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"Förderwagen" Die Kästen von Förderwagen und Feldbahnwagen unterliegen
starkem Verschleiss sowchl infolge der Beanspruchung durch Zug und Druck, insbesondere
durch stöße beim Beladen, Entladen und bei der Förderung, als auch durch die schmirgelnde
Wirkung des Fördergutes, insbesondere beim Kippen. Die Beanspruchung durch Stosse
erfordert die Benutzung eines zähen Material. für den Aufbau des Kastens.
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Man kann den Kasten nicht aus gehärtetem Blech her. stellen, weil
er sonst durch Stösse alsbald zertrümmert würde. Seine Widerstandsfähigkeit gegen
die Beanspruchung durch Reibung ist daher nicht hoch.
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Es werden deshalb die Kastenbleche verhältnismäasig schnell abgenutzt.
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Bei dem Modell wird dieser Uebelstand dadurch
| beseitigt, dass der Förderwagen-bezw. eldbahawagen- |
kanten in seiner Gesamtheit oder doch an den besonders starkem Verschleiß unterliegenden
Stellen aus
| r |
| Zweilagenbleoh hergestellt ist, das aus einem zähen, |
| Z |
nicht härtbaren blech und einem in voller Fläche daraufgesohweissten bezw.-gewalzton
härtbaren blech besteht, und dass ferner der Kasten einem Härteverfahren unterworfen
wird, bei welchem die härtbare Innenschicht glashart gemacht wird, die Außenschicht
aber zäh bleibt. Ein so ausgebildeter Förderwagen hat eine wesentlich höhere Lebensdauer
als die bisher üblichen Wagen. Sdne Widerstandsfähigkeit gegen Zug, Druok und insbesondere
stöße ist nicht vermindert, da die zähe Aussenschioht diesen Beanspruchengen angepasst
ist. Die glasharte Innenschicht wird durch das Fördergut nur wenig angegriffen.
Sie kann zwar durch stossweise Beanspruchung, beispielsweise beim Einfallen von
Steinen in den Wagenkasten, springen, aber selbst zahlreiche Sprünge beeinträchtigen
die Wirkung dieser verschleissfesten Schicht nicht, da alle ihre Teile infolge der
Verschweissung mit der zähen Unterschicht in ihrer Lage bleiben und nach wie vor
ein fast unzerstörbares futter bilden.
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Um gegebenenfalls schon weitgehend versohlieeene Förderwagen üblicher
Art gegen Verschleiss widerstandsfähig zu machen, kann man sie mit einem Einsatztrog
versehen, der, wie oben angegeben, aua Zweilagenbleoh hergestellt und gehärtet ist.
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Zur Herstellung der Wagenkästen bezw. der bin. satztröge kann man
auch so vorgehen, dass man ein Zweilagenblech bildet, welches an den Blegungantellen
keine
härtbare Schicht aufweist. Es können z. B. mehrere Bleche aus härtbarem Stahl in
gewissem Abstand voneinander auf das nicht härtbare Blech aufgeschweißt werden,
oder es kann an den Biegungstellen das härtbare Material durch Fräsen o. dgl. beseitigt
werden. In dem Falle kann das Blech nach seiner Bearbeitung, insbesondere nach Herstellung
der erforderlichen Niet- oder Bchrlöcher, gehärtet werden, und es erfolgt dann die
Bildung des Wagenkastens, indem das Zweilagenbleoh an den Stellen, an welchen sich
keine gehärtete Auflage befindet, gebogen wird.
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In der Zeichnung ist die Vorrichtung beispielsweise dargestellt.
Es zeigen : Fig. 1 einen Förderwagen mit teilweise. Schnitt, Fig. 2 einen Förderwagen
in Seitenansicht mit teilweisem Schnitt, Fig. 3 schematisch einen Förderwagen mit
Futter im Querschnitt, Fig. 4 einen Teil von Fig. 3 in größerem Masstab, ging, 5
ein weilagenblooh mit vorbereiteten Biegung stellen, Fig. 6 einen aus gehärtetem
Zweilagenblech hergestellten Wagenkasten im Querschnitt.
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Bei dem Förderwagen nach Fig. 1 und 2 ist der Wagenkasten a aus einem
Verbundbleoh gebildet, dessen Aussenschicht b aus zähem, nicht oder doch nur sehr
wenig härtbarem Stahlblech, und dessen Innen.
schicht o aus härtbarem
Stahlblech besteht. Die beiden Bleche sind mit voller fläche aufeinandergeschweisst
und derart einem Härteverfahren unterworfen, dass die Aussen a glashart ist. Sie
wird deshalb von dem auf ihr abrutschenden Fördergut, beispielsweise von scharfkantigem
Versatzgut, nur sehr wenig beeinfluset. Daraus ergibt sich eine aussergewöhnlich
hohe Lebensdauer des Förderwagens. Auch dann, wenn diese Schicht zahlreiche SprUnge
aufweist, bleibt ihre Wirkung in vollem Umfange bestehen, da die einzelnen Stücke
an der zähen Aussenschicht b befestigt sind. Es kommt vor allen darauf an, den Mantel
des Wagens in dieser weise auszubilden, doch kann, wie Fig. 2 zeigt, auch die Stirnfläche
in gleicher Weise ausgeführt werden, was insbesondere von Bedeutung ist, wenn die
Entleerung im Stirnkipper erfolgt.
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Die Figuren 3 und 4 erläutern die Benutzung eines als Futter eingesetzten
Troges aus Zwealagenblech. Fig. 3 zeigt schematisch das Rinaetzen einen Troges b',c'
in den Wagenkasten a. in Fig. 4 ist ein Teil der Wagenwand im Schnitt dargestellt.
Die Innenschicht o'des Einsatstrogeo ist wiederum glas. hart, während die Schicht
bt aus zähem, nioht härtbarem Material besteht und hier vor allem den Zweck hat,
auch beim Springen der glasharten Schicht alle
| Teile in ihrer Lage festzuhalten. |
| Um das Zweilagenbleoh vor der Biegung |
härten zu können, bildet man an ihm, wie in Fig. 5 dargestellt
ist, besondere Biegungsstellen d aus, an denen die härtbare Auflage fehlt. Es werden
beispielsweise auf das nicht härtbare Blech a parallel in gewissen Abständen voneinander
Streifen b1 bin b5 von härtbarem Stahlblech aufgeschweisst. Man kann auch zunächst
ein Mehrlagenblech üblicher Art herstellen durch Aufwalzen eines härtbaren Blechen
auf ein nicht härtbares Blech und dann durch Ausarbeiten, beispielsweise Ausfräsen,
Streifen d herstellen, an welchen nur nicht härtbares Blech vorhanden ist. Diese
Platte kann dann bearbeitet, insbesondere mit den Bchr- und Nietlöchern für die
Verbindung der Wändeuntereinander bezw. für die Anbringung der Befestigungsmittel
und der Kupplungteile versehen werdon. Sodann erfolgt die Härtung,
| bei welcher den auflagen bl bis b5 Glahärte ge- |
| geben wird, und nun erst wird der Mantel des Wagen- |
| kastens gebildet, indem die Platte a an den sie- |
| gungsstellen d der Form des Forderwagenkastens engt- |
sprechend gebogen wird. Auch hier bilden dann die glanherten Plattenteile den Innenraum
des Wagenkastens. Sie schliessen sich bei der Biegung unmittelbar aneinander. Eine
etwa bestehende Fuge
| würde im übrigen unschädlich sein, da sie sich |
| alsbald mit Kohlenstaub oder Gesteinsstaub zu- |
| setzen wird. |