DE131821C - - Google Patents
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- DE131821C DE131821C DENDAT131821D DE131821DA DE131821C DE 131821 C DE131821 C DE 131821C DE NDAT131821 D DENDAT131821 D DE NDAT131821D DE 131821D A DE131821D A DE 131821DA DE 131821 C DE131821 C DE 131821C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22D—PREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
- F22D3/00—Accumulators for preheated water
- F22D3/08—Accumulators for preheated water specially adapted for locomotives
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine verbesserte Ausführungsform der an sich bekannten Wärmespeichervorrichtungen
für Dampfkessel, welche u. A. in den britischen Patentschriften 20203 v. J. 1891 und 363 v. J. 1892 beschrieben
sind. Das Wesen der Einrichtung besteht darin, dafs in Zeiten, in denen der Dampfverbrauch
gering oder ganz unterbrochen ist, ein besonderes, neben dem Kessel angeordnetes, geschlossenes
Gefäfs mit einem Vorrath von Speisewasser beschickt wird, welcher für die Zeiten gröfseren Dampfverbrauches ausreicht.
Das Speichergefäfs steht beständig mit dem Darnpfraum des Kessels in Verbindung, so dafs
der Ueberschufs an Dampf, der in den Zeiten geringen Verbrauches zur Verfügung steht, dazu
verwendet wird, das Speisewasser auf die Dampftemperatur vorzuheizen. In den Zeiten gröfseren
Dampfverbrauches wird dann nur aus dem Speichergefäfs gespeist, so dafs in diesen Zeiten
für den vollen Betrieb des Kessels nur die Verdampfungswärme aufzuwenden ist.
Bei den bisher bekannten Ausfuhrungsformen dieser Einrichtung hat sich aufser einer Anzahl
von constructiven Schwierigkeiten als ein erheblicher Uebelstand ergeben, dafs es mit
Rücksicht auf die Betriebssicherheit nothwendig erschien, die Speisewasserleitung, welche das
Speichergefäfs mit dem Kessel verbindet, an ihrer Eintrittsstelle in den Kessel mit einem
Rückschlagventil zu versehen. Dieses Rückschlagventil übt einen nicht unwesentlichen
Gegendruck aus, der nur dadurch zu überwinden ist, dafs entweder die Säule, die durch,
den Höhenunterschied der beiden Wasserspiegel im Kessel und im Speichergefäfs dargestellt
wird, genügend hoch angenommen wird, oder, wo der verfügbare Raum oder andere Umstände
dies nicht gestatten, als beispielsweise bei Lokomotiven, eine besondere Pumpe zu
diesem Zwecke vorgesehen wird.
Durch die vorliegende Ausführungsform wird dieser Mangel beseitigt und gleichzeitig eine
wesentliche Vereinfachung in dem Bau der ganzen Einrichtung erreicht.
Aufserdem wird auch der Vortheil erreicht, dafs die sämmtlichen Rohre, welche die Innenräume
des Kessels und des Speichergefäfses verbinden, derart geführt werden können, dafs
sie innen und aufsen gleichen Drucken ausgesetzt und somit vollständig entlastet sind.
Die wesentlichen Eigenthümlichkeiten der vorliegenden Construction, durch welche die genannten
Vortheile gewonnen werden, sind folgende:
Das Speichergefäfs wird dem Kessel so nahe wie möglich und entweder senkrecht über
demselben oder etwas seitlich davon angeordnet. Aus dem Dampfraiun des Kessels führt
ein weiter Kanal von beliebigem, den jeweiligen Constructionsbedingungen angepafstem Querschnitt
in das Innere des Speichergefäfses, und zwar bis in die Nähe seines höchsten Punktes.
Durch diesen Kanal hat der Dampf eine völlig freie Verbindung zwischen dem Kessel und
dem Speichergefäfs, so dafs in demselben stets derselbe Druck erhalten wird, der im Kessel
besteht.
Die Speisevorrichtung, Injector, Pumpe oder dergleichen, ist an das Speichergefäfs ange-
schlossen, und aufserdem ist ein Rohr angebracht, welches einen in geeigneter Höhe über
dem Boden des Speichergefäfses liegenden Punkt mit dem Wasserraum des Kessels verbindet.
Dieses Rohr ist im Inneren des Dampfkanals angeordnet und mit einem Ventil versehen,
welches von aufsen jederzeit zugänglich ist. Dieses Ventil wird vorzugsweise derart
angeordnet, dafs es sich in einem besonderen Gehäuse befindet, welches an einer Seite des
Speichergefäfses vorspringt. Es ergiebt sich nämlich, dafs fast die gesammten festen Bestandtheile,
die im Speisewasser enthalten sind, schon im Speichergefäfs abgelagert werden, also garnicht erst in den Kessel gelangen.
XJeberdies.können sie im Speichergefäfs keine festen Krusten bilden, weil es nicht vom Feuer
bestrichen wird. Es kann also verhältnifmäfsig sehr leicht gereinigt werden, und zur Erleichterung
der Reinigung trägt die angedeutete Anordnung des genannten Ventils in einem besonderen, aufsen an die Wandung des Gefäfses
angebauten Gehäuse wesentlich bei. Die Anordnung kann auch derart getroffen werden,
dafs aufser dem Ventil und seinem Sitz das ganze Wasserrohr durch Abnehmen des angebauten
Gehäuses entfernt werden kann.
In Fig. ι ist die beschriebene Vorrichtung in ihrer Anwendung auf einen Lokomotivkessel
in einem Längsschnitt dargestellt, in Fig. 2 in einem Querschnitt nach A-B in Fig. ι.
In diesen Figuren ist α der Kessel, b das Speichergefäfs und c die Speisewasserleitung,
welche in der gebräuchlichen Weise von einem Injector kommend gedacht ist. Der Dampfdom
d ist in diesem Falle unmittelbar als Verbindungskanal zwischen dem Kessel und dem
Speichergefäfs ausgebildet. Dadurch gestaltet sich der Aufbau aufserordentlich einfach. Das
Wasserrohr e ist über dem Boden des Speichergefäfses hingeführt und tritt durch den Dampfdom
in den Kessel ein, wo es bei C1 den
Wasserspiegel erreicht. Es befindet sich also auf seiner ganzen Länge im Inneren des
Systems, so dafs es keinen inneren oder äufseren Druck zu tragen hat und dementsprechend ohne
Rückschlagventil in den Kessel eingeführt sein kann. Aufserdem sind mit Ausnahme der Anschlüsse
des Dampfdomes oder Kanals c am Kessel und Speichergefäfs alle äufseren Verbindungen
vermieden. Da der Ablauf des Speisewassers vom Speichergefäfs zum Kessel durch das Rohr e völlig frei ist, so genügt
der geringe Höhenunterschied zwischen den Wasserspiegeln im Speichergefäfs und dem
Kessel, um in den Zeiten, in denen gröfsere
Arbeitsleistungen von dem Kessel verlangt werden, das nöthige Wasser zuzuführen. Das
Drosselventil f, mit dessen Hülfe der Wasserzuflufs
zum Kessel geregelt wird, wird vorzugsweise am Ende des Speichergefäfses ange-, ordnet, wie dies in einem senkrechten und
einem wagerechten Schnitt in vergröfsertem Mafsstabe in Fig. 5 und 6 dargestellt ist. Das
Dampfrohr g ist in der gebräuchlichen Weise im Inneren des Domes angebracht.
Die beschriebene Einrichtung wird, wie folgt, betrieben:
Wenn die Lokomotive auf ebener Bahn oder bergab fährt, so wird in der gebräuchlichen
Weise durch das Rohr c gespeist, und das Speisewasser, welches entweder kalt oder auch
vorgewärmt sein kann, tritt zunächst nur in das Speichergefäfs ein. Das Drosselventil f ist
hierbei ganz oder theilweise geschlossen. Der überschüssige Dampf tritt aus dem Kessel
durch d mit dem frisch eintretenden Speisewasser in Berührung und wärmt es auf die
Dampftemperatur vor. Soll dann die Leistung der Maschine gesteigert werden, wenn sie also
beispielsweise eine Steigung befährt, so wird mit dem Speisen inne gehalten, und der Kessel
erhält jetzt nur noch aus dem Speichergefäfs das erforderliche Speisewasser, welches vorher
auf die Dampftemperatur gebracht worden ist, so dafs jetzt nur noch die Verdampfungswärme
aufzuwenden ist.
Fig. 3 und 4 zeigen eine theilweise ■ geschnittene Seiten- und eine Endansicht eines
gebräuchlichen stationären Flammrohrkessels, an dem die Einrichtung nach vorliegender Erfindung
angebracht ist. Dieselben Bezugsbuchstaben bezeichnen dieselben Theile. Das
Speichergefäfs b ist unmittelbar über dem Kessel angeordnet und durch das weite Rohr d damit
verbunden. Die Anordnung der übrigen Theile entspricht in allen Einzelheiten der in Fig. 1
dargestellten. Fig. 7 und 8 zeigen einen ähnlichen Kessel, bei dem das Speichergefäfs etwas
seitlich angebracht ist, so dafs die Oberseite des Kessels frei bleibt und für andere Theile,
wie Rohrverbindungen und dergl., benutzt werden kann. Der Lage des Speichergefäfses entsprechend
ist hier das Verbindungsrohr d schräg gestellt, wodurch indessen das Wesen der Einrichtung
sachlich nicht berührt wird. Fig. 9 und 10 zeigen wiederum dieselbe Anordnung,
wie Fig. 3 und 4, aber auf einen Schiffskessel angewendet.
Der Betrieb dieser Kessel gestaltet sich ebenso, wie bereits mit Bezug auf das in Fig. 1 und 2
dargestellte Beispiel ausgeführt worden ist.
Obwohl in der vorangehenden Beschreibung das Verbindungsrohr d als ein Rohr von verhältnifsmäfsig
weitem Querschnitt besprochen worden ist, so braucht der Querschnitt, so weit die vorliegende Erfindung in Frage kommt,
doch nur so weit zu sein, dafs das Wasserrohr e frei hindurchgeführt werden kann und
daneben Raum genug übrig bleibt, um dem Dampf den Zutritt zu dem Speichergefäfs zu
gestatten.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:Wärmespeichervorrichtung für Dampfkessel, bei welcher ein vom eigentlichen Kessel getrennter, geschlossener, unter Dampfdruck stehender Behälter in den Zeiten geringen Dampfverbrauchs zur Aufnahme und zur Vorwärmung eines Vorrathes von Speisewasser dient, dadurch gekennzeichnet, dafs der obere Theil des Behälters durch ein weites kurzes Rohr mit dem Dampfraum des Kessels verbunden ist und die den Behälter und den Wasserraum des Kessels verbindende Speisewasserleitung durch das Innere dieses Verbindungsrohres derart geführt ist, dafs sie an keiner Stelle die Behälter- oder Kesselwandung durchbricht.
Wärmespeichervorrichtung nach Anspruch ι für Lokomotivkessel, dadurch gekennzeichnet, dafs der Dampfdom selbst als Verbindungsrohr zwischen Kessel und Speicher ausgebildet ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE131821C true DE131821C (de) |
Family
ID=400126
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT131821D Active DE131821C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE131821C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4311775A1 (de) * | 1993-04-08 | 1994-10-13 | Juergen Quellmalz | Speisewasser-Vorwärmer-Bauart für Vorwärmungstemperaturen über 100 DEG C für Dampferzeuger, insbesondere Lokomotivkessel |
-
0
- DE DENDAT131821D patent/DE131821C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4311775A1 (de) * | 1993-04-08 | 1994-10-13 | Juergen Quellmalz | Speisewasser-Vorwärmer-Bauart für Vorwärmungstemperaturen über 100 DEG C für Dampferzeuger, insbesondere Lokomotivkessel |
| DE4311775C2 (de) * | 1993-04-08 | 1998-12-10 | Juergen Dipl Ing Quellmalz | Speisewasservorwärmer für Dampferzeuger, insbesondere für Lokomotivkessel |
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