DE1449004C - Mechanische Abstimmvorrichtung fur Wahlen - Google Patents
Mechanische Abstimmvorrichtung fur WahlenInfo
- Publication number
- DE1449004C DE1449004C DE1449004C DE 1449004 C DE1449004 C DE 1449004C DE 1449004 C DE1449004 C DE 1449004C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- voting
- axis
- locking
- lever
- voting device
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000003780 insertion Methods 0.000 claims description 12
- 230000037431 insertion Effects 0.000 claims description 12
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 8
- 239000003550 marker Substances 0.000 claims description 5
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 2
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 2
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 2
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 description 1
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 description 1
- 230000004888 barrier function Effects 0.000 description 1
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 1
- 238000005266 casting Methods 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
Description
Die Erfindung betrifft eine mechanische Abstimmungsvorrichtung
für Wahlen, Abstimmungen od. dgl. mit Einzelstimmen- und Summenzählwerk sowie Sicherungsmittel gegen Mehrfach- und Falschbetätigung,
mit einer bestimmten Anzahl von Einsteck-(Wahl)-möglichkeiten und Mitteln zur getrennten
Sammlung der entsprechend zugeführten Wahlmarken. Es sind bereits Sicherungseinrichtungen bekannt,
um die nach Art der Selbstverkäufer eingerichteten Wahlabstimmungsvorrichtungen, die durch Einwurf
eines Rollkörpers bedient werden und ein Zählwerk besitzen, gegen Mißbrauch zu schützen. Derartige
Sicherungseinrichtungen sind so aufgebaut, daß durch mehrere getrennte, zeitlich nacheinander auftretende
Sicherungen die Abgabe eines Signals durch das Öffnen der Einstecköffnung für den Rollkörper ausgelöst
wird, zweitens der Rollkörper einen zweiten Verschlußschieber selbsttätig auslöst und drittens der
Rollkörper beim Verlassen der Abstimmungsvorrichtung ein Schlußsignal betätigt.
Von Abstimmungsvorrichtungen muß völlige Bedienungssicherheit, unbedingt sichere Auszählung,
eine nachträgliche Überprüfung durch Auszählen von Hand sowie geringstmögliche Störanfälligkeit
verlangt werden. Da die Wahl in einer gesetzlich vorgeschriebenen Zeit an einem bestimmten Tag
stattfindet, könnte nämlich das Aussetzen oder Versagen eines einzigen Gerätes die Wahl ungültig
machen.
Es ist bekannt, daß bei handelsüblichen Zählwerken Fehlschaltungen eintreten können. Wenn die
Fehlcrzahl auch gering ist, so kann eine derartige Fehlzählung, wenn sie auch nur bei einzelnen Geräten
auftritt, die Wahl ebenfalls ungültig machen. Da auch bei größter Sorgfalt des Auszählens der
Stimmen für die einzelnen Gruppen sich Fehler gegenüber der Gcsamtstimmcnzahl ergeben können,
die nachträglich noch gefunden werden müssen, besteht meist die Vorschrift, daß nach der Wahl alle
Stimmzettel aufgehoben werden müssen, um eventuelle
Zählfehler nachträglich ermitteln zu können.
Diesen Forderungen können die bekannten Geräte nicht gerecht werden, da bei ihnen jede eingeworfene
Kugel od. dgl. lediglich das Fortschalten des zugeordneten Zählwerkes bewirkt. Die bekannten Geräte
sind außerdem leicht mittels falscher Rollkörper zu betätigen, durch die vielen akustischen Signale verliert
das Wahlbüro die Übersicht, und die Wahl läuft unnötig geräuschvoll ab. Ein Nachzählen der auf
die einzelnen Kandidaten oder Parteien entfallenen Stimmenzahl ist nicht möglich.
Es sind außerdem komplizierte elektronisch gesteuerte Wahleinrichtungen bekannt, die automatisch
die Ergebnisse weiterleiten. Derartige Einrichtungen sind jedoch nur bei überaus großer Wahlbeteiligung
zweckmäßig. Für mittlere und Kleinstädte oder Betriebe sind derartige Einrichtungen untragbar.
Ein wesentlicher Nachteil der elektronisch gesteuerten Wahleinrichtimgen besteht darin, daß sie
bei Ausfall der Stromversorgung nicht mehr betrie- 6u
ben werden können. Der Wahl Vorgang kann daher gewollt oder ungewollt leicht gestört werden.
Der I-riintluii;» liej.'I die Aufgabe zugrunde, eine
mechanische Abstiimiivorriclilimg /11 schaffen, bei
der es iiiHil möglich ist, mehrere Waliliiiarken gleich-/cilij!,
oder iinniilklbar hintereinander einzuführen
und lu;i d'T inn
<inlii:ingsgcniäi.i eingeführte Wahl
marken j'e/iihlt weiileii.
Diese Aufgabe wird bei einer mechanischen Abstimmungsvorrichtung der eingangs erläuterten Art
erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, daß die Wahlmarke beim Einführen in einen Einsteckschlitz
auf ein drehbar gelagertes, in der Ruhestellung arretiertes Markenschaltstück gleitet und eine Passiersperrscheibe
derart verschwenkt, daß eine Sperrvorrichtung zum Verriegeln aller übrigen Passiersperrscheiben
wirksam, die Drehung des Markenschaltstückes in eine das Einführen einer weiteren
Wahlmarke verhindernde Sperrstellung durch Freigabe eines unter Federkraft stehenden Sperrhebels
bewirkt und die Zählung über Schalthebel und Schaltgestänge eingeleitet werden.
Durch eine erfindungsgemäße Abstimmungsvorrichtung wird ein störungsfreier Ablauf einer Wahl
garantiert. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist insbesondere für Großstädte, aber auch für kleinere
Gemeinden und Vereine vorteilhaft und tragbar.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden an Hand der Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt »
Fig. 1 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen
Abstimmungsvorrichtung, bei der ein Teil der Vorderwand abgenommen ist,
Fig. 2 eine Seitenansicht in Richtung des PfeilesA
der Fig. 1,
F i g. 3 einen Schnitt entlang der Linie B-C der Fig. 1, und
F i g. 4 eine Wahlmarke in Draufsicht.
Der Stimmberechtigte erhält, nachdem er seine Wahlberechtigung nachgewiesen hat, eine Wahlmarke 1 ausgehändigt, mit der er sich in die Wahlkabine begibt. Das Abstimmungsgerät ist in der Stellung, daß der Wähler lediglich seine Wahlmarke in den Einsteckschlitz 2 einzustecken braucht, der für den von ihm zu wählenden Kandidaten vorgesehen ist. Das Abstimmungsgerät ist z. B. für zehn Zellen 3, 3'... vorgesehen, von denen neun für Kandidaten und eine Zelle für Stimmenthaltung bestimmt sein können. In der Zeichnung sind zur Vereinfachung nur zwei Zellen 3, 3' dargestellt. An der Vorderseite der Abstimmungsvorrichtung ist eine Ab- ' deckplatte 4 angebracht, in welche Hinweise, Listennummern u. dgl. über die Wahl eingesteckt werden können. Eine Leiste 5 erleichtert das Einstecken der Wahlmarke. Der. Wähler hat die Möglichkeit, die einzelnen Kandidaten leicht zu übersehen und nach seiner getroffenen Wahl seine Marke 1 in den für diesen Kandidaten vorgesehenen Schlitz zu stecken. Will sich ein Wähler seiner Stimme enthalten, aber seiner Wahlpflicht nachkommen, so kann der Wähler beispielsweise die Zelle zehn für Stimmenthaltung benutzen. Nachdem der Wähler seine Wahlmarke 1 in einen Einsteckschlitz 2 gesteckt hat, registriert die Abstimmungsvorrichtung in der einzelnen Zelle die Abgabe der Stimme und zählt außerdem die Gesamtsumme der einzelnen Zählwerke.
Der Stimmberechtigte erhält, nachdem er seine Wahlberechtigung nachgewiesen hat, eine Wahlmarke 1 ausgehändigt, mit der er sich in die Wahlkabine begibt. Das Abstimmungsgerät ist in der Stellung, daß der Wähler lediglich seine Wahlmarke in den Einsteckschlitz 2 einzustecken braucht, der für den von ihm zu wählenden Kandidaten vorgesehen ist. Das Abstimmungsgerät ist z. B. für zehn Zellen 3, 3'... vorgesehen, von denen neun für Kandidaten und eine Zelle für Stimmenthaltung bestimmt sein können. In der Zeichnung sind zur Vereinfachung nur zwei Zellen 3, 3' dargestellt. An der Vorderseite der Abstimmungsvorrichtung ist eine Ab- ' deckplatte 4 angebracht, in welche Hinweise, Listennummern u. dgl. über die Wahl eingesteckt werden können. Eine Leiste 5 erleichtert das Einstecken der Wahlmarke. Der. Wähler hat die Möglichkeit, die einzelnen Kandidaten leicht zu übersehen und nach seiner getroffenen Wahl seine Marke 1 in den für diesen Kandidaten vorgesehenen Schlitz zu stecken. Will sich ein Wähler seiner Stimme enthalten, aber seiner Wahlpflicht nachkommen, so kann der Wähler beispielsweise die Zelle zehn für Stimmenthaltung benutzen. Nachdem der Wähler seine Wahlmarke 1 in einen Einsteckschlitz 2 gesteckt hat, registriert die Abstimmungsvorrichtung in der einzelnen Zelle die Abgabe der Stimme und zählt außerdem die Gesamtsumme der einzelnen Zählwerke.
Die Wahlmarkc 1 weist beispielsweise vier gleiche Schlitze 6 an der Schmalseite auf, die dazu dienen,
die Gültigkeit der Wahlniarko in der Abstimmungsvorrichtung
zu kontrollieren. Mit den drei an der Schmalseite gebildeten Lappen 7 wird die Abslininiungsvorrichliing
gesteuert und geschaltet. Weiter sind an der Wahlmarkc 1 auf jeder Seite zwei in
I.ängsricliliini.' verlaufende Fiihriini;sniiteii 8 vorgesehen,
die einmal zur besseren Gleilfähiufccit der
Wahlmarke dienen und außerdem noch zur Kennzeichnung für statistische Zwecke mit einem oder
mehreren farbigen Klebstreifen beklebt werden können, um beispielsweise bestimmte Jahrgänge bei einer
Abstimmung aus den gesamten Stimmen zu entnehmen. Die Wahlmarken werden nach dem Einschieben
durch den Wähler in einen Einsteckschlitz 2 einer Zelle 3, 3'... und nach Beendigung des Schaltvorganges
in zehn verschiedenen Behältern in der sogenannten Wahlurne abgelegt.
Gemäß der Erfindung wird durch Einschieben der vorzugsweise rechteckig ausgebildeten Wahlmarke 1
eine lose auf einer durchgehenden Achse I sitzende - Passiersperrscheibe 9 nach oben in eine Passiersperre
10 einer Buchse II gedrückt und durch seitliches Verschieben der in der Buchse II gelagerten Kugeln 11
der Eintritt einer weiteren Passiersperrscheibe einer anderen Zelle verhindert. Somit ist durch die Sperrvorrichtung
10,11 die Gewähr gegeben, daß keine zwei Wahlmarken 1 gleichzeitig eingeschoben werden
können.
Auf der durchgehenden Achse I sind ferner Klinge ken 12 fest angeordnet. Beim Verdrehen einer Pas-
* siersperrscheibe 9, durch Einschieben einer Wahlmarke
wird nach der Erfindung über einen an der Passiersperrscheibe 9 angeordneten Schaltstift 13
die entsprechende Klinke 12 mitgenommen und dadurch Achse I verdreht. An einem Ende der Achse I
ist ein Sperriegel 14 vorgesehen, der sich im gleichen Winkel mit der Achse verdreht. Durch diese Drehung
wird ein auf einer durchgehenden Achse III fest angeordneter Sperrhebel 15 frei.
Durch die Freigabe des Sperrhebels 15 wird dieser über eine Zugfeder 16, die auf der Stange 17 eines
Freigebergestänges 17,19 angeordnet ist, um einen bestimmten Winkel verdreht. Durch diese Verdrehung
wird zwangläufig ein auf Achse III verbohrtes Markenschaltstück 18 so verdreht, daß damit die
Einsteckschlitze 2 verdeckt werden. Damit ist die Vorrichtung für einen weiteren Einwurf von Wahlmarken
1 gesperrt. Ein bei der Registrierung der abgegebenen Stimme ertönendes Glockenzeichen gibt
dem Wahlleiter oder Wahlhelfer den Hinweis, daß der Wahlvorgang abgeschlossen ist. Eine Aufsichts-
• person kann beispielsweise über ein Gestänge 19
die Abstimmungsvorrichtung für den nächsten Wähler freigeben, indem durch die Verstellung des Gestänges
19 die Zugfeder 16 gespannt und damit der Sperrhebel 15 mit Achse III so zurückgedreht wird,
daß sich Achse I ebenfalls in die Ausgangsstellung zurückbewegt und in dieser Stellung der Sperriegel
"14 in eine Aussparung des Sperrhebels 15 einrastet. Diese besonders vorteilhafte Anordnung ermöglicht
der Aufsichtsperson eine weitere Kontrolle des Wahlvorganges. Es kann z. B. leicht festgestellt werden,
ob ein Wähler die Wahlvorrichtung gar nicht benützt hat und mit der Wahlmarke das Wahllokal verlassen
möchte oder Ob ein Wähler im Besitz von mehreren Wahlmarken ist und die Abstimmungsvorrichtung
nacheinander mehrere Male benützen möchte.
Die Wahlmarke 1 gleitet beim Einstecken in den Einsteckschlitz 2 in das Markenschaltstück 18 und
stellt die Verbindung über einen Schalthebel 20 und Schaltgestänge 21, 21'... zu den Zählwerken 22,
22'... her, und zwar in der Weise, daß durch das zwangweise Verdrehen des Markenschaltstückes 18
über den Sperrhebel 15 die in dem Markenschaltstück liegende und darüber hinausragende Wahlmarke
einen Mitnehmerbolzen 23 des lose auf einer durchgehenden Achse IV sitzenden Schalthebels 20
um einen bestimmten Winkel verdreht. Ein am losen Schalthebel 20 befestigtes Schaltgestänge 21, 2Γ betätigt
in an sich bekannter Weise die einzelnen Zählgeräte 22, 22'...
An einem Ende der Achse IV ist ferner ein Schaltsegment 24 fest angeordnet. Das Schaltsegment 24
wird in seiner Winkelbewegung, durch einen auf
ίο einer durchgehenden Achse VI gelagerten, mit einer
Rolle 26 versehenen Winkelhebel 25, der durch eine Druckfeder 27 an die Scheibe 24 gedrückt wird, begrenzt.
Durch verschieden tiefe Einschnitte in der Scheibe 24 ist es möglich, einmal bei einem' flachen
Einschnitt 28 die Kraft zum Betätigen des Summenzählwerkes 29 klein zu halten und bei einem tieferen
Einschnitt 30 eine sichere Einrastung bei der zweiten Stellung der Scheibe 24 zu erreichen, wodurch die
Endstellüng des Zählgerätes gewährleistet und damit eine absolute Zählgenauigkeit erreicht wird.
In vorteilhafter Weise kann, um eine Kontrolle der Wahlmarken durchführen zu können, eine
Achse V, vorzugsweise eine Vierkantwelle, vorge-^
sehen sein, die einen Federstift 31 aufweist» der in einem der Schlitze 6 der Wahlmarke hineinragt. Die
Welle V weist ferner Einschnitte 32 auf, in denen Klinken 33 gelagert sind. Die Klinken 33 werden
durch eine Feder angedrückt und haben die Aufgabe, die Wahlmarke so zu führen, daß diese nicht abfallen
kann, bevor die Wahlmarke die Mitnehmerbolzen 23,
34 geschaltet hat. Auf Grund der besonderen Form der Klinken 33 haben diese ferner die Aufgabe, beschädigte
Wahlmarken, die wegen ihrer Beschädigung nicht abfallen können, durch Ziehen des Freigebers
17 und damit Anschlagen an die Klinke 33 zum Abfallen zu bringen. Weiter verhindert eine derartige
Klinke, die in die Schwenkbewegung der in dem Markenschaltstück steckengebliebenen Wahlmarke
hineinragt, daß ein Weiterschalten des Zählers erfolgt, wenn der Freigeber fast bis an seine
Endstellung gezogen und dann durch Loslassen wieder durch die Federkraft nach vorne gedruckt
wird. Dadurch könnten eine oder mehrere Schaltbewegungen zu einem Zellenzähler ausgeführt
werden, ohne daß eine Wahlmarke eingeworfen wird.
Auf der durchgehenden Achse IV ist in jeder Zelle ein dem Schalthebel 20 ähnlicher Schalthebel
35 angeordnet. Die Schalthebel 35 sind jedoch im Gegensatz zu den Schalthebeln 20 fest auf der
Achse IV angeordnet. Der Schalthebel 35 wird ebenso wie der* "Hebel 20 durch die vWahlmarke 1
geschaltet und dreht die Achse IV bei jedem Wahlvorgang. An einem Ende der Achse IV ist ebenfalls
ein Schaltsegment 24 fest angeordnet und über einen Bolzen mit einer Schaltstange 36 eines Summenzählwerkes
29 verbunden. Durch die Bewegung der Achse IV arbeitet dieses Schaltsegment 24 bei jedem
Einwurf einer Wahlmarke in einer beliebigen Stimmenzelle 3, 3' und zählt damit den gesamten Einwurf
von Wahlmarken. Folglich wird die Summe der eingeworfenen Wahlmarken an diesem Zähler gezählt,
der damit auch gleichzeitig die Addierung der Einzelzählwerke übernimmt.
Um dem Wahlbüro bzw. einer Aufsichtsperson das Ende eines Wahlvorganges durch ein akustisches
Signal mitteilen zu können, ist vorzugsweise an der Achse I ein Schlagbügel so angeordnet, daß dieser
bei der Abwärtsbewegung des Markenschaltstückes eine Glocke betätigt.
Die lose auf der Achse IV angeordneten Schalthebel 20 sind über Bolzen und Rollen 38 mit den
Schaltgestängen 21,21' verbunden. Die Rollen 38 laufen auf Gleitstücken 39, die von Druckfedern 27
an die Rollen 38 angedrückt werden, ab. Die Gleitstücke 39 sind dabei so ausgebildet, daß die Rollen
in ihren Endstellungen einrasten. Dadurch ist die Zählgenauigkeit der Zählwerke 22, 22' gewährleistet.
Zur Wahrung des Wahlgeheimnisses ist an der verschwenkbaren Abdeckplatte 4, die im geschlossenen
Zustand die Zählwerke 22, 22'... 29 verdeckt, eine Verriegelung vorgesehen, die ein unerwünschtes
Ablesen der Zahl der abgegebenen Stimmen während der Wahl verhindert.
Nach Beendigung der gesamten Wahlvorgänge und zur Vorbereitung für eine zu einem späteren Zeitpunkt
stattfindende Abstimmung können die Zählwerke wieder in die Nullstellung gebracht werden.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. So
kann beispielsweise der Freigeber 17 bzw. das Gestänge mechanisch oder magnetisch betätigt werden
und das Gestänge 19 auch aus der Rückseite der Ab-Stimmungsvorrichtung zu einen Schalttisch geführt
werden.
Claims (13)
1. Mechanische Abstimmungsvorrichtung für Wahlen, Abstimmungen od. dgl. mit Einzelstimmen-
und Summenzählwerk sowie Sicherungsmittel gegen Mehrfach- und Falschbetätigung, mit
einer bestimmten Anzahl von Einsteck-(Wahl) -möglichkeiten und Mitteln zur getrennten Sammlung
der entsprechend zugeführten Wahlmarken, dadurch gekennzeichnet, daß die Wahlmarke
(1) beim Einführen in einen Einsteckschlitz (2) auf ein drehbar gelagertes, in der Ruhestellung
arretiertes Markenschaltstück (18) gleitet und eine Passiersperrscheibe (9) derart verschwenkt, daß
eine Sperrvorrichtung (10, 11) zum Verriegeln aller übrigen Passiersperrscheiben (9) wirksam,
die Drehung des Markenschaltstückes (18) in eine das Einführen einer weiteren Wahlmarke (1) verhindernde
Sperrstellung durch Freigabe eines unter Federkraft (16) stehenden Sperrhebels (15)
bewirkt und die Zählung über Schalthebel (20) und Schaltgestänge (21) eingeleitet werden.
2. Abstimmungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wahlmark« (l·)
als rechteckige Scheibe mit Führungsnuten (8) und an ihren beiden Schmalseiten mit Schlitzen
(6) versehen ist.
3. Abstimmungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die auf einer Achse (I) lose sitzende Passiersperrscheibe (9) zwischen in einer Buchse (II) gelagerte
Kugeln (11) gedrückt wird derart, daß die dadurch verschobenen Kugeln (11) alle übrigen
Passiersperrscheiben (9) arretieren.
4. Abstimmungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
ein an der Passiersperrscheibe (9) angebrachter Schaltstift (13) über eine mit der Achse (I) fest
verbundene Klinke (12) einen Sperriegel (14) für den auf einer Achse (III) fest angebrachten Sperrhebel
(15) freigibt.
5. Abstimmungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Zugfeder (16) den freigegebenen Sperriegel (14) sowie das auf Achse (III) verbohrte, Markenschaltstück
(18) um einen begrenzten Winkel verdreht.
6. Abstimmungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
über das Markenschaltstück (18) etwas hinausragende Wahlmarke (1) einen Mitnehmerbolzen
(23) des Schalthebels (20) nach unten drückt und damit den lose auf einer Achse (IV) sitzenden
Schalthebel (20) um einen bestimmten Winkel verdreht.
7. Abstimmungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wahlmarke (1) die Achse (IV) bei jedem Wahlvorgang über einen auf der Achse (IV) fest
angeordneten Schalthebel (35) verdreht.
8. Abstimmungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ach§e (IV) über
ein Schaltgestänge (35, 36) mit einem Summenzählwerk (29) verbunden ist.
9. Abstimmungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
zur sicheren Betätigung des Summenzählers ein auf der Achse (IV) befestigtes Schaltsegment (24)
Einschnitte (28, 30) für das Einrasten einer an einem federnd gelagerten Winkelhebel (25) angebrachten
Rolle (26) aufweist.
10. Abstimmungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Kontrolle der Marken ein am Ende des Einsteckschlitzes auf einer Achse (V) angebrachter
Federstift (31) in einen der Schlitze (6) der Wahlmarke hineinragt.
11. Abstimmungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Achse (V) in Einschnitten (32) gelagerte Klinken (33) aufweist.
12. Abstimmungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Rückstellung des Markenschaltstückes (18) sowie zum Abwerfen einer beschädigten Wahlmarke
(1) ein den Sperrhebel (15) mittels eines Sperriegels (14) gegen die Zugfeder (16) verklinkendes
Freigebergestänge (17, 19) dient.
13. Abstimmungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
das Freigebergestänge (17, 19) mechanisch von Hand oder von einem Magneten betätigbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2606288C2 (de) | Zählvorrichtung für Münzen oder dgl. | |
| EP0105424A2 (de) | Einstellvorrichtung für Typenräder einer Druckeinrichtung | |
| DE1449004C (de) | Mechanische Abstimmvorrichtung fur Wahlen | |
| DE1449004B2 (de) | Mechanische Abstimmungsvorrichtung für Wahlen | |
| DE398634C (de) | Selbsttaetige Registriermaschine fuer statistische Zwecke | |
| DE2516283C3 (de) | Mechanische Schließvorrichtung mit Schlüssel und Schließzylinder | |
| DE1411171A1 (de) | Mit einer Schreibmaschine verbundener Streifenlocher | |
| DE883668C (de) | Lochkartenmaschine fuer spaltenweise Sichtbearbeitung von Zaehlkarten | |
| DE2407454C2 (de) | Vorrichtung zum Codieren von Magnetkarten | |
| DE2203702A1 (de) | Tuerschloss, insbesondere fuer schliessfachanlagen, sowie steuerschaltung fuer eine mehrere solcher tuerschloesser enthaltende anlage | |
| DE265825C (de) | ||
| DE1957471C3 (de) | Vorrichtung zur selbsttätigen Steuerung der Typenabdruckfolgen bei von Hand betätigbaren kraftangetriebenen Schreiboder ähnlichen Büromaschinen | |
| AT71854B (de) | Vorrichtung zum Freigeben bestimmter Zählwerke an Registrierkassen, Rechenmaschinen oder dgl. | |
| DE1800106A1 (de) | Schluessel-Schlosskombination mit magnetischer Verriegelung | |
| DE637219C (de) | Abstimmanlage | |
| DE687615C (de) | Selbstverkaeufer | |
| DE250324C (de) | ||
| DE546185C (de) | Wahlzelle | |
| DE1474955C (de) | Elektrisch betriebenes, einen Gewinn in Aussicht stellendes Münzspielgerät | |
| DE626442C (de) | Registrierkasse | |
| DE631967C (de) | Schloss, bei welchem eine am Schlossgehaeuse gelagerte Gruppe von den Riegel sperrendn Zahnraedern mit einer zweiten Gruppe von durch einen Stechschluessel einstellbarenZahnraedern in Eingriff steht | |
| DE444996C (de) | Wahlmaschine zur mechanischen Vornahme von Wahlen fuer politische Zwecke | |
| DE581016C (de) | Karten- oder Papierstreifen-Lochmaschine | |
| DE326051C (de) | Arbeiterkontrollvorrichtung, bei der auf einer Karte Zeitangaben durch Markierungen registriert werden, die nach Anzahl und Lage symbolisch die betreffenden Zeitwerte angeben | |
| DE2407454B1 (de) | Vorrichtung zum Codieren von Magnetkarten |