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DE136623C - - Google Patents

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Publication number
DE136623C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
product
oil
make
added
resins
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT136623D
Other languages
English (en)
Publication of DE136623C publication Critical patent/DE136623C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08HDERIVATIVES OF NATURAL MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08H3/00Vulcanised oils, e.g. factice

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Thermistors And Varistors (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Lubricants (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Produktes.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Produkts, welches gegen Elektricität isolirt und zugleich wasserdicht ist.
Das Verfahren beruht auf der Beobachtung, dafs gewisse Harze, nämlich die harte, kreideartige Masse, welche unter dem Namen Singapore-Copal bekannt ist, oder die als Bastardeopal oder Anime bezeichneten fossilen Harze, durch die Einwirkung gewisser Antheile des Steinkohlentheeröls, nämlich derjenigen, welche bei 260 bis 2800 C. überdestilliren, in der Hitze in ein Produkt übergeführt werden, welches in seinen isolirenden Eigenschaften dem Kautschuk gleich ist und sich von diesem nur durch seine Sprödigkeit unterscheidet. Zur Beseitigung dieser Sprödigkeit wird dem Produkt ein nicht trocknendes OeI zugesetzt. Aufserdem mufs, da durch den Oelzusatz, wenn dieser in genügender Menge erfolgt, um dem Theerölharzprodukt die Brüchigkeit gänzlich zu nehmen, die Masse zu weich werden würde, ein weiterer Zusatz zugegeben werden, um ein zwar hartes und festes, aber dennoch zähes und nicht bröckliches Produkt zu erhalten. Als solcher Zusatz dient Speckstein, an dessen Stelle auch andere die Elektricität nicht leitende analoge Körper verwendet werden können.
Das Verfahren wird in folgender Weise ausgeführt. Die bei 260 bis 2800 C. überdestillirenden Antheile des Steinkohlentheeröls werden geschmolzen und zur Neutralisation der etwa darin enthaltenen Säure zweckmäfsig mit einem Erdalkalicarbonat, z. B. Bariumcarbonat, gemischt, welches einen Niederschlag bildet, von dem das OeI durch Dekantiren getrennt wird. Zu dem OeI werden die oben genannten Harze bei einer Temperatur von ungefähr 1200 C, aber nicht über 1300 C, in trockenen Stücken hinzugefügt und dabei die Mischung andauernd umgerührt. Wenn alles Harz gelöst ist, wird die Flüssigkeit durch feine Drahtgewebe filtrirt und dann unter weiterem, fortdauernden Umrühren auf ungefähr i8o° C. erhitzt. Diese Erhitzung, welche während einiger Zeit ein Sieden hervorruft, wird noch etwa eine halbe Stunde. fortgesetzt, nachdem das Sieden aufgehört hat.
Um dem so erhaltenen Produkt die erforderliche, nicht zu grofse und nicht zu geringe Biegsamkeit zu verleihen, wird dem heifsen Gemisch nach dem Sieden noch eine gewisse Menge eines nicht trocknenden OeIs und einer feinpulverigen, nicht leitenden Mineralsubstanz hinzugefügt. Als solches OeI kann z. B. Ricinusöl und als Mineralsubstanz Speckstein verwendet werden.
Die Menge der zur Verwendung gelangenden Bestandtheile kann verschieden sein, je nachdem das Produkt mehr oder weniger weich und biegsam sein soll. Beispielsweise wird ein brauchbares Produkt bei Einhaltung der folgenden Gewichtsverhältnisse erhalten:
ι Theil Theeröl,
5 Theile Harz,
ca. ι Theil nicht trocknendes OeI,
ca. 2 Theile Speckstein.
Von anderen isolirenden Produkten, bei deren Darstellung ebenfalls gewisse Harze und Theerprodukte zur Verwendung gelangen, unterscheidet sich das nach dem vorliegenden Verfahren erhaltene sehr wesentlich. Denn während bei den bekannten Verfahren zunächst durch Einwirkung vcm Schellack und Kolophonium auf einander ein Produkt erhalten wird, welchem durch Zusatz bestimmter Bestandtheile des Steinkohlentheers (Anthracen oder Phenanthren oder Birkentheeröl und Anilinöl) nur die erforderliche Plasticität verliehen wird, sind die bei dem vorliegenden Verfahren zur Anwendung gelangenden Theeröle an der Bildung des Endproduktes unmittelbar betheiligt, indem sie mit den Harzen in Reaction treten.
Auch andere der zur Verwendung gelangenden Materialien sind zwar bereits bei der Darstellung von Isolirmaterialien benutzt worden, jedoch weder in der beschriebenen Weise noch zu den oben erwähnten Zwecken.
Demnach ist das oben beschriebene Gesammtverfahren nach Ausführungsweise, Verlauf und Wirkung neu, und aufserdem zeigen sowohl das Verfahren wie das Produkt gegenüber den bekannten wesentliche Vorzüge, da die Erhitzung bei verhältnifsmäfsig niedriger Temperatur im offenen Gefäfs vorgenommen werden kann, und dadurch das Verfahren vereinfacht und ebenso wie durch die zur Verwendung gelangenden Ausgangsmaterialien verbilligt wird, während das Produkt anderen ähnlichen durch seine gröfsere Widerstandsfähigkeit gegen Temperatureinflüsse infolge seines höheren Schmelzpunktes überlegen ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung eines gegen Elektricität isolirenden und zugleich wasserdichten kautschukartigen Produktes, dadurch gekennzeichnet, dafs die bei 260 bis 280 ° C. überdestillirenden Theile des Steinkohlentheeröls mit bestimmten Harzen, nämlich Singapore-Copal, Bastardeopal oder Anime, erhitzt und dem so erhaltenen Produkte, um es im erforderlichen Grade biegsam zu machen, ein nicht trocknendes OeI und eine feinpulverige, nicht leitende Mineralsubstanz zugesetzt werden.
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