr ergibt. Die Zusammenräume
mit Isoliermaterial gefüllt werden. Auch das setzung der Masse ist dabei so gewählt, daß sie heißerfordert
eine sehr material- und zeitaufwendige flüssig vergießbar, unter Belastung elastisch und
Bauweise bzw. Montage. nicht nur korrosionshindernd, sondern zugleich auch
Bekannt ist es ferner, auf Rohren vor ihrer Ver- 45 gut wärmeisolierend ist; Sie läßt weiterhin auch
legung mittels einer geeignet beschaffenen Vor- Wärmedehnungen der Rohrleitung zu, da die
richtung Bitumenmassen aufzubringen, denen ge- bitumenhaltige Masse in unmittelbarer Umgebung
gebenenfalls auch Füllstoffe zugesetzt sein können, des Rohres bei dessen Erhitzung schmilzt,
um die Rohrleitung gegen Korrosion zu schützen. Als besonders vorteilhaft hat sich für die mit der Das Aufbringen der Bitumenmassen erfolgt dabei 50 Erfindung verfolgten Zwecke eine Isolier- und Einjeweils in dünner Schicht auf die sich um ihre Längs- bettungsmasse erwiesen, die 25 bis 35 Gewichtsachse drehenden Rohre. Für unterirdisch verlegte prozent eines Hochvakuumbitumens und außer den Heizleitungen sind solche dünnen Bitumenmassen- Füllstoffen 15 bis 30 Gewichtsprozent Blähtone von Überzüge aber nicht zu verwenden, da das Bitumen über 3 mm, 5 bis 20 Gewichtsprozent Blähtone von in kürzester Zeit im Erdreich verlaufen würde. 55 2 bis 3 mm und 25 bis 40 Gewichtsprozent Blähtone
um die Rohrleitung gegen Korrosion zu schützen. Als besonders vorteilhaft hat sich für die mit der Das Aufbringen der Bitumenmassen erfolgt dabei 50 Erfindung verfolgten Zwecke eine Isolier- und Einjeweils in dünner Schicht auf die sich um ihre Längs- bettungsmasse erwiesen, die 25 bis 35 Gewichtsachse drehenden Rohre. Für unterirdisch verlegte prozent eines Hochvakuumbitumens und außer den Heizleitungen sind solche dünnen Bitumenmassen- Füllstoffen 15 bis 30 Gewichtsprozent Blähtone von Überzüge aber nicht zu verwenden, da das Bitumen über 3 mm, 5 bis 20 Gewichtsprozent Blähtone von in kürzester Zeit im Erdreich verlaufen würde. 55 2 bis 3 mm und 25 bis 40 Gewichtsprozent Blähtone
Weiterhin sind aus Bitumen und Faserstoffen be- unter 2 mm Korngröße enthält. In dem oberhalb von
stehende Abdichtungsmassen bekannt, bei denen die 3 mm liegenden Kornbereich des Blähtons kann ein
Füllstoffe in Form von Glas- oder Asbestfasern vor- um so größeres Korn verwendet werden, je dickliegen.
Damit wird zwar eine Abdichtung gegen wandiger der Einbettungskörper gewählt wird. So ist
Wasser und Feuchtigkeit geschaffen. Da diese Masse 60 es beispielsweise möglich, bei Einbettungs-Wandjedoch
keine hinreichend wärmedämmenden Zu- stärken von über 100 mm innerhalb der vorerwähnschlagstoffe
enthält, ist auch sie für die unmittelbare ten Gehaltsgrenzen ein Blähtongrobkorn von 10 bis
Wärmeisolierung von ein Heißmedium führenden 20 mm zu verwenden. Als Ersatz für Blähton kann
Rohrleitungen nicht verwendbar. vor allen Dingen Blähschiefer gewählt werden. Beide
Schließlich ist auch eine nur gegen Korrosion 65 Zuschlagstoffe werden auf ähnliche Weise hergestellt,
schützende Umhüllung eines Rohres bekannt, bei der Der Blähton besteht in der Grundsubstanz aus Ton,
ein in bestimmter Weise präparierter bzw. getränkter der getrocknet und gebrochen sowie danach in einem
TrägerstofT zur Anwendung gelangt, der innenseitig Drehofen gebläht wird. Das Endprodukt sind Körner,
die innen zahlreiche Poren aufweisen und außen eine feste, wasserundurchlässige Haut besitzen. Daher
sind diese Zuschlagstoffe für die mit der Erfindung verfolgten Zwecke besonders geeignet, da sie ihr
Porenvolumen während der Aufbereitung bzw. Mischung mit dem erst bei höheren Temperaturen
erweichenden Bitumen nicht verlieren, mithin ihre wärmedämmende Eigenschaft behalten. Außer den
vorerwähnten Blähtonen und -schiefern können aber auch andere wärmedämmende Zuschlagstoffe, wie
z. B. Lavagesteine und Kieselgur, für die Zubereitung der Einbettungsmasse verwendet werden.
Die Aufbereitung der neuen Rohrleitungs-Einbettungsmasse
erfolgt zweckmäßig in Mischanlagen oder größeren Mischmaschinen bei Temperaturen
über etwa 180° C, bei der die Masse sirupartig ist und nicht entmischt. In diesem Zustand kann sie unmittelbar
in den die verlegte Rohrleitung enthaltenden Rohrgraben oder in eine entsprechend beschaffene
Schalung aus Blech, Holz od. dgl. gegossen werden. Die Eingußtemperaturen liegen zwischen
180 und 270° C. Nach dem Auskühlen bildet die die Rohrleitungen umschließende Masse einen festen
Block von hinreichender Wasserdichtigkeit. Bei einer bevorzugt verwendeten Einbettungsmasse, die aus
28 Gewichtsprozent eines Hochvakuumbitumens mit einem um 100° C liegenden, nach der Kugel-Ring-Probe
ermittelten Erweichungspunkt, aus 9,6 Gewichtsprozent Kalksteinmehl unter 0,09 mm Korngröße
und im übrigen aus Blähton mit 19,5 Gewichtsprozent von 3 bis 10 mm, 9,6 Gewichtsprozent von
2 bis 3 mm und 33,6 Gewichtsprozent von unter 2 mm Korngrößen-Anteilen bestand, ergab sich für
den nach Auskühlen erstarrten Einbettungsblock ein Raumgewicht zwischen 0,6 und 1,4 t/m3 und eine
Wärmeleitzahl bei 100° C zwischen 0,06 und 0,15 kcal mVh.
Durch die bei Fernheizleitungen u. dgl. auftretenden starken Temperaturunterschiede kommt es zu
entsprechenden Wärmedehnungen der Leitungen. Das dadurch bedingte Schieben der Rohre kann aber
von dem erfindungsgemäß beschaffenen Einbettungskörper gut aufgenommen werden, da die die Wärmedehnung
hervorrufenden Temperaturerhöhungen eine entsprechende Erweichung der das Rohr unmittelbar
umgebenden Einbettungsmasse zur Folge haben, so daß dadurch der Einbettungsblock in seinen übrigen,
also entfernter liegenden Partien nicht nennenswert beansprucht wird oder gar aufreißen kann. Der
Reibungswiderstand zwischen der Rohrleitung und einem Einbettungskörper mit nicht übermäßig hohem
Erweichungspunkt seines Bitumens beträgt bei 10° C etwa 20 kg/cm2. Mit steigender Temperatur fällt
dieser Widerstandswert stark ab. Um durch das Schieben der Rohrleitung hervorgerufene Überbeanspruchungen
des Einbettungskörpers auch für den Fall zu vermeiden, daß es sich bei den für die
Einbettungsmasse verwendeten Bitumensorten um solche mit besonders hohem Erweichungspunkt
handelt, könnte die Rohrleitung vor ihrem Umgießen mit der Einbettungsmasse gegebenenfalls noch mit
deren Abbinden verhindernden Mitteln umgeben, beispielsweise mit einer Kalkemulsion überzogen
bzw. angesprüht oder mit Papier oder Pappe umwickelt werden. Normalerweise ist das aber nicht erforderlich.
Claims (2)
1. Isolieren und Einbetten einer von einem erhitzten Medium durchströmten, im Erdgraben
auf Gleitlagern geführten Rohrleitung mittels einer bitumenhaltigen Masse, gekennzeichnet
durch unmittelbares Umgießen der Rohrleitung mit einer heißflüssig aufbereiteten Masse,
die aus 20 bis 40 Gewichtsprozent eines Bitumens mit nach der Kugel-Ring-Probe bestimmbarem
Erweichungspunkt von oberhalb 60° C, aus 5 bis 20 Gewichtsprozent Füllstoffen, deren Korngröße
unter 0,09 mm liegt, z. B. Kalksteinmehl, und im Rest aus stark wärmedämmenden körnigen Zuschlagstoffen, insbesondere Blähtonen
und/oder -schiefer besteht.
2. Masse zum Isolieren und Einbetten von Rohrleitungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sie 25 bis 35 Gewichtsprozent eines Hochvakuumbitumens und außer den Füllstoffen
15 bis 30 Gewichtsprozent Blähtone von über 3 mm, 5 bis 20 Gewichtsprozent Blähtone
von 2 bis 3 mm und 25 bis 40 Gewichtsprozent Blähtone unter 2 mm Korngröße enthält.
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