DE1300859B - Verfahren zur Herstellung von magnetischem Material mit hoher Permeabilitaet - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von magnetischem Material mit hoher PermeabilitaetInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ferromagnetisches Material vom Ferrittyp zur Verwendung in der Fernmeldetechnik,
Elektronik und Elektrotechnik für Kerne von Transformatoren und Induktionsspulen
und andere Anwendungen, wo ein weiches magnetisches Material mit hoher Permeabilität und niedrigen
Verlusten benötigt wird.
Die Koeffizienten, die weiter unten zur Charakterisierung des magnetischen Materials gemäß der
Die noch eingeführten Koeffizienten
—j· ΙΟ6 und — · ΙΟ3 ermöglichen es, die Qualität
verschiedener.Stoffe zu beurteilen und hängen nicht von einem eventuell vorhandenen Luftspalt ab.
Es ist darüber hinaus bekannt, daß in der Fernmeldetechnik erwünscht ist, in einem so kleinen
Volumen wie möglich Transformatoren mit einer
Erfindung verwendet werden, sind wie folgt definiert: io so großen Bandbreite wie möglich unterzubringen,
Die Permeabilität μ ist die Permeabilität, gemessen bei einem Feld von 2 Millioersted, d. h. die Anfangspermeabilität für eine Frequenz von 800 Hz bei
einer Temperatur von 200C.
Die verwendeten Verlustkoeffizienten sind die Koeffizienten für eine Frequenz von 800 Hz, ein
Feld von einer Amperewindung pro Zentimeter, eine Induktion von 1 Henry bei einer Temperatur
von 200C gemäß der Gleichung:
- F,
IH
800
L + h
f
800
800
L + t
800
N-I Inm
L,
(D
worin Rp den Verlustwiderstand bei Wechselstrom
im Magnetkern einer Induktionsspule in Ohm bedeutet, L die Induktanz der Spule in Henry ist, / die
Frequenz in Hz bedeutet, N die Anzahl der Windungen der Spulenwicklung und / den Effektivwert
des Stromes in der Wicklung in Ampere darstellt. Inm ist die Länge des mittleren magnetischen Kraftweges
in Zentimeter.
Die Koeffizienten der Wirbelstromverluste Fn, der
Hysterese h und der Nachwirkung t bezüglich eines geschlossenen Magnetkreises wurden unter folgenden
Bedingungen gemessen:
Der Koeffizient der Wirbelstromverlust Fn ist ausgedrückt
in Ohm pro Henry für eine Frequenz von 800 Hz, gemessen bei einem Feld von 2 Millioersted
und bei einer Temperatur von etwa 200C für einen magnetischen Kreis mit einem Querschnitt von
die eine sehr geringe Dämpfung innerhalb des Bandes haben.
Dies macht die Verwendung von Material mit hoher Anfangspermeabilität und niedrigen Verlusten
erforderlich.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein magnetisches Material herzustellen, das diese Bedingungen erfüllt.
Hierzu sind insbesondere Mangan-Zink-Ferrite
geeignet, bei denen von einem Gemisch von etwa 50 Molprozent Fe2O3, 25 bis 30 Molprozent MnO
und 15 bis 24 Molprozent ZnO ausgegangen wird und die bis zu 5 Gewichtsprozent FeO enthalten.
Aus der britischen Patentschrift 730 703 sind solche Ferrite bekannt. Doch ist auch beschrieben,
daß durch Verunreinigungen die Permeabilität vermindert und die Verluste erhöht werden.
Die Erfindung besteht in einem Verfahren zur Herstellung von Mangan-Zink-Ferrit mit hoher Anfangspermeabilität
und niedrigen Verlusten, insbesondere für Kerne von Transformatoren und Induktionsspulen,
durch Pressen und Sintern eines Gemisches von etwa 50 Molprozent Eisenoxyd (Fe2O3),
25 bis 30 Molprozent Manganoxyd und 15 bis 24 Molprozent Zinkoxyd derart, daß ein Teil des
Fe2O3 in FeO umgewandelt wird, so daß das Endprodukt
bis zu 5 Gewichtsprozent FeO enthält.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgangsmischung 0,05 bis 1,5 Gewichtsprozent
Kohlenstoff (C) zugesetzt werden.
Der Kohlenstoff beeinflußt die Kristallisation, so daß dieser Ferrit eine körnige Struktur aufweist, der
Durchmesser der Körner gleichmäßig ist und etwa zwischen 10 und 30 Mikron liegt.
Dies ist besonders darauf zurückzuführen, daß die
0,3 cm2 (0,5 χ 0,6 cm).
Der Koeffizient der Hystereseverluste h ist aus- 45 Glühtemperatur, welche zur Herstellung der Ferrite
Der Koeffizient der Hystereseverluste h ist aus- 45 Glühtemperatur, welche zur Herstellung der Ferrite
jy · I
gedrückt in Ohm pro Henry für ein Feld von j- ■
= 1 A ■ i/cm und für die Frequenz / = 800 Hz, gemessen zwischen den Feldern von 2 und 22 Milp
erforderlich ist, niedriger gewählt werden kann.
erforderlich ist, niedriger gewählt werden kann.
Aus dem dritten Ausführungsbeispiel der britischen Patentschrift 730 703 sind zwar Mangan-Zink-Ferrite
mit etwa der gleichen Ausgangszusammensetzung
lioersted, bei einer Frequenz von 800 Hz und bei 50 bekannt, die eine Permeabilität von 3650 haben.
der Temperatur von ungefähr 200C.
Der Koeffizient der Nachwirkungsverluste i, ausgedrückt
in Ohm pro Henry für eine Frequenz von / = 800 Hz, ist abgeleitet von der Ordinate beim
Ursprung der Kurve γήτ =-F(f), für das FeIdO
bei einer Temperatur von etwa 200G. Gemäß Gleichung
(1) ergibt sich in der Tat für / = 0 und ί = 0:
800
da nach ί abgeleitet wird.
Die Koeffizienten Fn, h und t beziehen sich auf
einen geschlossenen Kreis ohne Luftspalt und sind von besonderem Interesse bei Transformatoren ohne
Luftspalt.
Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung werden Ferrite mit etwa gleicher Permeabilität, aber wesentlich
geringeren Wirbelstromverlusten bzw. mit höherer Permeabilität und geringeren Wirbelstromverlusten
erhalten. Außerdem hat der Kohlenstoff den Vorteil der dosierbaren Reduktion des Fe2O3, was durch
Steuerung des Sauerstoffgehaltes der Sinteratmosphäre nur mit viel größerem Aufwand zu erzielen
ist, insbesondere bei den hier verwendeten manganhaltigen Ferriten.
Aus der britischen Patentschrift 729 538 isl es zwar bekannt, einen Ferrit mit 52 bis 54 Molprozent
Fe2O3, 29 bis 33 Molprozent MnO und 16 bis
17 Molprozent ZnO zur Erhöhung der Permeabilität bei nur unwesentlich erhöhten Verlusten CuO in
einer Menge von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent zuzusetzen. Abgesehen davon, daß diese bekannten
Ferrite keinen Gehalt an FeO haben, gelingt es bei
3 4
dem bekannten Verfahren nicht, gleichzeitig die organische Bindemittel zu verdampfen, das gePermeabilität
zu erhöhen und die Verluste zu ver- gebenenfalls während des Pressens verwendet wird,
mindern. Im Gegensatz zu Kohlenstoff sind Metall- und werden dann in einer Stickstoffatmosphäre mit
zusätze wie CuO auch nach der Herstellung des etwa 1% Sauerstoff geglüht. Die Temperatur der
Ferrits noch im Material als Verunreinigung vor- 5 Glühung beträgt 12400C, die Dauer 4 Stunden und
handen. Schließlich kann mit dem Kohlenstoffzusatz die Abkühlung 15 Stunden in reinem Stickstoff. Der
die Bildung von FeO gefördert werden, was mit Kühlvorgang der geglühten Kerne ist außerordent-CuO
nicht möglich ist. lieh wichtig, weil während der Kühlung der über-
In der Ausgangsmischung zur Herstellung des schuß an dreiwertigen Ionen von Fe2O3 in zwei-Ferrits
liegt der Kohlenstoffzusatz in Mischung mit io wertige Ionen umgewandelt wird, wodurch ein Maden
entsprechenden Oxyden vor. Deshalb wird der terial erhalten wird, das genau so viele Moleküle
Gehalt dieser Stoffe auf die Gesamtmenge der Aus- dreiwertiger Ionen wie Moleküle zweiwertiger Ionen
gangsmischung bezogen. enthält und sehr gute magnetische Eigenschaften hat.
Um die erforderliche Permeabilität zu erhalten, Das auf diese Weise erhaltene magnetische Maist
es sehr wichtig, vollkommen reine Ausgangs- 15 terial hat folgende Eigenschaften:
materialien zu verwenden. Die gefährlichsten Verunreinigungen sind Barium und Strontium. μ = 2630
materialien zu verwenden. Die gefährlichsten Verunreinigungen sind Barium und Strontium. μ = 2630
Das Verfahren gemäß der Erfindung soll im Hin-
blick auf die Figur näher beschrieben werden. Jjl . \q* — o,5
Die Figur zeigt Kurven der Änderung des Ver- 20 ,"
hältnisses μ2/μι als Funktion des Prozentgehaltes an u
Kohlenstoff. -\ ■ 106 = 200
Die Ausgangsmischung bestand aus folgenden ■"
Oxyden in Molprozent: t
25 — IO3 = 5
Fe2O3 52,5 ''
MnO 28,3 Curie-Punkt «0^
ZnO 19,2
Die Glühbehandlung dauerte 4 Stunden bei 12400C in reinem Stickstoff mit 1% Sauerstoff, die
Abkühlung 15 Stunden in reinem Stickstoff.
Die Figur zeigt die Änderung des Verhältnisses !I2In1 als Funktion des Gewichtsprozentgehaltes an
Kohlenstoff, der der Mischung vor dem Mahlen zugesetzt wurde.
Die Kurve 1 bezieht sich auf Azetylenruß, Kurve 2 auf eine Suspension von kolloidalem Graphit in
Wasser.
Der Kohlenstoff spielt einerseits eine wichtige Rolle bei der Kristallisation, andererseits wirkt er
reduzierend, und es bildet sich FeO im Endprodukt.
Der Kohlenstoff wird bei der Sinterung vollkommen entfernt, und eine chemische Analyse ergibt, daß
er nur in Spuren im Endprodukt vorhanden ist.
Die Beispiele beziehen sich auf dieselbe Zusammensetzung der Ausgangsmischung ohne Kohlenstoffzusatz
in Molprozent, und zwar:
Fe2O3 52,5
MnO 28,3
ZnO 19,2
Die Behandlung ist die gleiche wie im folgenden, angegeben für eine Mischung ohne Kohlenstoffzusatz.
Der Kohlenstoff wird zur Ausgangsmischung vor dem Mahlen zugegeben.
Die Oxyde werden in dem oben angegebenen Verhältnis gemischt und 24 bis 48 Stunden lang in
einer Stahlkugelmühle gemahlen. Es werden so viele Liter Wasser zugegeben, wie etwa der l,5fachen
Gewichtsmenge der Mischung in Kilogramm entspricht.
Das Material wird filtriert, getrocknet und in Kerne gepreßt mit einem Druck von etwa 1 bis 101 pro
Quadratzentimeter, beispielsweise mit 5 t pro Quadratzentimeter.
Die Kerne werden bei 20O0C getrocknet, um das
Bei einem Produkt mit der oben angegebenen Ausgangszusammensetzung, zu der 1 Gewichtsprozent
Azetylenruß zugesetzt wurde und das in der beschriebenen Weise behandelt wurde, ergeben sich
die folgenden magnetischen Werte:
| Il | |
| Fn | IO3 |
| Il | IG6 = |
|
h
112 ' |
103 - |
| t | Bei |
| Il | = 3400 |
| 0,18 | |
| = 250 | |
| 2 | |
| ispiel 2 |
Bei einem Produkt mit der oben angegebenen Ausgangszusammensetzung, zu dem 1 Gewichtsprozent
kolloidaler Graphit, suspendiert in Wasser, zugesetzt wurde und das in der beschriebenen Weise
behandelt wurde, ergeben sich die folgenden magnetischen Werte:
// =4000
— · IO3 = 0,23
— · IO3 = 0,23
μ2
t
IO6 = 200
IO3 = 1
IO3 = 1
Es wird besonders darauf hingewiesen, daß in den
Beispielen die Koeffizienten der Wirbelstromverluste, der Hystereseverluste und der Nachwirkungsverluste
besonders gute Werte haben.
Claims (1)
- 5 Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Mangan-Zink-Ferrit mit hoher Anfangspenneabilität und niedrigen Verlusten, insbesondere für Kerne von Trans- to formatoren und Induktionsspulen, durch Pressen und Sintern eines Gemisches von etwa 50 Molprozent Eisenoxyd (Fe2O3), 25 bis 30 Molprozent Manganoxyd und 15 bis 24 Molprozent Zinkoxyd derart, daß ein Teil des Fe2O3 in FeO umgewandelt wird, so daß das Endprodukt bis zu 5 Gewichtsprozent FeO enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgangsmischung 0,05 bis 1,5 Gewichtsprozent Kohlenstoff (C) zugesetzt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| Publication Number | Publication Date |
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