DE1442417C - Vorrichtung zur Abscheidung von Fremdstoffen aus stromenden Flussig keiten, beispielsweise Abwassern - Google Patents
Vorrichtung zur Abscheidung von Fremdstoffen aus stromenden Flussig keiten, beispielsweise AbwassernInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Abscheidung von Fremdstoffen aus strömenden Flüssigkeiten,
beispielsweise Abwässern.
Bei der Behandlung von strömenden, Feststoffe enthaltenden Flüssigkeiten, wie beispielsweise bei Abwässern,
ist es erforderlich, die Frenidstoffc auszuscheiden,
um die der Förderung der Flüssigkeit dienenden Pumpen zu schonen. Es sind Vorrichtungen,
beispielsweise in Form von Vorrechen bekannt, die
eine Trennung der Frenidsloffanteile vom Abwasser
vornehmen. Diese bekannten Rechen bieten jedoch
keine Gewahr für eine stetige und einwandfreie Betriebsbereitschaft,
da sie sie früher oder später mit den Fremdstoffteilen zusetzen können und daher gereinigt
werden müssen.
Zur Abscheidung von Fremdstoffen ist es auch bereits bekannt, einen konisch sich nach unten verjüngenden
Sammelbehälter vorzusehen, dem die Flüssigkeit zugeführt wird, und der an seiner Oberseite einen
mit Schrägflächen ausgestatteten Überlaufrost aufweist. Bei diesen bekannten Vorrichtungen, die in
ίο vielfacher Ausführung vorhanden sind, wird das Abwasser
von oben in den Sammelbehälter eingeleitet. Das Abscheiden der Feststoffe erfolgt hier ausschließlich
durch Gravitation, wobei die durch ihre Schwerkraft nach unten fallenden Feststoffe im unteren Bereich
des Behälters abgesetzt werden und abgeführt werden können. Diese bekannten Vorrichtungen sind
daher in der Regel nur für diskontinuierlichen Betrieb geeignet, da dem in dem Behälter befindlichen Abwasser
ausreichend Ruhezeit gegeben werden muß, damit die Feststoffanteile sich auf Grund ihrer
Schwerkraft nach unten absetzen können. Für einen kontinuierlichen Betrieb sind diese Vorrichtungen nur
in sehr beschränktem Maße geeignet, da die Strömungsgeschwindigkeit aus selbstverständlichen Gründen
nur sehr gering sein kann, um das Absetzen durch Gravitation zu ermöglichen. Mit wachsender Strömungsgeschwindigkeit
werden immer mehr und größere, d. h. schwerere Feststoffe zusammen mit dem Restwasser ausgetragen, so daß die bekannten Vorrichtungen
nicht für Flüssigkeit mit größerer Strömungsgeschwindigkeit bei kontinuierlichem Betrieb
geeignet sind.
Es ist auch schon eine Vorrichtung bekannt, bei der in den Behälter schräge Leitflächen angeordnet sind,
zwischen die das Abwasser eingeführt wird. Auch hierbei erfolgt die Abscheidung der Feststoffe ausschließlich
durch Gravitation, wobei die schwereren Feststoffanteile auf der Oberseite der unteren Schrägfläche
nach unten abgeleitet werden, während die leichteren Feststoffe an der Unterseite der oberen
Schrägplatte nach oben zusammen mit dem Wasser ausgetragen werden. Auch dieser bekannten Ausführungsform
haften somit die vorstehend erwähnten Nachteile an.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten mit einem konisch nach unten sich verjüngenden
Sammelbehälter ausgestatteten Vorrichtungen so auszubilden, daß auch bei kontinuierlich strömenden
Flüssigkeiten unabhängig von ihrer Strömungsgeschwindigkcit eine befriedigende Abscheidung der
Feststoffe gewährleistet ist.
• ■ Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß der Zulaufstutzen der Flüssigkeit unmittelbar unterhalb des Rostes-tangential in den Behälter
mündet, und daß die Schrägfläclien als spitzwinklig zur
Strömungsrichtung liegende schaufelartige Prallplatten ausgebildet sind, die unter teilweiser gegenseitiger
Überdeckung schlitzartige Durchtrittsöffnungen zwischen sich einschließen.
Dadurch, daß die Flüssigkeit unterhalb des Rostes tangential in den Behälter eingeführt wird und durch
die Anordnung der Schriigfliichcn des Rostes spitzwinklig
/ur Ströinungsrichluni!, wird erreicht, daß die
Schrägfliiclien als l'rallplattcn wirken. Zufolge der
Strömungsrichtuny tier Flüssigkeit werden nämlich
die in ihr enthaltenen Feststoffe quer gegen die Oberfläche der Prallplatte geführt, so daß die Ausscheidung
durch Rcüexionswirkung der Prallplatte nach unten
erfolgt. Je größer die Strömungsgeschwindigkeit ist, desto größer ist auch die auf die Festkörper ausgeübte
Reflexionskraft, so daß mit steigender Strömungsgeschwindigkeit die Ausscheidung verbessert wird. Da
durch die Schrägflächen das aus dem Rost austretende Wasser in seiner Richtung annähernd um 180° abgelenkt
wird, und durch die zwischen den einzelnen Schrägflächen gebildeten Schlitze wird vermieden,
daß Feststoffe mit dem überlaufenden Wasser austreten können; sie können deshalb nicht mitgerissen
werden, weil die Strömungsrichtung beim Eintritt in die Schlitze praktisch eine Umkehrung erfährt.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß der senkrechte Abstand der Prallplatten geringer ist als die vertikale Höhe.
Weiter kennzeichnet sich die Erfindung dadurch, daß die untere Anströmkante der Prallplatten durch
die obere Austrittskante der in Strömungsrichtung folgenden Prallplatte überdeckt ist.
Weiter ist wesentlich, daß der Rost als Rundrost mit radial angeordneten Prallplatten angeordnet ist.
Eine weiteres Merkmal besteht darin, daß die Unterseite des Behälters durch einen Schwimmkörper
verschlossen ist.
Weiter ist von Bedeutung, daß die Prallklatten in eine mittlere Scheibe des Rundrostes einmünden.
Weiter ist wesentlich, daß der Rundrost aus einzelnen Sektoren zusammensetzbar ist.
Ein weiteres Kennzeichen besteht darin, daß der Rost Rechteckform besitzt und die einzelnen Prallplatten
parallel zueinander angeordnet sind.
Schließlich ist noch wesentlich, daß der Rost aus mehreren, in Hintereinander- und/oder Nebeneinanderanordnung
zusammensetzbaren rechteckigen Rostteilen besteht.
Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, die auszuscheidenden Fremdstoffteile gegen annähernd horizontal
gerichtete Schaufeln, die spitzwinklig zur Strömungsrichtung des die Fremdstoffteile mitführenden
Abwassers stehen, anströmen zu lassen, wobei die Fremdstoffteile durch die als Prallplatten wirkenden
Schaufelflächen reflektiert werden und unterstützt durch ihre kinetische Energie und ihr Eigengewicht
aus dem Förderstrom ausgetragen und in den unteren Teil des Sammelbehälters gefördert werden. Der
Strom des Abwassers ist durch die Ausbildung der einzelnen Bauteile als ein gerichteter Strom zu bezeichnen,
d. h., das Abwasser kann während des Abscheidevorganges in Abhängigkeit von der jeweiligen
Konstruktion der Vorrichtung eine Kreisbewegung oder eine geradlinige Bewegung annehmen.
Die Zeichnungen zeigen beispielsweise Ausführungsformen der Vorrichtung, und es bedeutet
F i g. 1 Darstellung der Vorrichtung in Vorderansicht im Schnitt, F i g. 2 Schnitt gemäß Linie A-A der F i g. 3,
F i g. 3 Aufsicht auf den Rundrost gemäß F i g. 1,
F i g. 4 Schnitt gemäß Linie B-B der Fi g. 3,
F i g. 5 eine abgewandelte Ausführungsform gemäß Fig. 3,
F i g. 6 eine andere Ausführungsform des Rostes,
F i g. 7 einen Schnitt gemäß Linie A-A der F i g. 6.
Gemäß F i g. 1 besteht die Vorrichtung aus einem sich konisch verjüngenden Sammelbehälter 1, in
den über einen tangential zur Wandung angeordneten Zulauf stutzen 2 das Feststoffteile enthaltende Abwasser
einströmt, während der untere Trichterauslauf 3 beispielsweise durch eine Schwimmerkugel 4 niveauabhängig
abgeschlossen ist.
Das tangential dem Sammelbehälter 1 zuströmende Abwasser trifft zufolge der Anordnung des Zulaufstutzens
2 unmittelbar unterhalb des Rundrostes 5 gegen dessen Schrägflächen 6. Die Feststoffteile werden
in Richtung des Bodens des Sammelbehälters reflektiert, während die Flüssigkeit nach Füllung des Sammelbehälters
1 durch die zwischen den Schrägflächen 6 des Rostes 5 gebildeten Schlitze über den
Rost 5 in einen weiteren Behälter 10 strömt. Die untere Anströmkante 7 der Schrägflächen 6 wird hierbei
von der oberen Kante 8 der nächstfolgenden Schrägfläche überdeckt. Die Breite, die Zahl und der Anströmwinkel
der Schrägflächen 6 stehen hierbei in bestimmter Beziehung zueinander, um den Durchfluß
von Feststoffteilen durch die zwischen den Schrägflächen bestehenden Schlitze beim Überströmen des Abwassers
in den Behälter 10 mit Sicherheit zu verhindern. Eine sichere Abscheidewirkung wird erreicht bei
einem Neigungswinkel <x von 30°, einem senkrechten Schaufelabstand α, der geringer ist als die vertikale
Schaufelhöhe b des Rostes, und bei einer Überdekkung der Anströmkante 7 und der Austrittskante 8
der benachbarten Schrägflächen 6 von mindestens 10 mm.
Der mittlere Bereich des Rundrostes r ist als Scheibe 9 ausgebildet, in die die radial gerichteten
Schrägflächen 6 einmünden; die Anordnung einer geschlossenen mittleren Scheibe 9 ist nicht nachteilig, da
die Strömung des Abwassers vornehmlich entlang der Peripherie des Rostes 5 verläuft.
Die in Fließrichtung nach unten weisenden Schrägflächen
6 verhindern das Durchschlüpfen von Fremdstoffteilen durch die zwischen den Schrägflächen gebildeten
Schlitze, da die Fremdstoffteile ausnahmslos mit dem Wasserstrom von den Schrägflächen 6 nach
unten reflektiert werden, so daß nur von Fremdstoffen befreites Wasser im Rückfluß über die zwischen den
Schrägflächen gebildeten Schlitze in den Behälter 10 gelangt.
Der Rundrost 5 kann gemäß F i g. 5 aus mehreren sektorartigen Teilen 11 bestehen, die sich zu einem geschlossenen
Rundrost zusammensetzen lassen, bei der der Rost 12 Rechteckform besitzt; die Schrägflächen
6 sind parallel zueinander angeordnet. Auch dieser Rost kann aus rechteckigen Einzelteilen zusammengesetzt
werden, die entweder nebeneinander und/ oder hintereinander angeordnet werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Vorrichtung zur Abscheidung von Fremdstoffen aus strömenden Flüssigkeiten, beispielsweise
Abwässern, bei der die Flüssigkeit einem konisch sich nach unten verjüngenden Sammelbehälter
zugeführt wird, der an seiner Oberseite einen mit Schrägflächen ausgestatteten Überlaufrost
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Zulaufstutzen (2) der Flüssigkeit
unmittelbar unterhalb des Rostes (5, 12) tangential in den Behälter (1) mündet, und daß die
Schrägflächen als spitzwinklig zur Strömungsrichtung liegende schaufelartige Prallplatten (6) ausgebildet
sind, die unter teilweiser gegenseitiger Überdeckung schlitzartige Durchtrittsöffnungen
zwischen sich einschließen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der senkrechte Abstand (2) der Prallplatten (6) geringer ist als die vertikale Höhe
(b)-
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Anströmkante
(7) der Prallplatten (6) durch die obere Austrittskante (8) der in Strömungsrichtung folgenden
Prallplatte (6) überdeckt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rost als Rundrost (5) mit
radial angeordneten Prallplatten (6). ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite des Behälters (1)
durch einen Schwimmkörper (4) verschlossen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallplatten (6) in eine
mittlere Scheibe (9) des Rundrostes (5) einmünden.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1· bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rundrost (5) aus einzelnen
Sektoren (11) zusammensetzbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rost (12) Rechteckform
besitzt und die einzelnen Prallplatten (6) parallel zueinander angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß der Rost (12) aus mehreren, in
Hintereinander- und/oder Nebeneinanderanordnung zusammensetzbaren' rechteckigen Rosttcilen
besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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| DEG0040734 | 1964-06-02 |
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