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DE1442277A1 - Verfahren zum Gaeren alkoholischer Getraenke,insbesondere Bier u.dgl. - Google Patents

Verfahren zum Gaeren alkoholischer Getraenke,insbesondere Bier u.dgl.

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Publication number
DE1442277A1
DE1442277A1 DE19631442277 DE1442277A DE1442277A1 DE 1442277 A1 DE1442277 A1 DE 1442277A1 DE 19631442277 DE19631442277 DE 19631442277 DE 1442277 A DE1442277 A DE 1442277A DE 1442277 A1 DE1442277 A1 DE 1442277A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
container
fermentation
yeast
wort
line
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19631442277
Other languages
English (en)
Inventor
Erik Krabbe
Wendt Kenneth Wayne
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Miller Brewing Co
Original Assignee
Miller Brewing Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Miller Brewing Co filed Critical Miller Brewing Co
Publication of DE1442277A1 publication Critical patent/DE1442277A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C11/00Fermentation processes for beer
    • C12C11/003Fermentation of beerwort
    • C12C11/006Fermentation tanks therefor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C11/00Fermentation processes for beer
    • C12C11/003Fermentation of beerwort

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  • Wood Science & Technology (AREA)
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  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description

H. SEILER, J, PFENNINQ H. STEHMANN
DlPLOM-I NQENIEURE „ DIPLOM - INGENIEUR
ι Berlin te PATENTANWÄLTE bq Nürnbergs
OLDENBURGALLEE TO E S S E N W E I N S T R. 4-6 TELEFON: 94 55 21/22 TELEFON: SO 37 TELEGRAMM-ADRESSEtSEILWEHRPATENT TELEGRAMM-ADRESSE: STEHPATENT BANKKONTO: BANKKONTEN: BERLINER BANK A.-G., / BERLIN 19 ■ DEUTSCHE BANK AG. NÜRNBERG Mr. 1454 DEP.-KASSE 4.», GIROKONTO NR. 97 256 . VOLKSBANK FÜRTH/BAY.. KONTO-Nr. 4624 POSTSCHECK-KONTO ι BERLIN-W 5938 POSTSCHECK-KONTO; NÜRNBERG 67081
ι Jjürnberg, 4. Be ζ ember 1963
L , : ...^jJ1I* ih/33
Miller Brewing Company, -
4000 V'est State Street, Milwaukee 8, v/isconsin / USA
"Verfahren zum Garen alkoholischer Getränke,, insbesondere
Bier und dergleichen"
Die Erfindung-bezieht sich auf die erzeugung eines gegorenen Getreidegetränks, wie Bier, Ale, Starkbier, Porter und dergleichen, und im besonderen auf Verbesserungen der absatzweisen Gärung einer im folgenden als "Würze" bezeichneten lösung von gärfähigen Zuckerarten.
Der Gesamtprozeß zur Erzeugung eines gegorenen Getreidegetränks, wie Bier, kann in drei Säiiptstufen unterteilt werden. Zuerst wird in der Würzebereitungsstufe eine lösung von vergärbaren Zuckerarten durch Maischen gemä&zter Gerste, und nach ,/unsch eines hinzugegebenen Getreideprodukts, in heißem Wasser zubereitet, um en a./matlisch die Stärkebsotandteile des Maises und hin-'zugeftigter Getreideprodukte in gärfähige Zuokerarten. umzuwandeln» nie au., dem nüiiochö-i her vorgehende ^rürze rjird vo'i CLcn unL isbsren
30983S/00U- BADORlGtNAU
iCornritckständen getrennt und durch- Kochen steri Lisiert, während welche i" Zeit sie auch durch Zugabe von Hopfen oder einem Hopfenextrakt den Geschmack erhält» Die mit Hopfen versetzte Würze wird darauf durch Entfernung der verbrauchten Hopfenbestandteile und während des Kochens koagulierter Stoffe geklärt» Die geklärte Würze wird "dann auf ungefähr 50° F (100GKabgekühlt, worauf sie oft mit sterilisierter Ijuit durchlüftet und dann mit Hefezusatz versehen ode-r geimpft und zur zweiten oder. Gärungsstufe des Verfahrens geleitet wird. In der Gärungsstufe wird die mit Hefe versetzte Würze in einem oder mehreren -auf bestimmter Teraperatur gehaltenen Gärbehältern gewöhnlich während einer Zeit von unge— fähr einer oder zwei Wochen aufbewahrt, während welcher Zeit die Hefe die vergärbaren. Zuckerarten der Würze zur Gärung bringt und zu Alkohol und Kohlendioxyd zersetzt, und der Hefebesatz· vermehrt sich auf das ungefähr Drei- bis Sechsfache. (Manchmal läßt man die mit Hefe versetzte TTürze in Anlauf- οder AbsetzbOttichen kurze Zeit sich setzen, um bei ihrem Abkühlen koagulier— te Stoffe zu entfernen, ehe man die Würze den Gärbottichen zuleitet), Nachdem das Bier völlig verdünnt ist, wird es zum Verstärken des Ausfällens der Hefe gekühlt. Dann wird das Bier von der gefällten Hefe abgegossen und der dritten^ oder Reifungsstufe des Prozesses zugeleitet, in der man das frisch gegorene. Bier bei niedriger Temps ratur während einer Zeit von mehreren Wochen reifen läßt, um seinen Geschmack und sein Aroma zu bilde»■' f während, v/elcher Stufe alle von der Garungsstufe im Bier verbliebenen ; Sinlcstoffe im allgemeinen entfernt werden. Das Bier kann vor', während oder nach der £eifungszeit mit Kohlensäure versetzt werden, ifach geeigneter Reifung und Karböni sie rung wird das Bier ge-
xiltert imä der Abfüllbehandlung zugeleitet ο -
i 0 Ö&3E/00 1 U BADORiaiNAL
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die oben beschriebene zweite oder Gärungsstufe des Inaprozesses, last alles gegenwärtig erzeugte Bier wird in einem einsatzweise durchgeführten Prozeß gegoren, -worin nach dem Gären eines .,ürzeeinsatzes in. einem Gärbottich das Bier abgezogen und der Bottich geöffnet und betreten wird, um die zurückgebliebene Hefe hinauszuschaffen, den Bottich zu reinigen und für die AufnahnE eines darauffolgenden Würzeeinsatzes vorzubereiten. Während des lebhaften Abschnittes des Gärungsvorgangs ist die Hefe aktiv und sie bleibt in der ganzen Flüssigkeit im Gärbottich suspendiert oder verstreut. Mhert sich aber die Gärung ihrer Vollendung, d.ho wenn die vergärbaren Zuckerarten sich erschöpfen (im allgemeinen werden mehr als 95$ des gärfähigen Zuckers in einer Würze in Alkohol und Kohlendioxyd während der Gärung umgewandelt), neigen die Hefezellen zum Ausflocken und Ausfällen, so daß sie eine Sedimentschicht am Boden des Bottichs bilden (wenn Bodengärung angewendet wird). Diese Absetzneigun^ wird gewöhnlich durch Abkühlen der !Flüssigkeit in den Gärbehältern bis auf etwa 40° 3P (5 C) oder weniger nach vollendeter Gärung verstärkt» In einem' typischen Gärungsprozeß wird die Temperatur des Biers gewöhnlich im Bereich von 50 bis 60° Έ ( 10-15° G ) gehalten und die Gärung der Zuckerarten in der Würze in etwa 5 bis 9 Tagen vollendet« Am Ende dieser dritten Periode haben sich annähernd 40-60$ des gesamten Hefebesatzes am Boden des Behälters abgesetzte liach Beendigung dieser aktiven Gärungsperiode werden normalerweise mehrere (3-6) weitere Tage zum fühlen und weiteren Hefeabsetzen zugegeben und am Ende dieses Verfahrensabschnitts haben sich gewöhnlich 80-95$ des Hefebesatzes am Boden dea Behälters angesammelte Das frisch gegorene Bier wird dann dem Gärbottich ent-
■ SO 9835/00U
BAD ORlGtNAL
nomrnen und der Reiiungsstufe zugeleitet, während v/elcher alle, aus dem Gärbottich- mitgenommene Hefe beseitigt wird. Sobald das Bier aus dem Gärbehälter entfernt worden ist, wird dieser zum Austreiben des während der Gärung entwickelten Kohlendioxyds gelüftet und es werden in den Behälter Bedienungsleute entsandt, um .die Hefe in ein reeignetea Hef est.ffimelivys-tem zu scnieben und. dann den Behälter zu reinigen, um daraus.soviel von den angesammelten Resten, wie. möglich, zu beseitigen» Diese Beseitigung der Hefe wird normalerweise durchgeführt, indem die abgesetzte Hefe mit einem langgestielten Quetscher gegen den Behälterauslaß geschoben wird, von dem sie unter Verwendung einer Zahnradpumpe nach jeder gewünschten Stelle befördert werden kann. Die Reinigung, die erst begonnen wird, nachdem die gttarnte Hefe von Hand entfernt worden ist, kann entweder von-Hand.unter Veiwendung langstieliger Bürsten oder hydraulisch mittels einet, transportablen oder dauernd installierten Spülsystems in Verbindung mit einer Pumpe für den Umlauf einer Reinigungslösung vollzogen werden. Die Zeit für das Auslüften des Kohlendioxyds kann einen oder zwei Tage in Anspruch nehmen, ehe das Betreten des Behälters für einen Ansehen gefahrlos ist, wenn nicht .ein Zwangslüftsystem benutzt wird, in -.-,elchem Pail die Lüftung in etwa einer -tunde erledigt werden kann. Dieser Reinigungsvorgang einschließlich Lüftung, Betretendes Behälters für die Hefeueseitigung und dann dessen Reinigung muß in jedem Gärbottich nach dem Vergären jedes ./ürzeeinsatzes durchgeführt werfen«. v<enn man bedenkt, dd3 · eine moderne Großbrauerei einige hundert Gärbehälter umfassen kann, läßt sich das Ausmaß dieses Reinigungsproblems würdigen=
Das Hauptziel dieser Erfindung ist die Schaffung eines verbesserten Verfahrens für das absatzweise erfolgende Vergären einer Würze-
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BADORfGtNAL
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lösung zu einem alkoholischen Getreide ge tränk* Ein anderej Hauptziel der Erfindung besteht darin, für die absatzweise erfolgende Gärung zum Erzeugen alkoholischer Getreidegetränke ein verbessertes Verfahren zu"schaffen, welches viele der mühsamen und zeitraubenden Reini^ungsmaßnahmen ausschaltet, die zurzeit in den allgemein angewendeten Methoden der absatzweisen Gärung enthalten sind. Ein weiteres Erfindungsziel ist die Schaffung eines in Absätzen erfolgenden Gä'ungsverf ahrens, bei dem die Notwendigkeit des öffnens und Betretens eines Gärbottichs 'nach dem Vergären eines Würzeeinsatzes, um den Behälter für die Aufnahme eines darauffolgenden .vürzeeinsatzes vorzubereiten, beseitigt ist. Ein weiteres Erfindungsziel ist die Schaffung eines Gärprozosses, in welchem die Gärung in einer Atmosphäre durchgeführt wird, die es-ermöglicht, uaß der Prozeß unter höchst erwünschten"biologischen Bedingungen υ üafctfindefc, un.d auch für eine wirksame Reinigung- dea Behältersoorgt, nachdem d«s Bier aus ihm entnommen worden ist» Diese.und andere besondere Ziele werden aus der' folgenden. Beschreibung näher hervorgehen.
Kurz gesägt, e rgibt die Erfindung ein Verfahren zvliü absatsweise erfolgenden Vergären von Würze zu einem alkoholischen Getränk, wobei eine Kohl endioxydat-Biosphäre in einem Gärbehälter aufrechtsr— halten wird, während die !folge von Verfahr ens schritt en einschließlich des Füllens des Behälters mit Würze, Vergärens der Würze, Entnahme des Biers aus dem Behälter urrL Eeinigens des Behälters zu seiner Vorbereitung für die Aufnahme eines darauffolgenden. Würzeeinsatzes ausgeführt werden.
Gemäß der Erfindung ist das Verfahren zum Vergären von garfähigem
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BAD ORIGINAL
Zacker mit Hefe enthaltenden Würze zur Erzeugung einas alkoholischen Getreidegetränks? wie Bier, dadurch, gekennzeichnet, daß in einem geschlossenen Gärbehälter eine Kohlendioxydatrnosphäre hergestellt und darin aufrechterhalten wird, während ein Würzeeinsatz in den Behälter eingebracht und die gärfähigen Zuckerarten in der Würzu zur Erzeugung alkoholischen Getränks gegoren werden, während das alkoholische Getränk aus dem Behälter abgezogen wird und während der Behälter für. die Aufnahme eines \.eiteren Würzeeinsatzes gereinigt a wird, und daß hierauf die Schritte des Einbringens eines Υ/ürzeein-. satzes, .der Vergärung der Zuckerarten und des A bziehens alkoholischer Getränke in Gegenwart jeher Atmosphäre bei mindestens einem weiteren . ürzeeinsatz wiederholt werden»
B'ür eine mehr in Einzelheiten gehende Beschreibung wird auf die Zeichnung Bezug genommen, in der als Beispiele mehrere spezielle Formen der "Vorrichtung zur praktischen Durchführung der Erfindung gezeigt sind, wobei gleiche Bezugszeichen in den verschiedenen Ansichten dieselben oder ähnliche Teile bezelchneiio
.n der Zeichnung sind
J1Ig. 1 eine schematische Darstellung einer Mehrzahl von Gärbehältern in der Erfindung entsprechender Anordnung,
1Ig. 2 bis 5 schematische Abbildungen, eines der in, Mg» 1 dargestellten Gärbehälter, die diesen während aufeinanderfolgender Stufen, des Gärprözesses zeigen, '-.."·
igo6 eine schematische Abbildung einer anderen geeigneten Anordnung von Gärbehältern»
ig.1 veranschaulicht schematisch eine Anzahl von Gärbehältern, die
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untereinander durch Rohre, Absperrorgane und Zubehör in einer die Ausübung der Erfindung ermöglichenden Weise verbund en sind. I1Ig=I soll die Anwendung der Erfindung aul' eine Reihe geschlossener rechteckiger, in waagrechten Reihen angeordneter Gärbehälter darstellen; jede Reihe enthält mehrere Behälter, wie man es in einer
in
-Brauerei finden kann, die eine große Anzahl von/einem mehrgeschossigen Gebäude untergebrachten Gärbottichen besitzt; es sind daher einzelne Rohre so gezeichnet, daß ihr Weiterlaufen zu anderen nichx dai-g.stellten !Behältern der Anlage angedeutet wird«, Jeder Gär behälter sollte normalerweise Temperiermittel haben, wie Temperierschlangen oder Mantel mit einer Kühlflüssigkeit, wie Prop,ylengltykol, Salzlösung oder Eiswasser, uia eine Regelung der j-'empcratur während der Gärung in jedem !behälter zu ermöglichen. Geeignete iemperiermittel sind den Braufachleuten an sich bekannt und dauer in Fig.1 fortgelassen. Die Vorrichtung wird zuerst im einzelnen beschrieben, um die Erklärung des Verfahrens nach der Erfindung zu erleichtern» Me folgende Beschreibung erläutert die Erfindung in .Bezug auf Bodengärung, die eine nahe dem Ende der Gärung und nachher· am Boden des Gärbehälters sich absetzende Hefe benutzt; indessen ist die Erfindung auch auf Schwimmgärung bzw»Obergärung anwendbar, die eine in den Überteil des Behältersnahe dem Ende der Gärung und 'nachher aufsteigende Hefe verwendet.
Gärbehälter 1 und 2 der obersten Reihe von Pig.1 sind jeder mit einer Reihenzubringerleitung-3 durch Absperrorgane 4 bzw. 5 verbunden, die Gärbehälter 6 und. 7 in der mittleren Reihe mit einer Reihenzubrini.erleitung 8 durch Absperrorgane 9 bz.w. 10, und die Gärbehälter 11 und 12 in der untersten Reihe mit einer Reihenzubringerleitung 13 durch Absperrorgan 14 bzw. 1 5. MePfeile an den rechten Enden dieser
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ZtibringerleItungen deirfcen--an, daß diese Leitung sieh zu weiteren Behältern- erstrecken kann, die in jeder waagrechten Reihe enthalten sein können. Jede Zabringerleitung soll als Hauptfcanal. für die Flüssigkeitssipömuftg In die von ihr bedientenGärbehälter und aus ihnen arbeiten. · . ' .
Eine Würze zuleitung I6r die eina Pumpe 17 enthalten kann* ist mit einer senkrechten Hauptleitung 1.8 und drei davon abgezweigten Speiseleitungen 19 verbunden r. die jede eine waagrechte Seihe; von Gärbehältern bedienen, so daß Würze'in Jede gewünschte Reihe geliefert Werden: kann* Eine Bierabaaäieitung 21 , äie ebenfalls eine ^ümpe 22 enthalten Irann,, ist rait" einer senkrechten Hauptleitung 23 verftunv-· δ,&Ά\ abzweigende übzugleitungen ZÄ-t die Jede am einen Ende in· einem Ab sperr organ 25 enden, gehen von der Hauptleitung aus* wobei/für; jede Reihe van Grärbehältern ein solcher Abzugzweig vörhanien ist* um das Abfließen von Bier- aus; den/Gärbehältern In die Äzugleitung 2t zu ermöglichen. „;■__." .- : :
Eine Spülanlage mit einem: eine Mehrzahl vöri Sprühdüsen tragenäen Verteüer 1st innerhalb: jedes &ärb ehalte rs angeordnete Eer Verteiler ist nahe der Decke jedes Behälters angebracht und jeder YertellMr' besteht nach Fig« t aus einem oberen Zweig 26 und einejH untereff :\y ^weig 27 mit an jedem'^v/elg angeordneten Düsen* Absperrorgane 50 und 31 sind zur Steuerung der Flüssigkeitsströmung durch den oberen Zweig 26 bzw. den unteren-. Zweig 27 vorgesehen» Jeder der Verteiler" der Spülanlagen In den" Gärbehältern 1',- 6 und It. ist mit einer, kur- ■-zen leitung 28 verbunden und jede Leitung 28 steht Ihrerseits in. Verbindung-mit einer waagrechten Hauptleitung 35s wobei für jede leihe von Gärbehältern eine solche waagreehte Hauptleitung 33 vor -
nanden ist» Wie durch die Pfeile an. den reeilten. Leitungsenden angedeutet iöt, kann jede waagrechte Hauptleitung ;>3 sich zu weiteren Behältern in jeder Reihe erstrecken« Jede Hauptleitung 33 .,-eut in Verbindung mit einem senkrechten Steigrohr 32 (am linken ^n de in Fig.1)o Jeder Verteiler der Spülahlagen in den Gärbehältern c, 7 und 12 ist an eine kurze Leitung 34 angeschlossen und jene Leimung 34 steht mit der waagrechten Hauptleitung 33 für die zugehörige Reihe in Verbindung· Ein Absperrorgan 35 ist an der dargestellten stelle zur Steuerung der Flüssigkeitsströmung vom Steigrohr 32 zu jeder Hauptleitung 33 angebracht.
Ein Wasserbehälter 36, der durch eine Speiseleitung 37 über ein zugehöriges Absperrorgan 38 mit Wasser versorgt wird, ist durch die Leitung 39 und das Absperrorgan 40 mit einem kurzen, zur Saugseite einer Pumpe 42 führenden Eohr verbunden. Bin Behälter 43 für eine Reinigungslösung ist an das Rohr 41 über eine Leitung 44 und ein Absperrorgan 45 angeschlossen. Die Druckseite der rumpe 42 steht mit einer waagrechten Zubringerleitung 46 und diese mit dem unteren Ende des senkrechten Steigrohrs 32 in Verbindung. Dieses Rohr- und Ventilsystem ist so angeordnet, daß entweder Reinigungslösung aus dem Behälter 43 oder Wasser aus dem Behälter 36 durch die in jedem Gärbottich untergebrachten Spülanlagen gepumpt werden kann.
Eine Flüssigkeitsabzugleitung 47 verläuft aufwärts über alle Reihen von Gärbehältern, und auf jeder Stufe geht ein Abzweig von der Abzugleitung .47 zu einem Absperrorgan 49, so daß jede Reihe von Gärbehältern nach Wunsch mit der Abzugleitung verbanden werden kann· Deren unteres Ende führt zur Saugseite einer Pumpe 50, und eine 'Leih
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tung 51 geht von der Druckseite der Pumpe 50 ans. Eine Leitung 52 verbindet'den Behälter 43 £'αΓ die Reinigungslösung mit der leitung 51 j ferner ist mit dieser eine anschließende Abzugleitung 53 verbunden, und eine Leitung 54 verbindet einen Wasser- und Hefebehälter 55 mit der Leitung 51. Absperrorgane 56, 57» 58 sind in der angedeuteten Weise so angeordnet, daß Stoff aus der Plüssigk:eitabk.ugieitung 47 durch die leitung 51 geleitet und entweder dem Behälter für die Reinigungslösung, der Anschlußleitung 53 oder dem Wasser- und Hefebehälter 55 wahlweise zugeführt werden kann» Eine Leitung mit einem Absperrorgan 63 führt vom Boden des Hefebehälters 55 zu einer eine Pumpe 65 enthaltenden Heferückgewinnungsleitung 64, so daß die Hefe aus dem Hefebehälter entnommen und an andere (nicht dargestellte) Stationen zur Rückgewinnung und zu weiterer Behandlung geliefert werden .-cann. Eine Abzugleitung 66 geht auch von einer Stelle am Unterteil des Hefebehälters aus, so daß bei Betätigung des Ventils 67 Wasser und/oderHefe aus diesem Behälter abgezogen werden kann.
Eine Kohlendioxydsammel- und Speiseleitung 68 verläuft, v;ie in der Zeichnung gezeigt, oberhalb der Reihen von Gärbehältern» Ein Ende der Leitung 68 führt zu einem Druckausgleichbehälter 59J dieser hat eine zu. einem Kohlendioxydsammelsystem führende Auslaßleitung 60 und eine von einem Kohlendioxydspeisesystem kommende Einlaßlöitung 61. Die Einlaßleitung 61 enthält ein Absperrorgan 76, das durch einen Druckregler 77 art einem innerhalb des Drucicausgleichbehältera 59 untergebrachten Meßfühler 7Ö gesteuert wird. Die Kofclendioxydsammel- und Speiaeanlagen sind in der Zeichnung nicht dargestellt, enthalten aber vorzugsweise ein System in der Art des in der US-Patentschrift 2 862 8T9- (Hougen und Hydersea) dargestellten, worin während der Gärung entwickeltes Kohlendioxyd geaammelt und gereinigt
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COPY
wird, das dann· ir: gereinigtem Zustand als Speisevorrat benutzbar ist; indessen gibt es andere Formen von verwendbaren Kohlendioxydsammei- und Speisesystemen. Da während eines Gärungsprozesses von der Art, worauf sich die Erfindung bezieht, Kohlendioxyd entwicicelt wird, sollte .das Kohlendioxydsystem vorzugsweise für seine Rückgewinnung eingerichtet sein, wenngleich die Anwendung dieser Maßnahme freisteht. Ein Ende der Leitung 68 ist gestrichelt dargestellt, um anzudeuten, daß sie sich noch über weitere in der Anlage etwa enthaltene Kolonnen von Gärbehältern erstrecken kann» ■Eine senkrechte Kohlendioxydleitung. 69 geht von der Kohlendioxydleitung 68f v;ie angegeben, nach abwärts und hat eine Anzahl von Kohl endioxydabzweig en 70» Es ist ein Kohlendiox;;dabzweig 70 für jeden Gärbehälter 1,6 und 11 vorhanden, und Jede Leitung 70 geht von der senkrechten Kohlendioxydleitung 69 aus und steht mit
dem Inneren ihres zugehörigen Gärbehälters über ein Absperrorgan 71 am oberen Teil jedes Bottichs in Verbindung- Eine ähnliche senkrechte Kohlendioxydleitung 72 geht von der Kohlendioxydleitung 68 nach abwärts? sie hat eine Anzahl von Abzweigleitungen 73, je eine für jeden der Gärbehälter 2, 7 und 12, und jede .ueitung 73 steht mit dem Inneren des zugehörigen Behälters über ein Absperrorgan 74 in Verbindung. Diese Kohlendioxydrohranlage ist so imstande eine KohleiidiOxydatmosphäre in jedem Gärbehälter zu schaffen und aurrechtzuhalten, und der Ausgleichsbehälter 59 wirkt als Vorratsraum für das Überleite ι von Kohlendioxyd aus einem Behälter in einen anderen während des Füllens und Entleerens der einzelnen Behälter, wie unten näher erläuxert werden wird» Der Ausgleieusbehälteermö, licht auch die Anwendung eines zentralisierten Druc:;regeloystem ν.-io angegeben, üo daß der Druck der Kohlendioxydatmosphäi-e in der ilaje leicht überwacht werden kann·
COPY " , BAD ORIGINAL
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Jede Eelhenzubringerleitung oder übertragungsleitung 3, Sund 13 hat ein bewegliches Endrohr 75, das in Fig.1 als gestrichelte Linie am'linken Ende jeder solchen Leitung angedeutet ist. Der Zweck des beweglichen Endrohrs 75 ist, einen wahlweisen Anschluß der ubertragungsleitungen an das eine oder andere der ADsperrorgane 20, 25 oder 49 zu ermöglichen, wodurch die verschiedenen zu diesen, führenden Leitungen an die GärbehälterrAhe angeschlossen werden können. So ist die Eeihenübertragungsleitung 3 an das Ventil 20, die Leitung 8 an das Ventil 25 und die Leitung 13 an das Ventil 49 angeschlossen dargestellt, wobei jede Übertragungsleitung durch ihr zugehöriges bewegliches Endrohr 75 durchgeschaltet ist. Dieses -kann das an sich bekannte U-Eohr enthalten, das in der Brauerei oft für diesen Zweck verwendet wird. Mach Wunsch kann aber jedes- der Ventile 20, 25 und 49 zu einer kurzen Kopfleitung führen und jede- Eeihenübertragungsleitung kann an dieselbe Kopfleitung angeschlossen sein, um eine Steuerung der !flüssigkeitsströmung zu und von "den" G%rb ehalte:
reihen durch diese Ventile zu ermöglichen. Andere ζ v. eckmaß i'g'e ■"""- Anordnungen für diese wahlweise Verbindung der verschiedenen "Leitungen sind für den I'adamann ohne weiteres erkennbare _ V ;" "" ";"'""-.
Das Verfahren gemäß der Erfindung wird nunmehr im einzelnen anhand' der■ J'ige-1 beschrieben. Während des Gärprozesses wird in jedem G-ärbe—
ö halter eine i'olge von Ve rf ahrens schritt en durchgeführt: Der G-ärbe-
=> . . ■■■■-■ .--■■ v ...■'.'■- ■ ■ - .-■-..
ο halter wird mit einem Einsatz von mit Hefe versetzter £ürze gefüllt;
^ man läßt die Würze zur Bildung von Bier gärenj Bier wird dem Behäl- ^ ter nach vollendeter Gärung entnommenj alle zurückbleibende Hefe wire
ο ■ -.-"■ ■-' ■■"- ■■ .. .-..""■■■■-.■
_> dann aus dem Behälter entfernt; und schließlich wird der Behälter- ge«
p>. ' ■■ ■ ■■■ . .... ■ . - ■ ■■ : ■ ■-■■
reinigt und für die Aufnahme eines weiteren Würzeeinsatzes ber&itge— ■ macht* Gemäß der Erfindung wird diese ganze Folge von Schritten untei Aufrechthaltung einer Kohlendioxyd^tmoSphäre _inJedem Behälter-κοίΐ«
zogen, wobei es ermöglicht ist, daß· die Gärung unter sehr erwünschten biologischen Bedingungen Tor sich geht, uji& die Uptwendig— keit des Qffnens und/oder Betretens des Battichs. nach dem "Vergären jedes Würzeeinsatzes entfällt* . ■
nachdem eine Gruppe von Gärbehältern zusamaienge schalt et worden ist* wie in Pig»t ■ gezeigt, wird Jeder Behälter von Luft entleert. Dies kann auf eine von mehreren Methoden geschehen» Eine durchführbare Art des Vorgehens, besteht darin, -daß die Luft aus dem. Gärbehälter mit einer flüssigkeit volumetrisch verdrängt wird, wie· z.B* durch Füllen des Behälters mit "wasser oder Würze,, um die darin ent— h altene Luft auszutreiben. Ein anderes Verfahren ist das Einführen von Kohlendioxyd in den Behälter von dessen Boden aus und das. allmähliche Entfernen der Luft aus· dem Behälter, indem, man das dichtere Kohlendioxyd die leichtere Luft aus dem Behälter verdrängen läßtj bei diesem Verfahren muß die Strömungsmenge und der Druck des eingelassenen Kohlendioxyds sorgfältig überwacht un<± geregelt werden,, am die Luft wirksam zxl beseitigen. Ein weiteres Verfahren besteht darin, einen Behälter mit Würze zn. füllen und die Gärung mit Luft oberhalb des Flüssigkeitsspiegels der Würze vor sieh gehen zu lassenj dann kann,, da Kohlendioxyd während der Gärung entwickelt -wirä,, das Kohien-4ioxydL-Lttft-Gentisch\ aus dent Behälter ausgelassen and periodisch* analysiert werden, um festzustellen* wann es frei von Luft is,tr wodurch angezeigt wird, daß über dent Würzespiegel keine Luft meitr im Behälter voröanden. ist. Wenn dieser Punkt erreicht ist p kann, der* KohlendioxydaualaB geschlossen und daa Kohlendioxydatniosphäre oberhalb dter-Würse aufrecht erheitert werden* wie später im einzelnen beschrieben, wird« Bei Anwendung des letzteren Verfahrens braudffe nor erste in einen Gärbehälteir eringep.ampte Tüiürzeeinsatz in dieser*'·
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Weise vergören zu, werdeηf und sobald einmal die Kohlendioxydatmosphäre anfänglich, hergestellt ist,, kann sie während des übrigen Prozesses und heim Vergären darauffolgender- Würzeelnsatze aufrechterhalten werden. Biese^ Methoden sind nur als Beispiele angegeben und es sind auch, andere geeignete Mittel zu. finden, um die in den Behältern enthaltene Luft zu beseitigen.» Ein Auslaß: 79 fuhrt von jedem Absperrorgan TT und 74 nach außen* so daß Luft oder ein Gemise-h van UmJTt- mn. Kohlendioixyd,, je rmehäent^ weiche der vorhin, erwähntera Mfithaden fcenutzt wirelij aus Jedem?Grärfeehälter ausgetrieben= werden kann,| nach Wunsöh kann jjedier J&usläß Bm ein«a(n±e&fe gezeigten) iOÄuftvferteiler fiahreni,, um niie ausgerferie^ieaaen Gase" abzuführen« Me !festerrorgane ?i und ?4 kfenBii ÄEdssteghahns oder -Ventile sein,* so» daß; sie je nach ihrerr Eins;teHimgf entlader das itU.stredL'ben. vom Gasen aus dem Behälter durch !en ÄuslaÜ T[B ermogli.ah.en öder Eahlen^iiox^d äurchi die Ledtungeni ?0 feizw?«^ lit äßa. Beh#lt©ir eintreten ader aus diesem austreten, lassen» Ändiere Eoitre^ l&Bgseirrerrgane und ürmaturen fur das Entfernen ,der in äem Sä^rfeehalterri enthaltenen. Sase sittd in dler Zieiehniing nicht diargesrtellt» da, geseigiiete Maßiiahinem dem Bräuer^if^EdimaHm geläufig sinä« .
; sei mum. insbesondere der SSrbehalter1 % betrachtet* Kkchxieiffi dieser vom seiner5 Bift entleert; woräen ist,; werden alle im. ihm ftöiren— JLfep€KFro;rgaaa^ g^se^ sa äaS
I eingesp^ eist weircfen kannr \msi zwar/ von die-if Kohleiidioxyd—
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aalte äesi Behälters; eine ^hlendlioxydlatmaspitäre· unter Itfeerdlrack;. zu.
I^hlendioxy$iihieiE vom ungeifaiiif Ö^Möi psä{ßJfflf-Qt 1kg/
an» ι wird· in dseäi meisten FalleiE geeigne;t aeiii·,, meutaäexr Keuoä:
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den Druckregler 77 geregelt wird. Auf diese Weise kann die KohlendioxydatmoSphäre in dem Behälter auf irgendeinen vorher gewählten Druck erhalten, und geregelt werden«
Nachdem eine KohlendioxydatmoSphäre in der oben "beschriebenen .eise in dem Behälter hergestellt wurde, werden in ihm die in den folgenden bezifferten Absätzen beschriebenen Verfahrensschritte durchgeführt, während jene Atmosphäre darin aufrechterhalten wird.
(1) Der Behälter wird mit Hefe enthaltender Würze gefüllt, indem das bewegliche Endrohr 75 am Ende der Eeihenübertragungsleitung 3 an das Absperrorgan 20 angeschlossen wirdj die Ventile 20 und 4 geöffnet und alle anderen Absperrorgane geschlossen gehalten werden (ausgenommen Ventil 71» welches ρifengehalten wird, um das durch die einfließende Würze verdrängte Kohlendioxyd durch das Ventil und durch die Leitungen 70, 69 und 68 in das Kohlendioxydsammel- und Speisesystem fließen zu lassen) und die Pumpe 17 in Betrieb gesetzt wird, um die mit Hefe versetzte Würze aus der Würzeleitung 16 in den Behälter 1 zu pumpen. Mach dem Einfüllen der mit Hefe versetzten V.ürze wird der Würzefluß zum Behälter 1 durch Schließen' des Absperrorgans 4 unterbrochen und die V/ürze der Gärung überlassen. Es ist vorzuziehen, daß der Gärbehälter nicht ganz mit Yiürze gefüllt wird, so daß ein kleiner Kopfraum im oberen Teil des Behälters freibleibt, um auf Schaumbildung küeksicht zu nehmen. Die Spülanlage in den Behältern kann nach Wunsch teilvieise oder ganz in die Würze eingetaucht sein. Das bei der Gärung entwickelte Kohlendioxyd wird über das Ventil 71 und durch die Leitungen 70, 69 und 68 in die Kohlendioxyd-Rückgewinnungsanlage abgeführt; nach. Wunsch kann dieses
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entwickelte Kohlendioxid auch- in die Atmosphäre ausgelassen- wer-. .= aen, wenngleich es vorzuziehen ist,, sie. zu / samoieln und in anderen Behältern oder für sonstige gewünschte Verwendungszwecke zu benutzen« Auf dieser Verfahrensstufe befindet sich der Behälter 1 in dem in Mg. 2 gezeigten Zustand; er ist hier mit Hefe enthaltender Würze bis zum Niveau A gefüllt dargestellt; das Ventil 71 ist nach der iCohlendioxydsainmel- und Speiseleitung hin gea'inet, um das Entfernen des entwickelten Kohlendioxyds zu ermöglichen, während gleichzeitig die Kohlendioxydotniosphäre .inr Behälter auf einem vorher gewählten überdruck gehalten wird und das Ventil 4- und alle anderen Absperrorgane geschlossen: werden, um eine Flüssigkeitsströmung in den .behälter und aus diesem zu verhindern,,
(2) Iiach Vollendung der Gärung des Vrürzeeinsatzes, was gewöhnlich 5 bis 9 Tage erfordert,wird das irischgegorene Bier aus dem Gärbehälter 1 abgezogen. Nach Έunsch lcann das Bier in dem Behälter einige Tage lang gekühlt werden, um mehr Hefe vor dem Abziehen absetzen zu lassen. £s ist jedoch, wirksamer und ermöglichet bessere Ausnutzung der Gärbehälterkapazität, wenn das Bier aus dem Gärbehälter entnommen und dann in einem äußeren V/ärmeaustauscher gekühlt wird und darauf die Hefebeseitigung durch Zentrifugieren erfolgt· Der Ausdruck "frischgegorenes Bier" oder "frischgegprenes alkoholisches Getränk" ,wie er in dieser Beschreibung und in den Ansprüchen gebraucht wird, bezieht sich auf Bier oder Getränk:, wie es im Gärbehälter bei Vollendung der Gärung, aber vor der Reifung erzeugt wird; frischgegoxenes Bier ist also ungereiftes Bier. Das Abziehen wird bewirkt, indem das bewegliche Endrohr 75 zum Ventil 25 verlegt wird, die Ventile 4 und 25 geöffnet werden, während die anderen (außer 71) geschlossen bleiben, und die Pumpe.
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22 in Tätigkeit gesetzt wird, um das frischgegorene Eier vom Behälter durch die Leitung 24 und die Kopfleitung 23" in die Bieraustrittsleitung 21 zu leiten. Vor diesem Abziehen kann der Inhalt des Behälters gekühlt werden und der größere Teil'der im Bier suspendierten Hefe sich setzen, so daß diese eine Schicht auf dem Behälterboden bildet» Wenngleich die Erfindung - wie später näher erörtert wird - auch ausgeübt werden kann, ohne daß man die Hefe vor dem Abziehen des Biers setzen läßt, ist dieser Absetzzustand in den Pig.3 und 4 dargestellt."Fach der Entnahme des frischgegorenen Biers ist der Gärbehälter in dem in Eig.3 gezeigten Zustand, worin die Hefe als weiche breiartige Schicht mit dem Niveau B dargestellt ist» In diesem Zustand sind alle Absperrorgane außer dem Ventil 71 geschlossen. Das aus dem Behälter abgezogene frischgegorene Bier wird zu einer nicht dargestellten Reifeanlage gepumpt, wo man es nach bekannter Technik altern und reifen läßt. \'Iema das Bier aus dem Behälter abgezogen wird, läßt man Kohlendioxyd aus dem Ausgleichbehälter 59 and durch die Kohlendioxydsammei- und Speiseleitung 68,
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die Leitungen 69 und 7^ und durch das Ventil 71 in den Behälter einströmen, um das Volumen des ausfließenden Biers zu ersetzen. Es wird vorgezogen, das friscagegorene Bier durch eine Zentrifuge zu leiten, um möglichst viel in ihm suspendierte Hefe vor seiner Reifung zu entfernen, aber die Beseitigung der suspendierten Hefe aus dem. Bier kann auch durch andere Verfahren bewirkt werden»
(3) Nachdem das Bier aus dem Behälter entnommen "'wurde, besteht der nächste Schritt darin, die im Behälter zurückgebliebene Hefeschicht "zu entfernen» Hierzu wird das bewegliche Endrohr 75 am Ende der Reihenübertragungsleitung 3 vom "Ventil 25 gelöst und an das Ventil. 4-9 angeschlossen, wie lh Tig. 4 gezeigt,, so daß die Reihentibertraguiigs·
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leitung mit der ,i'lüssigkeitsabzugleitung 47 durch die Abzweigleitung 48 verbunden wird» Es wird - siehe wieder Fig.1 - das Absperrorgan 45 in der vom· Boden des Eeinigungslösungsbehälters 43 zur Pumpe 42 führenden Leitung 44 geschlossen und das Absperrorgan 40 in der vom 'Boden des Viasserbehälters 36 zur-Pumpe 42 führenden Leitung 39 geöffnet, öo daß Wasser aus dem V/asserbehälter 36 durch die waagrechte Übertragungsleitung 46 in das senkrechte Steigrohr 32 gepumpt werden kann. Die Ab sperr organe 30 und. 31 im oberen Abzweig 26 und im unteren Abzweig 27 des Verteilers der Spülanlage im oberen Bereich des Behälters und das -Absperrorgan 35 werden nach Bedarf geöffnet, so daß das Wasser vom senkrechten steigrohr 32 durch die waagrechte Kopfleitung 33 und jeden Abzweig der Spülanlage und von dort durch die verteilt angeordneten Sprühdüsen 29 strömen kann. Die'Sprühdüsen sind so angebracht, da.üä-sie das Wasser im Behälter 1 in einer die Entfernung der liefe bewirkenden 'tfeise verteilen. Da die meiste Hefe in einer am Boden des Behälters gebildeten, Schicht enthalten ist, sollten einige Düsen so angeordnet werden, daß ihr Strahl abwärtsgerichtet ist und auf die ^efesehioht auf trifft· Hierzu. 3ind die am oberen Abzweig der Spü-Lanlage befindlichen Sprühdüsen 29 so gewählt,, daß sie eine atrahlverteilung ähnlich der für die S Düse 29a in Flg.4 dargestellten Strahlverteilung aufweisen* Es sollte eine genügende Anzahl solcher Düsen an der Spülanlage verteilt sein,, um eine vollständige Erfassung der Hefesiiicht mit dem aus diesen Düsen ausgespritzten Yfasber herbeizuführen. Während, des Entfernens der Hefeschicht aus dem Behälter ist es wichtig, wie gefunden wurde, daß der Düsenstrahl auf die Hefeschicht selbst auftrifft, und die ausgespritzte V/as serine ng e derart geregelt wirdr daß sich keine Wasserschicht der Hefeschicht überlagerfrtweiX ctie BiI-
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dung einer V/aas&rsdiicht über der Hefe deren wirksame ^n c·.ua dem Behälter verhindert. Um dieses Überlagern einer benindernden .vasscrschicht zu vermeiden, wurde gefunden., daß uie iiksamste Hefebeseitigun^: erreicht wird durch aussetzenden Betrieb der Sprühaüsen in kurzen S tößen mit darauffolgender üuhepause und Wiederholung dieses Zyklus während der ganzen zur Entfernung der Hefeücliicht erforderlichen Zeit. Der L-ruciC der Wasserzufuhr durch die Spriihdüsen sollte genügend hoch sein, um die Eefebeseitigung zu unterstützen, una die insoweit gesammelten Versuchsexgsbnisse zei-
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gen, daß ein druck von ungefähr 40 psig(3kg/cm ) oder darüber für diesen Zweck am wirksamsten ist0 Nachdem möglichst viel Hefe vom .behälterboden entfernt worden ist, wird die an der Deckelwand und. den Seitenwänden des Gärbehälters angesammelte Hefe* beseitigt, nierzu werden die am unteren Abzweig 27 der Sprühanlage befindlichen Sprühdüsen so gewählt, daß ihre Strahlverteilung aufwärt s^ericht et. ist, um auf die i/ecke des Gärbehälters aufzutreffen, und auch seitwärts gerichtet ist, um in genügendem Umfang die Behälterseitenwand zu treffen, so daß der Teil von ihnen bedeckt wird, an welchem sich normalerweise die sogenannte "Brand-hefe" bildet» Sie stellt einen krustenartigen rötlich-braunen Belag aus Hefe, harzen und' Proteinen ander Wand der G-ärb ehält er oberhalb des Bierspiegels dar (siehe beispielsweise die Definition in The Practical Brewer Veröffentlichung der Master !Brewers Association of America 1 94-6)« Die 3rand«röefe bildet einen im Behälter herumlaufenden Ring, dessen obere Begrenzung das oberste Hiveauder während der Gärung entwickelten s chaumscliieht und deren unterste Begrenzung das oberste iCiveau der flüssigen Würze bildet. Dieser Bereich ist in Eig.2 und 4 mit
' dem Buchstaben C 'bezeichnet. Die am unteren Abzweig 27 befindlichen 'Sprühdüaen können eine Strahlverteilung, ähnlich der in I'
; die Sprühdüse 29b gezeigten haben· Zorn wirksam en Entfernen der
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ganzen Hefe aus dem Behälter können die die Wasserströmung durch αie Sprühdüsen regelnden Absperrorgane 30 und 31 so betätigt werden, daß die nachstehende iölge von Vorgängen zusfandekommtι Wasser wird durch die (wie oben beschrieben abwärtsgeriohteten) Sprühdüsen am oberen Abzweig gepumpt, um die abgesetzte Hefe zu lockern und. aus dem Behälter zu entfernen, und anschließend wird Wasser durch die (aufwärtsgerichteten) Sprühdüsen am unteren Abzweig gepumpt, um Hefe von den Teilen des Behälters zu entfernen, die nicht von den Düsen am oberen Abzweig erreicht werden könnten. Das Wasser aus den unteren Düsen wird die oberen Seitenwandteile und die Decke des Behälters treffen und dann abwärts über den Behälterboden abfließen. Die abwärtsgerichteten Strahlen sind von überwiegender Bedeutung bei diesem der Hefebeseitigung dienenden Verfahrensabschaltto Diese Folge von Vorgängen ergibt äußerst wirksame Hefebeseitigung aus dem Gärbehältere Es ist nicht notwendig, daß die Spülanlage aus zwei Zweigen besteht, da sie in vielen Behältern auch aus einem einzigen Zweig mit.passend angeordneten Düsen bestehen kann, aber dies hängt hauptsächlich von der Gestalt des Gärbehälters ab» Wenn jedoch eine Spülanlage mit nur einem jSweig benutzt wird, ißt es höchst vorteilhait, wenn einige SprühdüsenderAnlage nachabwärts spritzen, und andere nach aufwärts, wie oben beschrieben. Auch Anzahl, Abstand und Art der benutzten Düsen werden weitgehend von der Gestalt des Gärbehälters abhängen. Die Entleerungseigenschaften des Behälters beeinflussen die benutzte Wassernienge und ihre Strömungsgeschwindigkeit, sowie die Dauer des Spülens ±m Verhältnis zur Dauer der Abschaltperiode bei aussetzendem Spülen« Während Was- * ser durch die Düsen 29 der Spülanlage gespritzt wird, sind die Absperrorgane 4 und 49geöffnet, so daß Wasser und Hefe aus dem Behälter austreten und durch die Eeihenübertragungsleitang 3, das
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Endrohr 75, die Leitung 48 und die ITüssigkeitsabzugleitung 47 abfließen. Die Pumpe 50 wird nach Bedarf in Betrieb gesetzt und das Ventil 58 in Leitung 54 ist offen, während die Ventile 56 und 57 geschlossen sind, so daß Wasser und Hefe· durch Leitung 51 in den Hefebehälter 5 5 fließen können. Das Wasser kann periodisch vom Hefebehälter 55 abgegossen und die ö-efe zu anderen Behandlungsstellen für Wiedergewinnung und neuerlichen Gebrauch gepumpt werden, wie es gewünscht wird· Die rückgewonnene Hefe kann zum Impfen nachfolgender Würzeeinsätze benutzt und jeder Überschuß als Nebenprodukt oder Abfall verkauft werden.
(4) Nachdem die Hefe entfernt worden ist, wird das Innere des Gärbehälters mit Reinigungslösung gesäubert. Hierzu wird das Ventil40 am Boden des Wasserbehälters (siehe Pig.1) geschlossen und das Ventil 45 in Leitung 44 geöffnet, so daß Reinigungslösung von ihrem Behälter 43 durch die waagrechte übertragungsleitung 46, das senkrechte Steigrohr 32 und von dort durch die Düsen der Spülanlage gepumpt werden kann. Wie in 3?ig<>5 angedeutet, bleibt das bewegliche Endrohr 75 mit dem Ventil 49 verbunden, aber es werden die Ventile 57 und 58 geschlossen und das Ventil 56 (siehe Mg.1) geöffnetβ Wie bei dem Wasserstrahl für die Hefebeseitigung kann die Reinigungslösung durch die Sprühdüsen 29 entweder aussetzend in einzelnen
ÜberStößen oder als stetiger Strom und zwar am besten unter einem 4ruck von etwa mindestens 40 psig(3kg/cm ) gepumpt werden. Ein wirksames Reinigungsverfahren erhält man durch Benutzen einer Kombination der aussetzenden und der stetigen Strömung und durch Abwechseln zwischen den oberen und unteren Zweigen der Spülanlage. Nachdem die ■■■■-., Hefe aus dem Behälter entfernt wurde, besteht die Hauptaufgabe der Reinigungslösung in dem Entfernendes auf dem oberen Teil der
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Seitenwände und etwa auf der Decke des Behälters gebildeten Brand — \ ' heferingse Hierzu werden die Düsen am unt eren Zweig 27 ad gericb> tet, daß ihre,Strahlen auf jene Teile der Seiten- und Deckenwände . des Behälters auftreffen, an denen sich der Brard-lief efi'rig gewöhnlich bildet, wie oben im Abschnitt (5~ ) "beschrieben. In dem in der Zeichnung dargestellten-Beispiel werden die Düsen am unteren Zweig stärker betätigt als die am oberen Zweig, weil die aus jenen Düsen gespritzte Reinigungslösung auf die Seiten- und "Deckenwände des Behälters auf trifft, um den BraEd-.aefering zu entfernen und dann über· den Boden abläuft und diesen letzteren reinigt. Wenn die Reinigungslösung an den Behälterwänden auf den Boden abiinnt, fließt sie durch das Ventil 4» von dort durch die Reihenübertragungsleitung 3, die Flüssigkeitsabzugleitung 47 abwärts, durch die Pumpe 5ü und durch die Leitungen 51 und 52 in den Behälter 43 für die. Reinieungslösung. In Fällen, in denen die aus dem Behälter abgezogene Reinigungslösung nicht für Wiedergebrauch geeignet ist, kann das Ventil 58 in der leitung 51 geschlossen und da.s Ventil 57 in der. weiterführenden Abzugleitung 53 geöffnet werden, so daß die Reinigungslösung unmittelbar in den Abwasserkanal'fließeα kann. Bei praktischer Anwendung der Erfindung können viele Arten von Reinigungs· lösungen benutzt werden* Indessen sind die gebräuchlichsten Arten von Reihigungslösungen hochalkalisch (da sie gewöhnlich aus Uatriumhydroxyd oder Hatriumtriphosphat zusammengesetzt sind) und diese . Arten von Reinigungslösung wurden schnell mit Kohlendioxyd unter. Bildung von Natriumkarbonat reagieren, wenn sie durch die-£ohlendioxydatmoSphäre gespritzt werden, die nach der Erfindung in einem Gärbehälter aufrechterhalten werden soll» Diese Art der Reaktion' zwi achen cLe;r;_ Jieinigungslöaung und Eohlendioxyd würde schnellciäie. wirksamen:-B^atanditeile^ in derf Beinigungalöeun^ verbraiichett und sie
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für den beabsichtigten Zweck untauglich machen» Daher sollte die Reinigungslösung von einer Art sein, die mit Kohlendioxyd vereinbar ist; mit "vereinbar" ist hier gemeint, daß sie unter den gewöhnlich bei dem Verfahren nach der Erfindung anzutreffenden Bedingungen mit Kohlendioxyd nicht merklich reagiert, ^s sind deshalb saure Eeiniftungslösungen, wie solche mit Phosphorsäure, die im allgemeinen auch Trenn- und Benetzungsmittel enthalten, für diesen Zweck äußerst nützlich. Auch eine Reinigungslösung, die ETatriumkarbonat verwendet, kann nützlich sein. Die sauren Reinigungslösungen sind aber für diesen Zweck auch deshalb höchst wirksam, weil sie das Ansammeln von Bierstein an den Innenflächen des Gärbehälters verhindern» (Bierstein ist nach der Definition in dem obenerwähnten amerikanischen Brauereihandbuch ein "graubrauner niederschlag von Calciumoxalat und organischem Stoff an der Oberfläche von mit Bier in längerer Berührung stehenden-Anlagen). Die Reinigungslösung muß auch von solcher Beschaffenheit sein, daß sie die BrancUhefe von den Wanden des Gärbehälters löst und vorzugsweise den Bierstein auflöst, um den Behälter nach dem Ausbringen von Bier und Hefe wirksam zu reinigen. Nachdem das Innere des Behälters zur Beseitigung der Braml-Jiefe und des Biersteins gründlich mittels der Reinigungslösung gesäubert wurde, wird es mit Wasser ausgespült, um alle etwa in dem Behälter verbliebene Reinigungslösung zu entferneno .Dies kann durch bloßes Schließen des Ventils 45 und öffnen des Ventils 40 am Boden des Behälters für die Reinigungslösung bzw. des Wasserbehälters bewirkt werden. Wird in dieser Weise Spülwässer hindurchgepumpt, sollten die Ventile 56 und 58 geschlossen und Ventil 53 geöffnet werden, so daß das aus dem Behälter ablaufende · Spülwasser durch leitung 51 und von dort durch die verlängerte Abzugleitung; 53 fließt, statt in. den. Behälter für die Reinigungslösung zu fließen und dort die darin aufbewahrte Reinigungslösung zu vea>·
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dünnen, oder in den Hefebehälter 55 einzudringen·
(5) Nachdem der Bottich gründlich in der beschriebenen Weise gereinigt wurde, ist er für die Aufnahme eines weiteren Würzeeinsatzes bereit, und die oben in den Abschnitten (1)bis (4) beschriebenen Sehritte werden bei darauffolgenden Würzeeinsätzen wiederholt.
Als besonderes Beispiel der Anwendung dieser Erfindung auf eine bestimmte Behältertype wurden Versuchsbraugänge unter Verwendung eines rechteckigen Gärbehälters durchgeführt, der 45 iuß (.13»7 m) lang, 9 Fuß 9 Zoll (2,97 m) hoch und 10 Fuß 2 Zoll (3,1 . m) breit war, ein Passungsvermögen von ungefähr 1000 barreis Würze (31 gallons je barrel), also insgesamt etwa 1170 hl Inhalt hatte und dessen Boden so anstieg, daß er am Hinterende 6" ( 15 cm ) höher war als vorne. Der Behälter war mit einer Spülanlage von der oben anhand der Figo 1 beschriebenen Art ausgestattet. Ein Würzeeinsatz wurde in den Behälter.gepumpt und unter einer KohlendioxydatmoSphäre vergoren» Das Bier wurde aus dem Behälter nach Vollendung der Gärung entnommen und durch Kohlendioxyd verdrängt, wobei es eine an der Vorderseite des Behälters 1 bis 2" (2,5 bis 5cm) hohe Hefeschicht zurückließo Kaltes Wasser wurde dann durch die abwärtsgerichteten Düsen am oberen Zweig der Spülanlage gespritzt und das Sprühen würde in Dreiminttten-Perioden durchgeführt, wobei das Wasser während eines Zehnsekunden-Stoßes gespritzt und während 2 min 50 s abgestellt wurde, um das Ablaufen zu ermöglichen. Diese Art des Spritzens wurde durch eine Zeit von 2 Stunden fortgesetzt, wonach ungefähr 80 bis 90$ der Hefe aus dem Behälter entfernt waren. Dann wurde Wasser abwechselnd durch den unteren Zweig und durch den ötbereH" Zweig der Spülanlage gespritzt, indem jeder Zweig "■■■■"' ■ : : ■ - "' ■■ ■■.:"" - -25-
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in gleichen Dreiminuten-Perioden aussetzend betrieben wurde» Lieses Spritzen wurde während einer Zeit von 2 Stunden fortgesetzt, worauf man fand, daß die Hefe aus dem Behälter beseitigt war. Anschließend wurde Reinigungslösung durch den unteren Zweig ständig während einer Stunde gespritzt, danach während eines Zeitraums von einer halben Stunde abwechselnd aus dem oberen und unteren Zweig, der Spülanlage, wobei jeder Zweig aussetzend in den erwähnten Dreiminuten-Perioden betrieben wurde. Es wurde eine Reinigungslösung vom Phosphorsäure typ benutzt. Diese beseitigte den Branrl^hefering und den Biersteino Zuletzt wurde Spülwasser durch die Spülanlage während einer Halben Stunde mit Abwechslung zwischen deren oberem und unterem Z\.eig gespritzt, wieder mit aussetzendem Betrieb in den obigen jjreiminuten-Periodenp Der gesamte mit dem Hefeausb.ringen beginnende ReinigungsVorgang wurde durchgeführt, während intern,Behälter eine Kohlendioxydatmosphäre unter einem Überdruck. y.on -l/2,( bis 1 psig (0,034-0,068 kg/cm ) aufrechterhalten wurde»,llöch,..Vollendung dieses Zyklus v/urde gefunden, daß der .Behälter, in vollkommen reinem Zu- .. stand war und sich darin kein Heferest befand} der Brand-r±efe ring war völlig beseitigt und es war kein Anzeichen,von irgendwelchem ; an den Innenwänden des Behälters haftendem Bierstein vorhandene Der Behälter war dann fur-folgende Würze eins ätze und für die ',v'iederholung der vorangegangenen Folgen von Qperatipnen bereit«,
Aus der vorstehenden Beschreibung;, ist zu ersehen, daß. die Erfindung die Aufrechthaltung einer im wesentlichan sauerstofffreien Kohlendioxydatmosphäre in jedem Gärbehälter.ermöglicht, wenn dieser die Folge von Verfahrensschritten vom Empfangder· mit Hefe versetzter-VJürze bis zu s e in er Reinigung als Vorbereitung des Einlass ens eines folgenden Würze einsät,?; es durchläuft, Die.ses ^rfindungsmerkmal hat ■..
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iine Anzahl /bedeüt samear ^Q-rtjeiie;,,. di#< ;u*ittn verderto Selbs^yerat.ärtdlich Λϊζ-rd? jeder, Gär b^he,l tor -idea?
sammenhang: mit: -dein Gärfrehäl^etci b&sG^ Y
i tuf en unterworf'en» .Ia«manchen^niageraiwiuÄfeFSrmöglieii len G-ärbeh;älte'r.n- jeder .'waagareolrfeeia
/•oxaimeiimen,»'d.h;i-.i alle Beh.äl1;?er ia-eiiaeiCi{Reihe ait der Hefe :enftlialt enden S/iirze- ^gsfalltund^laff^darcii^alie λ folgenden J-fcufen iiimiurco;: eUnociaiiefiliciiZder gOiei^zeitd^.eö' Beinigoiigigei-r-.■; Luhrt-werde.ru -.Bi« -Apparatur, „iRi^ sie ,be^ehr^elDeA wiiKriie >-e:igne/fe j-^:;; sich-gilt .,für 4±β- EinrichtLtng laatoiira^ischer.©t^iijte^ijQg.^: sotvdaß ,d>ie .
verschiedenen. Absperrorgane ;e,:t^sa^e;chead-;,ein;e^ Programm zu;r .:S,tey.erijng ,der» -^e^schiedeneii 'I"'lü;ss4:@tee;its.s,tr9:nte' tjnd ->..->
ier .iiQhlendioxyäatm.osph!ire-_^ .5 c-.
?ig. 6- verans0hau,licht ι ei ;r_.e ,andrere: Form; der inwendang der ..Erfindung,; wobei :drei; νarhandene; zylindirisahe, )ehälter:."30,- .81 tind 8S mit ihre'rt^'er&rderliehen^ ,Yerbi■a.d:.ιingϊS-EQ;hren:j/ Γentilen und Zubehörteilen gezeigt sindo;· Jeder;;Behäiiie^v.'Kann geeigneten Temperierroi"&tein ;ausgestat-tet :se-in,r >ddJB-•a lung ■ nicht dargestellt .sind.v:-Eine -Wu:rz:eILe:i7bung .'8^ -dient ;.uf uhr -ffid't ;Hef β versetzter Wäirzain- jeden -(rS 3ierleitung .84 -ZU^ Übernahme frischgegörenen-BiBiSs.-aus' tältgr^,.nachdem.,daxin. die, Gärung eiiie/s; ilü ten--ijsto.-; Jeder B-eh.älter- hat eine nahe-;aeicia.eiir; ipalanlage, ,die.in der Bauart ähnlich -Ami: Qibjen? ^ .. bis-,5 beschriebenen; sein^ lcajpn^ IneL&s
.nlageA nacht att£ diet vorhin ■1erjiiä*int.en, aufj^ üen festeiL .Sprji^ua^n, ^schränkt;,., sondern .e. .usführungsfοrmen nützlich sein, wie z.Be rotierende oder schwin-
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gende Spülsysteme. Eine zu einem Absperrorgan 26 führende Zweigleitung 85 verbindet jede Spülanlage mit einer ilüssigiteitskopfleitung 87, die ihrerseits an einem ihrer Enden an die Druckseite der Pumpe 88 angeschlossen ist. Die Absperrorgane 86 können Dreiweghähne sein, um den Flüssigkeitsstrom entweder einzeln durch den oberen Zweig oder den unteren Zweig der Spülanlage, oder nach Wunsch durch beide zu leiten« Reinigungslösung aus einem Vorratsbehälter 89 oder Wasser aus einer Speiseleitung 90 kann der Saugseite einer Pumpe 88 zugeführt werden, wobei entweder Reinigungslösung oder v/asser durch die Spülanlage in jeden Gärbehälter gepumpt werden kann.» Eine gemeinsame Leitung 91 mit in sie eingeschalteten geeigneten Ventilen und. Pumpen dient zum Abziehen sowohl von Reinigungslösung als auch Wasser aus jedem Gärbehälter, so daß die Reinigungslösung zum Behälter 89 zurückgeführt oder entweder Wasser oder Reinigungslösung durch die Abzugleitung 92 in den Ablaufkanal geleitet werden kann. Ein kurzes Rohr 93 geht vom Boden jedes Gärbehälters aus und ist durch eine Rohrverzweigung mit Abzweigleitungen 94, 95 und 96 verbundene Jede dieser Abzweigleitungen enthält ein Ventil 97 und diese Ventile können » nach Bedarf so betätigt werden, daß abwechselnd jedem Behälter Würze zugeführt, Bier aus jedem Behälter abgezogen und Reinigungslösung oder Wasser aus jedem Behälter abgelassen werden kann* ■^ine Leitung 98 steht an einem ihrer Enden sowohl mit der Würzeleitung 83 als auch der Bierleitung 84 und an ihrem anderen Ende mit der Druckseite einer Pumpe 99 in. Verbindung. Wie in der Zeichnung angedeutet, kann entweder Reinigungslösung aus ihrem Behälter 89 oder Wasser aus der V/asserspeiseleitung 90 der Saugseite der Pumpe 99 zugeführt werden, damit hierbei entweder" Reinigungslösung
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oder Wasserdurch*die Würaeleitung und Bierleitung gepumpt wer-· ν den kann, öo daß diese "beiden letztgenannten leitungen periodisch gereinigt und gespült werden können.· Abzugleitungen 100 und 101 gehen von der Bierleitung "bzw. der Würze leitung aus, so daß für ; deren Reinigung benutzte llüssigke it en aus ihnen abgelassen vver^- den können. Eine Kohlendioxydsammel- und Speiseleitung 102' ver-' läuft längs der Behälterreihe und i:st mit gedem Behälter durch ϊ/ einen Kohlendioxydabzweig 105 undein Absperrorgan 104 verbunden} daß durch eine ~Bfeilspitze bezeichnete "Ende der Leitung 102 ist an ein nicht dargestelltes Kohlendioxydsammel·- und/oder Speisesystem angeschlossen, das von der vorhin beschriebenen Art sein kann und auch einen Ausgleichbehälter59, wie in Fig.1 gezeigt, enthalten kann» Dieses Eohr- und "Ventilsystem eignet sich so zur Anwendung der Erfindung, wobei jeder Behälter mit Yüirze gefüllt, die Würze zu Bier vergoren, das Bier abgezogen und dann jedes Ge-; faß gereinigt werden kann, während zu/jeder Zeit im Gärbehälter eine Kohlendioxydatmosphäre aufrechterhalten wird» Soweit diese lolge von. Vorgängen schon olDen ausführlich in Verbindung mit den i'iguren 1 bis 5 beschrieben v/orden ist, braucht eine Einzelbeschreibung der hierzu dienenden Betätigung der verschiedenen Ventile uswo hier nicht mehr wiederholt zu werden. Dem Fachmann wird daher/die richtige Verwendung der Appä ratur nach Fig.6 zur Ausübung der lirfindung anhand dieser Figur und der vOrangehenden Beschreibung der.Figuren 1 bis 5 leicht; erkennbar sein« -'■ '
Der: wichtigste IMterschiedzwisciien der-: ApfH?ratur nach Fig. 6- und der in den, andere Ja ligurenv·-gezeigten:, besteht darin, daß die aürze w,äh¥end.,ftejr ÖBrungsp^eriod.e'■ aufgarührt werden--kanny um- die
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Hefe vor dem Abziehen des Biers aus den Gärbehältern in Suspension zu bringen. Hierzu ist an der Deckenmitte jedes Behälters ein Antrieb 105 für eine V/elle 106 gelagert, deren unteres Ende eine Rührschaufel 107 trägt. Diese Anordnung dient dazu, die gärende Flüssigkeit während ihrer ganzen Gärzeit aufzurühren, so daß das Absetzen einer Hefeschicht nicht oder mindestens nicht in irgendeinem bedeutenden Umfang zugelassen wird. Mach Vollendung der Gärung wird das suspendierte Hefe mitführende Bier unter der Wirkung der Pumpe 108 aus jedem Gärbehälter durch'das kurze Rohr 93 und die Abzweigleitung 94 in die Bierleitung 84 abgezogen. Hierauf wird die Bier/Hefemischung in eine Zentrifuge 109 gefördert, in der die Hefe vom Bier getrennt wird. Das frischgegorene Blei fließt von der Zentrifuge durch eine Leitung 110 in eine nicht dargestellte geeignete Reifungsanlage. Die Hefe wird aus-der Zentrifuge durch eine Leitung 111 abgeführt und kann zur Verwendung beim Impfen nachfolgender Würzeeinsätze oder zur Bückgewinnung als Nebenprodukt weitergeleitet werden. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist die Fliehkraftscheidung der Hefe von der Würze eine sehr bevorzugte Art der Trennung, weil sie eine gute Regelung der abgeschiedenen Hefemenge erlaubt und nach Y/unsch eine vollständige Scheidung ermöglicht.
Einer der wichtigen Vorteile der Erfindung besteht darin, daß diese bei Gärbehältern sowohl von großer oder auch kleiner Kapazität ausgeübt werden kann. Viele bestehende Anlagen enthalten eine große Anzahl von ziemlieh klein bemessenen. Behältern und in diesem Fall is-t wahrscheinlich die Apparatur nach i'ig.1 bis 5 die vorteilhafteste, weil die üinzufügung geeigneter Rührwerke zu jedem Gefäß in einer mehrere hundert Gärbehälter umfassenden Anlage wirtschaftlich uner-
wünscht sein dürfte. Pur Heuänlagen kann es erwünscht sein, die / Maßnähme des Aufrührens "der gärenden Flüssigkeit -und des-Entfernens der Hefe aus ihr durch Zentrifugieren^nach -dem Abziehen des Biers aus dem Gärbehälter vorzusehen» Dies erm&%Mörlt die Verwendung einer verhältnismäßig kleinen Anzahl sehr gMßer 'Behälter.' Es ist so möglich, daß eine Gärbehälteranlage einer--HEliaherei bloß fünf Gärbehälter mit einem Fassungsraum· von· etwa i/2 bis 1 cMillion gallons (rund 19 000 bis 38 000 hl) oder mehr-Mimfaßt» Wird diese-Art der Anlage in Betracht gezogen, so dürfte die in Pig«6 ge- -'■. zeigte Apparatur die geeignetste sein, hauptsächlich tte-sh-älb,. weil die erforderliche Zeit, um einen sehr großen ?/ürze einsät ζ ruhen zu lassen, damit die Hefe ausfällen und eine Schicht am Behälterboden bilden kann, übermäßig lang sein könnte» Infolgedessen ist es bei dieser xetzteren Anlagenart aiii besten, die Würze während der Gärung in Bewegung zu halten und die Hefe vom Bier außerhalb des Garbe*-0'' hälters zu trennen. Andere als die dargestellten iiührmittel, wie' ζ,·3. das; Durchlebten von Kohlendioxydblasen durch die gärende Flüsigkeit oder Umlauf dieser !flüssigkeit durch eine äußere 5ümpe, sind dem Fachmann ohne weiteres; erkennbar* J
Wie be;S;ohrieben wurde r ermöglicht die Erfindung das Vergären^von •iürze· in aufeinanderfolgendeja Einsätzen z\x. einem alkoholischen ^etreidegetränk,, wobei in einem Gärbehälter eine iiohlertdiöxydat—**" mosphäre hergestellt und dann darin wäürend der Ausführung der aus Füllen,, Gären, Entleeren und Eeinigen bes/tehenden Föigfe von Ver-\ fahrenaschritten bei aufeinanderfolgenden Würzeeinäätz^n atifreehvierixal-ten wird« Das Gärverfahren nach, der Erfindungr hat e-iim Anzahl iron hochbede at samen Vorteilen gegenüber der gergehwärtig in den '^" aeisten Braaereien durchgeführiHaÄrt in einzelnen Einsätzen*
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diesen Vorteilen liegt" der hauptsächlichste in dem Umstand, daiä der Gärbehälter völlig geschlossen gehalten wird und eine J^ohlendioxydatmosphäre während der ganzen Behandlung vielerV/ürzeeinsätze behält und hierdurch der Zutritt keimbehafteter luft zu dem im Behälter behandelten Wirzeeinsatz ©der Bier verhindert wird. Es ist so die Möglichkeit einer Verunreinigung -von Würze mit unsteriler Luft während des Einpumpens der Würze in den Gärbehälter fast vollständig ausgeschlossen} die Wahrscheinlichkeit einer Verunreinigung des Biers während des Abziehens aus dem Gärbehälter ist ebenfalls beseitigte Ebenso wichtig ist es, daß das gegoiaie Bier vor den schädlichen Wirkungen einer durch die Berührung mit Luftsauerstoff hervorgerufenen Oxydation beim Abziehen aus dem Gärbottich geschützt iste Da die Hefe während der Zeit ihres Ausbringens aus dem Gärbehälter ebenfalls mit Kohlendioxyd bedeckt ist, besteht viel geringere Gefahr einer biologischen Infektion der Hefe mit unsteriler Luft.
Wie dem Fachmann bekannt ist, wird mit Hefe versetzte Würze gerade vor der Vergärung mit keimfreier Luft durchlüftet, um die Hefe mit Sauerstoff zu versorgen, damit ein Hefewachstum bis zu einem hinreichenden Hefebesatz erreicht wird, der den Vollzug der Gärung w ährend eines ziemlichen Zeitraums ermöglichte Während diese Durchlüftung gewöhnlieh vor. dem Einbringen der Würze in den Gärbehälter stattfindet, kann es in manchen Fällen erwünscht sein, Würze nach ihrem Einbringen in den Gärbehälter mit Äther, steriler Luft oder Sauerstoff zu durchlüften«, Diese letztere Art der Durchlüftung kann während der frühen Stufen des Gärzyklus erfolgen, um für Hefewachstum zu sorgen, und wäre einzustellen, nachdem der· Hefebesatz ein vorausbestimmtes Ausmaß erreicht hat, iso;;;däß;die
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Gärungmit einer gewünschten ,Geschwindigkeit fortschreiten kann. Zum Beispiel könnte nach dem Füllen eines Gärbehälters mit Hefe enthaltender Würze sterile Luft oder Sauerstoff während einer vorausbestimmten Zeit in Blasen durch die Würze geleitet werden, damit sie sich darin zur Verstärkung des Hefewacastums auflöst, und die Zufuhr eingestellt werden, nachdem die gewünschte Menge hinzugefügt worden ist» Die zu diesem Zweck zugeführte Menge steriler Luft oder Sauerstoff kann durch geeignete Vorrichtungen gemessen und geregelt werden, die entweder in den Kopfraum des Gärbehälters oberhalb des Würzespiegels eingebaut oder in die Würze flüssigkeit selbst versenkt sindo Bei Benützung dieser Durchlüftungsart wird ein Tei^L der in den Gärbehälter eingeführten luft- oder.öauerstoffmenge wahrscheinlich nicht in der flüssigen Würze aufgelöst, sondern durch diese in den Kopfraum des Behälters oberhalb des Würzespiegels aufsteigen«) Diese Form der Durchlüftung kann in Yer-· bindung mit der vorliegenden Erfindung angewendet werden. Der Ausdruck "Kohlendioxydatmo.Sphäre", wie er hier und in den Ansprüchen gebraucht wird, soll eine KohlendiOxydatmosphäre bedeuten, die im wesentlichen frei von Sauerstoff, aber nicht notwendig vollständig sauerstofffrei ist. Bei dieser Definition können kleine Luft- oder Sauerstoffmengen in der KohlendiOxydatmosphäre vorhanden sein, und eine Quelle solcher kleiner Luft- oder Sauerstoffmengen in dieser KohlendiOxydatmosphäre des Gärbehälters kann aus der Anwendung des oben beschriebenen DurehlüftungsTerfahrens nach Einbringen der Würze in den Gärbehälter entspringen. Die Erfindung soll also nicht die Möglichkeit ausschließen, daß sterile luft oder steriler Sauerstoff in einen gefüllten Gärbehälter zum Zweck ihrer Auflösung in der Würze zur Förderung des Hefewachst urne eingeführt wird, während zugleich in dem Behälter eine für die prakti-
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sehe Anwendung der Erfindung geeignete Kohlendioxydatmosphäre aufrechterhalten wird.
Ais ein zweiter Vorteil ist es zu "betrachten, daß durch die Erfindung die Notwendigkeit entfällt, einen oder mehrere Bedienungsleute in den Gärbehälter, nachdem darin ein Y/ürzeeinsatz vergoren wurde, einsteigen zu lassen, um den Behälter zur Vorbereitung für den nächsten 7/ürze eins atz zu reinigen. Die Ausschaltung dieser Maßnahme stellt nicht nur eine beträchtliche Ersparnis an erforderlicher Arbeitskraft dar, sondern vermeidet auch die Verunreinigung sowohl der Hefe als auch des Behälters durch Mikroorganismen, die durch die Arbeitsleute in den Behälter hineingetragen werden können»
Drittens führt.die'Erfindung in solchen Anlagen, in denen Kohlendioxid während des Gärabschnitts rückgewonnen wird, zur Gewinnung im wesentlichen luftfreien Kohlendioxyds unmittelbar nach dem Gärung sbeginn. Im allgemeinen wird bei teilweise mit Würze gefüllten behältern Kohlendioxyd erst etwa 1 bis 3 Tage nach dem Anlauf der 'Gärung gesanmelt, weil das während des frühen Stadiums des Gär-Z3^klus entwickelte Kohlendioxyd mit Luft gemischt ist, die im Kopfraum des Behälters enthalten war. Gemäß der -Erfindung ist dagegen, sohald einmal im Behälter eine Kohlendloxydatmosphäre geschaffen ist und darin aufrechterhalten wird, das vom Gärungsbe— ginn an entwickelte Kohlendioxyd luftfrei und dieses kann daher wiedergewonnen werden, statt daß es abgelassen wird, wie es früher der lall war»
Die Erfindung schließt auch die Bildung von Bierstein im Gärbehälter aus, weil das nach dem Abziehen des Biers zurückgebliebene
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Material wenig Gelegenheit zum Trocknen and Eartwerd.enr.hätj ,... . _ vielmehr können biersteinbildende Stoffe kurz nach dem Abziehen· frischgegorenen Biers aus dem Gärbehälter entfernt werden,.
Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, daß das Gärverfahren nach der. Erfindung, soweit es viele Möglichkeiten des Einbringens ansteckend·61' Organismen in die Würze während des Gärzyklus ^us— schließt, ein ,vom biologischen o+anäpunkt höchst vionüchenswertes Gärsystem liefert»
Γη den letzten Jahren wurden beträchtliche Senlüiungen auf kontinuierliche Gärverfahren in der Brauindustrie gerichtet und die Patenüliteratur bescureibt schon m·- '.rei-e Techniken der kontinuierlichen Gärung» Indessen hat die kon.. :nuierliche Gärung in den meisten Ländern noch keine große kommerzielle Bedeutung erreicht, weil sie ein grundsätzliches Abgehen von der herkömmlichen Gärung in Einzeleinsätzon bedeutet und daher nicht unmittelbar von jedem beliebigen Brauer ohne Durchführung, eines anfänglichen Entwicklungsprogramms, übernommen werden kann, durch das die 7»irkungen dieses grundlegenden Verfahrenswechsels auf sein Erzeugnis festgestellt werden» Ia die kontinuierliche - Gärung ihrem ".7esen nach ein stetig weiterlaufendes Verfahren ist, das nicht willkürlich angehalten und in Gang gesetzt werden kann, und da der kontinuierliche Gärungsprozeß , um praktisch zu sein, während einer Mindestzeit von einigen "Jochen in Gang bleiben muß, ist es auch klar, daß die kontinuierliche Gärung einen durchlaufenden Betrieb von. 7 Tagen in der '.Voehe erfordert, und. zwar nicin; nur bei der Gärung als -solcher,, sondern aucb bei. den zugehörigen Maßnahmen, der-Handhabung- der: Würze und; Hefe und: des, Abziehens des Biers zum Eei£en»
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Dieser Siebentage-.-'ochenbetrieb. ist ein sehr bezeichnender teil vom personellen Standpunkt wegen der Notwendigkeit von Wochenendarbeit, die Sonderschichte:·: und Sonderlöhne erfordert» Ea ferner die kontinuierliche Gäxung, v/ie oben erwähnt, mindestens einige v/ochen ohne Unterbrechung für irgendwelche Zwecke, wie Reinigung, i-i -Gang, bleiben muß, ist die Möglichkeit des Entstehens einer mikrobiologischen Infektion viel wahrscheinlicher als bei diskontinuierlicher Gärung·
Die beschriebene Gärung in aufeinanderfolgenden Einsätzen gemäß der Erfindung ist andererseits nicht grundsätzlich verschieden von dem herkömmlichen diskontinuierlichen Verfahren, soweit die eigentliche G-ärung des Erzeugnisses in Betracht kommt, und kann daher leicht übernommen werden« Auch kann das erfindungsgemäß.e "Verfahren, da es eben ein Einsätzverfahren ist, nach dem gleichen ilan \.-ie die herkömmliche Gärung in Einsätzen durchgeführt werden, bei dt.r die Püll-, Entleerungs- und Reinigungsvorgänge auf Grundlage der Fünftagewoche vor sich gehen*. Diese diskontinuierliche Satur des erfindungsgemäßen Verfahrens ermöglicht auch die vollständige Reinigung des Gärbehälters und der zugehörigen Ausrüstung, nachdem jeder Einsatz von Bier abgezogen worden ist,und zwar nor- ' malerweise in einem Einwochen- oder Zweiwochenzykluso !natürlich könnte die Erfindung, wenn der biologische Zustand der Würze,, der Hefe und der zugehörigen Apparatur hinreichend gut ist (wie es für eine erfolgreiche kontinuierliche Gärung erforderlich wäre), auch unter Auslassung der Reinigungsstufe aus der oben beschriebener normalen. Polge von Verf ahrens schritt en durch, einige Zyklen ausgeübt werden. So ermöglicht die- Erfindung die änerkömmliche Gärung in aufeinanderfolgenden Einsätzen,, erspart aber zugleich.
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manche der mit dieser Gärung zusammenhängenden manuellen Maßnahmen und. gestattet die Verwendung automatischer Steuerung, worin zwei der wichtigen Vorteile der kontinuierlichen Gärung liegen,, Dauer verschafft-die Gärung dein Brauer einige Vorteile eines selbsttätigen Verfahrens," ohne daß er die dachteile der kontinuierlichen Gärung-hinnehmen muß.
- Ansprüche -
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Claims (1)

1U2277 Patentansprüche
1. !erfahren zum" Gären einer gärfähigen Zucker mit Hefe enthaltenden ViUrZe zur Erzeugung eines alkoholischen Getreiaegetränks^ wie Bier, dadurch gekennzeichnet, daß in einem geschlossenen Gärbehälter eine Kohlendioxydatriiosphäre hergestellt und darin auf— rechterhalten wird, sowohl während in den behälter ein Würzeeinsatz eingebracht und die gärfähigen Zuckerarten in der Würze zur Urzeugung alkoholischen Getränks vergoren werden» als auch wahl'end das alkoholische Getränk aus dem Behälter abgezogen und während der Behälter für die Aufnahme eines weiteren Würzeeinsatzes gereinigt wird, und daß darauf die Terfahrensschritte des Einbringens eines Würzeeinsatzes* Garens der Zuckerarten und Abziehens alkoholischer Getränke in Anwesenheit jeaer Atmosphäre mindestens bei einem weiteren V.'ürzeeinsatz wiederholt werden*
2* Verfahren nach Anspruch 1» dadurch gekennzeichnet $> daß das Eeinigen des Behälters durch abwechselndes Ausspritzen seines Inneren mit ReinigoiigslÖsEmg ffiöd Wasser erfolgt, unt nach Abziehen des Getränks zurückgebliebene Stoffe zu entfernen«
3· Ye^fahres nach Anspruch 1 o#er 2, dadurch gekennzeichnet t daS das Beinigendes Behälters durch. Aus sprit zen.seises tnsierem mit einer mit Kohlen^ioxyö vereinbaren Reinig«mgsl8sBmg und AttssprAtzen eeines lime!·©» mit Wasser
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4«, Verfahren nach. Anspruch 1 f 2. oder % dadurch gekennzeichnet > daß die in dem Behälter "befindlichen· Stoffe nack vollendeter ßärung dem Absetzen überlassen werden t so daß sieh, eine Eefeschicht bildet, und daß nach dem Abziehen des alkoholischen Getränk aas dem Lehälter die Hefeschicht aus diesem entfernt wird»
5o Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4«. dadurch gekennzeichnet % daß- die Hefes-chicht aus dem Behälter hydraulisch entfernt wird*.
So Verfahren nach Anspruch \% dadc 1Ch gekennzeichnet» daß der in den Gärbehälter eingebrachte V'öj eeinsatz mit Hefe versetzt ist t daß die Würze und. Hefe im Behälter währendl der S-ärung aufgerührt werden and daß: das aus dem Behälter abgezogene alkoholische Se tränk suspendierte Hefe mitführt r die außerhalb des; Behälters durch Zentrifugieren: oder andere laittel entfernt werden kann*·
iS83S#Pt14/ : - . BADOftlGINAL
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