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DE1301435B - Verfahren und Vorrichtung zum Vorwaermen von Zementrohgut - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Vorwaermen von Zementrohgut

Info

Publication number
DE1301435B
DE1301435B DE1964F0041844 DEF0041844A DE1301435B DE 1301435 B DE1301435 B DE 1301435B DE 1964F0041844 DE1964F0041844 DE 1964F0041844 DE F0041844 A DEF0041844 A DE F0041844A DE 1301435 B DE1301435 B DE 1301435B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
preheater
exhaust gases
rotary kiln
material layer
shaft
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1964F0041844
Other languages
English (en)
Inventor
Kramer
Dr Walter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fellner and Ziegler GmbH
Original Assignee
Fellner and Ziegler GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fellner and Ziegler GmbH filed Critical Fellner and Ziegler GmbH
Priority to DE1964F0041844 priority Critical patent/DE1301435B/de
Priority to CH113765A priority patent/CH423595A/de
Publication of DE1301435B publication Critical patent/DE1301435B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B7/00Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
    • F27B7/20Details, accessories or equipment specially adapted for rotary-drum furnaces
    • F27B7/2016Arrangements of preheating devices for the charge

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vorwärmen von Zementrohgut in einem dem Drehrohrofen vorgeschalteten Schachtvorwärmer, wobei die Abgase des Drehrohrofens unter Einsatz eines Ventilators mit Staubabscheider durch die Materialschicht im Schachtvorwärmer hindurchgeführt werden, sowie eine Vorrichtung zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Bei der Herstellung von Zement gehört es zum Fachwissen, daß es für zu brennenden Zementklinker nachteilig ist, wenn die in den Ofenabgasen befindlichen Alkalidämpfe sich im Brenngut niederschlagen, und daß es sich ebenfalls nachteilig auf die Betriebseigenschaften von Vorwärmern auswirkt, wenn sich die Alkalien an deren Wänden auskondensieren bzw. auskristallisieren. Man hat auch bereits erkannt, daß die Kristallisation der Alkalibestandteile der Ofenabgase bei etwa 600 bis 800"= C stattfindet.
  • Es ist bereits bekannt, unter Ausnutzung dieser Erkenntnisse einen Drehrohrofen zum Brennen von Zement mit einem Vorwärmer auszurüsten, der seinerseits mit einer Entstaubungseinrichtung gekuppelt ist. Hierbei wird als Vorwärmer ein Lepolwanderrost eingesetzt, bei dem aus dem Drehrohrofen kommende, Alkalidämpfe und Gutstaub enthaltende Abgase von oben dem auf dem Wanderrost befindlichen Materialbett zugeführt und durch dieses hindurch in eine darunter befindliche Entstaubungsanlage geleitet werden. Entscheidend soll hierbei sein, daß in demjenigen Temperaturbereich des Wärmebehandlungssystems, in welchem sich die Alkalidämpfe auf den mit den Ofengasen mitgeführten Gutstaub niederschlagen, eine Entstaubung stattfindet zur Abscheidung und Abfuhr des mit Alkalien angereicherten Gutstaubes, und daß anschließend eine Aufbereitung zur Aufteilung dieses abgeschiedenen Gutstaubes in alkalireiche und alkaliarme Fraktionen sowie eine Rückführung der alkaliarmen Fraktionen in das Rohgut vorgenommen wird.
  • Diese bekannten Maßnahmen weisen den Nachteil auf, daß einerseits ein Teil der in den Ofenabgasen befindlichen Alkalidämpfe zusammen mit dem Gutstaub sich auf dem Zementrohgut abgelagert und so zu einem Alkalikreislauf führt und daß andererseits auf Grund der durch die geringe Stärke der Materialschicht auf dem Wanderrost bedingten geringen Wärmeausnutzung eine schlechte Vorentsäuerung des Zementrohgutes stattfindet.
  • Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Vorwärmen von Zementrohgut in einem dem Drehrohrofen vorgeschalteten Schachtvorwärmer, wobei die Abgase des Drehrohrofens unter Einsatz eines Ventilators mit Staubabscheider durch die Materialschicht im Schachtvorwärmer hindurchgeführt werden, so auszugestalten, daß praktisch keine Alkaliausscheidungen an den Wänden des Vorwärmers bzw. im Zementrohgut auftreten und daß gleichzeitig aber eine gute Abgaswärmeausnutzung sowie eine gute Vorentsäuerung des Zementrohgutes stattfindet. Weiterhin soll ein Schachtvorwärmer zur Ausführung eines derartigen Verfahrens angegeben werden.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird im wesentlichen dadurch gelöst, daß die Abgase den Drehrohrofen mit einer Temperatur von 1100 bis 1200° C verlassen, die Materialschicht im Schachtvorwärmer quer durchströmen und anschließend dem Staubabscheider mit der Kondensations-bzw. Kristallisationstemperatur der Alkalien (z.B. 600° C) zugeführt werden.
  • Wenn die Abgase mit einer Temperatur von 1100 bis 1200° C vom Drehrohrofen in die Materialschicht des Schachtvorwärmers übergehen, dann ist die Gefahr völlig behoben, daß an dem Übergangsstück zwischen Drehrohrofen und Schachtvorwärmer sich die Alkalibestandteile in kristallisierter Form absetzen können. Das Verfahren nach der Erfindung hat also zunächst den Vorteil, daß an diesem übergang zwischen Drehrohrofen und Schachtvorwärmer keine Verengung des Durchtrittsquerschnittes für die Abgase des Ofens eintreten kann. Dieser erste Teil der Lehre der Erfindung besagt also, daß der Drehrohrofen in einer solchen Weise betrieben werden soll, daß die Abgastemperatur am Einlauf des Drehrohrofens mindestens 1100 bis 1200° C aufweist. Dies bedeutet, daß der Drehrohrofen bewußt mit einer höheren Abgastemperatur betrieben wird, als es bisher im allgemeinen der Fall war.
  • Sollte es im Einzelfall durch die besonderen Umstände bedingt sein, z. B. durch eine entsprechend große Länge des Drehrohrofens, daß die Einhaltung einer solch hohen Abgastemperatur von 1100 bis 1200-' C am Einlaufende des Drehrohrofens nicht ohne weiteres möglich ist, dann kann vorteilhafterweise die Aufrechterhaltung der Temperatur der Abgase in der genannten Höhe am übergang vom Drehrohrofen zur Materialschicht des Vorwärmers auch erfolgen mittels eines hier vorgesehenen Zusatzbrenners.
  • Dadurch, daß die Abgase die Materialschicht im Schachtvorwärmer quer durchströmen, wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß die Gase nicht zu lange im Vorwärmer verbleiben und nicht so stark abkühlen, daß bei dem relativ niedrigen Alkalienanteil in den Abgasen eine Kondensation der Alkalien im Zementrohgut erfolgt. Andererseits ist die Berührungszeit weit länger als in den bekannten Lepolrosten, so daß eine bessere Ausnutzung der Wärme und eine weitgehende Vorentsäuerung möglich ist.
  • Erfindungsgemäß werden die Abgase anschließend dem Staubabscheider mit der Kondensations- bzw. Kristallisationstemperatur der Alkalien von etwa 600 bis 800° C zugeführt. Der Eintritt der Abgase in den Staubabscheider erfolgt also erst dann, wenn durch den Durchtritt der Abgase durch die Materialschicht des Vorwärmers die Abkühlung dieser Abgase so weit erfolgt ist, daß in dem Staubabscheider, und zwar erst in diesem Staubabscheider die Kondensierung und Kristallisierung der Alkalibestandteile so weit fortgeschritten ist, daß in dem Staubabscheider die Alkalibestandteile in der kristallisierten Form ohne irgendwelche besondere Schwierigkeiten aus den Abgasen ausgeschieden werden können. Eine schnelle Absenkung der Abgastemperatur trägt dazu bei, daß die Abscheidung der kondensierten bzw. kristallisierten Alkalibestandteile im Staubabscheider einwandfrei ohne sonstige Nebenwirkungen erreicht wird.
  • Falls durch die Art der Ausgestaltung des Vorwärmers es nicht ohne weiteres möglich sein sollte, daß die durch die Materialschicht des Vorwärmers hindurchgetretenen Abgase des Drehrohrofens eine entsprechend starke Temperaturerniedrigung beim Eintritt in den Staubabscheider erhalten haben sollten, kann nach der Erfindung auch in der Weise vorgegangen werden, daß den in den Staubabscheider eintretenden Abgasen in dosierter Menge Frischluft zugeführt wird.
  • Um eine weitere Wärmeausnutzung dieser von den Alkalidämpfen gereinigten Abgase zu ermöglichen, können diese Abgase in dem gereinigten Zustand noch durch eine weitere Materialschicht des Vorwärmers hindurchgedrückt werden. Man erkennt, daß durch dieses Verfahren nach der Erfindung die Abgase des Drehrohrofens in den weiteren Teil des Vorwärmers gelangen, nachdem die schädlichen Alkalibestandteile des Rohmaterials aus dem Brennsystem bereits ausgeschieden sind. Dies bedeutet, daß das dem Vorwärmer aufzugebende Rohmaterial durch die Abgase des Drehrohrofens nicht mehr zusätzlich mit Alkalibestandteilen angereichert werden kann.
  • Es kann auch der Fall eintreten, daß die niedrige Temperatur, mit der die Abgase in den Staubabscheider eintreten sollen, dadurch zwangsweise erreicht wird, daß nicht die gesamten Abgase des Drehrohrofens durch die Materialschicht des Vorwärmers und damit dem Staubabscheider zugeleitet werden, sondern daß statt dessen in regulierbarer Weise ein Teil der Abgase des Drehrohrofens sofort aus dem Vorwärmer abgelassen wird, bevor diese Abgase überhaupt mit dem Rohmaterial im Vorwärmer in Verbindung kommt.
  • Damit die Abgase des Drehrohrofens in der notwendigen Weise geregelt durch die Materialschichten des Vorwärmers ohne einen zusätzlichen Widerstand möglichst glatt hindurchziehen können, ist es wichtig, daß der Vorwärmer selbst eine entsprechende Ausgestaltung erfährt. Hierzu schlägt die Erfindung den Einsatz eines Schachtvorwärmers vor. Zur Begrenzung der Materialschicht im Schachtvorwärmer empfiehlt es sich, im Abstand übereinander und seitlich versetzt zueinander Abböschungs-Einbaustücke vorzusehen, und zwar derart, daß zwischen übereinanderliegenden Abböschungs-Einbaustücken Materialschichthöhen verbleiben, die ausschließlich durch die natürliche Materialabböschung gehalten werden. Hierdurch werden verhältnismäßig große freie Durchtrittsflächen in der Materialschicht des Schachtvorwärmers geschaffen, durch die die Abgase des Drehrohrofens ungehindert durch irgendwelche Einbauteile quer hindurchtreten können. Durch diese Anordnung ist es auch möglich, daß die Querschnittsfläche der Materialsäule in dem Schachtvorwärmer von oben nach unten allmählich zunimmt. Es werden auch jegliche Gefahren der Verstopfung der Eintrittsflächen für die Abgase in die Materialsäule des Schachtvorwärmers ausgeschaltet.
  • Schließlich wird gemäß der Erfindung auch noch vorgeschlagen, daß der Schachtvorwärmer nur in seinem unteren Teil mit den Abböschungs-Einbaustücken versehen ist, daß jedoch der obere Teil des Schachtvorwärmers aus einem z. B. aus senkrechten Stäben gebildeten Rostkäfig besteht. Hierbei werden die Abgase des Drehrohrofens durch die Materialschicht im unteren Teil des Schachtvorwärmers hindurchgesaugt, und die von den Alkalidämpfen gereinigten Abgase werden durch die gleiche Ventilatoranlage durch die Materialschicht im Rostkäfig hindurchgedrückt. Die einzelnen Stäbe des Rostkäfigs können von Hand oder durch einen maschinellen Antrieb verschwenkbar gemacht werden, damit die etwa durch das noch feuchte Aufgabegut sich zusetzenden Durchtrittsflächen zwischen benachbarten Roststäben immer wieder für den Durchtritt der Abgase frei gemacht werden können.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar ist das obere Ende eines Drehrohrofens mit dem sich daran anschließenden Schachtvorwärmer im Längsschnitt in der Zeichnung wiedergegeben.
  • Mit Ziffer 1 ist das Einlaufende des Drehrohrofens bezeichnet. Dieses Einlaufende des Drehrohrofens ragt hinein in eine Öffnung 2 des Schachtes 3, der den unteren Teil des Schachtvorwärmers darstellt. Oberhalb dieses Schachtes 3 ist ein Rostkäfig 4 vorgesehen, der den oberen Teil des Schachtvorwärmers darstellt.
  • In dem unteren Teil 3 des Schachtvorwärmers sind Abböschungs-Einbaustücke 5, 5 a, 5 b, 5 c, 5 d vorgesehen. Der Schacht 3 kann einen quadratischen oder einen rechteckigen Querschnitt aufweisen.
  • Das Rohmaterial wird durch eine Beschickungseinrichtung 6 über einen Zulaufschacht 7 dem oberen Schachtraum zugeführt; von hier aus wandert das Rohmaterial nach abwärts und böscht sich in den unteren Teil 3 des Schachtvorwärmers auf den Abböschungs-Einbaustücken 5 bis 5 d in der Weise ab, wie es in der Zeichnung mit gestrichelten Linien angedeutet ist.
  • Die Bodenfläche des unteren Schachtteiles 3 wird gebildet durch das Mauerwerk 8, welches eine schräg nach abwärts geneigte Oberfläche 9 aufweist. Auf dieser Oberfläche 9 können Stößel 10 als Austragvorrichtung vorgesehen sein, die mittels einer Hydraulik- oder Pneumatikanordnung, die mit 11 angedeutet ist, dafür sorgen, daß das Material aus dem unteren Teil 3 des Schachtvorwärmers auf der Fläche 9 allmählich zu dem Übergangsstück 12 kommt. Dieses Übergangsstück 12 ragt seinerseits in das Einlaufende 1 des Drehrohrofens hinein. Es ist eine etwas nach aufwärts gerichtete Nase 13 an dem Auslaufende der Fläche 9 vorgesehen, damit hier nicht ungewollt das Material aus den unteren Teil 3 des Schachtvorwärmers über das Übergangsstück 12 in den Drehrohrofen hindurchschießen kann.
  • An den unteren Schachtvorwärmerteil3 schließt sich eine Haube 14 an, die zu dem Ventilator 15 und damit zu dem Staubabscheider (Zyklon) 16 führt. An diesem Zyklon bzw. an der Ventilatoranlage 15 ist eine Rohrleitung 17 vorgesehen, die zu einer Haube 18 führt. Diese Haube 18 ist angeschlossen an dem aus senkrechten Stäben gebildeten Rostkäfig 4, der den oberen Teil des Schachtvorwärmers bildet. Von hier aus können über die Haube 19 und den Gasabgangskanal 20 die Abgase ins Freie treten.
  • Am oberen Ende des unteren Schachtvorwärmerteiles 3 ist auch noch ein Abgasanschluß 21 vorgesehen, der über das Rohrknie 22, die Drehofenabgase unmittelbar in die Leitung 23 führen kann zur weiteren Ausnutzung, z. B. zur Rohmaterialtrocknung außerhalb des Brennsystems.
  • Eine solche Brennanlage wird nun in einer solchen Weise betrieben, daß die Abgase des Drehrohrofens bei ihrem Übergang von dem Einlaufende 1 des Drehofens zu dem unteren Teil des Schachtvorwärmers 3, also im Bereich des Übergangsstückes 12 eine Temperatur von mindestens 1100 bis 1200°C aufweisen. Durch die Wirkung des Ventilators 15 werden die Abgase des Drehrohrofens durch die freien Flächen zwischen den Abböschungs-Einbaustücken 5 bis 5 a quer durch die Materialschicht im unteren Schachtvorwärmer hindurchgesaugt. Diese Abgase gelangen in den Staubabscheider 16, und zwar mit einer so niedrigen Temperatur, daß hier nun die Abgasdämpfe nicht nur kondensiert, sondern auch kristallisiert sind. Es hat sich gezeigt, daß in einem solchen Zustand die gebildeten Alkalikristalle sehr leicht aus dem Abgas ausgeschieden werden können. Die Abgase, die nun von der Ventilatorstaubabscheidereinheit 15, 16 in das Rohr 17 und damit zu dem oberen Teil 4 des Schachtvorwärmrs gelangen, sind nunmehr praktisch alkalifrei; d. h., die Alkalibestandteile sind auf dem Wege der Abgase vom Drehrohrofen 1 bis zum oberen Teil 4 des Schachtvorwärmers völlig ausgeschieden worden, jedenfalls praktisch völlig ausgeschieden worden. In dem oberen Teil 4 des Schachtvorwärmers erfolgt nun die restliche Ausnutzung der Wärme in dem Abgas, bevor dieses Abgas durch die Leitung 20 ins Freie gelangt.
  • Mit Ziffer 24 ist noch ein zusätzlicher Brenner angedeutet, der dann zum Einsatz kommen kann, wenn durch die Art des Drehrohrofens 1, z. B. durch eine übergroße Länge des Drehrohrofens 1, die geforderte Abgastemperatur des Drehrohrofens am Übergang zu dem unteren Teil 3 des Schachtvorwärmers in der gewünschten Höhe von 1100 bis 1200° C nicht ohne weiteres gehalten werden kann.
  • Mit Ziffer 25 ist in der Zeichnung ein Frischluftrohrstutzen bezeichnet, der erforderlichenfalls dann zum Einsatz kommt, wenn die Abkühlung der Ofengase bei dem Eintritt in den Staubabscheider noch nicht genügend stark herbeigeführt sein sollte. Die Abgase sollten bei ihrem Eintritt in den Staubabscheider auf etwa 600° C und darunter abgekühlt sein.
  • Mit Ziffer 26 ist ein Zahnkranz bezeichnet, der nach innen in die Zahnungen der einzelnen Roststäbe 4 a an ihrem oberen Ende eingreifen kann. Dieser Zahnkranz kann auch an seinem Außenumfang mit einer Zahnung versehen sein, so daß in diese Zahnung das Ritzel 27 eingreift. Das Ritzel 27 sitzt auf der Welle 28, und am oberen Ende der Welle 28 ist eine Handrad 29 vorgesehen. Bei Betätigung des Handrades 29 können also sämtliche senkrechten Stäbe 4 a des Rostkäfigs 4 in der einen oder in der anderen Richtung verschwenkt werden, um dadurch immer wieder die Spalte zwischen den einzelnen Roststäben völlig frei von einer Materialverstopfung zu machen.
  • Das Verfahren und die Vorrichtung nach der Erfindung können in allen Fällen Anwendung finden, in denen Rohmaterialien zum Einsatz kommen, die Alkalibestandteile enthalten. Die Erfindung ist auch nicht beschränkt auf die im Ausführungsbeispiel im einzelnen dargestellte und beschriebene Anordnung der Brennanlage mit dem zugehörigen Schachtvorwärmer. Es kann das Verfahren der Erfindung auch verwirklicht werden bei Verwendung eines Drehrohrofens mit einer Vorwärmreinrichtung abweichender Bauart, wenn nur dafür gesorgt wird, daß beim Übergang der Abgase vom Drehrohrofen in die Vorwärmanlage diese Abgase eine Temperatur haben, bei der die Alkalibestandteile noch in Dampfform verbleiben und bei der weiterhin gesorgt wird, daß die Abgase beim Durchtritt durch die Vorwärmeinrichtung so stark abgekühlt werden, daß die Alkalianteile als kristallisierte Alkalibestandteile aus dem Abgas der Brennanlage mittels eines Staubabscheiders abgeschieden werden können und damit also auch nicht mehr zur Anreicherung des Rohmaterials mit Alkalibestandteilen beitragen können.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Vorwärmen von Zementrohgut in einem dem Drehrohrofen vorgeschalteten Schachtvorwärmer, wobei die Abgase des Drehrohrofens unter Einsatz eines Ventilators mit Staubabscheider durch die Materialschicht im Schachtvorwärmer hindurchgeführt werden, d a -durch gekennzeichnet, daß die Abgase den Drehrohrofen mit einer Temperatur von 1100 bis 1200°C verlassen, die Materialschicht im Schachtvorwärmer quer durchströmen und anschließend dem Staubabscheider (16) mit der Kondensations- bzw. Kristallisationstemperatur der Alkalien (z. B. 600° C) zugeführt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Abgase des Drehrohrofens (1) am Übergang (12) zur Materialschicht des Vorwärmers mittels eines hier vorgesehenen Zusatzbrenners (24) aufrechterhalten wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß den in den Staubabscheider eintretenden Abgasen in dosierter Menge Frischluft zugeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Alkalidämpfen gereinigten Abgase durch das Ventilatorsystem durch eine weitere Materialschicht des Vorwärmers hindurchgedrückt werden.
  5. 5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Abgase des Drehrohrofens den Vorwärmer verlassen kann, ohne durch die Materialschicht des Vorwärmers hindurchzutreten.
  6. 6. Schachtvorwärmer zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Schachtvorwärmer zur Begrenzung der Materialschicht im Abstand übereinander und seitlich versetzt zueinander Abböschungs-Einbaustücke (5, 5 a, 5 b, 5 e, 5 d) vorgesehen sind, derart, daß zwischen übereinanderliegenden Abböschungs-Einbaustücken Materialschichthöhen verbleiben, die ausschließlich durch die natürliche Materialabböschung gehalten werden.
  7. 7. Schachtvorwärmer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in dessen unterem Teil die Abböschungs-Einbaustücke vorgesehen sind, daß dessen oberer Teil aus einem z. B. aus senkrechten Stäben gebildeten Rostkäfig (4) besteht, wobei die Abgase des Drehrohrofens (1) durch die Materialschicht des unteren Teiles hindurchgesaugt und die von den Alkalidämpfen gereinigten Abgase durch die gleiche Ventilatoranlage durch die Materialschicht im Rostkäfig hindurchgedrückt werden. B. Schachtvorwärmer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Stäbe (4 a) des Rostkäfigs (4) von Hand oder aber durch einen entsprechenden Antrieb verschwenkbar sind.
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1147165B (de) * 1960-03-21 1963-04-11 Polysius Gmbh Verfahren zur Verminderung des Alkaligehaltes im Zementklinker und zur Gewinnung von alkalireichem Staub bei Zementbrennanlagen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1147165B (de) * 1960-03-21 1963-04-11 Polysius Gmbh Verfahren zur Verminderung des Alkaligehaltes im Zementklinker und zur Gewinnung von alkalireichem Staub bei Zementbrennanlagen

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CH423595A (de) 1966-10-31

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