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DE1301282B - Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von Feststoffen, insbesondere mineralischer Herkunft zwecks Herstellung feinkoerniger heterodisperser Produkte - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von Feststoffen, insbesondere mineralischer Herkunft zwecks Herstellung feinkoerniger heterodisperser Produkte

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DE1301282B
DE1301282B DEP1758307.2A DE1758307A DE1301282B DE 1301282 B DE1301282 B DE 1301282B DE 1758307 A DE1758307 A DE 1758307A DE 1301282 B DE1301282 B DE 1301282B
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DE
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microns
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DEP1758307.2A
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ALBERTI RUDOLF
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    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B1/00Conditioning for facilitating separation by altering physical properties of the matter to be treated
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C19/00Other disintegrating devices or methods
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C23/00Auxiliary methods or auxiliary devices or accessories specially adapted for crushing or disintegrating not provided for in preceding groups or not specially adapted to apparatus covered by a single preceding group
    • B02C23/08Separating or sorting of material, associated with crushing or disintegrating
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B9/00General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets

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Description

Die Erfindung betrifft die Herstellung feinkörniger heterodisperser Produkte mittels Aufbereitung von Rohmaterial insbesondere mineralischer Herkunft, wie Schwerspat. Ziel der Erfindung ist es, auf wirtschaftliche Weise solche Produkte mit vorteilhaften Gebrauchseigenschaften besonders aus gemahlenen Mineralien herzustellen, die infolge dieser Zerkleinerungsart (im Gegensatz zu gefällten Produkten) weitgehend heterodispers anfallen und mit dem dadurch erzielten günstigen Packungsgrad und änderen diesem Verteilungszustand zukommenden Eigenschaften für zahlreiche technische Anwendungszwecke, z. B. für Lacke und Farben, in der Papier- und Kunststoffindustrie als Füllstoffe, Extender, Substrate, Pigmente u. dgl. verwendbar sind. Als weitere Beispiele für solche vermahlenen natürlichen Produkte neben Schwerspat seien Kalkspat, Dolomite, Quarz, Silikate, Rutil, Anatas und sonstige Gesteinsmehle genannt.
Diese treten in vielfältiger Beziehung in Wettbewerb zu entsprechenden oder ähnlichen Produkten, die durch chemische Fällung gewonnen sind und dadurch wiederum andere wünschenswerte Eigenschaften besitzen, die durch die mehr oder weniger ausgeprägte isodisperse Korngrößenverteilung bedingt sind. Ein Vorteil gefällter Produkte, etwa von Blanc fixe gegenüber gemahlenem Schwerspat, besteht z. B. in der durch die Gewinnungsweise (Fällung) bedingten Freiheit von gröberem Uberkorn; ein weiterer in dem höheren Weißgehalt. Umgekehrt bestehen Vorteile für gemahlenen Schwerspat gegenüber dem gefällten Blanc fixe in der durch die Heterodispersität bedingten dichten Packung im Farbfilm, in der niedrigen Ölzahl, hohen Waschfestigkeit usw.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gesetzt, unter Erhaltung der günstigen Eigenschaften gemahlener ■Mineralprodukte, diesen ohne Beeinträchtigung der Wirtschaftlichkeit der Herstellung nun auch weitgehend diejenigen Eigenschaften zu erteilen, die bisher den entsprechenden gefällten Produkten vorbehalten schienen, also beim Beispiel des Schwerspats diesem unter Bewahrung seiner heterodispersen Kornverteilung gleichzeitig die bisher nur bei gefällten Erzeugnissen vorhandene Überkornfreiheit zu erteilen, die für die Verwendung als Extender wünschenswert ist.
Wenn man versuchen wollte, die nach bisher gebräuchlichen Aufbereitungsverfahren mit Naßmahlen erzeugten heterodispersen Produkte, deren Korngröße z. B. bis 40 Mikron ging, so weit vom Überkorn zu befreien, daß deren Grenze beispielsweise bis 20 oder 10 Mikron oder darunter gesenkt wird, so würden die hierfür in Betracht zu ziehenden üblichen Arbeitsweisen einmal die Gestehungskosten des Endproduktes in untragbarer Weise erhöhen und weiter auch leicht unerwünschte Nebenwirkungen auf das Erzeugnis selbst ausüben: Die Beseitigung des Überkorns durch Windsichtung könnte nur auf einer Sichtermühle erfolgen, was für Massenerzeugung nicht wirtschaftlich wäre. Bei Trockensieben würde die Siebmöglichkeit schon bei viel zu groben Maschenfeinheiten aufhören, und außerdem wäre die Trennschärfe gänzlich ungenügend. Ähnliches gilt für ein Absieben der gröberen Bestandteile im nassen Medium, was aber nur mit untragbar langen Behandlungszeiten bzw. geringem Durchsatz oder zu hohen Materialverlusten möglich wäre. Ebenso unwirtschaftlich für die Beseitigung von Überkorn sind bei größeren Produktionsmengen die Methoden des Zentrifugierens oder des Dekantierens, zumal alle
. hierfür bekannten, mit beweglichen sehnellaufenden Trennorganen arbeitenden Geräte nicht nur sehr kostspielig, sondern durch die dabei auftretenden Abrieberscheinungen für Rohstoffe zur Farbenherstellung schon aus diesem Grunde unbrauchbar sind.
Wollte man andererseits versuchen, durch längeres Vermählen auch die gröberen Bestandteile unter die jeweils gewünschte Korngröße zu senken, so wäre
ίο ein solches Vermählen (schon wegen der gleichzeitigen Gegenwart aller bereits genügend feinen Bestandteile) sehr langwierig und würde zu einem unerwünschten Anwachsen der Feinstanteile führen. Denn sowie wesentliche Mengen des Korngutes in einen Feinheitsbereich in der Größenordnung von Lichtwellen (unter 1 Mikron) gelangen, nehmen die günstigen Farbeigenschaften des Erzeugnisses wieder stark ab. Auch die Ölzahl würde bei einer Zunahme der Feinbestandteile in unerwünschter Weise ansteigen. Zusammenfassend ergibt sich, daß der von der Praxis immer wieder geäußerte Wunsch nach Überkornfreiheit auch für nicht gefällte Erzeugnisse noch nicht befriedigt werden konnte, weil eine wirtschaftliche Methode zum Abscheiden des Überkornes aus den mineralischen Mehlen fehlte.
Es wurde nun gefunden, daß es doch einen solchen Weg gibt, um die obere Korngrößengrenze in heterodispersen Mineralmehlen ohne langwierige und unwirtschaftliche Behandlungen in fortlaufender Arbeitsweise auf einen gegenüber der oberen Korngröße (z. B. 40 Mikron) des als Ausgangsmaterial dienenden »normalen« Mahlgutes weit niedrigeren Wert (z. B.
- auf 10 Mikron) zu senken, so daß sich ein nach wie vor heterodisperses Minerahnehl ergibt, das keine Teilchen über der vorgegebenen Korngröße von z. B. 10 Mikron enthält. Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß das Rohmaterial, z. B. Schwerspat, in zunächst bekannter Weise bis zu dem durch Naßmahlen wirtschaftlich erreichbaren Feinheitsgrad, z. B.
bei Schwerspat etwa 40 Mikron, zerkleinert und anschließend mittels einer Klassierung bei etwa 10 Mikron vom Überkorn befreit, wobei die gesamte wäßrige Suspension des heterodispersen Mahlgutes unter Zusatz einer geringen Menge von Dispergiermittel,
z. B. von 1,8 °/oo auf Feststoffgehalt bezogener Mengen von Natriumpyrophosphat, in fortlaufender Arbeitsweise unter gegenseitiger Abstimmung von Zulauf (Aufgabe) zum Unterlauf so klassiert wird, daß der Überlauf das feinkörnige heterodisperse überkomfreie Endprodukt enthält, während das Überkorn mit dem Unterlauf abgezogen wird. Auf diese Weise läßt sich also z. B. ein Schwerspat herstellen, das einen Höchstgehalt an Körnern in dem günstigsten Durchmesserbereich zwischen 2 und 10 Mikron ohne störende Anteile höherer Korngrößen aufweist.
Die Behandlung des Mahlgutes erfolgt zweckmäßig
in einem Vertikalklassierer mit zwei übereinander angeordneten Behältern, deren oberer mit einem Rührwerk, einem gleichbleibenden Überlaufpegel und einem flach konischen Auslaufboden und darunter befindlichem Regelventil für das teleskopisch höhenverstellbare und mit einem Beruhigungsschirm versehene Auslaufrohr ausgerüsteter Behälter als Aufgabegefäß gleichmäßigen Ausflußdruckes für den unteren, das eigentliche Klassiergefäß bildenden, mit genau waagerechter Überlaufkante ausgerüsteten Behälter dient, welcher seinerseits einen konischen Auslaufboden eines Spitzenwinkels von etwa 60° mit
darunter befindlichem Regelventil für den Unterlauf besitzt.
Für das bei der geschilderten Naßklassierung angewandte Dispergiermittel können z. B. Pyrophosphate oder Polyphosphate dienen, deren Art und günstigste Zusammensetzung von Fall zu Fall durch einfachen Vorversuch zu ermitteln ist. Das Dispergiermittel soll einmal dazu dienen, das Zusammenklumpen von aus... dem Mahlgut gebildeten Sekundärteilchen zu verhindern oder aufzuheben; weiter soll es aber im Klassiergefäß, wo die Trennung der mit dem Wasser als Überlauf aufsteigenden Gutteile von den in den Unterlauf absinkenden Spitzen höherer Korngröße vor sich geht, das Absetzen der kleineren Teilchen so verlangsamen, daß sie nicht von den ausgeschiedenen groben Teilen nach unten mitgerissen werden. Auf diese Weise läßt sich durch geeignete Einstellung der genannten Regulierventile erreichen, daß die Mitnahmegeschwindigkeit der aus dem Beruhigungsschirm austretenden spitzenfreien feinen Gutanteile der gewünschten Korngrößengrenze (z. B. kleiner als 8 Mikron) stets etwas größer ist als die Gesamt-Absinkgeschwindigkeit, mit der die groben Gutanteile zum konischen Auslaufboden niedersinken. Die dadurch erzielte große Trennschärfe zwischen brauchbarem heterodispersem feinem Mahlgut aus auszuscheidenden gröberen Körpern ließe sich mit reinem Wasser als Trägermittel beim Klassiervorgang nicht erreichen.
Man hat den Zusatz von Natriumpyrophosphat als Dispergator für die bekannte Korngrößenbestimmung in mineralischen Mehlen nach dem Stockesschen Gesetz mittels geeichter Senkkörper im Laboratorium bereits seit jeher angewandt, um dadurch etwa gebildete Agglomerate aufzulösen. Dazu wurde für die in den Schüttelzylindern vorzunehmenden Messungen bei ganz geringen Feststoffgehalten von z. B. 60 g/l ein Zusatz von 1 % des Dispergators vorgeschrieben — Feststoffgehalte und Zusatzmengen, die für fabrikatorische Verwendung im großen schon aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Betracht kamen, so daß im Rahmen eines betriebsmäßigen Herstellungsoder Verarbeitungsverfahrens von derartigen Methoden kein Gebrauch gemacht wurde.
Der beim neuen Verfahren der Beseitigung des Überkorns aus Mineralmehlen angewandte Kunstgriff, zur Verbesserung der Korntrennung im fortlaufenden Verfahren derartige Dispergiermittel (in weit geringerer Menge, z.B. von 1,3 bis 1,8 °/o) zuzusetzen, kann mit Vorteil in der Weise durchgeführt werden, daß dieser Zusatz bereits in der Mühle erfolgt, in der das Rohmaterial der Naßvermahlung unterworfen wird. Das hat den Vorteil, daß auch schon das Mahlen in weichem Wasser und mit größerem Feststoffgehalt vorgenommen werden kann, so daß also bei dem fluider gewordenen Mahlgut ein höherer Feststoffgehalt in der Suspension und damit eine höhere Mahlleistung erzielbar ist.
Um die nach erfolgter Klassierung und Entfernung des Überkorns nicht mehr gewünschte Wirkung des Dispergatorzusatzes aufzuheben, kann dem Überlauf eine entsprechende Menge von Calciumchlorid beigegeben werden, so daß die Dispergierwirkung der nunmehr als Calciumphosphat ausgefällten Phosphationen aufgehoben ist. Meist ist das aber nicht erforderlich. Denn da bei der Herstellung von Baryt- 6g Feinmehlen das aus dem Überlauf gewonnene Endprodukt vor dem endgültigen Trocknen und Desintegrieren gewöhnlich noch einer Bleichbehandlung durch Kochen mit Schwefelsäure (im »Krupp«-Apparat) unterworfen wird, so erfolgt dabei bereits die Zerstörung der Wirkung des Dispergators. Eine solche an die Klassierung angeschlossene Zwischenbehandlung hat noch den weiteren Vorteil, daß die Bleichung nunmehr vollständig an einem feinkörnigen Material vorgenommen wird und bedeutend wirksamer ist. Während man z. B. bei einem nicht nach dem Klassierverfahren der Erfindung vom Uberkorn befreiten Schwerspatmehl die Bleichung oft mit 100/oiger Schwefelsäure vornehmen mußte und dabei nicht einmal optimale Ergebnisse erzielte, so genügt für die im Rahmen der erfindungsgemäßen Behandlung vorgenommene Bleichung für die Erzielung ausgezeichnet gleichmäßiger Wirkung meist schon ein Kochen mit 1- bis 2%iger Schwefelsäure.
Das bei dem geschilderten Verfahren mit dem Unterlauf abgezogene grobe Mahlgut wird zweckmäßig in die Naßvermahlung zurückgeführt. Das bringt den weiteren, für die Wirtschaftlichkeit der Gesamtbehandlung günstigen Vorteil, daß beim Vermählen des mit dem Unterlauf abgezogenen groben Mahlgutes ein erhöhter Wirkungsgrad erzielt wird durch Verbesserung des Zerkleinerungseffektes an den gröberen Partikeln; denn es fehlt die sonst oft eintretende Behinderung der Mahlwirkung durch außerdem vorhandenes Feingut.
Um den Unterlauf mit den abgeschiedenen groben Gutanteilen in fortlaufendem Betrieb selbsttätig und ohne Hilfsapparatur ablaufen zu lassen und ein Verhärten und Festsetzen der Festbestandteile zu verhindern, hat sich besonders für die Verarbeitung von Schwerspatmehl der genannte Spitzenwinkel von etwa 60° für den konischen Auslaufboden des unteren Klassiergefäßes als geeignet erwiesen.
Die in der geschilderten Weise hergestellten Erzeunisse vereinigen die günstigen Eigenschaften heterodisperser Mehle mit der durchgehenden Feinheit und Überkornfreiheit der entsprechenden gefällten Produkte. So läßt sich z. B. ein in dieser Weise hergestelltes Baryt-Mehl erstmalig mit vollständiger Rückstandsfreiheit unter 8 Mikron herstellen. Während es in seiner Feinheit chemisch gefällten Produkten entspricht, hat es als natürliches Erzeugnis eine heterodisperse Kornverteilung, die bei der Herstellung von Lacken und Farben eine dichte Packung im Farbfilm ermöglicht, wodurch ein dünner, elastischer, nicht zur Rißbildung neigender Farbfilm erzielt werden kann. Infolge seiner mikrokristallinen Kornstruktur und glatter Oberfläche der Partikeln besitzt das Produkt trotz seiner hohen Feinheit einen außerordentlich geringen Bindemittelverbrauch gegenüber vergleichbaren sonstigen Extendern. Durch die nichtsaugende Oberfläche der Teilchen bilden sich keine Agglomerate, so daß eine sehr gute Dispergierbarkeit gewährleistet ist. Das Produkt trägt wie alle natürlichen Baryt-Extender zur Vermeidung von Quellungserscheinungen im Anstrichfilm bei und erspart mit seinem geringen Ölbedarf teure Bindemittel, was sich günstig auf die Trockenzeit des Farbfilms auswirkt und für Dispersionsfarben zugleich höchste Wasch- und Wischfestigkeit gewährleistet. Das Produkt läßt sich leicht aufrühren und bildet keine harten Bodensätze, verbessert damit also die Lagerfähigkeit fertiger Farben. Mit seinem extrem hohen Weißgehalt ist es besonders für hochwertige Weißlacke geeignet.
Der durch das geschilderte Verfahren erzielte technische Fortschritt kann also dahin zusammengefaßt
werden, daß es nunmehr möglich ist, in wirtschaftlicher Weise aus dem durch bloße Mahlung gewonnenen mineralischen Rohstoff ein Erzeugnis herzustellen, welches durch seine günstigen Farbeigenschaften und seine Korngrößenabgrenzungen vollwertig in technische Verwendungsbereiche eingetreten ist, die bisher den entsprechenden gefällten Produkten vorbehalten waren, und zwar ohne daß deren Nachteile, wie schwer zerstörbare Agglomerate Vorgang unter weitgehender Ausschaltung störender variabler Einflüsse in ein Gebiet der Arbeitsbedingungen verlegt worden, in welchem es nunmehr möglich ist, durch bloße Überwachung der Strömungsverhältnisse durch Einregeln der Ventile 4 und 10, unterstützt durch die Höhenverstellung des Auslauf rohres 9 und des Beruhigungsschirmes 10, den Klassiervorgang in kontinuierlichem Betrieb zur Erzielung eines für alle praktisch vorkommenden Verwendungsarten ge-
bei Blanc fixe, in Erscheinung treten. Niedrige Ölzahl io wünschten Grades an Überkomfreiheit ablaufen zu und Überkomfreiheit in praktisch jedem gewünschten lassen. Der Unterlauf kann gegebenenfalls einer Grade machen das Produkt für bevorzugte Verwen- gleichartigen Nachklassierung unterworfen werden, dung zur Herstellung dünner Lackschichten ohne Un- um weitere Mengen von Feingut daraus zu gewinnen, ebenheiten und für Papiere geeignet, die zu keinem Als Arbeitsbeispiel sei ein Behandlungsvorgang be-
Zerkratzen von Druckwalzen führen. Die Gestehungs- 15 schrieben, der durchgeführt wird auf dem beschriekosten liegen wesentlich unter den vergleichbaren, benen Vertikalklassierer, dessen Klassiergefäß einen
Inhalt von 15 cbm hat. Es wird mit 24stündig durchgehendem Betrieb gearbeitet. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die stündliche Durchsatzmenge.
Das aus der Naßmahlung kommende Aufgabegut (gemahlener Baryt) enthält 1450 kg Feststoff in
durch chemische Fällung gewonnenen Erzeugnissen. Ein Ausführungsbeispiel der für die Herstellung solcher feinkörniger heterodisperser Produkte geeigneten Apparatur wird an Hand der Zeichnung be- ao schrieben. Diese zeigt einen Vertikalklassierer, der
aus zwei übereinanderstehenden Behältern 1 und 2 12231 Wasser. Die Gesamtaufgabe stellt also eine besteht, von denen der untere Behälter den Haupt- Barytsuspension von 2673 kg dar, die ein Volumen teil des Klassierers darstellt. von 15601 hat. In dieser Suspension sind 2,6 kg
Der Boden des oberen Behälters ist als flacher 25 Pyrophosphat gelöst. Von den genannten Feststoffen Konus 3 ausgebildet. Er dient als Aufgabe-und Druck- haben 76 Gewichtsprozent eine Korngröße von unter
8 Mikron und etwa 25 Gewichtsprozent eine Korn-
ausgleichbehälter. Die Aufgabenmenge auf den unteren Behälter wird durch ein Absperrorgan 4 geregelt, dessen Schieber durch ein Handrad 5 verstellbar ist.
Um eine gleichmäßige Ablaufgeschwindigkeit zu gewährleisten, ist dieser als Zulauf-Reservoir gleichbleibenden Niveaus ausgebildete obere Behälter mit einem Überlauf 6 ausgerüstet, der für gleichbleibenden Pegelstand sorgt. Jedes vorzeitige Absetzen des aus der Naßmühle zufließenden Gutes innerhalb der Suspension wird verhindert durch einen eingebauten Rührer7, der durch einen Elektromotors angetrieben wird.
Aus diesem oberen Beschickungsgefäß tritt die Suspension in das durch das Absperrventil 4 überwachte Auslaufrohr 9 in den unteren Behälter 2. Die Mündung liegt unter der Flüssigkeitsoberfläche und ist in der Höhe teleskopartig verstellbar und mit einem trichterförmigen Beruhigungsschirm 10 versehen. Wesentlich sowohl für diesen Beruhigungsschirm als auch für den konischen Boden 11 des unteren Behälters ist eine Neigung von mindestens 50Q für die Barytvexarbeitung.
größe von unter 2 Mikron. Die Feststoffe haben keine wesentlichen Anteile, die gröber als 40 bis 60 Mikron sind.
Von dieser Aufgabe erzielt man bei durchgehendem Betrieb einen Austrag am Überlauf von 12001 mit einem Feststoffgehalt von 670 g/l, entsprechend also einer stündlichen Menge von 800 kg Feststoff. Dieser ausgetragene Feststoff besteht zu 100% aus einem Gut einer Korngröße unter 8 Mikron. Das sind also ungefähr 55% des ursprünglich aufgegebenen Feststoffgehaltes. Von diesem Austrag haben etwa 50% des Feststoffgehaltes eine Korngröße unter 2 Mikron.
In den Unterlauf gehen in dem geschilderten Arbeitsbeispiel stündlich 3601 mit einem Feststoffgehalt von 1800 g/l, entsprechend also einer stündlichen Menge von 650 kg Feststoff. Das sind etwa 45% des aufgegebenen Feststoffgehaltes. Dieser im Unterlauf abgezogene Feststoff enthält 52% einer Korngröße von über 8 Mikron und 6 bis 7% einer Korngröße von unter 2 Mikron.
Wenn man den Unterlauf zur Gewinnung weite-
Der untere Behälter stellt den eigentlichen Klas- so ren Feingutes nochmals durch denselben Vertikal-
sierer dar. Die obere Kante 12 ist als Überlaufkante genau in die Waage gebracht. Die übergelaufene Suspension wird in einer geneigten Ablaufrinne 13 aufgefangen und der weiteren Verarbeitung zugeführt. Der zähflüssige Unterlauf des Überkorns wird ebenfalls durch ein Absperrorgan 14 geregelt und dem nicht dargestellten Mühlenaggregat als Rücklauf wieder zugeführt.
In diesem Vertikalklassierer kann nun rteE=von der
Naßvermahlung kommende Mühlenauslauf in fort- 60 Desintegration stets merkliche Agglomeratmengen lauf ender Arbeitsweise auf jeden praktisch gewünsch- einer Korngröße über 8 Mikron enthält, die oft sogar
bis 80 Mikron Korndurchmesser betragen. Die Unterschiede bei der vergleichenden Prüfung mittels eines sogenannten Grindometers (Prüfspachtel) sind unübersehbar; Während Vergleichsanstriche von 60,40 und 33 Mikron Dicke mit entsprechenden Abstreifern bei Blanc fixe-Anstrichen starke Riefenbildung zeigen, tritt eine solche bei erfindungsgemäß hergestelltem
klassierer kufen läßt, so braucht bei dieser Rückführung statt der obengenannten 2,6 kg Pyrophosphat dann nur noch eine stündliche Menge von 1,44 kg Pyrophosphat zugesetzt zu werden.
Das vom Überlauf ausgetragene feinkörnige heterodisperse Produkt unterscheidet sich von einem vergleichbaren Blanc fixe durch die vollständige Freiheit von Überkorn von mehr als 8 Mikron, während das vergleichbare Blanc fixe trotz vorgenommener
ten Grad der Überkornfreiheit gebracht werden: Da durch das obere Niveau-Gefäß der Flüssigkeitsdruck im Zuflußrohr zum unteren Klassiergefäß konstant gehalten ist, und da durch den geringen Zusatz des Dispergierungsmittels die Differenz der Sinkgeschwindigkeit der feinen und der groben Mahlgutbestandteile ausreichend erhöht ist, so ist der Trenn-
feinkörnigen heterodispersen Barytmehl nicht mehr auf.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Aufbereitung von Feststoffen insbesondere mineralischer Herkunft zwecks Herstellung feinkörniger heterodisperser Produkte, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohmaterial, z. B. Schwerspat, bis zu dem durch Naßmahlen wirtschaftlich erreichbaren Feinheitsgrad, z. B. bei Schwerspat etwa 40 Mikron, zerkleinert und anschließend mittels Klassierung bei etwa 10 Mikron vom Überkorn befreit wird, wobei die gesamte wäßrige Suspension des heterodispersen Mahlgutes unter Zusatz einer geringen Menge von Dispergiermittel, z. B. von 1,8 %o auf Feststoffgehalt bezogener Mengen von ao Natriumpyrophosphat, in fortlaufender Arbeitsweise unter gegenseitiger Abstimmung von Zulauf (Aufgabe) zum Unterlauf so klassiert wird, daß der Überlauf das feinkörnige heterodisperse überkornfreie Endprodukt enthält, während das a5 Überkorn mit dem Unterlauf abgezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatz des Dispergiermittels bereits in der Mühle erfolgt, in der das Rohmaterial der Naßvermahlung unterworfen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das mit dem Unterlauf abgezogene grobe Mahlgut in die Naßvermahlung zurückgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Herstellung feinkörniger Barytmehle hohen Weißgehaltes das aus dem Überlauf gewonnene Endprodukt vor dem endgültigen Trocknen und Desintegrieren einer bleichenden Zwischenbehandlung durch Kochen in verdünnter Schwefelsäure unterworfen wird.
5. Klassiergerät für das Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei übereinander angeordnete Behälter, deren oberer (1) mit einem Rührwerk (7), einem gleichbleibenden Überlauf (6) und einem flach konischen Auslaufboden (3) und darunter befindlichem Regelventil (4) für das teleskopartig höhenverstellbare und mit einem Beruhigungsschirm (10) versehene Auslaufrohr (9) ausgerüsteter Behälter als Aufgabegefäß gleichmäßigen Ausflußdruckes für den unteren (2), das eigentliche Klassiergefäß bildenden, mit genau waagerechter Überlaufkante (12) ausgerüsteten Behälter dient, welcher seinerseits einen konischen Auslauf boden (11) eines Spitzenwinkels von etwa 60° mit darunter befindlichem Regelventil (14) für den Unterlauf besitzt.
6. Klassiergerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Beruhigungsschirm des höhenverstellbaren Aus- und Einlaufrohres zwischen dem oberen niveauausgleichenden Aufgabegefäß (1) und dem unteren Klassier- oder Trenngefäß (2) einen nach unten erweiterten Trichter (10) eines Öffnungswinkels von ebenfalls etwa 60° bildet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 909534/65
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