DE1239863B - Kreiselstabilisierte Plattform - Google Patents
Kreiselstabilisierte PlattformInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
GOIc
Deutsche Kl,: 42 c-35/10
Nummer: 1239 863
Aktenzeichen: F 41474 Di b/42 c
Anmeldetag: 5. Dezember 1963
Aaslegetag: 3. Mai 1967
Anmelder:
Fluggerätewerk Bodensee G. m. b. H.,
Überlingen (Bodensee)
Überlingen (Bodensee)
Als Erfinder benannt:
Dr. Eduard Fischel, Überlingen (Bodensee)
Die Erfindung betrifft eine kreiselstabilisierte Platt- Kreiselstabilisierte Plattform
form. Solche kreiselstabilisierten Plattformen haben
bekanntlich die Aufgabe, unabhängig von den Bewegungen eines Fahrzeuges, vornehmlich eines Flugkörpers,
ein raumfestes Koordinatensystem festenlegen.
Hierfür wird die Eigenschaft eines Kreisels mit zwei Freiheitsgraden ausgenutzt, auf eine Drehbewegung
um eine zu semer Drallachse senkrechte erste Achse (Empfindlichkeitsachse) mit einem Drehmoment
um eine zweite Achse (Präzessionsachse) zu
reagieren, die zu Drall- und Empfindlichkeitsachse ~
senkrecht liegt. Dieses Moment bewirkt eine Aus- 2
lenkung des Kreisels, welche durch einen Abgriff in
ein entsprechendes elektrisches Signal verwandelt einen Signalvorhalt zu erzeugen. Dadurch wird der
wird. Das Signal beaufschlagt bei bekannten Platt- 15 elektrische Teil des Regelkreises recht kompliziert
formen über Verstärker und sonstige, aus regeltech- und außerdem frequenzabhängig, was weitere Nachnischen
Gründen vorgesehene Netzwerke einen Stütz- teile hat (vgl. den Aufsatz von E. M. Fischel, »Die
motor, der eine Verdrehung der Plattform um eine Dämpfung von Kreiselgeräten als Regelproblem«, in
Achse bewirkt, welche zu der Empfindlichkeitsachse »Regelungstechnik«, H. 3, 1962, S. 109 bis 114, oder
des Kreisels parallel ist und der Bewegung entgegen- 20 den inhaltsgleichen Aufsatz »Gyro Damping« aus
wirkt, die das Moment ausgelöst hatte. »Aerospace Engineering«, Mai 1961, S. 16/17 und
Bei bekannten Plattformen ist der Kreisel un- 75 bis 82).
mittelbar an der Plattform drehbar um die Präzessions- ' 2. Es tritt eine Beeinflussung des Kreisels ein,
achse gelagert. Die Plattform ist üblicherweise wenn eine Bewegung der Plattform um die Empfindkardanisch
im Fahrzeugkörper aufgehängt und trägt 25 lichkeits- und Kreiseldrallachse gleichzeitig und mit
drei Kreisel, von welchen jeder eine Stabilisierung derselben Frequenz auftritt, was im folgenden erum
eine der drei Kardanachsen bewirkt. Die Stütz- läutert wird. Wenn das Steuersignal für den Stützmotoren
bewirken eine Drehung der Kardanrahmen motor in der bekannten Weise unmittelbar von einem
gegeneinander bzw. gegen den Fahrzeugkörper und Abgriff abgenommen wird, der die Drehung des
werden von den Kreiselabgrifien über Koordinaten- 30 Kreisels um seine Präzessionsachse mißt, dann setzt
wandler gesteuert. Die Kreisel sind meist integrie- diese Art der Regelung voraus, daß bei einer Störung
eine entsprechend große Auslenkung des Kreisels erfolgt. Bei einer solchen Auslenkung liegt der
Drallvektor des Kreisels aber nicht mehr in seiner
rende Kreisel, die durch eine Dämpfung so gehemmt sind, daß ihre Auslenkungsgeschwindigkeit proportional
dem Präzessionsmoment wird, deren Auslen
kung also ein Maß-für die Lageabweichung darstellt. 35 Ruhestellung, sondern er enthält auch eine Kompo-
Bei den bekannten Plattformen treten verschiedene Nachteile auf:
1. Die Kreiselplattform trägt die Kreiselplatte, und diese besitzt ein relativ großes Trägheitsmoment,
nente parallel zu der Empfindlichkeitsachse. Wenn nun gleichzeitig eine Bewegung der Plattform um
eine andere Achse stattfindet, dann kann diese Bewegung mit der letzteren Komponente ein weiteres
was die Regelung erschwert. Jeder der Kreisel muß 40 Moment um die Präzessionsachse erzeugen, welches
das gesamte Trägheitsmoment der Kreiselplatte und nicht durch eine Bewegung um die Empfindlichkeits-
der mitbewegten Kardanringe stabilisieren. Es läßt sich zeigen, daß Drall und Dämpfung des Kreisels in
einem gewissen Größenverhältnis zum Trägheits-
moment der Kreiselplatte nebst der mitbewegten Kardanring« stehen müssen, um eine Stabilität des
den Kreisel als Meßwertgeber und die Platte als Regelstrecke enthaltenden Regelkreises zu gewährleisten.
Es ist außerdem erforderlich, die Phase des
achse bedingt ist und eine Drift des Kreisels zur Folge hat. Es läßt sich nämlich zeigen, daß solche
Momente im Mittel stets in einer Richtung wirken, also sich nicht etwa im zeitlichen Mittel aufheben.
Man bezeidhnet diese Erscheinung auch als »Gledchrichtereffekt«
des Kreisels.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die geschilderten
Nachteile bekannter kreiselstabilisierter
vom Kreiselabgriff gelieferten Steuersignals für die 50 Plattformen zu vermeiden und eine Plattform^ mit
Stützmotoren durch ein zweistufiges Netzwerk mn weit geringerer Drift zu schaffen, bei welcher der
weit mehr als 90° (häufig 140°) vorzudrehen, um elektrische Aufwand und gegebenenfalls die Anfor-
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3 4
derungen an den Drall des Kreisels vermindert wer- treten. Es tritt keine gegenseitige Beeinflussung der
den können, ohne daß die Stabilität des Regelkreises verschiedenen Achsen ein.
unzulässig darunter leidet, und die Stabilität von Es kann jetzt aber auch der Regelkreis, durch
Plattformen zu erhöhen. welchen die Stabilisierung der eigentlichen Kreisel-
Es ist eine kreiselstabilisierte Plattform bekannt, 5 platte erfolgt, wesentlich vereinfacht werden, weil
die nach Schulerpendetn ausgerichtet werden soll, nämlich dieser Kreis nicht mehr mit der Dynamik
welche von Kreiseln mit Hilfsrahmen gebildet wer- des Kreisels verkoppelt ist. Man benötigt in diesem
den. Zu diesem Zweck ist jeder Kreisel mit seiner Kreis nur noch ein einstufiges phasenkorrigierendes
Drallachse in einem Rahmen gelagert, der seinerseits Netzwerk, welches leichter zu bauen ist und einen
um eine zur Kreiseldrallachse senkrechte Achse io geringeren Verstärkungsgrad erfordert,
schwenkbar in dem Hilfsrahmen gelagert ist. Dabei Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den
ist der erstere Rahmen gegen Verdrehung relativ zu Zeichnungen dargestellt und im folgenden be-
dem Hilfsrahmen elastisch gefesselt. Der Hilfsrahmen schrieben.
trägt in der Verlängerung der Lagerachse des ersteren F i g. 1 zeigt zur .Veranschaulichung der Erfindung
Rahmens eine Masse. Er ist um eine zu der ge- 15 schematisch schaubildlich deren Anwendung bei
nannten Lagerachse senkrechte Achse seinerseits an einer einachsigen Plattform;
der Plattform gelagert. Durch geeignete Bemessung F i g. 2 zeigt schematisch schaubildlich eine nach
wird dafür gesorgt, daß das so erhaltene, aus Kreisel der Erfindung aufgebaute Dreikreiselplattform,
und Masse gebildete Pendel eine der Schulerperiode Zur Erläuterung des Grundgedankens der Erfinentsprechende
Schwingungsdauer hat. Zur Lösung des 20 dung ist in Fig. 1 eine einachsige Plattform 10 darvorstehend
erörterten-Problems ist diese bekannte gestellt, die um eine Achse y-y stabilisiert ist. Zu
Anordnung jedoch weder bestimmt noch geeignet. diesem Zweck ist ein Kreisel 12 vorgesehen, dessen
Ausgehend von einer solchen kreiselstabilisierten Drallachse 14 parallel zu der Koordinatenachse x-x
Plattform, die um wenigstens eine Achse stabilisiert liegt. Der Kreisel 12 ist mit seinem Gehäuse um die
ist, mit einem Kreisel, der in einem Hilfsrahmen um 25 zur Koordinatenachse z-z parallele Präzessionsachse
eine zu Drallachse und stabilisierter Achse senk- 16 drehbar in einem Hilfsrahmen 18 gelagert. Der
rechte Präzessionsachse drehbar gelagert ist, der Hilf srahmen 18 ist seinerseits gegenüber der Platt-
seinerseits an der Plattform um eine zur stabilisierten form 10 um eine Achse 20 (Empfindlichkeitsachse)
Achse parallele Achse drehbar gelagert ist, und mit schwenkbar gelagert, welche parallel zu der zu sta-
einem Stützmotor, der von einem die Drehbewegung 30 bilisierenden Achse y-y liegt.
zwischen Hilfsrahmen und Plattform abgreifenden Die Drehung des Kreisels um seine Präzessions-
ersten Abgriff steuerbar ist und die Plattform dem achse 16 gegenüber dem Rahmen 18 wird mittels
Hilfsrahmen nachführt, besteht die Erfindung darin, eines Abgriffs 22 abgegriffen, der hier schematisch
daß eine Bewegung des Kreisels um seine Prä- als Potentiometerabgriff dargestellt ist, den man aber
zessionsachse durch einen zweiten Abgriff abge- 35 praktisch als induktiven eisenlosen Stellungsabgriff
griffen wird, dessen Signal einen um die Huf srahmen- ausbilden wird. Der Abgriff 22 gibt ein Signal über
Lagerachse wirkenden Drehmomenterzeuger beauf- einen Verstärker 24 direkt auf einen Drehmoment-^
schlagt. erzeuger 26, welcher sich an der Plattform 10 ab-
Der Kreisel stabilisiert also zunächst nicht die stützt und ein Drehmoment auf den Rahmen 18 um
gesamte Plattform, sondern nur seinen eigenen Hufs- 40 die Achse 20 erzeugt. Die Bewegung des Rahmens
rahmen. Bei einer Bewegung der Plattform werden 18 gegenüber der Plattform 10 wird mittels eines
relativ geringe Momente auf den Hilfsrahmen über- Abgriffs 28 abgegriffen. Das vom Abgriff 28 erhaltragen.
Das sind nämlich praktisch nur die Reibungs- tene Signal beaufschlagt über ein geeignetes einmomente,
die über die Lagerung des Hilfsrahmens stufiges Netzwerk 30 und einen Kraftverstärker 32
übertragen werden. Nur diese Störungen braucht der 45 einen Stützmotor 34, welcher eine Drehung der
Kreisel zu kompensieren, indem der Drehmoment- Plattform 10 um die Achse y-y bewirkt,
erzeuger entsprechende Gegenmomente hervorruft. Die Wirkungsweise der geschilderten Anordnung
Das ist wesentlich einfacher als bei den vorbekannten ist folgende: Wenn das Fahrzeug (Flugkörper), auf
Plattformstabilisierungen, weil einmal die Störgrößen welchem die Plattform bei 36 montiert ist, eine
geringer sind und zum anderen auch die Regelstrecke 50 Drehbewegung um die y-y-Achse ausführt, dann
günstigere Eigenschaften besitzt. Es braucht nicht dreht sich die Plattform zunächst mit. Über die
die gesamte Plattform mit ihrem relativ großen Trag- Lagerreibung bei 38 wird auch der Rahmen 18 etwas
heitsmoment stabilisiert zu werden, sondern nur der mitgenommen. Auf den Rahmen 18 wirkt ein Moverhältnismäßig
leichte Hilfsrahmen, dessen Trag- ment um die Achse 20. Die Drehung um die Achse
heitsmoment etwa einhundertmal kleiner ist als das 55 20 hat ein Präzessionsmoment um die Achse 16 zur
der Plattform. Dadurch ergibt sich auch eine wesent- Folge. Dem Präzessionsmoment, welches bekanntlich
liehe Vereinfachung der Elektronik, weil die Anfor- der Winkelgeschwindigkeit um die Achse 20 proporderungen
an Signalvorhalt od. dgl. geringer bzw. tional ist, wirkt die geschwindigkeitsproportionale
nicht mehr notwendig sind. Dämpfung. eines Dämpfers 40 entgegen, so daß die
Der Kreisel braucht aus den geschilderten Grün- 60 Auslenkgeschwindigkeit des Kreisels 12 dem Prär
den keinen großen Ausschlag zu machen. Die Drall- Zessionsmoment proportional wird. Die Kreiselausachse
bleibt praktisch in ihrer Ruhelage. Die Platt- lenkung ist also proportional der Auslenkung des
form kann sich unter dem raumfest bleibenden Hilfs- Rahmens 18 gegenüber seiner raumfesten Ausgangsrahmen
um einen endlichen Winkel wegdrehen und lage. Der Abgriff 22 gibt ein Signal über den Verder
zweite Abgriff ein entsprechendes Steuersignal 65 stärker 24 auf den Drehmomenterzeuger 26, welcher
liefern, ohne daß dazu eine Kreiselauslenkung er- den Rahmen 18 in seine Ausgangslage zurückzuforderlich
wäre. Infolgedessen kann auch keine drehen sucht und dem Reibungsmoment in den Kreiseldrift durch den »Gleichrichtereffekt« auf- Lagern 38 entgegenwirkt. Auf diese Weise wird also
Claims (1)
- der Kreisel 12 mit dem Rahmen 18 hinsichtlich der Achse y-y raumfest gehalten.Die Plattform 10 wird nun bei einer Bewegung des Fahrzeugs um die y-y-Achse zunächst unter dem raumfesten Rahmen 18 weggedreht. Es erfolgt eine Relativbewegung zwischen Rahmen 18 und Plattform 10, so daß der Abgriff 28 ein Fehlersignal liefert. Dieses Signal wird über ein einstufiges Vorhaltnetzwerk 30 und den Kraftverstärker auf den Stützmotor 34 gegeben, welcher die Plattform 10 gegenüber dem Fahrzeugkörper verdreht, so daß die Plattform eine feste Lage gegenüber dem Hilfsrahmen 18 und damit im Raum einnimmt.Durch die Aufteilung der Regelung in eine Stabilisierung eines Hilfsrahmens 18 und eine Nachführung und Ausrichtung der Plattform 10 nach dem Hilfsrahmen wird aus den geschilderten Gründen die Regelung vereinfacht und verbessert.F i g. 2 zeigt eine nach der Erfindung ausgebildete Dreikreiselplattform.Die Plattform 10' ist in zwei Kardanrahmen 66 und 68 gelagert, und zwar ist die Kreiselplatte 10' in dem Rahmen 66 um eine Achse A-A drehbar gelagert. Der Rahmen 66 ist im Rahmen 68 um die Achse B-B senkrecht zu A-A drehbar gelagert, und der Rahmen 68 ist um eine Achse C-C senkrecht zu B-B im Fahrzeugrahmen gelagert.Die Kardanrahmen sind durch Stützmotor 34', 34" und 34"' gegeneinander verdrehbar, um bei einer Bewegung des Fahrzeugkörpers 36' die Lage der Plattform im Raum unverändert zu halten.Auf der Kreiselplatte sind drei Kreiselanordnungen 70, 72, 74 der in F i g. 1 schon beschriebenen Art angeordnet, von denen jede die Stabilisierung um eine der raumfesten Achsen x-x, y-y, z-z durch Steuerung der Stützmotoren bewirkt. Zu diesem Zweck steuert die Kreiselanordnung 72 den Stützmotor 34'" (Azimut). Die Kreiselanordnungen 70 und 74 steuern über einen Koordinatenwandler 76 die Stützmotoren 34' und 34" (Nick- und Rollmotor). Der Koordinatenwandler 76 erhält die Signale von beiden Kreiselanordnungen 70 und 74 und liefert Signale an die Motoren 34' und 34", welche vom Azimut abhängige lineare Funktionen der beiden Kreiselsignale sind. Je nach der Lage des Fahrzeuges im Azimut können ja Nick- und Rollmotor ihre Funktion vertauschen, und im allgemeinen Fall fallen x-x- und y-y-Achse nicht mit der B-B- bzw. C-C-Achse des Kardanrahmens zusammen.Die Ausbildung der Kreiselanordnungen 70, 72, im einzelnen stimmt mit der von Fig. 1 überein und braucht hier nicht noch einmal beschrieben zu werden. Wesentlich ist, daß bei Bewegungen der Plattform 10' um die drei Achsen x-x, y-y, z-z keine gegenseitige Beeinflussung der Regelkreise eintritt, wie eingangs schon geschildert wurde.Patentanspruch:Kreiselstabilisierte Plattform, die um wenigstens eine Achse stabilisiert ist, mit einem Kreisel, der in einem Hilfsrahmen um eine zu Drallachse und stabilisierter Achse senkrechte Präzessionsachse drehbar gelagert ist, der seinerseits an der Plattform um eine zur stabilisierten Achse parallele Achse drehbar gelagert ist und mit einem Stützmotor, der von einem die Drehbewegung zwischen Hilfsrahmen und Plattform abgreifenden ersten Abgriff steuerbar ist und die Plattform dem Hilfsrahmen nachführt, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bewegung des Kreisels um seine Präzessionsachse durch einen zweiten Abgriff abgegriffen wird, dessen Signal einen um die Hilfsrahmen-Lagerachse wirkenden Drehmomenterzeuger beaufschlagt.In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 893 248.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen709 578/67 4.67 © Bundesdruckerei Berlin
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| DE1239863B true DE1239863B (de) | 1967-05-03 |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2893248A (en) * | 1957-12-16 | 1959-07-07 | Commerciale Eca Soc | Device for indicating the true vertical |
-
1963
- 1963-12-05 DE DE1963F0041474 patent/DE1239863B/de active Pending
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| US2893248A (en) * | 1957-12-16 | 1959-07-07 | Commerciale Eca Soc | Device for indicating the true vertical |
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