DE1442765B - Verfahren zum Verdampfen wäßriger Lösungen von Salzen - Google Patents
Verfahren zum Verdampfen wäßriger Lösungen von SalzenInfo
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Description
und während der Verdünnung zur weiteren Wärmebehandlung erwärmt, um den Salzanteil von der Ausgangslösung
zu trennen und wiederzugewinnen.
Die Ausgangslösung, z. B. Seewasser, wird über die Leitung 10 in einen Sprühturm 12 eingeführt. In
Form von Sprühnebel 14 tritt sie in diesen ein. Das Seewasser kommt aus der Leitung 16, und ein Teil
wird über das Ventil 18 in die Leitung 10 abgezweigt. In dem Sprühturm 12 wird das Seewasser mit über
eine Leitung 20 zugeführten heißen Gasen in Beruhrung gebracht. Die Gase, die von einem Rammrohr
abströmende heiße Abgase sein können oder andere für diesen Zweck erhitzte Gase, treten durch den
Sprühturm 12 durch und verdampfen einen Teil des in diesen eingeführten Seewassers. Zum Wärmeaustausch
zwischen dem Seewasser und den diese berührenden Gasen sind in dem Sprühturm 12 keine
besonderen Flächen erforderlich. Die Gase müssen nicht das gesamte eingeführte Seewasser verdampfen.
Ein Teil des Seewassers sammelt sich am Boden des Sprühturmes 12 an, wo es durch das Bezugszeichen
22 erfaßt wird. Diese überschüssige Flüssigkeit wird über die Leitung 24 und das Ventil 26 abgeleitet.
Die Temperatur des durch die Leitung 20 eingeführten Gases sollte vorzugsweise den Siedepunkt der
im Seewasser enthaltenen gelösten Anteile übersteigen. Es können jedoch auch Gase mit niedrigerer
Temperatur angewendet werden, solange deren Temperatur mindestens gleich der Temperatur der in den
Sprühturm 12 eingeführten Flüssigkeit ist.
Die den Sprühturm 12 durchlaufenden Gase nehmen während ihres Durchganges an Feuchtigkeit zu und
treten über die Leitung 28 in einen Flüssigkeits-Dampfscheider 30 ein. In dem Scheider 30 wird jegliches
mitgezogene Material aus der Gasströmung entfernt und über eine Leitung 32 in den Sprühturm
12 zurückgeführt, aus dem es über die Leitung 24 abfließt. Die mit Feuchtigkeit beladenen Gase treten
über die Leitung 34 in einen zweiten Sprühturm 36 ein. In den Sprühturm 36 wird zusätzlich Ausgangslösung
über Sprühdüsen 38 eingeführt, die oberhalb der Gasleitung 34 angeordnet sind. Die über die
Düsen 38 eingeführte Lösung wirkt unmittelbar auf den durch den Sprühturm 36 durchtretenden Gasstrom
ein. In diesem Sprühturm ist es jedoch wichtig, daß die Temperatur der über die Sprühdüsen 38 eingeführten
Ausgangslösung unter der Temperatur des über die Leitung 34 eingeführten feuchten Gases
liegt.
Die im Sprühturm 36 nach oben steigenden Gase geben ihre Wärme und Feuchtigkeit an die durch die
Sprühdüsen 38 eintretende Ausgangslösung ab und werden über die Leitung 42 abgeführt, durch die sie
in den Flüssigkeits-Dampfscheider 44 geleitet werden. Von diesem werden die Gase über die Leitung 46 abgeführt.
Mitgenommenes Material wird über die Leitung 48 in den Sprühturm 36 zurückgeführt.
Am Boden des Sprühturmes 36 bildet sich eine Lösung, die durch eine Pumpe 50 abgeführt und in
einen Verdampfer 52 geleitet wird.
Über das Ventil 54 kann eine andere, zweite Ausgangslösung eingeführt werden. Sollte für den Sprühturm
12 nur diese Ausgangslösung wünschenswert sein, wird das Ventil 18 geschlossen und nur das
Ventil 54 geöffnet.
Zwei Sprühtürme werden gezeigt, um den Grundgedanken der Verdünnung der Ausgangslösung von
der anfänglichen Konzentration cs, wie es in F i g. 1
gezeigt wird, auf cs zu erläutern. Falls die aus der
Leitung 46 austretenden Gase zusätzliche wiederverwendbare Wärme und unverdampfte Lösung enthalten,
kann es wünschenswert sein, einen weiteren Sprühturm einzubauen, um aus den Gasen zusätzlich
Wärme und Lösung abzuführen.
Bei der zweiten Ausführungsform in F i g. 3 wird die Ausgangslösung über eine Leitung 10 α in den
Sprühturm 12 α mit Sprühdüsen 14 α eingeführt. Eine
Pumpe 11 liegt in der Leitung 10 a. Die heißen Gase werden über die Leitung 20 α in den Sprühturm 12 a
eingeführt. Die Gase werden unter Druck eingeleitet. Hierzu wird Brennstoff 73 in einer Kammer 70 zum
Antrieb einer Gasturbine 72 verbrannt. Diese treibt einen Luftkompressor 74 an, um Druckluft 71 der
Anlage zuzuführen, wobei die austretenden Verbrennungsgase wesentliche Mengen überschüssiger Luft
enthalten. Diese Gase werden einem Nachbrenner 76 zugeführt, in den zusätzlicher Treibstoff eingeführt
und verbrannt wird. Mit dieser Anlage kann Gas mit Temperaturen in der Größenordnung von 1650° C
und hohem Druck erzeugt werden. Diese Gase werden über die Leitung 20 α in den Sprühturm 12 α geleitet,
in dem sie die über die Leitung ΙΟΊ2 zugeführte
Ausgangslösung berühren. Die noch unter Druck stehenden Gase, die aber infolge der verdampfenden
Ausgangslösung, auf die sie in dem Sprühturm treffen, abgekühlt sind, gelangen über eine Leitung 28 a
in einen Flüssigkeits-Dampfscheider 30 a. Die Ausgangslösung, die in den Sprühturm 12 α eingeführt
wird, wird mit einer solchen Geschwindigkeit eingeführt, daß sich an dessen Boden unverdampfte
Lösung 22 α ansammelt. Diese wird über eine Leitung 24 α und ein Ventil 26 a mit einer Pegelsteuerung abgezogen,
die so voreingestellt ist, daß in dem Sprühturm 12 α ein gegebener Flüssigkeitspiegel aufrechterhalten
wird. Die Pegelsteuerung 80 wirkt auf bekannte Art und hat die Aufgabe, die Lösung in dem
Sprühturm 12 α auf einer gewünschten Höhe zu halten, so daß die heißen Verbrennungsgase aus der Leitung
20 α den Sprühturm 12 α nicht über diesen weg verlassen können. Indem die Menge der über die
Leitung 10 α eingeführten Lösung und die Menge der Wärme, die über die heißen Verbrennungsgase der
Leitung 20 α zugeführt wird, eingestellt werden, läßt sich die Konzentration der den Sprühturm 12 a über
die Leitung 24 α verlassenden unverdampften Lösung steuern. Bei einigen Anwendungen wird diese Lösung
wertvolle Nebenprodukte enthalten.
In dem Scheider 30 α werden mitgenommene Fest-■
stoffteile entfernt und treten über die Leitung 32 α in den Sprühturm 12 α zurück.
Die aus dem Scheider 30 α austretenden Gase stehen immer noch unter Druck und gelangen über
die Leitung 34 α in einen zweiten Sprühturm 36 a. In diesem werden die in ihn eingeführten Gase weiter
mit Lösung abgebraust, die für die weitere Wärmebehandlung verdünnt und erwärmt werden muß. In
der Zeichnung sind drei voneinander getrennte Punkte eingezeichnet, an denen Lösung in den Sprühturm
36 a eingeleitet wird. Eine Leitung trägt das Bezugszeichen 52, da sie die aus dem Sprühturm 36 von
F i g. 2 austretende Lösung aufnehmen kann. Dies ist jedoch fakultativ. Die anderen Leitungen können
Lösung führen, die auf eine Zwischentemperatur erwärmt worden ist, und eine weitere Leitung kann
kalte Ausgangslösung enthalten. Diese Leitungen sind mit den Bezugszeichen 52 a' und 52 a" bezeichnet.
Vom Boden des Sprühturmes 36 a wird unter Druck verdünnte, warme Lösung abgeführt, die sich
zur anschließenden Wärmebehandlung eignet. Eine Pegelsteuerung 82 a' regelt das Öffnen und Schließen
des Ventils 26 a", das in der Leitung 24 a' liegt und die Strömung der Lösung aus dem Sprühturm 36 α reguliert.
Die oben aus dem Sprühturm 36 α abgenommene Lösung läuft über eine Leitung 28 α' in einen
Scheider 30 a', und jeder in dieser enthaltende Feuchtigkeitsrest wird in diesem abgetrennt und läuft über
die Leitung 32 α' in den Sprühturm 36 α zurück. Ein Rückdruckventil 84 α steuert die Geschwindigkeit der
Gasabgabe und reguliert den Druck in der von dem Scheider 30α' ausgehenden Leitung 34 α'. Man wird
an dieser Stelle erkennen, daß das Verfahren insoweit abgewandelt werden kann, indem die Lösung und die
Gase durch weitere Sprühtürme geleitet werden, wie dies vorstehend beschrieben wurde. Weiter können
die in F i g. 2 und 3 gezeigten Vorrichtungen mit Vorteil in Reihe oder parallel verwendet werden, was
von den angetroffenen Verhältnissen abhängt.
Im Sprühturm 12 werden über die Leitung 20 Brenngase eingeführt, die aus einer Verbrennung von
Methan mit 50% Luftüberschuß entstehen. Die entstehenden Brenngase haben eine Temperatur von
200° C. Ebenso wird in den Sprühturm 12 über die Leitung 10 rohes Seewasser mit einer Temperatur
von 21° C eingesprüht. Die Menge des Seewassers wird so eingestellt, daß in dem Sprühturm 12 ein
Konzentrat 22 entsteht, das 25 Gewichtsprozent Festteile bei einer Temperatur von 100° C enthält. Je
0,635 kg rohes Seewasser, das 3,5 Gewichtsprozent vollständig aufgelöster Feststoffe (0,126 °/o CaSO4)
enthält, ergibt sich eine Ausbeute von 0,544 kg an reinem Wasserdampf. Zusätzlich zu diesem Wassergehalt
wird jedoch Wasser durch die Verbrennung des Methan erzeugt, so daß jede 0,45 kg Methan
— stöchiometrisch — 0,998 kg Wasser ergeben. Entsprechend
ergeben die Verbrennung von 1 kg Methan und die Einleitung der von diesem stammenden
Brenngase in den Sprühturm 12 bei einer Temperatur von 204° C und die unmittelbare Berührung dieser
Gase mit dem Seewasser annähernd 3,4 kg Wasser für jedes Kilogramm Methan und je 1,4 kg Seewasser.
Dieses Wasser tritt bei Siedetemperatur und Atmosphärendruck in Dampf form auf. Dieser Dampf
wird über die Leitung 28 in den Scheider 30 und von dort in den Sprühturm 36 gegeben, wo er auf zusätzliches
Seewasser trifft. Ungefähr 28,6 kg rohes Seewasser werden für jedes verbrannte Kilogramm
Methan zugeführt. Dieses rohe Seewasser hat bei der Einleitung in den Sprühturm einen Feststoffgehalt
von 3,5 Gewichtsprozent. Unter Berührung mit den Brenngasen und dem in diesem enthaltenen und
durch die Leitung 34 zuströmenden Dampf wird das Seewasser auf einen Feststoffgehalt von 3,16 Gewichtsprozent
(0,114% CaSO4) verdünnt, wobei es eine Temperatur von 100° C aufweist. Dieses erwärmte,
verdünnte Seewasser sammelt sich am Boden des Sprühturmes 36 an und kann von diesem über
die Leitung 49 und die Pumpe 50 in den sich anschließenden Verdampfer 52 geleitet werden.
Methan wird in einer stationären Turbine bei einem Druck von vier Atmosphären verbrannt. In
dem Nachbrenner wird zusätzlicher Treibstoff eingeführt, so daß der Luftüberschuß auf 50% gehalten
wird. Die heißen Brenngase werden in den Sprühturm 12 α geleitet, wo sie auf den Sprühnebel einer
Lösung treffen, die bei einer Temperatur von 60° C 5,6 Gewichtsprozent Feststoffe enthält. Das Verhältnis
der Lösung zu dem eingeführten heißen Gas wird so geregelt, daß am Boden des Sprühturmes 12 a eine (
Ausbeute an endgültigem Konzentrat mit ,einem Feststoffgehalt von 25 Gewichtsprozent entsteht. Das
Konzentrat hat eine Temperatur von 144° C. Diese Temperatur entspricht der Sättigungstemperatur von
Wasserdampf bei einem Verbrennungsdruck von 4 Atmosphären. Bezogen auf 1 kg (Mol) des in einer
Turbine verbrannten Methan, das über die Leitung 73 in F i g. 3 zugeführt wird, werden bei dem in dem
Sprühturm 12 a auftretenden Abbrausevorgang 291 kg Dampf erzeugt. Dieser Dampf und die in ihm enthaltene
Wärme zusätzlich der Wärme der Brenngase werden über die Leitung 28 a in den Scheider 30 a geleitet
und von dort über die Leitung 34 α in den Sprühturm 36 α gebracht. Sie treffen dort auf zusätzliche
Dampf ströme, die über Leitungen 52, 52 a' und 52 a" zugeführt werden. Die sich ergebenden erwärmten,
verdünnten Strömungen sammeln sich am Boden des Sprühturmes 36 α bei 40 α an und werden
von dort über die Leitungen 24 α' dem sich anschließenden Verdampfer zugeleitet.
Aus der Verbrennung von Methan unter Druck einer Turbine werden heiße Gase über die Leitung
34 a in den Sprühturm 36 α geleitet, wo sie ihrerseits nach und nach auf kältere Strömungen auftreffen, die
über die Leitungen 52, 52 a' und 52 a" zugeführt werden. Die über die Leitung 34 a' zugeführte Lösung
wird durch die Strömungen 52, 52 a' und 52 a" absorbiert, um unter Druck erwärmt und gleichzeitig
verdünnt zu werden, um Ausgangsstoff für eine weitere Wärmebehandlung zu erzeugen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zum Verdampfen wäßriger Lö- bis auf diejenige Temperatur abgekühlt, bei der sie
sungen von Salzen, deren Löslichkeit in Wasser 5 gerade mit Wasserdampf gesättigt sind. Die in der
mit steigender Temperatur abnimmt, durch direk- ersten Stufe in den Wasserdampf eingebrachte Wärme
ten Wärmeaustausch mit heißen Gasen, da- und die noch in den heißen Gasen enthaltene Wärmedurch
gekennzeichnet, daß man aus der energie werden in der zweiten Stufe zur Verdampfung
wäßrigen Lösung in einer ersten Stufe Wasser zusätzlicher Ausgangslösung weiter ausgenutzt. Die
durch direkten Kontakt mit den heißen Gasen io heißen Gase können die zweite Stufe mit der verhältverdampft,
die unverdampfte Lösung aus der nismäßig niedrigen Temperatur der in die erste Stufe
ersten Stufe entfernt, den Wasserdampf und die eintretenden Lösung verlassen. Auf diese Weise wird
heißen Gase aus der ersten Stufe in einer zweiten die in den heißen Gasen enthaltene Wärmeenergie in
Stufe in zusätzlicher Ausgangslösung kondensiert, bester Weise ausgenutzt.
die nicht kondensierten Gase aus der zweiten 15 In einer zweckmäßigen Weiterbildung sieht die ErStufe
abführt und die durch die Dampfkonden- findung vor, daß das Verfahren bei über Atmosation
verdünnte Lösung der zweiten Stufe einem sphärendruck liegendem Druck ausgeführt wird.
Verdampfer zuführt. Am Beispiel der in der Zeichnung gezeigten
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- Graphik und schematischer Darstellungen des
kennzeichnet, daß es bei über Atmosphärendruck 20 Arbeitsablaufs wird die Erfindung nun weiter erliegendem
Druck ausgeführt wird. läutert. In der Zeichnung ist
Fig. 1 eine Graphik, in der die Löslichkeit eines
Salzes (Kesselstein) in Wasser in Abhängigkeit von
der Temperatur dargestellt wird, -
25 Fig. 2 die schematische Darstellung einer Aus-
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ver- führungsform und
dampfen wäßriger Lösungen von Salzen, deren Lös- F i g. 3 die schematische Darstellung einer weiteren
lichkeit in Wasser mit steigender Temperatur ab- Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens,
nimmt, durch direkten Wärmeaustausch mit heißen In Fig. 1 stellt die Kurve MNP die Sättigungs-
Gasen. 30 konzentration von Calciumsulfat zwischen Raum-
Ein solches Verfahren dient zur Gewinnung von temperatur und Sättigungstemperatur am atmo-Frischwasser
aus See- und Brackwasser. Weiter eignet sphärischen Siedepunkt, das heißt 100° C, dar. Der
es sich für die Behandlung von natürlichen und in- gestrichelt dargestellte Abschnitt PR jenseits P stellt
dustriellen Abwässern, bei denen es darauf ankommt, eine Extrapolation in das Gebiet dar, für das Daten
die in der Lösung enthaltenen Salze zwecks weiterer 35 nicht erhältlich sind. Die Bedeutung der Punkte P
Verwendung zu gewinnen. und R auf der Kurve MNPR ist, daß der Punkt P die
Bekannt ist ein Verfahren der eingangs genannten Temperatur ts festlegt, bei der das in der Lösung vorGattung,
bei dem die die Salze enthaltende Lösung handene Calciumsulfat auszufällen beginnt. Der
durch unmittelbare Berührung mit einem heißen Gas Punkt R stellt die höhere Temperatur t, dar, bei der
bis auf eine Temperatur unterhalb ihres Verdamp- 40 das in der verdünnten Lösung vorhandene Calciumfungspunktes
erwärmt wird. Trotzdem setzt eine ge- sulfat, das durch C1 versinnbildlicht wird, aus der Löringe
Verdampfung ein. Der anfallende Dampf tritt sung auszufällen beginnt.
in das heiße Gas ein, und dies verläßt mit geringem Das Ausfällen ist eine Funktion des Anhaftens des
Dampfgehalt den Verdampfungsturm oder eine Salzes an einer heißen Fläche. Das Ausfällen erfolgt
gleichartige Einrichtung. Der Wirkungsgrad dieses 45 daher im allgemeinen bei leicht höheren Temperaturen
Verfahrens ist sowohl in thermischer als auch in ehe- und Konzentrationen als in der Kurve MNPR angemischer
Hinsicht gering. Die in dem heißen Gas geben. Die Kurve N'P'VW läuft im wesentlichen parenthaltene
Wärme wird nicht vollständig zum Ver- allel. Sie stellt ein Ausfällen von Calciumsulfat aus
dampfen der Lösung ausgenutzt, und die Trennung der Lösung in Rechnung. Diese Kurze stellt die Bedieser
Lösung in Salz und Dämpfe ist unvollständig 50 dingungen dar, die in einer gegebenen Vorrichtung
(britische Patentschrift 762 083). erreicht werden. Aus dieser Kurve erkennt man, daß
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der die anfängliche Ausfällung, wie sie für das ursprüng-Erfindung
die technische Aufgabe zugrunde, ein mit lieh in Seewasser vorhandene Calciumsulfat durch cs
hohem Wirkungsgrad arbeitendes Verfahren zum dargestellt wird, bei einer wesentlich höheren Tem-Verdampfen
wäßriger Lösungen von Salzen zu 55 peratur als der Ausfall-Temperatur ts von ts, stattschaffen.
Bei einem Verfahren der eingangs genann- findet. Auf ähnliche Weise wird verdünntes Seeten
Gattung liegt die durch die Erfindung hierfür wasser, dessen Konzentration an Calciumsulfat durch
gegebene Lösung darin, daß man aus der wäßrigen c, dargestellt wird, eher am Punkt W bei der Tem-Lösung
in einer ersten Stufe Wasser durch direkten peratur t,. als an dem durch t, bestimmten Punkt R
Kontakt mit den heißen Gasen verdampft, die un- 60 eine Ausfällung ergeben. Eine weitere Beobachtung
verdampfe Lösung aus der ersten Stufe entfernt, den ist, daß man für eine gegebene Temperatur oder Sät-Wasserdampf
und die heißen Gase aus der ersten tigungstemperatur des in der Seewasserlösung der
Stufe in einer zweiten Stufe in zusätzlicher Ausgangs- Temperatur ts vorhandenen Calciumsulfate eine
lösung kondensiert, die nicht kondensierten Gase aus höhere Konzentration zulassen kann, wie sie am
der zweiten Stufe abführt und die durch die Dampf- 65 Punkt P' durch ce dargestellt wird, bevor ein Auskondensation
verdünnte Lösung der zweiten Stufe fällen auftritt.
einem Verdampfer zuführt. Fig. 2 zeigt den Ablauf des Verfahrens. Die zu
Dies bedeutet, daß die Lösung und die heißen verdampfende Ausgangslösung wird zuerst verdünnt
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